Philippe Gustin: Die territoriale Aufteilung des französischen Staates

25. Oktober 2015 von H. Wittmann



Die Serie “Der Vergleich (I-IX)”:

> Der Vergleich IX: Digitale Agenda 2014 – 2017 und die Stratégie numérique du Gouvernement français

> Der Vergleich VIII. L’Internet des objets en France – Das Internet der Dinge in Deutschland.

> Der Vergleich VII: Deutschland und Frankreich. Facebook und die Politik

> Frankreich und Deutschland Der Vergleich VI: Was wird gerade gesucht?

> Deutschland-Frankreich – Vergleich (IV): Fragestunden an die Regierungen

> Vergleich (III): September 2014: die Außenpolitik Frankreichs und Deutschlands

> Der Vergleich II. Deutsch-französische Kooperation. Eine Woche im August 2014

> Der Vergleich (I). 28 août 2014 : La Conférence des Ambassadeurs à Paris – 25. August 2014: Botschafterkonferenz in Berlin

Der folgende Beitrag würde sehr gut in unsere Reihe Der Vergleich I-IX passen. Es geht um die Neuordnung der Regionen in Frankreich, die Philippe Gustin, früherer Botschafter in Rumänien, gestern abend im Rahmen einer Veranstaltung im Rahmen der > Französischen Wochen 2015 auf Einladung der > Union Français de l’Étranger-Wurttemberg e.V im > Institut français de Stuttgart erläutert hat: > Die territoriale Aufteilung des französischen Staates verstehen. 2009 wird er zum Präfekten “hors cadre” ernannt. Er war von 2009 bis 2012 Kabinetsdirektor des Erziehungsministers Luc Chatel. Er ist Koordinator der UFE (Union des Français de l’étranger) en Europe. Seit dem 2. April 2015 ist er Directeur de cabinet et directeur général des services de im Departement Eure. Unten zeigen wir das Fotoalbum dieser Veranstaltung.

Stellen Sie sich vor, das Saarland würde mit Rheinland-Pfalz zusammengelegt werden, und Hamburg mit Schleswig-Holstein, die region Brandenburg würde entstehen und die Bremer kämen künftig aus Niedersachsen, und Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen würden die Region Sachsen bilden? In Frankreich waren es 22 Regionen, einige blieben wie gehabt, anderen wurden mit ihrer Nachbarregionen verbunden, jetzt sind es nur noch 13 Regionen, die als politische Organisationsform in einem künftigen Europa in allen Mitgliedsstaaten eine wichtige Rolle spielen werden.

Wir zeigen hier das Fotoalbum dieser Veranstaltung. Bitte öffnen Sie es mit einem Doppelklick auf eine Foto erst, wenn diese Seite ganz geladen ist, wenn also der kleine blaue Kreis oben in der Adresszeilen ganz verschwunden ist:

Aber für ihre Bewohner ist es wichtig zu wissen, wo sie herkommen. Bremen oder Niedersachsen? Rhône-Alpes oder Auvergne? Aus dem Elsaß, aus Lothringen oder aus Champagne-Ardenne? Mit diesen Neuordnungen sind auch Identitätsfragen verbunden. Ph. Gustin befürchtet bei den nächsten Wahlen für die Regionen massive Stimmenthaltungen oder Proteststimmen gegen das Verfahren, wie dieses Regionen neugeordnet wurden.

Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, und die Diskussion nach dem Vortag von Philippe Gustin deckte weitere interessante Perspektiven der Neuordnung auf. Es ging auch um die Kompetenzen der Regionen; die Neuverteilung gibt, so Gustin, Anlass zu Sorge hinsichtlich des Fortbestands der Departements. Einiges könnte auf eine Erweiterung der Kompetenzen für die Regionen hindeuten.

> Frankreich: Die Reform der Regionen – 2. Juni 2014

> L’Assemblée nationale adopte une carte à 13 régions – Website des Inneministeriums

> La carte à 13 régions définitivement adoptée – Le Monde.fr avec AFP | 17.12.2014

> ARF Association des Regions de France

> Fiches – Panorama des nouvelles régions françaises – La France et ses territoires – Insee Références – Édition 2015

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