#TraitedAixlaChapelle Die Unterzeichnung des #AachenerVertrags

Am 22. Januar 2019 haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron im Krönungssal des Aachener Rathauses den neuen, wie sein offizieller Titel lautet, „Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration“ unterzeichnet:

Rede von Präsident Macron vor der Unterzeichnung des Aachener Vertrages mit dem Text des Vertrages

> Rede von Bundeskanzlerin Merkel zur Unterzeichnung des Vertrags zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration am 22. Januar 2019 in Aachen

Der Festtakt in der Live-Sendung:

> Projets prioritaires pour la mise en œuvre du Traité d’Aix-la-Chapelle – Website des Élysée-Palastes

> Deutsch-Französische Agenda: Prioritäre Vorhaben in Umsetzung des Vertrags von Aachen – Website der Bundesregierung

> Online #Französisch-lernen I ff.: Die Übersicht

> Le Traité d’Aix-la-Chapelle sur la coopération et l’intégration franco-allemandes – Website des Außenministeriums

> Den Text des Aachener Vertrags

Twittern für die deutsch-französische Kooperation

Vor Unterzeichnung des Aachener Vertrages wurden Gerüchte, neudeutsch Faked News, in die Welt gesetzt, im Internet gestreut und geteilt, Frankreich werde Elsass oder Lothringen an Deutschland geben, die Elsässer müssten jetzt Deutsch lernen oder Frankreich würden seinen Sitz im Sicherheitsrat der UN künftig mit Deutschland teilen. Und es gab Vermutungen, Frankreich werde seine Souveränität aufgeben: Der Élysée-Palast wies diese Vermutungen zurück:

> La VÉRITÉ (rien que la vérité) sur le traité franco-allemand d’Aix-la-Chapelle

Es gibt bereits konkrete Projekte, die den Aachener Vertrag mit Leben erfüllen sollen:
> Projets prioritaires pour la mise en œuvre du Traité d’Aix-la-Chapelle

> Prioritäre Vorhaben in Umsetzung des Vertrags von Aachen – Website der Bundesregierung

Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag

Unser letztes Interview hat schon im Januar 2014 > Nachgefragt: Die deutsch-französischen Beziehungen. Ein Gespräch im DFI mit Henrik Uterwedde stattgefunden.

Die Kontakte unserer Redaktion zum DFI reichen in den Anfang der 80er Jahre zurück. Ab 1986 sind > Ernst Weisenfeld und ich von Bonn aus mehrmals zum Treffen des Sozialwissenschaftlichen Arbeitskreises Deutscher Frankreichreichforscher zum Jahrestreffen nach Ludwigsburg gefahren.

Henrik Uterwedde,  > Die deutsch-französischen Beziehungen. Eine Einführung, Opladen 2019.

Es wurde nun höchste Zeit für ein echtes Update. Gestern hat Henrik Uterwedde unsere Redaktion in Deutsch-französischen Institut in Ludwigsburg empfangen. 3 Themenbereiche hatten wir für das hier angezeigte Gespräch verabredet: Gelbe Westen, Grand Débat National und der Aachener Vertrag.

Französisch heute, die Zeitschrift der > Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer e.V. hat in ihrer Ausgabe 1/2019, S. 42 f., einen Artikel über unseren Blog veröffentlicht, der hier als *.pdf-Datei heruntergeladen kann:

> „Expliquer, expliquer, toujous patiemment expliquer“: Der Frankreich Blog

Sie können dann alle im Artikel genannten Links einfach anklicken.


> Rund 150 Videos auf unserem Blog:

> Nachgefragt. Le Vice-président de l‘Assemblée nationale Sylvain Waserman répond à nos questions – 26. Juli 2018

> Nachgefragt: Henri Ménudier antwortet auf unsere Fragen zu Emmanuel Macron, Europa und die deutsch-französischen Beziehungen – 13 avril 2018

> Nachgefragt: „L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.“Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris – 18. Dezember 2017

> Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes – 22. März 2015

Auch für Schüler/innen ist das Interview wichtig, da hier Zusammenhänge zwischen der Reformpolitik von Präsident Macron und der Bewegung der Gelben Westen erklärt werden – Journalisten sagen, die Bewegung werde hier „eingeordnet“. Das Thema des > Aachener Vertrags ist eigentlich ein zweites Interview: Uterwedde erklärt seine Einschätzung des Vertrages, der den > Élysée-Vertrag von 1963 bekräftigt und ergänzt. Welche anderen Länder in der Welt haben mit ihrem Nachbarn zwei Freundschaftsverträge, eine > Liste mit gemeinsamen prioritären Vorhaben und sogar bald noch eine > gemeinsame Parlamentarische Versammlung?


Henrik Uterwedde > Coopération franco-allemande: nouveau traité, nouvelle volonté?, in: telos, 7. März 2019


Henrik Uterwedde zeigt sich vorsichtig optimistisch, dass die Bewegung der > Gelben Westen zusammen mit dem bis jetzt offensichtlich erfolgreichen > Grand Débat National wie ein Korrektiv an Defiziten der Reformpolitik von Präsident Macron wirken könnte. Uterwedde will keinesfalls die bisherigen Erfolge von Macron bei der Arbeitsrechtsreform oder der Reform der SNCF in Frage stellen, aber die gelben Westen könnten ihn daran erinnert haben, den Kontakt zur Basis besser zu berücksichtigen.

Wir haben über die antisemitischen Vorfälle gesprochen: > Demonstration der “Gelben Westen” am 16.2.2019: Demonstranten beleidigen den Philosophen Alain Finkielkraut – 18. Februar 2019.

Zuerst sei er, so Uterwedde, skeptisch gewesen, was den > Aachener Vertrag betrifft, aber zum Thema Grenzregionen und Wirtschaftspolitik stehe doch Wegweisendes darin. Allerdings könnte sich das noch zu unterzeichnende Parlamentsabkommen, das eine deutsch-französische parlamentarische Versammlung mit je 50 Abgeordneten der Nationalversammlung und des Bundestags schaffen wird, als erfolgversprechend oder gar wichtiger als der Aachener Vertrag erweisen.

> Projet d’accord parlementaire franco-allemand / Entwurf deutsch-französisches Parlamentsabkommen – 14. November 2018

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24 September 2018

22. Januar 2019: Der Aachener Vertrag
Le Traité d’Aix-la-Chapelle

> Élysée-Vertrag von 1963

Auf unserem Blog:

Für den Französischunterricht:
> Französisch-deutsches Twittern über den Aachener Vertrag: #AachenerVertrag – #TraitédAixlaChapelle

> Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019

> Signature d’un nouveau traité de coopération et d’intégration franco-allemand – site du Palais de l’Élysée:

> Gemeinsam für Europa: Deutschland und Frankreich schließen Aachener Vertrag – Website des Auswärtigen Amts

> Journée franco-allemande 2018 – 22 janvier 2018 – Deutsch-französischer Tag 2018 – 22. Januar 2018

> 50 ans Traité de l’Élysée (66)

> Staatspräsident Emmanuel Macron hat in Aachen den Karlspreis erhalten – 11. Mai 2018

Éditorial. Liest man den > Élysée-Vertrag von 1963 und bald auch den neuen Aachener Vertrag fällt zuerst gar nicht mehr auf, um was für besondere Verträge es sich handelt.

Der Aachener Vertrag ist zwar ein neuer Vertrag, aber er ersetzt ausdrücklich nicht den Élysée-Vertrag, er ergänzt ihn.

Der Text des > Aachener Vertrags und hier > > Deutschland und Frankreich schließen Vertrag von Aachen – Website der Bundesregierung. Die französische Fassung: > Traité de coopération franco-allemand d’Aix-la-Chapelle – Website des Außenmisteriums in Paris.

General De Gaulle dachte Anfang der sechziger Jahre gar an eine politische Union mit Deutschland und wollte mit dem Deutsch-französischen Vertrag Deutschland an Frankreich mehr binden und war mächtig enttäuscht, als der Bundestag bei der Abstimmung über das Ratifikationsgesetz zum Elysée-Vertrag ihm eine Präambel vorsetzte, in dem die Wünsche de Gaulles in ihr Gegenteil verkehrt wurden und die Bindung Deutschlands an das Atlantische Bündnis und die Weiterentwicklung der EWG betont wurden. Nun, das wird mit dem Aachener Vertrag nicht passieren. Trotz aller Einschränkungen in der Beurteilung des Élyséevertrages, bleibt festzuhalten, dass er sich  als Wunder erwiesen hat: zwei Länder verpflichteten sich zu halbjährigen Konsultationen auf höchster Ebene. So was ähnliches wird jetzt auch dem Aachener Vertrag beschlossen, der den Élysée-Vertrag ergänzen soll: künftig müssen Paris und Berlin sich vor den EU-Gipfeln treffen – das machen sie ohnehin schon immer. In manchen Teilen wirkt dann der Aachener Vertrag auch wie ein Protokoll der Entwicklungen der letzten Jahre: Aber auch die deutsch-französischen Beziehungen sind ein Prozess, ganz so wie die EU, aber ein aufregender Prozess, da ein solcher Vertrag zwischen keinen anderen Ländern auf der Welt existiert. Und dazu noch zwischen zwei Ländern, die in der jüngsten Geschichte drei erbitterte Kriege miteinander geführt haben. Man muss den neuen Vertrag sehr genau lesen, er wird das Erreichte beschreiben und dem Neuen eine Form bieten, die es zu füllen gilt. Dahinter verstecken sich mehr als Absichtserklärungen, es sind gegenseitige Vorschläge an die Adresse Deutschlands und Frankreichs, das wollen wir zusammen machen, in diesem Rahmen werden wir uns bewegen. Diese Lektüre des Vertrags wird zeigen, dass er ein bemerkenswerter Meilenstein der deutsch-französischen Beziehungen werden kann.

Wieviele erfolglose Versuche gab es in der Geschichte, den Krieg zu verbannen? Frankreich und Deutschland zeigten der Welt, wie man das macht. Danach kommen erst die anderen Probleme oder Kritteleien am den beiden Verträgen, die wir dann alle auf das genannte Konto der fortlaufenden Prozesse buchen können. Neu ist auch das Parlamentsabkommen, mit denen 100, 50 französischen und 50 deutschen Abgeordneten die Möglichkeit gegeben wird, die deutsch-französischen Beziehungen zu verfolgen, sie müssen künftig von beiden Regierungen informiert werden.

Der Hörtipp:
> Neuauflage des Elysée-Vertrags – Neuer Schub für die deutsch-französische Achse
von Antonia Koch – DLF – Sendung vom 21.01.2019

Der Aachener Vertrag ist auch ein Zukunftsprogramm. Man muss nicht darüber klagen, was nicht drin steht, sondern man darf staunen über alles das, was sich in den deutsch-französischen Beziehungen künftig entwickeln kann und in den Vertrag passt. Der Élysée-Palast hat das wunderbar formuliert und nennt den Aachener Vertrag „einen Kooperations- und Integrationsvertrag“. Er gibt eine Form vor, die die Politik und die Zivilgesellschaften künftig noch besser als bisher füllen sollen. Alfred Grosser hat das mal so formuliert: „Expliquer, expliquer, toujours patiemment exliquer.“

Der Élysée-Vertrag besiegelte 1963 die Aussöhnung nach 1945 – an der Alfred Grosser u.a. mit dem Comité pour l’échange avec l’Allemagne nouvelle einen solch großen Anteil hatten. Und der Élyséevertrag hatte damals schon einen programmatischen Charakter, aber heute ist der Aachener Vertrag noch viel mehr ein Programm auf der Basis der in den letzten 56 Jahren erreichten Zusammenarbeit. Er öffnet jetzt ein neues Kapitel für unsere beiden Länder. Zum Vorteil von Europa.

Auf unserem Blog: > Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron
werden am 22. Januar 2019 in Aachen den neuen deutsch-französischen Vertrag unterzeichnen, dazu hat das Bundeskabinett in seiner Sitzung am 9. Januar seine Zustimmung gegeben. Unsere Redaktion ist auf den endgültigen Vertragstext, der schon “Aachener Vertrag” genannt wird, sehr gespannt.

Jetzt heißt er nicht mehr Freundschaftsvertrag, jetzt wird er Kooperations- und Integrationsvertrag genannt, aber der Freundschaftsvertrag von 1963 gilt weiter:

> Signature d’un nouveau traité de coopération et d’intégration franco-allemand – site du Palais de l’Élysée:

“ Le 22 janvier 2019, le Président de la République française, Emmanuel MACRON, et la Chancelière de la République fédérale d’Allemagne, Angela MERKEL, signeront un nouveau traité de coopération et d’intégration franco-allemand. La cérémonie de signature aura lieu dans la salle du couronnement de l’hôtel de ville d’Aix-la-Chapelle.

Le traité d’Aix-la-Chapelle s’appuiera sur le socle fondateur du Traité de l’Élysée de 1963, …“

> Außenminister Maas zum neuen deutsch-französischen Vertrag– Website des Auswärtigen Amtes:
„Der neue Vertrag wird den Elysée-Vertrag von 1963 nicht ablösen, sondern fortschreiben. Beide Verträge sollen gleichberechtigt nebeneinander stehen.“

Da steckt wohl noch mehr dahinter:
> Paris und Berlin wollen einen gemeinsamen Wirtschaftsraum gründen – Handelsblatt – 9.1.2019

Es gibt schon eine heftige Debatte in den sozialen Netzwerken aufgrund der Vorwürfe von Marine le Pen, Rassemblement National RN, vorher Front National, die Emmanuel Macron wegen des Aachener Vertrages Verrat vorwirft: Die Reaktion von > Sabine Thillhaye, LaREM, Abgeordnete des 5.Wahlkreises des Departements Indre-et-Loire und Mitglied des Verteidigungsausschusses der Nationalversammlung kam prompt. Ebenso hat Samuel Laurent (LE MONDE) die Position von Marine le Pen scharf kritisiert
L’intox de Marine Le Pen sur le traité d’Aix-la-Chapelle qui « affaiblit la France »: „Elle affirme que la France va « partager » son siège au Conseil de sécurité de l’ONU avec l’Allemagne à cause de ce traité. C’est faux.“

Französisch-deutsches Twittern über den Aachener Vertrag: #AachenerVertrag – #TraitédAixlaChapelle


> Élysée-Vertrag von 1963

> Online #Französisch-lernen I ff.: Die Übersicht

> Le Traité d’Aix-la-Chapelle sur la coopération et l’intégration franco-allemandes – Website des Außenministeriums

> Den Text des Aachener Vertrags

Twittern für die deutsch-französische Kooperation
Auf unserem Blog:
> 22. Januar 2019: Der neue Élysée-Vertrag heißt Aachener Vertrag – Le nouveau Traité de l’Élysée s’appelle Traité d’Aix-la-Chapelle – 17. Januar 2019

> Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019

> Signature d’un nouveau traité de coopération et d’intégration franco-allemand – site du Palais de l’Élysée:

> Gemeinsam für Europa: Deutschland und Frankreich schließen Aachener Vertrag – Website des Auswärtigen Amts

> Journée franco-allemande 2018 – 22 janvier 2018 – Deutsch-französischer Tag 2018 – 22. Januar 2018

> 50 ans Traité de l’Élysée (66)

> Staatspräsident Emmanuel Macron hat in Aachen den Karlspreis erhalten – 11. Mai 2018

Unsere Leser kennen schon den Artikel >Französisch-deutsches Twittern, in dem die Tweets der französischen Botschaft in Berlin und der deutschen Botschaft in Paris gegenübergestellt werden – verbunden mit Aufgaben (die stehen diesmal hier am Ende dieses Beitrags) zum Vergleichen und Auswerten dieser Tweets.

Am 22. Januar 2019 unterzeichnen Bundeskanzlerin Angela Merkel und  Staatspräsident Macron den > Aachener Vertrag, der den bisherigen Freundschaftsvertrag von 1963, genannt der Élysée-Vertrag, ergänzen soll.

Wir würden auch zu diesem Ereignis sehr gerne zwei Tweetlines gegenüberstellen, die einmal französische Tweets zum Traité d’Aix-la-Chapelle und zum anderen deutsche Tweets zum Aachener Vertrag enthalten, so ähnlich wie wir es in diesem Artikel gemacht haben: > Twittern für die deutsch-französische Kooperation.

Optisch müssen wir das hier allerdings etwas anders gestalten, da Twitter es schon seit ca. einem Jahr nicht mehr gestattet, eine Tweetline z. B. mit einem  > Hashtag wie z.B. #AachenerVertrag auf einer Website oder Blog einzubinden, das geht nur, wenn die Tweets, die eingebunden werden sollen, von einem einzigen Twitterkonto stammen (einschl. Retweets auf dieses Twitterkontos). Nun, das ist nur ein optisches oder Designproblem. Wir geben jetzt hier alle notwendigen Links an, um trotzdem mit Twitter die Meinungen zum Aachener Vertrag aus deutscher und französischer Sicht zu analysieren. Vielleicht ist diese Methode auch viel besser, weil sie den Schüler/innen die Entwicklung von viel mehr eigener Kreativität und Eigeninitiative erlaubt.

  1. Zuerst wird mit Hilfe von Tweets eine Stoffsammlung durchgeführt, wo bei man sich schon einmal vorher überlegen sollte, wonach man suchen möchte. Für meinen Kurs wäre diese Vorüberlegung wunderbar geeignet, da jede Schülerin und jeder Schüler selbständig arbeiten kann und wir hinterher viele Spezialisten haben, die über ihre Fragestellungen berichten können.  Deswegen kann die Twittersuche auch als Hausaufgabe durchgeführt werden, dann gibt es mehr Zeit zum Sprechen im Unterricht.> Haben Sie im Französischunterricht schon mal mit Twitter gearbeitet? – 5. Oktober 2017

  2. Danach oder gleichzeitig überlegen sich die Schüler/innen, wie sie ihre Ergebnisse präsentieren: Ein kurzer Leitartikel, ein Kommentar, eine Nachricht oder ein Statement… meine Schüler/innen würden sich bei diesen Twitterprojekten schnell daran gewöhnen, sich eigene Präsentationsformen auszudenken, die zu ihren Neigungen und Inhalten am besten passen

Nun zum Suchen: Man  kann das kleine Suchfeld oben rechts in Twitter nutzen oder die > Detailsuche erlaubt Ihren Schüler/innen, nach Stichworten, nach Zeiträumen zu suchen, etc. Am besten ausprobieren. Und es gibt noch > Suchoperatoren, mit denen man bei der Suche z. B. einstellen kann, in welcher Sprache man Tweets suchen möchte: lang: fr, lang:de, lang:en, etc. Schreibt man also „Brexit lang:de“ in das Suchfeld, werden nur deutschsprachige Tweets zum Brexit angezeigt:

Zwei Anwendungsbeispiele:
> Frankreich-Deutschland und der #Brexit (II) – Die Twitter-Analyse – 28. Juni 2016.

> A qui appartient la langue française ? – 4. Februar 2018

Übungsablauf:

Suchen wir nach > #AachenerVertrag – das ist kein Tippfehler, Hashtags bestehen immer nur aus einem Wort. Wer über diesen Vertrag twittert, fügt den Hashtag #AachenerVertrag hinzu. Wenn Sie in dem Suchfeld in Twitter oben rechts diesen Suchausdruck „#AachenerVertrag francebloginfo“ (=Wer schreibt über was?) eintragen, werden alle Tweets gefunden, die unsere Redaktion zum Aachener Vertrag verschickt hat. Man kann auch nach >  suchen, womit Sie einen weiteren Hashtag kennenlernen.

Twitter funktioniert wie eine riesige Datenbank, eigentlich ein Topf, in die / in den alle Teilnehmer etwas  hineinschreiben (twittern/zwitschern) und jeder Tweet sit ein Abfrage aus dieser Datenbank und mit Hilfe der > Detailsuche und den > Suchoperatoren kann man etwas aus diesem Topf herausholen.

Jetzt könnte unsere Redaktion noch seitenlang weitere Suchausdrücke nennen und Ergebnisse kommentieren. > Traité d’Aix la Chapell – manche nutzen auch keinen Hashtag. So findet man zur Zeit die Diskussion um die Vorwürfe von Marine le Pen, Rassemblement National RN, vorher Front National, die Emmanuel Macron wegen des Aachener Vertrages Verrat vorwirft: Die Reaktion von > Sabine Thillhaye, LaREM, Abgeordnete des 5.Wahlkreises des Departements Indre-et-Loire  und Mitglied des Verteidigungsausschusses der Nationalversammlung kam prompt. Ebenso hat Samuel Laurent (LE MONDE) die Position von Marine le Pen scharf kritisiert
L’intox de Marine Le Pen sur le traité d’Aix-la-Chapelle qui « affaiblit la France »: „Elle affirme que la France va « partager » son siège au Conseil de sécurité de l’ONU avec l’Allemagne à cause de ce traité. C’est faux.“

Par Adrien Sénécat et Marie Dédéban Publié le 18 janvier 2019 à 13h35 – Mis à jour le 18 janvier 2019 à 14h56

Immer aktuell:

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

> Deutsch-französisches Twittern, aber diesmal aus der Perspektive der Außenministerien

Es ist bei der Analyse von Tweets interessant zu beobachten, welche politischen Gruppierungen, den Vertrag wie auffassen – das würde aber für unsere Zwecke zu weit führen, aber auch dafür wäre die detaillierte Twittersuche geeignet, um sich zumindest einen Überblick über die Reaktionen zu verschaffen. Immerhin, die Analysen mit Twitter sind vor allem interessant, um herauszufinden, über welche Inhalte beiderseits des Rheins diskutiert wird:

Es ist ganz einfach, einen Tweet hier einzubinden: In Twitter mit der rechten Maustaste auf das Datum des Tweets klicken und dann den darunterliegenden Link mit LINKADRESSE KOPIEREN (im Zwischenspeicher) speichern, zum Blog wechseln und (im Editiermodus – über das Backend) den Link einfügen, dann wird automatisch der ganze Tweet mit seinen Funktionen, die Ihnen aus Twitter bekannt sind, hier angezeigt. Tweets können bis zu 240 Zeichen lang sein, vier Fotos oder einen Videoauszug bis zu 1,5 Minuten enthalten.

Oder man kann – man muss dazu bei Twitter angemeldet sein, damit hat man auch gleich ein Twitterkonto – Tweets „liken“, retweeten und dabei auch kommentieren und direkt darauf antworten:

 

Aufgaben

1. Lisez les derniers 20/30 Tweets avec le #AachenerVertrag oder . Quels sont les thèmes majeurs des relations franco-allemande ?

Variante: Choisissez d’autres semaines. D’autres expressions, la recherche détaillée vous aidera.

2. De quoi parlent les tweets français  ?

3. De quoi parlent les tweets allemands  ?

4. Qu’est-ce qu’on attend du traité?

5. Parle-t-on du contenu du Traité ?

6. Vous établissez rapidement une liste avec le vocabulaire autour de la coopération franco-allemande.

7. Comment en parle-t-on dans d’autres pays d’Europe- de votre choix? Essayez la recherche détaillée. Utilisez lang=fr, etc.

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PONS vous soutient toujours.

Alles über Twittern im und für den Französischunterricht: > Schule und Politik: Vom Twittern in Frankreich und Deutschland

 

Vom Élysée-Vertrag zum Aachener Vertrag im Januar 2019

Präsident Macron hätte schon gerne zum 55. Jubiläum des > Élysée-Vertrages von 1963 im Januar 2018 eine neue Fassung des Vertrages unterzeichnet. So schnell ging es nicht, aber jetzt im Januar 2019 soll es so weit sein:

> Gemeinsam für Europa: Deutschland und Frankreich schließen Aachener Vertrag – Wesbite des Auswärtigen Amts


Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung am 9. Januar seine Zustimmung zur Zeichnung zum „Aachener Vertrag“ gegeben, der am 22. Januar von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron in Aachen unterzeichnet wird.

Deutschland und Frankreich wollen sich zusammen den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen: Eine enge Abstimmung in der Europapolitik, eine starke gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik und ein Wirtschaftsraum mit gemeinsamen Regeln gehören dazu.

Der Aachener Vertrag knüpft an den Élysée-Vertrag von 1963 an. Die Bundesregierung: „Der neue Vertrag ist ein Bekenntnis zu einem starken, zukunftsfähigen und souveränen Europa.

Die bisher geübte Abstimmung vor EU-Gipfeln wird nun auch vertraglich vereinbart. Beide Staaten unternehmen „vor großen europäischen Treffen regelmäßig Konsultationen auf allen Ebenen ab und bemühen sich so, gemeinsame Standpunkte herzustellen und gemeinsame Äußerungen der Ministerinnen und Minister herbeizuführen“.

Der Élysée-Vertrag von 1963 bleibt gültig. Mit dem Aachener vertrag wird eine stärkere militärische Zusammenarbeit: gemeinsame strategische Ansätze, wie die Ausgestaltung der Europäischen Verteidigungsunion, eine enge Partnerschaft mit Afrika, sowie eine engere Abstimmung in den Vereinten Nationen (VN) und anderen multilateralen Organisationen. Frankreich unterstützt auch den deutschen Wunsch nach einem ständigen Sitz im VN-Sicherheitsrat.

Der Aachener Vertrag will eine Harmonisierung des Wirtschaftsrechts und die Abstimmung wirtschaftspolitischer Maßnahmen. Der Klimaschutz soll in allen Politikbereichen verankert werden.

Der neue Vertrag will Begegnungen und den Austausch der Bürgerinnen und Bürger mit der Einrichtung eines gemeinsamen Bürgerfonds fördern, der Bürgerinitiativen und Städtepartnerschaften fördern und unterstützen soll. Die Förderung des gegenseitigen Spracherwerbs auch die gegenseitige Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen, wird mit dem Aachener Vertrag bestäigt.

Um das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger in den Grenzregionen zu verbessern, werden praktische Lösungen angeboten werden: „Lokale Akteure erhalten die Möglichkeit, grenzüberschreitende Projekte wie etwa Kindertagesstätten, Bildungseinrichtungen, Notfall- und Gesundheitsversorgung oder Gewerbezonen einzurichten.“


> Ein neuer Élysée-Vertrag – Website der Bundesregierung


> Mehr Mittel für die deutsch-französische Jugendarbeit: Das DFJW wird in seinem Auftrag bestärkt – Website des DFJW: „Hinsichtlich der Erneuerung des Elysée-Vertrags wird das DFJW mit den erhöhten Mitteln primär die Teilnehmendenzahlen an Programmen von Vereinen, im schulischen und berufsbildenden Bereich sowie im m Sport- und Kulturbereich steigern und dabei vor allem junge Menschen ansprechen, die noch keine Mobilitätserfahrung gemacht haben. Außerdem sollen sich Jugendliche stärker in Städtepartnerschaften engagieren können, etwa in Form vom Jugendbeiräten. Darüber hinaus sollen die Projekte des DFJW vermehrt über Deutschland und Frankreich hinausgehen und weitere Länder einbeziehen, insbesondere im Mittelmeerraum.“

Auf unserem Blog:

> Der neue Elysée-Vertrag 2019 – 19. Juli 2018 von H. Wittmann

> Institut français de Mayence : France & Sens am 22., 23. und 24. Januar 2019 für Schulklassen – 28. Dezember 2018

> Ausgabe 51: ZIRP international – Frankreich zu Gast > Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz ZIRP: Frankreich zu Gast – 22. Oktober 2018

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018


Immerhin gab es eine gemeinsame Resolution beider Parlemente > Resolutions-Entwurf: Für einen neuen Élysée-Vertrag, (gucken, ob das alles berücksichtigt werden wird) in der viele interessante Vorschläge und Absichten festgehalten wurden: Vertiefung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, mehr Kompetenzen für die Eurodistrikte, die Verwirklichung eines deutsch-französischen Wirtschaftsraums aus mit einheitlichen Regelungen vor allem im Bereich des Unternehmens-und Konkursrecht.

Vgl. dazu auch das > #3 GEMEINSAMES POSITIONSPAPIER / POSITION COMMUNE – 20. Juni 2018

Beide Parlamente fordern die Regierungen auf „bilinguale Schulklassen und Klassen mit Unterricht in zwei Fremdsprachen zu entwickeln sowie Schulen, in denen sowohl das französische Baccalauréat als auch das deutsche Abitur erworben werden können, um in Deutschland und in Frankreich in allen Bereichen des Bildungssystems die Anzahl von Schülern zu erhöhen, die die Sprache des Partnerlandes erlernen. Sie nehmen mit Interesse die anlässlich des Deutsch-Französischen Ministerrates vom 13. Juli 2017 eingegangene Verpflichtung zur Kenntnis, eine Zwischenbilanz des jeweils vergangenen Schuljahres zu ziehen und konkrete Ziele für das folgende Schuljahr festzulegen;“und die Regierungen sollen „ihre Initiative zur Schaffung von zehn gemeinsamen Kulturzentren in den kommenden Jahren mithilfe von Kooperationen zwischen Instituts français und Goethe-Instituten rasch umzusetzen und bis zum Sommer nächsten Jahres Standortvorschläge für diese Zentren vorzulegen“, eine Vereinheitlichung der Klimapolitik, und „die positiven Maßnahmen des jeweiligen Partners im Bereich der Integration von Flüchtlingen durch den regelmäßigen Austausch zwischen den in beiden Ländern zuständigen Stellen zum Beispiel zu nehmen und die gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung von Fluchtursachen sowie zur Koordinierung der Maßnahmen in der Migrationspolitik“ intensiviert werden.

Mit freundlicher Genehmigung von Staatsminister Michael Roth zeigen wir hier > das Video seiner Ansprache in Ludwigsburg am 28. Juni 2018:

Le traite de l’Élysée 2.0

1. Renseignez-vous sur le traité d l’Élysée de 1963.

2. Qulles sont les dispositions essentielles du traité de 1963?

3. Pourquoi souhaite le Président Macron un nouveau traité? Vous lisez le passage qui concerne le traité dans > son discours à la Sorbonne et vous écoutez la vidéo avec la déclaration de M. Roth, ministre d’État.

4. Qu est-qui prépare le vouveau traité ?

5. Enumérez quelqiues-une des novelles dispositions du traité de l’Élysée.

Et pour terminer vous rédigez une liste franco-allemande des termes et des expressions.

>PONS Texte schreiben Französisch
ISBN 978-3-12-562558-7
Formulierungen und Wörter für gute Texte: Aufsatz, Textanalyse, Präsentation, Bewerbung

Wenn der Katalog der Vorschläge und Maßnahmen auch wie eine Bestandsaufnahme der aktuellen klingt, so handelt es sich dennoch um ein beeindruckendes Bündel von Maßnahmen: Gemeinsam sind wir stärker als alleine. Allerdings darf man auch genauer hinschauen und gerade bei der Vermittlung der Partnersprache noch ganz erhebliche Lücken feststellen. Bestehendes zu fördern ist löblich, aber in Deutschland muss dem Rückgang des Französischunterrichts mit viel energischeren Mitteln Einhalt geboten werden. Und zwar nach beiden Seiten: Die Anreize Französisch zu lernen müssen verstärkt werden, die leichte Abwahlmöglichkeiten überdacht werden, der Schüleraustausch z.B. durch eine Onlinebörse des DFJW erheblich verstärkt werden. Die Arbeit des DFJW verdient viel Lob, aber auch heute noch kennen viel zu wenig Schüler/innen die Wohltaten des DFJW. Die Reform der Lehrlingsausbildung in Frankreich ist ein zu nutzender Moment, um den Austausch in der beruflichen Bildung ganz wesentlich auszubauen. Hinsichtlich der Werbung für die französische Sprache kann man von der > Frankreich-Strategie des Saarlandes viel lernen. Schön und gut, dass Frankreich und Deutschland in allen Bereichen so eng zusammenarbeiten, aber wenn die Bürger/innen beider Länder davon profitieren sollen, muss vor allem die Sprachvermittlung, zu der auch der Literaturaustausch gehört in einem deutlich größeren Umfang als bisher gefördert werden. Nicht ohne Grund enthielten unsere „poissons d’avril“ auf unserem Blog immer Hinweise auf noch nicht realisierte deutsch-französische Projekte: u.a.  2014: > Un nouveau Centre linguistique franco-allemand – Ein neues deutsch-französisches Sprachzentrum

> Ein neuer Élysée-Vertrag – Website der Bundesregierung

> Vers un accord parlementaire franco-allemand historique, élaboré dans le cadre du renouvellement du Traité de l’Elysée – 24. September 2018

> Comment prépare-t-on le nouveau traité de l’Élyséee? – Wie wird der neue deutsch-französische Vertrag erarbeitet? – 2. August 2018

> 50 Jahre Élysée-Vertrag – 60 Artikel auf unserem Blog

>Le miracle de la réconciliation franco-allemande. Il y a 48 ans: La signature du traité de l’Élysée – 21. Januar 2011

> Neuer Elysée-Vertrag für eine engere Freundschaft – Deutsche-Welle, 22. Januar 2018

> Alain Minc et Gerhard Schröder proposent un traité de l’Élysée 2.0 – 9. Juli 2016

Eine kleine Anfrage

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| Der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2026 | Das Manuskript von Sartre über Rimbaud | Frankreich will den Jugendlichen unter 15 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken verbieten@frankoviel , der 🇫🇷-Podcast wird 100 (!) | Szenarien im KI-gestützten Französischunterricht (I) | Deutsch-französischer Tag: 22. Januar 2026  | Éditorial : La souveraineté de l’Europe |


Die Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung

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Finale des Grenzüberschreitenden Redewettbewerbs / Concours d’éloquence transfrontalier der Association des Membres de l’Ordre des Palmes Académiques (AMOPA)

Beim Finale des Grenzüberschreitenden Redewettbewerbs / Concours d’éloquence transfrontalier der Association des Membres de l’Ordre des Palmes Académiques (AMOPA) – AMOPA Süddeutschland e. V. und AMOPA Section du Bas-Rhin Mittwoch, 20. März 2024 wurden im Europasaal des Regierungspräsidiums Stuttgart die besten Reden in der Sprache des Nachbarn von Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Frankreich ausgezechnet.

Die Schirmherrschaft dieser Veranstaltung hatten Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg und Olivier Faron, Recteur de l‘Académie de Strasbourg, übernommen.

Bei diesem Wettbewerb sollen die deutsch-französischen Beziehungen im Vordergrund stehen und es geht um die Förderung de Verständnisses der französischen Kultur in Deutschland und der deutschen Kultur in Frankreich. Die Redekompetenz in der Sprache des Nachbarn soll gestärkt werden. Mit dem Wettbewerb werden Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe mit sehr guten Kenntnissen in der Sprache des Nachbarn aus dem Elsass, Baden-Württemberg und der rheinland-pfälzischen PAMINA-Region angesprochen.

Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs lautete: 60 Jahre nach der „Rede von Ludwigsburg“ wenden Sie sich in einer argumentativen Rede an die Jugend, um die deutsch-französische Freundschaft, ausgehend von eigenen Ideen, weiterzuentwickeln. / Six décennies après le « discours de Ludwigsburg » vous vous adressez à la jeunesse pour relancer l’amitié franco-allemande. Argumentez votre discours par vos idées personnelles.

Finalisten 2024

Deutsche Kandidatinnen und Kandidaten
1. Butz, Hanna (Justinus-Kerner-Gymnasium Weinsberg)
2. Holitzner, Klara Maria (Evangelisches Heidehof-Gymnasium Stuttgart) – 1. Platz
3. Morjane, Hanaa (Johanna-Geissmar Gymnasium Mannheim)
4. Resch, Nicole (Gymnasium Weingarten)
5. Schröder, Jana Alina (Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim) – 3. Platz
6. Schultz, Kira (Gymnasium Mengen) – 2. Platz

Französische Kandidatinnen und Kandidaten
1. Dutruch, Chloé (Lycée Jean Sturm de Strasbourg)
2. Frisch, Inès (Lycée Jean Sturm, Strasbourg) – 2. Platz
3. Krettnich, Till (Lycée Robert Schuman de Haguenau) – 1. Platz
4. Landes, Anna (Lycée Robert Schuman de Haguenau) – 3. Platz

Der Grenzüberschreitende Redewettbewerb / Concours d’éloquence transfrontalier wurde 2016 durch die gemeinnützige AMOPA Süddeutschland e. V. und die AMOPA Section du Bas-Rhin ins Leben gerufen. Der Wettbewerb wird jährlich durchgeführt, abwechselnd in Deutschland und in Frankreich. Im Jahr 2024 fand er zum 7. Mal statt. Der Grenzüberschreitende Redewettbewerb beruht in erster Linie auf zivilgesellschaftlichem Engagement.

Alle Teilnehmende des Finales erhalten darüber hinaus ein repräsentatives Dokument für ihr Curriculum Vitae.

Finanzierung:

Die Initiative wird aus Mitteln der AMOPA Süddeutschland e. V. sowie der AMOPA Section du Bas-Rhin bestritten und mit viel ehrenamtlicher Eigenleistung ermöglicht.

Preise werden insbesondere durch folgende Sponsoren erbracht: Klett-Verlag, Firma Stihl (Waiblingen), Europa-Park (Rust).

Sprache des Nachbarn
Warum die Sprache des Nachbarn lernen? – Das Erlernen der französischen Sprache in Deutschland – so wie auch das Erlernen der deutschen Sprache in Frankreich – geht dank der über Jahrzehnte gewachsenen Beziehungen zum Partnerland, gestärkt durch den Elysée-Vertrag, das Deutsch-Französische Jugendwerk sowie den Aachener Vertrag, mit der Möglichkeit einher, an einer Vielzahl von Schüleraustauschen und Auslandsaufenthalten teilnehmen zu können. Die Städte- und Regionalpartnerschaften bieten einen besonders spannenden Kontext für Austausche und Begegnungen aller Generationen.

Die von der Kooperation der Schulbehörden der Partnerregionen getragenen Austausch-Programme sind für alle motivierten Jugendlichen niederschwellig und ganz unabhängig von der finanziellen Situation der Elternhäuser zugänglich.

Insofern ist das Erlernen der Sprache des Nachbarn in besonderem Maße mit Chancengleichheit verbunden, wenn es um den Zugang zu einer gelebten Mehrsprachigkeit, zu grenzüberschreitenden Erfahrungen und zu einem tieferen Verständnis für Europa und für die Demokratie geht. Mit keiner anderen Sprache sind einschlägige Schlüsselerlebnisse und prägende grenzüberschreitende Erfahrungen so einfach realisierbar wie mit dem Französischen bzw. dem Deutschen.

Der Grenzüberschreitende Redewettbewerb / Concours d’éloquence transfrontalier steht als konkrete zivilgesellschaftliche Maßnahme im Lichte des Aachener Vertrags1; hier spielt die Sprache des Nachbarn, insbesondere für die Grenzregionen, eine hervorgehobene Rolle.

In Artikel 15 des Aachener Vertrags von 2019 heißt es: „Beide Staaten sind dem Ziel der Zweisprachigkeit in den Grenzregionen verpflichtet und unterstützen die dortigen Stellen dabei, geeignete Strategien zu entwickeln und umzusetzen.“

Dank seiner vielfältigen Beziehungen zu frankophonen Partnerregionen kommt den Ländern der Grenzregionen als privilegierte Akteure die verstärkte Entwicklung modellhafter grenzüberschreitender #leuchtturmprojekte auf allen Ebenen zu.

In Artikel 10 führt der Aachener Vertrag hinsichtlich der Bildung Folgendes aus: „Beide Staaten führen ihre Bildungssysteme durch die Förderung des Erwerbs der Partnersprache, durch die Entwicklung von mit ihrer verfassungsmäßigen Ordnung in Einklang stehenden Strategien zur Erhöhung der Zahl der Schülerinnen, Schüler und 1 Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration (22. Januar 2019). Genannt: Aachener Vertrag. Studierenden, die die Partnersprache erlernen, durch die Förderung der gegenseitigen Anerkennung von Schulabschlüssen sowie durch die Schaffung deutsch-französischer Exzellenzinstrumente für Forschung, Ausbildung und Berufsbildung sowie integrierter deutsch-französischer dualer Studiengänge enger zusammen.“

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