home

10. Juni 1944: Gedenken in Oradour-sur-Glane (2013)

10. Juni 2014 von

Wir zeigen den Beitrag vom 5. September 2013 nochmal hier ganz oben an:

Am 4. September 2013 sind Präsident François Hollande und Bundespräsident Joachim Gauck zusammen nach Oradour-sur-Glane (Haute-Vienne, 25 km nordwestlich von Limoges) gereist, um dort der 942 Opfer zu denken, die dort am 10 Juni 1944 von der 2. SS-Panzer-Division „Das Reich“ ermordet wurden. Es gab nur vier Überlebende im Dorf. Mit einem von Ihnen, Robert Hébras gedachten die beiden Präsidenten der vielen Toten in dieser Kirche.


Das Centenaire 14-18, der 70. Jahrestag der Landung in der Normandie und heute das Erinnern an das entsetzliche Verbrechen in Oradour-sur Glane: 2 Kriege im 20. Jahrhundert und dann das Wunder der > Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich, die spätestens seit der Unterzeichnung des > Élyséevertrags, dessen 50. Jahrestag wir letztes Jahr auf diesem Blog mit 65 Beiträgen gefeiert haben, ist eine ständige wichtige Friedensbotschaft für die ganze Welt geworden. Viele Krisenregionen in der Welt beneiden uns um die deutsch-französische Freundschaft, die beide Staaten viel mehr in den Dienst der europäischen Sache stellen, als man täglich vermutet. Friede und Freiheit zusammen mit der Absicht und der Überzeugung, dass Geschichte als > eine gemeinsame Geschichte zu begreifen ist, gehören zu den wichtigsten Beweggründen der europäischen Einigung.


Die Probleme der Euro-Rettung und die mehr oder weniger normalen Friktionen im Alltagsbetrieb verdecken manchmal die Erinnerung an die Grundlagen der deutsch-französischen Freundschaft, die François Hollande in seienr Rede in Oradour-sur-Glane prägnant in einem Satz formulierte: “Aujourd’hui, votre visite confirme que l’amitié entre nos deux pays est un défi à l’histoire et un exemple pour le monde entier.” Die Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich nach drei Kriegen ist die Grundlage für den Frieden in Europa. Um diese gelungene Aussöhnung beneiden uns andere Länder: > La réconciliation franco-allemande après 1945: Joseph Rovan, Claude Bourdet, Ernst Weisenfeld, Afred Grosser

> Centre de la mémoire Oradour-sur-Glane
> Massacre d’Oradour-sur-Glane
> Oradour-sur-Glane – Wikipédia

Wir erinnern uns an die Begegnung von Konrad Adenauer und General de Gaulle am 14. September 1958 in Colombey-les-Deux-Eglises. Und an den Moment als Françopis Mitterrand Hand in Hand mit Helmut Kohl in Verdun stand. Gestern waren François Hollande et Joachim Gauck in Oradour-sur-Glane zusmammen mit einem Überlebenden dieses barabarischen Verbrechens in den Ruinen der Kirche von Oradour-sur-Glane, wo so viele Frauen und Kinder gestorben sind.

Fotos: > Déplacement à Oradour-su​r-Glane avec le président de la République fédérale d’Allemagne – Website des Elyséepalastes

Auf den Facebook-Account des Elysee-Palastes:



> Besuch in Oradour-sur-Glane – Website des Bundespräsidenten

Alle Schülerinnen und Schüler, die Französisch lernen, müssen sich den Film mit den Reden von François Hollande und Joachim Gauck ansehen. Präsident Hollande fand die richtigen Worte:

“”Vous êtes la dignité de l’Allemagne d’aujourd’hui, capable de regarder en face la barbarie nazie d’hier. Aujourd’hui, votre visite confirme que l’amitié entre nos deux pays est un défi à l’histoire et un exemple pour le monde entier. Et sa force s’illustre en cet instant même à Oradour-sur-Glane. C’est pourquoi votre présence, monsieur le président, est bien plus qu’un symbole, c’est une promesse de défendre les droits de l’homme chaque fois qu’ils sont violés près de chez nous ou loin d’ici.”

Europa ist unsere Zukunft:

“Si je regarde dans les yeux ceux qui portent l’empreinte de ce crime, je partage votre amertume par rapport au fait que des assassins n’ont pas eu à rendre de comptes ; votre amertume est la mienne, je l’emporte avec moi en Allemagne et je ne resterai pas muet. Aujourd’hui, l’Allemagne est un pays qui veut construire l’Europe, mais ne veut pas la dominer”

Auf Französisch:

Auf Deutsch:

> Die Rede von Bundespräsident Joachim Gauck in Oradour-sur-Glane

Bundespräsident Gauck sagte u.a.: “Wenn ich heute in die Augen derer blicke, die von diesem Verbrechen gezeichnet sind, kann ich hier in Oradour sagen: Ich teile Ihre Bitterkeit darüber, dass Mörder nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, dass schwerste Verbrechen ungesühnt blieben. Sie ist meine Bitterkeit. Ich nehme sie mit nach Deutschland und ich werde in meinem Land davon sprechen und dabei nicht verstummen. Aber aus der ernsthaften Auseinandersetzung mit dieser bitteren Geschichte haben die Menschen in Deutschland die Kraft gewonnen, mein Heimatland zu einem guten Land zu machen. Es will “nicht über oder unter anderen Ländern” stehen. Es will Europa bauen, aber nicht beherrschen. Und ich wünsche mir, dass Sie einen Teil meiner Freude darüber teilen oder sogar zu Ihrer Freude machen können, dass uns dieses Gute bis heute trägt und stärkt und zusammenführt.”
> Le dossier de presse complet au sujet du déplacement à Oradour-sur-Glane – Website des Elyseepalastes

> VIDEO. Oradour-sur-Glane : les raisons du massacre

France et Allemagne main dans la main à Oradour-sur-Glane – France-info
> Oradour-sur-Glane, village martyr de la barbarie nazie – Libération, 4. September 2013
Stanislas Kraland: > Oradour-sur-Glane : une commémoration dans l’ombre du massacre de Damas – Le Huffington Post

> Bilder machen Politik. Die deutsch-französische Erinnerungskultur braucht neue Symbole
01.09.2013 | von Claire Demesmay, Klemens Kober, DGAP-Analyse kompakt 6, 1. September 2013, 6 S.

1999 hatte Präsident Jacques Chirac das > Centre de la mémoire Oradour-sur-Glane eingeweiht:

D-Day – Vor 70 Jahren landeten die Alliierten in der Normandie

6. Juni 2014 von

Das war ein Tag. Der französische Präsident hat die Inszenierung dieses Tages genutzt, und so klingen die vielen Berichte, um der Botschaft des Friedens, die von diesem Tag ausging, gleich ein praktisches Kapitel der Krisendiplomatie anzufügen. Obama und Putin haben miteinander gesprochen und Putin hat auch mit neuen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gesprochen. Wem wirklich dieser Erfolg zuzurechnen ist? Es scheint, dass Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Hollande sich gut abstimmen und erfolgreich zusammen wirken können.

So viele Filme gab es selten von einem Ereignis:

> 70e anniversaire du Débarquement, toutes les informations sur l’événement #DDay70 Website des Élysée-Palasts

> Le discours de François Hollande lors de Cérémonie internationale de commémoration du 70e anniversaire du Débarquement en Normandie, Ouistreham #DDay70: Diese Botschaft richtete sich ohne Zweifel auch an den russischen Präsidenten Putin, der bei dieser Ansprache zwischen den anderen Staats- und Regierungschefs auf der Tribüne stand: Hollande erklärte u.a.: “nous envoyons aussi un message par la cérémonie d’aujourd’hui, avec celles et ceux qui y participent, un message de paix, une exigence pour les Nations Unies d’intervenir là où c’est nécessaire pour la sécurité collective ; un message pour l’Europe qui a permis la paix alors qu’elle avait été le continent de la guerre tout au long du XXe siècle.” Und “Et, enfin, je veux saluer le courage des Allemands victimes eux aussi du nazisme, entraînés dans une guerre qui n’était pas la leur, qui n’aurait pas dû être la leur.”

Discours du président des Etats-Unis d’Amérique, Barack Obama, lors de la cérémonie franco-américaine à Colleville-Sur-Mer, dans le cadre du 70ème anniversaire du Débarquement.

François Hollande : “Le 6 juin 2014 a été utile” #DDAY70. Hollande sagt in diesem Interview u.a. Putin werde einen Botschafter in die Ukraine schicken.


> 70e anniversaire du Débarquement, retrouvez toutes les informations #DDay70 lautet die Überschrift auf der Website des Élysée-Palasts und damit wird wieder einmal ein Hashtag > #DDay70 vorgegegeben, womit man auf Twitter die Ereignisse der nächsten Tage rund um die Feierlichkeiten in der Normandie verfolgen kann.

<<<<< Wir zeigen hier links die Tweets auf Twitter an, die mit dem Hashtag #DDay70 getaggt worden sind.

Auf der > Website des Élysée-Palasts wird ausführlich über die Vorbereitung der Feierlichkeiten berichtet.

> Commémoration du 70e anniversaire de la libération de la France – Le dossier de presse

Hier steht eine Anleitung zu Twitter:
> Twitter: Communiquer en 140 signes – Mit 140 Zeichen kommunizieren

Wieder eine Schulaufgabe:

1. Wieviele Tweets mit dem Hashtag #DDay70 werden an jedem der nächsten Tage gesendet werden?
2. Erstelle eine Liste mit Themen der Tweets
3. Woher kommen die Veteranen, an die mit den Tweets erinnert wird?
4. Welche Medien twittern mit?
5. Hilfe bei den Vokabeln?


LIRE:

> Moi, Hubert Faure, Français débarqué en Normandie le 6 juin 1944 – LA CROIS 67 juin 2014


Auf der Website des Élysée-Palasts wird ein Film Hubert Faure, ein Veteran des Zweiten Weltkriegs angezeigt, der über die Landung in der Normandie am 6. Juni 1944 berichtet:

Und so werden die Feierlichkeiten in der Normandie vorbereitet:

Susanne Wasum-Rainer: “L’Allemagne et la France ensemble, plus que jamais”

5. Juni 2014 von

“L’Allemagne et la France ensemble, plus que jamais” lautet die Überschrift eines Artikels den die deutsche Botschafterin in Frankreich, Susanne Wasum-Rainer, heute in LA CROIX veröffentlicht hat: “Lors des récentes élections au Parlement européen, les partis qui critiquent l’Union ont obtenu un nombre important de voix dans toute l’Europe, et en particulier en France. Que signifie ce résultat électoral pour le coeur du projet européen, à savoir la coopération franco-allemande ? Va-t-elle s’affaiblir, voire s’éteindre totalement ? Non ! Bien au contraire,” schreibt sie und fasst in einem Satz auch das Anliegen unseres Blogs zusammen. “…nos deux pays doivent continuer à faire leur devoir. L’Allemagne et la France ont donc pris des mesures pour promouvoir la croissance et l’emploi,” im normalen täglichen Betrieb wird die deutsch-französische Kooperation nicht recht sichtbar, zu banal ist sie schon geworden, zu selbstverständlich. Aber auch wenn das manchmal nicht so recht öffentlich wirksam präsentiert wird, man darf sicher, dass beide Regierungen auf vielen Ebenen in enger Abstimmung miteinander kooperieren. In diesem Sinn ist der Artikel unserer Botschafterin weniger eine Mahnung als eine Erinnerung an die gemeinsame Entschlossenheit größere Aufgaben (Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit, EURO, etc., die kaum noch ein Land in Europa im Alleingang lösen kann.

Literaturhaus Stuttgart
Marguerite Duras: Die Geschichte meines Lebens gibt es nicht

4. Juni 2014 von

Dienstag 03.06.14 20.00 Uhr

Laure Adler, Ilma Rakusa: Lesung und Gespräch
Moderation: Irene Ferchl

Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

“Die Geschichte meines Lebens gibt es nicht” schreibt Marguerite Duras in ihrem autobiografischen Roman “Der Liebhaber”. Das facettenreiche Werk der Intellektuellen jedoch zeigt anderes. Sie gehörte zu den prägenden französischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, auch auf Deutsch liegen ihre Texte vor, wenngleich sie im literarischen Bewusstsein Deutschlands heute überraschend unsichtbar zu sein scheint. Anlässlich ihres 100. Geburtstags realisierten das Literaturhaus Stuttgart und das Institut Français einen Abend mit den Duras-Expertinnen Laure Adler und Ilma Rakusa.

Bitte öffnen Sie das Fotoalbum mit einem Klick auf ein Bild erst dann, wenn diese Seite vollständig geladen ist, sonst funktioniert das Album nicht.

Die französische Schriftstellerin und Intellektuelle Laure Adler, ehemalige Leiterin des Radiosenders France Culture, ist Autorin der viel gelobten Duras-Biografie und setzt sich in ihren zahlreichen Werken immer wieder mit Fragen des Feminismus auseinander. Die Schweizer Autorin, Übersetzerin und Kritikerin Ilma Rakusa hat unter anderem Duras’ autobiografischen Roman “Der Liebhaber” ins Deutsche übertragen. 2009 erhielt sie den Schweizer Buchpreis für ihre Texte “Mehr Meer. Erinnerungspassagen”.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Français Stuttgart

#QAG und die Parti socialiste: Twittern für die Politik

3. Juni 2014 von

Wir aktualisiueren einfach mal den Beitrag vom 7. Mai 2014:


Die Fragestunde in der französischen Nationalversammlung kann manchmal ziemlich laut und auch für die Minister, die sich den Fragen der Parlamentarier stellen, ziemlich unangenehm werden. Aber so eine Stunde bei einem beinahe vollständig besetzten Parlament mitzuerleben, ist richtig spannend. Hier geht es richtig zur Sache. Ausflüchte sind kaum noch möglich. die Abgeordneten fragen sehr direkt und erwarten von den Ministern direkte Antworten.

<<<<< Diesmal ist die PS die den Hashtag #QAG vorgibt und damit zu einer Kommentierung der Fragestunde auffordert.* Gestern war es der Élyséepalast, der mit Hashtag #BourdinPR die Twittergemeinde zur Kommentierung des Fernsehinterviews mit Präsident François Hollande aufforderte. Und gleichzeitig twitterte der Élyséeplalast wichtige Sätze aus den Antworten seines Hausherrn.

Mit diesen Tweets stellt der ÉLysée-Palast oder die PS eine Art von unmittelbarer Öffentlichkeit her, von der die Berliner Politiker einiges lernen können. Zum Beispiel würde mir zur Rente mit 63 ziemlich viel einfallen. Sicher manchmal sind die Tweets ein wenig zu direkt oder schlecht begründet, manchmal nur twittergewohnheitsmässig, 100-140-Zeichen-Statements, manchmal wollen die Twitterer hauptsächlich auf ihre eignen Internet-Erzeugnisse hinweisen. Sicher muss ein Mitarbeiter der PS oder im Elysée-Palast die Tweeets zählen, einen Bericht schreiben und die Tendenz im Meinungsbild der Twitterer herausfiltern. Wenn, wie > bei der letzten Pressekonferenz von François Hollande in kurzer Zeit über 1000 Tweets gesendet werden, ergibt sich schon ein signifikantes Meinungsbild.

Ob es hier wirklich der > Außenminister Laurent Fabius selber ist, der hier auf Tweets atnwortet?

Schulaufgabe:

1. Wer tweetet? #QAG: Anhänger der PS oder auch der Opposition? Politiker oder Wähler?
2. Welche Themen werden mit wie vielen Tweets angesprochen?
3. Erstelle ein Vokabelliste von 15 h 00 -15 h 30 / 15 h 30-16 h 00.
4. Am besten mit der Unterstützung von PONS.


________________________________
* N. B.: Naturgemäß wird dieser Artikel oder dies Twitterwall veraltet sein oder nicht die Tweets anzeigen, die zu diesem Artikel stehen. Zur Dokumentation der Blogarbeit,lassen wir aber alles so stehen.

Frankreich: Die Reform der Regionen

2. Juni 2014 von

Ergänzung, Montag, 2.6.2014 21 h 23


> “Réformer les territoires pour réformer la France” Site du Palais de l’Élysée


Heute gibt es in Frankreich 22 Regionen. Elf zuviel finden Manuel Valls et François Hollande. Bevor beide sich daran machen, die Landschaft der Regionen neu zu gestalten, eröffnet LE MONDE die Diskussion und bietet eine interaktive Grafik an. Zuerst werden Regionen gelöscht, und dann werden die Departements dieser aufgelösten Regionen auf die verbleibenden Regionen verteilt. Dabei können auch die verbleibenden Regionen neu benannt werden:

> La France à douze régions. Composez votre carte des régions Visuel interactif

Zur Zeit gibt es 22 Regionen:

Das ist gleichzeitig ein Super-Lernspiel, um sich endlich einmal die heutigen Regionen und die Departements obendrein merken zu können. Aber zu sehr muss man sich nicht anstrengen, da es, wie gesagt, bald nur noch 11 Regionen geben soll. bei uns sind es 10 (+ Korsika) geworden. Wir haben das Visuel interactif ausprobiert. (Eine Region ist dabei nicht besetzt worden) Klick – vergrößert die Karte. Es ist nur ein Versuch unserer Redaktion. Vielleicht gibt es ja doch ein Gewinnspiel, und wir haben richtig getippt?

Wie kompliziert das ist! Wieviel dabei berücksichtigt werden muss! (> Réforme territoriale : le président du conseil de Picardie est « très surpris » par le scénario Hollande – LE MONDE, 3 juin 2014)

Und hier ist der > Entwurf aus den Elyseepalast:

Natürlich möchten die einen nicht plötzlich zu einer anderen Region gehören. Da muss man wohl einige Regionen neu benennen, damit sich niemand zurückgesetzt fühlen wird, sondern alle zusammen in eine neue Region kommen. Geht alles prima mit dem Visuel interactif. Die Idee dieser Territorialreform ist richtig und wird zu einer Straffung des Verwaltungsaufwands führen… aber das wird nicht von heute auf morgen gehen, und dabei braucht die Regierung nun wirklich auch kurzfristige wirtschaftliche, handfeste Erfolge.

> Réforme territoriale : quels départements ou régions supprimer ? LE MONDE 3.6.2014: Schon 639 Leserbriefe.

96 Departements gibt es in Frankreich (außer den andern 5 überseeischen Departements)… von denen könnte man auch einige zusammenlegen? Oder statt der Departements und der Regionen 20 neue Verwaltungseinheiten einführen, die Regionen und Departements ersetzen, also bräuchte man für die neue Verwaltungseinheit auch eine neue Bezeichnung. Und was ist mit den 4055 Kantonen, von den 172 in Übersee sind? Vielleicht könnten sich die Franzosen sogar an dem System unserer Bundesländer orientieren, und wir könnten dabei sehr viel lernen, wie man denn eine bei uns immer wieder aufgeschobene Reform der Bundesländer von den Wählern per interaktiver Grafik vorbereiten lassen könnte.

Samuel Laurent et Jonathan Parienté, > Pourquoi Hollande et Valls veulent fusionner les régions, LE MONDE – Les décodeurs

> Réforme territoriale de Manuel Valls : les départements seront supprimés, c’est tant mieux Nouvel-Observateur LE PLUS

> Réforme territoriale : pour des régions plus fortes aux compétences affirmées – Site du Gouvernement français

Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien 12. Juni – 13. Juli 2014

27. Mai 2014 von

So allmählich sollten wir uns auf das Sportereignis dieses Jahres vorbereiten:

Klick:

> Zum Herunterladen.

Und auch als wm-postkarte.

La réaction de François Hollande face au succés du FN aux élections européennes

26. Mai 2014 von

Le Président a dit notamment: “Six Français sur dix ne se sont pas déplacés. Un électeur sur quatre a voté pour l’extrême droite.

[...]

Comment l’interpréter ? Ce vote, c’est une défiance à l’égard de l’Europe, qui inquiète plus qu’elle ne protège.

C’est une défiance à l’égard des partis de gouvernement, de la majorité, comme del’opposition. Ce vote, c’est une défiance à l’égard de la politique qui, après tant d’années de crise, appelle toujours des efforts sans que l’on voie encore les résultats.

Ce serait une faute et je ne la commettrais pas, que de fermer les yeux sur cette réalité. Parce qu’elle traduit une peur du déclin de la France, de la mondialisation et ce sentiment exprimé tant de fois, d’abandon face à la dureté de la vie.”

> Allocution du président de la République à la suite des élections européennes Sie du Palais de l’Élysée

Der Erfolg des FN bei den Europawahlen 2014

26. Mai 2014 von

Mit 25 % der Stimmen hat der Front National FN von Marine le Pen die Europawahlen in Frankreich gewonnen. Genau betrachtet haben etwa 10% der Franzosen für den FN gestimmt. Ihr bester Verbündeter für diesen Erfolg war die Partei der Nichtwähler, die bei dieser Wahl die erste Partei Frankreichs war. Der FN hat um 19 % der Stimmen im Vergleich zur letzten Europawahl 2009 zugelegt. Wie konnte das passieren? Was bedeutet das für die Haltung der Franzosen in Bezug auf die EU? Wie wird wohl die Regierung reagieren? Françoise Fressoz hat auf die Fragen ihres Kollegen geantwortet:


FN en tête, défaite du PS, désamour européen… von lemondefr

Der Premierminister Manuel Valls hat sich nach den Hochrechnungen wie folgt geäußert:
> “Nous avons besoin d’une Europe plus forte, plus solidaire, plus juste”

“L’Europe a déçu…” sagt der Premierminister, um den Erfolg der FN zu erklären. Wenn 400 Millionen Bürger, Europäer in freier Wahl ihr Parlament wählen, in einem Europa, dass durch seine Institutionen seit ihrer Gründung den Frieden in Europa sichert? Ein Frieden, um den uns viele Regionen in der Welt beneiden, dann hat Europa nicht enttäuscht. Die Europäische Union ist ein gemeinsames Projekt. Alle Mitgliedsstaaten sind am Erfolg Europas gemeinsam beteiligt.


Auf unserem Blog
> François Hollande: « L’Europe que je veux »
> Europawahl 2014
> LE POINT und DIE WELT: Nicolas Sarkozy et sa vision de l’Europe
> Nachgefragt: Anne-Marie Le Gloannec zur Europawahl 2014
> Institut français de Stuttgart: VORTRÄGE Débat TRI-Color. Europa hat die Wahl: Welche EU wollen die Bürger Europas?


Der FN hat das negative Image des Präsidenten und das Stimmungstief der PS genutzt, um die Angst vor der Einwanderung und den Romas zu schüren. Marine le Pen hat sechs Tage vor der Wahl ihre Wähler zur Wahl des FN aufgerufen: 1 Min 42”. Die UMP und die PS würden dauernd versprechen, Europa zu ändern, nichts hätten die Parteien gemacht, erklärt Le Pen. Wenn die Wähler eine starkes Signal aussenden wollten, dann müssten sie wählen gehen. Nicht ein konkreter Vorschlag, aber der Hinweis, wenn es um die Erweiterung Europas gehe, “werden Sie von den beiden Parteien des Systems (i.e. UMP, PS, H.W.) belogen”, “sie (i.e. die Parteien, H.W.) lassen die verrücktesten Projekte zu”, so Le Pen, und treiben den Aufnahmeprozess der Türkei voran. Bei ihrer kurzen Ansprache heute abend hat Marine Le Pen davon gesprochen “les électeurs ont sanctionné les partis du renoncement en les renyoyant à leurs mensonges et leur trahisons” dass die Wähler die “Parteien des Verzichtes zu ihren Lügen und Verrat zurückgeschickt haben…” Die Franzosen hätten durch ihre Wahl dem Front National die wunderbare Verantwortung gegeben, die Wahl (“les choix”) auszuführen, die sie durch ihre Wahl ausgedrückt hätten.”

Man darf sich schon fragen, warum die Wähler mit der Politik des Staatspräsidenten und der seines Premier-Minister Manuel Valls so unzufrieden sind? Sind Ihre Reformen nicht radikal und schnell genug? Nimmt die Regierung sich seit dem Amtsantritt von François Hollande zuviel Zeit die ungeliebten Reformen abzufedern? Schließlich kann die Regierung selbst keine Arbeitsplätze schaffen, eher muss Sie den öffentlichen Dienst radikal abbauen… Die Steuer für die Superreichen war vielleicht nicht nötig und mit die Heirat für alle hat die Regierung auf einem Nebenschauplatz viel Zeit verschenkt. Comment remonter la pente? Wenn die Regierung schlechte Presse hat? Und dennoch ihre Reformansätze sind keineswegs falsch. Die Opposition würde kaum etwas anders machen. Ob es hilft, das Wahlergebnis genauer unter die Lupe nehmen:

> Le FN en tête aux européennes : non, ce score n’est pas spectaculaire. La preuve par 5 **** leplus.nouvelobs.com

> Européennes : les 5 enseignements de l’élection – LE MONDE

> Résultats européennes 2014 : la liste des 74 eurodéputés français – RTL

Der Textbaukasten: Phrases-clés – Texte schreiben

26. Mai 2014 von

phrases-cles

Französisch lernt man am besten, wenn man viel selber schreibt, d.h. wenn man das gerade Gelernte oder Neuentdeckte in eigene Worte fasst und am besten die just neu erhaltenen Informationen in einem eigenen Text zusammenfasst.

Für jede Art von Text, Interpretation, Lesebericht, Referat, Hausarbeit, Zusammenfassung, Bildbeschreibung, Filmanalyse, seine Meinung ausdrücken, Wörter erklären, Geschichte erzählen, über Zeitungsartikel berichten, commenter des textes naratifs et dramatiques, > Tweets analysieren ein Interview analysieren…

eine > Pressekonferenz kommentieren, usw. benötigt man einen > Textbaukasten, dessen Inhalt bei regelmäßigem Gebrauch in die eigene Schreibe übergeht. Und es macht Spaß, mal etwas Neues auszuprobieren:

Christoph Wurm, Valérie Deinert: > Phrases-clés pour l’écrit et l’oral
Wortschatz für Textarbeit und Kommunikation Französisch – Buch A1-B2
978-3-12-519568-4 (3-12-519568-3)

Und wenn man bedenkt, wie sehr sich > Französischunterricht unter dem Eindruck von Web 2.0 radikal geändert hat oder ändern kann, dann fällt einem sofort auf, dass das nur geht, wenn die Schüler in die Lage versetzt werden, mehr eigene Texte zu verfassen. Auch wenn Sie nur mit Tweets und 140 Zeichen einen Aufsatz kommentieren oder zusammenfassen, dann kommt dieser Band von Christoph Wurm und Valérie Deiner gerade richtig, weil mit ihm schnell lernt, sich präzise, klar und prägnant auszudrücken.

Und wenn bald das nächste englisch-sprachige >Interview für den Blog von Klett-Cotta (Unterwegs mit dem transportablen TV-Studio) ansteht, liegt auf meinem Schreibtisch der englische Textbaukasten von Christoph Wurm, Rolf Giese, Eckhard Schroeder: > Writing better English, Lernwortschatz zur Textarbeit, A2-B2, 978-3-12-519561-5 (3-12-519561-6) bereit.

LE POINT und DIE WELT:
Nicolas Sarkozy et sa vision de l’Europe

22. Mai 2014 von

Le Point – schade nicht online, da müssen wir erst wieder zum Bahnhof fahren – und DIE WELT haben heute gemeinsam einen langen Artikel von Nicolas Sarkozy über Europa veröffentlicht: Nicolas Sarkozy > Mangel an Führung ist eine echte Gefahr für Europa.

Der frühere Staatspräsident erinnert an den Frieden als eine bedeutende Errungenschaft der EU. Aber es gebe auch Fehler der Europapolitik: “Wir müssen unsere Europapolitik tiefgreifend neu gestalten,” schreibt Sarkozy. Sein Leitmotiv: “Wir brauchen die Vielfalt der Sprachen, der Kulturen, des Denkens.” Unter der Zwischenüberschrift “Deutschland ist keine Alternative – es ist eine Tatsache” steht: Die Beziehungen zu Deutschland seien für beide Seiten so gewinnbringend wie möglich zu gestalten. – Wir haben in während der Präsidentschaft von Nicolas Sarkozy auf diesem viele Stunden damit zugebracht über seine Europapolitik und sein Verhältnis zu Deutschland zu beobachten und darüber zu schreiben, aber so deutlich hat er sich bisher noch nicht zu Deutschland geäußert wie folgt: “Daher plädiere ich unumwunden für die Einrichtung einer großen, kohärenten und stabilen deutsch-französischen Wirtschaftszone im Herzen der Eurozone, die es uns zunächst ermöglichen wird, durch den Ausgleich unserer steuerlichen und sozialen Nachteile unsere Interessen gegenüber der deutschen Konkurrenz besser zu verteidigen.” Eine Art Franceallemagne im Rahmen der EU? Die deutschen und die französischen Erfolge sollen es uns ermöglichen “unter den 18 Ländern unserer Währungsunion die Führung einzunehmen”. Sarkozys einfache Frage an die Adresse der EURO-Kritiker lautet: “Wer kann denn ernsthaft meinen, ein isoliertes Frankreich wäre in der Lage, besser für seine Interessen einzutreten?” Sarkozy zeigt sich überzeugt, dass ein einheitliche Führer in Europa seit der Einführung des EURO in 18 Staaten nicht mehr existiert.

Immigration? “Ebenfalls zu nennen sind die essentiellen Fragen der Migrationsströme und die Notwendigkeit, den freien Personenverkehr zu bewahren, der für alle einen unbestreitbaren Fortschritt darstellt. Dass in Europa jeder das Recht hat, sich frei zu bewegen, ist ein Glück.” Wer nicht über die Immigration sprechen will, dem schreibt Sarkozy deutliche Worte ins Stammbuch: “Gleichwohl kann man es jedoch nicht weiterhin ablehnen, sich in aller Ruhe und Sachlichkeit mit der Frage der europäischen Migrationspolitik auseinanderzusetzen. Wir haben es hier mit einem klaren Versagen zu tun: Zum einen, weil so viele der bei uns aufgenommenen Menschen unter derart schlechten Bedingungen aufgenommen werden, ohne Wohnung, ohne Beschäftigung, ohne Einkommen, dass ihnen jegliche Hoffnung auf Integration verwehrt bleibt.”

Die letzte Zwischenüberschrift seines Beitrags lautet “Die aktuelle Situation verdammt uns zur Ohnmacht” und zielt auf das Brüsseler administrative Labyrinth, das ein “drastisches Einschreiten” erfordere.

Auf unserem Blog: > François Hollande: « L’Europe que je veux » – 8. Mai 2014

Nachgefragt: Anne-Marie Le Gloannec zur Europawahl 2014

22. Mai 2014 von

Gestern waren Prof. Dr. Anne-Marie Le Gloannec (Paris), Prof. Dr. Dieter Fuchs (Stuttgart) und Alessandro Alviani (Berlin) anlässlich einer Gesprächsrunde im Institut français in Stuttgart.

> Institut français de Stuttgart: VORTRÄGE Débat TRI-Color. Europa hat die Wahl: Welche EU wollen die Bürger Europas?

Nach dem Gespräch hatten wir Gelegenheit bei Anne-Marie Le Gloannec, die Professorin im Institut d’Études Politiques de Paris ist, nachzufragen: Wir haben über den möglichen Erfolg des Front Nationale FN von Marie le Pen gesprochen, über ihren Einfluß, und ihr eher sehr mäßiges Wahlprogramm. Außerdem hat Frau Le Gloannec uns erklärt, wieso der Europa-Wahlkampf bisher in Frankreich von den Parteien eher ungerne wahrgenommen wird. Erstaunlich ist es, was sie zu der aktuellen Situation der deutsch-französischen Beziehungen: “Entkoppelung”, in einem Wort und gleichzeitig betont, dass Deutschland in Europa auf Frankreich angewiesen ist. Wir werden das Gespräch mit Anne-Marie Le Gloannec nach den Wahlen im Juni in Paris fortsetzen.


Auf unserem Blog:

> Europawahl 2014
> François Hollande: « L’Europe que je veux »


Matthias Armengaud (Paris): Territoriale Umgestaltung

22. Mai 2014 von

Mi, 28. Mai 2014 19:30
Stadtbibliothek Stuttgart, Mailänder Platz 1, 70173 Stuttgart

„Agence de Reconfiguration territoriale“ ist ein mehrfach international ausgezeichnetes Architekturbüro mit Sitz in Paris und Basel. Die drei Partner Alessandra Cianchetta, Marc und Matthias Armengaud arbeiten, lehren und forschen interdisziplinär zum Raum: Von vornherein werden Architektur, Landschaftsgestaltung und strategische (Stadt-)Planung in ihren Projekten gleichberechtigt diskutiert und in einen schlüssigen räumlichen Zusammenhang gebracht. Davon zeugen nicht nur temporäre Installationen, sondern auch großmaßstäbliche öffentliche Projekte wie z.B. der Lantern Pavillon in Sandnes (Norwegen), die Masterplanung für den öffentlichen Raum und die Mobilitätsstrategie für das 230 Hektar große Praille-Acacias Gebiet in Genf bis hin zur Planung der Evry-Klärwerke in Frankreich.

Matthias Armengaud (AWP Büro Paris) wird Methodik und Praxis des „Büros für räumliche Umgestaltung“ näher vorstellen und sie dabei beispielhaft an einem aktuellen Projekt veranschaulichen: der Entwicklung des strategischen Masterplans für La Défense in Paris.

Vortrag in französischer Sprache mit Übersetzungshilfe.

Die Veranstaltung wird von der DVA-Stiftung gefördert.

Institut français de Stuttgart: VORTRÄGE Débat TRI-Color. Europa hat die Wahl: Welche EU wollen die Bürger Europas?

20. Mai 2014 von

Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51,
70174 Stuttgart
21.05.2014, 19:00 Uhr – 21:00 Uhr

Die Europawahlen Ende Mai 2014 sind aufgrund der erweiterten Kompetenzen des Europäischen Parlaments von großer Bedeutung. In vielen Ländern Europas – auch in Frankreich – erzielen europaskeptische Parteien in den Umfragen hohe Zustimmungswerte. Alle Anstrengungen, einen tatsächlich europäischen Wahlkampf zu inszenieren, sind durch die Versuche bedroht, das Thema Europa für die innenpolitische Auseinandersetzung auf nationaler Ebene zu instrumentalisieren.


Auf unserem Blog:

> Europawahl 2014
> François Hollande: « L’Europe que je veux »


Wird die EU in krisengeschüttelten Ländern wie Italien als Ursache der Krise oder als Katalysator einer Lösung wahrgenommen? Wird der Wahlkampf dazu beitragen, den oft beklagten Graben zwischen den Bürgern Europas und der Machtzentrale in Brüssel zu überbrücken?

Im deutsch-französisch-italienischen Vergleich soll kurz vor dem Urnengang eine Momentaufnahme der Europadebatte versucht werden, um mehr Tiefenschärfe bei der Analyse der Herausforderungen und Verdeutlichung der Alternativen zu gewinnen.

Mit: Prof. Dr. Anne-Marie Le Gloannec (Paris), Prof. Dr. Dieter Fuchs (Stuttgart) und Alessandro Alviani (Berlin)

Moderation: Dr. Felix Heidenreich

Veranstalter: IZKT & Institut français Stuttgart. Mit freundlicher Unterstützung der DVA-Stiftung.

 

Download

Das Frankreich-Blog auf

France-blog.info auf Facebook

Follow FranceBlogInfo on Twitter