„SaarLorLüx“ am 15. April 2013 um 18.50 Uhr im SR Fernsehen

Nicht verpassen! SaarLorLüx SR Fernsehen

· Arbeit: Jobs auf der anderen Seite der Grenze

In Kehl hat das erste deutsch-französische Arbeitsamt eröffnet. Es ist spezialisiert auf die Vermittlung von Jobs auf der anderen Seite der Grenze. I Interview: Frédérique Genton, Personal- und Unternehmensberaterin

· Sport: Fußball-Liebe kennt keine Grenzen

Seit 1998 besteht eine Fan-Freundschaft zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem AS Nancy. Die Lothringer spielen zurzeit in der ersten französischen Liga, die Saarländer sind drittklassig. Trotzdem feuern regelmäßig Nancy-Fans den FCS im Stadion an – nicht nur im Ludwigspark, sondern auch bei Auswärtsspielen.

· Ausflug: Frühlingsaktivitäten an der Mosel

Der Frühling beginnt bei uns immer zuerst an der Mosel, da ist es meist am wärmsten.Die Ausflugsschiffe fahren, und auch die Wanderer und Radler bevölkern wieder das Moselufer. „SaarLorLüx“ zeigt besonders schöne Mosel-Landschaften, radelnde ‚Römer’ und gibt Ausflugstipps.

· Übernachtung: Historisches Ambiente in Straßburg

Das „La Célestine“ in Straßburg liegt mitten im historischen Stadtzentrum, nicht weit vom ehemaligen Straßburger Hafen.

Moderation: Susanne Gebhardt

N.B. Wiederholung am 20.04.13 um 17 Uhr

Doch verpasst? > SaarLorLüx SR Fernsehen

Staatspräsident François Hollande:
Intervention devant le Parlement européen:

50 ans Traité de l’Élysée
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Der Sätze aus der Rede des Staatspräsidenten, der schon seit heute vormittag von den Medien zitiert wird, lautet: S’il est vrai que la crise de la zone euro est désormais largement derrière nous, nous sommes loin d’en avoir tiré toutes les conséquences, et ce qui nous menace aujourd’hui n’est plus la défiance des marchés, c’est celle des peuples, et qui ne voit, à travers une suite de déclarations, que l’intérêt national est en train de prendre le pas sur l’intérêt européen.“ Es gilt, gemäß Hollande, einer sochce Tendenz zu begegnen. Seine Rede liest sich, wie ein neuer Aufbruch: „Le moment est venu de lancer le grand chantier de l’approfondissement de l’Union économique et monétaire, la France y est prête. Elle a deux principes, l’intégration et la solidarité.“ Und er fügt u. a. auch hinzu: „Je souhaite que les élections européennes de l’année prochaine, soient l’occasion d’un grand débat sur l’avenir de l’Europe, qui permettra de déterminer les politiques que nous aurons à conduire – sans doute – et surtout l’architecture que nous aurons à proposer.“

„Depuis trop longtemps, l’Europe doute d’elle-même, hésite sur ces choix. Elle met trop de temps à prendre des décisions majeures“, erklärte Hollande. Wenn auch die Eurokrise an Schärfe verloren habe, so weiß der Präsident doch, dass die Zustimmung zu Europa erkämpft werden muss: „S’il est vrai que la crise de la zone euro est désormais largement derrière nous, nous sommes loin d’en avoir tiré toutes les conséquences, et ce qui qui nous menace aujourd’hui n’est plus > la défiance des marchés, c’est celle des peuples, et qui ne voit, à travers une suite de déclarations, que l’intérêt national est en train de prendre le pas sur l’intérêt européen.“

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Hinsichtlich der Verteidigungspolitik in Europa hatt Holande nach seiner Rückkehr aus Mali auf eine europäische Verteidigung hingewsen. Er ist der Auffasssung, dass die Europäer angewiesen seien auf eine „lucidité indispensable pour élaborer une stratégie pour conduire une véritable politique extérieure commune, pour avoir une défense européenne“. „La France y est prête“ erklärt er «il est temps d’en finir avec la dispersion des initiatives, de rassembler nos forces et nos moyens, de rapprocher nos industries, d’harmoniser aussi nos positions dans les instances internationales où L’Europe doit parler d’une seule voix“. Hollande ruft Europa zum Handeln auf: „pour résoudre les conflits qui heurte les consciences humaines – je pense à la Syrie -, pour éviter la > prolifération nucléaire – je pense à l’Iran -, pour peser sur les négociations entre Israéliens et Palestiniens. L’Europe ne doit pas attendre les Etats-Unis mais l’Europe doit être déjà là pour hâter la reprise de ces discussions“.

> Staatspräsident François Hollande: Intervention devant le Parlement européen > Site du Palais de l’Élysée

Neben allen politischen Aussagen zu Europa, hat Hollande auch ein klares Bekenntnis zur Europäischen Kultur abgelegt:
„C’est l’Europe de la connaissance, c’est l’Europe des universités, de la recherche, de la culture, qui est attendue. Nous, Européens, nous portons une culture qui va bien au-delà de nous-mêmes. Nous ne devons pas la considérer comme un patrimoine à protéger, mais comme un mouvement à promouvoir. C’est le principe de l’exception culturelle, c’est l’idée que les œuvres de l’esprit ne sont pas des marchandises comme les autres, c’est la conviction que l’identité culturelle de nos nations est essentielle, et que le pluralisme, la liberté, doivent être défendus à l’échelle du monde.“

Und er fügte eine Anmerkuing Urheberrecht hinzu: „Une fois encore, à cette tribune, j’appelle, après d’autres, la construction européenne de se donner une dimension culturelle. Ce qui exige de garantir la propriété intellectuelle et les droits d’auteur, de définir ensemble les règles économiques et fiscales pour que les artistes soient rémunérés davantage que ceux qui font circuler leurs œuvres, c’est-à-dire les fournisseurs d’accès, de faire que nous ayons une Europe du numérique, où les technologies soient au service d’un projet de civilisation.“

Dieser Artikel wird hier auf dem Blog zweisprachig erscheinen, sobald die Übersetzung der Rede durch die Französische Botschaft in Berlin vorliegt.

> Hollande : „L’intérêt national est en train de prendre le pas sur l’intérêt européen“ – LE MONDE 5.2.2013
> Europe : le grand oral de Hollande à Strasbourg – Les èchos, 5.2.2013
> A Strasbourg, Hollande livre sa conception de l’Europe – France-Info

Wieder – nicht nur Schüler – eine exzellente Hör- Sehverstehensübung: Hören Sie die Rede an und notieren Sie auf einer Seite, was der Präsident gesagt hat. Eventuell nochmal hören, Wörter auf > www.pons.eu nachschlagen und später den Text der Rede lesen, der auf der Website des Élyséepalastes angezeigt wird und auch als PDF-Datei heruntergeladen werden kann:

> Intervention du Président de la République devant le Parlement européen *.pdf

Der Europäische Rat tagte am 18. und 19. Oktober in Brüssel

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Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

Unter der Überschrift > A Bruxelles, M. Hollande et Mme Merkel s’accordent sur un compromis minima LE MONDE, 18.10. 2012, berichten David Revault d’Allones und Philippe Ricard vom Treffen mit François Hollande und Angela Merkel:  „un affrontement musclé“ soll stattgefunden haben.  Hollande macht Druck auf dem Weg zu einer  Bankenunion, während Frau Merkel sich für eine Verschärfung der Haushaltsdiziplin einsetzt.  Diese unterschiedlichen Positionen klangen schon im Interview an, dass der französische Präsident LE MONDE gegeben hatte (LE MONDE,  18. 10.2012)

Die beiden genannten Journalisten berichten ferner, der Präsident habe gesagt, es müsse etwas geschehen, während Frau Merkel „Qualität vor Geschwindigkeit“ bevorzugt. Das ist nichts Neues bei der Kanzlerin, die so immer erst mal Zeit gewinnen will. Eine wirkliches Ziel ist aus ihren Aussagen nie abzulesen, da hat Peer Steinbrück schon Recht, der mit ihr zusammen fliegen würde, aber in den letzt Wochen immer wieder am wahren Ziel der Reise, seine Zweifel zum Ausdruck gebracht hat.  Nun war der Blogger dieses Artikels leider beim Gipfel nicht mit dabei, ist also auf Informationen aus zweiter Hand angewiesen. Liest man den Artikel der beiden Journalisten, die über den Gipfel in Brüssel so präzise berichten, ganz genau, ergibt sich folgendes Bild: Wie gewohnt wurde wieder einmal ein Kompromiss erzielt. Wird es zu einer Bankenaufsicht in der  Eurozone kommen? Man werde eine rechtlichen Rahmen, damit ab Januar 2013 ein Mechanismus gefunden werden könne, die Aufsicht  über die 6000 Banken in Europa realisiert werden könne, soll, so die beiden Journalisten, in der Umgebung des Präsidenten gesagt worden sein.  Wer bremst denn da? Die Bundeskanzlerin? Weil sie die Rekapitalisierung der Banken fürchtet? Andererseits tritt sie auch unmissverständlich für die geplante Bankenaufsicht ein.

Dann nennen beide Journalisten aber doch ein Detail, das einen Einblick in das Verhältnis zwischen  Präsident und Kanzlerin erlaubt: „Signe des temps,“ schreiben sie,  ihr Austausch wirkt sofort angespannt, wenn sie die von den Diplomaten entminten Wege verlassen. Donnerstagmorgen, also am 17. Oktober, hatte Frau Merkel im Bundestag – ihrem Finanzminister Wolfgang Schäuble folgend – und die Ernennung eines Europakommissars für Wirtschafts- und Budgetfragen vorgeschlagen, was ihrem unbedingten Willen zur Kontrolle der Haushalte der besonders der Euro-Länder, die sich in Schwierigkeiten befinden, entspricht. Hollande sagte nach seiner Ankunft in Brüssel, Aufgabe der EU sei es nicht, eine Budgetunion, sondern eine Bankenunion zu schaffen. Ein Kommissar für Budgetfragen, verlange einen neuen Vertrag, soll er hinzugefügt haben. Später hat Hollande seine Ablehnung präzisiert:  Mit einer Budgetkontrolle würde man zu Eurobonds kommen und das würde noch striktere Kontrollen nach sich ziehen, soweit sei man aber noch nicht. – Hat Frau Merkel nicht schon während des Präsidentschaftswahlkampfs in Frankreich Eurobonds strikt abgelehnt? Waren die unterschiedlichen Sichtweisen in Bezug auf die Eurokrise der Grund dafür, dass die Bundeskanzlerin entgegen der ursprünglichen Planung bei diesem Wahlkampf kaum in Erscheinung trat?

In seinem Interview, das Hollande vor seiner Abreise nach Brüssel LE MONDE gegeben hat, zeigte er seine ganzen rhetorischen Fähigkeiten. Auf das angesprochen, was er von Angela Merkel lernen könne, sagte der Präsident : „Elle  est claire. Elle dit des choses… Cela  fait gagner du temps.“ Soweit zitiert, eine sehr treffende Charaktisierung des politischen Stils der Kanzlerin. Aber man muss die vollständige Antwort des Präsidenten auf die Frage der Journalisten zur Kenntnis nehmen: „Et j’ai la même démarche. Alors, ensuite, de nos points de départ, nous cherchons à trouver le meilleur point d’arrivée, C’est plus facile avec des points de départ explicites qu’avec des départ ambigus.“ Und dann folgt eine Bestätigung, von der man nicht so recht weiß, wie sie gemeint ist: „Et on ne peut pas reprocher à Angela Merkel d’être ambiguë!“ Ist sie es, und man kann es ihr nicht vorwerfen? 

„Europäisches Paket“: Frankreich will neuen Kurs für den Aufbau Europas und eine Reform der WWU

Gemäß einer > Meldung der Französischen Botschaft in Berlin: „In seiner Erklärung vor der Nationalversammlung über die neuen europäischen Perspektiven betonte Premierminister Jean-Marc Ayrault die Notwendigkeit, mit der Ratifizierung des Vertrags über Stabilität, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und Währungsunion (SKS-Vertrag) „dem Aufbau Europas einen neuen Kurs zu geben“.“

> Déclaration du Premier ministre sur les nouvelles perspectives européennes au Sénat Vidéo


Hörverstehensübung:

Diese Übung ist zu lang? Stimmt, aber, wenn die folgende Aufgabe bewältigt wird, ist der Gewinn in sprachlicher und auch in inhaltlicher Hinsicht riesig:

1. Video ansehen. 2. Zusammenfassung auf einer Seite verfassen, wo wie > die französische Botschaft es auf deutsch gemacht hat. 3. Den Wortlaut der Rede zur Kontrolle lesen. Oder die Hilfestellung nutzen und die Rede nach dem Betrachten des Videos zuerst lesen, dann ein Resümee schreiben.

> Le discours du Premier Ministre

Download: http://www.gouvernement.fr/sites/default/files/interventions/nouvelles-perspectives-europeennes-assemblee-nationale.pdf

Erweiterung der Übung:

Vergleich der Rede des Premierministers mit der > Rede von Außenminister Guido Westerwelle zum 50. Jubiläum des Goethe-Instituts Paris 3. Juli 2012, Paris.


An der Verteidigung des Euros lässt der Premierminister keinen Zweifel zu: „Ma certitude, c’est que sans l’Europe nous serions isolés et faibles. Que pèseraient une France seule, une Allemagne seule, une Italie seule, face aux Etats-Unis ou à la Chine ? Grâce à la construction européenne, nous sommes la première puissance économique mondiale. Grâce à elle nous avons les moyens de négocier dans les instances internationales pour défendre notre économie, promouvoir nos standards sociaux et environnementaux. Sans l’euro, combien de dévaluations aurions-nous dû subir ?“

Lesen wir weiter: „L’histoire de la France s’est longtemps écrite en Europe contre nos voisins. Elle s’écrit désormais en Europe avec nos voisins, et d’abord avec l’Allemagne. Alors oui, la construction européenne cela sert à quelque chose : la France est plus grande dans l’Europe. Ma volonté, la volonté du gouvernement – et c’est aussi celle des Français qui ont élu le président de la République –, c’est cependant de réorienter le cours de la construction européenne.“

Der Premierminister erinnerte an die Entschlossenheit Frankreichs, das Haushaltsgleichgewicht wiederherzustellen und den ESM zu unterstützen:

„Le fonctionnement de l’Union économique et monétaire devra être réformé, en répondant à trois exigences.

La première, c’est la coordination des politiques économiques de la zone euro au service de la croissance. Il est clair aujourd’hui que le pilier économique et monétaire doit être renforcé. C’est le gouvernement économique que nous réclamons depuis des années. Il est maintenant à l’ordre du jour dans la perspective qui vient.

La deuxième exigence, c’est l’équilibre entre le développement de mécanismes financiers de solidarité et la vigilance budgétaire. La zone euro doit disposer d’instruments budgétaires et financiers communs pour faire face aux chocs externes et permettre aux pays qui rencontrent des difficultés de les surmonter pour retrouver la croissance. Parce qu’il n’y a pas d’Europe sans solidarité. Ca ne peut pas être le chacun pour soi qui trop souvent prévaut.

Le mécanisme européen de stabilité doit, pour commencer, voir son rôle élargi en matière de crise bancaire. Et la France est favorable à la perspective d’une mutualisation d’une partie de la dette par l’émission d’euro bonds. Et il est temps aussi qu’à l’échelle de toute l’Europe – et la France le fera elle-même, sans attendre – une nouvelle législation bancaire sépare la gestion des dépôts des activités à risque. La finance doit être au service de l’économie et non de la spéculation.

Et la troisième exigence, c’est la légitimité démocratique. Il n’y aura pas de renforcement de notre maison commune, pas d’intégration solidaire, sans adhésion des peuples. Dans le processus de décision, l’articulation entre le niveau européen et le niveau national doit faire l’objet d’une attention particulière. Il nous faut garantir l’expression démocratique de l’intérêt général quand il est en jeu.“

Zusammenfassung auf Deustsch: > „Europäisches Paket“: Frankreich will neuen Kurs für den Aufbau Europas und eine Reform der WWU

Die 1-Mann Redaktion des Frankreich-Blogs ist mit den Vorbereitungen für die Buchmesse beschäftigt > blog.klett-cotta.de, wird aber noch die Rede von Premierminister Ayrault mit der > Rede von Außenminister Guido Westerwelle zum 50. Jubiläum des Goethe-Instituts Paris 3. Juli 2012, vergleichen.

Eurozone: Gemeinsame Erklärung des französischen Staatspräsidenten François Hollande und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel

french german 

Une interview avec Frédéric Lemaître, correspondant du journal LE MONDE à Berlin

In Berlin hat Frédéric Lemaître, der Deutschland-Korrespondent von LE MONDE, auf unsere Fragen zu den deutsch-französischen Beziehungen geantwortet. Das Gespräch wurde im Lichthof der Bundespressekonferenz aufgezeichnet.

Frédéric Lemaître ist Absolvent der Ecole supérieure de Journalisme de Lille. 1995 kam er zu LE MONDE. Von 2003 bis 2007 war er Chefredakteur der der Rubrik Wirtschaft und Unternehmen. Lemaître ist Autor mehrerer Bücher Comprendre la mondialisation (1986), Les 35 heures (1998), Grands patrons, la fin d’un monde (2003). Seit Mai 2007 schreibt er auch Leitartikel für LE MONDE.

Eine Auswahl unserer Fragen: Gibt es Unterschiede im Verhältnis zwischen Journalisten, den Medien und den Politik in Berlin im Vergleich zu Paris? Nein, eigentlich nicht, wenn auch seine deutsche Kollegen, dies in Bezug auf Paris finden würden.

Jeder deutsch-französische Gipfel bestätigt die Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten, und man verspricht regelmäßig eine Intensivierung der Zusammenarbeit. Vor einer Woche hat Angela Merkel in Reims erklärt, Europa sei mehr als nur eine Währung und die deutsch-französische Zusammenarbeit sei unumgehbar in dieser Hinsicht, allerdings hat sie auch hinzugefügt, die Zusammenarbeit sei nicht „exklusiv“. Lemaître hat erläutert, wie er diese Aussage versteht: Hollande hätte seiner Meinung nach, sich genauso äußern können, was er auch am Tage seiner Amtseinführung anlässlich seines Besuches bei Angela Merkel bestätigt hat.

François Hollande hat in Reims erklärt : „Unsere Freundschaft inspiriert Europa: Wir wollen keine Lektion erteilen. Wir wollen nur ein Beispiel geben“, und der Präsident wünscht, eine neue TÜr zu öffnen, so dass die Freundschaft zwischen unseren beiden Nationen noch enger werde.“ Ende Juni, schrieb Lemaître in LE MONDE: „Selbst wenn sie noch nicht ganz auf gleicher Wellenlänge sind, spürt man, dass die Beziehung sich formt.“ Zwischendurch haben der Präsident und die Kanzlerin sich mehrmals getroffen. Vom formalen Händedruck sind sie mittlerweile zur Umarmung übergegangen, aber es bleiben doch noch unterschiedliche Sichtweisen? Aber in Reims habe man nicht von einem neuen Vertrag gesprochen.

Hollande wünscht eine „Vertiefung der Solidarität“, die wenn sie auf eine Vergemeinschaftung der Schulden hinausläuft , von Merkel (noch) strikt abgelehnt wird. Andererseits ist hat sie sich für sie für die Vertiefung der politischen Union. Ist das eher eine Frage der Prioritäten? Denn soweit sind ihre Vorstellungen nicht auseinander, die Reihenfolge ist unterschiedlich. Beide Länder haben verschiedene Lösungsansätze für die Krise. Frankreich wünscht mehr Solidarität, Deutschland mehr Integration. Wir seien alle Teil einer europäischen Innenpolitik, habe Merkel erklärt.

In einem Leitartikel der WELT meint Clemens Wergin am 9. Juli 2012, Hollande möchte die Länder anführen, die eine Reform der Institutionen verhindern. Wergin glaubt auch, dass einige der Mitgliedsländer, Merkel auf dem Weg einer stärkeren Integration nicht folgen wollen. In diesem Zusammenhang erwähnt Wergin eine „deutsch-französische Entfremdung“. Dazu meinte Lemaître, er sei nicht ganz einverstanden mit seinem Kollegen der WELT. Ein Referendum über die politische Integration, das Hollande in Frankreich vermeiden möchte, hätte möglicherweise nicht den gewünschten Erfolg in Deutschland.

Außerdem habe wir über den Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM und die Project Bonds gesprochen. Die Problem der Vergemeinschaftung der Schulden müsse man auch aus deutscher Sicht verstehen, wo es eine eigen Auffassung dazu gebe; schließlich trete hier beim Länderfinanzausgleich auch der Bund nicht las Gesamthafter auf.

Ist der ESM eine Art Pflaster? Groß genug. Lemaître nennt ihn auch eine Art Fonds monétaire européen, ein Beginn der Vergemeinschaftung der Schulden.

Manchmal befürchten die Mitgliedsländer eine deutsch-französisches Direktorium, die Nachfolge von Jean-Claude Juncker als Chef der Eurogruppe wird unter Frankreich und Deutschland ausgemacht. Angesichts des Gewichts beider Länder – 47 % – in der Eurogruppe findet Lemaître dieses Vorgang ganz normal.

In einem Spiegel-Interview sprach Wolfgang Schäuble von einem Recht zu Gesetzesinitativen für das Europäische Parlament, einer zweiten Kammer und mehr Rechten für Brüssel. In Bezug auf das Parlament, würden ihm die Franzosen ihm folgen, findet Lemaître – jedoch hat die Kanzlerin schon gesagt, diese Ideen seien für übermorgen.

Bundespräsident Joachim Gauck hat Frau Merkel gebeten, den Deutschen die Umstände der Krise besser zu erklären?. Die Frage liegt nahe, ob die Regierung in Paris ihren Landsleuten die Krise besser erklärt. Nein, nicht unbedingt, antwortet Lemaître.

Am 8. Kuli 2012 veröffentlichte LE MONDE unter dem Titel „Pour un nouveau traité franco-allemand“ einen Leitartikel, in dem einige Fragen zum 50. Jubiläum des Elyseevertrages gestellt werden: „Genauso wie Frankreich hat auch Deutschland keine Absicht haben Direktorium in Europa zu bilden, so muss doch ihre enge Zusammenarbeit in Europa ein Modell für die anderen Mitglieder der Gemeinschaft sein. Es ist notwendig, dass mit an diesem Geburtstag einige Themen in Erinnerung gerufen werden: Warum ist man auch 50 Jahre nach Abschluss des Elyseevertrages auf dem Gebiet der Militärkooperation immer noch so zögerlich? Warum gibt es keine gemeinsame Botschaft? Warum sind Frankreich und Deutschland in der Uno und anlässlich der G 20 – Treffen, immer noch nicht in der Lage mit einer Stimme zu sprechen? Warum machen sie sich im Maghreb und Nahen Osten Konkurrenz? Warum sind ihre energiepolitischen Vorstellungen so widersprüchlich? Warum zählt bei der EADS die Nationalität mehr als die Kompetenz? Bei dieser Liste, kann man sich nicht damit zufriedengeben, dass unsere Politiker bei ihren Antworten zunächst nur den nationalen Wählern gefallen wollen.“ Wir haben nicht jeden dieser Punkte angesprochen, aber wir haben in dem Gespräch erwähnt, dass die Klausel hinsichtlich der Sprachvermittlung im Elyseevertrag in den letzten 50 Jahren nicht erfüllt worden ist. Auf jeden Fall muss man zuerst einmal eine Bilanz des Vertrages machen.

> Frédéric Lemaître, Éditorialiste, Le Monde

> Artikel von Frédéric Lemaître in LE MONDE

> So funktionert der ESM – Website der Tagesschau

Stichwort: > Länderfinanzausglaich – Website der Tagesschau

Discours lors de la céremonie du 50e anniversaire de la rencontre du Général de Gaulle et de Konrad Adenauer à Reims

„Europa ist mehr als eine Währung,“ verkündete Angela Merkel in Reims, sichtlich erleichtert, mal etwas richtig Gutes zum Euro sagen zu dürfen. Mit ihrem von Wind und Wetter zerzaustem Haar sah die Bundeskanzlerin echt unternehmungslustig aus.

Thomas E. Schmidt, > Die Physikerin. Über die Langeweile in der deutschen Politik – Gratis lesen, in: > MERKUR 7/2012.

Mit der Kamera wäre ich gerne dabeigewesen. Nicht nur wegen der Fotos, sondern auch wegen des denkwürdigen Ereignisses, das François Hollande und Angela Merkel an diesem Sonntag in Reims gefeiert haben. Und vom formalen steifen, gar distanzierten Händedruck gingen Präsident und Kanzlerin endlich zu der Umarmung und den Küsschen über, die zeigen, wir arbeiten gut zusammen. Vor 50 Jahren auf den Tag genau trafen sich hier General de Gaulle und Konrad Adenauer, um bei und mit einer Messe in der Kathedrale von Reims, um die deutsch-französische Aussöhnung nach drei furchtbaren Kriegen zu besiegeln. Die Begegnung in Reims war damals ein Auftakt zu einer neuen Epoche der deutsch-französischen Beziehungen, die die beiden Staatsmänner im Januar 1963 mit der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages dokumentierten. So wie ohne die deutsch-französische Aussöhnung der Auf- und Ausbau der EU nicht möglich gewesen wäre, so ist das Einverständnis zwischen Frankreich und Deutschland auch heute ein Dreh- und Angelpunkt der Europas.

Und hier in Auszügen auf Deutsch:
> Berlin muss die Frankreich-Politik überdenken – Von Clemens Wergin, in DIE WELT, 8.72012

> Fotos auf der Website der Bundesregierung

> Fotos auf der Website des Elyseepalastes

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