Frankreich-Deutschland und der #Brexit (IV)
La déclaration commune de Merkel, Hollande et Renzi

28. Juni 2016 von H. Wittmann



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NEU auf unserem Blog : > Nachgefragt: Jacques Toubon, Défenseur des droits, parle des migrants et des réfugiés – 27. Juni 2016


Das Vereinigte Königreich: Partner oder Mitglied der EU?

Man muss die folgende Erklärung ganz genau lesen:

In einer gemeinsamen Erklärung haben Präsident Hollande, Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Renzi auf das Brexit-Referendum im Verinigten Königreich reagiert. Wiederum is es ganz erstaunlich wie das > Gazouillement auf Französisch ganz andere Aspekte zeigt als das > Twittern auf Deutsch – bes. 20.-28. Juni 2016.

> Frankreich-Deutschland und der #Brexit (III). Wir werden die > Déclaration conjointe du Président de la République française, de la Chancelière de la République fédérale d’Allemagne et du Président du Conseil de la République italienne le 27 juin 2016


Déclaration commune avec Mme Angela Merkel… von elysee

> Frankreich-Deutschland und der #Brexit (I)

> Frankreich-Deutschland und der #Brexit (II) – Twitter

> Frankreich-Deutschland und der #Brexit (III) – Jean-Marc Ayrault und Frank-Walter Steinmeier, Ein starkes Europa in einer unsicheren Welt

> Frankreich-Deutschland und der #Brexit (IV) – La déclaration commune de Merkel, Hollande et Renzi

> Enseigner l’allemand – Französisch unterrichten – 26. Mai 2016

“Le 23 juin 2016, la majorité du peuple britannique a exprimé le souhait de quitter l’Union européenne. La France, l’Allemagne et l’Italie respectent cette décision. Nous regrettons que le Royaume-Uni ne sera plus notre partenaire au sein de l’Union européenne.”

boris-johnson-churchill

Boris Johnson, > Der Churchill-Faktor Stuttgart: Klett-Cotta 2015.

Der Beginn dieser Erklärung stellt fest, dass das Vereinigte Königreich nicht mehr “unser Partner” in der EU sein werde. Das sind deutliche Worte. Ist man ein bisschen zzu vorschnell. Noch ist nichts entschieden. Der Artikel 50 ist von den Briten noch nicht aktiviert worden, der noch amtierende PM Cameron will ihn auch nicht aktivieren und die Brexit-Befürworter wie Boris Johnson haben schon ganz miese Presse. Vielleicht wollen Hollande, Merkel und Renzi nur mal ganz drastisch den Briten die Folgen ihrer Entscheidung vor Augen führen. Die könnten ja nach ihrer Mitgliedschaft Partner der EU bleiben, aber auch das ist vorbei: “Nous regrettons que le Royaume-Uni ne sera plus notre partenaire au sein de l’Union européenne.”

Hollande, Merkel und Renzi wissen aber auch, dass die EU sich ändern muss “l’Union européenne doit répondre aux préoccupations exprimées par les peuples en clarifiant ses objectifs et son fonctionnement. Elle devrait être plus forte sur les priorités essentielles, là où les Européens doivent unir leurs forces, et moins présente là où les États membres sont mieux placés pour agir. Elle doit rester placée sous le contrôle démocratique de ses citoyens et doit être plus intelligible. Elle doit agir plus rapidement, en particulier pour mettre en œuvre des programmes et des projets qui apportent des bénéfices directs aux citoyens.” Die EU muss allein schon in Europa selbst und in seinen Mitgliedsstaaten mehr Präsenz zeigen, sie muss bürgernäher werden. Und ähnlich wie im > Papier von Jean-Marc Ayrault und Frank-Walter Steinmeier werden hier in drei Kapiteln Vorschläge für für die EU gemacht, allerdings mit unterschiedlichen Akzenten: Verbesserung der innneren und äußeren Sicherheit, eine starke Wirtschaft und starker sozialer Zusammenhalt, auch wenn diese hier “Pour les pays qui ont l’euro en commun, de nouvelles étapes seront nécessaires, pour renforcer la croissance, la compétitivité, l’emploi et la convergence, y compris dans les domaines social et fiscal,” viel vager als im Papier der beiden Außenminister klingt. Und die Erklärung Hollande, Merkel und Renzi nennt als drittes Thema: Ambitiöse Programme für die Jugend in Europa: “l’Europe ne réussira que si elle donne espoir à ses jeunes. Nous devons renforcer les initiatives européennes pour la formation, l’entrepreneuriat et l’accès à l’emploi dans toute l’Europe, tels que l’Initiative pour l’emploi des jeunes ou le programme Erasmus pour les étudiants, les apprentis et les jeunes professionnels.” So richtig neu ist dieser letzte Absatz nicht. Das reicht nicht.

Vgl. unser Beitrag vom 26. Mai 2016 aus Verdun: “Machen wir Europa wieder für Jugendliche attraktiver! Ein Blick in die europäische Geschichte. So lange Frieden, das ist der Supererfolg von Europa, und das muss gerade > an diesem Wochende in Verdun als besondere Botschaft an die Jugend in Europa und in der Welt mehrmals, sehr laut und deutlich gesagt werden. Also wir brauchen ein neues europäisches Projekt. Ein echter deutsch-französischer Freiwilligendienst, – Austausch, Praktika, Sozialdienste, das andere Land kennenlernen – die Erfolgsmodelle > Service civique en France und den Freiwilligendienst OFAJ/DFJW > volontariat.ofaj.org/de/ vergrößern – um einen Service civique zu schaffen der den anderen Mitgliedsstaaten offensteht, ferait l’affaire.” Bitte weiterlesen : > Enseigner l’allemand – Französisch unterrichten

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