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Archiv für die Kategorie 'Deutsch-französische Beziehungen'

Zum Mittagessen bei François Hollande

Freitag, 20. Februar 2015

| Interview mit S.E. Philippe Étienne, Botschafter der Französischen Republik in Deutschland | Kolloquium zum 90. Geburtstag von Alfred Grosser | Les droits de l’homme en France. Christine Lazerges, Présidente de la CNCDH répond à nos questions | Die Videos auf dem Frankreich-Blog | Najat Vallaud-Belkacem : Présentation de la grande mobilisation pour l’École pour les valeurs de la République | 21 janvier 2015 : François Hollande : Vœux au monde éducatif | Sophie Pène spricht über den Bericht JULES FERRY 3.0 |

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident haben heute zusammen über das G7 Treffen, das Deutschland vorbereitet, und über den Deutsch-französischen Ministerrat, der am 31. März in Berlin stattfinden wird, gesprochen. G7-Agenda: Terrorismus, Ukraine, Gesundheitsfürsorge in Afrika. François Hollande berichtete in der Pressekonferenz von ihrem Gespräch über Minsk. Das Abkommen Minsk II müsse respektiert werden. “Ces accords doivent être appliqués. Tous le saccords, rien que les accords,” wiederholte Hollande: Der Waffenstillstand, obwohl er verletzt wurde, er müsse jetzt respetiert werden. Die 2. Etape ist der Abzug der schweren Waffen, und mit ihr solle jetzt begonnen werden. Und die Freilassung der Gefangenen. Griechenland: Wir müssen eine Lösung finden, sagt Hollande. Er erinnerte an die enge Zusammenarbeit mit Deutschland. “Voilà l’esprit qui nous anime. Et je dois vous confirmer qu’avec la Chancelière, nous sommes toujours à l’initative pour essayer d’être utiles en Europe et même hors de l’Europe et en même temps de rapprocher sans cesse davantage nos deux pays, parce que l’Europe a besoin de la France et de l’Allemagne, et la France et l’Allemagne veulent travailler pour l’Europe.”

Bis 2043 wird Französisch Verkehrssprache im Saarland

Freitag, 20. Februar 2015

Am 21. Januar 2014 haben Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger haben die Frankreichstrategie der saarländischen Landesregierung im Rahmen der Landespressekonferenz vorgestellt. Kernpunkt der neuen Strategie ist die Absicht, Französisch im Saarland bis 2043 zur Verkehrssprache, also zur zweiten Amtssprache zu machen. Die Weichen sind gestellt und wir wollen hier darüber berichten, was das bedeutet und wie das gemacht worden ist. Im Januar 2015 wurden die > Eckpunkte einer Frankreichstrategie für das Saarland von der Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgestellt.

frankreich-stretegie-saarland

Die neue Strategie beruft sich auf die Frankreichkompetenz des Saarlandes, die überall in der Wirtschaft, Politik, Bildung, Kultur und Forschung zum Ausdruck kommt. In diesem Zusammenhang wird auf die Erfolge des Saarlandes und das Engagement der Landesregierung besonders unter der Ministerpräsidentin im Rahmen ihres Amtes als Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit hingewiesen, das kürzlich turnusgemäß Bürgermeister Olaf Schulz in Hamburg übertragen wurde. Tatsächlich kann das Saarland wichtige Erfolge der letzten Monate vorweisen: die Ansiedlung des französischen Sekretariats des Deutsch Französischen Kulturrats in Saarbrücken,

Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

die erfolgreiche Grenzraumkonferenz der deutsch-französischen Grenzregionen am 15.07.2013 mit der „Saarbrücker Erklärung“, die Strategietagung zur grenzüberschreitenden beruflichen Bildung mit über 200 Gästen aus ganz Deutschland und Frankreich, die Ansiedlung einer Außenstelle des Deutsch-Französischen Jugendwerks in Saarbrücken und sowie die Einrichtung einer Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung. Die > Frankreichstrategie soll ein “ein ganzheitliches und zivilgesellschaftliches Projekt” (S. 4) begründen. Die Bestandsaufnahme S. 5-8 des Eckpunkte-Papiers beschreibt eine bemerkenswerte Verzahnung der saarländischen und französischen Wirtschaft besonders in den grenznahen Regionen. Das Saarland 2043 soll ein multilingualer Raum deutsch-französischer Prägung werden. Man will sich am mehrsprachigen Vorbild Luxemburgs orientieren: Für das Saarland ist das Ziel gesteckt: “Langfristig soll die französische Sprache an Alltagsrelevanz gewinnen,” (S. 9) und das kleine Bundesland schreibt sich die Mehrsprachigkeit in den Bildungseinrichtungen auf die Fahne: Es geht keinesfalls nur darum, lediglich den eigenen Bürgern Französisch beizubringen, denn “Das Saarland soll im Bundesgebiet erster Ansprechpartner für deutsch-französische Beziehungen werden. Die sprachlichen und interkulturellen
Kompetenzen seiner Bevölkerung bilden die Basis dieser Entwicklung.” (S. 10)

Das Saarland will auch seine Brückenfunktion behaupten und
ausbauen: “Das Saarland soll aus französischer Sicht zu einer Brücke nach Deutschland und zum Tor zu Frankreich aus deutscher Sicht werden und neben Brüssel, Straßburg und Luxemburg Standort europäischer Einrichtungen.” (ib. u. bes. S. 13 f.) Raumplanung, innere Sicherheit, Bildungswesen, Medien, alle politischen und soziale Themen werden in das Projekt eingebunden. Dabei wird zwischen einer Binnen-Strategie (vgl. S. 14, 16) und einer Außen-Strategie (S. 14, 17), die die Brückenfunktion des Saarlandes stärken soll, unterschieden.

Die > Frankreichstrategie wird im Saarland Chefsache, d. h. die Staatskanzlei kontrolliert ihre Umsetzung im Rahmen der Richtlinienkompetenz der Regierungschefin. Das Saarland will die Rahmenbedingungen für französisch und französisch-deutsche Unternehmen verbessern. Ein Runder Tisch “Frankreich” (S. 28) wird zusammen mit dem Sprachenrat Saar einberufen, der durch seine Vorschläge dazu beitragen soll, “die Alltagsrelevanz des Französischen im Saarland” zu stärken. Die ehemalige französische Botschaft in Saarbrücken (Architekt Georges-Henri Pingusson) soll ein neues Zuhause für saarländische Frankreich-Kompetenz werden, außerdem soll ein Pariser Büro (S. 37) die ganze Bandbreite der saarländischen Aktivitäten in Paris repräsentieren.

Die weiteren Schritte: Auf eine öffentliche Anhörung folgt mit eine Auftaktveranstaltung unmittelbar nach dem Beschluss im Ministerrat. Nach der öffentliche Präsentation soll die “Implementierung und Umsetzung der Strategie … auf der Basis eines von der Landesregierung zu erarbeitenden Masterplans, mit selbständiger und eigenverantwortlicher Verwirklichung im Geschäftsbereich jedes einzelnen Ressorts (§1, Abs. 1 GOReg)” erfolgen


Zweisprachigkeit! Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer geht mit gutem Beispiel voran:


In der Tat hat das Saarland hinsichtlich der Kompetenz und der Erfolge in der deutsch-französischen Kooperation sich eine bemerkenswerte Stellung geschaffen, besonders wenn andere Bundesländer immer noch selbst in unmittelbarer Grenznähe um die Sprachenfolge Französisch/Englisch ringen. Das Saarland macht sich seine Größe zum Erfolgsrezept. Die Ansiedlung deutsch-französischer Institutionen fördert die Brücken- und Vermittlungsfunktion nicht nur in politischer, auch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht. Und hinsichtlich der Bildungs- und Sprachenpolitik können die anderen Bundesländer vom Saarland viel lernen.

Unser Blogkonzept. Zuerst der Beitrag, die Recherche. Der Artikel Nachgefragt: Die Frankreichstrategie des Saarlandes folgt jhier demnächst, wenn die > Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer uns erneut zu einem Interview empfangen hat.

Die Presse berichtet:

Hannelore Crolly > Das kleine Saarland wird jetzt zweisprachig – DIE WELT, 21.1.2014

> Lothringen arbeitet an Deutschland-Strategie – SR-Online

> Twitter-Acount der Ministerpräsidenten Kramp-Karrenbauer

http://www.welt.de/politik/deutschland/article124090161/Das-kleine-Saarland-wird-jetzt-zweisprachig.html

Von Hannelore Crolly

Zeitzeugen-Ludwigsburg-Montbeliard

Dienstag, 17. Februar 2015

Mentbéliard-Ludwigsburg. Das Deutsch-Französischen Institut DFI hat in Kooperation mit der Hochschule der Medien eine virtuelle Ausstellung ins Netz gestellt: Zeitzeugen-Ludwigsburg-Montbeliard.

Zwischen 2011 und 2013 haben das dfi und die Stadtarchive Ludwigsburg und Montbéliard Dokumente wie Zeitungsartikel, Reden und Broschüren zu den Anfängen und der Entwicklung Ihrer Städtepartnerschaft, die schon 64 Jahre alt ist, digitalisiert und inhaltlich erschlossen.

> zeitzeugen-ludwigsburg-montbeliard.de/

Seit Januar 2014 können diese Dokumente in einem online unbeschränkt zugänglichen „digitalen Lesesaal“ eingesehen werden. In einem Folgeprojekt wurden Akteure der Partnerschaft interviewt, um die amtlichen und journalistischen Sichtweisen um persönliche Eindrücke zu ergänzen.

Dreizehn Bürger beider Städte sprechen über ihre Erinnerungen. Die Gespräche dokumentiert den generationenübergreifenden und den deutsch-französischen Austausch. Die Zeitzeugen wurden von deutsch-französischen Schülergruppen interviewt, die auch die Fragen vorbereitet haben.

Diskussionsrunde mit Alfred Grosser im Rückert-Gymnasium, Berlin

Mittwoch, 11. Februar 2015

Am 10. Februar 2015 hat Professor Alfred Grosser (90) gemeinsam mit seiner Ehefrau das Rückert-Gymnasium, eine Schule mit AbiBac-Zweig, in Berlin besucht. Der Ernst Klett Verlag hatte der Schule eine Diskussionsrunde für Schüler mit Alfred Grosser vorgeschlagen.

Während der zweistündigen Veranstaltung haben die Schüler kritische und kontroverse Fragen gestellt, die u. a. die Reaktionen in Frankreich auf die Attentate im Januar betrafen und sich auch auf Fragen der Sicherheit in Europa bezogen.

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Fotos: © Heiner Wittmann, 2015.

Grosser beantwortete die Fragen der 26 Schülerinnen und Schüler zum deutsch-israelischen Verhältnis und erinnerte daran, dass die Menschenrechte in Israel und auch für die Palästinenser gelten müssen. Er berichtete von einem Vortrag in einer Dresdner Schule, wo er sich kürzlich zu den Beweggründen der Pegida-Bewegung geäußert hatte.

Zum Abschluss erinnerte er die Schüler in Zusammenhang mit der deutschen Geschichte, nicht Schuldgefühle zu empfinden, aber die Verantwortung gegenüber jeder Form von Rassismus wahrzunehmen.

Jürgen Mense und Heiner Wittmann

Albrecht Meier, > Schüler fragen – der Politologe Alfred Grosser antwortet – Tagesspiegel, 102.2015

Mardi, 3 février 2015 : Colloque en l’honneur du 90e anniversaire d’Alfred Grosser

Donnerstag, 5. Februar 2015

18 h 34.Die Anzeige der Fotos wurde korrigiert. Bitte laden Sie diese Seite mit F5 neu.

Am 3. Februar 2015 fand im Salon Honnorat, Maison internationale, Cité internationale universitaire de Paris ein Kolloquium zu Ehren von ALfred Grosser, président d’honneur de la Fondation de l’Allemagne, professeur émérite à Sciences Po statt, zu dem die Fondation d’Allemagne,Maison Heinrich Heine und Sciences Po mit Unterstützung des OFAJ eingeladen hatten. Alfred Grosser feierte am 1. Februar 2015 einen 90. Geburtstag. Nach den beiden Tables rondes überreichten die Schüler des Alfred-Grosser-Schulzentrums Bad Bergzabern Professor Grosser ihre Geschenke.

Mots de bienvenue

Susanne WASUM-RAINER
Ambassadeur d’Allemagne à Paris,
Présidente du Conseil d’Administration de la Maison Heinrich Heine
Frédéric MION Directeur de Sciences Po Paris
Marcel POCHARD Président de la Cité internationale universitaire de Paris, Fondation nationale

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Table ronde: l’Europe dans le monde suivi d’une pause café avec le gâteau anniversaire

Joachim FRITZ-VANNAHME Directeur du programme « Futur de l’Europe » de la Fondation Bertelsmann
Sylvie GOULARD Députée européenne, MoDem
Christian LEQUESNE Professeur CERI, Sciences Po
Stephan TOSCANI Ministre des Finances et des Affaires européennes de la Sarre

Alle Fotos: © Heiner Wittmann,2015.

Table ronde Les médias et l’Europe suivie d’un cocktail

Isabelle BOURGEOIS Maître de conférences, chercheuse au CIRAC
Bruno PATINO Directeur de l’École de journalisme de Sciences Po
Philippe RICARD Chef-adjoint du service International du Monde
Michaela WIEGEL Correspondante de la FAZ à Paris

Clôture:

Hélène MIARD-DELACROIX Professeur à Paris-Sorbonne

Nach den beiden Tables rondes überreichten die Schüler des Alfred-Grosser-Schulzentrums Bad Bergzabern Professor Grosser ihre Geschenke.

Institut français de Stuttgart
Deutsch-Französischen Tag: am 30. Januar 2015 um 14 Uhr

Donnerstag, 29. Januar 2015

Das Institut Français Stuttgart und das Deutsch-Französische Institut (dfi) veranstalteten heute gemeinsam einen Deutsch-Französischen Tag: am 30. Januar 2015 um 14 Uhr Institut français Stuttgart (Schloßstraße 51).

Bitte öffnen Sie dieses Fotobuch mit einem Klick auf ein Foto erst dann, wenn diese Seite ganz geladen ist:

Wir haben den Vortrag von Professor Baasner, Deutsch-französisches Institut, gehört. Unser Kommentar in 140 Zeichen:

Die Fotos der Urkundenverleihung für die DELF-Schulen folgen hier am Samstag.

Das Programm der Veranstaltung richtete sich an FranzösischlehrerInnen und -referendare. Vor, zwischen und nach den Vorträgen können sich die Teilnehmer an dem Stand des dfi sowie an den Büchertischen von Klett, Cornelsen und Reclam informieren.

Den Gästen wird ein informatives und unterhaltsames Programm geboten.

ab 13.00 Uhr: Einlass und Empfangskaffee
14 Uhr: Eröffnung
Nicolas Eybalin, Generalkonsul Frankreichs in Baden-Württemberg, Leiter des IF Stuttgart
Gabriela Ebeling, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport
Prof. Dr. Frank Bassner, Direktor des dfi
14.15 Uhr: Im folgenden werden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt und können in zwei Blöcken an folgenden Programmpunkten teilnehmen:

– Vortrag „Neue Dynamiken in ‚Frankreich – Politik, Wirtschaft, Gesellschaft’“ Prof. Dr. Frank Baasner

– Atelier A « Mobiliser des techniques nouvelles pour améliorer la ‘pronociation’ des apprenants » Odile Ledru-Menot

– Atelier B « Le couple franco-allemand et vidéo » Maxime Bleuzé

– Atelier C «Rechtspopulismus in Frankreich – Hintergründe und Perspektiven » Dr. Felix Heidenreich

Zwischen den zwei Blöcken gibt es eine Kaffeepause.

17.00 Uhr: Ausklang im Erdgeschoss

> www.institutfrancais.de/stuttgart/lehrer-386/deutsch-franzosischer-lehrertag/ – Website des Institut français de Stuttgart

Daniel Vernet und sein pessimistischer Blick auf die deutsch-französische Zusammenarbeit

Sonntag, 28. Dezember 2014

Auf der Website Internationale Politik und Gesellschaft ist am 22.12.2014 ein Artikel von Daniel Vernet, Paris, erschienen. Vernet ist ehemaliger Chefredakteur von Le Monde. Er war Korrespondent in Bonn, Moskau und London. Er ist Gründer der internationalen Politik-Website > Boulevard Extérieur:

Daniel Vernet: > Le Lack ist ab. Warum die deutsch-französische Zusammenarbeit nicht mehr das ist, was sie einmal war.

In seinem letzten Newsletter der > Sächsisch-Bretonische Gesellschaft e.V. kommentiert Prof. Dr. Ingo Kolboom Daniel Vernets Beitrag wie folgt:

“Daniel Vernet hat nicht Unrecht, wenn er schreibt: “Die deutsch-französische Zusammenarbeit basierte von Anfang an auf drei Säulen: auf dem gemeinsamen grundlegenden Interesse an der europäischen Integration, auf der Unterschiedlichkeit der Situationen und deren Einschätzung und auf einer bestimmten Rollenverteilung.” Doch er vergisst in dieser Aufzählung eine vierte Säule: das ist Zustimmung der Bevölkerungen, ohne welche die Annäherung, Aussöhnung und politische Zusammenarbeit nicht zustande gekommen wären.

Die Vernetzung unserer Zivilgesellschaften, der Wille der ganz “normalen Menschen”, diese Zusammenarbeit mit zu tragen, unsere eigene tägliche Zustimmung waren und sind der Boden dieser Zusammenarbeit.

Daniel Vernet hat nicht Unrecht, wenn er schreibt: “Die deutsch-französische Zusammenarbeit gehört zu den Pflichtübungen jeder Regierung in Berlin und Paris. Unter den gegenwärtigen Bedingungen kann es jedoch nur um die Erhaltung des Status quo gehen. Begeisterung erzeugt man damit nicht.”

Doch selten erzeugt Politik Begeisterung. Darauf können wir uns nicht verlassen. Für die Begeisterung, das heißt in diesem Fall für die Beseelung unser grenzenüberschreitenden Verständigung sind WIR selbst zuständig. Daher hat selbst eine so kleine, in den Augen der “Politik” so unwichtige Vereinigung wie unsere > Sächsisch-Bretonische Gesellschaft e.V. eine täglich neu zu bestimmende Wichtigkeit; wir sind Teil eines großen Menschen-Netzwerkes, das auch die Aufgabe hat, die “Politik” mit kritischer Stimme zu begleiten. Daher ist eine Analyse wie die von Daniel Vernet so wichtig! Und wenn Sie meinen, seine Analyse sei zu pessimistisch, dann tragen Sie selbst mit dazu bei, dass er in Zukunft dazu weniger Grund haben wird. Das gilt nicht nur für unsere deutsch-französische Zusammenarbeit, sondern auch für unsere eigenen Gesellschaften, für deren Mit-Menschlichkeit wir alle mit verantwortlich sind – und dies nicht nur zur Weihnachtszeit! Bref, es gibt viel zu tun!” So weit Ingo Kolboom.

Nach wie vor gilt, die Politik und die Politiker können gerade im deutsch-frannzösischen Verhältnis viel vom Engagement der Zivilgesellschaft (= Städtepartnerschaften, bilinguale Studiengänge, gemeinsame Institutionen wie das OFAJ/DFJW, Oder wissenschaftliche institute wie das > DFI, >CIRAC, >deutsch-französischer Tag, oder die > Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. etc.) lernen.

Und wenn dann noch die Medien beiderseits des Rheins nicht nur auf die Probleme und Schwierigkeiten im deutsch-französischen Dialog konzentrieren würden, sondern auch bereit wären, positive Entwicklungen beim Freund jenseits des Rheins zu beobachten und darüber zu schrieben, dann würden auch endlich die Politiker einen anderen Blick auf das deutsch-französische Verhältnis bekommen.

Welches Medium hat in Deutschland über den > CNNum – Concertation nationale sur le numérique oder über den Bericht zur Wirtschaft in Deutschland und Frankreich vvon Fracne-Stratégie berichtet? > France Stratégie, le Commissariat général à la stratégie et à la prospective : Cahier des indicateurs – France-Allemagne : Performances comparées Die Rede von Präsident François Hollande bei der Einweihung des Museums der Immigration: >François Hollande: “L’histoire de l’immigration en France est notre histoire à tous” kam bei uns auch nicht so recht an. Und die >gemeinsame Gundsteinlegung für das Deutsch-französische Historial auf dem Hartmannswillerkopf ist bei auf dieser Setie des Rheins auch nicht so recht angekommen. Und in den deutschen Medien war auch nichts vom Bericht Jules Ferry 3.0 zu lesen, obwohl wir in unseren Schulen eigentlich die gleichen Probleme haben.

In diesem Sinne wünscht der Ihnen > www.france-blog.info ein gutes und erfolgreiches Neues Jahr 2015.

La journée franco-allemande 2015

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Tout-ce qu’il faut savoir pour la journée franco-allemande édition 2015:

> Deutsch-französischer Tag: 22. Januar 2015

Eigentlich ist ja jeder Tag auf unserem Blog ein Deutsch-französischer Tag, aber Bundeskanzler Schröder und Staatspräsident Chirac haben 2003 den 22. Januar eines jeden Jahres zum „Deutsch-Französischen Tag“ erklärt. Ein Tag, der, das war ihr Wunsch “künftig in allen Einrichtungen unserer Bildungssysteme der Darstellung unserer bilateralen Beziehungen, der Werbung für die Partnersprache und der Information über die Austausch- und Begegnungsprogramme sowie über die Möglichkeiten des Studiums und der Beschäftigung im Partnerland gewidmet wird.”


Das Institut Français Stuttgart und das Deutsch-Französische Institut (dfi) veranstalten gemeinsam einen > Deutsch-Französischen Tag: am 30. Januar 2015 um 14 Uhr Institut français Stuttgart (Schloßstraße 51).


Deutsch-französischer Tag: 22. Januar 2015

Freitag, 19. Dezember 2014

french german 


> „Allemands et Français : partenaires un jour, partenaires toujours – Franzosen und Deutsche: einmal Freunde, immer Freunde“ – Webste des Ernst Klett Verlags


Das Institut Français Stuttgart und das Deutsch-Französische Institut (dfi) veranstalten gemeinsam einen > Deutsch-Französischen Tag: am 30. Januar 2015 um 14 Uhr Institut français Stuttgart (Schloßstraße 51).


50 Jahre Élysée-Vertrag: Der Film der Bundesregierung:

Horizons Dossier: France-Allemagne

<<< Horizons Dossier - > La France, l’Allemagne et l’Europe

Das thematische Aufbau­dossier La France, l’Allemagne et l’Europe setzt auf dem Basis­dossier und den dort vermittelten Strategien auf. Es enthält zahlreiche ­Kopiervorlagen („Schüler-Teil“) sowie Lösungen, Zusatzinforma­tionen und methodische Hinweise („Lehrer-Teil“). Weiterlesen


Diese Artikel auf unserem Blog könnten am Deutsch-französischen Tag, 22. Januar 2015, wiedergelesen werden:
Un choix d’articles sur notre blog pour la la relecture:

> 50 ans Traité de l’Élysée – 65 articles
> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie
> Deutsch-französische Beziehungen 388 articles

davon eignen sich für eine Lektüre am Deutsch-französischen Tag ganz besonders:

Découvertes Atelier
> La journée franco-allemande

Zur Vor­bereitung und Durchführung des deutsch-französischen Tages, der jedes Jahr am 22. Januar gefeiert wird. Das Heft enthält Texte, Übungen und Spiele mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden für einen motivierenden und erfolgreichen Unterricht. Auch in Vertretungsstunden oder fächerübergreifend einsetzbar.

Lehrermaterial mit Audio-CD
978-3-12-522038-6 (3-12-522038-6)

> Un entretien avec Alfred Grosser
> Une interview avec Pierre-Yves Le Borgn’, député des Français de l’étranger

> Pierre-Yves le Borgn’ : Braucht die deutsch-französische Zusammenarbeit ein neues Fundament?

> Prof. Dr. Frank Baasner (dfi): 50 Jahre Élysée-Vertrag Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen?

> Hollande, Merkel, Europa und die Jugendarbeitslosigkeit

> Juni 2013: Deutschland aus französischer Sicht

> Nachgefragt: Ein Gespräch mit Markus Ingenlath, Generalsekretär des DFJW

> Die deutsch-französische Zusammenarbeit weiter vertiefen: Aber auch: “Prüfen, straffen, reformieren”

> Außenminister Guido Westerwelle in Paris: « L’Allemagne, la France et l’avenir de l’Europe »

> Expertenkommission: Das Grundgesetz in Deutschland und die Verfassung in Frankreich – > 1. April 2013

> 22.1.2013: Gemeinsame Erklärung des Bundestages und der Assemblée nationale

> Mobiliser la jeunesse au bénéfice de l’amitié franco-allemande- Erklärung des Deutsch-Französischen Ministerrats zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrags

> Allocution du Président de la République au Bundestag, 22. janvier 2013

> Die gemeinsame Sitzung der französischen Nationalversammlung und des Deutschen Bundestages in Berlin

> Discours du Président de la République devant les membres des Parlements français et allemands

> Der Elysée-Vertrag von 22. Januar 1963 (I)




Veranstaltungen, Rundschreiben, Kolloquien – ein Auswahl: / Manifestations, circulaires, colloques – un choix

Das Institut Français Stuttgart und das Deutsch-Französische Institut (dfi) veranstalten gemeinsam einen > Deutsch-Französischen Tag: am 30. Januar 2015 um 14 Uhr Institut français Stuttgart (Schloßstraße 51).

> Deutsch-Französischer Tag in Berlin

> 12. Deutsch-Französischer Tag – Donnerstag, 22. Januar 2015 – 10 – 16 Uhr – Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe

> Nantes – Sarrebruck : 50 ans d’amitié
Du 9 au 25 Janvier 2015 // Espace Cosmopolis, 18 rue Scribe, Passage Graslin, 44000 Nantes // 02 51 84 36 70 // cosmopolis-nantes@nantesmetropole.fr

> ccfa-plaquette-50ème-anniversaire-SB-Nantes_OK

> „Deutsch-Französischer Tag“ am 22. Januar 2015 – Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

> Aktivitäten zum deutsch-französischen Tag am 22. Januar 2015 – Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalens (MSW NRW)

> Podiumsdiskussion zum Thema: „Der Aufstieg nationalpopulistischer Parteien – eine Gefahr für Europa?“ anlässlich der Deutsch-Französischen Woche im Frankreichzentrum der Saar-Uni am Donnerstag, 22. Januar 2015, 18.30 Uhr im Rathausfestsaal Saarbrücken.


Deutsch-Französischer Tag 2015 in Schulen

> Stiftland-Gymnasium Tirschenreuth


Internet-Angebote zum Deutsch-Französischen Tag

Fehlt Ihre Angebot hier? > Bitte schicken Sie uns eine E-Mail

> Der deutsch-französische Vertrag von 1963 dt/fr

Mehr als komplett: > Themendossier: Der Elysée-Vertrag auf der Website des Deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg

> Im virtuellen Museum des Google Cultural Institute: Auf dem Weg zum Élysée-Vertrag>

> 22 janvier : journée franco-allemande – > education.gouv.fr

> Journée de l’innovation 2015, appel à projet (10 nov-15 janvier 2015) – éduscol. Portail national des professionnels de l’éducation

> www.ofaj.org/journee-decouverte-franco-allemande-2015

> www.adeaf.net/spip.php?article54 : “L’ADEAF s’engage pour la promotion de la langue allemande, de son enseignement et de son apprentissage, dans une perspective de pluralisme linguistique.”

> Franco-Allemand – Académie de Versailles

> Organisation de la journée franco-allemande 2015 – Académie de Nice

> Voeux 2015 et journée franco-allemande à Reinheim


Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer zieht eine positive Bilanz ihrer Amtszeit als deutsch-französische Kulturbevollmächtigte

Mittwoch, 17. Dezember 2014

kramp-karrenbauer

Der Claim > “Großes entsteht im Kleinen” unter dem Wort-Logo Saarland auf der Pressemitteilung der Staatskanzlei hat seine volle Berechtigung. Am Dienstag 16.12.2014 war der Frankreich-Blog in der Staatskanzlei in Saarbrücken. Dort hat Minsterpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer die Bilanz ihrer dreieinhalbjährigen Tätigkeit als deutsch-französische Kulturbevollmächtigte vorgestellt. Die Pressemitteilung ist überschrieben “Neue gemeinsame Wege in der beruflichen Bildung. Deutsch-Französisches Bildungsangebot – einzigartig in Europa”.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat auf ihrer letzten Sitzung am 11. Dezember bekanntgegeben, dass der den Hamburger Erste Bürgermeister Olaf Scholz das Amt weiterführen werde. Die Minsterpräsidentin gab zu erkennen, dass das Amt des > Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit gerade im Saarland in guten Händen sei. Aber sie habe mittlerweile schon ein Übergabegespräch mit Bürgermeister Scholz geführt. Sie wies daraufhin, dass es in Hamburg erstaunlich viele Verbindungen zu Frankreich gebe, die man nun entdecken werde. Im übrigen hat sie ihren Nachfolger beruhigt, es werde bei Kontakten mit den Franzosen immer Dolmetscher geben.


> Parlez-vous français? Scholz jetzt Frankreich-Beauftragter – Hamburger Abendblatt 5.12.2014


hand-in-hand

Hand in Hand. Aktuelle Betrachtung der beruflichen Bildung aus deutsch-französischer Perspektive Hrsg. vom Büro II der Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit.

Schwerpunkt der Amtszeit von Annegret Kramp-Karrenbauerr war der Bereich der beruflichen Bildung. Als ihren wichtigsten Erfolg bewertete sie, dass es erstmals gelungen ist, gemeinsame deutsch-französische Ausbildungszweige einzurichten. „Nach der Deutsch-Französischen Hochschule, dem Abibac und den zweisprachigen Kitas haben wir jetzt mit gemeinsamen lycées professionels und Berufsschulen einen weiteren wichtigen Schritt getan. Langfristig soll auch hier – ähnlich dem Vorbild der Abibac-Schulen – ein engmaschiges Netz an Partnerschulen entstehen. Wir bieten damit jungen Deutschen und jungen Franzosen die Chance, während ihrer gesamten Bildungsbiografie auf grenzüberschreitende Angebote und Austausche zurückzugreifen. Dies ist sinnvoll, um junge Menschen in Deutschland und Frankreich noch besser auf die Anforderungen des europäischen Arbeitsmarktes vorzubereiten. Nur Hand-in-Hand und gemeinsam entschlossen können wir der Jugendarbeitslosigkeit in Europa wirksam begegnen,“ betonte die Bevollmächtigte.

kramp-karrenbauer

Neue Wege in der grenzüberschreitenden beruflichen Bildung: Ein Meilenstein war die Errichtung deutsch-französischer Ausbildungszweige in Kooperation des lycée professionel Latresne/Bordeaux mit der Berufsschule Offenbach/Main im Bereich der Flugzeugwartung. Auch für die Automobilbranche wird es am lycée professionel Marly/Metz sowie dem Berufsbildungszentrum St. Ingbert künftig länderübergreifende Ausbildungsgänge geben. In der Oberrheinregion und zwischen dem Saarland und Lothringen konnten zudem Verwaltungsvereinbarungen zur grenzüberschreitenden Berufsausbildung geschlossen werden, die es jungen Menschen fortan ermöglichen, ihre komplette praktische Ausbildungsphase im Nachbarland zu absolvieren.

Fortschritte in der allgemeinen Bildung: Unter Einbeziehung aller Bundesländer und französischer Akademien konnten erstmals bilinguale Kindertageseinrichtungen in Deutschland und Écoles Maternelle in Frankreich mit gemeinsamen Qualitätsstandards in einem deutsch-französischen Netzwerk vereint werden. Bereits im ersten Jahr umfasst der Verbund 109 Einrichtungen in Deutschland und Frankreich. Unter allen Bundesländern nimmt mit 27 teilnehmenden Einrichtungen das Saarland den Spitzenplatz ein. Auch bei den Zahlen der Französischlerner an allgemeinbildenden Schulen liegt das Saarland mit Abstand vorne: Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 18,48 % lernen im Saarland 58,28 % aller Schüler Französisch. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass bilinguale Bildung im Saarland durch alle Altersklassen hindurch erfolgreich gefördert wird und die Rahmenbedingungen stimmen. Dies ist eine gute Basis für die Frankreichstrategie der Landesregierung“, so Annegret Kramp-Karrenbauer.

50 Jahre Elysée-Vertrag und 100 Jahre Erster Weltkrieg: Die Bevollmächtigte unterstützte die Feierlichkeiten anlässlich des 50jährigen Bestehens des Elysée-Vertrages mit einem kulturellen Beitrag in Form einer Aufführung der Künstlergruppe DIE REDNER rund um die Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend vom 9. September 1962 in Ludwigsburg:


> Staatsakt in Ludwigsburg anlässlich des 50. Jahrestages der Rede General de Gaulles an die deutsche Jugend:
Präsident Hollande begrüßt die Ministerpräsidentin Kram Karrenbauer. Rechts: > Botschafter Maurice Gourdault-Montagne

Von besonderer Bedeutung waren im letzten Jahr der Amtszeit der Bevollmächtigten auch die Gedenkveranstaltungen anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. Neben der Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen begleitete die saarländische Ministerpräsidentin Bundespräsident Joachim Gauck bei der gemeinsamen Gedenkveranstaltung mit dem französischen Präsidenten François Hollande am Hartmannsweilerkopf im Elsass:

> La cérémonie de commémoration franco-allemande du centenaire de la Grande Guerre – Monument National du Hartmannswillerkopf (Alsace)

Deutsch-Französische Zusammenarbeit – dauerhafte Aufgabe für heute und morgen Die Bevollmächtigte zog aus ihrer Amtszeit ein positives Fazit: „Die Zusammenarbeit mit unseren französischen Partnern war in allen Bereichen eng, vertrauensvoll und freundschaftlich. Schritt für Schritt ist es gelungen, die traditionell unterschiedlichen Bildungswege in Deutschland und Frankreich zusammenzubringen und zu verzahnen. Das nunmehr bestehende deutsch-französische Bildungsangebot ist damit einzigartig in Europa und in der Welt.“

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