Camus: „Les trois Absurdes“

Mit diesem Ausdruck bezeichnete Camus in seinem Tagebuch am 21. Februar 1941 seine Trilogie, die er an diesem Tag mit der Beendigung von Le mythe de Sisyphe fertiggestellt hatte. Zu dieser Trilogie gehören ein Theaterstück um den römischen Kaiser Caligula, ein Roman L’étranger und der Essai über den Mythos des Sisyphos.

Caligula entstand zwischen 1936 und 1939. 1941 lag eine erste Fassung vor, die aber nicht aufgeführt wurde. Es wird erst im September 1945 inszeniert und erscheint nach weiteren Veränderungen erst 1958. Caligula will das Absolute erreichen, setzt aber die falschen Mittel dafür ein. Die beiden Versionen von Caligula enthalten Hinweise auf das Absurde und auf die Revolte.

Im 2. Akt sagt Cherea: „[…] Sans doute, ce n’est pas la première fois que, chez nous, un homme dispose d’un pouvoir sans limites, mais c’est la première fois qu’il s’en sert, jusqu’à nier l’homme et le monde. Voilà ce qui m’effraie en lui et que je veux combattre. Perdre la vie est peu de chose et j’aurai le courage quand il le faudra. Mais voir se disspier le sens de cette vie, disparaître notre raison d’exister, voilà ce qui est insupportable. On ne peut vivre sans raison.“

Jetzt hatte die Oper Oper „Caligula“ von Detlec Glanert (Jahrgang 1960) in Frankfurt Premiere. Er hat schon mehrmals nach Literaturvorlagen komponiert.

Frieder Reininghaus berichtete im Deutschlandfunk über die Uraufführung: > Größenwahn und Tyrannei.

Sinn und Unsinn der KI

Fragt man Google nach „Sartre Camus Kunst“ – oder nach Sartre und Rimbaud – weiß Google per KI folgendes zu berichten:

Übersicht mit KI

Sartre und Camus, zwei Giganten des französischen Existenzialismus, hatten eine komplexe Beziehung zur Kunst: [Diese Aussage ist Unsinn… beide Autoren haben sich intensiv mit der Kunst beschäftigt. Im Werk von Sartre könnte man sogar sagen, dass die Kunst der zentrale Bezugspunkt in einem Werk ist: vgl. H.Wittmann, Sartre et la liberté de la création: l’art entre la philosophie et la littérature. in : G. Farina, M. Russo, (Hg.), Sartre et l’arte contemporanea. Immagini e imaginari, dans: Gruppo Ricerca Sartre, > Studi Sartriani, Anno XV / 2021, S. 83-102. „Komplexe Beziehung“ klingt nach schwieriger Beziehung… ]  Sie sahen Kunst als zentrale Antwort auf das Absurde und als Mittel zur Sinnstiftung und moralischen Verpflichtung, wobei Camus die Autonomie der Kunst betonte [dann muss aber auch gesagt werden, was die „Autonomie der Kunst“ bei Camus bedeutet: Man könnte es so sagen “ Die Notizen in seinen Tagebüchern und seine eher beiläufigen Reflexionen über Kunst sind ein Hinweis darauf, dass in seinem Schaffen das Schreiben selbst und nicht eine Ideologietheorie im Vordergrund stand. Dies gilt übrigens auch für seine Vorstellung von der Autonomie der Kunst, die Camus gegen die Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts ins Feld führte.“ H.W: Vortrag 2008 in London] und Sartre das politische Engagement hervorhob, was schließlich in ihrem berühmten Bruch gipfelte, als Sartre Camus‘ „Der Mensch in der Revolte“ kritisierte und ihre unterschiedlichen Ansichten zur Rolle des Künstlers im politischen Kampf (Revolte vs. Revolution) aufeinanderprallten. [So ein Durcheinander, hier wird alles miteinander miteinander vermischt: Camus wird die Autonomie der Kunst zugeschoben, bei Sartre geht es um das „politische Engagement“, da kann man nur noch sagen, die KI rechnet Wortnachbarwahrscheinlichkeiten aus und kreiert irgendwelche Aussagen… von Zusammenhängen mag man gar nicht sprechen. Ja es gab den Bruch, der bezog sich aber auf Camus‘ Kritik „Der Mensch in der Revolte“ aufgrund politischer Differenzen, aber nicht wegen ihren unterschiedlichen Aussagen zur Rolle des Künstlers.]

Gemeinsamkeiten & Positionen

  • Kunst als Antwort auf das Absurde:Beide sahen Kunst nicht nur als ästhetische Schöpfung, sondern als fundamentale menschliche Reaktion auf die Sinnlosigkeit der Welt, wie Camus es in „Der Mythos des Sisyphos“ darlegte. [Bei Camus ist das Absurde eine Art Diagnose, dann folgen bei ihm die Aufgaben des Künstlers…. Die „Sinnlosigkeit der Welt“? Die Welt hat den Sinn, den sie ihm geben, sagt der Autodidakt zu Roquentin in La Nausée.]
  • Existenzialistische Wurzeln:Ihre Kunst und Philosophie waren tief im Existenzialismus verwurzelt, der die Freiheit und Verantwortung des Individuums betont.

Unterschiede & Konflikt

  • Camus‘ Ästhetik:Für Camus war Kunst eine Form der Revolte gegen das Absurde, die Freiheit und Moral vermittelte. Er suchte nach einer Ästhetik der Autonomie, die sich von Ideologien abgrenzte, wie in „Der Fremde“ oder „Die Pest“.  [Die letzten Kapitel von „Der Mythos der Sisyphos“ oder „Der Mensch in der Revolte“ sowie zahlreiche Aufsätze wie auch seine Nobelpreisrede von Camus müssten hier genannt werden.]
  • Sartres Engagement:Sartre betonte stärker die politische Verpflichtung des Künstlers (Engagement). Seine Kunst, wie in „Der geschlossene Garten“, sollte aktiv die Welt verändern und die Freiheit des Menschen verwirklichen. [„Die politische Verpflichtung des Künstlers (Engagement)“: Viel ist über das Engagement in Sartres Werk geschrieben worden, in „Was ist Literatur?“ sagt er , wenn der Schriftsteller zu schreiben beginnt, ist er bereits engagiert, d. h. er hat einen Verantwortung für das, was er schreibt, er ist engagiert…man könne sich nicht „engagieren“. – Meint die KI „Hinter verschlossenen Türen“? Kunst im Werk von Sartre? Die Flaubertstudie oder seien Studien zu Tintoretto… aber davon hat die KI nichts gefunden.]
  • Der Bruch:Der Bruch 1952, ausgelöst durch Sartres Kritik an Camus‘ „Der Mensch in der Revolte“, entzündete sich an der Frage, ob der Künstler in der Revolte verharren oder eine revolutionäre, gewalttätige Handlung eingehen sollte, was ihre unterschiedlichen Kunstverständnisse widerspiegelt. [Hier wird Politik mit Kunst einfach vermischt… ohne dass daraus ein Sinn entsteht. Wie gesagt, die KI rechnet lediglich auf statistischer Ebene Wortnachbarwahrscheinlichkeiten aus, wobei die Intelligenz auf der Strecke bleibt.]

Fazit zur Kunst

Für beide war die Kunst ein existenzieller Akt: Bei Camus eine Form der Rebellion und Sinnstiftung innerhalb des Absurden, bei Sartre eine Form der Freiheit und politischen Einflussnahme; doch ihre Wege trennten sich in der Frage nach der Art und dem Ziel dieses künstlerischen Engagements. “ [Was für ein Durcheinander! Der Bruch zwischen beiden hat mit der Darstellung der Kunst in ihren Werken gar nichts zu tun.]

Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit

Immerhin, Google nennt als Beleg für seine Ausführungen den Link zu meinem Buch: https://romanistik.info/albert-camus-kunst-und-moral, nennt aber nicht das Buch über Sartre und Camus: https://romanistik.info/sartre-camus-und-die-kunst-die-herausforderung-der-freiheit

Auf unserem Blog: Artikel zur KI


Jens Olaf Koch ist es mit dem Buch > Prompting kurz & gut richtig gut gut gelungen, LLMs zu erklären, sie verständlich zumachen und zu erklären, wie man ChatGPT & Co professionell nutzen kann. Koch weckt keine übertriebenen Hoffnungen, sondern erklärt präzise und sachgerecht, wie man die LLMs anspricht, ihnen Fragen stellt oder Aufgaben erteilt (prompten). Koch hat durchaus auch eine kritische Haltung zu diesen KI-Angeboten und weiß, dass z.B. das Reasoning (S. 148) noch fehlerhaft ist und auch das Problem mit den Wortnachbarwahrscheinlichkeiten erklärt er (S. 40 ff.).


Sartre und Rimbaud

Stehen im Prompt mehrere Hinweise auf einen Sachverhalt, so nimmt CHatGPT sie auf und sucht sich nach Wortnachbarscheinlichkeiten etwas zusammen:

Prompt am 27.1.2026: „Rimbaud und die Dichtung, dieses Manuskript von Sartre aus dem Jahre 1956 fügt sich wunderbar in seine Studien über die anderen Künstler ein, Bitte resümiere es in 300 Wörtern:“

ChatGPT, 27.1.2026: „Jean-Paul Sartres Manuskript „Rimbaud und die Dichtung“ (1956) lässt sich nahtlos in seine Reihe existenzialistischer Künstlerstudien einordnen, in denen er Literatur nicht primär als ästhetisches Produkt, sondern als Form des Handelns begreift. Wie bei Baudelaire, Mallarmé oder später Flaubert interessiert Sartre der Dichter als Subjekt, das sich durch Schreiben zu seiner Situation verhält – und sich dabei entwirft oder verweigert.

Im Mittelpunkt steht Rimbauds Verhältnis zur Dichtung als existenziellem Projekt. Sartre liest Rimbauds frühe poetische Produktivität nicht als Gabe oder Inspiration, sondern als bewusste Praxis der Negation. Dichtung wird zur Waffe gegen Sprache, Moral und Identität selbst. Rimbauds poetisches Experiment zielt auf eine Zerstörung der gegebenen Bedeutungen; das „Seher“-Programm erscheint bei Sartre als Versuch, durch radikale Sprachverfremdung eine neue Existenzform zu erzwingen.

Zentral ist dabei Sartres These, dass Rimbaud die Dichtung nicht um ihrer selbst willen betreibt. Sie ist Mittel, nicht Zweck: ein Übergangsstadium in einem umfassenderen Projekt der Selbstverweigerung. Rimbauds Gedichte sind Akte der Flucht – vor der bürgerlichen Ordnung, vor der literarischen Institution, letztlich auch vor sich selbst. In diesem Sinn deutet Sartre die poetische Radikalität als Vorstufe zu Rimbauds endgültigem Bruch mit der Literatur.

Das berühmte Schweigen nach 1875 erhält hier eine konsequente Deutung: Rimbaud verwirft die Dichtung, weil sie Gefahr läuft, selbst zur Rolle, zur Identität, zur Ware zu werden. Indem er aufhört zu schreiben, setzt er denselben Freiheitsimpuls fort, der sein Schreiben motiviert hat. Dichtung ist für Sartre bei Rimbaud zugleich Höhepunkt und Sackgasse.

Innerhalb von Sartres Künstlerstudien markiert Rimbaud damit einen Extremfall. Während andere Autoren an ihrer Kunst festhalten und sie reflektieren, opfert Rimbaud die Dichtung selbst. Sartre zeigt ihn nicht als romantischen Genie-Mythos, sondern als existenziellen Akteur, dessen kompromisslose Freiheit zugleich bewundert und kritisch befragt wird.“

Prompt am 27.1.2026: „und jetzt die genaue bibliographische Angabe des Rimbaud Buches oder ist es nur ein Manuskript ? Wo?“

ChatGPT am 27.1.2026: „Zur genauen bibliographischen Angabe von Sartres Arbeit über Rimbaud:

💡 Jean-Paul Sartres Text über Rimbaud aus dem Jahr 1956 existiert offenbar nicht als eigenständig gedrucktes Buch, sondern als unpubliziertes Manuskript bzw. als Aufsatz/Essay, der in Sartre-Studien oder Nachlässen auftaucht. In den gängigen bibliographischen Nachweisen („Les Écrits de Sartre“, einer kommentierten Bibliographie der Texte von Sartre bis 1969) werden zahlreiche seltene Texte und unveröffentlichte Stücke (Appendices mit Manuskripten, Essays etc.) aufgeführt, aber kein standardmäßig gedruckter Monographietitel „Rimbaud und die Dichtung“ aus 1956 im Sinne eines offiziellen Buches.

📌 Konsequenz: Die Arbeit, auf die du dich beziehst, ist – soweit bibliographische Nachweise zugänglich sind – kein separat veröffentlichtes Buch im Verlag, sondern ein Manuskript / unveröffentlichter Essay/Sammlung von Notizen, der Teil des Nachlasses oder der Sammlungen von Sartres gesammelten Schriften sein kann. …

Wenn du möchtest, kann ich dir helfen, einen konkreten Zitierstil (z. B. MLA, Chicago, APA) für diese Art von Manuskriptangabe zu formulieren – sag mir einfach für welchen Kontext (Seminararbeit, Bibliographie etc.).

Prompt am 27.1.2026: „bitte konkreter Zitierstil“

ChatGPT am 27.1.12026: „1. Chicago Manual of Style (Notes & Bibliography)

(Standard in Literatur-, Philosophie- und Kulturwissenschaften)

Fußnote (erste Nennung):
Jean-Paul Sartre, Rimbaud et la poésie (1956), unveröffentlichtes Manuskript, nachgewiesen in: Michel Contat und Michel Rybalka (Hg.), Les écrits de Sartre. Chronologie, bibliographie commentée (Paris: Gallimard, 1970).“

Anmerkung unserer Redaktion:

Dazu: Grégor Brandy, > Aux Etats-Unis, des bibliothécaires désemparés face aux demandes de livres inventés par l’IA, LE MONDE, 24 janvier 2026

ChatGPT: Résume L’étranger d’Albert Camus

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Artikel auf unserem Blog zur
> Künstlichen Intelligenz

Auf unserem Blog:

> Albert Camus, L’étranger– 4. Februar 2016

Albert Camus 7.11.1913-4.1.1960

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| L’hôte | Camus und Sartre | La peste | L’Étranger | Macron et Camus | Parc des Princes 1957 | Iris Radisch | Les justes | L’homme révolté |


ChatGPT – brauchen wir nun eine neue Fachdidaktik für Französisch?

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> Die Einführung der KI in den Schulen in Frankreich – 2. Januar 2024


Sur notre blog

> L’utilisation d’un iPad et d’un portable présente-t-elle des avantages pour l’enseignement des langues ? – 16. Januar 2023

> Schule und Internet: Une didactique nouvelle à un monde nouveau – 10. Dezember 2014

> Schreiben Sie mit der Hand oder tippen Sie? Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? – 12. August 2017


Zum Weitermitmachen:

> KI im Fremdspachenunterricht – Taskcards von @NinaBuecker
und > Chatgpt:KI und AI in Schule und Unterricht


> « Nous proposons l’appellation “quasi-texte” pour les séquences de mots produites par ChatGPT » – Tribune – Collectif – LE MONDE- 30 janvier 2023

> Intelligence artificielle. ChatGPT ouvre-t-il une nouvelle ère ? – LE MONDE, 21 janvier 2023

> ChatGPT im Fremdsprachenunterricht – TaskCards vom Landesinsitut für Lehrerbildung Hamburg

> Erkennungssoftware für ChatGPT Wer schreibt hier: Mensch oder Ma

Alexander Besner, Matthias Gerstner, Alexandra Strasser
Erste Einschätzungen zum Umgang mit ChatGPT in Fernprüfungen an bayerischen Univeristäten
Bayerisches Kompetenzzentrum für Fernprüfungen, Technische Universität München, Arcisstr. 21 80333 München

Jan Vedder, > ChatGPT: Hype vs Realität – 26. Februar 2023 *** Ausführlich

Yann Houry, Directeur de l’innovation pédagogique & technologique | Hong Kong > https://publish.obsidian.md/yannhoury/Accueil et > 15 exemples concrets d’utilisation en classe de l’IA

> « Attention, l’intelligence artificielle ChatGPT est une menteuse pathologique » – Les Échos -Tribune

> Voici ce à quoi ressemble « un escargot fait en tomate », d’après un logiciel d’intelligence artificielle – Par David Larousserie – LE MONDE, 11.Januar 2021

N’oublions jamais : Hommage national à #SamuelPaty dans la Cour d’honneur de la Sorbonne, mercredi, 21 octobre 2020

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https://twitter.com/PapNdiaye/status/1581545630878547970

> Der Terrorangriff in Conflans-Sainte-Honorine am 12. Oktober 2020

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/1729094658175934555

Buchvorstellung: Sartre, Camus und die Kunst

Emmanuel Macron: Présentation de la Présidence française du Conseil de l’Union européenne  | Emmanuel Macron : “Merci, chère Angela, de n’avoir jamais oublié les leçons de l’Histoire, d’avoir tant fait pour nous, avec nous,…”  | Die Corona-Pandemie in Deutschland und Frankreich | #presidentielle2022  | Maison de Heidelberg  | Online nach Frankreich  | Harcèlement à l’École  | Nachgefragt: Zweierpasch  |


„Mieux se connaître / Stuttgart Accueil e. V.“ und die > Groupe d’études sartriennes (GES) (Paris) und die > Sartre Gesellschaft Berlin veranstalten zusammen eine Buchvorstellung: Montag, 13. Dezember 2021 um 18.30 Uhr via Zoom:

Möchten Sie an der Buchvorstellung „Sartre, Camus und die Kunst“ am Montag, 13. Dezember 2021, um 18 h 30 Uhr per Zoom teilnehmen?

> Bitte melden Sie sich per Mail an: wittmann@romanistik.info.

Buchvorstellung: Heiner Wittmann, Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit.

Der Romanist, Historiker und Publizist Dr. Heiner Wittmann stellt sein Buch „Sartre, Camus und die Kunst“ vor. Darin geht es um Überlegungen und Analysen der Autoren Jean-Paul Sartre (1905-1980) und Albert Camus (1913-1960) zur Ästhetik. Die Bücher von Sartre und Camus werden noch heute vor allem unter den Stichpunkten Existentialismus gelesen und im Fall Camus‘ besonders mit dem Absurden in Beziehung gebracht. Die Werke beider Autoren gehen jedoch weit über solche Etikettierungen hinaus. Denn sowohl Sartre als auch Camus haben beide Kunst und Freiheit in den Mittelpunkt ihrer Werke gestellt.

Die Buchvorstellung sollte am 13.12.2021 um 18.30 Uhr im ATRIUM in Stuttgart-Sillenbuch an der Gorch-Fock-Strasse 30 stattfinden. Sie wurde aber wegen der Pandemie abgesagt. Der Vortrag findet aber online per Zoom statt: > Bitte melden Sie sich per Mail an: wittmann@romanistik.info.

Der Vortrag ist auf Deutsch. Der Eintritt ist kostenfrei.

Nach der englischen Ausgabe 2009 liegt dieses Buch nun auf Deutsch vor, ergänzt um zwei Kapitel über die Studien, die Jean-Paul Sartre zu den Werken von Jean Genet und Stéphane Mallarmé angefertigt hat:

Heiner Wittmann, > Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit. Reihe Dialoghi/Dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs. Hrsg. v. Dirk Hoeges, Band 18, > Verlag Peter Lang, Frankfurt, Berlin, Bern u.a., 2020. Hardcover. ISBN 978-3-631-83653-8.

Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit  untersucht die Überlegungen und Analysen der beiden Autoren zur Ästhetik. Der Streit zwischen ihnen nach der Veröffentlichung von Camusʼ Der Mensch in der Revolte und Sartres Kritik an diesem Buch führte 1952 zum Bruch ihrer Freundschaft. Wenn man aber die Funktion und die Bedeutung von Freiheit und Kunst in ihren Werken analysiert, werden fundamentale Übereinstimmungen erkennbar, die in dieser Studie dargestellt werden.


> Kopiervorlagen für Weihnachten von Ernst Klett Sprachen

Dimanche, 24 janvier 2021, 19 h : Nachgefragt: Professeur Lahkim Azelarabe Bennani parle sur Albert Camus, La Peste

| Aktuelle Themen auf unserem Blog | Online #Französischlernen I ff. |


Die zweite Soirée littéraire II von France-blog.info wird sich mit La Découverte australe par un homme volant oder auch La Découverte austale ou les Antipodes (1781) von Restif de La Bretonne beschäftigen. Gast des Abends: Laurent Loty: 14.Februar 2021, 19 h > Inscription à la Soirée littéraire du 14 février 2021.


Professor Bennani hat unsere Redaktion gebeten, unser Gespräch bei dieser ersten Soirée littéraire aufzuzeichnen. Der Film ist fertig:

A cause de l’actualité, notre rédaction a récemment republié notre compte-rendu de La Peste d’Albert Camus, paru en 1947, Wiedergelesen: Albert Camus, Die Pest – 13 octobre 2020. Comme c’est une bonne habitude sur notre blog de faire suivre des comptes-rendus par une interview ou un autre entretien télévisé dans notre série „Nachgefragt…“, nous avons demandé au Professeur Lahkim Azelarabe Bennani (Université de Fès), s’il était prêt à participer à la première édition de notre soirée littéraire. Nous nous réjouissons, qu’il a accepté notre invitation :

Monsieur le Professeur Bennani, il paraît que ce roman a connu un chiffre de vente grandissant pendant les derniers mois. Il est vrai, il y a des approches très différentes d’interpréter le roman La Peste d’Albert Camus.

<<< Professor Lahkim Bennani Azelarabe
(Université de Fès)

Le roman La peste d’Albert Camus (1913-1960) a été publié en 1947, et que Camus visait en racontant La peste à Oran surtout les ravages causés par le national-socialisme. Or en ce temps de crise comme la nôtre, cette pandémie, que nous vivons depuis un an, ce roman a-t-il aussi un message pour nous ?

Il existe des approches très différentes pour interpréter ce roman. Avec notre compte-rendu, Wiedergelesen: Albert Camus, Die Pest – 13 octobre 2020, nous voulions rappeler l’œuvre de Rupert Neudeck (1939-2016), qui a apporté à ses compagnons du Cap Anamur toute une boîte avec des livres: „La peste“ : „C’est la Bible des ONG“, leur a-t-il dit. C’est vrai, son actualité est ininterrompue. Penchons-nous d’abord sur la lutte réussie des habitants d’Oran contre la peste. Vu leur vie social, comment s’organisent-ils ?


Lisez: Pierre-Yves Le Borgn’ > Le Covid et les droits de l’homme: „Aucune société, aucun projet humain n’a d’avenir hors de la solidarité.“


Il y a des parallèles apparentes à notre situation d’aujourd’hui ? Le roman décrit l’apparition de la peste à Oran et la lutte des habitants contre cette maladie mortelle. Au centre du récit se trouve le docteur Rieux, qui s’engage sans hésiter dans la lutte contre l’épidémie. Il y a donc des individus qui lève, pour ainsi dire, les premier des boucliers contre le virus.

Albert Camus >La peste, 279 Seiten >>>

Les notes dans le journal de Camus qui font référence à La peste montrent comment il tire la révolte de l’analyse de l’absurde et la transpose dans le scénario de son roman. Lorsque plus de trente décès surviennent à nouveau en une journée, le préfet fait fermer les portes de la ville : C’est le confinément et l’isolement de toute une ville. On devrait relire le roman pour y retrouver comment les protagonistes se font une idée de la gravité de la situation et comment ils entament la lutte contre le mal.

Face à l’aggravation de la situation de la peste, les deux personnages principaux du roman, le docteur Rieux et Tarrou, développent dans leurs conversations une interprétation de l’absurde et de la révolte. Tarrou reconnaît que tout le monde est porteur du fléau, affirmant ainsi que La peste est un appel à l’intégrité ainsi qu’au respect des principes moraux. Ici, Camus affirme donc le fait moral ?

Le journaliste Rambert (mais il n’est pas un Querdenker au sens d’aujourd’hui) hésite et voudrait quitter la ville. Il est persuadé par Rieux de rester dans la ville ; lorsqu’il cède, il explique au médecin son point de vue : „…on peut avoir honte d’être heureux seul“. Une phrase -clé du roman ?

Le roman décrit l’isolement des habitants de la ville du monde extérieur et leur lutte contre le désastre qui les a frappés. Le narrateur nous livre aussi une une interprétation des relations sociales qui se modifient sus l’impression des la pandémie. On peut en tirer un enseignement pour aujourd’hui ?

Le roman est une parabole qui contient une allusion aux atrocités du national-socialisme et pose des questions fondamentales sur la position de l’homme dans le monde. Les gens ne peuvent pas échapper à ce monde, mais ils peuvent et doivent façonner leur situation s’ils veulent faire usage de leur liberté.

Le roman rappelle que la moralité prévaudra toujours, quels que soient les actes des gens et malgré leur destin. Une interprétation dans son journal de 1943 : „Peste. Tous luttent – et chacun à sa façon“ (A. Camus, Carnets II, Paris 1964, p. 107) montre comment, malgré la solidarité, les gens sont toujours seuls et doivent chercher leur propre voie. Selon une autre lecture, La peste tente de façonner une „passion commune“. (A. Camus, Carnets II, op. cit., p. 175) A. Camus, Journaux intimes 1935-1951, op. cit., p. 220)

La fin de la peste ? C’est une question qu’on peut poser aux élèves après la lecture du roman. En effet, la peste a été vaincue dès que les habitant reprenaient de l’espoir, cela a terminé le règne du virus.

A la fin du roman, le docteur Rieux se révèle être le narrateur : Il avait voulu transmettre la mémoire de l’injustice et de la violence, et affirmer qu’il y a plus à admirer dans l’homme qu’à mépriser. Les gens ne peuvent pas échapper à leurs responsabilités.

Je vous remercie de vos réponses.

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