Le 23 juin 2026, Marc Bloch entre dans le Panthéon.

Marc Bloch wurde am 6. Juli 1886 in Lyon geboren. Als Frontsoldat im Ersten Weltkrieg erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter das Croix de guerre und wurde in die Ehrenlegion aufgenommen. 1921 wurde er Professor für für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Straßburg. 1936 bekommt er einen Ruf als Professor für Wirtschaftsgeschichte an die Sorbonne in Paris. 1939 wurde er wieder Soldat und war bis zur Niederlage Frankreichs im Juni 1940 Offizier. Im Oktober 1940 gelingt es ihm, in der freien Zone wieder in die Universität von Stra8burg, die nach Clermont-Ferrand übergesiedelt war, aufgenommen zu werden. 1943 schließt er sich der Résistance in Lyon an. Am 8. März 1944 wird er von der Gestapo verhaftet und gefoltert. Am 16. Juni 1944 wurde er nahe bei Lyon von der Gestapo ermordet.


> L’exposition de l’artiste Annaëlle Vanel est à découvrir au Centre Marc Bloch du 29 avril au 6 juillet, avec un vernissage suivi d’une table ronde avec Yaëlle Biro, Jan Hüsgen, Mary-Ann Middelkoop et d’une réception le 29 avril à 16h30.


1924 erschien Les Rois thaumaturges / Die wundertätigen Könige mit dem Bloch beschrieb, wieso den Königen heilende, magische Kräfte zugesprochen wurden. 1939 erschien La société féodale / Die Feudalgesellschaft von Marc Bloch.

Marc Bloch
Übersetzer: Eberhard Bohm und Kuno Böse
Stuttgart: Klett-Cotta 2/2019,
ISBN: 978-3-608-98209-1

Es wurde zu einem Meilenstein der französischen Historiographie. 1929 hatte zusammen mit Lucien Febvre die Zeitschrift „Annales. Histoire, Sciences Sociales“ gegründet. Es handelte sich um eine Neuorientierung der Geschichtsschreibung, die nun wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Strukturen in den Blick nahm. Das Stichwort, wie Fernand Braudel, es formulierte lautet die „longue durée“, das Individuum trat zurück, im Mittelpunkt stand die Geschichte der Massen über einen längeren Zeitraum hinweg. Blochs „Feudalgesellschaft“ war eine ersten Illustration dieser neuen Geschichte und sicherte ihr große Aufmerksamkeit

An der L’apologie de l’histoire ou Métier d’historien/ Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers (1944): „Sag mir Papa! Wozu dient eigentlich die Gechichte?“ ( S. 5) arbeitete Bloch bis zu seiner Ermordung. Es blieb ein Fragment. Nach der Entdeckung weiterer Manuskriptteile, erschien 1997 eine ergänzte Ausgabe. Dieses Buch bietet grundlegende Einblicke in das Selbstverständnis und die Denkweisen moderner Geschichtsforschung. Marc Bloch stellt die Ziele und Grenzen historischer Erkenntnis dar und führt die Methodik der Geschichtsschreibung ein.

1946 erschien der Band L’ètrange defaite. Témoignage écrit en 1940, in dem er du.a. die Gründe für die Niederlage 1940 untersucht. Im Juni 2026 wird der Historiker und Widerstandskämpfer Marc Bloch (1886–1944) in das Panthéon aufgenommen. Das Centre Marc Bloch – Ein deutsch-französisches Forschungszentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften – bietet im Radio Marc Bloch eine Reihe von Podcasts unter dem Titel „Marc Bloch im Panthéon!“ an. In der siebten Folge der Podcast-Reihe „Marc Bloch im Panthéon!“ kommt die in Deutschland lebende Künstlerin Anaëlle Vanel zu Wort: > #7 Dialogue avec Anaëlle Vanel, artiste Photographe In diesem Gespräch geht es um das Schicksal des Manuskripts von „L’Étrange défaite“, um Marc Bloch ausgehend von einem „Nicht-Ort“ der Erinnerung zu beleuchten und die Geschichte vom Rand her zu betrachten.

Marc Bloch: Apologie der Geschichtswissenschaft oder Der Beruf des Historikers. Mit einem Vorwort von Jaques Le Geoff.
Herausgegeben von Peter Schöttler.
Übersetzt aus dem Französischen von Wolfram Bayer.
Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2002.
280 Seiten.
ISBN-10: 3608941703

La panthéonisation :

> Marc Bloch. Der französische Historiker wird von der Gestapo ermordet – Deutschlandfunk, 16. Juni 2024

Bibliographie:

Peter Schöttler (Hg.),
Marc Bloch. Historiker und Widerstandskämpfer
Campus Verlag, Frankfurt am Main – New York 1999
ISBN 9783593363332

Mazel,Florian. Yann Potin, (Hg.)
> Marc Bloch. L’histoire en résistance
Paris: Seuil 2026

Rezension: L’étranger von Albert Camus verfilmt von François Ozon

Benjamin Voisin ist der Nachfolger von Marcello Mastroiani, der 1967 im Film von Luchino Visconti die Hauptperson des Romans von Albert Camus L’étranger (1942) verkörperte. In diesem Jahr ist die Neuverfilmung des Schulkassikers von François Ozon als Schwarz-Weiß-Film in die deutschen Kinos gekommen

Albert Camus, > L’étranger
Texte et documents, 97 Seiten
Originaltext mit Annotationen und Zusatztexten
ISBN 978-3-12-597460-9

Meursault, ein Angestellter in Algier erfährt per Telegramm, dass seine Mutter in Altersheim verstorben ist: Das ist zugleich einer der berühmtesten Romananfänge: „Heute ist Mama gestorben. Vielleicht auch gestern…“ Er nimmt sich einen Tag frei und fährt nach Marengo, um an ihrer Beerdigung teilzunehmen. Wieder zurück begegnet er seiner Kollegin Marie (Rebecca Marder), sie gehen zusammen schwimmen, dann ins Kino und auch zu ihm nach Hause.

Ob sie ihn liebe, will sie wissen und Meursault sagt, das sei doch egal. Später an einem Strand haben seine Freunde Ärger mit Arabern, Meursault nimmt seinem Kumpel die Pistole ab, damit dieser keinen Unfug anstelle. … Bitte weiterlesen auf dem Blog Lesen fürs Leben von Ernst Klett Sprachen > L’étranger von Albert Camus verflmt von François Ozon

Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit

Auf unserem Blog:

> ChatGPT: Résume L’étranger d’Albert Camus – 27. September 2024

Albert Camus 7.11.1913-4.1.1960

Albert Camus 7.11.1913-4.1.1960 – 4. Januar 2024

Nicolas Tirard-Gatel parle de l’Hôte d’Albert Camus – 13. Dezember2021

Rezension: Tobias Bütow, Corine Defrance, Ulrich Pfeil: 63 Orte der deutsch-französischen Geschichte. Von 1870 bis heute

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Tobias Bütow, Corine Defrance, Ulrich Pfeil
> 63 Orte der deutsch-französischen Geschichte. Von 1870 bis heute
Freiburg, Basel, Wien: Herder 2026
ISBN 9783451036422

Auf unserem Blog:

Nicolas Eybalin, Quand les lieux racontent l’Histoire de France – 29. August 2016

Bibliographie: Erinnerungskultur

Die deutsch-französische Aussöhnung

| Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur |


Die deutsch-französische Aussöhnung, also das Wissen, wie  man das macht, besonders zwischen zwei Staaten, die seit 1870 drei blutige Kriege miteinander geführt haben, ist unser wichtigstes Exportgut. In vielen Artikeln auf unserem Blog: Le Centenaire des Erste Weltkrieges (70 Artikel), der ÉLysée-Vertrag oder der Aachener Vertrag gehören alle zur Aussöhnung, zur Erinnerungskultur und zum gemeinsamen Fundament der deutsch-französischen Beziehungen.

Ulrich Pfeil, Professor an der Université de Lorraine in Metz und Nancy, hat in einer Sendung des WDR am 7. Februar 2026 an die deutsch-französische Aussöhnung seit 1945 erinnert:

Auf unserem Blog:

> Bibliographie: Erinnerungskultur

> Alfred Grosser

> Am 9. Mai ist Europatag

> Lektüreempfehlung: Ein Jahrhundert später. Der Erste Weltkrieg und die deutsch-französische Aussöhnung (1914-2014)

> Die Reden von Emmanuel Macron über die Europa


Der Hörtipp unserer Redaktion:

La Constitution démythifiée

Appel à communication – 11-23 mars 2027: L’univers sonore de Rétif de La Bretonne

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François Mitterrand (1916-1996) im Europaparlament, 17. Januar 1995

Wir erinnern an François Mitterrand, der von 1981-1995 französischer Staatspräsident war. Er starb am 8. Januar 1996 in Paris:

> Ségolène Royal, Ministre de l’Ècologie, hat auf Dailymotion an die Rede von François Mitterrand im Europaparlament erinnert, die er dort am 17. Januar 1995 gehalten hat. Eine Gelegenheit für ihn, vor Vorurteilen und Nationalismen zu warnen.

> Discours de M. François Mitterrand, Président de la République, sur le programme de la présidence française de l’Union européenne, notamment en matière d’élargissement, d’union économique et monétaire, d’organisation de l’Europe sociale, d’identité culturelle et de sécurité, devant le Parlement européen à Strasbourg le 17 janvier 1995:

“ … Ce que je vous demande là est presque impossible, car il faut vaincre notre histoire et pourtant si on ne la vainc pas, il faut savoir qu’une règle s’imposera, mesdames et messieurs : le nationalisme, c’est la guerre | La guerre ce n’est pas seulement le passé, cela peut être notre avenir, et c’est vous, mesdames et messieurs les députés, qui êtes désormais les gardiens de notre paix, de notre sécurité et de cet avenir.“

Der Videoausschnitt enthält die letzten Passagen seiner Rede:

„Il se trouve que les hasards de la vie ont voulu que je naisse pendant la première guerre mondiale et que je fasse la seconde.“ …


François Mitterrand à Strasbourg en 1995 von segolene-royal

– Je m’en suis rendu compte, lorsque j’étais prisonnier, en cours d’évasion. J’ai rencontré des Allemands et puis j’ai vécu quelques temps en Bade-Wurtemberg dans une prison, et les gens qui étaient là, les Allemands avec lesquels je parlais, je me suis aperçu qu’ils aimaient mieux la France que nous n’aimions l’Allemagne. Je dis cela sans vouloir accabler mon pays, qui n’est pas le plus nationaliste loin de là, mais pour faire comprendre que chacun a vu le monde de l’endroit où il se trouvait, et ce point de vue était généralement déformant. Il faut vaincre ses préjugés.“

Auf unserem Blog:[/de]

> Nachgefragt: De Gaulle, Mitterrand, Macron und die Idee einer Europäischen Konföderation – 10. Mai 2022

> Marius Mitrache parle de Mitterrand et les relations franco-allemandes. Les enjeux de la réunification allemande et l’avenir de l’Europe – 7. Mai 2021

> Rappel. Bilan et programmes : Les voeux de Mitterrand en 1994 – Les voeux de De Gaulle en 1962 – 31. Dezember 2018

2025: Le 120e anniversaire de la loi de 1905 de séparation des Églises et de l’État

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26 août 1789: Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte

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Heiner Wittmann, Camille Desmoulins. Journalismus und Terror, i. Vb.

—, Condorcet und die Französische Revolution, in: Christina Rohwetter, Marita Slavuljica, Heiner Wittmann, (Hrsg.), > Literarische Autonomie und intellektuelles Engagement. Der Beitrag der französischen und italienischen Literatur zur europäischen Geschichte (15.-20. Jh.). Festschrift für Dirk Hoeges zum 60. Geburtstag, Frankfurt/ M. 2004, S. 91-109.

Dirk Hoeges > Die Menschenrechte und ihre Feinde. Deutsche Profile zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik, Köln 2013.

> Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen de 1789 – Website www.legifrance.gouv.fr

> Institut nationale des droits de l’homme – Strasbourg

> Que sont les droits de l’homme?– Nations-Unies – Haut commissariat aux drois de l’homme

> Droits de l’Homme – Site www.diplomatie.gouv.fr

> Déclaration des droits de l’homme et du citoyen – Institut français de l’éducation

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