Archiv für Februar 2016

Am Montag reisen die beiden Außenminister Jean-Marc Ayrault und Frank-Walter Steinmeier nach Kiev

Dienstag, 23. Februar 2016

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Jean-Marc Ayrault: “redonner à l’Union européenne toute son ambition”

Dienstag, 23. Februar 2016

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Haben Sie schon ein neues Lehrwerk?

Freitag, 19. Februar 2016

Auf der Didacta in Köln sprechen meine Kollegen vom Ernst Klett Verlag noch bis zum 20.2. mit Französischlehrerinnen und -lehrern über Unterrichtserfahrungen mit Découvertes, auch über anstehende Lehrbuchwechsel. Manchmal hat eine Lehrerin noch ein ziemlich altes Lehrbuch, so Natalie Licard, die ihr Buch mitgebracht hatte:

> www.klett.de/decouvertes

100 Jahre Verdun, Geschichte und Mythos einer deutsch-französischen Schlacht

Freitag, 19. Februar 2016

Dienstag, 1. März, 19.00 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

Die Schlacht von Verdun gilt mit mehr als 700.000 “Verlusten” als eine der fürchterlichsten des Ersten Weltkriegs. Wie kam es 1916 zu dieser Schlacht? War wirklich von deutscher Seite geplant, hier den Franzosen das „Blut abzuzapfen“, wie heute noch oft behauptet wird? Und wo liegen ihre Besonderheiten gegenüber den anderen Großschlachten des Weltkriegs – aber auch in der Erinnerung und dem Gedenken der beiden Nationen?

Der deutsche Historiker Gerd Krumeich und sein französischer Kollege Antoine Prost haben ein gemeinsames Buch zu der Schlacht geschrieben, die zum Symbol für die Ergebnislosigkeit des Stellungskriegs geworden ist. 100 Jahre nach Beginn des deutschen Angriffs nehmen sie die Planung der Schlacht, die Schlachterfahrung von Deutschen und Franzosen und die großen Unterschiede im Gedenken in den Blick.

Referenten: Prof. Dr. Gerd Krumeich, Historiker mit den Forschungsschwerpunkten Erster Weltkrieg sowie die Geschichte Frankreichs und die Militärgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, und Prof. em. Antoine Prost, französischer Historiker aus Orléans, ehemals Professor an der Université d’Orléans und Paris-I und ehemaliger Leiter des heutigen Centre d’histoire sociale du XXe siècle.

Der Eintritt ist frei
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch statt

Veranstalter: Institut français Stuttgart in Zusammenarbeit mit der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart.

> www.memorial-verdun.fr/agenda/tous-les-evenements

Auf unserem Blog:

> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie

> Der Erste Weltkrieg und die Erinnerungskultur. Ein Interview mit Nicolas Offenstadt: „Der Historiker muss sich das Staunen bewahren können…“

Didacta in Köln – 16.-20. Februar in Köln

Sonntag, 14. Februar 2016

didacta-französisch-klett-2016 <<<<< Zum Download: > Die Veranstaltungen für Französisch auf dem Stand des Ernst Klett Verlags Halle 7, Stand C-011

Für alle Fächer: > Klett Veranstaltungen am Messestand – das Klett Klassenzimmer auf der didacta 2016

Messezeit. Stativ einpacken, Akkus laden, Speicherplättchen zählen, Besuch der > Veranstaltungen planen.

> www.france-blog.info freut sich auf viele interessante Begegnungen.

Albert Camus, L’étranger

Sonntag, 14. Februar 2016

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Niklas Maak berichtet heute am 14.2.2016 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unter dem Titel Der Gegendarsteller über den Roman Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung von Kamel Daoud, der am 18.2.2016 bei Kiepenheuer & Witsch auf Deutsch erscheint.


> Literaturhaus Stuttgart Freitag 11.03.16 20.00 Uhr
> Albert Camus | Der Fall Meursault. Eine Gegendarstellung
Fällt aus
Kamel Daoud – Lesung und Gespräch – Moderation: Stefan Buchen
Dolmetscherin: Isabel Lienenkämper


Sehr oft, wenn Camus Roman L’étranger (1942) resümiert wird, könnte man glauben, es gebe noch einen Roman L’étranger, weil die erzählten Inhalte sich so ganz anders präsentieren als bei der Lektüre des Original-Romans.

camus-l-etranger-4 > Gelesen: Jacques Ferrandez,
L’Étranger d’après l’œuvre d’Albert Camus
>>>>>

“Ein Mann geht an einem Strand, es ist heiß, und die Sonne blendet, und der Schweiß läuft ihm in die Augen…” Und dann erzählt Maak, was bekannt ist und immer wieder berichtet wird. Der Araber zückt das Messer, “und die Sonne blendet, und es ist sehr heiß, und Meursault sieht kaum etwas und zieht den Revolver und tötet den Araber mit einem Schuss.” Dann schießt er noch mehrmals. Das klang wie Schläge an die Tür des Unheils, fügte Camus hinzu. Kein Wort bei Maak davon, dass er seinem Freund vorher den Revolver abgenommen hat, damit er keine Dummheiten damit begehe. Und war es Notwehr, hatte Meursault Angst, dass der Araber sofort das Messer auf ihn werfen würde?

camus-l-etranger-2Meursault, der Held, “der sich – nach Maak – existentiell fremd in der Welt fühlt”? Das steht nur in den Schulinterpretationen zu diesem Rman, das steht nirgends im Roman. Und wenn, dann sind es alle, “existentiell fremd in dieser Welt” liest man in Le mythe de Sisyphe. Man stellt Fragen an die Welt, und die Welt schweigt vernunftswidrig, schreibt Camus. Ohne Zweifel, darf man sich fragen, warum es gerade ein Araber war, den Meursault am Strand erschossen hat? Damit beschäftigt sich u. a. das Buch von Kamel Daoud.

Der Fremde sei “die Geschichte des Franzosen Meursault,” so Maak, “der nach dem Tod seiner Mutter gleichgültig und teilnahmslos durch das Algier der Kolonialzeit treibt…” Ob Maak den Original-Roman von 1942 gelesen hat? Wo steht dort, das Meursault “teilnahmslos” gewesen sei? Das steht nur in den Interpretationen, die über eine vermeintliche Gefühlskälte Meursaults berichten, die der Staatsanwalt ihm ankreidet: Der Milchkaffee am Sarg der Mutter, die Liaison mit Marie, de Filmbesuch, wo Fernandel spielt, sein Desinteresse an dem, was ihn herum passiert… Wie aufmerksam, Meursault die Geschworenen im Gericht beobachtet. Im zweiten Teil des Romans berichten alle Personen, mit denen er im ersten Teil zusammentraf, über seine angeblichen Verfehlungen, die mit dem Mord nichts zu tun haben. Liest man den Roman von 1942, kann man die vielen Einzelheiten zur Kenntnis nehmen, mit denen Meursault, der Ich-Erzähler, seine Umgebung beobachtet. Und wie Menschen über andere reden, camus-l-etranger-1 – nur der Hausmeister aus dem Altersheim wirft auf die Frage nach dem Milchkaffe ein, er habe ihn Meursault angeboten. Alle anderen folgen dem Staatsanwalt, spielen sein Spiel leichtfertig mit; das ist ein Thema des Buches, das mit der Tatsache, dass das Mordopfer Araber war, gar nichts zu tun hat

Aber Maak sagt noch mehr: “Camus … hatte es pünktlich zu seinem einhundersten Geburtstag geschafft, im Vergleich zu Sartre als der letztlich bedeutendere Autor zu gelten: Dem dogmatischen Stalin-Verteidiger Sartre stand fortan als leuchtende Figur der antiautoritäre Humanist Camus gegenüber.” Maak kennt nicht Sartres Fundamentalkritik am Marxismus stalinistischer Prägung, der den Menschen wie in einem Schwefelbad auflöse. (Cf. Sartre, Critique de la raison dialectique, Paris 1960, S. 45, H. Wittmann, Sartre und die Kunst, Tübingen 1996, S. 79) Sartres Hauptwerk L’être et le néant (1943) ist das wichtigste Buch, das im 20. Jahrhundert
wittmann-camus über die menschliche Freiheit verfasst wurde. Die Gegenüberstellung von Sartre und Camus bei Maak wird auch die Analyse der Stellung von Kunst und Freiheit in ihren beiden Werken deutlich widersprochen: H. Wittmann, Aesthetics in Sartre and Camus. The Challenge of Freedom. Translated by Catherine Atkinson, Reihe Dialoghi/dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs. Edited by Dirk Hoeges, vol. 13, Verlag Peter Lang, Frankfurt, Berlin, Bern u.a., 2009.

Auf unserem Blog:

> Albert Camus: Von L’étranger bis La chute

> L’étranger: Lire un roman

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