Die schönsten Franzosen
Dienstag, 19. Juni 2007… sind zur Zeit in Berlin zu sehen. Das Metropolitain Museum of Art in New York (Met) hat für vier Monate Werke von Monet, Renoir, Courbet, Manet nach Berlin ausgeliehen.


Die Ausstellung ist bis zum 7. Oktober in der neuen Nationalgalerie zu besichtigen. Die Veranstalter werben mit langen Wartezeiten und haben sich allerlei ausgedacht, um den Eintritt zu erleichtern: Early-Bird ist schon bis in den August ausverkauft, VIP-Karten kosten 30 Euro. Am besten man geht morgens rechtzeitig hin, wie am letzten Freitag, kauft die Karte – aufgemacht wird um 10 Uhr – und man darf um 9 Uhr schon rein. In der Tat, die Ausstellung bietet eine einzigartige Zusammenstellung der Meisterwerke des 19. Jahrhunderts. Courbets Badende, Edouard Manets Im Boot (1874), die Zeichnende Junge Frau von Marie-Denise Villers (1801), Ingres „Odaliske in Grisaille“ oder Henri Rousseaus Le repas du lion sind hier zu bewundern.
… gibt es bei Klett in einem gerade erschienenem Arbeitsheft „Activités créatives et communicatives pour le cours de français“ mit dem Titel „Les tableaux, toi et moi“, das Ghislaine Rössler Vitiello verfaßt hat. Die Gemälde von Berthe Morisot, Au bal (875), Edgar Degas, L’absinthe (1876), Pierre-Auguste Renoir, Le déjeuner des canotiers (1882-1884) und Henri Rousseau, Le rêve (1910) liegen hier als Kunstfolien mit Kopiervorlagen bei.
> Activités créatives et communicatives pour le cours de français



































































Nicolas Bancel analysierte den Prozess, der in Frankreich in den letzen fünf Jahren die Diskussion um die Kolonialfrage wieder aufleben ließ: Ihm geht es um die Bestrebungen zur Errichtung öffentlicher „Orte der Erinnerung“ und um die Sozialisierung kolonialer Erinnerung. Es analysierte die Schwierigkeiten der Erforschung der kolonialen Vergangenheit und berichtete vom Widerstand, der sich in Frankreich derzeit gegen die Entwicklung postkolonialer Perspektiven regt.
Am 15. März 2007 war André Glucksmann zu Gast im Literaturhaus. Er las einen Text „Darfur, unser Spiegel“, in dem er im ersten Ansatz nach unserer Einstellung zum Genozid fragte: „Wir gewöhnen uns langsam daran.Langsam, unauffällig, sachte, ohne zu leiden, aber wir gewöhnen uns daran. Genozid?“ Dann erinnerte er an die Massker, denen 1994 drei Monate lang täglich 10.000 Tutsis zum Opfer fielen.
Die Bilder der halb verhungerter äthiopischer Kinder lösten Ende 1986 zunächst eine Spendenweille aus, dann aber als die politischen Gründe für dieses Elend bekannt wurden, versiegten, so Glucksmann, die finanziellen Hilfsquellen. Und dann erinnerte Glucksmann an Krieg in Tschetschenien. „Gleichgültigkeit ist laut Ionesco die Struktur der Nashörnergesellschaft. Doppelt gepanzert gegen die äußere Welt und gegen ihre innerer Welt, sind die Nashörner, die wir sind, – weder realistisch noch sentimental – sanftmütige, ja beinahe sympathische Wesen. Kein Tierschutzverein wird das Überleben einer so kurzsichtigen, und gelehrt stummen Art sischern können,“ fügte Glucksmann hinzu.
Er warnte die Jugend Europas vor Gleichgültigkeit und erinnerte mit Nachdruck an die Arbeit von > 







