Notre rédaction a participé au Festival Rétif de la Bretonne à Sacy (à environ 16 km au sud d’Auxerre, en Bourgogne) du 23 au 26 juillet. Un programme aussi varié que réussi, organisé sur place par Crista Mittelsteiner pour la Société Rétif de la Bretonne.
En marge du festival, le metteur en scène Christian Pythieu a répondu à nos questions sur le langage particulier de Rétif de la Bretonne :
Christian Pythieu est né à Paris en 1951 et a débuté sa carrière théâtrale pendant ses études à la Sorbonne. Après sa formation au Conservatoire national supérieur d’art dramatique de Paris, il a travaillé comme comédien avec différents metteurs en scène. À partir de 1988, il s’est de plus en plus consacré à la mise en scène et à l’adaptation de textes littéraires pour la scène, et a fondé la troupe de théâtre « Opossum ». Depuis 1992, il enseigne dans le cadre du baccalauréat d’art dramatique à Béthune et collabore également avec de nombreuses bibliothèques à l’occasion de lectures publiques.
L’un des moments forts du Festival a été une promenade littéraire d’un bout à l’autre du village : de la maison natale de Nicolas Edme Rétif jusqu’à la ferme où il a vécu plus tard, et dont il a intégré le nom dans son propre nom :
(traduitavec deepl.com)
Unsere Redaktion hat am Festival Rétif de la Bretonne à Sacy (ca. 16 km südlich von Auxerre/Burgund) du vom 23. au 26. Juli teilgenommen. Ein so vielfältiges und gelungenes Programm, das Crista Mittelsteiner ffür die Société Rétif de la Bretonne dort organisiert hat.
Am Rande des Festivals hat der Regisseur Christian Pythieu auf unsere Fragen zu besonderen Sprache von Rétif de la Bretonnne beantwortet:
Christian Pythieu wurde 1951 in Paris geboren und begann seine Theaterlaufbahn während seines Studiums an der Sorbonne. Nach seiner Ausbildung am Nationalen Konservatorium für Schauspielkunst in Paris arbeitete er als Schauspieler mit verschiedenen Regisseuren zusammen. Ab 1988 konzentrierte er sich zunehmend auf die Regie und die Bearbeitung literarischer Texte für die Bühne und gründete die Theatergruppe „Opossum“. Seit 1992 unterrichtet er im Rahmen des Theaterabiturs in Béthune und arbeitet außerdem mit zahlreichen Bibliotheken bei öffentlichen Lesungen zusammen.
Zu den Höhepunkten des festivals gehörte ein literarischer Spaziergang von einem Dorfende zum anderen: vom Geburtshaus von Nicolas Edme Rétif bis zu dem Bauernhof, wo er später gewohnt hat, und den er in seinen Namen aufgenommen hat:
À suivre. Es folgen noch weitere Fotos und ein Film vom literarischen Spaziergang.
Mit einer großen Zeremonie werden am Dienstag, 23. Juni 2026, der Historiker Marc Bloch und seine Ehefrau Simonne Bloch (geb. Vidal) im Pantheon beigesetzt. Eine „Panthéonisation“, über die der Staatspräsident entscheidet. Im Juli 1944 wurde Marc Bloch von der Gestapo ermordet. Seine Frau starb Anfang Juli 1942 in Lyon.
Comment expliquer, ou du moins interpréter, l’incompréhensible ?
Le Président disait entre autres: „Devenu nomade, entre sa maison de Fougères, Montpellier et Lyon, il lui faut sauver sa bibliothèque.
Oui, sa bibliothèque, que le Gouvernement de Vichy, comme l’occupant, veulent lui confisquer. 5 0000 livres, patiemment rassemblés par Marc Bloch tout au long de sa vie. Livres de l’étudiant, du professeur, du Républicain. 5 000 livres qui disent la vérité d’un homme, son amour de la littérature, son appétit de savoir, sa soif de transmettre. Alors, Marc Bloch résiste à cette persécution inepte, ne veut pas renoncer à ses livres, à sa vie, à ce qui donne sens à son existence.
Alors il se bat. Demande à Lucien Febvre d’activer tous les réseaux possibles, sollicite Fernand de Brinon, représentant de Vichy en zone occupée, écrit à Jérôme Carcopino, ancien élève de son père,
désormais au service de Pétain. On lui a tout pris, mais au moins qu’on lui laisse ses livres. Il ne demande rien d’autre pour lui, pour ses enfants. Mais non, rien n’y fait. La lâcheté des uns et la méchanceté des autres se conjuguent. L’antisémitisme lui a volé son métier, son appartement, son argent. Il faut qu’il lui vole aussi ses livres. Ces derniers sont expédiés en Allemagne, dispersés. Et pour beaucoup perdus. Dans la France de la collaboration, avide de prendre sa revanche sur l’affaire Dreyfus, le cas de Marc Bloch montre que dès qu’il faut s’en prendre à un Juif, il se trouve toujours un préfet pour réquisitionner. Un policier pour perquisitionner. Un juge pour condamner. Un universitaire pour justifier. Un journaliste pour approuver. Un voisin pour dénoncer. Et tant d’autres pour détourner le regard.
Wie kann man das Unfassbare erklären oder zumindest deuten?
Der Präsident sagte u.a. : „Da er (i. e. Marc Bloch) nun zwischen seinem Haus in Fougères, Montpellier und Lyon hin- und herpendelte, musste er seine Bibliothek retten. Ja, seine Bibliothek, die sowohl die Vichy-Regierung als auch die Besatzer ihm beschlagnahmen wollten. 5.000 Bücher, die Marc Bloch im Laufe seines Lebens geduldig zusammengetragen hatte. Bücher des Studenten, des Professors, des Republikaners. 5.000 Bücher, die die Wahrheit über einen Mann erzählen: seine Liebe zur Literatur, seinen Wissensdurst, sein Verlangen, Wissen weiterzugeben. Also leistet Marc Bloch Widerstand gegen diese unsinnige Verfolgung, will seine Bücher, sein Leben und das, was seinem Dasein Sinn verleiht, nicht aufgeben. Also kämpft er. Er bittet Lucien Febvre, alle möglichen Kontakte zu nutzen, wendet sich an Fernand de Brinon, den Vertreter von Vichy in der besetzten Zone, schreibt an Jérôme Carcopino, einen ehemaligen Schüler seines Vaters, der nun im Dienst Pétains steht. Man hat ihm alles genommen, aber man möge ihm wenigstens seine Bücher lassen. Er bittet um nichts anderes für sich selbst, für seine Kinder. Doch nein, nichts hilft. Die Feigheit der einen und die Boshaftigkeit der anderen vereinen sich. Der Antisemitismus hat ihm seinen Beruf, seine Wohnung, sein Geld geraubt. Nun muss man ihm auch noch seine Bücher rauben. Diese werden nach Deutschland verschickt und verstreut. Und viele gehen verloren. Im Frankreich der Kollaboration, das darauf aus ist, Rache für die Dreyfus-Affäre zu nehmen, zeigt der Fall von Marc Bloch, dass, sobald man es auf einen Juden abgesehen hat, sich immer ein Präfekt findet, der beschlagnahmt. Ein Polizist, der durchsucht. Einen Richter, der verurteilt. Einen Wissenschaftler, der rechtfertigt. Einen Journalisten, der zustimmt. Einen Nachbarn, der denunziert. Und so viele andere, die wegschauen.“
Une bonne introduction :
Tout savoir, en peu de mots, mais choisis sur Marc Bloch historien du Moyen Âge, c'est aussi sur YouTube :https://t.co/eJhxnupDwQ
Marc Bloch wurde am 6. Juli 1886 in Lyon geboren. Als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter das Croix de guerre und wurde in die Ehrenlegion aufgenommen. 1921 wurde er Professor für für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Straßburg. 1936 bekommt er einen Ruf als Professor für Wirtschaftsgeschichte an die Sorbonne in Paris. 1939 wurde er wieder Soldat und war bis zur Niederlage Frankreichs im Juni 1940 Offizier. Im Oktober 1940 gelingt es ihm, in der freien Zone wieder in die Universität von Stra8burg, die nach Clermont-Ferrand übergesiedelt war, aufgenommen zu werden. 1943 schließt er sich der Résistance in Lyon an. Am 8. März 1944 wird er von der Gestapo verhaftet und gefoltert. Am 16. Juni 1944 wurde er nahe bei Lyon von der Gestapo ermordet.
> L’exposition de l’artiste Annaëlle Vanel est à découvrir au Centre Marc Bloch du 29 avril au 6 juillet, avec un vernissage suivi d’une table ronde avec Yaëlle Biro, Jan Hüsgen, Mary-Ann Middelkoop et d’une réception le 29 avril à 16h30.
1924 erschien Les Rois thaumaturges / Die wundertätigen Könige mit dem Bloch beschrieb, wieso den Königen heilende, magische Kräfte zugesprochen wurden. 1939 erschien La société féodale / Die Feudalgesellschaft von Marc Bloch.
Es wurde zu einem Meilenstein der französischen Historiographie. 1929 hatte zusammen mit Lucien Febvre die Zeitschrift „Annales. Histoire, Sciences Sociales“ gegründet. Es handelte sich um eine Neuorientierung der Geschichtsschreibung, die nun wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Strukturen in den Blick nahm. Das Stichwort, wie Fernand Braudel, es formulierte lautet die „longue durée“, das Individuum trat zurück, im Mittelpunkt stand die Geschichte der Massen über einen längeren Zeitraum hinweg. Blochs „Feudalgesellschaft“ war eine ersten Illustration dieser neuen Geschichte und sicherte ihr große Aufmerksamkeit
An der L’apologie de l’histoire ou Métier d’historien/ Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers (1944): „Sag mir Papa! Wozu dient eigentlich die Gechichte?“ ( S. 5) arbeitete Bloch bis zu seiner Ermordung. Es blieb ein Fragment. Nach der Entdeckung weiterer Manuskriptteile, erschien 1997 eine ergänzte Ausgabe. Dieses Buch bietet grundlegende Einblicke in das Selbstverständnis und die Denkweisen moderner Geschichtsforschung. Marc Bloch stellt die Ziele und Grenzen historischer Erkenntnis dar und führt die Methodik der Geschichtsschreibung ein.
1946 erschien der Band L’ètrange defaite. Témoignage écrit en 1940, in dem er du.a. die Gründe für die Niederlage 1940 untersucht. Im Juni 2026 wird der Historiker und Widerstandskämpfer Marc Bloch (1886–1944) in das Panthéon aufgenommen. Das Centre Marc Bloch – Ein deutsch-französisches Forschungszentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften – bietet im Radio Marc Bloch eine Reihe von Podcasts unter dem Titel „Marc Bloch im Panthéon!“ an. In der siebten Folge der Podcast-Reihe „Marc Bloch im Panthéon!“ kommt die in Deutschland lebende Künstlerin Anaëlle Vanel zu Wort: > #7 Dialogue avec Anaëlle Vanel, artiste Photographe In diesem Gespräch geht es um das Schicksal des Manuskripts von „L’Étrange défaite“, um Marc Bloch ausgehend von einem „Nicht-Ort“ der Erinnerung zu beleuchten und die Geschichte vom Rand her zu betrachten.
Marc Bloch: Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers. Mit einem Vorwort von Jaques Le Geoff.
Herausgegeben von Peter Schöttler.
Übersetzt aus dem Französischen von Wolfram Bayer.
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2002.
280 Seiten.
ISBN-10: 3608941703
La panthéonisation :
L’historien et résistant Marc Bloch fut torturé, supplicié et fusillé par les nazis. Il est tombé à 58 ans en criant "Vive la France !" Emmanuel Macron a annoncé son entrée prochaine au Panthéon, saluant "son œuvre, son enseignement et son courage". ➡️ https://t.co/ZssGB7YNllpic.twitter.com/6gD9Hs7UMZ
Face à la défaite de 1940, Marc Bloch dénonce un système éducatif sclérosé, producteur de conformisme et d’élites coupées du réel, appelant à une révolution culturelle pour former des citoyens critiques et solidaires. #RéformeÉducationhttps://t.co/3zEsKaVezC
Schöttler, Peter (Hg.), Marc Bloch. Historiker und Widerstandskämpfer
Der Band ist wohl leider vergriffen.
Campus Verlag, Frankfurt am Main – New York 1999
ISBN 9783593363332
Les tâches pour les élèves :1. Lisez et écoutez l’appel du 18 juin
2. Résuméz l’appel du 18 juin
3. Écrivez un article. Dans quelle circonstance Charles de Gaulle a-t-il lancé l’appel du 18 juin? Qu’est-ce qu’il a proposé ? Pourquoi célèbre-t-on aujourd’hui le 18 juin en France ?
Chaque année, la France commémore l’appel du général Charles de Gaulle du 18 juin 1940, dans lequel il appelait à lutter contre l’occupation allemande. Après l’armistice de 1940, il se rend à Londres et appelle les Français à résister aux occupants allemands. L’appel du 18 juin 1940 est le premier discours de De Gaulle à la radio à Londres.
De Gaulle déclare qu’il ne faut pas abandonner la lutte contre l’Allemagne nazie, et met en garde contre une extension mondiale de la guerre.
Jedes Jahr wird in Frankreich an den Appel des General Charles de Gaulle vom 18. Juni 1940 erinnert, mit dem e zum Kampf gegen die deutsche Besatzung aufrief. Nach dem Waffenstillstand 1940 geht er nach London und ruft die Franzosen zum Widerstand gegen die deutschen Besatzer auf. Der Appell vom 18. Juni 1940 ist die erste Ansprache de Gaulles im Radio in London.
De Gaulle sagte, man dürfe den Kampf gegen Nazideutschland nicht aufgeben, fordert er und warnt vor einer weltweiten Ausweitung des Krieges.
🗣 « La France a perdu une bataille, mais elle n’a pas perdu la guerre ! »
🔙 Le 18 juin 1940, depuis la radio à Londres, le général de Gaulle lançait un appel à la résistance. Retour sur un discours historique 👇https://t.co/4456VrFKwu
🎙️ Le 18 juin 1940, le général de Gaulle appelait à refuser la défaite et à croire en la France, malgré tout.
— Aujourd’hui encore, son appel résonne : face aux extrêmes et à la peur, choisissons la résistance, la dignité, le courage et la République. 🇫🇷 pic.twitter.com/4LCGiqGimZ
"Beaucoup de Français n'acceptent pas ni la capitulation ni la servitude, pour des raisons qui s'appellent : l'honneur, le bon sens et l'intérêt supérieur de la patrie." Voici un extrait de l'appel du 18 juin 1940, réenregistré 4 jours plus tard par De Gaulle. pic.twitter.com/g72rhtZZvH
Die Zeitungen in Frankreich veröffentlichten den Aufruf am folgenden Tag, er wurde zur Gründungsurkunde der Résistance. Das Originalband der Sendung gilt als verloren, er wurde am 22. Juni noch einmal aufgezeichnet:
Quatre jours après l'appel du #18Juin, le Général de Gaulle le réitère à la BBC. Celui-ci fut enregistré. 🇫🇷
Der Stellenwert der französischen Sprache in der französischen Gesellschaft, kulturelle Souveränität angesichts der KI, Emanzipation durch die Sprache: Diese Themen und noch mehr behandelt der jetzt erschienene Bericht an das Parlament über die französische Sprache. Er berichtet über die Maßnahmen, die vom Kulturministerium und seinen Partnern ergriffen wurden.
„Langue vivante et langue en mouvement, la langue française est et doit rester un pont entre les cultures et les générations ; il nous appartient de la faire vivre ensemble.“
Catherine Pégard, ministre de la Culture
Die Generaldelegation für die französische Sprache und die Sprachen Frankreichs im Kulturministerium, die die Umsetzung und Koordinierung der Sprachpolitik der Regierung verantwortet, veröffentlicht jedes Jahr einen Bericht über die französische Sprache.
Der „Rapport au Parlement 2026 sur la langue française“ informiert über die Sprachpolitik Frankreichs und erklärt auch die zentrale Bedeutung der französischen Sprache als verbindendes Element in Gesellschaft und Welt. Mit über 396 Millionen Sprecherinnen und Sprechern weltweit zeigt der Bericht anhand von Statistiken, Analysen und Interviews die politische und kulturelle Bedeutung des Französischen sowie der Mehrsprachigkeit auf.
Der Bericht 2026 informiert über die Maßnahmen Frankreichs zur Förderung der französischen Sprache und der Mehrsprachigkeit. Im Mittelpunkt stehen die Rolle des Französischen als Sprache der Republik, der Schutz des Rechts auf Informationen in französischer Sprache sowie die Bedeutung sprachlicher Vielfalt im digitalen Zeitalter und im Kontext von KI. Zudem werden Maßnahmen vorgestellt, die besonders junge und benachteiligte Menschen beim Spracherwerb unterstützen sollen, um Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Benjamin Voisin ist der Nachfolger von Marcello Mastroiani, der 1967 im Film von Luchino Visconti die Hauptperson des Romans von Albert Camus L’étranger (1942) verkörperte. In diesem Jahr ist die Neuverfilmung des Schulkassikers von François Ozon als Schwarz-Weiß-Film in die deutschen Kinos gekommen
Albert Camus, > L’étranger
Texte et documents, 97 Seiten
Originaltext mit Annotationen und Zusatztexten
ISBN 978-3-12-597460-9
Meursault, ein Angestellter in Algier erfährt per Telegramm, dass seine Mutter in Altersheim verstorben ist: Das ist zugleich einer der berühmtesten Romananfänge: „Heute ist Mama gestorben. Vielleicht auch gestern…“ Er nimmt sich einen Tag frei und fährt nach Marengo, um an ihrer Beerdigung teilzunehmen. Wieder zurück begegnet er seiner Kollegin Marie (Rebecca Marder), sie gehen zusammen schwimmen, dann ins Kino und auch zu ihm nach Hause.
Ob sie ihn liebe, will sie wissen und Meursault sagt, das sei doch egal. Später an einem Strand haben seine Freunde Ärger mit Arabern, Meursault nimmt seinem Kumpel die Pistole ab, damit dieser keinen Unfug anstelle. … Bitte weiterlesen auf dem Blog Lesen fürs Leben von Ernst Klett Sprachen > L’étranger von Albert Camus verflmt von François Ozon
Dans leur introduction, qui mérite d’être lue car elle résume de manière impressionnante l’importance de l’histoire pour les relations franco-allemandes, les trois éditeurs présentent le concept de leur ouvrage : « L’histoire franco-allemande est une histoire d’extrêmes. » (p. 9) Cette phrase résume avec précision l’histoire franco-allemande si riche et variée, marquée par trois guerres cruelles (et la « bataille des nations » de 1813 près de Leipzig, p. 45 et suivantes), puis par une amitié commune pour le bien de l’Europe. Les villes, villages et paysages des deux pays témoignent de cette diversité remarquable. Les auteurs ont sélectionné 63 lieux pour le 63e anniversaire du traité de l’Élysée de 1963. Les auteurs ont sélectionné ces lieux afin de montrer comment ils marquent notre mémoire actuelle, qui, avec le souvenir des événements qui s’y sont déroulés, s’inscrit dans la culture du souvenir et peut aujourd’hui être considérée comme le fondement de l’Europe.
2. À l’aide de > Cartorik choisissez un lieu qui représente un lieu significatif de l’histoire franco-allemande et présentez-le dans votre classe.
3. Quels lieux en France ou en Allemagen rappelent les événements les plus douleureux ?
4. Quels lieux rappellent le mieux l’oeuvre de la réconcilliation franco-allemande?
PONS hilft Euch:
Le livre est complété par une > Cartorik, une carte numérique sur l’histoire franco-allemande créée par l‘Office franco-allemand pour la Jeunesse. Cartorik peut être facilement consulté grâce à un code QR qui accompagne chacun des 63 lieux. Des références bibliographiques accompagnent chaque lieu. Liste des auteurs : p. 323-328.
La guerre franco-allemande de 1870/71 a été suivie d’une humiliation supplémentaire avec la proclamation de l’Empire allemand dans la galerie des Glaces de Versailles. Ce souvenir n’est ni effacé ni relativisé lorsque, en 2003, les députés de l’Assemblée nationale et du Bundestag allemand célèbrent le 40e anniversaire du traité de l’Élysée à Versailles. Versailles et Potsdam ont signé un jumelage en 2016.
Ce livre décrit de manière très instructive, à travers les 63 lieux présentés, le savoir-faire nécessaire pour mettre en œuvre la réconciliation après trois guerres si douloureuses, surmonter ensemble le passé et jeter ainsi les bases d’une paix durable et d’une coopération amicale.
Presque chaque description de lieu est introduite par un paragraphe introductif – comme l’« entrée en matière » d’un cours d’histoire souvent en rapport avec le présent –, suivi d’analyses et d’explications historiques, puis d’un paragraphe sur ce qu’est devenue aujourd’hui la mémoire de ce lieu ou sur la façon dont cette mémoire perdure.
L’histoire franco-allemande est également présente au Togo et au Bénin : p. 36 et suivantes, où, à Boukumbé, à la frontière avec le Togo, les habitants ont utilisé le drapeau français en 1906 pour empêcher les Allemands de construire une route…
La présentation des 63 lieux se lit comme un guide touristique à travers l’histoire franco-allemande, qui réserve même aux connaisseurs de nouvelles découvertes. Tous les lieux ne sont pas connus de tous. Presque personne n’associe le Mont Pèlerin aux 2220 jumelages de villes qui ont vu le jour en juin 1948 lors de la première rencontre franco-allemande des maires au Mont Pèlerin en Suisse : Cottbus et Montreuil ont conclu le premier jumelage (p. 236 et suivantes). Et en classe, mes élèves ont toujours été étonnés de voir comment le général de Gaulle s’est adressé à la jeunesse allemande en 1962. Son discours dans la cour intérieure du château de Ludwigsburg a été honoré en 2012 par une cérémonie officielle. Après la guerre, l‘Institut franco-allemand DFI a été fondé à Ludwigsburg.
Fleury-Devant-Douaumont a été complètement détruit pendant la Première Guerre mondiale. Aujourd’hui, c’est un lieu de mémoire pour la compréhension franco-allemande. D’autres lieux, comme Hohenlychen, à 100 km au nord de Berlin, d’abord un sanatorium, puis le siège d’un mouvement de jeunesse franco-allemand de 1931 à 1932, ont également été le théâtre de crimes atroces. Les écoles de vacances ont trouvé leur prolongement dans les projets de l’OFAJ. Le camp de concentration de Buchenwald, près de Weimar, fait également partie des lieux de mémoire (> Question : Jean-Noël Jeanneney, L’un de nous d’eux).
Dans l’histoire franco-allemande, Munich est associée à cet accord funeste de 1938. Gdansk/Danzig garde de vieux souvenirs d’espoirs placés dans la France. Après une histoire douloureuse, elle est finalement devenue un symbole de liberté. Vichy, Gurs, Schirmeck, Ban Saint-Jean ainsi que le Vel d’Hiv sont autant d’autres souvenirs douloureux. Chacun de ces lieux est associé à une forme particulière de commémoration. Georges Brassens a ainsi rendu hommage à sa manière, à travers ses chansons, au camp de travail de Basdorf, un lieu situé au nord de Berlin.
La splendeur de l’hôtel Excelsior à Nice ne doit pas faire oublier qu’il fut le siège de la Gestapo à partir de 1943 et devint un lieu d’internement. Le Vercors, entre les départements de l’Isère et de la Drôme, devint un lieu de refuge et de résistance : > Hommage aux maquisards de la Résistance et de la Libération à Vassieux-en-Vercors. À Oradour-sur-Glane, le 10 juin 1944, les SS ont commis un horrible massacre et brûlé 450 femmes et enfants dans l’église du village : > Le président Emmanuel Macron et le président fédéral Frank-Walter Steinmeier à Oradour-sur-Glane – 10 juin 2024. Sigmaringen a été brièvement la capitale française et est aujourd’hui un lieu de mémoire franco-allemand, tout comme Chartres ou Freudenstadt. Rastatt est synonyme de procès contre les criminels de guerre.
Parmi les premières rencontres entre jeunes Français et Allemands, on peut citer la Rencontre européenne de la jeunesse de 1951 à la Loreley, à laquelle ont participé 35 000 jeunes de 14 nations. Après tous les malheurs et les horreurs des guerres, certains lieux symbolisent la réconciliation, comme Reims, avec la visite mémorable de la cathédrale par le président Charles de Gaulle et Konrad Adenauer en 1962.
(> Il y a quatre-vingts ans : La victoire sur le nazisme et la capitulation allemande le 8 mai 1945) Ou encore le palais de l’Élysée pour la signature du traité de 1963, qui porte le nom de la résidence officielle du président français. Le > tramway qui relie Strasbourg et Kehl est devenu un symbole tout particulier.
Les auteurs ont particulièrement bien réussi à présenter ici un livre d’histoire franco-allemand qui montre comment la réconciliation a été et continue d’être mise en œuvre de manière très concrète et avec succès dans ces 63 lieux, et ce de manière très différente. Pour tous ces lieux, l’histoire et ses enseignements constituent une obligation de comprendre les relations franco-allemandes comme un processus très vivant qui, loin d’occulter les années douloureuses, préserve une culture du souvenir qui, comme indiqué ci-dessus, fait de la connaissance et du savoir-faire liés à cette réconciliation un bien si précieux que de nombreux pays dans le monde nous envient à juste titre. Le livre a une autre dimension. D’une certaine manière, il explique également quelles obligations incombent aux initiateurs de la > réconciliation franco-allemande, qui a commencé dès 1945, à laquelle Joseph Rovan et Alfred Grosser. Grosser répétait sans cesse : « Expliquer, expliquer, toujours expliquer », faisant référence à la mémoire du passé, mais aussi à la tentative incessante de se mettre à la place de l’autre, une recette toujours importante pour la réussite des relations franco-allemandes, dont le présent ouvrage fournit une clé pour leur compréhension historique.
In ihrer Einleitung – die so lesenswert ist, weil darin die Bedeutung der Geschichte für die deutsch-französischen Beziehungen so beeindruckend auf den Punkt gebracht wird – stellen die drei Herausgeber das Konzept ihres Buches vor: „Die deutsch-französische Geschichte ist eine Geschichte der Extreme.“ (S. 9) Mit diesem Satz resümieren sie ganz präzise die so vielfältige deutsch-französische Geschichte, die von drei grausamen Kriegen (und die „Völkerschlacht“ 1813 bei Leipzig, S. 45 ff.) und dann von einer gemeinsamen Freundschaft zum Wohl Europas berichtet. Die Städte, Dörfer und Landschaften in beiden Ländern berichten von dieser so bemerkenswerten Vielfalt. 63 Orte für den 63. Jahrestag des Élysée-Vertrages von 1963 haben die Autoren ausgesucht, um mit ihnen zu zeigen, wie sie unser heutiges Gedächtnis prägen, das mit dem Gedenken an die dort stattgefundenen Ereignisse im Rahmen der Erinnerungskultur in die Zukunft weist und heute als Fundament für Europa gelten darf.
2. À l’aide de > Cartorik choisissez un lieu qui représente un lieu significatif de l’histoire franco-allemande et présentez-le dans votre classe.
3. Quels lieux en France ou en Allemagen rappelent les événements les plus douleureux ?
4. Quels lieux rappellent le mieux l’oeuvre de la réconcilliation franco-allemande?
PONS hilft Euch:
Das Buch wird durch eine > Cartorik ergänzt, eine digitale Karte zur deutsch-französischen Geschichte, die Deutsch-Französische Jugendwerk geschaffen hat. Mit einem QR-Code, das jeden der 63 Orte begleitet, kann Cartorik leicht aufgeschlagen werden. Bibliographische Angaben begleiten jeden Ort. Die Liste der Autorinnen und Autoren: S. 323-328.
Dem deutsch-französische Krieg von 1870/71 folgte noch eine zusätzliche Demütigung mit der Proklamation des Deutschen Kaiserreiches im Spiegelsaal von Versailles. Die Erinnerung wurde nicht getilgt oder relativiert, als 2003 die Abgeordneten der Nationalversammlung und des Deutschen Bundestages den 40. Geburtstag des Élysée-Vertrages in Versailles begingen. Versailles und Potsdam unterzeichneten 2016 eine Städtepartnerschaft.
Das Know-how, wie man nach drei so leidvollen Kriegen eine Aussöhnung ins Werk setzt, zusammen die Vergangenheit bewältigt und so das Fundament für einen dauerhaften Frieden und eine freundschaftliche Zusammenarbeit setzt, das wird in diesem Buch mit jedem der hier vorgestellten 63 Orten sehr lehrreich beschrieben.
Beinahe jede Ortsbeschreibung wird mit einem einführenden Absatz – wie der „Einstieg“ in eine Geschichtsstunde oft mit Gegenwartsbezug – eingeleitet, dann folgen historische Analysen und Erklärungen und dann immer ein Absatz darüber, was heute aus der Erinnerung an diesen Ort gemacht wurde, oder wie die Erinnerung fortlebt.
Deutsch-französische Geschichte gibt es auch in Togo und Benin: S. 36 ff., wo in Boukumbé an der Grenze zu Togo sich 1906 die Einwohner mit der französischen Flagge behalfen, um die Deutschen davon abzuhalten, eine Straße zu bauen…
Die Vorstellung der 63 Orte liest sich wie ein Reiseführer durch die deutsch-französische Geschichte, die auch ihren Kenner neue Entdeckungen vermittelt. Nicht alle Orte sind allen bekannt. Kaum jemand verbindet den Mont Pèlerin mit den heute 2220 Städtepartnerschaften, die im Juni 1948 mit dem ersten deutsch-französischen Treffen von Bürgermeistern auf dem Mont Pèlerin in der Schweiz begannen: Cottbus und Montreuil schlossen die erste Partnerschaft (S. 236 ff.). Und im Unterricht haben meine Schüler immer wieder gestaunt, wie General de Gaulle sich 1962 an die deutsche Jugend gewandt hat. Seine Rede im Innenhof des Ludwigsburger Schlosses wurde 2012 mit einem Staatsakt gewürdigt. Nach dem Krieg wurde in Ludwigsburg das Deutsch-französische Institut DFI gegründet.
Fleury-Devant-Douaumont wurde im Ersten Weltkrieg vollständig zerstört. Heute ist es ein Erinnerungsort für die deutsch-französische Verständigung. Andere Orte wie Hohenlychen, 100 km nördlich von Berlin, zunächst eine Heilanstalt, wurde er auch von 1931-1932 zum Domizil einer deutsch-französischen Jugendbewegung, dann ein Ort grausamer Verbrechen. Die Ferienschulen fanden ihre Fortsetzung mit den Projekten des DFJW. Zu den Gedenkorten gehört auch das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar (> Nachgefragt: Jean-Noël Jeanneney, L’un de nous d’eux).
In der deutsch-französischen Geschichte ist München mit dem unheilvollen Abkommen 1938, mit dieser Stadt verbunden. Gdansk/Danzig hat alte Erinnerungen an Hoffnungen auf Frankreich. Nach einer leidvollen Geschichte ist es dann doch noch zu einem Symbol der Freiheit geworden. Vichy, Gurs, Schirmeck, Ban Saint-Jean wie auch das Vel d’Hiv stehen für weitere so leidvolle Erinnerungen. Jeder dieser Orte ist mit einer speziellen Form des Gedenkens verknüpft. So hat Georges Brassens auf seine Weise mit seinen Liedern an das Arbeitslager Basdorf, ein Ort im Norden von Berlin, erinnert.
Der Glanz des Hotels Excelsior in Nizza darf heute nicht vergessen lassen, dass es ab 1943 Sitz der Gestapo war und zur Internierungsstelle wurde. Der Vercors zwischen den beiden Departements Isère und Drôme wurde zum Zuflucht- und Widerstandsort der Résistance : > Hommage aux maquisards de la Résistance et de la Libération à Vassieux-en-Vercors. In Oradour-sur Glane hat die SS am 10. Juni 1944 ein grauenvolles Massaker verübt und 450 Frauen und Kinder in der Kirche des Ortes verbrannt: > Staatspräsident Emmanuel Macron et Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Oradour-sur-Glane – 10. Juni 2024. Sigmaringen war eine kurze Zeit französische Hauptstadt und ist heute auch ein deutsch-französischer Erinnerungsort, wie auch Chartres oder Freudenstadt. Rastatt steht für die Prozesse gegen Kriegsverbrecher.
Zu den frühen Begegnungen zwischen französischen und deutschen Jugendlichen gehörte auch das Europäische Jugendtreffen 1951 auf der Loreley, an dem 35.000 Jugendliche aus 14 Nationen teilnahmen. Nach all dem Unglück und Schrecken der Kriege stehen besondere Orte für die Versöhnung, wie Reims, mit denkwürdigen Besuch der Kathedrale durch Staatspräsident Charles de Gaulle und Konrad Adenauer 1962. (> Vor achtzig Jahren: Der Sieg über den Nationalsozialismus und die deutsche Kapitulation am 8. Mai 1945) Oder er Élysée-Palast für die Unterzeichnung des Vertrags 1963, der den Namen des Amtssitzes des französischen Staatspräsidenten trägt. Die > Straßenbahn, die Straßburg und Kehl verbindet ist zu einem ganz besonderen Symbol geworden.
Den Autoren ist es besonders gut gelungen, hier ein deutsch-französisches Geschichtsbuch vorzulegen, das zeigt, wie Aussöhnung an diesen 63 Orten in ganz unterschiedlicher Weise ganz praktisch und erfolgreich in die Tat umgesetzt worden ist und wird. Für alle Orte gilt die Geschichte und ihre Lehren als Verpflichtung, die deutsch-französischen Beziehungen als einen sehr lebendigen Prozess zu verstehen, der die leidvollen Jahre keineswegs verdeckt, sondern eine Erinnerungskultur bewahrt, die wie oben angedeutet, das Wissen und Knowhow um diese Aussöhnung zu einem so wertvollen Gut macht, um das uns ganz zu Recht viele Länder in der Welt beneiden. Das Buch hat eine weitere Dimension. In gewisser Weise erklärt es auch, welche Verpflichtungen die Initiatoren der > deutsch-französischen Aussöhnung, die schon 1945 begann, an der Joseph Rovan und Alfred Grosser so maßgeblich beteiligt waren. Grosser wiederholte immer wieder: „Erklären, erklären, immer wieder erklären“ und meinte damit die Erinnerung an die Vergangenheit aber auch unablässig den Versuch, den Standpunkt des Gegenübers einzunehmen, ein immer noch wichtiges Rezept für das Gelingen der deutsch-französischen Beziehungen, zu denen das vorliegende Buch einen Schlüssel zu ihrem historischen Verständnis liefert.
Die deutsch-französische Aussöhnung, also das Wissen, wie man das macht, besonders zwischen zwei Staaten, die seit 1870 drei blutige Kriege miteinander geführt haben, ist unser wichtigstes Exportgut. In vielen Artikeln auf unserem Blog: Le Centenaire des Erste Weltkrieges (70 Artikel), der ÉLysée-Vertrag oder der Aachener Vertrag gehören alle zur Aussöhnung, zur Erinnerungskultur und zum gemeinsamen Fundament der deutsch-französischen Beziehungen.
Ulrich Pfeil, Professor an der Université de Lorraine in Metz und Nancy, hat in einer Sendung des WDR am 7. Februar 2026 an die deutsch-französische Aussöhnung seit 1945 erinnert:
Nicolas Edme Rétif de la Bretonne (1734-1806) apparaît comme une personnalité singulière de la République des Lettres de fin de l’Ancien Régime et de la Révolution : pour certains de ses contemporains, c’est un original, pour d’autres, un génie. …
Une oeuvre, d’inspiration largement autobiographique, explore les méandres de la mémoire et du fantasme dans des productions étonnantes : autobiographie narrative (Monsieur Nicolas) mais aussi dramatique (Le Drame de La Vie), journal intime (qu’il grave, un temps, sur les parapets de l’île Saint-Louis), récits qui recyclent à l’infini les épisodes marquants d’une trajectoire hors du commun, jalonnée de conquêtes amoureuses et dominée par un irrépressible besoin de conserver la trace des expériences présentes et passées pour mieux les revivre.
Nicolas Edme Rétif de la Bretonne était une personnalité tout à fait inhabituelle de la fin du siècle des Lumières et de la Révolution française… Il fait en réalité partie des premiers philosophes des Lumières. Fils d’un paysan bourguignon, il est devenu écrivain après avoir travaillé dans une imprimerie et a utilisé son œuvre pour créer son propre mythe. Il se présentait comme un homme proche de la nature qui, tenté par la ville, s’égare moralement et finit par retrouver sa place de gardien de l’ordre. Ses œuvres, fortement autobiographiques, tournent autour de la mémoire et de l’imagination et prennent différentes formes, telles que des autobiographies narratives et dramatiques ou des journaux intimes. Tous les types de romans imaginables sont présents dans son œuvre, qui compte plus de 65 000 pages : > Bibliographie des œuvres de Rétif de la Bretonne. Il y traite sans cesse des épisodes centraux de sa vie mouvementée, marquée par des aventures amoureuses et un fort désir de consigner ses expériences et de les revivre.
L’univers sonore de Rétif de La Bretonne
Colloque international – Université Toulouse-Jean Jaurès – 11-13 mars 2027
Le temps des Lumières a souvent été perçu comme le siècle de la vue, sens par excellence de la rationalité. L’idée semble encore confirmée par la lecture des « piétons de Paris » du dernier tiers du XVIIIe siècle : qu’il s’agisse de Louis-Antoine de Caraccioli (Paris en miniature, 1784), de Louis-Sébastien Mercier (Tableau de Paris, 1781-1788 ; Le Nouveau Paris, 1798), de Rétif de la Bretonne (Les Nuits de Paris, 1788-1794), de Charles Henrion (Encore un tableau de Paris, 1799-1800) ou de Jean-Baptiste Pujoulx (Paris à la fin du XVIIIe siècle, 1801), chacun, en offrant son tableau de la capitale, a fait entrer celui-ci dans une poétique et une littérature du regard. Les auteurs d’ailleurs le revendiquent : Rétif de la Bretonne, qui se veut « Spectateur nocturne », ne va-t-il pas jusqu’à se qualifier de Hibou, oiseau nyctalope ? Jean Sgard ne s’y est pas trompé en intitulant un de ses articles « L’œil du hibou » (Études rétiviennes, 1991, n° 15, p. 5-13). … > Appel à communications
Des contributions concernant les conceptions rétiviennes de la musique ou de la langue parlée sont aussi tout à fait bienvenues.
Un titre, même provisoire, serait toutefois le bienvenu pour le 15 février 2026.
Les actes du colloque seront publiés dans la revue des Études rétiviennes, n° 59, décembre 2027
Nicolas Edme Rétif de la Bretonne (1734-1806) gilt als einzigartige Persönlichkeit in der Welt der Literatur (in Frankreich sagt man „République des lettres“) am Ende des Ancien Régime und während der Revolution: Für einige seiner Zeitgenossen war er ein Original, für andere ein Genie. …
Ein weitgehend autobiografisch inspiriertes Werk, das die Windungen der Erinnerung und der Fantasie in erstaunlichen Produktionen erforscht: narrative Autobiografie (Monsieur Nicolas), aber auch dramatische Autobiografie (Le Drame de La Vie), Tagebuch (das er eine Zeit lang auf die Brüstungen der Île Saint-Louis gravierte), Erzählungen, die unendlich oft die prägenden Episoden eines außergewöhnlichen Lebensweges wiederholen, der von amourösen Eroberungen geprägt und von einem unbändigen Bedürfnis beherrscht ist, die Spuren gegenwärtiger und vergangener Erfahrungen zu bewahren, um sie besser wiedererleben zu können.
Nicolas Edme Rétif de la Bretonne war eine ganz ungewöhnliche Persönlichkeit des ausgehenden Zeitalters der Aufklärung und der Französischen Revolution… Er gehört tatsächlich zu den ersten Philosophen der Aufklärung. Als Sohn eines Bauern aus Burgund wurde ach seiner Tätigkeit in einer Druckerei Schriftsteller zu und schuf mit seinem Werk seinen eigenen Mythos. Er präsentierte sich als naturverbundener Mensch, der von der Stadt verführt wird, moralisch vom rechten Weg abkommt und schließlich wieder zu seiner Rolle als Hüter der Ordnung zurückfindet. Seine stark autobiografischen Werke drehen sich um Erinnerung und Vorstellungskraft und nehmen verschiedene Formen an, wie narrative und dramatische Autobiografien oder Tagebücher. Alle erdenklichen Romanformen sind in seinem mehr als 65.000 Seiten umfassenden Werk vertreten: > Bibliographie der Werke von Rétif de la Bretonne. Er behandelt darin immer wieder zentrale Episoden seines bewegten Lebens, das von Liebesabenteuern und dem starken Wunsch geprägt ist, seine Erfahrungen festzuhalten und wieder zu erleben.
Die Klangwelt von Rétif de La Bretonne
Internationales Kolloquium – Universität Toulouse-Jean Jaurès – 11.-13. März 2027
Organisationskomitee: Hélène Cussac, Fabrice Chassot, Françoise Le Borgne
Universität Toulouse-Jean Jaurès (Labor PLH), Universität Clermont Auvergne Labor CELIS)
> Société Rétif de la Bretonne
Wissenschaftliches Komitee: Nicolas Brucker, Michel Delon, Aurélia Gaillard,
Julien Garde, Stéphane Pujol, Pierre Testud
Die Zeit der Aufklärung wurde oft als das Jahrhundert des Sehens angesehen, dem Sinn par excellence der Rationalität. Diese Vorstellung scheint sich durch die Lektüre der „Piétons de Paris” (Fußgänger von Paris) aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts zu bestätigen: sei es Louis-Antoine de Caraccioli (Paris en miniature, 1784), Louis-Sébastien Mercier (Tableau de Paris, 1781-1788; Le Nouveau Paris, 1798), Rétif de la Bretonne (Les Nuits de Paris, 1788-1794), Charles Henrion (Encore un tableau de Paris, 1799-1800) oder Jean-Baptiste Pujoulx (Paris à la fin du XVIIIe siècle, 1801) – jeder von ihnen hat mit seinem Bild der Hauptstadt diese in eine Poetik und Literatur des Blicks eingebracht. Die Autoren bekennen sich übrigens dazu: Rétif de la Bretonne, der sich als „nächtlicher Zuschauer” versteht, bezeichnet sich sogar als Eule, als nachtaktiver Vogel. Jean Sgard hat sich nicht geirrt, als er einen seiner Artikel „Das Auge der Eule” (Études rétiviennes, 1991, Nr. 15, S. 5-13). … > Aufruf zur Einreichung von Beiträgen
Beiträge zu Retivianischen Konzepten der Musik oder der gesprochenen Sprache sind ebenfalls sehr willkommen.