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Archiv für die Kategorie 'Geschichte'

La préparation du 14 juillet 2014 en France

Dienstag, 8. Juli 2014

Auf der Website des > Élysée-Palasts wird ein 34-seitiges Pressedossier zur Vorbereitung der Feierlichkeiten aus Anlass der 14. Julis anbeboten:

> Célébration de la fête nationale et ouverture des commémorations du centenaire de la Première Guerre mondiale.

In seiner Botschaft, mit der dieses Pressedossier eröffnet wird, weist Präsident Hollande auf die Verbindung des 14. Juli mit den Gedenkveranstaltungen an den Ersten Weltkrieg hin:

“En ce 14 juillet 2014 et comme tous les ans, notre pays célèbre sa fête nationale. Mais cette année, elle s’inscrit dans le cycle mémoriel du souvenir des deux conflits mondiaux. Elle ouvre les grandes commémorations du centenaire de la Grande Guerre. Une guerre qui a bouleversé la carte du monde. La France a en effet invité tous les pays qui ont été impliqués sur le théâtre européen entre 1914 et 1918 à venir à Paris.”

“Souhaitant placer la fête nationale de l’année 2014 sous le signe du centenaire de la première guerre mondiale, le Président de la République a convié 80 pays à participer au défilé du 14 juillet (voir liste en annexe). Il s’agit pour l’essentiel des pays belligérants, ou des pays issus des empires de l’époque, qui ont engagé des troupes ou des travailleurs sur le continent européen pendant la Grande Guerre S’y ajoutent les pays de l’Union européenne qui étaient restés neutres pendant le conflit, ainsi que la Norvège, afin de célébrer la réconciliation du continent européen cent ans après une terrible guerre fratricide.” > Pressedossier 14 juillet 2014, S. 5

Gedenkstunde im Bundestag:
1914-1918: Alfred Grosser hat am 3. Juli 2014 im Bundestag gesprochen

Donnerstag, 3. Juli 2014

Zu den Gästen dieser Gedenkstunde gehörte auch der der frühere Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing und frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Zur Kritik an den Äußerungen an Bundespräsident Joachim Gauck erklärte Grosser: “„Wer ihn dafür aus Ultrapazifismus kritisiert, übersieht, dass ohne die Landung in der Normandie und ohne die Rote Armee es keine freie Bundesrepublik geben würde.“ Schon 1974 habe ich Alfred Grossers Deutschlandbilanz gelesen. Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland war für ihn immer ein besonderes Studienobjekt: “„Sie ist nämlich nicht auf dem Prinzip der Nation aufgebaut worden, sondern auf Grund einer politischen Ethik der doppelten Ablehnung von Hitler in der Vergangenheit und Stalin in der Nachbarschaft,“ sagte er jetzt in Berlin. Alfred Grosser (Jahrgang 1925) gehörte auch zum > Comité français d’échanges avec l’Allemagne nouvelle, das Emmanuel Mounier 1948 mit Grosser und anderen gegründet hatte.

> Gedenkstunde zum Weltkriegsbeginn Grosser würdigt Überwindung des Militarismus – FAZ 4.7.2014


Mai 2014: (Pressemitteilung des deutschen Bundestages) Der deutsch-französische Politikwissenschaftler Alfred Grosser und der polnische Staatspräsident Bronisław Komorowski werden die Reden bei den Gedenkveranstaltungen des Deutschen Bundestages zum Beginn der beiden Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts halten. Diese Vorschläge von Bundestagspräsident Norbert Lammert hat der Ältestenrat des Deutschen Bundestages bestätigt.


Auf unserem Blog:

Interview mit Alfred Grosser: > Die deutsch-französischen Beziehungen und die Europapolitik – 12.9.2013
> Der Videofilm. Nachgefragt: Alfred Grosser,Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz
> Alfred Grosser wird heute 85 Jahre alt, 1. Februar 2010
> Ein Gespräch mit Alfred Grosser, 19. Juni 2008


Alfred Grosser, der für seine Verdienste um die Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, wird zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, der sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt, bei einer Gedenkstunde am 3. Juli 2014 um 9 Uhr sprechen.

Komorowski hat die Einladung zu einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 75. Jahrestages des Ausbruchs des zweiten Weltkrieges am 10. September 2014 angenommen.

Auf unserem Blog:
> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie


> Grosser, Kermani und Komorowski sprechen vor Deutschem Bundestag

Centenaire 14 – 18
Der Erste Weltkrieg im Unterricht

Montag, 16. Juni 2014

french german 

10. Juni 1944: Gedenken in Oradour-sur-Glane (2013)

Dienstag, 10. Juni 2014

Wir zeigen den Beitrag vom 5. September 2013 nochmal hier ganz oben an:

Am 4. September 2013 sind Präsident François Hollande und Bundespräsident Joachim Gauck zusammen nach Oradour-sur-Glane (Haute-Vienne, 25 km nordwestlich von Limoges) gereist, um dort der 942 Opfer zu denken, die dort am 10 Juni 1944 von der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ ermordet wurden. Es gab nur vier Überlebende im Dorf. Mit einem von Ihnen, Robert Hébras gedachten die beiden Präsidenten der vielen Toten in dieser Kirche.


Das Centenaire 14-18, der 70. Jahrestag der Landung in der Normandie und heute das Erinnern an das entsetzliche Verbrechen in Oradour-sur Glane: 2 Kriege im 20. Jahrhundert und dann das Wunder der > Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich, die spätestens seit der Unterzeichnung des > Élyséevertrags, dessen 50. Jahrestag wir letztes Jahr auf diesem Blog mit 65 Beiträgen gefeiert haben, ist eine ständige wichtige Friedensbotschaft für die ganze Welt geworden. Viele Krisenregionen in der Welt beneiden uns um die deutsch-französische Freundschaft, die beide Staaten viel mehr in den Dienst der europäischen Sache stellen, als man täglich vermutet. Friede und Freiheit zusammen mit der Absicht und der Überzeugung, dass Geschichte als > eine gemeinsame Geschichte zu begreifen ist, gehören zu den wichtigsten Beweggründen der europäischen Einigung.


Die Probleme der Euro-Rettung und die mehr oder weniger normalen Friktionen im Alltagsbetrieb verdecken manchmal die Erinnerung an die Grundlagen der deutsch-französischen Freundschaft, die François Hollande in seienr Rede in Oradour-sur-Glane prägnant in einem Satz formulierte: “Aujourd’hui, votre visite confirme que l’amitié entre nos deux pays est un défi à l’histoire et un exemple pour le monde entier.” Die Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich nach drei Kriegen ist die Grundlage für den Frieden in Europa. Um diese gelungene Aussöhnung beneiden uns andere Länder: > La réconciliation franco-allemande après 1945: Joseph Rovan, Claude Bourdet, Ernst Weisenfeld, Afred Grosser

> Centre de la mémoire Oradour-sur-Glane
> Massacre d’Oradour-sur-Glane
> Oradour-sur-Glane – Wikipédia

Wir erinnern uns an die Begegnung von Konrad Adenauer und General de Gaulle am 14. September 1958 in Colombey-les-Deux-Eglises. Und an den Moment als Françopis Mitterrand Hand in Hand mit Helmut Kohl in Verdun stand. Gestern waren François Hollande et Joachim Gauck in Oradour-sur-Glane zusmammen mit einem Überlebenden dieses barabarischen Verbrechens in den Ruinen der Kirche von Oradour-sur-Glane, wo so viele Frauen und Kinder gestorben sind.

Fotos: > Déplacement à Oradour-su​r-Glane avec le président de la République fédérale d’Allemagne – Website des Elyséepalastes

Auf den Facebook-Account des Elysee-Palastes:



> Besuch in Oradour-sur-Glane – Website des Bundespräsidenten

Alle Schülerinnen und Schüler, die Französisch lernen, müssen sich den Film mit den Reden von François Hollande und Joachim Gauck ansehen. Präsident Hollande fand die richtigen Worte:

“”Vous êtes la dignité de l’Allemagne d’aujourd’hui, capable de regarder en face la barbarie nazie d’hier. Aujourd’hui, votre visite confirme que l’amitié entre nos deux pays est un défi à l’histoire et un exemple pour le monde entier. Et sa force s’illustre en cet instant même à Oradour-sur-Glane. C’est pourquoi votre présence, monsieur le président, est bien plus qu’un symbole, c’est une promesse de défendre les droits de l’homme chaque fois qu’ils sont violés près de chez nous ou loin d’ici.”

Europa ist unsere Zukunft:

“Si je regarde dans les yeux ceux qui portent l’empreinte de ce crime, je partage votre amertume par rapport au fait que des assassins n’ont pas eu à rendre de comptes ; votre amertume est la mienne, je l’emporte avec moi en Allemagne et je ne resterai pas muet. Aujourd’hui, l’Allemagne est un pays qui veut construire l’Europe, mais ne veut pas la dominer”

Auf Französisch:

Auf Deutsch:

> Die Rede von Bundespräsident Joachim Gauck in Oradour-sur-Glane

Bundespräsident Gauck sagte u.a.: “Wenn ich heute in die Augen derer blicke, die von diesem Verbrechen gezeichnet sind, kann ich hier in Oradour sagen: Ich teile Ihre Bitterkeit darüber, dass Mörder nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, dass schwerste Verbrechen ungesühnt blieben. Sie ist meine Bitterkeit. Ich nehme sie mit nach Deutschland und ich werde in meinem Land davon sprechen und dabei nicht verstummen. Aber aus der ernsthaften Auseinandersetzung mit dieser bitteren Geschichte haben die Menschen in Deutschland die Kraft gewonnen, mein Heimatland zu einem guten Land zu machen. Es will “nicht über oder unter anderen Ländern” stehen. Es will Europa bauen, aber nicht beherrschen. Und ich wünsche mir, dass Sie einen Teil meiner Freude darüber teilen oder sogar zu Ihrer Freude machen können, dass uns dieses Gute bis heute trägt und stärkt und zusammenführt.”
> Le dossier de presse complet au sujet du déplacement à Oradour-sur-Glane – Website des Elyseepalastes

> VIDEO. Oradour-sur-Glane : les raisons du massacre

France et Allemagne main dans la main à Oradour-sur-Glane – France-info
> Oradour-sur-Glane, village martyr de la barbarie nazie – Libération, 4. September 2013
Stanislas Kraland: > Oradour-sur-Glane : une commémoration dans l’ombre du massacre de Damas – Le Huffington Post

> Bilder machen Politik. Die deutsch-französische Erinnerungskultur braucht neue Symbole
01.09.2013 | von Claire Demesmay, Klemens Kober, DGAP-Analyse kompakt 6, 1. September 2013, 6 S.

1999 hatte Präsident Jacques Chirac das > Centre de la mémoire Oradour-sur-Glane eingeweiht:

D-Day – Vor 70 Jahren landeten die Alliierten in der Normandie

Freitag, 6. Juni 2014

Das war ein Tag. Der französische Präsident hat die Inszenierung dieses Tages genutzt, und so klingen die vielen Berichte, um der Botschaft des Friedens, die von diesem Tag ausging, gleich ein praktisches Kapitel der Krisendiplomatie anzufügen. Obama und Putin haben miteinander gesprochen und Putin hat auch mit neuen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gesprochen. Wem wirklich dieser Erfolg zuzurechnen ist? Es scheint, dass Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Hollande sich gut abstimmen und erfolgreich zusammen wirken können.

So viele Filme gab es selten von einem Ereignis:

> 70e anniversaire du Débarquement, toutes les informations sur l’événement #DDay70 Website des Élysée-Palasts

> Le discours de François Hollande lors de Cérémonie internationale de commémoration du 70e anniversaire du Débarquement en Normandie, Ouistreham #DDay70: Diese Botschaft richtete sich ohne Zweifel auch an den russischen Präsidenten Putin, der bei dieser Ansprache zwischen den anderen Staats- und Regierungschefs auf der Tribüne stand: Hollande erklärte u.a.: “nous envoyons aussi un message par la cérémonie d’aujourd’hui, avec celles et ceux qui y participent, un message de paix, une exigence pour les Nations Unies d’intervenir là où c’est nécessaire pour la sécurité collective ; un message pour l’Europe qui a permis la paix alors qu’elle avait été le continent de la guerre tout au long du XXe siècle.” Und “Et, enfin, je veux saluer le courage des Allemands victimes eux aussi du nazisme, entraînés dans une guerre qui n’était pas la leur, qui n’aurait pas dû être la leur.”

Discours du président des Etats-Unis d’Amérique, Barack Obama, lors de la cérémonie franco-américaine à Colleville-Sur-Mer, dans le cadre du 70ème anniversaire du Débarquement.

François Hollande : “Le 6 juin 2014 a été utile” #DDAY70. Hollande sagt in diesem Interview u.a. Putin werde einen Botschafter in die Ukraine schicken.


> 70e anniversaire du Débarquement, retrouvez toutes les informations #DDay70 lautet die Überschrift auf der Website des Élysée-Palasts und damit wird wieder einmal ein Hashtag > #DDay70 vorgegegeben, womit man auf Twitter die Ereignisse der nächsten Tage rund um die Feierlichkeiten in der Normandie verfolgen kann.

<<<<< Wir zeigen hier links die Tweets auf Twitter an, die mit dem Hashtag #DDay70 getaggt worden sind.

Auf der > Website des Élysée-Palasts wird ausführlich über die Vorbereitung der Feierlichkeiten berichtet.

> Commémoration du 70e anniversaire de la libération de la France – Le dossier de presse

Hier steht eine Anleitung zu Twitter:
> Twitter: Communiquer en 140 signes – Mit 140 Zeichen kommunizieren

Wieder eine Schulaufgabe:

1. Wieviele Tweets mit dem Hashtag #DDay70 werden an jedem der nächsten Tage gesendet werden?
2. Erstelle eine Liste mit Themen der Tweets
3. Woher kommen die Veteranen, an die mit den Tweets erinnert wird?
4. Welche Medien twittern mit?
5. Hilfe bei den Vokabeln?


LIRE:

> Moi, Hubert Faure, Français débarqué en Normandie le 6 juin 1944 – LA CROIS 67 juin 2014


Auf der Website des Élysée-Palasts wird ein Film Hubert Faure, ein Veteran des Zweiten Weltkriegs angezeigt, der über die Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 berichtet:

Und so werden die Feierlichkeiten in der Normandie vorbereitet:

Chantal Zabus (Paris), Frankreich und das Postkoloniale:
Freundschaften, Feindschaften und Pflichten der Erinnerung

Freitag, 16. Mai 2014

Do, 22. Mai 2014 19:30
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

Ausgehend von einem historischen Rückblick auf die Entstehung der „postkolonialen Studien“ analysiert Prof. Dr. Chantal Zabus (Universität Paris 13) die Aneignung des Begriffs in Frankreich und zeichnet die mitunter heftige Auseinandersetzung auf diesem Problemfeld nach. Im Mittelpunkt ihres Vortrages stehen folgende Fragen:

Welche Schwierigkeiten hat Frankreich, sich der postkolonialen Problematik zu öffnen und welche Herausforderungen ergeben sich dabei für die sogenannte „nationale“ Literatur?

Welchen Status hat die französische Sprache?

Warum gibt es Erinnerungspflichten und wie kann Frankreich seinen Erinnerungspflichten gegenüber den ehemaligen Kolonialländern gerecht werden?

Gibt es überwiegend feindselige oder freundschaftliche nationale Haltungen gegenüber dem Postkolonialen und der Einwanderung?

Vortrag in französischer Sprache mit Übersetzungshilfe.

Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung gefördert.

Institut français Stuttgart: Ballade vom Abendland – Lesung und Gespräch mit Éric Vuillard

Dienstag, 13. Mai 2014

LITERATUR Mittwoch, 14. Mai | 19:30 Uhr
Institut français Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart

Adam Hochschild,
Der Große Krieg
Der Untergang des Alten Europa im Ersten Weltkrieg

Aus dem Amerikanischen von Hainer Kober (Orig.: To End All Wars. A Story Of Loyalty And Rebellion, 1914-1918)
Stuttgart: > Klett-Cotta,

> Lesebericht: Adam Hochschild, Der Große Krieg
22. Januar 2014 von Heiner Wittmann

Der Erste Weltkrieg neu interpretiert – Der französische Schriftsteller Eric Vuillard kommt im Rahmen seiner Deutschlandtournee im Mai auch ins Institut français Stuttgart. Bei der Lesung seiner Erzählung „La Bataille d’Occident“ und einem anschließenden Gespräch gibt Vuillard umfangreiche Einblicke in die Zeit des Ersten Weltkriegs.

In seiner preisgekrönten Erzählung „La Bataille d’Occident“ (dt. „Ballade vom Abendland“) interpretiert Eric Vuillard den Ersten Weltkrieg neu: historisch, politisch und mit einer gewissen Polemik. Er vermischt die sonst säuberlich getrennten Perspektiven und fügt sie zu einem neuen Ganzen zusammen. Er verbindet die große Politik mit dem Elend der Schützengräben, die Detonationen der Gasgranaten mit den gemeinsamen Tänzen der Mächtigen jenseits der Front. Im Mai 2014 erscheint die Erzählung Vuillards auch in Deutschland bei Matthes & Seitz.

Eric Vuillard, geboren 1968 in Lyon, ist Schriftsteller und Regisseur. Für seine Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt und damit ein eigenes Genre begründet, wurde er u.a. mit dem Prix de l’inaperçu ausgezeichnet. 2012 erhielt er für seine Erzählungen „La Bataille d’Occident“ und „Congo“ den Franz-Hessel-Preis.

Moderation: Prof. Dr. Sven Externbrink (Universität Heidelberg)
Die Veranstaltung findet auf Französisch und Deutsch statt.
Der Eintritt ist frei.
Veranstalter: > Institut français Stuttgart

> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie

François Hollande : Interview à l’occasion de la commémoration du #8mai 1945

Donnerstag, 8. Mai 2014

Wiederum kündigt der Élysée-Palast das Interview zusammen mit dem Hashtag > #8mai 1945 an:

< François Hollande : Interview à l’occasion de la commémoration du #8mai 1945

> Commémoration de la victoire du 8 mai 1945 (Arc de Triomphe)http://www.elysee.fr/photos/commemoration-de-la-victoire-du-8-mai-1945-arc-de-triomphe/http://www.elysee.fr/photos/commemoration-de-la-victoire-du-8-mai-1945-arc-de-triomphe/

Mit dieser Welt muss aufgeräumt werden. August 1914
Ulf Stolterfoht, Eric Chevillard

Dienstag, 6. Mai 2014

Literaturhaus Stuttgart
Montag 12.05.14 20.00 Uhr

Lesung und Gespräch: Moderation: Michael Braun

August 1914: Das Netzwerk der deutschsprachigen Literaturhäuser hat 22 Autoren aus ganz Europa gebeten, zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges historische Quellen aus dem ersten Kriegsmonat zu recherchieren und essayistische Städtebilder Benjamin’scher Prägung zu entwerfen. Im Literaturhaus Stuttgart fragen A.L. Kennedy und Katrin Sedding sowie Ulf Stolterfoht und Éric Chevillard danach, was die Menschen 1914, vor und mit Beginn des Krieges, tatsächlich bewegt hat; was sie notiert, was sie aufgeschrieben haben, und welche Schlagzeilen die lokale Presse bestimmten. Auch forschen sie den Debatten nach, die in den Salons, Hinterzimmern oder auch auf offener Straße geführt wurden, und weben so an einem kleinmaschigen Netz zeitgeschichtlicher Ereignisse. Nach dem Auftakt in Berlin folgt eine Tournee der beteiligten Autorinnen und Autoren durch die Literaturhäuser im deutschsprachigen Raum. Pünktlich zum Auftakt erscheinen die Texte in der Zeitschrift „Die Horen“ unter dem Titel „Mit dieser Welt muss aufgeräumt werden. August 1914: Autoren blicken auf die Städte Europas“, Wallstein Verlag.
Am 12.5. stellt der in Heslach geborene Lyriker und Verleger Ulf Stolterfoht seine Gedichte zum Projekt vor und der Schriftsteller Éric Chevillard aus Dijon präsentiert seinen Essay. Am 16.6. folgen A.L. Kennedy und Katrin Seddig mit Lesung ihrer Texte und Diskussion im Literaturhaus Stuttgart.

Eine Veranstaltung des Netzwerks der Literaturhäuser, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und der Körber Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Institut Français
Eintritt: Euro 9,-/7,-/4,50
> Eintrittskarten kaufen

Vichy a fêté Napoléon III

Mittwoch, 30. April 2014

Vom 26.-27 April hat Vichy: Napoléon III, empereur des Français (1852-1870). In fünf Jahren hatte er die Thermalstadt am ALlier zu einer Modestadt gemacht.

trotz ein bisschen Werbung ziegen wir hier den Film von > TF 3 Auvergne:

> Éric Anceau : Warum sollte man Napoléon III heute kennen?

François Hollande: Hommage à Jean Jaurès à Carmaux

Mittwoch, 23. April 2014

Am 31. Juli 1914 wurde Jean Jaurès (1859-1914) in Paris ermordet. Er war Sozialist und Historiker.

Voir les extraits du documentaire « Jaurès est vivant ! » diffusé cet été sur Arte

<<< « Jean Jaurès, un prophète socialiste », hors-série Le Monde, coll. « Une vie, une œuvre », 122 p., 7,90 euros. En kiosque.

Lire:

Thomas Wieder, > Jean Jaurès, un prophète socialiste – Le Monde.fr, 6.03.2014

En direct:

Le président de la République, François HOLLANDE, se rendra à Carmaux dans le Tarn, le mercredi 23 avril, où il participera à la cérémonie d’hommage à Jean Jaurès.

Auch bei diesem Anlass darf wieder > mitgetwittert werden: “Le président de la République, François Hollande, participe à la cérémonie d’hommage à Jean Jaurès, à Carmaux dans le Tarn #DirectPR #Jaurès2014” steht auf der Website des Elyseepalastes.


1892 setzte sich Jean Jaurès zugunsten der Minenarbeiter von Carmaux ein, gegen deren Streik 1500 Soldaten mobilisiert worden waren. Schließlich entschied die Regierung im Streit zugunsten der Arbeiter. Der Marquis de Solages, dem die Mine gehörte demissionierte als Abgeordneter in der Nationalversammlung. 1893 wurde Jean Jaurès in die Nationalversammlung gewählt.


LE DOCUMENT

Jean Jaurès
> Les responsables de la guerre
Discours prononcé à Lyon-Vaise le 25 juillet 1914

Citoyens,

Je veux vous dire ce soir que jamais nous n’avons été, que jamais depuis quarante ans l’Europe n’a été dans une situation plus menaçante et plus tragique que celle où nous sommes à l’heure où j’ai la responsabilité de vous adresser la parole. Ah ! citoyens, je ne veux pas forcer les couleurs sombres du tableau, je ne veux pas dire que la rupture diplomatique dont nous avons eu la nouvelle il y a une demi-heure, entre l’Autriche et la Serbie, signifie nécessairement qu’une guerre entre l’Autriche et la Serbie va éclater et je ne dis pas que si la guerre éclate entre la Serbie et l’Autriche le conflit s’étendra nécessairement au reste de l’Europe, mais je dis que nous avons contre nous, contre la paix, contre la vie des hommes à l’heure actuelle, des chances terribles et contre lesquelles il faudra que les prolétaires de l’Europe tentent les efforts de solidarité suprême qu’ils pourront tenter. …

Chaque peuple paraît à travers les rues de l’Europe avec sa petite torche à la main et maintenant voilà l’incendie. Eh bien ! citoyens, nous avons notre part de responsabilité, mais elle ne cache pas la responsabilité des autres et nous avons le droit et le devoir de dénoncer, d’une part, la sournoiserie et la brutalité de la diplomatie allemande, et, d’autre part, la duplicité de la diplomatie russe. Les Russes qui vont peut-être prendre parti pour les Serbes contre l’Autriche et qui vont dire : « Mon coeur de grand peuple slave ne supporte pas qu’on fasse violence au petit peuple slave de Serbie. » Oui, mais qui est-ce qui a frappé la Serbie au coeur ? Quand la Russie est intervenue dans les Balkans, en 1877, et quand elle a créé une Bulgarie, soi-disant indépendante, avec la pensée de mettre la main sur elle, elle a dit à l’Autriche : « Laisse-moi faire et je te confierai l’administration de la Bosnie-Herzégovine. » L’administration, vous comprenez ce que cela veut dire, entre diplomates, et du jour où l’Autriche-Hongrie a reçu l’ordre d’administrer la Bosnie-Herzégovine, elle n’a eu qu’une pensée, c’est de l’administrer au mieux de ses intérêts. …

Quoi qu’il en soit, citoyens, et je dis ces choses avec une sorte de désespoir, il n’y a plus, au moment où nous sommes menacés de meurtre et de sauvagerie, qu’une chance pour le maintien de la paix et le salut de la civilisation, c’est que le prolétariat rassemble toutes ses forces qui comptent un grand nombre de frères, Français, Anglais, Allemands, Italiens, Russes et que nous demandions à ces milliers d’hommes de s’unir pour que le battement unanime de leurs coeurs écarte l’horrible cauchemar.

J’aurais honte de moi-même, citoyens, s’il y avait parmi vous un seul qui puisse croire que je cherche à tourner au profit d’une victoire électorale, si précieuse qu’elle puisse être, le drame des événements. Mais j’ai le droit de vous dire que c’est notre devoir à nous, à vous tous, de ne pas négliger une seule occasion de montrer que vous êtes avec ce parti socialiste international qui représente à cette heure, sous l’orage, la seule promesse d’une possibilité de paix ou d’un rétablissement de la paix.


> Jean Jaurès – Discours devant la Chambre des députés

> Jean Jaurès, Les responsables de la guerre – Discours prononcé à Lyon-Vaise le 25 juillet 1914

Vos excursions I :
Vous avez déjà visité le département Meuse?

Montag, 14. April 2014

Website? Design? Diese Seite ist einfach prima gemacht. Lädt zum Entdecken des Departement Meuse ein! Reichhaltige Information. Wenn Sie sich hier umgucken, steht Ihr nächstes Ausflugsziel fest !

http://tourisme-meuse.com/

> Centenaire 14-18 en Meuse – Auf unserem Blog> Centenaire: 1914-1918

Regardez !> La liste des acitivités en Meuse Entre autres:

> Musée européen de la bière – 55700 Stenay

> Ferme du Valonn – 55150 Moirey-Flabas-Crepion

> Exposition Raymond Poincaré à Sampigny

> Brochures et documents

Unser Tipp:
> 5e Marche Gourmande du Val Dunois
Brieulles sur Meuse – Le 27 avril 2014 – 10h30 – 10h30 Dimanche
“Départ entre 10 h 30 et 13 h de la salle des fêtes de Brieulles-sur-Meuse (55110). Balade pédestre et familiale de 12 km environ avec repas du terroir servi tout au long du circuit, dégustations et animations. Tarifs : 25 euros adulte, 12 euros – de 12 ans, gratuit – de 6 ans. Uniquement sur inscription avant le 17 avril 2014. Renseignements au 03 29 80 82 27 ou tourisme@dun-sur-meuse.com.”

> Meuse – Département 55

Jacques Le Goff, 1924-2014

Samstag, 5. April 2014

Auf unserem Blog:

| Unser TV-Studio | Die Videos auf diesem Blog |Der Computer im Französisch-unterricht | Centenaire 1914-1918 | Nachgefragt:Jean-Noël Jeanneney, La Grande Guerre, si loin, si proche | L’interview: OFAJ/DFJW | 50 ans Traité de l’Élysée: 64 articles | Françallemagne 2.0 | Au revoir…. bonjour www.qwant.com | Sommeruni Rinteln | La remise du Prix des lycéens allemands 2014 au Salon du livre à Leipzig: 3 Videos und 250 Fotos| Französisch lernen? | Web 2.0 |


Im Alter von 90 Jahren ist Jacques Le Goff am 1. April 2014 in Paris gestorben. Er war einer der bekanntesten Historiker Europas und ein Spezialist für die Geschichte des europäischen Mittelalters. Er gehörte zu den Historikern, die sich auf die Annales-Schule beriefen, zu denen auch Lucien Febvre (1878-1956) und Marc Bloch (1886-1944) (> Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers) gehörten. > Zahlreiche Werke liegen auch in deutscher Übersetzung vor und weisen ihn als überragenden Kenner des Mittelalters und exzellenten Vertreter der »Nouvelle Histoire« aus.An der monumentalen Studie »Ludwig der Heilige« arbeitete Le Goff über 15 Jahre; es handelt sich zweifellos um die umfassendste und bedeutendste Biographie über den französischen König aus der Feder eines Historikers der Annales-Schule.


> Du lundi 7 au vendredi 11 avril, 20h – 20h30 – A voix nue “Jacques Le Goff”, rediffusion de la série d’entretiens réalisée par Emmanuel Laurentin en 2004


Er wächst in Toulon auf und entdeckt die Geschichte mit der Lektüre von Walter Scotts Ivanhoe. (1) Er besucht das Lycée Louis-le-Grand in Paris, dann studiert er Geschichte an der École Normale Supérieure. Es folgt ein Sudienjahr in Prag. 1950 besteht er die Agrégation. 1952/53 ist er an der École française de Rome, wird 1954 Assistent an der Universität Lille und bekommt 1958 einen Forschungsauftrag CNRS Centre national de la recherche scientifique. 1960 nahm Fernand Braudel ihn in die 6. Sektion der École Pratique des Hautes Études in Paris auf, wo Le Goff 1962 Professor wurde. 1o Jahre später wurde er Nachfolger Braudels als Leiter der Sektion bis zu seiner Emeritierung 1977. Ab 1967 war er im Herausgebergremium der > Zeitschrift Annales.


Jacques Le Goff über “La nouvelle histoire”: ” Cette histoire aussi, elle se veut mais non pas d’une façon brouillonne, d’une façon structurée, explicative, une histoire totale. Une histoire justement qui ne prenne pas seulement la surface des événements, qui ne prenne pas seulement les grands hommes et chez ces hommes leurs vies officielles, leurs vies extérieures, Mais qui prenne les sociétés et les hommes tout entiers, depuis leurs vies matérielles, la façon dont ils s’habillent, la façon dont ils mangent, la façon dont ils pensent. Et là encore comment, derrière leurs idées et leurs concepts, ils ont ces façons de penser presque automatiques, quotidiennes que l’on appelle des mentalités. Eh !bien, il faut dans cette intégration à l’explication du passé d’hommes, de groupes sociaux, de sociétés toutes entières, intégrer, je dirais presque au premier chef, l’imaginaire.” in:

La “nouvelle histoire” présentée par Jacques Le Goff Jalons -INA


Präsident Hollande würdigte das Leben und Werk von Jacques Le Goff: “„Als anerkannter Mittelalterexperte beschäftigte er sich mit den alltäglichsten Aspekten dieser Epoche. Er vermochte es, aus der Geschichte diese langen Bewegungen herauszulesen, die das Bewusstsein und die Vorstellungswelt prägen. Er war zudem ein Intellektueller, der sich in die Kontroversen seiner Zeit aktiv einbrachte, ein eiserner Verfechter der republikanischen Bildung, überzeugter Europäer und Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. Seiner Familie und seinen Freunden gilt mein aufrichtiges Beileid.“ – Website der Französischen Botschaft in Berlin

Bei Klett-Cotta sind z. Zt. von Jacques Le Goff vier Titel lieferbar:

Ludwig IX. (1214-1270), der erste und einzige heiliggesprochene König Frankreichs ist neben > Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen (1194-1250) die herausragende Herrschergestalt des 13. Jahrhunderts. Ludwig wird zur nationalen und mythischen Identifikationsfigur der Franzosen wie sein kaiserlicher Gegenspieler für die Deutschen. Jacques Le Goff, zeigt in seiner Biographie > Ludwig der Heilige den König als Heiligen, Kreuzfahrer und Friedensstifter und entfaltet das Bild seines Jahrhunderts. Le Goff erzählt die Herkunft des Königs, eine Geburt 1214, der frühe Tod des Vaters, die Bedeutung des Großvaters, die Regentschaft seiner Mutter, Blanka von Kastilien, die Heirat mit Margarete von Provence und der erste Kreuzzug (1248-1254). Der König gerät in Gefangenschaft und kommt durch die Zahlung eines Lösegeldes frei. Schließlich kehrt er nach dem Tod der Mutter in das damalige Frankreich zurück, regiert und reformiert sein Königreich und stirbt 1270 vor Tunis während eines zweiten, gescheiterten Kreuzzuges.

Jacques Le Goff, > Ludwig der Heilige
Aus dem Franz. von Grete Osterwald Leinen, Fadenheftung, 3 Lesebändchen, eingelassenes Titelschild, mit farb. Tafelteil, mehrere Stammtafeln und Karten, Schuber (Original: Saint Louis. Gallimard, Paris, 1996) – 1050 Seiten, ISBN: 978-3-608-91834-2.

Er erhielt zahlreiche Preise: 1987 den »Grand Prix National d‘histoire du ministère de la Culture«, 1991 die »médaille d´or du CNRS«, 1994 den Hegelpreis der Stadt Stuttgart, 1996 den »grand prix Gobert de l´Académie française«, 1997 den »grand prix d´histoire de la Ville de Paris«.

(1) Vgl. Philippe-Jean Catinchi, Historien médiéviste. Jacques Le Goff, LE MONDE, 3 avril 2014.

Leider bleiben die folgenden Links evtl. nicht längere zeit gültig:

> Jacques Le Goff – France-Culture

> Jacques Le Goff – France Inter

> Au fil des ondes : Jaques Le Goff

Hans-Jürgen Heinrichs > Zum Tod von Jacques Le Goff – Geschichte als Wissenschaft und als Erzählung – NZZ, 2. April 2014, 15:53

Nicolas Truong, > Jacques Le Goff, mort d’un « ogre historien » Le Monde 01.04.2014 à 11h55

Napoleon III. Vorlesung von Éric Anceau: 600 Zuhörer

Freitag, 4. April 2014

Louis-Napoleon, der Neffe des Kaisers Napoleon I. war kürzlich Thema in der Vorlesung von > Éric Anceau im Amphitéâtre Richelieu in der Sorbonne. 600 Zuhörer! Das genügt, um anzumerken, dass Napoleons III. heute noch oder wieder eine Faszination auf uns ausübt:

Foto: Eric Anceau, 2014.

Napoleon III? Schüler in Augsburg ! Im Exil auf Schloß Arenenberg. Staatsstreich in Straßburg, 1832, exiliert in die USA, Staatsstreich in Boulogne-sur-Mer, 1840, zu lebenslanger Haft im Fort Ham verurteilt, 1846 aus der Haft, in der viele Schriften verfasst hat, geflohen und im Dezember 1848 zum 1. Staatspräsidenten mit 6,5 Mill. Stimmen gewählt. 3., diesmal erfolgreicher Staatsstreich am 2. Dezember 1851, (Wieder-)Einführung des Kaiserreichs. Das Second Empire dauert bis zum September 1870 und verleiht Frankreich einen beeindruckenden wirtschaftlichen Aufschwung.

> Éric Anceau auf Facebook

Auf einer Veranstaltung von > Wikistage hat Éric Anceau kürzlich die Frage beantwortet: > Warum sollte man Napoléon III heute kennen?

> Nachgefragt: Eric Anceau, Napoléon III

 

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