La société civile franco-allemande et ses blogs
Die deutsche-französische Zivilgesellschaft und ihre Blogs

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­VivaTech 2026: Die Deutsch-Französische Hochschule an der Spitze der Zukunftstechnologien

Im 10. Jubiläumsjahr der VivaTech, Europas größter Startup- und Technologiemesse, präsentierte die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) vom 17. bis 20. Juni in Paris ihr neues akademisches Portfolio zu strategischer Autonomie in den Bereichen Circular Economy, kritische Infrastruktur und Künstliche Intelligenz. Dabei stellte sie erfolgreiche Kooperationsprojekte aus ihrem Netzwerk in den Vordergrund und veranschaulichte die Schwerpunkte dieser Programme. Die innovativen Ansätze für Forschung und Wissenstransfer in Zukunftsfeldern stießen bei vielen Standbesuchern, darunter Philippe Baptiste, französischer Minister für Bildung, Forschung und Raumfahrt, und Dorothee Bär, deutsche Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, auf großes Interesse.

> Deutsch-Französische Hochschule
Die DFH ist ein Netzwerk von 210 Hochschuleinrichtungen aus Deutschland und Frankreich, die insgesamt 183 integrierte binationale und trinationale Studiengänge anbieten. Aktuell sind rund 6.000 Studierende eingeschrieben.

Im Rahmen von „Germany@VivaTech 2026“, der Präsenz Deutschlands als „Country of the Year“, stellte die DFH an ihrem Stand an jedem Messetag eine andere Kooperation in den Mittelpunkt: Vorgestellt wurden die Themen „Digitale Souveränität“ (17. Juni, Kooperation IRIXYS, Universität Passau – INSA Lyon), „Industrie der Zukunft und Materialwissenschaften“ (18. Juni, Kooperation European School of Materials/EUSMAT –Universität des Saarlandes – SurFunction GmbH) sowie „Smart City und Resilienz“ (19. und 20. Juni, Kooperation Universität der Bundeswehr München COMTESSA – Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge e.V./DKKV – Association Française pour la Prévention des Catastrophes Naturelles et Technologiques/AFPCNT).

Foto: V. l. n. r.: Andrea von Hülsen-Esch, Philippe Baptiste, Dorothee Bär und Philippe Gréciano © Inshorefilms

Philippe Gréciano, Präsident der DFH, unterstreicht: „In Zeiten geopolitischer Spannungen steht die deutsch-französische Partnerschaft für Fortschritt und Zukunftszuversicht. Als Gründungsmitglied des French-German Tech Labs bei VivaTech hat die DFH in den letzten Jahren ihre Vorreiterrolle beim Aufbau eines souveränen Europas in wissenschaftlicher, technologischer und industrieller Hinsicht unter Beweis gestellt. Ich bin sehr stolz, dass diese internationale Institution heute einen so großen Impact in Politik, Gesellschaft und Wissenschaft hat!“

Der DFH-Stand empfing einen Rekord an Besucher*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Delegationen mit Dr. Karsten Wildberger, deutscher Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Jean-Noël Barrot, französischer Minister für Europa und Auswärtige Angelegenheiten, Gabriel Attal, ehemaliger französischer Premierminister, sowie Xavier Bettel, stellvertretender Premierminister Luxemburgs. Die Gespräche boten die Möglichkeit, zentrale Anliegen und Projekte der Institution einem prominenten Publikum vorzustellen und die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit im Hochschulbereich für die technologische Zukunft Europas hervorzuheben.

Auch auf der großen Gemeinschaftsbühne der „Germany@VivaTech“-Fläche prägten Mitglieder des DFH-Netzwerks das Programm entscheidend: Am ersten Messetag hielt Stefan Pickl (Professor an der Universität der Bundeswehr München COMTESSA, Vizepräsident des DKKV e.V. und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der DFH) mit Unterstützung von Caroline Iliadi (Universität der Bundeswehr München COMTESSA) einen Vortrag über die Rolle von KI für die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit von Europas kritischen Systemen. Am vierten Messetag gestaltete die DFH am Mittag eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die deutsch-französische akademische Zusammenarbeit als Motor für die digitale Zukunft Europas“, moderiert von DFH-Vizepräsidentin Andrea von Hülsen-Esch. Auf dem Podium sprachen Demian Wassermann (INRIA de Saclay, DATAIA Institute Université Paris-Saclay) und Paul-Guilhem Meunier (Institut Mines-Télécom). Am Nachmittag referierte Caroline Iliadi in einem Startup-Pitch mit dem Titel „Virtuelle Praxis & echte Sicherheit: KI-gestützte Hygiene-App im Gesundheitswesen“.

„Die VivaTech hat uns eine hervorragende Plattform geboten, unsere Themen sichtbarer zu machen, neue Partnerschaften anzustoßen und die Innovationskraft der deutsch-französischen Hochschullandschaft zu präsentieren. Die wertvollen Gespräche haben gezeigt, dass der Bedarf an grenzüberschreitender Zusammenarbeit im Bereich neuer Technologien und KI größer denn je ist“, betont Andrea von Hülsen-Esch.

Philippe Gréciano fasst abschließend zusammen: „Die Teilnahme der UFA an der VivaTech ist Teil ihrer Strategie zur Weiterentwicklung und verdeutlicht ihren Erfolg auf europäischer und internationaler Ebene.“

Die Ergebnisse des G7-Gipfels vom 15. bis 17. Juni 2026 in Évian

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Les tâches pour les éléves :

> Dressez une liste des thèmes évoqués pendant le Sommet G7.

> Faites un tableau: Sujet – Résultat – Source (Mot clé)

> Essayez d’écrire un article de deux pages qui résume les résultat du Sommet G7

> Faites une recherche: comment le chancelier Friedrich Merz apprécie-t-il les résultats du sommet ?

Un club des employeurs pour favoriser la mobilité européenne des apprentis en Centre-Val de Loire

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| Die Kommunalwahlen finden in Frankreich im März 2026 statt. |


Auf unserem Blog:

> Nachgefragt: Zu Besuch im Deutsch-Französischen Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung – 28. Februar 2027

Eine kleine Anfrage

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| Der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2026 | Das Manuskript von Sartre über Rimbaud | Frankreich will den Jugendlichen unter 15 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken verbieten@frankoviel , der 🇫🇷-Podcast wird 100 (!) | Szenarien im KI-gestützten Französischunterricht (I) | Deutsch-französischer Tag: 22. Januar 2026  | Éditorial : La souveraineté de l’Europe |


6. Westbalkan-Sommeruniversität, Pristina, Kosovo

Bei er Eröffnungszeremonie der 6. Französisch-Deutschen-Europäischen Sommeruniversität für Rechtswissenschaften auf dem Balkan „Europäische Integration – Aktuelle Perspektiven und Herausforderungen Rechtsstaatlichkeit und Übergangsjustiz – Die Reflexion der Vergangenheit aus akademischer Perspektive“ – Universität Pristina (KOSOVO), 25. bis 26. September 2025 hat Professor Otmar Seul die Eröffnungsrede gehalten:

Die Rede von Prof. em. Dr. Otmar Seul bei der Eröffnung der 6. Französisch-Deutsch-Europäischen Sommeruniversität für Recht in den Balkanstaaten (Pristina, 25. September 2025) betont die Bedeutung dieser akademischen Initiative für die europäische Integration und den interkulturellen Dialog. Seit 2004 fördern die transnationalen Sommeruniversitäten juristische, ethische und bürgerschaftliche Kompetenzen und sehen das Recht als Träger europäischer Identität. Das Projekt verbindet Universitäten aus Frankreich, Deutschland und Südosteuropa und trägt zur Annäherung ehemaliger Konfliktstaaten des westlichen Balkans bei – inspiriert vom deutsch-französischen Versöhnungsmodell.

Seul würdigt die Rolle Kosovos und hebt die Zusammenarbeit mit Prof. Qerim Qerimi hervor, der den Dialog zwischen west- und südosteuropäischen Rechtskulturen als Brücke gemeinsamer Werte beschreibt. In seinem thematischen Schwerpunkt „Zivilgesellschaft und Rechtsstaat“ warnt Seul vor der weltweiten Erosion demokratischer Strukturen: Nur 15 % der Menschheit leben in einer vollständigen Demokratie. Zivilgesellschaft dürfe daher nicht idealisiert werden, da sie fragmentiert und teils selbst politisch polarisiert sei.

Er fordert die EU auf, zivilgesellschaftliches Engagement rechtlich und strukturell zu stärken, und ruft Universitäten dazu auf, empirische Forschung zu leisten und junge Menschen zu gesellschaftlicher Mitgestaltung zu befähigen. Bildung, Kultur und empirisch fundierte Politik sollten laut Seul zentrale Hebel sein, um Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und den europäischen Zusammenhalt in polarisierten Gesellschaften nachhaltig zu fördern.

> Die Eröffnungsansprache von Professor Otmar Seul *.pdf

> Kosovo International Summer Academy 2025

Beats, bateau et bars : Zweierpasch envahit les ondes strasbourgeoises

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Solidarität mit den baltischen Staaten : 20 Jahre dt-frz-europ. Sommeruniversität in Vilnius LIT

| Didaktik | KI/IA | Stolpersteine | Das Europa der Vaterländer | Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur  | 222 Argumente für Französisch | Apprendre le français – faire des exercices |  Éditorial – Jugendliche und soziale Netzwerke | L’Actualité sur notre blog : Nachgefragt: Julien Jeanneney, La fièvre américaine. Choisir les juges de la Cour suprême | Paris im April 2025 | Éditorial: Trump, Poutine et le Européens | L’adresse du président de la République aux Français : „…les évènements historiques en cours qui bouleversent l’ordre mondial.“ | Tools zum Französisch-Lernen |


Solidarität mit den baltischen Staaten : 20 Jahre dt-frz-europ. Sommeruniversität in Vilnius LIT

Deutsch-Französisch-Europäische Sommeruniversitäten (SU) sind dank der Deutsch-Französischen Hochschulkooperation wahre „succes stories“ geworden. Sie sind nicht „von oben“ herab entstanden, sondern verdanken ihren Erfolg tatsächlich Basisinitiativen in den Universitäten, die Projekte des Deutsch-Französischen Jugendwerks, der Deutsch-Französischen Hochschule und von Ministerien des Bildungssektors inspirierten.

< Die 3 Gründerväter (2004) und langjährigen Kodirektoren der Sommeruniversität : Prof. Tomas Davulis (Vilnius), Prof. em. Otmar Seul (Paris Nanterre), Prof. Helmut Kohl (Frankfurt a.M.) (Foto von 2022)

In den Rechtswissenschaften sind die Deutsch-Französischen Studiengänge der Universität Paris Nanterre nach der Osterweiterung der EU von 2004 zu Pionieren solcher Sommeruniversitäten geworden. Sie entstehen in Zusammenarbeit mit deutschen Universitäten in den Partneruniversitäten der neuen EU-Mitglieds- und Kandidatenländer im postkommunistischen Raum zwischen Baltikum und Westbalkan: sie wollen nicht zuletzt einen Beitrag zum Wiederaufbau der Zivilgesellschaften leisten.

> Prof. Vigita Vėbraitė (Vilnius), Kodirektorin der Sommeruniversität  >>>
Privilegierter deutscher Partner der Universität Paris-Nanterre in den Rechtswissenschaften ist seit 1995 die Universität Potsdam. Ihre integrierten deutsch-französischen Studiengänge genießen internationales Prestige. Zum    30. Jahrestag ihrer Gründung, vgl. auf unserem Blog: Otmar Seul > Vorgeschichte, Gründerjahre und europäische Impulse der integrierten Studiengänge Paris Nanterre-Potsdam. *.pdf.


À propos Solidarität mit den baltischen Staaten: Kennen Sie das Orgel-Pojekt in Riga?

> Eine „Bach-Orgel“ für Riga

Mit den vorbereitenden Arbeiten hat die Orgelwerkstatt im Herbst 2024 begonnen, und binnen drei Jahren soll der Bau vollendet sein. Es fehlen noch ca. 400.000 Euro. Dazu sind Spenden willkommen. Domverwaltung und -gemeinde werden sich an Spendenwerbung/Fundraising beteiligen, so dass dies ein wirklich deutsch-lettisches Vorhaben ist.


Die Deutsch-Französischen Studiengänge der Universität Paris Nanterre geben 2004 den Anstoß zur Gründung der ersten Sommeruniversität im litauischen Vilnius – in Kooperation mit der Johann Wolfgang von Goethe-Universität der Universität Frankfurt am Main und der gastgebenden Universität Vilnius (1598 gegründet). In diesem Jahr findet die Sommeruniversität zum 20. Male statt: > Programm. Der Erfolg des „Vilnius-Modells“ beruht nicht zuletzt auf seinem Konzept: „Multinational und mehrsprachig ausgerichtet, begreifen unsere Sommeruniversitäten das RECHT als Vektor „europäischer Identität“. Sie beschränken sich nicht auf die Vermittlung der Grundlagen und Entwicklungen des Gemeinschaftsrechts: sie untersuchen vor allem auch die Anpassungsherausforderungen, die mit Rechtsreformen und Harmonisierung im erweiterten europäischen Rechtsraum verbunden sind. Sie erfordern eine ständige Reflexion über Identität und Werte der EU.

Als Akteure der Zivilgesellschaft vermitteln wir an den Universitäten bekanntlich nicht nur Wissen und qualifizierte Ausbildung, sondern entwickeln auch ethische, soziale und bürgerschaftliche Kompetenzen, die sich an „Gemeininteresse“ und „Gemeinwohl“ orientieren. In diesem Sinne gewähren wir Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern größtmögliche Autonomie bei der Bearbeitung unserer Themenfelder (Kurzvorträge im Plenum, rechtsvergleichende transnationale Workshops, Gruppenarbeiten).

„Wir danken daher allen, die zum Gelingen unserer Sommeruniversitäten beigetragen: insbesondere den Lehrenden, Doktorandinnen und Doktoranden sowie den Studierenden, die mit ihrer Teilnahme und Begeisterung den „europäischen Dialog“ gewährleisten. Schließlich gilt unsere Wertschätzung den Ministerien, den deutsch-französischen Institutionen (Deutsch-Französische Hochschule, Deutsch-Französisches Jugendwerk) und den Botschaften für ihre großzügige Unterstützung unserer Initiativen.“ (Konzeptor und Mitbegründer Otmar Seul, emeritierter Professor der Universität Paris Nanterre, in einem Dankschreiben an Professor Petrauskas, Rektor der Universität Vilnius, 12. Juli 2025).

Weiterführende Literatur zu den Europäischen Sommeruniversitäten:

Ausführlich: > Deutsch-französische Sommer- und Winteruniversitäten mit Drittländern in den Rechtswissenschaften – Wikipedia

Auf unserem Blog: > Apprendre l’Europe : les Universités d’été franco-
allemandes et européennes comme vecteur de la formation civique et citoyenne – éléments pour une
synthèse géopolitique (2004-2020) *)
von Otmar Seul.

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