Ministerpräsident Armin Laschet und sein Engagement als Kulturbevollmächtigter für die französische Sprache

Am 31. Mai 2021 hat sich der Kulturbevollmächtigte Armin Laschet über 1000 Schulen in einem Brief an die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten mit Französisch-Schwerpunkt gewandt, um sie zu ermutigen, auch künftig ihre Französischkenntnisse zu erweitern. Er dankte Ihnen für ihr Engagement für die deutsch-französischen Beziehungen und nannte Ihnen wesentliche Ansprechpartner für ihre Zukunft wie das DFJW oder den Deutsch-Französischen Bürgerfonds : Armin Laschet schrieb u. a. : „Vor allem aber haben Sie eine Brücke zu unseren französischen Nachbarn gebaut und einem wunderschönen Land, einer reichen Kultur und einer starken Wirtschaftsnation. Dass Deutschland und Frankreich von Gegnern zu Freunden geworden sind, ist eine der wichtigsten politischen Entwicklungen der letzten 75 Jahre. Sie ist jungen Menschen wie Ihnen zu verdanken, die mit ihrer Offenheit und Neugier Grenzen überwanden und dadurch, dass sie die Sprache unserer Nachbarn lernten, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen geschaffen haben.“ Er folgte damit dem Aufruf, den schon Charles de Gaulle 1962 bei seiner Ansprache an die deutsche Jugend in Ludwigsburg formuliert hatte „alle Kreise bei Ihnen und bei uns dazu zu bewegen, einander immer näher zu kommen, sich besser kennenzulernen und engere Bande zu schließen.“ ( > Staatsakt in Ludwigsburg anlässlich des 50. Jahrestages der Rede General de Gaulles an die deutsche Jugend – 22. September 2012). Armin Laschet unterstrich: „Diese Aufforderung ist heute ebenso gültig wie damals: Die deutsch-französische Freundschaft braucht Sie auch in Zukunft. Welchen Weg Sie nun auch einschlagen werden: Ich hoffe sehr, dass Sie weiterhin Gelegenheit haben, die Sprache unserer Nachbarinnen und Nachbarn zu pflegen und den Kontakt mit unseren Freundinnen und Freunden jenseits des Rheins zu leben.“

Unsere Redaktion hat seit 2006 nahezu 4000 Artikel auf diesem Blog veröffentlicht, der Schülerinnen und Schüler mit vielen Aspekten der Politik, Geschichte und Literatur, der Kultur Frankreichs im weitesten Sinne vertraut machen soll, die im Unterricht naturgemäß oft zu kurz kommen. Im Grunde genommen präsentiert nahezu jeder Artikel, zu welchem Zweck oder gar für einen Beruf, Französischkenntnisse einen nicht zu überschätzenden Vorteil bieten. Wie oft fragen sich Schüler/innen, wozu soll ich Französisch lernen? Auf diese Frage will unsere Redaktion mit unserem Blog ausführlich Antworten geben: 222 Argumente für Französisch.

Im politischen Bereich ist es der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, der sich als Bevollmächtigter in ganz besonderer Weise für die Förderung der französischen Sprache einsetzt:

Die föderalistische Struktur der Bundesrepublik Deutschland bringt es mit sich, dass der französische Erziehungsminister bei Fragen, bei denen es um den Sprachunterricht in den Schulen geht, 16 deutsche Ansprechpartner in den Ländern vor sich hat. Und weil im > Elyséevertag von 1963 gemeinsame Anstrengungen zugunsten des Unterrichts der Partnersprache vereinbart wurden, brauchten wir auf deutscher Seite einen Ansprechpartner für den französischen Erziehungsminister, der ihm gegen über die Interessen der 16 Kultusminister der deutschen Länder vertritt. Auf diese Weise entstand nach dem Elysée-Vertrag das Amt des „Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrags über die deutsch-französische Zusammenarbeit“. Für dieses Amt muss ein/e Ministerpräsident/in sein Interesse bekunden, das hat also Ministerpräsident Laschet ausdrücklich gemacht und damit an sein Engagement für die deutsch-französischen Beziehungen erinnert. Er wurde dann von der Ministerpräsidentenkonferenz gewählt und auf dieser Basis von der Bundesregierung zum Kulturbevollmächigten ernannt. Im Rahmen dieser Aufgabe ist der/die Bevollmächtige Mitglied des Kabinetts der Bundesregierung in Berlin. Mittlerweile wurde das gegenseitige Versprechen, den Sprachunterricht auszubauen mit dem > Aachener Vertrag von 2019 erneut bekräftigt.


Auf unserem Blog:

> Nachgefragt: Ministerpräsident Armin Laschet antwortet auf unsere Fragen – 8. Juli 2019


Ministerpräsident Armin Laschet hat in seiner Eigenschaft als Kulturbevollmächtigter am 13. September 2021 eine Sprachlernkonferenz in Berlin initiiert, bei der der deutsche Anteil einer Sprachstrategie zugunsten der französischen Sprache entwickelt werden sollte: Wir berichteten über die Planung dieser Konferenz: > Montag, 13. September 2021: Sprachlernkonferenz “Gut, besser, Französisch: (Neue) Wege zur Förderung der Partnersprache”.

Am 13. September 2021 in der Landesvertretung in Berlin fand die Konferenz zur Förderung der französischen Sprache unter dem Titel „Gut, besser Französisch: (Neue) Wege zur Förderung der Partnersprache“ satt. Wegen der Pandemie musste diese Konferenz auf den jetzigen Zeitpunkt verschoben werden. Es kamen Entscheidungsträger und Praktiker des deutsch-französischen Austauschs (Bildungsministerien, Bildungsverwaltung, Schulen) zusammen und diskutierten, wie neue Impulse für das Erlernen der französischen Sprache gesetzt werden können. Die erste Diskussionsrunde dieser Konferenz wurde live übertragen:

In seinem Grußwort zur Spachlernkonferenz sagte Ministerpräsident Armin Laschet u.a.: „Die Sprache unseres Nachbarn zu sprechen, ist aus meiner Sicht ganz grundlegend für eine tragfähige Beziehung zwischen unseren Ländern.“ Er ist sich aber auch bewusst, Kinder, Jugendliche und ihre Eltern immer wieder vom Nutzen der französischen Sprache zu überzeugen und die Neugier auf die sich dadurch öffnenden Horizonte weit über Frankreich hinaus zu fördern ist: „Die Beherrschung von Fremdsprachen jenseits des Englischen – als Schulung für den Geist, für mehr Offenheit und Selbstvertrauen. Französisch kann dabei Türöffner für weitere berufliche und persönliche Chancen sein. Vor allem aber schafft es den Eintritt in einen kulturellen und geistigen Raum.“

Die Grundlage für diese Sprachlernkonferenz ist der Artikel 10 des Vertrags von Aachen (VvA), mit dem Frankreich und Deutschland sich verpflichten, die „Entwicklung von mit ihrer verfassungsmäßigen Ordnung in Einklang stehenden Strategien zur Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und Studierenden, die die Partnersprache erlernen“ voranzutreiben. Auf Initiative des Kulturbevollmächtigten, Ministerpräsident Armin Laschet, und seines französischen Amtskollegen, Bildungsminister Jean-Michael Blanquer, hatte die Konferenz der Kultusministerinnen und –minister der Länder und der französischen Recteurs und Rectrices d’académie am 25. Januar 2021 die deutsch-französische Expertenkommission für das Allgemeinbildende Schulwesen mit der Ausarbeitung einer solchen Strategie beauftragt.

Die Expertenkommission, die aus Vertretern der Länder und weitere Experten aus den Bereichen der Sprachbildung und des deutsch-französischen Austauschs besteht hatte sich am 11. Mai 2021
auf ein grundlegendes Vorgehen geeinigt, damit diese Aufgabe bis Herbst 2022 erfüllt werden kann.

Für die „Förderung der Partnersprache“ gemäß des Art. 10 des Aachener Vertrags wurden folgende Prinzipien formuliert: Die Strategie zur Förderung der Partnersprache soll über die schulische Förderung des Französischen hinausgehen und Fragen der Förderung von deutsch-französischer Mobilität berücksichtigen. Aus dem Art. 10 ergibt sich, dass in beiden Ländern die Anregungen zugunsten des Sprachunterrichts erhöht werden. Aber zu einem gegebenen späteren Zeitpunkt sollen die nationalen Ansätze zu einer gemeinsamen Gesamtstrategie vereint werden. Das könnte so klingen, als wolle man erst einmal abwarten, jedoch spricht der Aachener Vertrag eine klare Sprache: Es geht tatsächlich ganz ausdrücklich um die Förderung der Partnersprache als politisches Ziel: das Ziel einer Gesamtstrategie hat als prioritäres Projekt zur Umsetzung des Vertrags von Aachen Eingang in die Erklärung des Deutsch-Französischen Ministerrats vom 31. Mai 2021 gefunden: > Deutsch-Französische Erklärung von Berlin: „36. Wir unterstreichen die entscheidende Bedeutung der Zusammenarbeit im Bildungsbereich für die deutsch-französische Freundschaft. Vor diesem Hintergrund bekräftigen wir unsere Absicht, Strategien und konkrete Maßnahmen zur Förderung des Erwerbs der Partnersprache in beiden Ländern zu entwickeln und bestehende Programme der Sprachförderung sichtbarer und leichter zugänglich zu machen. In diesem Zusammenhang begrüßen wir die neu gegründeten Deutsch-Französischen Gymnasien in Hamburg und Straßburg. Wir treten darüber hinaus für eine Steigerung der grenzüberschreitenden Mobilität künftiger Lehrkräfte ein.“

Auf deutscher Seite wird die Strategie vorformuliert. Die Festlegung der Untergruppen, die jeweils auch Vertreter der Länder umfassen, wurde thematische Untergruppen im Rahmen der Sitzung der Expertenkommission vom 11. Mai 2021 vorgestellt und gebilligt: Dazu gehören u. a. Austausch & Mobilität, „Austauschprogramme“ mit den Themen „Austausch und Digitalisierung“, Lehrerausbildung mit den Themenbereichen „Lehrermobilität“, „Studiengänge und Studieninhalte“ sowie „Praktika und Referendariat“ und „Lehrerfortbildung“, Curriculum & Abschlüsse mit AbiBac und weitere Abschlüssen im deutsch-französischen Kontext wie auch die Zertifizierungen wie z.B. DELF/DALF, Unterrichtsqualität & Didaktik, Berufliche Bildung, die besondere Förderung der Zweisprachigkeit in der deutsch-französischen Grenzregion und „Frühkindliche Bildung / Primarstufe“ vorgesehen.

Am Tag nach der Konferenz, am 14. September 2021, trafen sich in der Landesvertretung thematisch aufgeteilte Arbeitsgruppen, die für verschiedene Aspekte der Förderung des Französischen Elemente einer Sprachstrategie beraten sollen. Anfang 2022 werden die deutschen Arbeitsergebnisse mit den französischen zusammengeführt, damit im Herbst 2022 die finale Strategie verabschiedet werden kann.

Aus Anlass des Deutsch-Französischen Tages 2021 : Henri Ménudier antwortet auf unsere Fragen

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> 22. Januar 2021: Deutsch-französischer Tag


Die französische  Version dieses Gesprächs finden Sie her nach dem Klick auf die Trikolore.

Daniel Cohn-Bendit und Claus Leggewie: „Für eine deutsch-französische Föderation“

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Deutsch-Französischer Bürgerfonds

Es ist nicht leicht, einen Überblick über die deutsch-französischen Kooperationen zu bekommen und zu behalten. Keineswegs weil sie schwer zu finden sind, sondern weil sie so zahlreich und von einigem Gewicht sind. Gerade hat unsere Redaktion einen sehr langen Artikel verfasst um alle deutsch-französischen Initiativen im Kampf gegen die Pandemie aufzulisten, > Le #coronavirus et la coopération franco-allemande I – 15. April 2020 – dann kommt nun auch die Nachricht über den Start des Deutsch-Französischen Bürgerfonds. Es gibt kaum ein Beispiel für zwei Staaten, die auf eine vergleichbar intensive Art zusammenarbeiten. Diese Intensität der Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland ist auch eine permanente Botschaft für andere Staaten, diesem Beispiel zusammen mit ihren  Nachbarn zu folgen, zumal wenn Krieg und Zwietracht herrschen.

Der Deutsch-Französische Bürgerfonds setzt ein Zeichen für europäischen Zusammenhalt – sowohl in der Corona-Krise, als auch darüber hinaus. Mit einem Gesamtbudget von 2,4 Millionen Euro unterstützen ab sofort beide Regierungen Projekte, die den zivilgesellschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich vertiefen – ganz im Sinne des > Vertrages von Aachen.

Jetzt erst recht! Deutschland und Frankreich zeigen, dass sie zusammenstehen.

Austausch, Begegnung, Gemeinschaft, Solidarität und Engagement erfinden sich neu, um in der aktuellen Krise bestehen und einen Beitrag leisten zu können. Insbesondere jetzt gilt es, eine lebendige Zivilgesellschaft, eine aktive Demokratie und europäischen Zusammenhalt zu stärken. Der Deutsch-Französische Bürgerfonds macht dies möglich: Er ist eine Initiative des Vertrags von Aachen und wird finanziert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Jugend und Frauen (BMFSFJ), vom französischen Bildungs- und Jugendministerium sowie vom französischen Europa- und Außenministerium. Die Umsetzung übernimmt das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW).

https://twitter.com/RegSprecher/status/1184524346548772864

„Wir haben uns gemeinsam dafür entschieden, dieses Leuchtturmprojekt des Vertrages von Aachen während der Krise zu starten und damit ein starkes Signal in die deutsche und französische Zivilgesellschaft zu senden. Der Deutsch-Französische Bürgerfonds ist Wertschätzung und Ermutigung für alle, die sich bürgerschaftlich engagieren und damit unsere Gesellschaften und Europa zusammenhalten“, so Juliane Seifert, Staatssekretärin im BMFSFJ, und Gabriel Attal, französischer Staatsekretär im Bildungs- und Jugendministerium.

„Nicht nur die gegenwärtige Coronakrise zeigt, dass europäische Solidarität unverzichtbar ist. Wo die Bürgerinnen und Bürger unserer beiden Länder gemeinsam handeln und sich einander verbunden fühlen, enden nationalistische Irrwege. Mit der Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds kann jede und jeder etwas zum Projekt Europa beitragen. Wir danken dem Deutsch-Französischen Jugendwerk für die Aufbauarbeit in kurzer Zeit“, so Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, und Amélie de Montchalin, Staatssekretärin für europäische Angelegenheiten beim französischen Minister für Europa.

„Der Bürgerfonds schlägt ein neues Kapitel in der Geschichte der Beziehungen unserer beiden Länder auf: Was mit dem Elysee-Vertrag und der Gründung des DFJW begann, wird mit dem Vertrag von Aachen und dem Deutsch-Französischen Bürgerfonds fortgesetzt. Deutsche und Franzosen brauchen einander mehr denn je“, so Tobias Bütow und Anne Tallineau, DFJW-Generalsekretäre.

https://twitter.com/ofaj_dfjw/status/1228337636772909057

Was wird gefördert? Der Deutsch-Französische Bürgerfonds fördert alle, die sich aktiv für eine starke europäische Zivilgesellschaft einsetzen; deutsch-französische Projekte, die uns einander näherbringen; Begegnungen über Generationen und über Grenzen hinweg.

Um den besonderen Umständen Rechnung zu tragen, liegt der Fokus zunächst auf Online-Begegnungen: Bei Online-Dinnern etwa können Interessierte bereits jetzt künftige Projekte planen. Auch Projekte zwischen Kulturschaffenden, Sportvereinen oder Städtepartnerschaftsvereinen können online neue Wege gehen und gefördert werden.

Wenn die Ausgangssperren aufgehoben werden und die Normalität zurückkehrt, soll der Bürgerfonds Menschen auch wieder physisch zusammenbringen: Vom Gruppenaustausch mit der Partnerstadt oder einem gemeinsamen Konzert, über deutsch-französische Konferenzen und digitale Projekte bis hin zum grenzüberschreitenden Sportevent oder einer Jubiläumsveranstaltung: Geförderte Projekte sollen den Austausch zwischen Bürger*innen aus Deutschland und Frankreich wirksam und innovativ anregen, erneuern oder vertiefen. Sie stärken die Demokratie in Deutschland und Frankreich und fördern europäische Verständigung und Vielfalt. Schwerpunkte liegen auf Themen wie Umweltschutz, intergenerationellem Dialog, Gesundheit, Kultur, Menschenrechten, Sport oder der Digitalisierung.

Wer kann mitmachen? Der Bürgerfonds richtet sich an Vereine und Bürgerinitiativen, Städtepartnerschaften und Stiftungen oder Akteure aus Sozialwirtschaft, Bildung und Wissenschaft im Dienste eines lebendigen Europas. Der Bürgerfonds soll helfen, die deutsch-französische Freundschaft in der Breite der Bevölkerung erfahrbar zu machen.

Wie kann man mitmachen? Daher ist die Förderung besonders niedrigschwellig: Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich, eine Online-Suchbörse für Partnerorganisationen wird Kontakte vermitteln und der Förderantrag wird einfach online gestellt.

Hintergrund: Der Bürgerfonds geht auf den 2019 geschlossenen Vertrag von Aachen zurück, mit dem Deutschland und Frankreich ihre Zusammenarbeit 56 Jahre nach dem Elysée-Vertrag (1963) bekräftigten. Eine der Vereinbarungen: gemeinsame zivilgesellschaftliche Initiativen und Städtepartnerschaften stärken. Der Bürgerfonds bietet dafür finanzielle und strukturelle Unterstützung. Damit wird ein lang gehegter Wunsch engagierter deutsch-französischer Träger und Vereinen Wirklichkeit.

Die Umsetzung liegt beim Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW), das seit Jahrzehnten den Austausch zwischen jungen Menschen in Deutschland und Frankreich fördert und in beiden Ländern mit tausenden Akteuren der Zivilgesellschaft vernetzt ist. Das DFJW etabliert den Bürgerfonds während einer Pilotphase von drei Jahren.

Das Budget des Bürgerfonds wird zu gleichen Teilen von Deutschland und Frankreich zur Verfügung gestellt: Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gibt 1,2 Millionen Euro. Das französische Bildungs- und Jugendministerium (DJEPVA) und das französische Europa- und Außenministerium (MEAE) geben jeweils 600.000 Euro.

> Deutsch-französischer Bürgerfonds

Wichtige Themen auf unserem Blog

> Tools zum Französisch-Online-Lernen – 8. Dezember 2020


Falls Sie Interesse an einem Workshop rund um den Frankreich-Blog und das digitale Lernen haben – zusammen mit Ihren Kollegen/innen oder mit Ihrer Seminargruppe oder Ihrem Französischkurs – schreiben Sie bitte unserer Redaktion eine E-Mail: > redaktion@france-blog.info.


Immer aktuell:

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

> Online #Französischlernen I ff.: Die Übersicht

Méthode: > Beiträge mit Aufgaben für Schüler/innen

PONS vous soutient:

> Marcel Proust – 1871-1922 – 12. März 2021

> Soirée littéraire III: dimanche, 7 mars 2021, 19 h – « Temps interférentiel dans la photographie » – Nos invités : Michel Sicard et Mojgan Moslehi – 24. Februar 2021

> Appel de l’Observatoire du décolonialisme et des idéologies identitaires signé par 76 universitaires – 20. Februar 2021

> André Gide – 22. November 1869 – 19. Februar 1951 – 19. Februar 2021

> Französisch-Online-Lernen in Zeiten der Pandemie – 14. Februar 2021

> > Soirée littéraire II: Rétif de la Bretonne – dimanche, 14 février 2021 – 19 h

Aktuell:

> Wir gratulieren: Alfred Grosser wird heute 96 Jahre alt – 1. Februar 2021

> Nachgefragt: 25 Jahre Arbeit mit frankophoner Musik beim SR / Ein Gespräch mit Monsieur Chanson Gerd Heger – 30. Januar 2021

> Holocaust-Gedenktag – 27. Januar 2021

> Der Bericht von Benjamin Stora: Les Questions mémorielles portant sur la colonisation et la guerre d’Algérie  –  25. Januar 2021

> Nachgefragt : Bertrand Pulman, Hyperformance. Écoutez ce que les champions vous disent –  27. Januar 2021

> 2021: Das Deutschlandbild der Franzosen – ermittelt von IFOP

> Aus Anlass des Deutsch-Französischen Tages 2021 : Henri Ménudier antwortet auf unsere Fragen

> Première:  Soirée littéraire (I) de France-Blog.info via Zoom : Dimanche, 24 janvier 2021, 19 h : Nachgefragt: Professeur Lahkim Azelarabe Bennani parle sur Albert Camus, La Peste

> Online #Französischlernen I ff.: Die Übersicht

>  Patrice Gueniffey eröffnet mit uns das Napoleon-Jahr: Napoleon Bonaparte 1769-1821

> France Culture: Les Animaux ont aussi leur histoire

> 4ème édition du One Planet Summit dédiée aux enjeux de protection de la biodiversité.

> Online Französisch unterrichten und lernen

Macron, Trump und die NATO – 4. Dezember 2019

> Bundeskanzlerin Merkel, Staatspräsident Macron und die NATO – 25. November 2019

> Emmanuel Macron: Die Nato und Europa – 10. November 2019
Nur eine kleine Auswahl der letzten Beiträge:

> Michel Zecler, quatre policiers et le président de la République – et les manifestions du samedi 28 novembre en France -28. November 2020

>(Dé)Confinement2 en France und verschärfter Teil-Lockdown in Deutschland – 26. November 2020

> Die Maßnahmen gegen das Corona-Virus in Frankreich und Deutschland – 26. November 2020

> La lettre de l’Ambassadrice de France en Allemagne @amdescotes à tous les enseignants de français d’Allemagne – 26. November 2020

> Emmanuel Macron : Adresse aux Français, 24 novembre 2020 – 25. November 2020

> Start des ersten Experiments eines europäischen Zivildienstes in Metz – 25. November 2020

> Institut français d’Erlangen : KAP’S – Capsules pédagogiques für den Französischunterricht – 25. November 2020

> Artikel 24 des Gesetzes « sécurité globale » wurde am 20.11.2020 von der Nationalversammlung – in erster Lesung – verabschiedet. –  23. November 2020

> Voltaire-Programm 20 Jahre Festakt live – 20. November 2020

> L’entretien que le président de la République a accordé au Grand Continent – 19. November 2020

> Nachgefragt: Emmanuel Suard (ARTE) antwortet auf unsere Fragen – 17. November 2020

> Es geht um Europa: Staatspräsident Emmanuel Macron und Verteidigungsministerin A. Kramp-Karrenbauer – 17. November 2020

> Supporter le reconfinement – den Lockdown überstehen – 14. November 2020

> Nachgefragt: Die Deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung. Die Abgeordneten Christophe Arend und Andreas Jung MdB antworten auf unsere Fragen – 12. November 2020

> Nachgefragt: Hugo Leclerc, Direktor der DenkFabrik antwortet auf unsere Fragen – 12. November 2020

> 11 novembre – Maurice Genevoix (1890-1980) et “Ceux de 14” entrent au Panthéon – 11. November 2020

#Covid19 – les différences entre la France et l’Allemagne et le commentaire de Leo Klimm (Süddeutsche Zeitung) – 10. November 2020

> Charles de Gaulle 1890-1970 – 9. November 2020

> NON au harcèlement – 5. November 2020

> Ausschreibung: Konrad-Adenauer-Europapreis für Facharbeiten in franzoesischer Sprache – 5. November 2020

> Vorgestellt: DenkFabrik. Le programme franco-allemand de Génération d’Avenir – 5. November 2020

> Interview du Président Emmanuel Macron à Al Jazeera – 2. November 2020

> Le Premier ministre Jean Castex s’adresse aux jeunes en France – 1. November 2020

> Ein Projekt des DFJW: Planen Sie Ihr nächstes deutsch-französisches Projekt (virtuell oder hybrid) und machen Sie mit bei den IN-Projekten 2021! – 31. Oktober 2020

> Französische Wochen 2020-2021 im Großraum Stuttgart – 30. Oktober 2020

> #CoronaVirus. Soyons plus attentifs – 26. Oktober 2020

> Terror in Frankreich. Das Attentat in Notre-Dame de l’Assomption in Nizza am 29. Oktober – 29. Oktober 2020

> Hommage national à #SamuelPaty dans la Cour d’honneur de la Sorbonne, mercredi, 21 octobre 2020

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> Mein Kollege hat mir beim Essen eben gesagt, der Frankreichblog sei für Schüler/innen zu schwer. – 24. September 2020

> Lesbos oder die verlorene Seele Europas – 23. September 2020

> Warum geben so viele Schüler/innen Französisch vor der Sek. II auf? – 4. Dezember 2019

> Au revoir les vacances 2020 – 14. September 2020

> Lesbos oder die verlorene Seele Europas – 10. September 2020

> Clément Beaune, L’Europe, par-delà le COVID-19 – 9. September 2020

> Schule ist in Frankreich Chefsache –  9. September 2020

Emmanuel Macron et ses propositions pour l’Europe:

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020) – 8. Juli 2020

> Emmanuel Macron: “Jour historique pour l’Europe !” – 21. Juli 2020

> Studieren in Europa. Macron und sein Vorschlag, “Europäische Universitäten” aufzubauen – 16. Juli 2020

> Deutsche Ratspräsidentschaft: Die Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor dem Europaparlament – 9. Juli 2020

> L’Europe nous protège: Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe + le bilan (21 juillet 2020) – 8. Juli 2020

> Combattre le racisme sous toutes ses formes: Travailler avec le “Rapport 2019 sur la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la xénophobie” en cours de langue – 6. Juli 2020

> Europa. Gedanken zur Berliner Ratspräsidentschaft – 2. Juli 2020

> La rencontre de la Chancelière Angela Merkel avec le Président de la République Emmanuel Macron à Meseberg – 30. Juni 2020

> Jean-Noël Jeanneney, Virus ennemi. Discours de crise, histoire de guerres. Collection Tracts, Série Grand format, Gallimard 2020. – 18. Juni 2020

> Emmanuel Macron: Adresse aux Français, 14 juin 2020 – 15. Juni 2020

> Deutsche und französische Abgeordnete ziehen kritisches Fazit der Grenzkontrollen – 15. Juni 2020

> Recherches en Esthétique N° 25 : Montage et assemblage – 13. Juni 2020

> Prof. Andreas Marchetti: Nachgefragt. Die “Nähe der Gebietskörperschaften” = wie der Aachener Vertrag die grenzüberschreitende französisch-deutsche Kooperation erleichtert – 13. Juni 2020

> #coronavirus – Der Brief von Emmanuel Macron: “La concorde nationale” – 5. Juni 2020

> #Confinement #ondoitrelire – 3. Juni 2020

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Sigmaringen: ein deutsch-französischer Erinnerungsort

Am Ende des 18. Jahrhundert entwickelten sich besondere Beziehungen zwischen Sigmaringen und dem Nachbarland Frankreich.

Von September 1944 bis April 1945 beherbergte Sigmaringen die Kollaborationsregierung von Vichy. Dmalas hatte Sigmaringen rund 5000 Einwohner und musste im letzten Kriegshalbjahr rund 1600 Bewohner zusätzlich aufnehmen. Das Projekt „Erinnerungsort Sigmaringen“ – im Sinne eines „lieu de mémoire“, wie ihn Pierre Nora charakterisiert hat – soll das Verständnis der deutsch-französischen Beziehungen im 20. Jahrhundert fördern: > www.erinnerungsort-sigmaringen.deFür dieses Projekt sind Dr. Otto Becker (Historiker und als Archivar des Staatsarchivs), Prof. Dr. Clemens Klünemann (Romanist und Kulturwissenschaftler) und Gabriele Loges (Germanistin, Schriftstellerin und Journalistin). Mit dem Hohenzollerischen Geschichtsverein e.V. Die von ihnen erstellt Website entält einen „Parcours“ als offline-Stasdtführung durch Sigmaringen und eine Bibliograpie zur deutsch-französischen Geschichte von Sigmraingen

Bibliographie

Clemens Klünemann
> Sigmaringen. Eine andere deutsch-französische Geschichte
Reihe: punctum Bd. 015
Berlin 2019.
Auszug aus dem Klappentext: „»Sigmaringen? … und doch, was für ein pittoresker Aufenthalt! … als wäre man in einer Operette … ein höchst gelungenes Bühnenbild … Sie hätten dort Soprane und leichte Tenöre erwartet … und fürs Echo war der ganze Wald da!« So beschreibt Louis-Ferdinand Céline jenen Ort, an den die Vichy-Regierung rund um Marschall Pétain im Winter 1944/45 gebracht wurde. Für Clemens Klünemann ist Sigmaringen das Symbol einer deutsch-französischen Zusammenarbeit, die unter ganz anderen, nationalistischen, Vorzeichen stattfand, als jene, die 1963 durch den Elysée-Vertrag begründet wurde…“

> Loges, Gabriele,
> Paris, Sigmaringen oder Die Freiheit der Amalie Zephyrine von Hohenzollern : Roma Tübingen : Klöpfer & Meyer, 2013 – ISBN 978-3-86351-069-5 – Aus dem Klappentext: „Obwohl Sigmaringen seiner Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern-Sigmaringen viel zu verdanken hat, ist dort über ihr Leben wenig bekannt. Deshalb macht sich die verheiratete Angelika auf, die Biografie der ungewöhnlichen Adeligen zu erforschen. Sie folgt ihrem Traum und reist ins heutige Paris, wo Amalie vor etwa 200 Jahren lange Zeit lebte und Gutes tat, z.B. als Freundin von Napoleon Bonapartes Ehefrau Josephine. In der französischen Hauptstadt trifft Angelika auch Pierre, ihre 1. große Liebe, wieder. Sie genießt unbeschwerte Tage mit ihm und erinnert sich in schnell wechselnden Rückblenden an die gemeinsame Zeit, als beide noch Teenager waren…“

Pierre Assouline
> Sigmaringen
Collection Blanche, Gallimard
Paris 2014 – Seit 2015 auch als Folio-Taschenbuch erhältlich.
Auszug aus dem Klappentext: „En septembre 1944, un petit coin d’Allemagne nommé Sigmaringen, épargné jusque-là par les horreurs de la guerre, voit débarquer, du jour au lendemain, la part la plus sombre de la France : le gouvernement de Vichy, avec en tête le maréchal Pétain et le président Laval, leurs ministres, une troupe de miliciens et deux mille civils français qui ont suivi le mouvement, parmi lesquels un certain Céline. Pour les accueillir Hitler a mis à leur disposition le château des princes de Hohenzollern, maîtres des lieux depuis des siècles…“

Pierre Assouline
Sigmaringen, üb. v. J. Schütz
Bibarach 2015

8. Deutsch-französischer Jugendkongress – mit einer Linkliste

Vom 16. bis 21. September 2019 findet in der Stadt und im Kreis Düren das 8. Deutsch-Französische Schülertreffen statt. Das > Burgau-Gymnasium in Düren hat als ausrichtende Schule mehr als 200 europäische Schulen mit bilingualem Sprachenprofil mit 1200 Schülern und Lehrern aus Frankreich und Deutschland eingeladen.

Der Kongress wurde organisiert von LIBINGUA, der Arbeitsgemeinschaft, der Elternvereinigung und dem Förderverein der Gymnasien mit zweisprachig deutsch-französischem Zug in Deutschland. Zu den Trägern des Kongresses gehörte u. a. das Auswärtige Amt. Zu den offiziellen Partnern und Sponsoren zählten u. a. außer der Deutsch-Französischen Jugendwerk, des Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen auch der > Ernst Klett Verlag. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Staatspräsident Emmanuel Macron hatten die Schirmherrschaft über diesen Kongress übernommen.

> www.jugendkongress2019.eu

Download der Flyer >>>

Dieser Kongress wird als Schülertreffen im Rahmen einer Projektwoche organisiert. Das Burgau-Gymnasium in Düren hatte Schülerinnen und Schüler aus 17 französischen Schulen mit einem AbiBac-Zweig , aus zwei polnischen Schulen und einer ukrainischen Schule, sowie 22 deutsche Schulen aus dem ganzen Bundesgebiet eingeladen. Über 1000 Schülerinnen und Schüler haben an über 50 Workshops am Kongressort und an Exkursionen u. a. nach Aachen, Jülich und Köln teilgenommen: www.jugendkongress2019.eu.

Hier zeigen wir das Fotoalbum von der Eröffnung dieses Kongresses:

Auftaktveranstaltung mit den offiziellen Eröffnungsreden und einem musikalisches Begleitprogramm für alle Teilnehmenden fand am Dienstag den 17.09.2019 um 10:00 Uhr im Haus der Stadt statt.

Der Film der Eröffnung wurde von unserem TV-Team aufgenommen – hier erscheinen AUszüge aus den Ansprachen von Bürgermeister Paul Larue und Thomas Rachel, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die wir unten jeweils in ganzer Länge zeigen:

Es folgen noch interviews mit Schülerinnen und Schülern. Unser > TV-Team schneidet die Filme.

Die Begegnung von Jugendlichen aus Frankreich, Deutschland und weiteren europäischen Ländern steht im Zeichen des Dialogs und des gemeinsamen Eintretens für Europa zu einem Zeitpunkt, da Europa neue Impulse dringend braucht. „Die Jugend ist die Zukunft Europas“ war das Motto des Kongresses.

Die Themen und Exkursionsorte reichten vom Aachener Dom über Schreibwerkstätten, Krieg und Frieden in Deutschland und Frankreich, Rechtsextremismus und Rassismus, Faked News bis zum Forschungszentrum in Jülich.Die Redaktion vom Frankreich-Blog war bei der Eröffnung des Kongresses am 17. September mit dabei und hat Fotos und einen Film mitgebracht.

Während der Kongresswoche wurde in einem Workshop ein Blog zu den Ereignissen des Kongresses verfasst: > blog.jugendkongress2019.eu.

Die Abschlussveranstaltung fand am Freitag, 21. September in der Arena Düren statt, zu der als Gäste auch die Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland S.E. Mme Anne-Marie Descôtes und der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet als Gäste kamen. Staatsekretär Thomas Rachel sagte in seiner Ansprache, die er auf Facebook zitiert: „Mein Wunsch an die Jugendlichen auf der heutigen Abschlussveranstaltung: Bewahrt die Neugier auf Europa und die Welt! Nutzt die Gelegenheit für einen Teil der Ausbildung oder des Studiums ins Ausland zu gehen.“

 
Die Abschlussveranstaltung mit ca. 2000 Jugendlichen und Erwachsenen fandet als Festakt am 20.09.2019 um 18:00 Uhr in der Düren Arena statt, mit anschließender Party für Jung und Alt.

Für die Schüler wird ein abendliches Begleitprogramm angeboten.

Leider war unsere Redaktion beim Abschlussfest in der Arena Düren am 21. September nicht mehr mit dabei:

Themen für diesen Kongress auf unserem Blog:

> Macron und Europa

> Rede von Präsident Macron vor den Botschaftern am 27.8.2019: “La stratégie de l’audace” – 27. August 2019

> Éditorial: Die Wahl zum Europäischen Parlament 2019–  27. Mai 2019 von H. Wittmann

> Sorgen vor den Europawahlen – 20. Mai 2019

> Präsident Macron hielt am Dienstag, 17.4.2018, eine Rede im Europaparlament mit anschließender Debatte

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 5. März 2019

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

> Deutsch-französisches Twittern, aber diesmal aus der Perspektive der Außenministerien

> Nachgefragt: H. Uterwedde, DFI | Der Elysée-Vertrag und der Aachener Vertrag

Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017.

> Deutschland, Frankreich und Europa

> Pierre-Yves Le Borgn‘ : Europa?

> Pierre-Yves Le Borgn’ : “L’Europe doit retrouver le lien citoyen.“ – 24. Mai 2019

60 Jahre V. Republik

> Élysée-Vertrag 2.0

> Consultations européennes

> Lernen mit unserem Blog

> Migration

> Zukunft der EU

Ernst Klett Verlag: Unser Engagement für Französisch


Nachgefragt: Mareike Nieberding: > Verwende Deine Jugend. Ein politischer Aufruf

107 Seiten, die richtig wachrütteln. Eine Lektüre für Jugendliche, als Ansporn für politisches Engagement, aber auch für Erwachsene, die dieses Buch zum Anlass nehmen könnten, darüber nachzudenken, welche Chancen sie als Jugendliche verpasst haben und wie sie dass durch eine Art Wiedergutmachung als neue Chancen an die heutige Jugend zurückgeben könnten… Bitte lesen Sie weiter: Mareike Nieberding > Verwende deine Jugend. Ein politischer Aufruf.

Mareike Nieberding
> Verwende deine Jugend
Ein politischer Aufruf
Stuttgart: Tropen
1. Aufl. 2019, 108 Seiten, Flexcover
ISBN: 978-3-608-50367-8


22. Januar 2019: Der Aachener Vertrag
Le Traité d’Aix-la-Chapelle

Éditorial. Liest man den > Élysée-Vertrag von 1963 und bald auch den neuen Aachener Vertrag fällt zuerst gar nicht mehr auf, um was für besondere Verträge es sich handelt.

Der Aachener Vertrag ist zwar ein neuer Vertrag, aber er ersetzt ausdrücklich nicht den Élysée-Vertrag, er ergänzt ihn.

Der Text des > Aachener Vertrags und hier > > Deutschland und Frankreich schließen Vertrag von Aachen – Website der Bundesregierung. Die französische Fassung: > Traité de coopération franco-allemand d’Aix-la-Chapelle – Website des Außenmisteriums in Paris.

General De Gaulle dachte Anfang der sechziger Jahre gar an eine politische Union mit Deutschland und wollte mit dem Deutsch-französischen Vertrag Deutschland an Frankreich mehr binden und war mächtig enttäuscht, als der Bundestag bei der Abstimmung über das Ratifikationsgesetz zum Elysée-Vertrag ihm eine Präambel vorsetzte, in dem die Wünsche de Gaulles in ihr Gegenteil verkehrt wurden und die Bindung Deutschlands an das Atlantische Bündnis und die Weiterentwicklung der EWG betont wurden. Nun, das wird mit dem Aachener Vertrag nicht passieren. Trotz aller Einschränkungen in der Beurteilung des Élyséevertrages, bleibt festzuhalten, dass er sich  als Wunder erwiesen hat: zwei Länder verpflichteten sich zu halbjährigen Konsultationen auf höchster Ebene. So was ähnliches wird jetzt auch dem Aachener Vertrag beschlossen, der den Élysée-Vertrag ergänzen soll: künftig müssen Paris und Berlin sich vor den EU-Gipfeln treffen – das machen sie ohnehin schon immer. In manchen Teilen wirkt dann der Aachener Vertrag auch wie ein Protokoll der Entwicklungen der letzten Jahre: Aber auch die deutsch-französischen Beziehungen sind ein Prozess, ganz so wie die EU, aber ein aufregender Prozess, da ein solcher Vertrag zwischen keinen anderen Ländern auf der Welt existiert. Und dazu noch zwischen zwei Ländern, die in der jüngsten Geschichte drei erbitterte Kriege miteinander geführt haben. Man muss den neuen Vertrag sehr genau lesen, er wird das Erreichte beschreiben und dem Neuen eine Form bieten, die es zu füllen gilt. Dahinter verstecken sich mehr als Absichtserklärungen, es sind gegenseitige Vorschläge an die Adresse Deutschlands und Frankreichs, das wollen wir zusammen machen, in diesem Rahmen werden wir uns bewegen. Diese Lektüre des Vertrags wird zeigen, dass er ein bemerkenswerter Meilenstein der deutsch-französischen Beziehungen werden kann.

Wieviele erfolglose Versuche gab es in der Geschichte, den Krieg zu verbannen? Frankreich und Deutschland zeigten der Welt, wie man das macht. Danach kommen erst die anderen Probleme oder Kritteleien am den beiden Verträgen, die wir dann alle auf das genannte Konto der fortlaufenden Prozesse buchen können. Neu ist auch das Parlamentsabkommen, mit denen 100, 50 französischen und 50 deutschen Abgeordneten die Möglichkeit gegeben wird, die deutsch-französischen Beziehungen zu verfolgen, sie müssen künftig von beiden Regierungen informiert werden.

Der Hörtipp:
> Neuauflage des Elysée-Vertrags – Neuer Schub für die deutsch-französische Achse
von Antonia Koch – DLF – Sendung vom 21.01.2019

Der Aachener Vertrag ist auch ein Zukunftsprogramm. Man muss nicht darüber klagen, was nicht drin steht, sondern man darf staunen über alles das, was sich in den deutsch-französischen Beziehungen künftig entwickeln kann und in den Vertrag passt. Der Élysée-Palast hat das wunderbar formuliert und nennt den Aachener Vertrag „einen Kooperations- und Integrationsvertrag“. Er gibt eine Form vor, die die Politik und die Zivilgesellschaften künftig noch besser als bisher füllen sollen. Alfred Grosser hat das mal so formuliert: „Expliquer, expliquer, toujours patiemment exliquer.“

Der Élysée-Vertrag besiegelte 1963 die Aussöhnung nach 1945 – an der Alfred Grosser u.a. mit dem Comité pour l’échange avec l’Allemagne nouvelle einen solch großen Anteil hatten. Und der Élyséevertrag hatte damals schon einen programmatischen Charakter, aber heute ist der Aachener Vertrag noch viel mehr ein Programm auf der Basis der in den letzten 56 Jahren erreichten Zusammenarbeit. Er öffnet jetzt ein neues Kapitel für unsere beiden Länder. Zum Vorteil von Europa.

Auf unserem Blog: > Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron
werden am 22. Januar 2019 in Aachen den neuen deutsch-französischen Vertrag unterzeichnen, dazu hat das Bundeskabinett in seiner Sitzung am 9. Januar seine Zustimmung gegeben. Unsere Redaktion ist auf den endgültigen Vertragstext, der schon “Aachener Vertrag” genannt wird, sehr gespannt.

Jetzt heißt er nicht mehr Freundschaftsvertrag, jetzt wird er Kooperations- und Integrationsvertrag genannt, aber der Freundschaftsvertrag von 1963 gilt weiter:

> Signature d’un nouveau traité de coopération et d’intégration franco-allemand – site du Palais de l’Élysée:

“ Le 22 janvier 2019, le Président de la République française, Emmanuel MACRON, et la Chancelière de la République fédérale d’Allemagne, Angela MERKEL, signeront un nouveau traité de coopération et d’intégration franco-allemand. La cérémonie de signature aura lieu dans la salle du couronnement de l’hôtel de ville d’Aix-la-Chapelle.

Le traité d’Aix-la-Chapelle s’appuiera sur le socle fondateur du Traité de l’Élysée de 1963, …“

> Außenminister Maas zum neuen deutsch-französischen Vertrag– Website des Auswärtigen Amtes:
„Der neue Vertrag wird den Elysée-Vertrag von 1963 nicht ablösen, sondern fortschreiben. Beide Verträge sollen gleichberechtigt nebeneinander stehen.“

Da steckt wohl noch mehr dahinter:
> Paris und Berlin wollen einen gemeinsamen Wirtschaftsraum gründen – Handelsblatt – 9.1.2019

Es gibt schon eine heftige Debatte in den sozialen Netzwerken aufgrund der Vorwürfe von Marine le Pen, Rassemblement National RN, vorher Front National, die Emmanuel Macron wegen des Aachener Vertrages Verrat vorwirft: Die Reaktion von > Sabine Thillhaye, LaREM, Abgeordnete des 5.Wahlkreises des Departements Indre-et-Loire und Mitglied des Verteidigungsausschusses der Nationalversammlung kam prompt. Ebenso hat Samuel Laurent (LE MONDE) die Position von Marine le Pen scharf kritisiert
L’intox de Marine Le Pen sur le traité d’Aix-la-Chapelle qui « affaiblit la France »: „Elle affirme que la France va « partager » son siège au Conseil de sécurité de l’ONU avec l’Allemagne à cause de ce traité. C’est faux.“

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