Archiv für August 2011

Merkel und Sarkozy wollen eine “neue europäische Wirtschaftsregierung” gründen

Mittwoch, 17. August 2011

Selbst ein Staatspräsident und eine Kanzlerin können nicht einfach mal die politische Struktur der EU umbauen und die bei der Einführung gescheiterte, übersehene, nicht gewollte und gekonnte Finanzunion in Form “einer europäischen Wirtschaftsregierung” (vgl.> Website der Bundesregierung) unter Vorsitz von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy einführen. Sie versuchen es aber doch und werden diese richtige Einsicht mit allem Nachdruck im EURO-Land verteidigen. Worauf soll Van Rompuy achten? Vorrangiges Ziel: Die EURO-Länder müssen die Schulden senken. Also haben der Präsident und die Kanzlerin die Idee, eine Schuldenbremse (frz. “la règle d’or budgétaire”) zur Unterstützung von Van Rompouy in den Verfassungen der EURO-Länder zu verankern. (Bitten Sie eine quirrlige Schulklasse auf Ihr Taschengeld zu achten, damit noch was fürs Weihnachtsfest übrigbleibt.) Die Schuldenbremse ist nur ein wohlgemeintes Medikament, aber doch ein Placebo, denn die Ursachen der Schuldenkrise sind nicht nur finanzieller Art, sie haben strukturelle, institutionelle Gründe, eben weil man bei der Einführung des EURO verbindliche Regeln mit Sanktionen einander nicht zumuten wollte. Welch ein Gerangel steht nun en Mitgliedsstaaten ins Haus. Wo soll die Obergrenze festgelegt werden? Ohne Gemeinschaftssanktionen wird das nicht gehen. (Vgl.: > Sarkozy et Merkel favorables à des sanctions contre les mauvais élèves de la zone euro _ LE MONDE 18 août 2011) Und die Finanzumsatzsteuer kann zur leeren Hülse werden, wenn sie nur von den EURO-Ländern akzeptiert wird. Das Geschäft machen dann andere. Kann das gutgehen?


Hier > Sarkozy et Merkel annoncent des propositions pour répondre à la crise de l’euro – LE MONDE – 17 août 2011 – stehen alle Ausdrücke, die man braucht, um dieses Ereignis in einem Kurzreferat – fünf Minuten zur Aktualität – zusammenzufassen.


Und die EURObonds? Präsident Sarkozy denkt an die Solidarität und Kanzlerin Merkel an die Verantwortung. Schon die kurze Presseschau von > LE MONDE laisse entendre, que le courant entre les deux ne passe pas tout à fait?

“Wie beim Eurogipfel vor vier Wochen angekündigt, legen Deutschland und Frankreich jetzt Vorschläge vor, wie sich die Wirtschaftspolitik der Euroländer besser koordinieren lässt.” > Website der Bundesregierung. Enger zusammenrücken, besser kooridinieren. das sind die allerbesten Absichten. Aber würde es nicht schon genügen, alle bisherigen Versprechungen dieser Art ohne Wenn und Aber umzusetzen? Oder ist diese Absicht auch hier nur eine Worthülse?

Haben die Märkte mehr erwartet? Nicht die Schuldenbremsunion sondern die Finanzunion muss endlich das Licht der Welt erblicken, denn hektisches Sparen, hier und da, ist immer ziellos, so oft ergebnislos und schädigt die Konjunktur.

Für eine Bewertung des gestrigen Gipfels in Paris ist es noch zu früh, in den kommenden Tagen, werden die > Medien ihre Analysen dieses Gipfels vorlegen.

Auf Deutsch und Französisch: > Conférence de presse franco-allemande (Paris, 16.08.2011)

> Deutschland und Frankreich für europäische Wirtschaftsregierung – Website der Bundesregierung:
“Neue Phase der Zusammenarbeit
‘Ziel ist es, das Vertrauen der Märkte durch Handeln zu gewinnen’, erklärte die Kanzlerin. Schritt für Schritt. Nachdem die Schuldenkrise eine jahrelange Vorgeschichte habe, lasse sie sich nicht in einem Zug lösen.”

Stefan Simons, Paris, > Krisentreffen von Merkel und Sarkozy. Große Worte, kleine Taten – SPIEGEL-ONLINE, 17.8.2011

> Sarkozy et Merkel annoncent des propositions pour répondre à la crise de l’euro – LE MONDE – 17 août 2011

> Les Bourses européennes ouvrent en baisse après les annonces franco-allemandes – LE MONDE, 17 août 2011

> Télézapping : “Le couple franco-allemand encore une fois condamné à s’aimer”

Les Français, les Allemands ?

Mittwoch, 17. August 2011

Cet article a été proposé par > Jerome Lecot sur sa page du Facebook. > Simplicité et efficacité, le credo allemand. L’auteur en est la correspondante du MONDE à Berlin, Cécile Boutelet. Il nous rappelle, ce qui différencie les Allemands des Français, ce qu’un Allemand ne devrait pas se permettre en France et vice-versa. Elle schématise ? Ne pas vouloir top s’engager en disant “on”, laisser ce qu’on dit un peu dans le vague. Être direct, ne pas vouloir dissimuler qc., être à l’heure, être un peu plus poli que normalement…y-t-il des spécifités allemandes ou françaises ? Qui permettent de dire les Allemands ? Les Français ?

La France et la crise: Faire des économies… ne suffit pas.
Le franco-allemand doit faire en bond en avant.

Freitag, 12. August 2011

Wenn ich an meine Steuererklärung denke… und in Frankreich gibt es laut diesem hier zitierten Artikel in der WELT “504 Steuerbefreiungen und -nachlässe”. 20 Milliarden EUROS werden so dem Staatssäckel in Frankreich entzogen. Steuerschlupflöcher schließen und gleichzeitig die Wahl 2012 gewinnen wollen? Nicolas Sarkozy ist in einer schwierigen Lage. Aber er ist nicht allein. Kein Staat der EU kann heute wirtschaftliche Probleme noch alleine in den Griff kriegen.

Rappel: ParisBerlin: Esquisse d’une cartographie du franco-allemand ***

> Frankreichs Krise ist tiefer als der Börsen-Tumult – DIE WELT – 12.8.2011

> Crise : les Français font plus confiance à Merkel qu’à Sarkozy – LE MONDE – 11.8.2011

> Coup de frein sur la croissance – LE MONDE, 12.8.2011

> Nicolas Sarkozy confronté à l’impatience des marchés – LE MONDE, 11.8.2011

Es ist nicht einfach, die Gründe für die Finanzkrise in Europa mit wenigen Beiträgen hier angemessen zu analysieren. Aber bei einer heftigen Diskussion mit einem Kollegen habe ich gestern entdeckt, dass man unbedingt die Vorteile des Euros gegenüber der Perspektive des EURO verbunden mit einer Rückkehr zu schwankenden Wechselkursen verteidigen muss. Gleichzeitig, wird nächste Woche wieder einmal klar werden, wie bedeutsam die Interpretation der Ergebnisse des Treffens zwischen Merkel und Sarkozy sein wird. Dann kann man die Beiträge in den französischen und die deutschen Medien miteinander vergleichen. – Meine Schüler würden einige der in diesen Blogbeiträgen genannten Artikel lesen. Und von Zeit zu Zeit am Anfang einer Doppel-Stunde 5-10 in Kurzform ein Thema aus den Nachrichten referieren. Oder schriftlich für zusammenfassen. Oui, diese Themen sind nicht einfach, aber mit ein bisschen Neugier kann man verstehen, wieso deren Lösungsperspektiven nicht nur wirtschaftlicher sodern so sehr politischer Natur sind. Und wieso die deutsch-französische Kooperation auf diesem Gebiet so wichtig ist. Dabei fällt mir wieder einer der letzten Beiträge auf diesem Blog ein: > Devenez des acteurs du dialogue franco-allemand avec l’Office franco-allemand pour la jeunesse.

Mit dem EURO haben wir eine gemeinsame Währung eingeführt, bevor eine Finanzunion beschlossen wurde. Man hat gerade soviel Gemeinsamkeiten in Form von Kompromissen beschlossen, dass der EURO möglich wurde, aber man ist vor Souvernänitätsübertragungen zurückgezuckt. Jetzt muss dringendst repariert werden. Nochmal: Le couple franco-allemand doit se mettre au travail. So wie damals Valéry Giscard d’Estaing und Helmut Schmidt, die Währungsschlange mit festen Wechselkursen erfunden haben, so muss heute ein neuer europäischer Mechanismus für die Garantie der Geldmenge gefunden werden.

Meisterschaft im Pflügen: “Les terres à l’envers” vom 16. bis 18. September im Elsass

Freitag, 12. August 2011

[Nach einer Meldung von France-guide.com] (cei) Kräftig durchgemischt wird die Erde, wenn über 60 junge Bauern aus ganz Europa in Straßburg-Oberhausenberg um die Wette pflügen. Hier findet vom 16. bis 18. September das französische und europäische Finale der Pflug-Meisterschaften 2011 statt. Was die Teilnehmer brauchen sind Präzision, Konzentration, Technik und Härte. Bewertet wird am Ende die Qualität der Furchen: diese müssen regelmäßig, gut gepflügt und auf der ganzen Linie sichtbar sein. Bei dem Wettbewerb stehen aber nicht nur die Felder Kopf wie der Titel der Veranstaltung “Les terres à l’envers” es verspricht, die Meisterschaft ist vor allem auch Anlass für ein großes Event mit Volksfestcharakter, das mit gängigen Vorurteilen über die Landwirtschaft aufräumen und ein breites Publikum für die Welt der Agrarindustrie begeistern will.

Die Gewerkschaft der jungen Bauern des Departements Unterelsass (Syndicat des Jeunes Agriculteurs du Bas-Rhin) will das Elsass drei Tage lang das bisher größte Schaufenster der landwirtschaftlichen Welt zu schaffen. 30.000 Tickets sind schon verkauft. Zwischen 50.000 und 100.000 Personen werden an drei Tagen angelockt. Auf mehr als 100 Hektar, nur einige Kilometer vom Straßburger Zentrum entfernt, wird für Besucher eine faszinierende Welt inszeniert, die an die fabelhaften Universen aus Filmen von Tim Burton erinnert.

www.lesterresalenvers.com
> www.franceguide.com/elsass

La situation économique et financière de la France

Mittwoch, 10. August 2011

La nouvelle baisse des bourses en Europe est-elle dû a des spéculations ou seulement à des craintes justifiées?


Actualité et explications :

> Europa sagt den Spekulanten den Kampf an – DIE WELT, 12 août 2011
> >Alles Wichtige über Leeverkäufe – FAZ, 12 août 2011


Le président de la République a insisté, aujourd’hui, sur ses engagements de réduction du déficit des comptes publics. Les propositions à ce sujet seront discuté le 17 août au cours d’une rencontre entre le président de la République et le Premier ministre. Les mesures définitives seront adoptées le 24 août lors d’une réunion du président de la République avec le Premier ministre et les ministres concernés, selon un communiqué du Palais de L’Elysée publié aujourd’hui.

Cependant, la nervosité et les craintes se sont installés en Europe. En effet, nous attendons des décisions fortes qui font preuve de la détermination des gouvernements. Il s’agit d’assurer les marchés et de retirer les raisons pour la spéculation. J’avoue, il n’est pas facile de saisir en un petit billet toutes les raisons de la crise actuelle. L’endettement des quelques Etats y est, sans doute, pour quelque chose ou même pour beaucoup, mais il paraît qu’il y ait aussi des acteurs qui craignent moins et qui espèrent un gain dans la crise. De toute façon, il est n’est point aisé de trouver de bonnes explications pour la crise dont on pourrait déduire une sortie éventuelle. Et le > franco-allemand? N’est-ce pas l’heure d’une rapide entente beaucoup plus affichée ? En vue d’une union financière de l’Europe qui mérite son nom ?

Compte rendu de la réunion sur la situation économique et financière de la France – Palais de l’Elysée, le 10 août 2011

P.S. L’annonce d’une rencontre entre Mme Merkel et M. Sarkozy aprés le 15 août a calmé les bourses.

Devenez des acteurs du dialogue franco-allemand avec l’Office franco-allemand pour la jeunesse

Mittwoch, 10. August 2011

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