Typhus

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Jean-Paul Sartre

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L’actualité d’Albert Camus

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Pour qui votait-on? – Azouz Begag dans la mêlée politique

Dans le climat survolté de la campagne actuelle marquée par la démission d’Azouz Begag les tirades haineuses des uns, les promesses mielleuses des autres, tout porte à croire que la France ne sait pas ce qu’elle veut. Du social? De la sécurité? De la France plurielle? De la France nombriliste?

http://www.france-blog.info/wp-content/uploads/2007/05/begag-floret.thumbnail.jpgPermettez-moi de vous avouer que dans ce contexte, il est difficile de se déterminer et de savoir qui parle „vrai“. Une chose est sûre, la démission d’Azouz Begag est un acte de vérité! Connaissant bien Azouz Begag pour avoir sillonné l’Allemagne pendant des années avec lui, je m’étais toujours demandé ce qu’il était allé chercher dans le guêpier de la politique. Sans doute par idéalisme et je le comprends, l’idéalisme est une denrée rare en France, contrairement à ce que l’on pourrait croire.

La France qui se prévaut dans le monde entier de détenir le monopole des „idéaux républicains“ vit sur des préjugés qui ne sont malheureusement plus tellement visibles. C’est un peu comme l’Allemagne qui inventa les „Kindergarten“ et qui en manque cruellement.

Force est de constater que la France manque cruellement d’idéalisme. Comme le chantait Guy Béart, „ideaux“ se décline aujourd’hui sur le mode „idéologique“ ou pire encore, sur le mode „libéral“. Mais, tout le monde se prétend libéral, aujourd’hui. Pourtant, dans la pratique, ce ne sont que combinaisons mercantiles, que tractations de bas étage, chacun ne cherchant qu’à se mettre en valeur personnellement. Même Azouz Begag est maintenant courtisé par d’autres partis politiques. Or, le mot „courtisé“ évoque en moi, Louis XIV, la cour, Versailles, les „petits princes“. Tout cela n’a rien à voir avec une „République“. Pas étonnant d’ailleurs qu’il fut si souvent question d’invoquer une „sixième République“ lors de la campagne électorale. Peut-être qu’inconsciemment certains sentent bien que la machine est cassée. Mais pourquoi une sixième République?
Afin d’établir une nouvelle cour? Un nouvel ordre? Ah, non! Merci! Cela suffit! Changeons plutôt les mentalités!

Gardons notre „cinquième“ et relisons Montesquieu, Rousseau, Voltaire, Hugo, Zola, Sartre, mais aussi … Begag. Réapprenons l’idéalisme, la tolérance et la confiance! Chassons de nos mémoires la haine, le racisme, l’égoisme. Peu importe le parti!
Sachons écouter celui ou celle qui parle „vrai“ dans la vie de tous les jours! Cela fera plus avancer les choses qu’une élection présidentielle!

Photo: Azouz Begag et Gilles Floret, (c) Klett

Le Maghreb

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Cinq siècles de littérature in Landau an der Isar

Gymnasium Landau a. d. IsarGilles Floret und ich waren heute unterwegs. Der herzliche Empfang im Gymnasium Landau an der Isar durch die Leistungskurse 12 und 13 und durch die Lehrer hat uns sehr beeindruckt. Herr Steffan Gutzeit, der Schulleiter begrüßte uns vor der Veranstaltung.

Gilles FloretGilles Floret

Gilles FloretGilles Floret

Gilles FloretGilles Floret

Wir durften auf diese Weise an der Einweihung des perfekt ausgestatteten Medienraums noch mitwirken. Und den Schülerinnen und Schülern, wie meinem Nachnamensvetter sah man an, dass sie bei der Veranstaltung etwas gelernt haben. Vielleicht ist es uns ja gelungen, ihnen den einen oder anderen Autor näherzubringen. Eine Schülerin hat alle Zwischenfragen von Gilles Floret perfekt beantwortet. Das fiel richtig auf. Übrigens haben alle wunderbar mitgesungen.

Im übrigen bedanken wir uns bei Frau Hofbauer und ihren Kolleginnen für die Einladung und die fröhliche Runde beim Mittagessen, bei dem wir viele interessante Details über den Französischunterricht, die Schule und die Austauschprogramme mit Compiègne und die Oberstufenfahrten erfahren haben.

> Gymnasium Landau a. d. Isar

Nächster Cinq-siècles-Termin ist demnächst wieder an einem Stuttgarter Gymnasium.

André Glucksmann

Im Programm des > Stuttgarter Literaturhauses steht:

Donnerstag, 15.03.2007, 20.00 Uhr
J’ACCUSE…! André Glucksmann

Veranstaltungsreihe : Essay und Gespräch
Gesprächspartnerin: Annette Mingels
Moderation: Ijoma Mangold

Die Dreyfus-Affäre kennzeichnet den Eintritt Frankreichs ins 20. Jahrhundert und die Geburt des „Intellektuellen“. Die auf zwei Jahre angelegte Reihe „J’accuse…!“ soll einen Eindruck vom Stellenwert des Intellektuellen im heutigen Frankreich geben, dies im Vergleich und im Kontrast zur Situation in Deutschland. Geplant sind sechs Podien mit jeweils einem herausragenden französischen Gast, der in einem zwanzigminütigen Originalbeitrag Emile Zolas berühmte „Anklage“ auf eine aktuelle gesellschaftspolitische Fragestellung wendet. Den Auftakt machte letztes Jahr Régis Debray, im Gespräch mit Juli Zeh. Nun folgt André Glucksmann, der mit Bernard-Henri Lévy und Alain Finkielkraut zu den „Neuen Philosophen“ zählt, seit vielen Jahren Bücher – gegen Fanatismus und Ideologie – schreibt und Ende Januar viel Aufsehen mit seiner Ankündigung in Le Monde erregte, bei der Präsidentschaftswahl für Nicolas Sarkozy stimmen zu wollen. Soeben erschien auf Deutsch Glucksmanns Erinnerungsbuch Wut eines Kindes, Zorn eines Lebens. Gesprächspartnerin des Abends ist die in Zürich lebende Autorin Annette Mingels, von der ganz neu das Buch Romantiker. Geschichten von der Liebe vorliegt. Zuvor erschienen die Romane Die Liebe der Matrosen (2005) und Der aufrechte Gang (2006). Das Gespräch über Landes- und Generationengrenzen hinweg wird moderiert von Ijoma Mangold, Literaturredakteur der Süddeutschen Zeitung.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Français de Stuttgart
Mit Unterstützung der Robert Bosch Stift

Literatur im Französischunterricht

Die Behandlung von literarischen Texten im Französischunterricht wird auch heute noch manchmal in modernen Positionen der Fachdidaktik vernachlässigt. Andreas Nieweler berichtet in seiner Fachdidaktik über den Rückgang der literarischen Texte in den sechziger Jahren, als audiovisuelle Methoden die Oberhand gewannen. In den achtziger und neunziger Jahren kamen literarische Texte wieder in die Curricula zurück, wenn auch Sachtexte ihnen gleichbedeutend an die Seite gestellt wurden. (Vgl., S. 206) Es ist richtig, dass in der Literaturdidaktik Lesemethoden mehr als die Auswahl der Texte diskutiert werden. (cf. Nieweler, S. 208). Auf die Diskussion des Kanons – Nieweler nennt wichtige „Kriterien für die Auswahl literarischer Texte“ – möchte ich mich hier noch nicht einlassen; zuviele Vorlieben, Vorbehalte und persönliche Interessen sind in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen.

Es geht um dabei um viel mehr. Der Französischunterricht ist heute in erster Linie von Noten und Leistungsnachweisen geprägt. Vokabeltests dienen zuweilen eher der Disziplin als der Faszination die Anwendbarkeit des Gelernten zu entdecken. Französisch wird immer noch oft auf Kommunikationssituationen und Grammatik reduziert anstatt als das beste Mittel verstanden zu werden, mit dem die Geschichte und die Literatur unseres Nachbarn entdeckt wird. Wie oft wurde aber in der Referendarzeit gesagt, das sei zu schwer für die Schüler, und das Limit wurde auf 10 neue Vokabeln pro Stunde gesetzt, damit die Schüler ja nicht überfordert wurden.

Der Literaturkurs in Klasse 13 ist die wichtigste Erinnerung an meine Zeit als nebenamtlicher Lehrer vor dem 1. Staatsexamen. Rousseau, Voltaire, Balzac, Stendhal, Hugo, Flaubert, ja sogar Rimbaud waren mit dabei. Die Schüler berichteten über die Texte, die sie gelesen hatten, entdeckten Querverbindungen und wurden auf die nächsten Texte neugierig. Camus hat in Le premier homme beschrieben, wie er und sein Freund sich nach dem Besuch der Bibliothek auf die nächste Bank gesetzt haben, um die gerad entliehenen Bücher aufzuschlagen, ganz neugierig, was sie sie ihnen denn diesmal bieten würden. In dieser Hinsicht muß der Französischunterricht wieder zu einer Entdeckungsreise werden, die den Gedanken an eine Abwahl gar nicht erst aufkommen läßt.

Ich meine, die französische Literatur ist interessant genug, um auch heute noch mit allen Medien erfolgreich konkurrieren zu können. Aber mit den heutigen Sachtexten kann die Vielfalt dieser Literatur auch nicht annähernd ersetzt werden. Als Sachtext würde sich immerhin ein Auszug aus Sartres Qu’est-ce que la littérature? oder aus seinem Vortrag La responsabilité de l’écrivain (1946) eignen, in dem er gleichzeitig die Verantwortung des Autors und die des Lesers für die Freiheit der Literatur demonstriert. oder Texte zu den > deutsch-französischen Beziehungen.

ItinérairesDer Rückgang der Literatur im Französischunterricht ist eine Fernwirkung des kommunikativen Ansatzes und eine Folge des allgemeinen Klagens, mit den Schülern von heute könne man anspruchsvolle Texte nicht mehr lesen. Das ist aber nur ein On dit. Werden sie mit ihren Interessen und heute so vielfältigen Kenntnissen ernstgenommen, dann öffnet ihnen die Literatur die Perspektive auf die kulturelle Vielfalt unseres Nachbarn. In meinem Unterricht müßten die Schüler regelmäßig über ihre Leseerlebnisse berichten. In den ersten Lernjahren gibt es genug > an die Kenntnisse angepaßte Lektüren, später bieten Lektüren wie zum Beispiel > Itinéraires oder das Internet genügend Gelegenheiten, interessante literarische Texte zu finden.

Die Beiträge auf diesem Blog geben, gemäß seiner Konzeption, die Meinung der Autoren und nicht unbedingt die des Ernst Klett Verlags wieder.

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