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Archiv für die Kategorie 'Présidentielle 2012'

8 mai 2012 : Nicolas Sarkozy et François Hollande

Dienstag, 8. Mai 2012

8. Mai 2012 in Paris:

TV-Debatte: Hollande und Sarkozy

Donnerstag, 3. Mai 2012

“Match nul”, meinte Emmanuel Rivière (TNS-Sofres), Françoise Fressoz (Le Monde) findet, dass Hollande auch nach der Debatte im Vorteil bleibt. Die Generalsekretärin der PS, Martine Aubry, fand ihren Kandidaten außergewöhnlich und Nathalie Kosciusko-Morizet, die Sprecherin von Sarkozy muss natürlich glauben, Sarkozy sei ernsthafter als Hollande gewesen.

Ein Herausforderer hat es grundsätzlich schwerer als der Amtsinhaber. Spannend wurde es bei den Fragen rund um Europa und die Euro-Krise, mit der Sarkozy sicherlich besser vertraut ist als Hollande. Hollande erwähnte das Verhältnis zu Deutschland, und Sarkozy konterte, mindestens zweimal habe Frankreich im Verlauf der Krise die entscheidende Führung übernommen. Thema Kernenergie. Hollande will den Einsatz der Kernenergie um 50 % reduzieren und das Atomkraftwerk Fessenheim schließen. Unter Mitterrand sei die meisten Kraftwerke gebaut werden, antwortete Sarkozy und wies auf die hohen Erdölpreise hin, von denen Frankreich sich abhängiger machen würde. Aber. Es ist nicht überzeugend, wenn der Präsident behauptet, dass die Kernenergie günstig zu haben ist. Das gilt nur für heute. Aber mit allen Folgekosten für künftige Generationen unter allen Szenarien ist sie die teuerste Form der Energiegewinnung. > L’interview (I): Hervé Kempf, LE MONDE, répond à nos questions sur l’énergie nucléaire. Kosten sind immer auch eine Form des Blickwinkels. Schaffung von Lehrerstellen? Sarkozy rechnete vor, dass der Rückgang der Schülerzahlen schon zu einer einem besseren Schüler-Lehrer-Verhältnis geführt habe. Einwanderung: Sarkozy legte detailliert klar, warum er die Einwanderung um 50 % reduzieren möchte. Außerdem wandte er sich mit Nachdruck gegen das kommunale Wahlrecht von Ausländern, die nicht der Gemeinschaft angehören, das sein Herausforderer einführen möchte.

Hollande stellt sich als Präsident vor: > “Ich als Präsident der Republik” (SPIEGEL ONLINE 4. Mai 2011) “Moi, Président de la République…”: Rhetorisch sehr gelungen, wenn auch mit einigen Schwächen, die darauf hindeuten, dass diese Passage vielleicht wirklich ganz spontan entstanden ist: “Ein Präsident, der nicht Präsident von allem sein will, Chef von allem und tatsächlich verantwortlich sein für nichts.” In 200 Sekunden auch einige echte Ankündigungen: “Ich als Präsident der Republik würde ein Kabinett ernennen, das zu gleichen Teilen aus Männern und Frauen besteht,” und “Ich habe eine normale Präsidentschaft beschrieben. Nichts ist normal, wenn man Präsident der Republik ist, denn die Umstände sind außergewöhnlich.” Na, ja. Und dann das Verhältniswahlrecht für die Parlamentswahlen 2017, das ist noch weit bis dahin. Und die Dezentralisierung. Das wird auch nicht von heute auf morgen gemacht. Und er möchte seinen Premierminister nicht als einen Assistenten behandeln, wie aber denn? Darf der PM künftig die ganze Bandbreite des Art. 20 für sich in Anspruch nehmen? Artikel 20 der Verfassung von 1958: “Die Regierung bestimmt und leitet die Politik der Nation. Sie verfügt über die Verwaltung und die Streitkräfte. Sie ist gegenüber dem Parlament nach Maßgabe der in den Artikel 49 und 50 festgelegten Bedingungen und Verfahren rechenschaftspflichtig.” Das ist mehr als unwahrscheinlich. Hier hätte Sarkozy mehr Antworten zum Rollenverständnis als Staatspräsident geben müssen.

Match nul? Oder Vorteil des einen oder des anderen? Diese Beurteilung hängt von der eigenen Lagerzugehörigkeit ab. Rhetorisch ist Hollande der Gewinnner der Debatte, da die Anfänge der Debattenrunden, die er eröffnete geschickt mit den Themen platzierte, auf die Sarkozy antworten musste und so in eine Verteidigungssituation kam, die er nicht zu seinen Gunsten nutzen konnte.

“Verachtung und Abscheu” nennt Mathieu von Rohr, Paris, seinen Beitrag au SPIEGEL-Online und scheint wohl von Hollande sehr eingenommen zu sein: “Sarkozy blieb nur eine Waffe – das Thema Einwanderung. Es war der einzige Moment in der Debatte, dass der Amtsinhaber aufblühte und Hollande kurzfristig unter Druck kam,” schreibt von Rohr und übergeht damit anderen Passagen der Debatte, in denen Sarkozy auch Punkte sammeln konnte. Es ist nicht einfach, eine objektive Beurteilung der Debatte zu schrieben, zu groß ist die Versuchung der Kommentatoren, ihren Kandidaten als Sieger zu sehen. von Rohr: “Hollande war nicht zur Explosion zu bringen, er bewahrte die Fassung und meist gar die Oberhand. Sarkozy dagegen wirkte manchmal so aufgebracht, dass er zu zittern schien vor Wut und man fürchten musste, er werde stattdessen gleich in die Luft gehen.” Das ist übertrieben.

1. Teil:

2. Teil:

Hollands Vorstellungen klangen wie auswendig gelernt und einstudiert: “Moi, président de la République, je serai…”

> Pourquoi Hollande a gagné le débat, par Christophe Barbier – L’EXPRESS – 3 mai 2012

> Erreurs, contrevérités et controverses du débat – Le Monde, 3 mai 2012

> Les moments-clés du débat Hollande-Sarkozy – Le Monde, 3 mai 2012

> Sarkozy-Hollande, le débat vu par Twitter – L’EXPRESS – 3 mai 2012

Le discours de Nicolas Sarkozy. Place du Trocadéro

Mittwoch, 2. Mai 2012

> Le discours de Nicolas Sarkozy
Place du Trocadéro, Paris – mardi 1er mai 2012

Endlich ein deutlicher Satz über das deutsch-französische Verhältnis, den gab es bisher auch bei Hollande noch nicht: “Nous avons reçu de nos parents et de nos grands-parents en héritage, comme un trésor, la réconciliation Franco-allemande…”

Die Medien haben berichtet, dass Sarkozy die Wähler des Front National für sich zu gewinnen sucht. Jetzt müssen sie darüber berichten, wie Sarkozy an de Gaulle als Sozialpolitik erinnert, und das scheint ihm Punkte zu bringen.

Eine grandiose Kulisse, eine beeindruckende Inszenierung und eine Rede, mit der Sarkozy seinem Wunsch Ausdruck verleieh, in Frankreich ein neues soziales System zu schaffen. Und er begann seine Rede mit zwei Zitaten von de Gaulle (> discours de Bagatelle, 1er mai 1950) und von Lamartine:

“Écoutez le Général de Gaulle. C’était le 1er mai 1950 devant la foule des Français de toutes conditions réunie sur la pelouse de Bagatelle !
« A la bonne heure ! Nous sommes bien vivants ! Il n’est que de nous voir pour être sûr que notre peuple n’est aucunement disposé à terminer sa carrière. Il n’est que de nous voir pour discerner où les travailleurs mettent aujourd’hui leur espérance. La masse immense que voilà prouve aux insulteurs que rien n’est perdu pour la France. »”

Remarquons, le général de Gaulle paraissait plus combativ: “A la bonne heure ! Nous sommes bien vivants ! Il n’est que de nous voir pour être sûr que notre peuple n’est aucunement disposé à terminer sa carrière. Il n’est que de nous voir pour, discerner où les travailleurs mettent aujourd’hui leur espérance. La masse immense que voilà prouve aux insulteurs qu’ils perdent l’argent qu’on leur donne et, aux couards, qu’en dépit de leur neurasthénie, rien n’est perdu pour la France.” (> discours de Bagatelle, 1er mai 1950) -

“Avec le Général de Gaulle ils écrivaient l’Histoire. Nous aussi !
Sarkozy: Face aux insulteurs qui nous ont dénié le droit de parler aux Français le 1er mai comme s’ils en étaient
les propriétaires, le Général De Gaulle nous a montré la voie.
Regardez les cortèges !
Ils ont choisi de défiler avec le drapeau rouge !
Nous avons choisi de nous rassembler sous le drapeau tricolore !
Ce drapeau tricolore c’est celui de Lamartine quand il disait : « Le drapeau tricolore a fait le tour du monde avec nos libertés et nos gloires alors que le drapeau rouge n’a fait que le tour du Champ-de-Mars, traîné dans le sang du peuple ! »”

Alphonse de Lamartine, Trois mois au pouvoir, Paris 1848, S. 66:

Ein wenig Lexikometrie:

11.22 Wörter pro Satz.

nous
70
  travailleurs
7
travail
48
  efforts
6
je
48
  nation
6
France
35
  retraites
6
français
27
  salaires
6
modèle
21
  salariés
6
nouveau
21
  sociale
6
sera
20
  destin
5
aura
9
  projet
5
frontières
9
  propose
5
gaulle
9
  rassembler
5
patrimoine
9
  travaillent
5
peuple
9
  travailler
5
république
9
  grands
4
social
9
  histoire
4
enfants
8
  l’avenir
4
gauche
8
  protéger
4
syndicats
8
  retraite
4
grande
7
  tricolore
4
l’entreprise
7
  valeurs
4
mérite
7
   

Eine typsche Wahlrede, betrachtet man die am meisten gebrauchten Wörter. Aber diesmal hat der Präsident die Rede vom Blatt gelesen.

Zuerst erinnerte er an die Bedeutung der Trikolore, dann stellte ereinzele Aspekte des von ihm gewunschten neuen sozialen Modells vor und im dritten Teil seiner Rede erinnerte er mit großem Nachdruck daran, dass es nur noch drei Tage bis zur Wahl seien.

Aus Anlass des 1. Mai stand das Thema Arbeit an der Spitze seiner Themen: “Je veux un nouveau modèle social”, lautete seine Botschaft, mit der er versuchte die Themen seines linken Herausforderers zu besetzen. Bei manchen Themen wurde er etwas leiser und die Sätze waren länger:

“Si l’euro est trop fort, si l’immigration n’est pas maîtrisée aux frontières de l’Europe, si nos marchés publics sont ouverts alors que les autres ne le sont pas, si nous ne pouvons pas en réserver une part à nos PME, s’il n’y a pas de traçabilité des produits que nous importons, alors la vie pour ceux qui travaillent continuera d’être difficile, alors tous ceux qui travaillent continueront de percevoir l’avenir non comme une promesse mais comme une menace.”

Wie so oft bei so vielen Politikerreden aller Parteien, in Frankreich wie in Deutschland, die sich zur Wahl stellen, fragt man sich, warum diese Reden mit ihren hehren Absichten nicht während ihrer Amtzeit gehalten werden?

null

Viele Erfolge, an die seine Versprechungen anknüpfen konnten, hat Sarkozy nicht vorzuweisen. Eine freie Rede ohne Blatt mit kürzeren Sätzen und mehr Konjunktionen (Où est donc Ornicar?) wäre an allen Stellen des riesigen Platzes vor dem Trocadéo besser zu verstehen gewesen. Und warum weist Sarkozy nicht viel mehr auf die Erfolge Frankreichs in Europa hin? Seine europäische Bilanz ist doch gar nicht so schlecht. Aber eine bessere soziale Bilanz hätte seine Versprechen in dieser Rede glaubhafter gemacht, stattdessen warf er der Linken Versäumnisse vor. Aber er wich auch in einer gewissen Weise geschickt zu großen Versuchungen aus, zu sehr die Wähler Le Pens zu umgarnen – bei den “Anleihen” senkte er Augen und Stimme und las mehr vom Blatt ab – War ihm wohl ein wenig peinlich. Stattdessen erinnerte er mit großem Nachdruck an gemeinsame Werte, denen sich die Wähler des Front National nicht entziehen können. Aber erinnern wir uns, dass Sarkozy ohne Wenn und Aber zu Europa steht: > Discours du Président de la République à Toulon – 1. Dezember 2011.

Wer wird gewinnen? > Hollande oder Sarkozy? Vielleicht werden sich einige Unentschlossene erst entscheiden, wem sie ihre Stimme geben werden, wenn sie sich die Repliken im Duell von heute abend angesehen haben.

> Les grands débats de l’entre-deux-tours – Gazette de Berlin

N.B. Aprés les élections du mai, il est bien possible que beaucoup de liens sur ce blog surtout vers des vidéos et les sites des candidats ne fonctionnent plus.

Place du Trocadéro

Mittwoch, 2. Mai 2012

Mardi, 1er mai, après le discours de Nicolas Sarkozy:

Le couple franco-allemand : Le renouveau

Freitag, 27. April 2012

french german 

Présidentielle 2012 – Wahlkampf in Frankreich:
Was sagen UMP und PS zur Politik im digitalen Zeitalter?

Freitag, 27. April 2012

Vor dem 2. Wahlgang zur Präsidentschaftswahl am 6. Mai hat in Frankreich das > Collectif du Numérique – eine Interessengemeinschaft vieler Unternehmen, die ihrerseits Vorschläge zur Digitaltechnik präsentiert haben und die Kandidaten zur Präsidentschaftswahl um ihre Stellungnahme gebeten haben – am Donnerstag, 26. Avril, eine Podiumsdiskussion mit Fleur Pellerin (PS) et Nicolas Princen (UMP) veranstaltet, bei der sie Programme der UMP und der PS erläuterten:

Quelle: Frenchweb.fr


Les Candidats à l'élection présidentielle… von collectifdunumerique

- La réponse de François Hollande au collectif du Numérique :
“Le candidat sortant a laissé le numérique en jachère.”

- La réponse de Nicolas Sarkozy au collectif du Numérique – 37 Seiten
:
“Enfin, je souhaite que la France défende une stratégie nationale et européenne de protection et de valorisation de la propriété intellectuelle. Des pans entiers
de l’économie numérique, notamment l’édition de logiciels, relèvent du cadre juridique de la propriété intellectuelle. Comme toute oeuvre de l’esprit, les logiciels
sont protégés par le droit d’auteur contre la copie et l’usage abusif. Le piratage dont sont victimes les éditeurs de logiciels constitue un véritable #éau pour notre
industrie. Ce sujet majeur devra être traité comme l’est le piratage des autres créations de l’esprit. La propriété intellectuelle est au coeur de la valeur des sociétés
de nouvelles technologies. Nous devons concevoir une stratégie compétitive pour que la propriété intellectuelle produite en France et en Europe soit protégée et valorisée à l’international.” S. 10 Und er fügt hinzu: “Valoriser la propriété intellectuelle, ce n’est pas remettre en cause le logiciel libre qui a son propre modèle économique. J’ai compris que sans le logiciel libre, le numérique ne se serait pas développé aussi rapidement, et la fracture sociale numérique serait sans doute plus grande aujourd’hui. Mais il n’y a pas d’opposition possible entre le logiciel propriétaire et le logiciel libre, ils se complètent.”

La campagne présidentielle :
François Hollande und Nicolas Sarkozy

Dienstag, 24. April 2012

french german 

Les résultats du 1er tour de l’élection présidentielle

Montag, 23. April 2012

Ob die Financial Times Deutschland von heute morgen vielleicht nicht doch ein wenig voreilig war? “Demütigung für Sarkozy” titelt sie und zitiert noch die Hochrechnung von 20 hr: Hollande: 28,4 % und Sarkozy: 25,5 %. Der erste Wahlgang ist aber auch immer eine vote sanction, für die Wähler eine Gelegenheit, Ihr Missfallen auszudrücken.

> Le score de Le Pen, un échec de la stratégie de Sarkozy

Ohne Zweifel ist das eine Niederlage für Sarkozy, besonders der Stimmengewinn der FN drückt den Unmut der Wähler aus. Jetzt werden die beiden Kandidaten um die Wähler der achte ausgeschiedenen Kandidaten ringen: Le report des voix wird im Zentrum der nächsten zwei Wochen stehen. Wer spricht welche Wahlempfehlungen zugunsten welchem Kandidaten aus? Werden diese “consignes de vote” von den Wählern befolgt werden? Das werden zwei sehr spannende Wochen werden. Wer wird am 6. Mai die Mehrzahl der Wähler hinter sich vereinen können? Mit mehr Europa: “Enfin, ma dernière responsabilité — et je sais que je suis regardé au-delà des frontières de notre pays —, c’est de réorienter l’Europe sur le chemin de la croissance et de l’emploi,” sagte Hollande am Sonntagabend in Tulle oder mit mehr Grenzkontrollen und einer teilweisen Aussetzung des Schengen-Abkommens? Wer von beiden hat in den Augen der Wähler die besseren Konzepte? > Wer wird was sagen? Erinnern wir an das Fazit der > lexikometrischen Studie: Hollande macht einen entschlosseneren Eindruck. Sarkozy kann die Auswirkungen der Krise möglicherweise deutlicher beschreiben. – Eine Rückbesinnung auf eine nationale Politik ohne Europa zu erwähnen, hat heute keine Aussichten mehr. Sarkozy hat schon viel entschlossener von Europa gesprochen. Aber mit der wichtigen Rolle Frankreichs in der EU kann er zu Hause zur Zeit nicht so recht punkten. Warum eigentlich nicht? Alleingänge oder Versuch, die heimische Wirtschaft im Alleingang zu reformieren, gibt es nicht mehr. Sarkozys Versuch, die deutsch-französischen Beziehungen im Wahlkampf zu thematisieren, hat keine so rechte Wirkung gezeigt, weil seine Wähler den deutschen Beistand als eine Art Einmischung verstanden. Sarkozy wäre auch nicht gut beraten, sich dieses wichtige Thema Europa von Hollande nehmen zu lassen. Und was ist mit dem im Januar so gelobten deutschen Modell? Kam das bei den Wählern schlecht an? Jedenfalls war > der gemeinsame Auftritt mit Angela Merkel anscheinend nicht so sehr von Erfolg gekrönt.

Alle Umfrageinstitute sehen François Hollande als Gewinner der Wahl am 6. Mai. Aber die letzten Umfragen spiegeln noch die vote sanction wieder. Man kann auch die Zahlen im rechten und linken Lager nicht einfach zusammenzählen, 60 % der Wähler von Le Pen sollen bereit sein für Sarkozy zu stimmen. Und Bayrou? Welche Wahlempfehlung wird er ausspprechen?

Les résultats du 1er tour de l’élection présidentielle:

  Sites personnels – Blogs Partis ou mouvements politiques
   François Hollande
28,63 %
 Parti socialiste, PS
  Nicolas Sarkozy
27,18 %
 Union pour un mouvement populaire, UMP
    Nathalie Arthaud
0,56 %
 Lutte ouvrière, LO
    François Bayrou
9,13 %
 Mouvement démocrate, MoDem
  Jacques Cheminade
0.25 %
  Solidarité et progrès, SP
  Nicolas Dupont-Aignan
1,79 %
Debout la République , DLR
   Eva Joly
2,31 %
 Europe Ecologie-Les Verts, EELV
  Marine Le Pen
17,9 %
 Front Natikonal, FN
  Jean-Luc Mélenchon
11,11 %
 Front de gauche, FG
  Philippe Poutou
1,15 %
 Nouveau parti anticapitaliste, NPA

Nikolas Sarkozy und François Hollande sind in der Stichwahl am 6. Mai

Montag, 23. April 2012

french german 

Encore un peu de lexicométrie: Comptons des mots.
Les discours de François Hollande et de Nicolas Sarkozy

Mittwoch, 18. April 2012

Place de la Concorde, 14 Avril 2012
> Nicolas Sarkozy :

“Mes chers amis,
Ils pensaient que vous ne viendriez pas.
Ils pensaient, peut-être même espéraient-ils, que le peuple de France ne serait pas au rendez-vous.
Et le peuple de France est venu… puisque vous êtes là ! ….”

> Der Text der Rede von Nicolas Sarkozy auf der Place de la Concorde

Ob und wie überlegt sich der Präsidentsschaftskandidat Nicolas Sarkozy, welche Themen er in einer solchen Rede ansprechen will? 4284 Wörter. 53 x sagt er je…und 48 x sagt er nous. Wie oft benutzt er die Possessivpronomen mon et notre? Man kann die Konjunktionen (Mais où est donc Ornicar?) zählen, um herauszufinden, wie hoch der “argumentative Grad” der Rede ist. Man könnte die Wörter zählen und nennen, die bestimmte Politikfelder bezeichnen. Man könnte die Zeitformen der Verben untersuchen, wie oft gebraucht der Kandidat Futurformen. Die Lexikometrie hat etwas genauere Ansprüche, sie ist eine mögliche Form der Analyse dieser Rede. Man könnte die Wörter auflisten, die Vertrauen und Zuversicht inspirieren und sie den Wörtern gegenüberstellen, die zum Wortfeld der Krise gehören. Aber auch hier muss man wieder auf den Kontext achten, wie verknüpft der Kandidat die Warnung vor einer seiner Ansicht nach falschen Politik mit seinen Vorschlägen? Wieviele positive Wendungen benutzt er, wie oft bedient er sich der Verneinungen? Viele Wörter wie z. B. entreprise eignen sich ohne ihren jeweiligen Kontext zum Zählen und schon gar nicht, um einem Zahlenkorpus zu dienen, aus dem sachdienliche Hinweise gewonnen werden sollen. Aber einen Versuch haben wir dennoch gemacht. S. hier weiter unten. Vorher lesen wir aber zuerst Sarkozys Aussagen zur Geschichte und zu Europa.

Und 200 Jahre Geschichte skizziert in wenigen Sätzen und verbindet sie ausdrücklich mit der Literatur:

“Je crois du plus profond de mon âme que la France n’est pas seulement le nom d’un pays, la France c’est le nom d’une civilisation. Quand on entend France, on entend Molière, Voltaire, Chateaubriand.
La France n’est pas un pays comme les autres. Le choix que vous allez faire est un choix qui portera dans le monde entier !
Quand on entend France :
On entend la prière de Péguy à Notre-Dame de Chartres : « Deux mille ans de labeur ont fait de cette terre un réservoir sans fin pour les âges nouveaux.»
On entend liberté, égalité, fraternité.
On entend le cri de Valmy.
On entend la Grande Révolution disant au monde « le bonheur est une idée neuve » parce que le bonheur est une idée française.
On entend la voix de Napoléon dictant le bulletin de victoire au Soleil d’Austerlitz.
On entend le « non » du Général De GAULLE le 18 juin.
On entend la voix d’Aimé Césaire (1913-2008, réd.) jetant Racine, Zola et Hugo à la figure des censeurs de Vichy.
Nous sommes les héritiers de cette France-là ! Nous n’avons pas le droit de laisser dilapider cet héritage. Nous ne voulons pas la facilité, le renoncement, la mollesse qui ne sont pas dans les gènes de la France.”

Was sagt er zu Europa?

“Dans la situation où se trouve la France, où se trouve l’Europe, où se trouve le monde, nul ne peut espérer dissocier son destin personnel de celui de tous. Nul ne peut espérer s’en sortir seul.”

“La situation de l’Europe et l’état du monde ne nous laissent aucun droit à l’erreur.”

Dann aber kommen bedenkliche Töne:

“Nous avons eu tort en Europe de négliger les frontières, tort d’élargir et d’ouvrir nos marchés sans contrepartie, tort de laisser la bureaucratie prendre le pas sur la volonté politique, tort de bâtir une Europe de la consommation sans nous soucier de l’Europe de la production.”

Und Sarkozy spricht sich für eine geregelte Einwanderung aus und deutet -wahlkampfmässig – an, notfalls das Schengen-Abkommen auszusetzen: (> Deutschland und Frankreich wollen Europa abriegeln – DER SPIEGEL, 20.4.2012)

“Si les frontières extérieures de l’Europe ne sont pas protégées contre une immigration incontrôlée, contre les concurrences déloyales, contre les dumpings, il n’y aura pas de nouveau modèle français et il n’y aura plus de civilisation européenne.
Si nous avons fait l’Europe, c’est pour être protégés, pas pour laisser détruire notre identité et notre civilisation.
J’ai dit ma détermination à faire changer l’Europe sur la question des frontières. J’irai jusqu’au bout. J’irai jusqu’à suspendre s’il le faut, les accords de Schengen et à rétablir des contrôles ciblés à nos frontières.
J’irai jusqu’à appliquer s’il le faut à nos marchés publics les règles que s’appliquent les Américains en n’accordant leurs attributions qu’aux seules entreprises qui produiront sur le continent européen. Si on ne veut pas produire et créer de l’emploi sur le continent européen, on n’a pas besoin d’être candidat aux marchés publics du continent européen. Voilà notre vérité !
Je revendique pour la France le droit de choisir qui elle accepte sur son territoire.”

Finanzkrise: “Après ce que nous avons fait pour sauver l’Euro, je veux poser non seulement le problème des frontières mais aussi celui du rôle de la Banque Centrale Européenne dans le soutien à la croissance. C’est une question très importante que nous ne pourrons pas éluder. Car si l’Europe ne veut pas perdre pied dans l’économie mondiale, elle doit absolument renouer avec la croissance.” Nous.. sauver l’Euro, das klingt hier doch sehr bescheiden, wo doch Sarkozy entschlossener als die Bundesregierung gehandelt hat. Warum kann oder will Sarkozy seine Erfolge nicht so recht im Wahlkampf einsetzen? Deutschland kommt in seiner Rede nicht vor.

4263 Wörter in ca. 242 Sätzen.(1) Solche Zahlen haben keine große Bedeutung, denn die Intonation, die Pausen und die Gesten sind für den Eindruck beim Zuhörer auch entscheidend. Sarkozys Sätze sind druchschnittlich 17,6 Wörter lang.

Das Wörterbuch (> sarkozy-vocabulaire-1404-2012.pdf) dieser Rede dieser Rede muss mit aller Vorsicht bewertet werden. Diese Liste ist nur ein Versuch, eine Anrergung, das Vokabular der Rede Hollandes kritisch zu prüfen, ob er mehr von der Krise, von seinem Programm und von mehr oder weniger allgemeinen Werten spricht. Wir haben seine Vokabelliste mit vier Spalten zusammengestellt: 1. Wörter, die die an die (EURO-)Krise erinnern oder ihre Auswirkungen beschreiben, also eher negativer Natur sind. 2. Wörter, mit denen der Candidat-président sich an seine Zuhörer wendet, (vous, vos, etc,) oder von sich selber (je) spricht. 3. Alle Wörter, die eine Aktion oder künftige Aktivitäten bezeichnen, und 4. Wörter, die Politikfelder bezeichnen (famille, économie, syndicat). Das Ergebnis wird hier mit allen nur möglichen Vorbehalten angezeigt: Die folgende Liste wird mit dem ausdrücklichen Hinweis auf alle eventuellen Ungenauigkeit auf dem Frankreich-Blog veröffentlicht. Sie stellt keine abgeschlossene Analyse da, sondern sie soll nur zeigen, wie eine solche Analyse konzipiert werde könnte. Sie ist kaum mehr als eine Anregung für weitergehende Überlegungen.

Im Vergleich zu der Rede Hollandes könnte dabei auch deutlich werden, wer von beiden mehr politische Themen erwähnt.

Vincennes 14 avril 2012: Le discours de François Hollande:

> François Hollande :

“Mes chers amis, j’entends la clameur. Je mesure la ferveur. … ”


Discours de F. Hollande à Paris-Vincennes von francoishollande

> L’intégralité du discours de François Hollande

5124 Wörter en ca. 343 Sätzen.(1) Eine durchschnittliche Satzlänge von 14,9 Wörtern. Wie gesagt, Gesten, Intonation und Pausen bestimmen auch die Wirkung seiner Rede.

Über Europa und die Jugend in Frankreich sagt er : “Nous avons de nombreux atouts. La vitalité démographique à condition que nous donnions à la jeunesse la place qu’elle attend, mais aussi le niveau de notre épargne qui est l’un des plus élevés d’Europe et qui nous permettra, si nous en faisons bon usage, de nous libérer des marchés financiers ou en tout cas de leur influence.” An der demographischen Entwicklung könnten sich die Deutschen so manches abgucken. Aber auf dieser Seite des Rheins wird nur über die Finanzierung von Betreuungsgeld gesprochen…

Von beiden erwähnt nur Hollande Deutschland, aber auch nur mit der Ansicht, hier warte man auf den Wechsel in Frankreich: “L’enjeu en 2012 c’est aussi la France en Europe et dans le monde. Nous sommes attendus ! Et je sais ici qu’il y a des hommes et des femmes qui viennent loin : d’Allemagne, d’Espagne, et on m’a même dit de Suisse ! Partout, en Europe et ailleurs, on attend le vote de la France, on espère le changement.”

Das Wörterbuch (> hollande-vocabulaire-1404-2012.pdf) ist wie das Wörterbuch der Rede Sarkozy nur eine Art Annäherung, ein Versuch, diese Rede auf der Ebene des Vokabulars zu analysieren. Für dieses Wortliste gelten sinngemäß alle Vorbehalte, die oben mit Bezug auf die Wortliste der Rede Sarkozys geäußert wurden. Übrigens ist dieser Beitrag auch eine Anregung für Schüler, die selbst noch ganz andere Formen für die Auswertung der Rede entdecken könnten.

Fazit:
Man kann den Eindruck gewinnen, dass François Hollande konkreter über Politikfelder redet, weil seine Wortwahl mehr Politikfelder ausdrücklich nennt. Eventuell ist er auch entschlossener, was sie künftigen Maßnahmen seines Quinquennat betrifft. Er benutzt mehr Wörter, die konkrete Absichten beschreiben. Beide wenden sich an Frankreich und die Franzosen. Hollande erwähnt einmal Deutschland, Sarkozy nicht. Hingegen spricht Sarkozy 26 mal von Europa, Hollande 10 mal, aber er nennt auch andere Länder. Diese Zahlen haben so aber nur einen sehr begrenzten Aussagewert, weil es auf den Kontext ankommt, in denen das Wort Europa vorkommt. Sarkozy nennt einige Schriftsteller, Hollande beruft sich mindesten viermal auf sein Vorbild François Mitterrand, dessen Sieg von 1981 bei der Präsidentschaftswahl er so gerne wiederholen möchte, (Mitterand war schon 1965 der Gegenkandidat von General de Gaulle bei der ersten Direktwahl eines Staatspräsidenten in Frankreich seit 1848,) und Sarkozy nennt dreimal General de Gaulle.

Man müsste also die Analyse um weitere Faktoren ergänzen: positive / negative Verwendung, wobei dann auch der politische Standort zu berücksichtigen wäre, und dieser Blogbeitrag dann zum längsten Beitrag der vergangenen 1400 Beiträge avancieren würde. Aber es gibt noch eine Beobachtung: Le Président sortant benutzt wesentlich mehr Worte, um die Krise zu umschreiben, die Hollande in seiner Rede nicht in der gleichen Weise präsentiert. Und eine Spalte mit den Worten, die die bisherigen Erfolgen umreißt, bliebe merkwürdig leer, da Sarkozy erstaunlicherweise darauf verzichtet, die Erfolge seiner Präsidentschaft viel deutlicher hervorzuheben. Sind das alles Themen, die im Augenblick nicht so recht in die politische Landschaft passen? Da wo er punkten könnte, Frankreichs europäische Bühne zusammen mit Deutschland, krittelt er an Europa herum und meint den Franzosen sagen zu müssen, wir und Europa. Europa und wir, oder La France avec l’Europe, das wäre doch angesagt. Wie auch immer, die Neubelebung des Elans für Europa ist für den künftigen Präsidenten, wie immer er auch 6. Mai heißen wird, die allerwichigste Aufgabe. Chefsache. Zusammen mit dem Kanzleramt. Das Vertrauen in die europäische Zukunft ist soviel wert wie viele, viele weitere Milliarden Euro als Hilfgelder für marode Euro-Staaten.

Kann man aus dem Vergleich der beiden Reden ablesen, wie das Zielfoto am 6. Mai um 20 h aussehen wird? Wenn wirklich diese beiden Kandidaten in den zweiten Wahlkampf kommen? Sarkozy nutzt viele Wörter (einige sind rot gekennzeichnet), die unscharf sind, die eher eine Befindlichkeit anzeigen, die etwas umschreiben. Hollande ist da handfester, aber auch ihn würde die Lehrzeit als Präsident erst noch prägen. Es ist schon um seine Forderung, den Fiskalpakt neu zu verhandeln etwas ruhiger geworden. Und auch ein Präsident Hollande würde bestimmt schnell merken, dass die deutsch-französischen Beziehungen zum Fundament in Europa gehören.

(1) Mit aller Vorsicht, denn ich habe die Ergebnisse des verwendeten Software nicht nachgezählt.

> Umfragen *** – Le MOnde

> Die zehn Kandidaten

> Comparez les programmes des candidats à la présidentielle 2012 *** Le Monde

Archiv 2005:

> Election présidentielle: Programmes, propositions, projets. Qui dit quoi?

> Ségolène Royal et Nicolas Sarkozy : Qui dit quoi ?

Deux candidats parmi les dix candidats

Dienstag, 17. April 2012

Wenn es nicht noch eine handfeste Überraschung gibt, werden diese beiden Kandidaten nach dem ersten Wahlgang am kommenden Sonntag ihren Wahlkampf um die Stichwahl für den zweiten Wahlgang zum Amt des Staatspräsidenten am 6. Mai beginnen:

Dieser Beitrag wurde durch mittlerweile durch diesen Beitrag ersetzt:

> Encore un peu de lexicométrie: Comptons des mots. Les discours de François Hollande et de Nicolas Sarkozy

Hollande ou Sarkozy?

Dienstag, 10. April 2012

Eine der letzten > Umfragen lässt immer noch François Hollande mit wenn auch nur noch 55 % der Stimmen im zweiten Wahlgang als Sieger erscheinen.

> sondages.blog.lemonde.fr/2012/04/10/812/
> sondages.blog.lemonde.fr/

> Présidentielle 2012 : comparez toutes les intentions de vote

Der Abstand zwischen Hollande und Sarkozy wird kleiner und jetzt zwei Wochen vor der Wahl hat Hollande immer noch einen Vorsprung von rund 7-8 %. Dieser Vorsprung wird spätestens in der Wahlkabine auf 40 % zurückgehen, und damit wird Sarkozy vor ihm liegen.

> Cartographie de la blogosphère politique en 2012

> Petit vocabulaire pour l’élection présidentielle en France

10 Kandidaten: Election présidentielle en France 2012

Donnerstag, 29. März 2012

Jetzt nimmt der Wahlkampf – unterbrochen durch die Attentate im Südwesten – in Frankreich so richtig Fahrt auf:

> Présidentielle 2012 : comparez toutes les intentions de vote – LE MONDE ***

> 10 Kandidaten haben mehr als 500 “parrainages” abgegeben (LE MONDE, 16.3.2012) = Unterschriften von Personen, die ein politisches Amt gewählt wurden:

Mit den Ergebnissen des ersten Wahglgans am 22. April 2012:

  Sites personnels – Blogs Partis ou mouvements politiques
    Nathalie Arthaud
0,56 %
 Lutte ouvrière, LO
    François Bayrou
9,13 %
 Mouvement démocrate, MoDem
  Jacques Cheminade
0.25 %
  Solidarité et progrès, SP
  Nicolas Dupont-Aignan
1,79 %<
Debout la République , DLR
   François Hollande
28,63 %
 Parti socialiste, PS
   Eva Joly
2,31 %
 Europe Ecologie-Les Verts, EELV
  Marine Le Pen
17,9 %
 Front Natikonal, FN
  Jean-Luc Mélenchon
11,11 %
 Front de gauche, FG
  Philippe Poutou
1,15 %
 Nouveau parti anticapitaliste, NPA
  Nicolas Sarkozy
27,18 %
 Union pour un mouvement populaire, UMP

> Meinungsumfragen

> Présidentielle 2012 : Les derniers sondages – TF1 ***

> Libération – Comprendre les sondages

> Le baromètre de l’action politique Ipsos / Le Point

Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

Wer hat die besten Chancen am Sonntag, 22. April im ersten Wahlgang die meisten Stimen auf sich zu vereinigen? Erhält sie oder er nicht die absolute Mehrheit der Stimmen, gibt es zwei Wochen später, am Sonntag, 6. Mai 2012, eine Stichwahl. Beim Stand der Dinge gingen die Kommentatore in Frankreich vor einige Tagen noch davon davon aus, dass möglicherweise François Holland (PS) im zweiten Wahlgang mit über 55 % der Stimmen vor Nicoals Sarkozy (um 44,5 %) gewinnen wird. Das ist aber noch lange nicht entschieden, und es ist gut möglich, dass bei den Meinungsumfragen viele enttäuschte Wähler auf die linke Seite wechseln – solange der Wahlkampf dauert. Ein gewisser Anteil der Wähler sieht die Sache in der Wahlkabine dann doch anders. Wenn dieser Anteil größer als 6-8 % ist, wird Sarkozy wiedergewählt. Hollande ist als Generalsekretär der Parti socialiste bekannt und wäre ganz ohne Zweifel im Schatten von Dominique Strauss-Kahn geblieben, der seine sehr guten Wahlchancen leichtfertig aufgegeben hat. Mittlerweile glauben die Meinungsforscher, eine Veränderung bei den Wahlabsichten zu erkennen: > Un sondage donne Nicolas Sarkozy et François Hollande à égalité au premier tour – LE MONDE, 16.3.2012.

> Petit vocabulaire pour l’élection présidentielle en France

> Sarkozy marque des points, Hollande chute, selon un sondage,
LE MONDE, 16 mars 2012

> Sarkozy-Hollande: télescopage de sondages – Libération, 13 mars 2012

Spannend ist der Wahlkampf, weil man jeden Tag > Minuite par Minute (LE MONDE) genau beobachten kann, welche “Meinungsausschläge”, die Auguren zu erkennen glauben, wenn Sarkozy beim Schengen-Abkommen strenger werden will, wenn Hollande von einer Reichensteuer spricht, wenn Sarkozy neue Referenden ankündigt oder Hollande den Fiskalpakt neu verhandeln will, und Sarkozy eine bisschen mehr Verhältniswahlrecht bei den Parlamentswahlen einführen will.. Dabei kann man auch erkennen, ob Kandidaten Themen ihrer Konkurrenten aufgreifen oder besetzen wollen, wenn diese wie z. B. Jean-luc-Melenchon in den Meinungsumfragen etwas steigen.

> L’EXPRESS – Les élections présidentielles

Vergessen wir nicht, dass es 2012 auch > Élections législatives = Wahlen zur Assemblée Nationale geben wird.

Compter les mots ou ce qui nous apporte la lexicométrie

Freitag, 23. März 2012

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