Nachgefragt (I): Professor Ingo Kolboom berichtet über die landes-und kulturwissenschaftlichen Themen in den Französisch-Lehrplänen der Bundesländer

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Wie auf diesem und dem Blog von Klett-Cotta schon lange üblich erscheint erst der Bericht über eine Veranstaltung, eine Lesung oder ein Lesebericht und dann, wenn sich alles ein wenig gesetzt hat, kommt ein Beitrag Nachgefragt:… Mit Professor Dr. Dr. hc. Ingo Kolboom ist schon ein Interview verabredet, aber zuvor habe ich ihn nach den Mindmaps über die landes-und kulturwissenschaftlichen Themen in den Französisch-Lehrplänen der Bundesländer gefragt, die seine Studenten in seinem Seminar angefertigt haben. Der Untertitel dieser Übersicht lautet: „oder: Die Notwendigkeit einer von der Literaturwissenschaft unabhängigen landes-­ und kulturwissenschaftlichen ‘Professur für Frankreichstudien und Frankophonie’ in der Französischlehrerausbildung“.

Viele der für ein Verständnis unseres Nachbarlandes notwendigen Themen werden in den Lehrplänen genannt:

Mit einem Klick vergrößern. Die Übersicht stammt aus der in diesem Beitrag vorgestellten Sammlung von Mindmaps.

Mit den Mindmaps wird auch zumindest indirekt gefragt, ob die Schülerinnen und Schüler im Französischunterricht genug über unseren Nachbarn und über die deutsch-französischen Beziehungen erfahren? Lernen Sie das eigene Land mit dem Nachbarland zu vergleichen? Auf diesem Blog darf auch die Frage stehen: Wieviele Themen der 1800 Artikel auf diesem Blog kommen in irgendeiner Form einmal im Französischunterricht vor? Mit diesen Mindmaps wird aber auch die Frage stellt, ob in der Lehrerausbildung die Sachthemen des Französischunterrichts genügend berücksichtigt werden?

Als Professor Ingo Kolboom kürzlich auf dem VDF-Bundeskongress in Bochum die > Eröffnungsrede – mit Video und Text seiner Ansprache auf diesem Blog – hielt, erwähnte er die Lehrpläne aller 16 Bundesländer für Französisch und den darin enthaltenen Bestimmungen hinsichtlich der Sachthemen im Französischunterricht.

An diesen Themen hat Professor Kolboom, der von 1994 bis 2012 an der TU Dresden nach seinen Worten „einen in der deutschen Romanistik exotischen, da explizit gesellschafts- und regionalwissenschaftlichen, heute wieder abgeschafften Lehrstuhl für Frankreichstudien, deutsch-französische Beziehungen und frankophone Welten inne“ hatte. „Dort habe ich,“ so Prof. Kolboom, „fast zwei Jahrzehnte lang zukünftige Französischlehrer bzw. Frankreich- und Frankophonie-Experten für den „Markt“ in Schule, Wirtschaft, Kultur, Medien und anderen Institutionen ausgebildet.

Und er fügte hinzu: „Anders gesagt: mein Beruf bestand wie der Ihrige auch darin, „faire vivre le français en Allemagne“! Bei der Wahl der Themen meiner Seminare und Vorlesungen, aber auch bei der Wahl der Themen für Abschlussarbeiten habe ich mich stets von den Lehrplänen für den Französischunterricht an Höheren Schulen in allen 16 Bundesländern inspirieren lassen. Einen Eindruck vermitteln Ihnen die von mir im Foyer ausgestellten Schautafeln, auf denen die Sachthemen aller Französischlehrpläne in Form von Mindmaps erfasst sind. Schon eine flüchtige Lektüre dieser Sachthemen macht deutlich, dass ein zukünftiger Französischlehrer in den Bereichen Gesellschaft, Geschichte, Politik, Wirtschaft, Technik, Kultur Frankreichs und der übrigen frankophonen Welt sowie bilaterale Beziehungen eine mindestens ebenso solide wissenschaftliche, institutionell abgesicherte Ausbildung haben muss, wie es die Sparten Sprache und Literatur für sich zu Recht in Anspruch nehmen und daher mit entsprechenden sprach- und literaturwissenschaftlichen Lehrstühlen an den Hochschulen versorgt sind.“

Download:

> Landes-und kulturwissenschaftlichen Themen in den Französisch-Lehrplänen der Bundesländer *.pdf 1,3 MB

Lesebericht: Christian Ollivier et Lauren Puren,
Le web 2.0 en classe de langue

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Unterrichten in einer Fremdsprache

Während des Referendariats habe ich das Fach Geschichte im bilingualen Zweig des > Friedrich-Ebert-Gymnasiums in Bonn auf französisch unterrichtet. Das war eine tolle Erfahrung besonders auch aufgrund der bemerkenswerten sprachlichen Kompetenz der Schüler, die ich damals dort kennengelernt habe. Als wir im Freanzösichunterricht über die Verfassung der V. Republik sprachen und einige Artikel davon gelesen haben, meldete sich eine Schülerin und erklärte mit feinstem Französisch, das alles, Präsident vom Volk gewählt, Artikel 16 etc. hätten sie heute morgen schon in einer anderen Stunde mitbekommen. Auf die Nachfrage, worum ging es, erklärte sie: Wir haben über die Republik von Weimar gesprochen, und deren Verfassung sei so ähnlich gewesen, nur dass der Artikel 16 dort die Ziffer 48 getragen habe… Erkenntnis: der bilinguale Unterricht trägt dazu bei, die künstlichen Grenzen zwischen den Fächern transparenter werden zu lassen. Das hat mich am fremdsprachigen Unterricht besonders fasziniert. Soviel zur unwillkürlichen Erinnerung als eben in einem Newsletter von EMILANGUES der Hinweis auf das Kolloquium des Erziehungsministeriums in Paris vom 31. Mai bis 1. Juni 2012 in meinem elektronischen Postkasten landete. Jetzt sind die Ergebnisse dieses Kolloquiums veröffentlicht worden:

> Enseigner les sciences en langues vivantes étrangères : pourquoi ? comment ?

EDUSCOL – enseigner avec le numérique

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Éducatec-ÉducaTICE 2012 à Paris

> EDUCATEC-EDUCATICE – Paris 2012

Auf der EDUCATEC-EduaTICE traf man alle wichtigen Anbieter elektronischer Unterrichtshilfen jeder Art:

> Rufen Sie bitte nur diesen Artikel www.france-blog.info/educatec-educatice-2012-a-paris auf, dann können Sie hier 21 Fotos im Album ansehen:

Alle Fotos: (c) Heiner Wittmann.

Beeindruckend ist die Vielfalt der Ressourcen, die das französische Kulturministerium auf seiner speziellen Website für die elektronischen Medien anbietet:

> Éducatec-ÉducaTICE 2012 – Website von EDUSCOL
> Plan du site: Socle commun – École – Collège ***

> EDUSCOL Portail national des professionnels de l’éducation – Site du Ministère de l’Éducation nationale

Le Salon de l’Éducation 2012 à Paris

Der Frankreich-Blog hat den französischen Erziehungsminister Vincent Peillon auf seinem Meeserundgang beim > Salon de l’Éducaton in Paris beobachtet:

Rufen Sie bitte nur diesen Beitrag auf > www.france-blog.info/le-salon-de-leducation-2012-a-paris, dann öffnet sich mit einm Klick das Album: 16 Fotos.

Die deutsch-französische Freundschaft im Comic:
La vie en BD – Klett-Schülerwettbewerb 2012/2013

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Der Ernst Klett Verlag schreibt den Schülerwettbewerb „La vie en BD“ unter dem Motto „50 Jahre Elysée-Vertrag“ aus.

Der Ernst Klett Verlag lädt Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen aus der ganzen Bundesrepublik ein, ihre Zeichnungen einzusenden. Ab sofort können Lehrkräfte die Teilnahmebögen für das Schuljahr 2012/13 unter > www.klett.de/bd herunterladen.

Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von > Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlands und Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit, und > SEM Maurice Gourdault-Montagne, dem französischen Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland. „Bei der aktuellen Ausgabe bekommen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, ihre Sicht der deutsch-französischen Beziehungen mit den Mitteln der Comic-Kunst vorzustellen. Der Wettbewerb setzt also auf innovative pädagogische Methoden, auf die Kreativität der Schüler und auf die Verknüpfung des Sprachunterrichts mit den Fächern Geschichte und Kunst“, erklärte der Botschafter. „Liebe Lehrerinnen und Lehrer, ermutigen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler dazu, zahlreich an dem diesjährigen Wettbewerb teilzunehmen. Damit rücken Sie die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen ins Blickfeld der Schülerinnen und Schüler und geben ihnen Impulse zum Erlernen der Partnersprache und zum interkulturellen Dialog“, schreibt Annegret Kramp-Karrenbauer in ihrem Grußwort.

Im letzten Schuljahr gewann Gordon Endt den ersten Preis. Er hat auch das Logo für die diesjährige Ausschreibung gezeichnet. Passend zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages am 22. Januar 2013 steht der Wettbewerb in diesem Jahr unter dem Motto deutsch-französische Freundschaft.

Teilnahmeschluss ist der 15. Januar 2013. Die Jury besteht aus Fachdidaktikern, Zeichnern und Praktikern. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler aller Schularten mit selbst entworfenen bandes dessinées auf maximal einer A3-Seite zum Leitthema.

Zu gewinnen gibt es eine Reise ins Centre Belge de la Bande Dessinée nach Brüssel. Die Schülerinnen und Schüler auf den Plätzen 2-5 erhalten Sachpreise im Gesamtwert von 250 Euro; die Plätze 6-25 einen Trostpreis. Auch die Lehrkräfte der besten 25 Teilnehmer erhalten kleine Sachpreise. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

> La vie en BD – Klett-Schülerwettbewerb 2012/2013

Auf diesem Blog: > Écrire et dessiner une bande dessinée: Isabelle Darras et Yuio

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