Die zweite Amtszeit von Emmanuel Macron (2022-2027)

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“… je suis le dépositaire de ces colères, de ce détournement à la chose publique et à la République…”
> Emmanuel Macron en visite à Cergy dans le Val d’Oise, 27 avril 2022.

https://twitter.com/dfi_ludwigsburg/status/1519244506352209922

Und wie geht es weiter?

Der erste öffentliche Auftritt des wiedergewählten Präsidenten:

Visite à Cergy dans le Val d’Oise.

> Le Président Emmanuel Macron a rencontré les habitants et des jeunes entrepreneurs déterminés.

„… je suis le dépositaire de ces colères, de ce détournement à la chose publique et à la République…“

Marine Le Pen und ihre Idee einer Annäherung an Russland nach dem Ende des Kriegs in der Ukraine

> Conférence de Presse de Marine Le Pen, mardi 12 avril à 14h30.

Präsidentschaftswahl in Frankreich

> #Presidentielle2022 auf unserem Blog

> Election #presidentielle 2022 : Bibliographie + sitographie

> Le tableau de bord de la campagne du second tour de l’élection présidentielle
– LE MONDE Emmanuel Macron et Marine Le Pen s’affronteront le 24 avril. Visualisez les intentions de vote, les temps de parole et les soutiens des deux candidats, actualisés chaque jour.

> Tous les sondages de tous les candidats à la présidentielle 2022 au 26 mars HUFFPOST

> #presidentielle2022 – Die Präsidentschaftswahl in Frankreich

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020) – 8. Juli 2020

Die Nachrichten aus der Ukraine, der brutale Überfall Russlands auf die Ukraine, die offensichtlichen Kriegsverbrechen russischer Soldaten in der Ukraine müssen zur unbedingten Einigkeit des Westens, der EU und der NATO führen: Zuerst um der bedrohten Ukraine zu helfen und dann um weitere Kriegsszenarien zu verhindern, falls Russland mit seiner Aggression gegenüber der Ukraine Erfolg haben sollte. Jede Aktion, die Einheit des Westens zu spalten, kommt in dieseer Situation wirklich zu Unzeit. Es kann jetzt nur als absurd erscheinen, wenn die Präsidentin des Rassemblement national RN ihren Wählern eine Annäherung an Russland nach dem Ende des Krieges in der Ukraine verspricht. Sie schwärmt von einer strategischen Annäherung zwischen Russland und der NATO. Die Sanktionen gegenüber Russland beurteilt sie kritisch und denkt zuerst an die Kaufkraft der Franzosen. In ihrem Wahlprogramm steht die „Formation d’un gouvernement d’union nationale“: RN und Reconquête ?

Le Pen will die Europäische Union in eine „Europäische Allianz der Nationen“ umbauen, um Europa zu retten. Die nationalistischen Töne sind dabei unüberhörbar, auch wenn Le Pen versucht, sie zu vertuschen. Dabei verspricht sie, keinen „Frexit“ anstreben zu wollen.

> Europe : le programme radical de Marine Le Pen mènerait au « Frexit » – Les Echos – 12 avril 2022.

Clair et précis:

Tatsächlich hat sie die bisher in ihren Wahlprogrammen 2012 und 2017 enthaltene Forderung nach einem Rückzug Frankreichs aus der EU aufgegeben. Le Pen stellt sich ein „Concert des nations“ vor. „Das Projekt, das ich vorantreibe, ist ein Projekt, das das französische Volk mit einer europäischen Organisation versöhnen wird, die eine europäische Organisation ist, die freie und souveräne Nationen respektiert,“ sagt Le Pen, „Es stimmt, diese beiden Visionen sind unterschiedlich, aber sie sind nicht zwei Visionen, eine pro-Europa und eine anti-Europa. Es sind nur zwei Visionen, wie Europa organisiert werden soll.“

Ein Blick in einer der Broschüren, hier über die Verteidigung auf der Website des Rassemblement nationale, bestätigt das Vorhaben von Le Pen:

Das ist nichts anderes als Populismus, Europa schlecht machen, um den RN zum Retter Frankreichs zu machen. Kein anderer hat bisher in 16 Reden die refondation de l’Europe gefordet wie Emmanuel Macron. In Le Pens Wahlprogramm steht ihre Antwort unter einem „Déplacement à Bruxelles,“ als ob man mit einer Reise Europa unterwandern könnte. Das klingt schon ein wenig nach den „Vaterländern„, die man oft zu Unrecht mit De Gaulle in Verbindung gebracht hat. Dabei geht Le Pen natürlich mit keiner Silbe auf die Vorstellung Emmanuel Macrons ein, der durch die Souveränität Europas die Souveränität der Mitgliedsstaaten fördern und weiterentwickeln will: > L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020).

Le Pen gab auch zu Protokoll, dass sie als Staatspräsidentin alle gemeinsamen Rüstungsprogramme mit Deutschland stoppen werde. Das klingt indirekt auch nach Kritik am Aachener Vertrag. Die Kritik an Deutschland ist nicht neu in ihrem Programm. Le Pen hatte sie schon letztes Jahr wiederholt:«Berlin n’est pas le bon partenaire de Paris dans le champ du régalien». La tribune de Marine Le Pen – L’Opinion – 13 Juli 2021. In diesem Interview ließ sie kein gutes Haar an der deutsch-französischen Kooperation. „Comment ne pas comprendre que Berlin adoptera toujours la politique de sa géographie : fédérer autour d’elle les pays de la Mitteleuropa face une Russie qui, alliée ou adversaire est toujours présente dans ses calculs. Si sa doctrine évolue vers un rôle international accru, c’est en raison d’un principe fédéraliste évident : participer à tout et n’être exclu de rien. A l’Otan, dans l’Union européenne, dans certains conflits, dans les drones, l’espace, l’aviation de combat, les systèmes terrestres, Berlin déroule la même stratégie : participer d’abord, s’imposer ensuite, diriger enfin. Face à cela, Paris cède par sentiment, par altruisme, par lâcheté.“ („Wie könnte man nicht verstehen, dass Berlin immer die Politik seiner Geographie verfolgen wird: die Länder Mitteleuropas um sich herum zu vereinen angesichts eines Russlands, das, ob Verbündeter oder Gegner, in seinen Berechnungen immer präsent ist. Wenn sich ihre Doktrin in Richtung einer größeren internationalen Rolle entwickelt, dann aufgrund eines klaren föderalistischen Prinzips: an allem teilhaben und von nichts ausgeschlossen sein. In der NATO, in der Europäischen Union, in bestimmten Konflikten, bei Drohnen, im Weltraum, in der Kampffliegerei und bei den Bodensystemen entfaltet Berlin dieselbe Strategie: erst mitmachen, dann sich durchsetzen, schließlich führen. Angesichts dessen gibt Paris aus Sentimentalität, Altruismus und Feigheit nach.“)

Sie werde die französische Unterstützung für eine ständigen Sitz Deutschlands im Sicherheitsrat der UN aufgeben. Mit Bezug auf das Pariser Klimaabkommen, gab Le Pen an, es nicht verlassen zu wollen, aber sie werde die zivile Nutzung der Kernenergie vorantreiben, um Frankreich von den fossilen Brennstoffen zu lösen

#presidentielle2022: Wahltag in Stuttgart

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Am 10. April 2022 wird auch im Generalkonsulat in Stuttgart gewählt. Der erste Wahlgang der #presidentielle2022:

Der von Meinungsforschern vorhergesagte knappe Ausgang des 2. Wahlgangs am 24. April ist ein Anlass, sich mit dem Programm des RN, in dem die Debatte um die Kaufkraft und die Migration im Vordergrund stehen, zu beschäftigen: Für Marine le Pen gilt offenbar „Berlin n’est pas le bon partenaire de Paris dans le champ du régalien“, wie sie sie dies in einer Tribune libre am 13. Juli 2021 geschrieben hat. Sie zielt mit dieser Kritik

Präsidentschaftswahl in Frankreich

> #Presidentielle2022 auf unserem Blog

> Election #presidentielle 2022 : Bibliographie + sitographie

> Le tableau de bord de la campagne du second tour de l’élection présidentielle – LE MONDE

> Tous les sondages de tous les candidats à la présidentielle 2022 au 26 mars HUFFPOST

> #presidentielle2022 – Die Präsidentschaftswahl in Frankreich

> Officiellement candidat à la présidentielle : La « lettre aux Français » d’Emmanuel Macron

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020) – 8. Juli 2020

auf die gemeinsamen Rüstungsprojekte, woraus sie sogleich eine Generalverurteilung der Politik Macrons ableitet: „…“a politique allemande de M. Macron est devenue une grande illusion fracassée au contact de réalités allemandes que son orgueil lui a fait méconnaître de bout en bout.“ Kein Wort von einem Erfolg der deutsch-französischen Kooperation, nicht dass es die nicht gäbe, aber sie passen nicht in das Konzept des RN.

Unsere Blogredaktion hat seit ihrer Gründung 2006 ihr Netzwerk immer mehr weiter ausgebaut. Blicken wir in unser Adressbuch, fällt auf, dass wir niemanden kennen, der oder die für das RN stimmt. Kein Zweifel, unsere Leser/innen interessieren sich wohl für die deutsch-französischen Beziehungen. Nota bene, es gab auch Stimmen auf unserem Blog, wie Henri Menudier, Alfred Grosser oder Henrick Uterwedde, die die unzureichenden Reaktionen oder das Fehlen von Reaktionen seitens der Bundesregierung auf die europapolitischen Vorstellungen von Emmanuel Macron bedauert haben. Immerhin gab es den > Aachener Vertrag, von dem Alfred Grosser oder

In der oben zitierten Tribune von Marine le Pen steht auch: „Mais quelle est la valeur ajoutée diplomatique et militaire de cette alliance pour la France ? Rien à part des désillusions, des trahisons et des abandons. C’est donc vers d’autres horizons que la France, dès 2022, devra se tourner : d’abord vers le Royaume-Uni, avec qui elle partage un statut diplomatique et nucléaire similaire ; vers les Etats-Unis ensuite pour renégocier un traité d’alliance axé sur les défis de l’Indo-Pacifique et de l’espace ; vers ses alliés, nombreux, dans le monde, pour soutenir des idéaux communs et la lutte contre le terrorisme islamiste. Vers sa propre histoire et son identité nationale enfin pour retrouver l’énergie nécessaire à la reconquête de sa puissance.“ Die einseitige Darstellung von Problemen, das Aufbauschen eines Vorgangs, um in Bausch und Bogen das gesamte deutsch-französische Verhältnis nicht nur zu kritisieren, sondern fundamental in Fragen zu stellen und gar abzulehnen passt zur Taktik des Populismus, der das eigene Land bedingungslos schlecht macht – wobei auch manche Fakten vorher zurechtpoliert werden -, ums sich als Retter in der Not dem Wähler anzubieten.

Und Le Pen empfiehlt in ihrer Wahlkampfbroschüre zum Thema Verteidigung die Allianz mit Russland: S. 10 f.: „Parallèlement et sans crainte des sanctions américaines, il sera recherché une alliance avec la Russie sur certains sujets de fond : la sécurité européenne qui ne peut exister sans elle, la lutte contre le terrorisme qu’elle a assurée avec plus de constance que toute autre puissance, la convergence dans le traitement des grands dossiers régionaux impactant la France (Méditerranée orientale, Afrique du Nord & centrale, Golfe/Proche-Orient et Asie notamment).“

Ohne Zweifel gab es aufgrund der strikten Ausfuhrbestimmungen von Kriegswaffen in Deutschland Probleme beim Export gemeinsam hergestellter Rüstungsgüter: vgl. dazu > Rüstungsexporte. Nachgefragt: Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann antwortet auf unsere Fragen, wobei Deutschland diese Position mit der Regierungserklärung von Bundesanzler Olaf Scholz zumindest bezüglich des Überfalls Russlands auf die Ukraine revidiert hat: > Der Krieg in der Ukraine – aus deutsch-französischer Sicht.

Der Bezug auf de Gaulle seitens Marine Le Pen

https://twitter.com/RNational_off/status/1458041783837933571

ist ein guter Anlass, die Rede von Charles de Gaulle in Bayeux nachzulesen. Desgleichen ist der Ausdruck l’Europe des patries nicht geeignet, die EU zu kritisieren, sondern eher das europapolitische Konzept Emmanuel Macrons, die Souveränität Europas möge die der Mitgliedsstaaten schützen und fördern zu interpretieren: > Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer”.

Migration und Kaufkraft sind die beiden großen Themen von Marine le Pen. Schauen wir uns zuerst die Debatte um die Kaufkraft an:

https://twitter.com/AdeMontchalin/status/1512328018831814661

https://twitter.com/EnsembleEMacron/status/1512438634070298629

Und was sagt Jean-Luc Mélenchon (La France insoumise) ?

https://twitter.com/BFMTV/status/1512320848102842370

Und Valérie Préceress (LR) ?

https://twitter.com/ADublanche/status/1512336513425682433

https://twitter.com/afpfr/status/1512470724295991301

N’oubliez pas :

https://twitter.com/fredvalletoux/status/1512360418760658945

#presidentielle2022 und die Kandidat/innen

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Präsidentschaftswahl in Frankreich

> #Presidentielle2022 auf unserem Blog

> Election #presidentielle 2022 : Bibliographie + sitographie

> Tous les sondages de tous les candidats à la présidentielle 2022 au 26 mars HUFFPOST

> #presidentielle2022 – Die Präsidentschaftswahl in Frankreich

> Officiellement candidat à la présidentielle : La « lettre aux Français » d’Emmanuel Macron

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020) – 8. Juli 2020

In den Ergebnissen für die Umfragen bezüglich des zweiten Wahlgangs am 24. April verringert sich der Abstand von Maire le Pen zu Emmnuel Macron: Emmanuel Macron installe le duel avec l’extrême droite par Claire Gatinois, in: LE MONDE, 1er avril 2022.

Stand der Meinungsumfragen vom 8. April  zum ersten Wahlgang am 10. April:

Les Professions de foi des candidats (PDF) auf der Website der > Commission nationale de contrôle de la campagne électorale en vue de l’élection présidentielle:

Emmanuel Macron (LREM), 25 %

Marine Le Pen (Rassemblement national, RN), 22 %

Jean-Luc Mélenchon (LFI), 17 %

Eric Zemmour (Reconquête) et Valérie Pécresse (LR),  à 9 %,

Yannick Jadot (Écologie Les Verts EELV), 6 %.

Fabien Roussel (PCF), 3 %

Jean Lassalle (Résistons), 3 %

Nicolas Dupont-Aignan (Debout la France)  3%

Anne Hidalgo (PS) 2%,

Nathalie Arthaud (Lutte ouvrière, 1%

et Philippe Poutou (NPA), 0 %

Der Ukraine-Krieg hat die Programmatik der Kandidat/innen für die Präsidentschaftswahl aufgeschüttelt. Eigentlich ist der Wahlkampf für die Wahlen zur Nationalversammlung auch schon eröffnet, denn die Kandidat/innen haben den Termin für die Wahlen zur Nationalversammlung am 12. und 19. Juni 2022 fest im Blick. Die Sicherheitspolitik und damit auch die Energieversorgung wie die dadurch steigenden Preise stehen jetzt im Fokus.

> Quiz sur la présidentielle 2022 : de quel candidat êtes-vous le plus proche ? – LE MONDE – 2 avril 2022

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/1511779005707476997

Die Pandemie ist nicht vergessen, aber sie und der Ukraine-Krieg haben dem Amtsinhaber Gelegenheit gegeben, erfolgreich als Beschützer Frankreichs aufzutreten. Ihm gegenüber erscheinen die Kandidaten irgendwie alle blass weil sie keine wirklich besseren oder überzeugendere Konzepte für diese beiden Krisen vorlegen können. Wie aus der Zeit gefallen erscheint dabei Jean-Luc Mélenchon, der auf einem Austritt Frankreich aus der NATO besteht. Mit dieser Forderung schließen sich Marine le Pen und Éric Zemmour sich ihm an, während ihnen die Verbindungen zu Putin jetzt doch eher peinlich sind und möglichst schnell vergessen werden sollen.

Auch die Wahlbeteiligung kann das Ergebnis beeinflussen. Die Meinungsforscher rechnen mit ca. 30 Prozent Nichtwähler im ersten Wahlgang.

Wieder zeigt sich beim Präsidentschaftswahlkampf, dass alle Themen des politischen Lebens diskutiert werden, jede Kandidatin und jeder Kandidat versucht auf ihre/seine Weise zu punkten. Die großen Verlierer sind schon jetzt die PS und die LR, > Nachgefragt. Stefan Seidendorf (DFI), Frankreich vor den #presidentielle2022. Auf der rechten Seite zeigt sich, dass LR auf die rechtsextremen Forderungen von RN und Zemmour nicht gewappnet sind, oder gar mit Vaérie Pécresse (Les Républicains, LR) in die Versuchung geraten, ähnliche Töne aufzunehmen, was die Wähler/innen sofort bestrafen. Sie kommt nur noch auf ca. 10 Prozent. Marine Le Pen (Rassemblement national, RN) mit 19,4 Prozent, die aller Voraussicht nach die zweite Runde erreichen wird. Sie warnt vor Sanktionen, weil sie die Folgen des Krieges in wirtschaftlicher Hinsicht abfedern will. Ihre Nichte Marion Maréchal hat inzwischen ihre Unterstützung für Éric Zemmour angekündigt.

Les tâches pour les élèves

Faites des recherches sur ce blog.

1. Quels sont les > pouvoirs du Président de la République ?
2. Qui sont les > candidats principaux… qui pourrait arriver au seconnd tour ?
3. Comment > la guerre en Ukraine modifie-t-elle le regard sur l‘ > Europe ?

> Election #presidentielle 2022 : Bibliographie + sitographie

Éric Zemmour spricht weiterhin wie ein lupenreiner Populist, beklagt den Niedergang Frankreichs, für den natürlich nur er die besten Heilmittel habe und warnt vor „Bevölkerungsaustausch“. Nach dem Beginn des Ukrainekriegs hat er 8 Prozent verloren Die Meinungsforscher sagen für ihn jetzt um die 108 Prozent voraus. Sein Vorbild Charles de Gaulle scheint er nicht verstanden zu haben, oder zumindest hat er seine Reden zu Europa kaum präsent: > Hörensagen: “Das Europa der Vaterländer”.

Die Fragmentierung der Linken ist ihr größtes Problem. Die Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo (Parti socialiste PS) mit 2 Prozentpunkten hoffnungslos abgeschlagen ist. Der Kommunist Fabien Roussel wird wohl auch kaum über 2 Prozent kommen. Yannick Jadot war der Spitzenkandidat der Liste der Partei Europe (Écologie Les Verts EELV) und er erhielt bei der Europawahl 2019 13,4 Prozent. Die Erfolgswelle setzte sich bei den Kommunalwahlen 2020 fort: Lyon wie Straßburg bekamen grüne Bürgermeister. Jetzt ist er in den Umfragen zur Präsidentschaftswahl mit mageren 5 Prozent weit abgeschlagen. Das Klima als Thema ist von Fragen der Kaufkraft und des Ukrainekriegs überholt worden. Jadot erinnert an die Notwendigkeit der erneuerbaren Energien, will Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2030 von der Straße holen und die Unabhängigkeit von russischer Energie und warnt vor der Förderung der Atomenergie. Er bis 2035 zehn Atomkraftwerke dicht machen, während Emmanuel Macron den Bau neuer Atomkraftwerke angekündigt hat: > Emmanuel Macron kündigt den Bau weiterer Atomkraftwerke an. Ob manche der früheren Anhänger von Jadot Jean-Luc Mélenchon bevorzugen, der in diesen Tagen sich in den Umfragen auf 14,8 Prozente verbessern kann? Ob er aber mit seiner Forderung die NATO zu verlassen weiterhin punkten kann? Im Gegensatz zu Macron, der das Renteneintrittsalter auf 65 heraufsetzen will, fordert Mélenchon 60 Jahre.

Und Emmanuel Macron? Er wird wohl mit großer Sicherheit in die Stichwahl am 24. April kommen. Wahrscheinlich wegen des Ukrainekriegs hat er nach dem 24. Februar die Bekanntgabe seiner Kandidatur bis zum 3. März verschoben und trat auch dann kaum als Kandidat in Erscheinung. Die Staatsgeschäfte hatten offensichtlich Vorrang. In Aubervilliers hat er sein Programm vorgestellt: > Emmanuel Macron dévoile son programme à Aubervilliers. In einer fast vierstündigen Pressekonferenz hat er alle wichtigen Themen abgehandelt: Vom Klima über die Technik, Demokratie bis zu Europa, das er als einen starken Schutzschirm sehen will, nur so sei ein unabhängiges Frankreich möglich. Damit greift er wieder seine Idee einer europäischen Souveränität auf, die einzig und allein in der Lage sei, diejenige der Mitgliedsstaaten zu schützen. Und er will Frankreich von fossilen Energieträgern so bald wie möglich unabhängig machen. Und er hat die Sicherheit Europas im Blick, mit der eine Steigerung des Verteidigungshaushalts um 35 Prozent auf 50 Milliarden rechtfertigen will. Vor dem ersten Wahlgang, wird Macron an keiner Fernsehdiskussion mit andere Kandidaten teilnehmen, erst vor der Stichwahl soll es ein solches Duell geben. Nach einem Höhenflug bis 32 Prozent in den Umfragen nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs, steht er jetzt wieder bei ca. 28 Prozent, gefolgt von Marine Le Pen (> Das Programm von M. Le Pen) mit aktuell 19,4 Prozent.

https://twitter.com/CNEWS/status/1512295371485102087

Éric Zemmour will Kandidat für die Präsidentschaftswahl im April 2022 werden

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#Corona-Virus, #Covid19 und die Verschwörungstheorien

Aktualisiert am 31.8.2020 und 3x am 2.9.2020 und 2x am 3.9.2020.

> Dieser Artikel in Twitter-Kurzfassung.

Toujours d’actualité:

> #CoronaVirus – COVID-19-Krise

> Online #Französisch-lernen I ff.: Die Übersicht

> Travailler, étudier, apprendre à la maison

> #Confinement #ondoitrelire

> Beiträge mit Aufgaben für Schüler/innen

> Die Konzeption unsere Blogs: Pädagogik, Fachdidaktik und auch Journalismus

Wir aktualisieren diesen Artikel vom 13. Mai 2020 und stellen ihn erneut nach oben:

Die weltweite Corona-Pandemie hatte einen bisher beispiellosen Lockdown mit einem Herunterfahren des öffentlichen Lebens ausgelöst. Viele Arbeitnehmer zogen in ihr Homeoffice, die Straßen wurden immer leerer, > Pâques 2020 à Paris. Schulen mussten im Handumdrehen den Unterricht auf Homeschooling umorganisieren, Schüler/innen mussten von einem Tag auf den anderen ihren Schulalltag auf sich gestellt neu gestalten.

Die Demonstration, die in Berlin am letzten Samstag gegen die Corona-Schutzmaßnahmen stattgefunden hat, wurde zunächst nicht genehmigt, dann durfte sie auf Gerichtsbeschluss stattfinden und die Polizei entschloss sich dann, die Versammlung aufzulösen, weil die Auflagen nicht eingehalten wurden. 32.500 Teilnehmer sollen laut Schätzung des SPIEGELs an der Siegessäule dabei gewesen sein: Holger Dambeck, > Faktencheck zur Teilnehmerzahl – DER SPIEGEL 30.08.2020.

Décryptages. La situation en France et à l’étranger, synthétisée par « Le Monde » en cartes et en graphiques et actualisée chaque jour :
> Coronavirus : visualisez l’évolution de l’épidémie en France et dans le monde par Jérémie Baruch , Pierre Breteau , Gary Dagorn , Maxime Ferrer , Agathe Dahyot et Léa Sanchez

> Décodex – Les Décodeurs – LE MONDE > L’annuaire des sources du Décodex : mode d’emploi

Die Schemata sind oft dieselben und gehören unter die Überschrift > Populismus. Es werden angebliche Fakten dargestellt, unvollständig oder verdreht und an ihnen wird dann das Handeln der Regierung gemessen und kritisiert. Wird das Virus heruntergeredet, werden die Schutzmaßnahmen als überzogen und nötig angelehnt, wird folglich das Handeln der Regierungen als überzogen dargestellt. Schon wird den Zuhörern eingeredet, die Bundesregierung verletze das Grundgesetz… Und dann stellt man fest, die Demokratie sei beschädigt – was natürlich einfach nicht stimmt – , die Grundrechte seien verletzt. Jetzt müsse die Demokratie wieder gerettet werden und die Grundrechte geschützt werden. Die Freiheit sei beschädigt, man wolle die Freiheit wieder zurück. Die Demonstranten haben gezeigt, dass sie frei sind bis zu dem Punkt, wo sie die verabredeten Auflagen missachten. Wenn einige sich nicht um die Geschwindigkeitsbegrenzungen scheren würden, wäre das auch kein Ausdruck von Freiheit, sondern eher von Dummheit. Fragt man, wo wir sein würden, wenn seit dem Beginn der Pandemie alle auf Abstand, Masken und Hygienemaßnahmen pfeifen würden um der Freiheit willen? Vieles spricht dafür, dass die Zahl der Toten rapide gestiegen wäre. Hätte die Regierungen von Bund und Ländern nichts unternommen, so wie die Demonstranten das gerne sehen würden, fänden heute möglicherweise ganz andere Demos statt. Man kann viel über den Mund- und Nasenschutz diskutieren, aber eine Einschränkung der Freiheit ist in diesem Zusammenhang nicht zu erkennen.

Das Einschreiten der Polizei erfolgte zum Schutz der Teilnehmer/innen. Aber vielleicht denken ja einige Demonstranten, dass nicht alle so handeln wie sie ohne Schutzmaßnahmen… es werde schon gut gehen. Geht nicht, erklärt Jean-Paul Sartre (lesen wir nach L’existentialisme est un humanisme, Paris: Nagel 1970, S. 152 f:), man müsse sich immer fragen, was geschähe, wenn alle so handeln würden, dann sagen manche, alle handeln nicht so. Das beruhigt und Sartre nennt diese Haltung eine „mauvaise foi“, eine Selbsttäuschung oder Unaufrichtigkeit, wer so handle, sei mit seinem Gewissen nicht im Reinen, zumal sein Abstreiten besseren Wissens einen universalen Wert beanspruche. Fragt der Mensch sich nicht, ob alle auch so handeln könnten wie er, gibt es einen Grund laut Sartre für diese Haltung: das ist die Angst.

> Falschinformationen: „Das Virus ist ein unbefriedigender Gegner“ – Interview: Carla Baum
Die Psychologin Lydia Benecke erklärt, wie man Falschinformierte kontert und warum sie nicht „Verschwörungstheorie“ sagt. DIE ZIET 19. Mai 2020


„Die amerikanische Literaturkritikerin Michiko Kakutani hat in ihrem Buch – in der Übersetzung von Sebastian Vogel – > Der Tod der Wahrheit sich Gedanken zur Kultur der Lüge gemacht. Der Originaltitel ihres Buches lautet The Death of Truth. Notes on Falsehood in the Age of Trump. Sie hat dabei die Auswirkungen der sogenannten sozialen Medien im Blick, aber sie konzentriert sich auf die Bedingungen, die dazugeführt haben, dass die Wahrheit in diesem neuen postfaktischen Zeitalter an Bedeutung verloren hat. …“ > Lesebericht: Michiko Kakutani, Der Tod der Wahrheit

Michiko Kakutani
> Der Tod der Wahrheit
Gedanken zur Kultur der Lüge
us dem Amerikanischen von Sebastian Vogel
(Orig.: The Death of Truth. Notes on Falsehood in the Age of Trump)
1. Aufl. 2019, ca. 200 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen
ISBN: 978-3-608-96403-5


Die Folge der populistischen Kritik an den Corona-Maßnahmen ist der Zulauf weiterer Verschwörungstheoretiker und rechtsextremer Gruppierungen, von denen die Veranstalter der Demo sich allerhöchstens mit Worten sehr behutsam und wenig überzeugend distanzieren. Die große Zahl von Reichsflaggen zeigten, dass ihnen das auch mit Worten nicht gelungen ist. Warum so viele Demonstrationsteilnehmer, die mit rechtsextremen Gedankengut eigentlich nichts im Sinn haben, neben den Neonazis mitliefen, wird noch eine Frage der politischen Bewertung sein: „Viele der erregten Reaktionen in Politik und Medien erwecken den Eindruck, Deutschland sei Samstag nur knapp einem Staatsstreich entronnen, kommentiert Stephan Detjen. Das sei weit vom tatsächlichen Geschehen entfernt,“ > Stephan Detjen im Deutschlandfunk am 1.9.2020. Auf Facebook findet man in den Kommentaren Stimmen, dass einige Neonazis bei so vielen Demonstranten, nicht ins Gewicht fallen würden: Aber da wird die Anzahl der Demonstranten gerne überhöht dargestellt und da ist wieder die „mauvaise foi“, man habe doch gar nicht so viele Neonazis gesehen. Die Anzahl und Lautstärke der Rechtsradikalen spricht aber eine andere Sprache und sie haben. In Frankreich, in dem sich in den letzten Monaten 2019 die >Gelbwesten äußerst demonstrationsfreudig gegen die Regierungspolitik gezeigt haben, gibt es jetzt keine Demonstrationen, die sich gegen die Corona-Schutzmaßnahmen richten. Dazu : > „Querdenken“-Initiator Ballweg„Die ein oder andere Reichsfahne war zu sehen“ Deutschlandfunk, 2.9.2020

> Mit gezielten Falschmeldungen aufgehetzt – www.tagesschau.de – 31.8.2020

> Coronavirus : notre guide pour distinguer les fausses rumeurs des vrais conseils Par W. Audureau et autres – LE MONDE,  le 13 mars 2020

> Studie zur Corona-Pandemie. Tödlich gefährliche Fake News – Tagesschau 11.08.2020

Felix Bohr, Journalist und Historiker, Redakteur beim SPIEGEL hat das zur Demo und dem Verantwortungsgefühl der Teilnehmer/innen richtige Zitat vorgelegt: Der Satz stammt aus Sartres berühmter Rede von 1946: Vgl. Sartre, L’existentalisme est un humanisme, Paris: Nagel 1970, S. 24.

> Coronavirus : de la chauve-souris au déconfinement, la chronologie de la pandémie – LE MONDE – 12 mai 2020 par William Audureau et Maxime Vaudano

> « Infox », « intox », « canular » ou « mensonge », pourquoi il ne faudrait pas parler de « fake news » Les recommandations de la Commission d’enrichissement de la langue française – LE MONDE 4.10.2018 par Samuel Laurent

Angesichts der Bedrohung durch das Virus, dessen Gefährlichkeit eigentlich nicht ausdrücklich erläutert werden muss, die Zahl der Toten weltweit und die Berichte über den Verlauf der Pandemie in einzelnen Regionen oder Dörfern wie > Cartoceto (Report München) an der Adriaküste, lassen keinen vernünftigen Zweifel zu, dass ohne jedes staatliches Eingreifen unsere Gesundheitssysteme mit an größter Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kollabiert wären und wir ein Desaster nicht gekannten Ausmaßes erlebt hätten.


Jean-Noël Jeanneney, Virus ennemi. Discours de crise, histoire de guerres> Jean-Noël Jeanneney, Virus ennemi. Discours de crise, histoire de guerres. Collection Tracts, Série Grand format, Gallimard 2020 – 22 Juni 2020: In unserer Rezensione heißt es: „Nur der Staat alleine kann die Interessen der Einzelnen und der Gruppen ausgleichen: das zeigt sich im confinement, wo alle Einzelnen für die Gemeinschaft einstehen müssen. Zugleich verleiht das Internet den Individuen ganze neue Rollen mittels der Kommunikation und zugleich zeige sich ein ganz neue Verantwortung der Politiker. Jean-Noël Jeanneney besteht darauf, dass der Staat diese Verantwortung behält, auf dass er der “maître des horloges” bleibe, auch wenn es Beleidigungen und Beschimpfungen gebe, so werde doch mitten im Trauma, das wir erleben, auch ein wenig Licht von ihm kommen.“


> Coronavirus COVID-19 : Informations, recommandations & mesures sanitaires – Website des französischen Innenministeriums

Es gibt natürlich berechtigte Diskussionen, wieso Deutschland wohl etwas glimpflicher als Frankreich durch die Krise gekommen ist. Die Konferenz in Mulhouse wird als Cluster angeführt, die zu einer landesweiten Verbreitung des Virus gerade auch bei Risikogruppen geführt habe. Sehr schnell werden die Regierungen, die natürlich in der Pflicht stehen, für die Bevölkerung zu sorgen, wegen mehr oder weniger großer vermeintlicher Versäumnisse kritisiert. Aber bedenke man auch, dass die Touristenströme auch gerade aus Asien in Lyon oder Paris möglicherweise die Verbreitung des Virus befördert haben. In Frankreich gibt es mehr Touristen als in Deutschland. Rund 83 Millionen ausländische Touristenn besuchen jährlich Frankreich der Mittelwert für Deutschland rund > 37 Millionen Touristen kommen jährlich kommen nach Deutschland. Diese Zahlen liefern für die gestellte Frage keine Erklärung, sie sind aber ein Anhaltspunkt, hinzu kommt die weltweite Verflechtung der Wirtschaftsbeziehungen mit ihren Geschäftsreisen.

In den letzten Wochen mehren sich Demonstrationen, auf denen die Regierungsmaßnahmen in Zweifel gezogen werden. Vereinzelt tauchen auch Stimmen auf, die überhaupt die Gefährlichkeit des Virus in Frage stellen. In Frankreich gibt es mit > Conspiracy Watch eine Vereinigung > l’Observatoire du complotisme, die Meldungen, wenn sie dazu Anlass geben, auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht, Fake News entlarvt und dokumentiert.

> Une carte mondiale des commentaires, déclarations et propos à caractère complotiste autour de la pandémie de Covid-19.

William Audureau > Coronavirus : comment la rhétorique complotiste détourne la science en période d’épidémie – LE MONDE 8 avril 2020

> Les complotistes s’enflamment autour du coronavirus – Le Temps (CH) 11 mai 2020

> Les décodeurs – LE MONDE

> Verschwörungstheorien. Warum sind sie so erfolgreich und was kann man tun? – Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg

> Institut français de Stuttgart: Gespräch „Holocaustleugnung und Rechtsextremismus, vor und nach dem Internet“ – 6. November 2019

Online #Französischlernen VI mit Aufgaben

Übersicht über diese Serie: | Online #Französischlernen I | Online #Französischlernen II | Online #Französischlernen III Literatur | Online #Französischlernen IV : Geschichte | Online #Französischlernen V : Frankophonie | Online #Französischlernen VI mit Aufgaben | Online #Französischlernen VII – Angebote im Internet | Online – #Franzoesischlernen VIII – #Coronavirus : Frankreich organisiert sich IIListe aller Themen dieser Serie |

Die aktuelle Situation mit der Schließung der Schulen schärft das Bewusstsein für das Potential, die Perspektiven und die Versäumnisse, was das Online-Lernen betrifft. Mit Respekt verfolgt unsere Redaktion, das große Engagement der Lehrer/innen, die ihren Unterricht auf die Vermittlung durch Online-Medien umstellen: Stichwort Homeschooling. Diese neue Situation durch das Erlernen und Üben neuer Praktiken könnte auch künftig der  Unterrichtsgestaltung wichtige neue Impulse vermitteln.

In diesem Beitrag:

| Lernen mit Videos | Lernen mit unseren Videos | Lernen mit eingebetteten Videos | Schutz vor Antisemitismus, Rassismus und Hass | Vielfältige Arbeitsformen | Lernen mit Twitter | Konzentration |

Das Online-Lernen ist aber keinesfalls mit der Bereitstellung umfangreicher Toolsammlungen erschöpft. Es reicht auch nicht, auf Inhalte jeder Art hinzuweisen. Unsere Redaktion kennt die Kritik, manche unserer Inhalte seien für Schüler/innen zu schwer. Diese Kritiker meinen, und wir geben Ihnen Recht, dass hier zuweilen eine Anleitung für Schüler/innen fehlt im Sinne gute pädagogischer und didaktischer Gewohnheiten, von der Vorentlastung, über den Einstieg, Übungsanleitungen, und -phasen,  Lernkontrollen und eine Vertiefung sprich Anwendung mit ausreichenden Übungspasen.

Aufgaben: Aus diesem Grund, aber vor allem aus didaktischen Erwägungen heraus, haben viele der Artikel auf unserem Blog einen Kasten mit > Aufgaben für Schüler/innen bekommen. Diese Aufgaben sollen ihnen helfen, den Inhalt des Artikels zu erschließen und für sich und ihre Klassenkameraden daraus etwas zu machen. Ja, wir hätten diese Idee mit den Aufgaben für viel mehr Artikel realisieren sollen.  Unsere Aufgaben folgen alle einem ähnlichen Muster, so dass die Schüler/innen, die dieses System durchschaut haben, selber sich neue Aufgaben stellen können. Schüler/innen, die schon öfters Artikel auf unserem Blog gelesen haben und auch eine Passion für die deutsch-französischen Beziehungen entwickelt haben (vgl. wir machen mal ein Interview: > Nachgefragt: Juniorbotschafter Patrick Pulsfort – 31. Mai 2016) brauchen keine Anleitung mehr, um den hier vorgestellten Themen mit Gewinn für sich und ihren Klassenkameraden zu arbeiten.

Nennen wir verschiedene Beispiele:


1. Viele unserer>  (französichsprachigen) Videos eignen  sich vorzüglich für Hörverstehensübungen. Ein oder zweimal ansehen und eine kurze Zusammenfassung schreiben, untereinander austauschen, vergleichen, korrigieren, korrigieren, diskutieren, Ergebnisse festhalten und auf dem klasseneigenen interne Blog oder Wiki veröffentlichen. Das kann auch in Form einer Datei geschehen, die auf den bekannten Plattformen geteilt wird.

Unterrichten von Zuhuase mit Klett


2. Eingebettete Videos meist von Politikern: Das gilt auch für > die Reden, die Präsident Macron zu Europa gehalten hat. Dazu kann man sich viele Fragen ausdenken: Wie sieht er die Rolle Europas? Was versteht er unter „Europäischer Souveränität“? Wie sieht er das deutsch-französische Verhältnis in Europa? Die Videos werden hier alle durch die Texte der Reden Macrons ergänzt. Da gibt es vielfältige Möglichkeiten, Aussagen des Präsidenten zu bestimmten Themen und Fragen zu finden, zusammenzufassen und darzustellen. Z. B. der Präsident hat immer davon gesprochen, dass Europa uns beschütze…. wie meinte er das? Welchen Themen stehen bei ihm Vordergrund, die nur erfolgreich auf europäischer Ebene gelöst werden könnten?

> Schule und Internet: Une didactique nouvelle à un monde nouveau – 10. Dezember 2014


3. Viele Themen der aktuellen Debatten um Antisemitismus, Rassismus und Hass hat unsere Redaktion in vielen Beiträgen behandelt. Hier gibt es genügend Stoff und Anregungen, um diese Themen – auch in einer deutsch-französischen Perspektive zu erforschen, Fragen zu formulieren und Referate zu erstellen:

> “Rassismus ist ein Gift,” sagte Bundeskanzlerin Merkel nach dem Attentat von Hanau – 5. März 2020

> Die Freiheiten bewahren und der Kampf gegen islamistische Parallelgesellschaften – 21. Februar  2020
Am 18. Februar hat Präsident Macron in Mulhouse eine Pressekonferenz zum Thema der Parallelgesellschaften gegeben.

> La lutte contre le racisme et l’antisémitisme, priorité de la coopération franco-allemande en 2020 – 28. Januar 2020

> Bibliographie: Erinnerungskultur: | Primärtexte | 1789 | 1914-1918 | 1933-1945 | Menschenrechte | Antisemitismus heute | Islamismus | Populismus | Migranten | Hass | Rassismus | Erinnerungskultur | Institutionen | Auf unserem Blog | Bibliographie |


4. Vielfältige Arbeitsformen: Wie oben angedeutet setzt unsere Redaktion auf die zunehmende Selbstständigkeit der Schüler/innen. Viele der hier angebotenen Inhalte bieten viel Stoff für Diskussionen und Gespräche, wie auch für Interviews. Aber zuerst geht es darum, ausgewählte Artikel – auch je nach eigenen Interessen hier herauszusuchen. Der Blog hat eine Volltextsuchfunktion – oben rechts – dann den Beitrag lesen, oder das Video ansehen – auch zweimal – man kann staunen, wieviel man beim zweiten Ansehen mehr versteht. Dann lernt man auch (notgedrungen) einige Notizen zu machen Das ist eine hohe Kunst, gerade soviel Stichwörter, damit man hinterher einen kurzen Artikel/Aufsatz/Beitrag/Interviewfragen/Kommentar/Diskussionsbeitrag mit Input/ usw. schreiben kann. Mit meinen Schüler/innen würde ich jetzt eine Liste aller möglichen Textsorten erstellen. Hat ein/e Schüler/in einen für ihn/sie interessierenden Beitrag/Artikel/Text/Video auf diesem Blog gefunden, liegt es an ihr/ihm, das dafür passenden Übungsprogramm (Lesen/Hören/Sehen + Verstehen + Auswertung etc.) selber zusammenzustellen.

Ach, ich träume natürlich von einer Online-Klassenzeitschrift, in der die Schüler/innen ihre Erkenntnisse zusammentragen: Jede Woche ein neues Thema: Hier folgt die Fundgrube:| Online #Französischlernen I | Online #Französischlernen II | Online #Französischlernen III Literatur | Online #Französischlernen IV : Geschichte | Online #Französischlernen IV : Frankophonie | Liste aller Themen dieser Serie Online #Französischlernen |.


5. Lernen und Arbeiten mit Twitter: Auf unserem Blog gibt es rund 20 Beiträge zum > Arbeiten/Lernen mit Twitter. Wir haben drei beispielhafte Lernszenarien mit Aufgaben für Twitter im >Unterricht entwickelt:

Immer aktuell:

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

> Deutsch-französisches Twittern, aber diesmal aus der Perspektive der Außenministerien

Gerade in dieser Krisenzeit, können hier die Tweets in Deutschland und Frankreich miteinander verglichen werden. Wer sagt was? etc.

> Arbeiten im Französischunterricht: Suchen und Lernen mit Twitter – 4. Oktober 2019

UNESCO: > Lernen und Unterrichten mit Twitter ****


6. Fehlende Konzentration ist ein bisher nicht gelöstes Problem bei Online-Lernen. Websites leben von Links und Hinweisen auf weitere Inhalte auf der eigenen Seite oder viele Links sind ständig eine Einladung zu einer Reise in die Weiten des WWW. Facebook ist das Paradebeispiel für die Zerstörung der Konzentration; Betrachtet man seine eigen FB-Seite, so gibt es mehr als 90 % Infos, die gar nichst damit zu tun haben, was man selber sehen möchte. Die veilen Links und Bildchen sind nur dazu da, unsere Aufmerksamkeit auf etwas ganz Anderes zu ziehen, ja wir bezahlen mit unserer Aufmerksamkeit für dei schöne FB-Welt. Wir wissen, dass diese Gefahr hier auch auf dem Blog besteht. Nun, sie ist etwas geringer, weil sich hier fast alles auf die deutsch-französischen Beziehungen konzentriert: fast 4000 Artikel seit 2006.

Fortsetzung folgt

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Online #Französischlernen IV : Geschichte

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Es ist das Besondere am Fach Französisch, das gilt auch für alle anderen Sprachen, aber für Französisch hat die Verbindung mit einem weitgefassten Kulturbegriff eine auch für uns ganz besondere Bedeutung. Das zeigt sich auch, wenn man das Fach Romanistk (vgl. www.romanistik.info) näher betrachtet. Zu diesem Fach gehören viele andere romanische Sprachen wie Spanisch, Italienisch und Portugiesisch. Es geht aber auch nicht nur um diese Sprachen (Sprachwissenschaft, also Linguistik), die Romanistik beschäftigt sich auch mit den Nationalliteraturen dieser Länder. Und zur Romanistik gehören auch im Rahmen der Kulturwissenschaft(en) die Einbeziehung von Fächern wie Philosophie, Geschichte, Politikwissenschaft und Kunst. Mein Studium der Romanistik in Paris und Bonn schloss diese Fächer mit ein.

Die großen Erfolge des blingualen Unterrichts bei uns
, in dem an vielen Gymnasien Französisch als Erste Fremdsprache und dann Geographie und Geschichte auf Französisch unterrichtet werden (vgl. >  8. Deutsch-französischer Jugendkongress – mit einer Linkliste – 19. September 2019), und die Scuüler/innne dort das AbiBac, das deutsch-französisches Abitur ablegen, orientiert sich an diesem Ansatz, der weit über die bloße Sprachvermittlung hinausgeht.

Unsere These lautet dazu in Kurzfassung: Durch Vokabeltests verschreckt und wegen des oberflächlichen Eindrucks, Französisch sei eine schwere Sprache und ohne je einen Roman in französischer Sprache gelesen zu haben, geben viele Schüler/innen das Fach allzu leichtfertig auf: > Warum geben so viele Schüler/innen Französisch vor der Sek. II auf? – 4. Dezember 2019. Es ist die Kenntnis der Literatur, die sie zu einer anderen Entscheidung bringen dürfte. Und es ist die Geschichte in einer Zeit, in der die Behandlung in nur nationalstaatlicher Perspektiven endgültig vorbei sein dürfte. Mit Französisch erschließt man sich Kenntnisse über unseren größten Nachbarn und vor allem einen besseren Zugang zur europäischen Geschichte.

Auf unserem Blog gibt es rund 250 Artikel, die das Fach > Geschichte berühren. Fast immer sind die Themen so gewhlt, dass sie zu unserem Blog, der die deutsch-französischen Beziehungen im Blick hat, passen. Manchmal haben wir auch Themen aufgegriffen, die auf den ersten Blick nur Frankreich bettreffen, diese sind aber auf einen zweiten Blick auch für uns oder Europa von großer Bedeutung.

N. B. Manchmal fehlen bei uns in früheren Artikeln Inhalte oder Videos, die bei uns „eingebettet“ waren – das ist leider der Flüchtigkeit des Mediums Internett geschuldet.


> Bibliographie: Erinnerungskultur

Die folgende Bibliogaphie und Sitographie wurde von unserer Redaktion im Rahmen der Vorbereitung unserer > Lehrerfortbildung angefertigt.

| Primärtexte | 1789 | 1914-1918 | 1933-1945 | Menschenrechte | Antisemitismus heute | Islamismus | Populismus | Migranten | Hass | Rassismus | Erinnerungskultur | Institutionen | Auf unserem Blog | Bibliographie |


21. Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789

Wie steht es heute im Jahr 2019 um die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789? Nicht gut. Die vielen erschreckenden Nachtrichten aus allen Teilen der Welt belegen, dass diese Erklärung für viele Staaten noch eine weit entfernte Vision ist…

> Heute vor 230 Jahren: Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte – Montag, 26. August 2019

Mal ganz ehrlich? Wer hat die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte noch nie gelesen?


22. Gedenkrede an die Kriegstoten von Staatspräsident Emmanuel Macron im Deutschen Bundestag

Aus Anlass des Volkstrauertags am 18. November 2018 fand im Bundestag eine zentrale Gedenkstunde statt. Die Gedenkveranstaltung im Berliner Reichstag stand unter dem Thema „100 Jahre Erster Weltkrieg“.

> Präsident Emmanuel Macron hielt am 18.11.2018 im Deutschen Bundestag die Gedenkrede an die Kriegstoten – mit Aufgaben für Schüler/innen

Eine Rede mit vielen Argumenten, Vorschlägen und Aufforderungen für die deutsch-französische Zusammenarbeit zugunsten Europas. Und ein Satz, der die Absichten von Staatspräsident Macron in einigen Worten zusammenfasst: “… à chaque fois que vous ne comprenez peut-être pas tout à fait les mots venant de la France, lisez toujours et avant tout qu’elle vous aime.”

> Bitte weiterlesen.


23. 11. November 2018 – Die Gedenkfeier in Paris vor dem Triumphbogen

Anlässlich der Gedenkfeier zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands vom 11. November 1918, mit dem der Erste Weltkrieg beendet wurde, hat Staatspräsident Macron die Staats- und Regierungschefs aller am Weltkrieg beteiligten Nationen am Triumphbogen in Paris empfangen: > Die Gedenkfeier in Paris vor dem Triumphbogen. Diese Feier war der Höhepunkt derr vierjährigen > Gedenkveranstaltungen an den Ersten Weltkrieg 1914-1918 (66 Artikel auf unserem Blog).

Cérémonie Franco-Allemande à Rethondes à l’occasion du Centenaire de l’Armistice de 1918

> Cérémonie Franco-Allemande à Rethondes à l’occasion du Centenaire de l’Armistice de 1918 – Samstag, 10. November 2018

> Nachgefragt: Jean-Noël Jeanneney, La Grande Guerre, si loin, si proche – 25. März 2014



24. Commémoration du 75e anniversaire de la libération du camp de concentration d’Auschwitz-Birkenau

„Unsere Redaktion zeigt hier Commémoration du 75e anniversaire de la libération du camp de concentration d’Auschwitz-Birkenau die Reden von Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeyer in Yad Vashem, die beide anlässlich des Gedenkens an den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz beim 5. World Holocaust “Forum Remembering the Holocaust: Fighting Antisemitism” gehalten haben. Meine Schüler müssten sich beide Filme ansehen.

Zum ersten Mal hat ein Bundespräsident in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gesprochen. … “

> Bitte weiterlesen


25. Mai 68
> Mai 68 (I). Nachgefragt. Antoine Compagnon: 68 a-t-il commencé en 1966 ? – Freitag, 2. Februar 2018

Gestern hat Antoine Compagnon, Professor am Collège de France in Paris, auf die Fragen unserer Redaktion geantwortet`: War 1966 ein Schlüsseljahr, um den Mai 1968 verstehen zu können?

Dazu: > Mai 68 in Paris: Revolution oder nur eine Revolte? – Donnerstag, 7. Juni 2018


26. Charles de Gaulle 1890-1970

2020 erinnern wir> Charles de Gaulle, der vor 130 Jahren 1890 geboren wurde, an seinen > Appel du 18 juin 1940 vor 80 Jahren und an seinen Tod vor 50 Jahren. Er war von 1958 bis 1969 französischer Staatspräsident. 1965 bei seiner Wiederwahl musste er erst die Stichwahl mit François Mitterrand überstehen.

In unserem Artikel erinnern wir an und zeigen > Conférence de presse du 4 février 1965, on der er u. a. von der Zukunft Deutschlands spricht.

> Charles de Gaulle, Discours de Bayeux, 16 juin 1946 – 16. Juni 2016


27. Der erste Staatspräsident in Frankreich?

Wie hieß der erste Staatspräsident, der in Frankreich vom Volk gewählt wurde? Wie lange dauerte seine Amtszeit? Wie oft wurde er wiedergewählt? > Vor 170 Jahren: 10 décembre 1848 : L’élection du premier Président de la République – Mittwoch, 5. Dezember 2018

Dazu > 2. Dezember 1851: Staatsstreich von Louis-Napoléon – Samstag, 2. Dezember 2017

> Éric Anceau : Warum sollte man Napoléon III heute kennen? – 6. Februar 2014


28. Die Geschichte Frankreichs: Die besonders denkwürdigen Orte
> Nicolas Eybalin, Quand les lieux racontent l’Histoire de France – Montag, 29. August 2016: Dieses Buch durfte für einen kurzen Moment ganz oben auf dem Stapel der so bald wie möglich zu lesenden Bücher liegen. Aber dann habe ich es doch in einem Zug sofort ganz gelesen…


29. François Mitterrand im Europaparlament

Ségolène Royal, ehemals Ministre de l’Ècologie, hat auf Dailymotion an die Rede von François Mitterrand im Europaparlament erinnert, die er dort am 17. Januar 1995 gehalten hat. Eine Gelegenheit für ihn, vor Vorurteilen und Nationalismen zu warnen:

> François Mitterrand im Europaparlament, 17. Januar 1995


Noch mehr:

> 10. Juni 1944: Das Kriegsverbrechen in Oradour-sur-Glane – Montag, 10. Juni 2019

> Le Camp des milles à Aix-en-Provence – Mittwoch, 22. Mai 2019

> Le 110e anniversaire de la loi de 1905 de séparation des Églises et de l’État – Mittwoch, 9. Dezember 2015
Dazu: > Der Laizismus in Frankreich – Montag, 26. Januar 2015

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