La guerre en Ukraine. L’adresse aux Français du Président de la République

> Emmanuel Macron veut bâtir un plan de résilience européen en réponse à la guerre en Ukraine – LE MONDE 6/7 mars 2022

Wir erleben zur Zeit dass das Wort Union im Zusammenhang mit der Europäischen Union einen neuen Klang bekommt. Deutschland hat in seiner Außenpolitik mit der Regierungserklärung von Bundeskanzler Scholz am 27. Februar viele alte Gewissheiten über Bord geworfen und den Autoren der Lehrbücher über internationale Beziehungen neue Themen und neue Aufgaben gestellt.

Es ist nie zu spät, aber die EU – auch Deutschland – hätte eher auf > die Mahnungen und europapolitischen Vorstellungen von Staatspräsident Macron hören sollen. Er hat die europäischen Staats- und Regierungschefs für den 10. und 11. März nach Versailles eingeladen. Es geht um die Unabhängigkeit Europas :“In dieser Hinsicht muss unsere europäische Verteidigung eine neue Etappe erreichen,“ so Emmanuel Macron

Am Mittwoch. 2. März 2022, hat Staatspräsident Emmanuel Macron sich mit einer Botschaft an die Franzosen gewandt:

Der Präsident hat den Mut des ukrainischen Volkes den Angriffen zu widerstehen gewürdigt. Im Namen der Franzosen versichert er Präsident Wladimir Selenski der brüderlichen Unterstützung Frankreichs. Macron erinnerte an seine Vermittlungsversuche gegenüber Präsident Putin und wie daraufhin, dass dieser „sich also allein und vorsätzlich für den Krieg entschieden“ habe, „indem er eine Verpflichtung nach der anderen, die er vor der Gemeinschaft der Nationen eingegangen war, brach.“

Der Text seiner Ansprache vom 2. März 2022: : > Adresse aux Français *.pdf

Macron fügte hinzu: „Dieser Krieg ist kein Konflikt zwischen der NATO und dem Westen auf der einen und Russland auf der anderen Seite, wie einige vielleicht schreiben: Es gibt keine NATO-Truppen oder -Basen in der Ukraine. Das sind alles Lügen. Russland wird nicht angegriffen. Es ist der Aggressor.“

Les tâches pour les élèves :

1. Regardez l’adresse du Président deux fois.

2. Résumez ses propos comme un journaliste.

3. Qu’est-ce que le Présitent Macron dit sur le Président Poutine ?

4. Quel soutien, Macorn prpmet-il aux Ukrainiens ?

3. Quelles sont les conséquences pour l’Europe, selon le Président français?

Und: „Dieser Krieg ist noch weniger, wie eine unhaltbare Propaganda glauben machen will, ein Kampf gegen den „Nazismus“. Er ist eine Lüge. Eine Beleidigung der Geschichte Russlands und der Ukraine, der Erinnerung an unsere ältere Generation, die Seite an Seite gegen den Nationalsozialismus gekämpft haben. Die russische Führung greift das Gedenken an den Holocaust in der Ukraine an. So wie sie in Russland die Erinnerung an die Verbrechen des Stalinismus angreifen.“

Macron: „Wir setzen unsere angespannte Arbeit fort und werden sie fortsetzen, um die Nationen auf allen Kontinenten dazu zu bringen, die Invasion zu verurteilen, einen Waffenstillstand zu fordern und die Einhaltung humanitärer Operationen auf ukrainischem Boden zu verlangen.“

Macron sagte u.a.: „Aber das bedeutet nicht, dass wir uns im Krieg gegen Russland befinden. Wir wissen, was uns mit dem großen europäischen Volk, dem russischen Volk, verbindet, das im Zweiten Weltkrieg so viel geopfert hat, um Europa vor dem Abgrund zu retten. Wir stehen heute an der Seite aller Russen, die sich weigern, dass in ihrem Namen ein unwürdiger Krieg geführt wird, und die den Geist der Verantwortung und den Mut haben, für den Frieden einzutreten; und die dies in Russland und anderswo kundtun.“

Staatspräsident Macron verspricht den Franzosen sie zu beschützen und berichtet von seinen Kontkten mit seine ameriaknischen und europäischen Amtskollegen wie auch denen im Mittleren Osten.

Und er spricht wieder von der Notwendigkeit Europas eine unabhängige und souveräne Macht zu werden. Und es fällt auf, dass er im Zusammenhang mit der Unabhängigkeit in Energiefragen nicht von einer französischen Unabhängigkeit, sondern von der Europas spricht: „je défendrai une stratégie d’indépendance énergétique européenne.“

Es geht um die Macht des Friedens. Macron erinnert an die Aufgaben der europäischen Verteidigung: „Wir dürfen nicht von anderen abhängig sein, um uns zu verteidigen, sei es zu Land, zu Wasser, unter dem Meer, in der Luft, im Weltraum oder im Cyberspace. In dieser Hinsicht muss unsere europäische Verteidigung eine neue Etappe erreichen.“ Macron lädt die europäischen Staats- und Regierungsschefs am 10 und 11 März zu einem Gipfel nach Versailles ein.

Guerre en Ukraine. IFRI: leçon de grammaire stratégique – et la coalition feu tricolore dans la crise russo-ukrainienne

| Der Krieg in der Ukraine – aus deutsch-französischer Sicht | La Russie attaque l’Ukraine. L‘adresse aux Français du Président de la République Emmanuel Macron | Et si la Russie envahissait l’Ukraine ? – Wird Russland die Ukraine angreifen? | Le déplacement d‘Emmanuel Macron à Moscou |


L’Institut français des relations internationale Ifri est, en France, le principal centre indépendant de recherche, d’information et de débat sur les grandes questions internationales. Créé en 1979 par Thierry de Montbrial, l’Ifri est une association reconnue d’utilité publique (loi de 1901). Il n’est soumis à aucune tutelle administrative, définit librement ses activités et publie régulièrement ses travaux / Das französische Institut für internationale Beziehungen Ifri ist in Frankreich das wichtigste unabhängige Zentrum für Forschung, Information und Diskussion über wichtige internationale Fragen. Das Ifri wurde 1979 von Thierry de Montbrial gegründet und ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein (Gesetz von 1901). Es unterliegt nicht unterliegt keiner administrativen Aufsicht, legt seine Aktivitäten frei fest und veröffentlicht regelmäßig seine Arbeiten.

Zwischen den beiden Berichten, die in diesem Artikel angezeigt, werden scheinen Welten zu liegen und doch sind es nur ein paar Tage. Die Analyse über die Haltung der Ampelkoalition inmitten der russisch-ukrainischen Krise bekommt durch den russischen Angriff auf die Ukraine am 23.2.2022 ein ganz besonderes Gewicht. Den Morgen des 23. Februar 2022 werden wir nie vergessen. Er erinnerte mich an den Schrecken in den Augusttagen 1968 als wir morgens die Nachricht vernahmen, dass russische Panzer in der Tschechoslowakei rollen, um den Prager Frühling niederzuschlagen. Nur diesmal ist es anders, eine Atommacht greift ein souveränes Land – beide Mitglied es Europarates – heute am 25. 2. hat der Europarat die Mitgliedschaft Russlands ausgesetzt > https://www.lemonde.fr/international/live/2022/02/25/guerre-en-ukraine-le-conseil-de-l-europe-suspend-la-russie-plus-de-50-000-ukrainiens-ont-fui-leur-pays-en-moins-de-quarante-huit-heures_6115172_3210.html – an. Zunächst wird mit einem Schachzug die Unabhängigkeit von zwei Provinzen herbeigeführt, in denen die Separatisten sogleich die Russen um Hilfe bitten, dann erfolgt der russische Angriff auf die ganze Ukraine. D

Mit diesen Worten interpretiert das IFRI den russischen Angriff auf die Ukraine: „La Russie vient de donner à l’Occident une magistrale leçon de grammaire stratégique. Il est désormais urgent de prendre un cours de rattrapage accéléré pour éviter le déclassement“ und liefert heute morgen schon eine Analyse der neuen strategischen Situation in Europa. Hier zum Herunterladen > Guerre en Ukraine : leçon de grammaire stratégique – Briefing de l’Ifri, 24 février 2022

Die ersten Einschätzungen: Auch wenn Russland die Macht in der Ukriane übernehmen sollte, ist es nicht sicher, dass es sie bewahren wird „L’histoire est sévère envers l’hubris des conquérants.“ Und das IFRI glaubt, dass es doch noch zu einer aktiven Widerstand der Ukrainer kommen wird. Außerdem warnt das IFRI davor, dass die Wirtschaftssanktionen keinen Effekt haben werde, die Mechanismen der Abschreckung und der kollektiven Verteidigung seien zu überdenken. Das IFRI regt an, dass über Formen der Unterstützung des ukrainischen Widerstands jetzt nachgedacht werden müsse nd mahnt eine „Déligitimation sur le temps long de l’aggression russe“ an.

Die russisch-ukrainische Krise sei, so Éric-André Martin, ein Test für den Zusammenhalt der Ampelkoalition in Berlin, genauso wir für die Autorität des neuen Bundeskanzlers Olaf Scholz. Schon zwei Entscheidungen wurden im Ausland heftig kritisiert, einmal die Weigerung der deutschen Regierung, Waffen in die Ukraine zu liefern und wegen Nordstream-2 – das mittlerweile – wenn auch zu spät – nun doch auf Eis gelegt wurde – zu zögern. Wird Deutschland sich in die Lage versetzen können, eine Zurückhaltungen aufzugeben und sich als verantwortlicher Akteur in Europa seinen Aufgaben zu stellen:

> Le choc de la réalité : La coalition feu tricolore dans la crise russo-ukrainienne – Notes du Cerfa, n°167, février 2022

La Russie attaque l’Ukraine. L‘adresse aux Français du Président de la République Emmanuel Macron

Der Angriff, der auf Befehl von Präsident Putin heute morgen, die Ukraine getroffen hat, ist für Europa eine Zeitenwende. Die Folgen sind zur Stunde nicht absehbar.

Die weltweiten Reaktion aus Sicht des > Grand Continent:

https://twitter.com/DerGC_/status/1497147849087148033

In ersten Stellungnahmen haben Politiker weltweit die russische Agression auf das Schärfste verurteilt und Präsident Putin aufgefordert, die russischen Truppen unverzüglich aus der Ukraine zurückzuziehen.

https://twitter.com/emmanuelmacron/status/1496833750549897220?s=21

https://twitter.com/bundeskanzler/status/1496907930700025858?s=21

https://twitter.com/MichaelaWiegel/status/1497157018033008678

https://twitter.com/LM_enCartes/status/1497148771641270274

Et si la Russie envahissait l’Ukraine ? – Wird Russland die Ukraine angreifen?

Dernière nouvelle:

https://twitter.com/afpfr/status/1495638983887532034

Wird Russland die Ukraine angreifen? Kann man mit Twitter einen Eindruck davon gewinnen, in welche Richtung die diplomatischen Bemühungen laufen? Schauen wir mal nach, zuerst verweisen wir auf den neuesten Artikel von LE MONDE. > Sucht weitere Quellen mit Twitter – attention… es ist nicht einfach seriöse Quellen der Medien inmitten vieler Tweets auszumachen. Es sind dramatische Tage. Die Hinweise scheinen sich zu verdichten, dass Russland trotz aller Beteuerungen möglicherweise doch die Ukraine angreifen wird.

Stehen nach dem Besuch von Bundeskanzler Olaf Scholz in Moskau die Zeichen auf Entspannung? Es gibt n den Medien Berichte über Anzeichen, dass die Russen ihre Truppen von der ukrainischen Grenze abziehen, hingegen gibt es aus Natokreisen Hinweise, dass die Truppen eher verstärkt werden:

Dr. Klaus Wittmann, Historiker, Publizist und Brigadegeneral a. D. der Bundeswehr, wurde von der WELT zum Teilabzug Russlands von der Grenze zur Ukraine befragt: > Dr. Klaus Wittmann im Interview.

Von Klaus Wittmann stammt auch die Erinnerung an > Study on NATO Enlargement: „6. States which have ethnic disputes or external territorial disputes, including irredentist claims, or internal jurisdictional disputes must settle those disputes by peaceful means in accordance with OSCE principles. Resolution of such disputes would be a factor in determining whether to invite a state to join the Alliance.“

Wir zeigen hier am Ende des Artikels auch die beiden Tweetlines des französischen Präsidenten und des deutschen Bundeskanzlers:

> Le déplacement d‘Emmanuel Macron à Moscou – 10. Februar 2022

> Nouveaux échanges au sommet pour tenter d’éviter l’« invasion imminente » de l’Ukraine par la Russie – LE MONDE – 13 février 2022

mit diesem Video:

Der heute wiedergewählte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich ebenfalls unmissverständlich zur Ukraine-Kreise geäußert:

https://twitter.com/ZDFheute/status/1492879198955966471

Staatspräsident Emmanuel Macron sagte im Kreml währen der >a href=“https://www.france-blog.info/le-deplacement-demmanuel-macron-a-moscou“ rel=“noopener“ target=“_blank“>Pressekonferenz mit Präsident Putin:

https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1490827481112322056

Bundeskanzlere Scholz äußerte sich in Washington:

https://twitter.com/RegSprecher/status/1490817533695479808

Dazu: „Russischer Botschafter in Schweden“
> „Wir scheißen auf Ihre ganzen Sanktionen“
DIE WELT 13.2.2022

https://twitter.com/MichaelaWiegel/status/1492513575398739969

https://twitter.com/MichaelaWiegel/status/1492567471366324236

https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1491069808527515648

https://twitter.com/FAZ_Top/status/1492955324525031427

https://twitter.com/MichaelaWiegel/status/1492567471366324236

Dazu: > Entretien téléphonique avec le Chancelier de la République fédérale d’Allemagne Olaf Scholz. – Site du Palais de l’Élysée

https://twitter.com/MichaelaWiegel/status/1492539808081747975

Der Waffenstillstand in der Ukraine – MINSK II

Wir hoffen alle auf einen Erfolg der gemeinsamen deutsch-französischen Initiative zugunsten eines Friedens in der Ukraine:

> Déclaration conjointe à Minsk avec la chancelière Angela Merkel – site du Palais de l’Élysée

> Package of Measures for the Implementation of the Minsk Agreements – site du Palais de l’Élysée

Die Präsidentschaftswahl 2027 in Frankreich

french german 

Festival Rétif de la Bretonne à Sacy du 23 au 26 juillet 2026


Deutsch-französische Rüstungsprojekte

> Festival Rétif de la Bretonne à Sacy du 23 au 26 juillet 2026


Niklas Záboji, Berlin und Paris sprechen über weitreichende Raketen, FAZ, 14. Juli 2026

Berthold Kohler, > Um Putin von einem Angriff abzuschrecken, FAZ, 9. Juli 2026

Franziska Schwarz, > Koalition der Willigen: Macron kündigt Militärmanöver an, Merkur, 14.07.2026

Auf unserem Blog:

> Die strategische Autonomie Frankreichs und Europas: Die Rede von Emmanuel Macron vor dem Hôtel de Brienne – 14. Juli 2026

> Die europäische Verteidigung und die NATO. Besorgnisse vor deutscher Aufrüstung? – 12. Juli 2026

> Bilaterale Kooperation Deutschland-Frankreich – Website des deutschen Verteidigungsministeriums

> Die europäische Verteidigung und die NATO. Die Erklärung von Emmanuel Macron auf dem Nato-Gipfel in Ankara – 11. Juli 2026

> Das Verteidigungsunternehmen KNDS ist künftig ein deutsch-französisches Unternehmen
22. Juni 2026

Trotz des Scheiterns des gemeinsamen Kampfflugzeugprojekts FCAS (Future Combat Air System) wollen Deutschland und Frankreich offenkundig ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der gemeinsamen Rüstung verstärken und ganz im Sinne des französischen Präsidenten die europäische Souveränität in Verteidigungsfragen weiter stärken und die Abhängigkeit von den USA reduzieren. Beim deutsch-französischen Ministerrat am 16. und 17. Juli 2026 in Brühl bei Bonn wird am 2. Tag eine Sitzung des Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrats unter Leitung von Bundeskanzler Merz und Staatspräsident Macron auf dem Fliegerhorst Nörvenich stattfinden. Es geht um mehrere gemeinsame Rüstungsprojekte.


Paul Maurice, France-Allemagne : dépasser les différends pour renforcer la souveraineté européenne IFRI, 15. Juli 2026

Paul Maurice, > En Europe, la crainte du retour de l’Allemagne comme puissance militaireInterventions médiatiques, IFRI, 08/07/2026


Auf der Tagesordnung steht zuerst die Entwicklung von Frühwarnsystemen und weitreichenden Präzisionswaffen gegen militärische Ziele. Deutschland hat solche Fähigkeiten bisher nicht entwickelt, aber Frankreich verfügt über umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet. Deutschland will zwar amerikanische Tomahawk kaufen, aber Bundeskanzler Friedrich Merz hat in seiner jüngsten Regierungserklärung auf gemeinsame europäische Projekte verwiesen, mit denen Marschflugkörper entwickelt werden sollen.

Der europäische Rüstungskonzern MBDA bietet mit dem Marschflugkörper MdCN bereits eine europäische Alternative zum amerikanischen Tomahawk-System an. Außerdem wird bei MBDA die bodengestützten Land Cruise Missile (LCM) entwickelt, der Ziele in mehr als 1000 Kilometern Entfernung erreichen soll, die von amerikanischen Genehmigungen nicht abhängig ist. MBDA verhandelt bereits mit Deutschland und Frankreich über die Entwicklung ballistischer Raketen mit Reichweiten zwischen 1000 und 2500 Kilometern.

Die europäische Verteidigung und die NATO. Besorgnisse vor deutscher Aufrüstung?

| 14 juillet 2016: Terror in Nizza | 14 juillet 2016: Terror in Nizza (II) Causes et conséquences |

> Festival Rétif de la Bretonne à Sacy du 23 au 26 juillet 2026


Wir dokumentieren hier auf unserem Blog nacheinander verschiedene Standpunkte, die die aktuelle Diskussion um die Verteidigung in Europa und besonders auch im Rahmen der deutsch-französischen Beziehungen bestimmen:

Drei Journalisten, Elsa Conesa (Berlin, Korrespondentin), Jakub Iwaniuk (Warschau, Korrespondent) et Philippe Jacqué (Bruxelles, EUropa-Büro) haben am 9. Juli 2026 in LE MONDE unter der Überschrift En Europe, la crainte du retour de l’Allemagne comme puissance militaire auf mögliche Bedenken angesichts der deutschen Rüstungspläne hingewiesen.

Im Allgemeinen begrüße man in der NATO und der in EU, dass Deutschland jetzt mehr in die seine Verteidigung investiere uns das Budget für die Verteidigung auf 152 Milliarden für 2029 erhöht habe, aber in Frankreich, Italien wie auch in Polen gebe es Stimmen, die sich darüber irritiert zeigen. Wenn es auch in Teilen Europas wie in Schweden, Finnland oder den Niederlanden wie in Zentraleuropa eine gewisse Erleichterung über die neuen deutschen Rüstungsanstrengungen gebe, seien in Italien und Frankreich doch auch Besorgnisse zu erkennen, zumal man sich frage, was passiere, wenn eines Tages die AfD in Deutschland an die Macht käme.

Die AfD, die eine Unterstützung der Ukraine ablehnt und wie M. Frohnmeier zuerst an Deutschland denken will. Es ist dieser Nationalismus, der die Sorgen vor einer Politik, die die AfD verantworten will, rechtfertigt.

Emmanuel Macron hat völlig Recht, vor dem aufkeimenden Nationalismus mit Nachdruck zu warnen:

https://x.com/EmmanuelMacron/status/2076655382790082667

Zur Erinnerung: François Mitterrand en 1995 : «Le nationalisme, c’est la guerre !» – INA

In Polen unterstreicht Marek Swierczynski, ein Spezialist für Verteidigungsfragen am Forschungszentrum Polityka Insight, es sei beruhigend, dass Deutschland mit der Erhöhung des Anteils seiner Verteidigungsausgaben am BIP dem polnischen Beispiel folge. Aber im gleichen Atemzug äußert er seine Bedenken angesichts des Aufstiegs der extremen Rechten in Deutschland.

In diesem Artikel wird Paul Mauice (IFRI) zitiert, der auf den Status quo zwischen Frankreich und Deutschland seit Ende des Kalten Krieges hinweist und der jetzt ins Wanken gerate, weil man in Frankreich das Gefühl entwickle, Deutschland gebe immer mehr aus und vergrößere so den Abstand zu Frankreich. In Paris gebe es auch ein Gefühl des „Abstiegs“ und des „Rückstands“, wovor der Generalstabschef der Streitkräfte, Fabien Mandon, am 13. Mai vor dem Senat warnte, und andeutete, dass Frankreich in fünf Jahren abgehängt sei, wenn Deutschland jedes Jahr dreimal so viel wie Frankreich ausgeben werde.

Das Ende des gemeinsamen Jagdflugzeugs SACF trägt zu der Befürchtung bei, Deutschland wolle einen eigenen Weg gehen. Ebenso scheint die Entwicklung des gemeinsamen Kampfpanzers nicht gesichert zu sein während auch der Bau eines gemeinsamen Hubschraubers aufgegeben wurde.

Die Autiren dieses Artikels zitieren einen französischer Militärangehöriger, der die Reaktion Deutschlands einen « Notfallreflex » nennt angesichts der Furcht vor einem möglichen russischen Angriff ab 2029. Er wünscht, dass man den Deutschen vermittelt, dass man die Verteidigung für den Kontinent neu organisieren müsse, weil sich die Welt in Blöcke neu geordnet habe. Sein Vorwurf: die Deutschen hätten keinen Appetit auf operative Aufgaben.

Paul Maurice erinnert an den „Raketenabwehrschild“, das den Einsatz amerikanischer und israelischer Technologien vorsieht, was der Haltung Frankreich widerspreche, das eine europäische Autonomie im militärischen Bereich vertrete. Und dennoch gebe es Gespräche zwischen Frankreich und Deutschland, um über eine Aufteilung der nuklearen Abschreckung nachzudenken, besonders falls die USA sich aus Europa zurückziehen sollten.

> Das Verteidigungsunternehmen KNDS ist künftig ein deutsch-französisches Unternehmen – auf unserem Blog, 22. Juni 2026

> Frankreich und seine Nuklear-Strategie – auf unserem Blog, 2. März 2026

Von Hans-Christian Rößler, Oliver Georgi, Matthias Rüb, Johannes Leithäuser, Michaela Wiegel, Stefan Locke, > Wer hat Angst vor Deutschland?, FAZ, 01.06.2026.

Deutschland hat aufgrund seiner Geschichte lange Misstrauen in Europa ausgelöst, aber seit dem Beginn des Ukrainekriegs wird seine militärische Aufrüstung überwiegend als notwendiger Beitrag zur europäischen Sicherheit gesehen. Italien versteht die engere Zusammenarbeit mit Deutschland als Chance für die gemeinsame Verteidigung und die Rüstungsindustrie. Großbritannien setzt auf eine enge militärische Kooperation mit Deutschland. Frankreich ist im Prinzip mit der Stärkung der Rolle Deutschlands einverstanden, hat Bedenken hinsichtlich der Schwächung des eigenen politischen und militärischen Einflusses in Europa. Polen bewerte die Entwicklung positiv bewertet, mache sich aber Sorgen vor Alleingängen Berlins. Spanien fürchtet sich nicht vor einem stärkeren Deutschland, lehne aber jedoch höhere Verteidigungsausgaben und militärische Aufrüstung eher ab. Es sind weniger historische Ängste als vielmehr offene Fragen der Abstimmung, Zusammenarbeit und europäischen Einbindung Deutschlands die in den europäischen Hauptstädten für Diskussionen und Vorbehalte sorgen.

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