Die deutsch-französische Aussöhnung

| Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur |


Die deutsch-französische Aussöhnung, also das Wissen, wie  man das macht, besonders zwischen zwei Staaten, die seit 1870 drei blutige Kriege miteinander geführt haben, ist unser wichtigstes Exportgut. In vielen Artikeln auf unserem Blog: Le Centenaire des Erste Weltkrieges (70 Artikel), der ÉLysée-Vertrag oder der Aachener Vertrag gehören alle zur Aussöhnung, zur Erinnerungskultur und zum gemeinsamen Fundament der deutsch-französischen Beziehungen.

Ulrich Pfeil, Professor an der Université de Lorraine in Metz und Nancy, hat in einer Sendung des WDR am 7. Februar 2026 an die deutsch-französische Aussöhnung seit 1945 erinnert:

Auf unserem Blog:

> Bibliographie: Erinnerungskultur

> Alfred Grosser

> Am 9. Mai ist Europatag

> Lektüreempfehlung: Ein Jahrhundert später. Der Erste Weltkrieg und die deutsch-französische Aussöhnung (1914-2014)

> Die Reden von Emmanuel Macron über die Europa


Der Hörtipp unserer Redaktion:

La Constitution démythifiée

Eine kleine Anfrage

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| Der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2026 | Das Manuskript von Sartre über Rimbaud | Frankreich will den Jugendlichen unter 15 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken verbieten@frankoviel , der 🇫🇷-Podcast wird 100 (!) | Szenarien im KI-gestützten Französischunterricht (I) | Deutsch-französischer Tag: 22. Januar 2026  | Éditorial : La souveraineté de l’Europe |


Deutsch-französischer Tag: 22. Januar 2026 #jfa2026 #dft2026

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Bibliographie /Sitographie:

> Deutsch-Französischer Tag 2025 – Auswärtiges Amt

> Deutsch-Französischer Tag 2025 – Europanetzwerk Hessen.de

> Der Deutsch-Französische Tag am 22. Januar – DFJW

> Deutsch-französischer Tag 2025 – Institut français

> Die deutsch-französische Freundschaft – ARTE
Dass aus ehemaligen Erzfeinden der berüchtigte „Motor Europas“ wurde, ist alles andere als selbstverständlich.

> Deutsch-französischer Tag am 22. Januar 2025 – Paul-Klee-Gymnasium – Gersthofen bei Augsburg

> Am 22. Januar 2025 feiert das Humboldt wieder den deutsch-französischen Tag! – Alexander-von-Humboldt-Gymnasium – 41464 Neuss
> Aachener Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich geschlossen – 22.01.2019 – Bundeszentrale für politische Bildung

Prof. Andreas Marchetti: Nachgefragt. Die “Nähe der Gebietskörperschaften” = wie der Aachener Vertrag die grenzüberschreitende französisch-deutsche Kooperation erleichtert – 12. Juni 2020

> Deutsch-Französischer Bürgerfonds – 16. April  2020

> Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag – 26. Februar 2019

> 22. Januar 2019: Der Aachener Vertrag. Le Traité d’Aix-la-Chapelle – 21. Januar 2019

> Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019 –  9. Januar 2019

> #TraitedAixlaChapelle Die Unterzeichnung des #AachenerVertrags – 24. Januar 2019

> Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer” – 22. Januar 2018

Unsere Redaktion hat wichtige Aussagen de Gaulles zu Europa auf Französisch und Deutsch hier dokumentiert: > Ein vereintes Europa – Une Europe unie – auf dem Weg zu einer Konföderation – 16. Mai 2019

Die Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung

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Emmanuel Macron zu Besuch in Berlin

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Les tâches pour les élèves :

1. Vous lisez cet article.. et vous faites des recherches pour en vérifier les infos… et ensuite vous écrivez un très bref résume en 350 mots en forme d’article pour votre blog.

2. Le directeur de la publication où vous faites un stage vous demande d’écrire un article portant sur le potentiel de la coopération franco-allemande und sorte de description da la boîte d’outils non pleinement utilisée…

Das Abendessen in der Villa Borsig am Tegeler See sollte den neuen deutsch-französischen Aufschwung unterstreichen. Die Kommentatoren weisen daraufhin, dass Unterschiede dabei minimiert werden sollten: Michaela Wiegel > Schulterschluss im Zollstreit mit Trump, FAZ 24.07.2025 – Es fällt schon auf, dass der übliche (Baukasten-) Satz, man wolle die beiderseitige Zusammenarbeit weitervertiefen, angesichts des Diskussionsbedarfs doch etwas unterging. Darauf deutete auch die Tatsache, dass es nach dem Gespräch nur eine Erklärung von Macron und Merz gab, aber keine nachfragen der Journalisten

Die Villa Borsig hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Hohe Kommissar André François-Poncet (ZDF) als Domizil ausgesucht. Er war es auch der als Botschafter in Berlin zwischen 1931 und 1938 in einem berühmten Buch Deutschlands Weg in die Diktatur dokumentiert hatte. (vgl. Claus. W. Schäfer, André > François-Poncet als Botschafter in Berlin (1931-1938), München 2004).

Macron und Merz zeigten sich einig, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius berichtet, dass man „neue Maßnahmen“ entwickeln wolle, falls keine Beendigung des Handelsstreits mit den USA in den Blick komme. Es war in den letzten Wochen nicht nicht zu übersehen, dass Frankreich mit der eher etwas weichen Reaktion der EU auf die von Trump angekündigten 30 Prozent für die Einfuhrzölle nicht zufrieden war. Gleichwohl konnte Macron schon die Vermutung äußern, dass es vielleicht doch noch zu einer Einigung mit 15 Prozent kommen könnte.

Die Liste der weiteren Themen, die Macron und Merz sich vorgenommen hatten war lang an diesem Abend, an dem das Abendessen drei Stunden dauerte:

Deutschland und Frankreich müssten unbedingt „in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Energiewende oder Künstliche Intelligenz und Quantentechnologie“ so Macron ein Einverständnis erzielen. Dazu gehört auch die Beendigung der Irritationen rund um das Kampfflugzeugsystem FCAS durch die Verteidigungsminister an diesem Donnerstag, wenn Sébastien Lecornu Boris Pistorius (SPD) in dessen Wahlkreis in Osnabrück besucht. Dabei soll auch, so berichtet Michaelea Wiegel das Kampfpanzerprojekt MGCS (Main Ground Combat System) zur Sprache kommen. Danach folgt am 29. August in der südfranzösischen Stadt Toulon am der Deutsch-Französische Ministerrats.

Neue Töne will Merz ganz bewusst anschlagen „Wir stehen auf dem Fundament einer über Jahrzehnte gewachsenen, engen deutsch-französischen Freundschaft, und wir beide empfinden dies als eine große Verpflichtung, auch in den nächsten Jahren weiter daran zu arbeiten“, so zitiert ihn Michaela Wiegel.

Deutliche Unterschiede wurden erkennbar, z B. in der Israel-Politik. Paris hatte die israelischen Regierung im Gazastreifen scharf verurteilt und gemeinsam mit London einen Brief unterzeichnet. Berlin hatte das Papier nicht unterzeichnet. Es zeugt vom freundschaftlichen Willen besonders auch der französischen Seite, wenn Michaela Wiegel berichtet: „So heißt es, die unterschiedliche Positionierung habe auch Vorteile.“

Deutsch-französische Übereinstimmung gibt es bei der Iran-Politik. Man wolle den sogenannten Snapback-Mechanismus in gang setzen, wenn Teheran nicht bis Ende August an den Verhandlungstisch zurückkehren sollte.

Weitere Themen war die Nutzung der Künstlichen Intelligenz, der erneuerbaren Energien.

Pascal Thibaud gab auf Twitter einen eher nüchternen Eindruck, der gemeinsamen Erklärung von Macron und Merz nach ihrem Gespräch wieder.

Aber Thibaud wusste auch von einer – wie man sagt – bémol zu berichten:

Paul Maurice, Generalsekretär des Comité d’études des relations franco-allemandes, zeigte sich skeptisch wie Le Monde berichtet > A Berlin, Emmanuel Macron et Friedrich Merz amorcent la « relance » difficile du couple franco-allemand LE Monde 24. Juli 2025. Maurice erinnerte daran, dass im Umfeld des Kanzlers sich Spannungen zwischen denen die die transatlantischen Beziehungen bewahren wollen, denen die ihre Europäisierung anstreben und dann auch denjenigen,die von einem „Deutschland zuerst“. Außerdem, so wird im gleichen Artikel darauf hingewiesen, werde das Mandat von Macron 2027 enden und in der neuen Koalition in Berlin zeigten sich erste Risse. Le Monde zitiert auch Jacob Ross, Experte für deutsch-französische Beziehungen in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der ähnlich reagierte der darauf hinwies, dass Emmanuel Macron sich wohl bewusst sei, dass die „Zeitenwende“ verursacht durch die russische Aggression in der Ukraine Deutschland zwinge, eine neue Rolle in Europa zu finden. Ross fügte hinzu dass dies die bilateralen Beziehungen belasten könnte, wenn Berlin in Versuchung geraten könnte, andere Karten als die der deutsch-französischen Kooperation auszuspielen.

Der Kommentar unserer Redaktion: Bedenkt man die Versprechungen, die aus dem Aachener Vertrag von 2019 resultieren, so wird zur zeit erkennbar, dass Paris-Berlin in eine Lage geraten sind, eine gemeinsame Linie als Antwort auf außenpolitischen Ereignisse zu finden. Im Artikel 3 des Vertrages heißt es „Beide Staaten vertiefen ihre Zusammenarbeit in Angelegenheiten der Außenpolitik, der Verteidigung, der äußeren und inneren Sicherheit und der Entwicklung und wirken zugleich auf eine Stärkung der Fähigkeit Europas hin, eigenständig zu handeln. Sie konsultieren einander mit dem Ziel, gemeinsame Standpunkte bei allen wichtigen Entscheidungen festzulegen, die ihre gemeinsamen Interessen berühren, und, wann immer möglich, gemeinsam zu handeln.“ War „immer möglich“ schon eine Einschränkung, so wir in der aktuellen politischen Großwetterlage erkennbar, dass Paris und Berlin allenfalls zusammen reagieren aber ihre Gestaltungsmöglichkeiten nicht nutzen. Sonst hätte Merz sich mit Macron abgestimmt und beide Länder hätten gemeinsam andere Länder aufgefordert, die Resolution zur Beendigung des Elends im Gaza-Streifen zu unterzeichnen. Diese gilt auch für den Zollstreit mit den USA. Dazu ist sogar ein Treffen von Macron und Merz notwendig, um wieder auf eine Linie zu kommen. Der Streit ist seit langem bekannt, haben Paris und Berlin ihre Hausaufgaben nicht gemacht? Ist etwas in der deutsch-französischen DNA kaputt? Ganz zu schweigen, von den so einleuchtenden Visionen Emmanuel Macrons, deren Definition er mit der > Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique am 26. September 2017 in der Sorbonne begonnen und mit vielen weiteren Reden fortgesetzte hatte: Die Dokumentation auf unserem Blog >  Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe. Auf deutscher Seite gibt es wohl auch unter der Regierung Merz noch immer nichts Vergleichbares. Wie viele Chance eines Schulterschlusses mit Frankreich wurden verpasst. Aber wie soll Friedrich Merz die Fehler der beiden vorhergehenden Regierungen in einigen Monaten aufholen? Und dennoch das Potential der deutsch-französischen Beziehungen böte dazu vielfältige Chancen.

Deutsch-französischer Tag 2025

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1963-2019

> Quelle est la différence entre le Traité de l’Élysée et le traité d’Aix-la-Chapelle ?

> Le traité de l`Élysée de 1963

> Der Élysée-Vertrag von 1963

> Le Traité d’Aix-la-Chapelle sur la coopération et l’intégration franco-allemandes (2019)

> Der deutsch-französische Kooperationsvertrag von Aachen (2019)

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

https://twitter.com/Amb_Delattre/status/1875900725475377561

https://twitter.com/AllemagneDiplo/status/1879197564446142748

Bibliographie /Sitographie:

> Deutsch-Französischer Tag 2025 – Auswärtiges Amt

> Deutsch-Französischer Tag 2025 – Europanetzwerk Hessen.de

> Der Deutsch-Französische Tag am 22. Januar – DFJW

> Deutsch-französischer Tag 2025 – Institut français

> Die deutsch-französische Freundschaft – ARTE
Dass aus ehemaligen Erzfeinden der berüchtigte „Motor Europas“ wurde, ist alles andere als selbstverständlich.

> Deutsch-französischer Tag am 22. Januar 2025 – Paul-Klee-Gymnasium – Gersthofen bei Augsburg

> Am 22. Januar 2025 feiert das Humboldt wieder den deutsch-französischen Tag! – Alexander-von-Humboldt-Gymnasium – 41464 Neuss
> Aachener Vertrag zwischen Deutschland und Frankreich geschlossen – 22.01.2019 – Bundeszentrale für politische Bildung

Prof. Andreas Marchetti: Nachgefragt. Die “Nähe der Gebietskörperschaften” = wie der Aachener Vertrag die grenzüberschreitende französisch-deutsche Kooperation erleichtert – 12. Juni 2020

> Deutsch-Französischer Bürgerfonds – 16. April  2020

> Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag – 26. Februar 2019

> 22. Januar 2019: Der Aachener Vertrag. Le Traité d’Aix-la-Chapelle – 21. Januar 2019

> Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019 –  9. Januar 2019

> #TraitedAixlaChapelle Die Unterzeichnung des #AachenerVertrags – 24. Januar 2019

> Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer” – 22. Januar 2018

Unsere Redaktion hat wichtige Aussagen de Gaulles zu Europa auf Französisch und Deutsch hier dokumentiert: > Ein vereintes Europa – Une Europe unie – auf dem Weg zu einer Konföderation – 16. Mai 2019

Staatspräsident Emmanuel Macron kommt zum Staatsbesuch nach Deutschland

https://twitter.com/landry_charrier/status/1793526601512288486

Der Staatsbesuch von Emmanuel Macron in Deutschland vom 26. bis 28. Mai wird für die Bundesregierung sicher eine willkommene Gelegenheit sein, auf die 2. Sorbonne Rede des Staatspräsidenten zu antworten:

Landry Charrier, > Stille nach Macrons Rede. Deutschland lässt Frankreich hängen – Focus, 22.05.2024

S. auch: > Europawahl 2024 – Themen, Fragen, Entscheidungen Podcasts und Diskussionen von April bis Juni 2024 – 23. Mai 2024

Auch Alfred Grosser (1925-2024) hatte bei unserem letzten Besuch bei Ihm zu Hause in einer Nebenbemerkung bedauert, dass Berlin auf >  die europapolitischen Vorstellungen und Vorschläge des französischen Staatspräsidenten – > > Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique. – 26. September 2017 – so zögerlich oder gar nicht antwortet: > Brexit, Europe, Paris et Berlin: Alfred Grosser répond à nos questions – 19. April 2019. Vielleicht gab es Gründe dafür, jedenfalls war bei der Bundeskanzlern Angela Merkel kein so besonderer Enthusiasmus für die deutsch-französische Kooperation zu spüren, wie dieser zum Beispiel einst die Freundschaft von Helmut Schmidt und Valéry Giscard d’Estaing geprägt hat wo vieles auf der Schiene Paris Bonn zum Wohl der EU erdacht und entstanden ist.

Wir haben dem Direktor des Deutsch-Französischen Instituts DFI eine Frage gestellt:

Herr Professor Ringel, Der Staatsbesuch des französischen Staatspräsidenten in Deutschland steht bevor. Was würden sie auf die Tagesordnung für die Gespräche zwischen Emanuel Macron und Olaf Scholz notieren?

Das ganze Interview: > Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen? Marc Ringel, Professor des DFI, antwortet auf unsere Fragen – 16. Mai 2024

Sicher, in den vergangenen Jahren wurde bei jedem deutsch-französischem Gipfel Einigkeit demonstriert und immer wieder gebetsmühlenartig die Vertiefung der beiderseitigen Beziehungen versprochen. Wie sagte Alfred Grosser in dem genannten Interview: Der Elyseevertrag sei ohne Inhalte gewesen (was nicht ganz stimmt), habe aber eine große Symbolik gehabt, und der Aachener Vertrag habe keine Symbolik, aber viele Inhalte. Da ist etwas dran, denn liest man heute den Vertrag wieder, kann man doch schon über die gemeinsamen Möglichkeiten staunen. In diesem Sinne war der Aachener Vertrag ein Zukunftsprogramm für die deutsch-französischen Beziehungen. Und dennoch handelt es sich um viele Einzelmaßnahmen, ganz so als wenn man vor der Niederschrift des Vertrages eine Stoffsammlung gemacht hätte: Was soll da alles rein? Welches Ressort kann was beitragen? Aber eine Vision fehlt, schon gar eine gemeinsame Vision mit Frankreich: Wie geht es mit Europa weiter? Macron hat weitgehende Vorschläge vorgelegt, wie gesagt, die > europapolitischen Vorstellungen des französischen Präsidenten hat unsere Redaktion hier dokumentiert. Kaum eine Rede, geschweige, denn das Konzept im ganzen ist von Berlin aufgegriffen worden eher nur mit Schweigen beantwortet worden. Die fehlende deutsche Reaktion könnte auch dem Präsidenten zu Hause geschadet haben und den Erfolg des RN begünstigt haben. Man hat den Eindruck, dass der Tweet des Bundeskanzlers nach der > 2. Sorbonne-Rede die alleinige Antwort der Regierung geblieben ist.

Pour aller plus loin:

> Macrons Besuch als Chance nutzen. Versöhnung war gestern, heute braucht es Zukunftsfähigkeit Jacob Ross, DGAP

Auf unseren Blog:

> 10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) in Bonn – 6. Dezember 2023

> Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Co-Vorsitzenden Brigitte Klinkert und Nils Schmid antworten auf unsere Fragen, 15. November 2022

> Deutsch-Französischer Bürgerfonds – 16. April 2020

Mit Sicherheit kann Macron viele Fragen zu Europa beantworten:

Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen? Marc Ringel, Professor des DFI, antwortet auf unsere Fragen

| Die Europawahlen am 9. Juni 2024Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? | Le discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe à la Sorbonne (2) | Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler > Französisch-Leistungskurs bis zum Abitur | Lernen für DELF | Partir en France – en ligne | Harcèlement | Wiederholen und üben mit unserem Blog222 Argumente für Französisch | NEU: Apprendre le français – faire des exercices | Emmanuel Macron: Internationale Solidarität | ChatGPT | Nachgefragt: Jean-Noël Jeanneney, L’un de nous d’eux |

Heute Morgen hatte unsere Blogredaktion Gelegenheit mit Professor Marc Ringel, dem neuen Direktor des Deutsch-Französischen Instituts DFI in Ludwgsburg über den Stand der deutsch-französischen Beziehungen zu sprechen:

Marc Ringel ist Volkswirt. Am Institut d’études politiques in Paris (Sciences Po) leitet er seit 2022 den European Chair for Sustainable Development and Climate Transition. Seit 2013 lehrte er als Professor für Umwelt- und Energieökonomie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen. Seit Februar dieses Jahrs ist er Nachfolger von Professor Frank Baasner.

Das > Deutsch-Französische Institut DFI engagiert sich seit Jahrzehnten in der Förderung der deutsch-französischen Beziehungen ganz besonders auch in ihrem europäischen Kontext. Man kann das DFI auch als ein politisch unabhängiges Kompetenzzentrum bezeichnen, fördert es doch durch Austausche und Begegnungen das Engagement der Zivilgesellschaft. Ich empfehle unseren Zuhörern mit Nachdruck den Besuch der Website Ihres Instituts www.dfi.de, auf der man alle Facetten der deutsch-französischen Beziehungen findet.

Immer wieder wird vom Stottern des deutsch-französischen Motors berichtet. Es wird angedeutet, Staatspräsident Macron und Bundeskanzler Scholz würden sich nicht so gut verstehen, obwohl sie in der Öffentlichkeit Einigkeit demonstrieren. Wie ist es Ihrer Meinung nach heute um das deutsch-französische Verhältnis bestellt?

Auf unserem Blog: > Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen… -4. Juni 2022

Am 25. April hat der französische Staatspräsident Emmanuel Macron zum zweiten Mal in der Sorbonne ein > > Grundsatzrede zu Europa gehalten. Es ist bekannt, dass nach seiner ersten Europa-Rede in der Sorbonne am 26. September 2017, die Bundesregierung sich in ihren Reaktionen auf diese Rede lange Zeit eher bedeckt hielt. Diesmal hat Bundeskanzler Scholz sogleich zustimmend auf X reagiert. Und > laf Scholz on why Vladimir Putin’s brutal imperialism will fail. Germany’s chancellor says Europe needs more military muscle THE ECONOMIST 23. Mai 2024. Reicht das als Reaktion?

In den beiden Teilen seiner Rede hat Macron zuerst die Erfolge der EU (auch Frankreichs) erwähnt: „Man wird ihm kaum widersprechen können, wenn er feststellte, dass Europa, und er meint damit die EU, diese Krisen (Pandemie der Brexit) gemeinschaftlich bewältigen konnte, weil die Strukturen vorhanden waren, die neue gemeinsame Lösungen, die es so vorher noch nicht gegeben hatte, ermöglichten. In diesem Zusammenhang erinnert unsere Redaktion daran, dass die EU als ein Prozess zu verstehen ist…“ hat unserer Redaktion auf dem Frankreich-Blog geschrieben, wieso werden solche Erfolge so wenig geschätzt?

Der Präsident unterstrich in seiner Sorbonne-Rede auch die Bedeutung des grünen und digitalen Wandels, sowie die Klimaziele und damit die Absicht bis 2050 CO2-neutral zu werden. Wie steht es in diesem Bereich um die deutsch-französische Kooperation?

Mittlerweile hat Macron nochmal im Gespräch mit dem ECONOMIST > französische Bodentruppen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine erwähnt. Wie sind seine Ankündigungen einzuordnen und zu bewerten?

In zehn Tagen wird Emmanuel Macron zu einem Staatsbesuch nach Deutschland kommen. Ohne Zweifel wird der Krieg der Ukraine eines der Themen in seinen Gesprächen mit der Bundesregierung sein. Aber auch Sicherheit und die Verteidigung wie auch die anstehenden Europawahlen werden auf der Tagesordnung stehen.

Die Europawahlen am 9. Juni werden einmal mehr die Zuwächse der Rechtsextremen Parteien, des Rassemblement National in Frankreich und der AfD in Deutschland zeigen. Warum gelingt es in Paris und in Berlin nicht deren Einfluss zurückzudrängen?

Herr Professor Ringel, der Frankreich-Blog richtet sich auch Schülerinnen und Schüler und soll ihnen Dimensionen der deutsch-französischen Beziehungen vermitteln, die möglicherweise im Französischunterricht zu kurz kommen. Was sagen Sie unseren Schülerinnen und Schülern, wieso sie Französisch lernen sollten und sich auch mit den deutsch-französischen Beziehungen vertraut machen sollten?

In seiner Antwort erwähnt Mac Ringel den Service civique. Vgl. dazu: Nachgefragt : La Présidente de l’Agence du Service Civique répond à nos questions – 12. Mai 2021

Auf unserem Blog:

> Nachgefragt: Stefan Seidendorf (DFI) spricht über den Conseil national de la refondation (CNR) -30. September 2022

> Deutsch-französische Initiative “Europa muss zusammenstehen” – Nachgefragt: Prof. Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen, 22. Mai 2020

> Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag -22. Februar 2019

> Nachgefragt: Martin Villinger empfing uns in der Bibliothek des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg – 21. Juli 2017

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