Am 21. Februar 1915 begann die Schlacht um Verdun

28. Februar 2016 von H. Wittmann



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> 100 Jahre Verdun, Geschichte und Mythos einer deutsch-französischen Schlacht
Dienstag, 1. März, 19.00 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart


Louis Pergaud (1888-1915) ist 32 Jahre alt, als er am 2. August 1914 mobilisiert wird. Am folgenden Tag ist er schon unterwegs nach Verdun. Bis er in der Nacht vom 7. auf den 8. April 1915 bei Marchéville fällt, hat er ein Carnets de guerre (Louis Pergaud, Carnets de guerre suivi de Jean-Pierre Ferrini, Un tombau pour Louis Pergaud, Paris 2011) geschrieben, das seine Witwe in seiner Offizierskiste gefunden hat. Schon am 3. August 1914 kommt er im Bahnhof von Verdun an. Fast ein Jahr berichtet er in einem nüchternen Ton seine Erlebnisse. Pergaud wird „sous-lieutenant“ und kurz darauf Adjudant. Er ist in die Kriegsereignisse und die Stellungskämpfe verwickelt, aber als Offizier hat er Privilegien wie die Abendessen mit seinen Kameraden, von denn die Poilus nur träumen können.

Bei Marchéville wird der Beschuss durch die deutsche Artillerie und Maschinengewehre immer heftiger. Viele seiner Soldaten fallen: 111 Tote, 250 Verletzte und ebensoviele Vermisste werden gezählt: „De Eroberung von Marchéville bedeutet nichts, nichts. Das ist idiotisch davon zu träumen ein Dorf und Schützengräben die heftig von so reduzierten Kräften verteidigt werden, zu erobern. Jeder Poilus war so mutig wie drei Löwen. Am Abend soll die 1. Kompanie den Einsatz wieder fortführen. Das ist lächerlich und abscheulich.“ (Louis Pergaud, Carnets de guerre, op. cit., S. 112) Er fällt in der Nacht vom 7. Auf den 8. April 1915 in der Gegend der Höhe 223 bei Marchéville.

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Am 21. Februar 1915 beginnt die Schlacht um Verdun schon nach zwei Tagen waren zehntausend Soldaten auf französischer Seite gefallen (Vgl. Gert Buelens, Europas Dichter und Der Erste Weltkrieg, op. cit., S. 214 f.)…
Zu den Büchern, die 1916 erschienen gehört auch die Kriegserinnerungen Maurice Genevoix (1890-1984) vom August 1914 bis April 1915, die er 1916 unter dem Titel Titel Sous Verdun (Maurice, Genevoix, Sous Verdun, Paris 1916) veröffentlichte. Im gleichen Jahr erschien der Band Nuits de Guerre. Au seuil des guitounes folgte im September 1918. La Boue kam im Februar 1921 und Les Éparges im September 1921. Seine Erinnerungen erschienen nochmal 1949 unter dem Titel Ceux de 14.
Sous Verdun ist mit seinen vielen Einzelheiten, Beobachtungen und Empfindungen mehr als ein Tagebuch, das lediglich die Ereignisse notiert: „Man wirft sich hin, man springt mit einem Satz auf, man rennt. Wir sind direkt unter dem Feuer. Die Kugeln singen nicht mehr; sie sausen direkt über uns, mit einem kurzen wütenden Pfeifen. Sie amüsieren sich nicht mehr; sie arbeiten. Klack! Klack! Da, zwei haben mich an der Schulter berührt. Dieses Geräusch überrascht und bewegt mich: sie scheinen weniger gefährlich zu sein, als wenn sie pfeifen.“
In der gleichen Gegend bei Éparges … berichtet Maurice Genevoix (1890-1980) über den Gegenangriff der Deutschen: „Diese Tage übertreffen an Grausamkeit die Februartage. Im Februar gab es wenig Schlamm, in diesen Tagen ist es ein Meer von Schlamm. Leichtverletzte ertrinken bei dem Versuch, sich zum nächsten Hilfsposten zu retten. (On s’exalte jusqu’à pouvoir tenir.) Man schwärmt dafür, die Stellung halten zu können.“

Auszug aus: H.W., Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur, in : Heidi Beutin, Wolfgang Beutin, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Herbert Schmidt, Claudia Wörmann-Adam (Hg.) „Das Denken der Zukunft muß Kriege unmöglich machen“ Der Krieg in Kunst, Literatur und Wissenschaft;
Mössingen: Talheimer 2015, S. 57-90.


Ernst Jünger
> Kriegstagebuch 1914-1918
Herausgegeben von Helmuth Kiesel
Auflage: 1. Aufl. 2010 – 655 Seiten – ISBN: 978-3-608-93843-2

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