Die Rentenreform in Frankreich

Ergänzung:

Le débat à l’Assemblée Nationale :

> Portail vidéo de l’Assemblée nationale

17 février 202 : > 1ère séance : Système universel de retraite (projets de loi ordinaire et organique)

17 février 2020 : > 2ème séance : Système universel de retraite (projets de loi ordinaire et organique) (suite)

Ergänzung:

Heute, am 17. Februar 2020, beginnt die Debatte über die Rentenreform in der Nationalversammlung:

> Réforme des retraites : « Ce n’est pas la première ni la dernière fois qu’un gouvernement veut aller vite »

Ergänzung:
Dosser législatif : > Système universel de retraite – Projet de loi – Website der Assemblée nationale

> hwww.reforme-retraite.gouv.fr – site du gouvernement

https://twitter.com/Ch_Schubert/status/1220822249500037120

Ergänzung:

Heute hat der Ministerrat die Rentenreform verabschiedet:

Compte rendu du Conseil des ministres du 24 janvier 2020 > Système universel de retraite


Nebenwirkung:

Der Fahradverkehr in Paris hat während dieser vielen Streiktagen um 40 % zugenommen.

> Mit dem Fahrrad durch den Streik – ZDF 13.2.2020

> Pistes cyclables et balades à vélo autour de Paris

Le plan des pistes cyclables à Paris: der Plan > Zum Herunterladen und der Streckenrechner für Frankreich: Wieviel % auf Radwegen?

Aktuelles:

Nacch den Gesprächen mit den Gewerkschaften signalisiert die Regierung ein Entgegenkommen:

https://twitter.com/EPhilippePM/status/1216065772503482368


> Conseil d’orientation des retraites

> www.reforme-retraite.gouv.fr

> participez.reforme-retraite.gouv.fr

Aktuell:

Nachtrag:

À lire > Retraites Articles du journal Les Échos

> Réforme des retraites. Version Macron Ce qu’il faut savoir – Les Échos – 6 janvier 2020

Nachtrag: 12 Tage wird nun schon in Frankreich gestreikt und heute, am 16.11. hat der Hochkommissars für die Rentenreform in Frankreich Jean-Paul Delevoye wegen seiner Nebentätigkeiten, die er nicht angegeben hatte, sein Amt niedergelegt. ALs Nachfolger hat Präsident Macron den Abgeordneten Laurent Pietraszewski (LRM) ernannnt.

> Le député Laurent Pietraszewski nommé secrétaire d’Etat chargé des retraites pour remplacer Jean-Paul Delevoye – LE MONDE – 18.12.2019

> « Ça hurle et ça klaxonne. Les gens deviennent des bêtes ! » : plongée dans le chaos urbain d’un Paris éprouvé par la grève – LE MONDE 16.12.2019

> Grève : à Paris, la ruée sur les pistes cyclables et les limites des vélos et trottinettes en libre-service – LE MODNE 13.12.2019

Die Gewerkschaften, allen voran die CGT, fordern die Zurücknahme der Reform. Heute will Premierminister Philippe mit den Gewerkschaften sprechen. Ferner drohen die Gewerkschaften damit, die Streiks über die Feiertage auszudehnen.

https://twitter.com/OlivierBabeau/status/1206976953640730625

Aktuell:

EN DIRECT 11.12. 2019 14 h: | Système universel de #retraite: > @EPhilippePM présente le projet du Gouvernement.

> Système universel de retraite : ce qu’il faut retenir de la déclaration du Premier ministre – Site du Gouvernement français

à suivre


Claire Demesmay, Julie Hamann
> Rentenreform in Frankreich
Proteste bedrohen Macrons Image als Reformer
DGAP Policy Brief – Nr. 6 Dezember 2019

Was ist da los in Frankreich? Ratlosigkeit? Tatendrang? Aufbruch? Liest man den > Aufruf der 180 Intellektuellen ist man auch nicht klüger. Warum nennen sie das Thema des Streiks nicht? Die Reform der Renten kommt in ihrem Aufruf nicht vor. Hat man sich auf eine Kritik an dem Reformvorhaben der Regierung, das am heutigen Mittwoch, 11.12.2019, von Premierminister Edouard Philippe überhaupt erst einmal vorgestellt wird, nicht einigen können. 42 Sondersysteme! Den Rentner in Frankreich geht es vergleichsweise gut oder ein wenig besser als bei uns. Aber die Frühverrentung und die höheren Renten sind in Gefahr, einmal durch die Probleme der Demographie – da helfen Demos ziemlich wenig – und und andererseits, weil die Regierung aus guten Gründen – Stichwort soziale gerechtigkeit – die Privilegien eindämmen will.

Wie lange wird die Streikbewegung dauern? Bis die Regierung aufgibt und wie 1995 das Reformvorhaben abbläst? Oder so lange, wie die Demonstranten auf den überzogenen Privilegien beharren? Bis dahin gilt der zitierte Aufruf „Les luttes plurielles qui structurent une large partie de la société française sont une possibilité de départ vers la construction et la mise en œuvre de nouveaux paradigmes : le pouvoir vivre plutôt que le pouvoir d’achat ; la mondialité plutôt que la mondialisation ; la justice sociale plutôt que la loi du plus fort ; l’émancipation individuelle et collective plutôt que la réussite individuelle.“ „Die vielfachen Kämpfe die einen großen Teil der französischen Gesellschaft strukturieren (von ihr getragen werden) sind eine Gelegenheit zu einem Aufbruch hin zu einem Aufbau und der Realisierung neuer Paradigmen: Die Macht zu leben statt der Kaufkraft, die Mondialität statt der Mondialisierung: soziale Gerechtigkeit statt des Gesetzes des Stärkeren; die individuelle und kollektive Emanzipation statt des individuellen Erfolgs.“
„C’est pourquoi nous appelons toutes et tous à s’associer à ces mouvements jaune, rouge, vert, noir ou arc-en-ciel, et à la réflexion sur l’avenir de notre société qu’ils engagent. Et, que le jeudi 5 décembre et les jours qui suivront, la colère légitime mais surtout l’espoir retrouvé chantent dans les rues de France, car notre avenir est à la portée de nos intelligences collectives.“ -„Deshalb rufen wir alle auf, sich den Gelben, Roten, Grünen, Schwarzen (o je, d. Red.) und de Regenbogenfarben und dem Nachdenken über unserer Gesellschaft, das sie beginnen, anzuschließen Und dass der Donnerstag 5. Dezember und die folgenden Tage, die legitime Wut aber auch die wiedergefundene Hoffnung auf den Straßen Frankreichs singen, weil unsere Zukunft in Reichweite der kollektiven Intelligenzen ist.“

Unsere Redaktion hätte hier in dem Text sicher einige Änderungen vorgeschlagen, er klingt nach einen Anschlag auf den Mauern des Mai 68 und nach einer Utopie, obwohl doch die soziale Gerechtigkeit auch eine Forderung ist, die die Regierung zur Rentenreform inspiriert. Ansonsten ist der Aufruf ein Rundumschlag ohne konkrete Zielrichtung und es ist nicht sicher, dass die Kollektive Intelligenz dafür eine Veranwortung auf sich nehmen kann.

https://twitter.com/FredericSays/status/1202504971218014209

> Haut-Commissaire aux Retraites – Twitter-Account

Der > Haut-Commissaire aux Retraites ruft zur Meinungsäußerung zu dem Gesetzesvorhaben auf > participez.reforme-retraite.gouv.fr und erinnert an die Eckpunkte der Reform:

https://twitter.com/retraite_gouv/status/1202161658388504576

Präsident Macron hat sich ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen: die 42 Sonderregime der Renten stoßen an ihre Grenzen. Jetzt soll ein einheitliches System geschaffen werden. Dabei werden naturgemäß Privilegien wie Sehrfrühverrentung abgeschafft. Noch steckt das neue Rentengesetz in der Diskussionsphase, einige Eckpunkte sind bekannt geworden: so will Macron ein Punktesystem einführen, das allen gleiche Bedingungen gewährt. Das heutige System ist an Beitragsjahren orientiert und schafft Rentenansprüche erst aber bestimmten Schwellen. Werden mit der Reform auch Altlasten in ihren Auswirkungen abgemindert? > Louis Giscard d’Estaing,

Mouvement social du mardi 10 décembre 2019
Le ministère de l’Éducation nationale et de la Jeunesse communique les taux de participation au mouvement de grève de ce jour pour la totalité des académies* :
moyenne générale pondérée 13,67 %
moyenne enseignants pondérée 16,01 %
moyenne pondérée enseignants 1er degré 12,41 %
moyenne pondérée enseignants 2d degré 19,41 %
* France métropolitaine (hors Besançon, Caen et Clermont-Ferrand) + La Réunion
Mouvement social du jeudi 9 janvier 2020
———
Mouvement social du jeudi 9 janvier 2020
moyenne générale pondérée 15,09 %
moyenne enseignants pondérée 17.62 %
moyenne pondérée enseignants 1er degré 18.81 %
moyenne pondérée enseignants 2d degré 16.49 %* France métropolitaine + La Réunion

der Bürgermeister von Chamalières, erinnerte an die Reduzierung des Renteneintrittsalter von 65 uf 6o Jahre unter François Mitterrand und die Einführung der 35 h Woche unter Lionel Jospin. Ohne diese beiden Reformen bräuchte man heute kein Reform, fügt Giscard d’Estaing hinzu.Zudem werden die Unterschiede zwischen Renten im öffentlichen Dienst und im Privatsektor abgeschafft. Das schafft Unmut, weil die Staatsbediensteten ihre Rentenansprüche aus den Gehältern der letzten sechs Monate ableiten, während in der Privatwirtschaft dafür die letzten 25 Jahre berücksichtigt werden: also befürchten die Staatsbediensteten Abschläge, eine Reduzierung ihrer Privilegien. Die Aufspaltung in Berufskassen soll ebenfalls abgeschafft werden und ein einheitlicher Rententop bereitgestellt werden.

Das Gesetz ist noch nicht geschrieben
, aber schon gehen die Kritiker auf die Straße, um den Präsidenten und die Regierung zu zwingen, die Reform zu verwässern. Die Regierung befürchtet, dass es vor allem in Paris unter dem Einfluss des scharzen Blocks un der Gelbwesten zu Gewaltexzessen kommen könnte. Nun stellt sich die Frage, ob die Regierung stark genug ist, um dagegen zuhalten und die Reform durchzuziehen.

Wir sammeln hier einige Tweets > #retraites oder > #ReformeRetraites oder zum Vergleich > Grundrente.

https://twitter.com/dgapev/status/1202180410580578304

https://twitter.com/sciencespo/status/1202216234248527872

Nicht alle Gewerkschaften haben zum Streik aufgerufen:
https://twitter.com/CFDT/status/1202223741356384256

180 Intellektuelle haben einen Appell der Zeitschrift Regards unterzeichnet: > Plus de 180 intellectuels lancent un appel en soutien à ceux qui luttent. Das Worten Rente kommt in diesem Aufruf gar nicht vor, stattdessen wird eine „écologie populaire“ gefordert „L’écologie populaire se dote d’une colonne vertébrale idéologique et pragmatique ; les mouvements sociaux embrassent l’ensemble de la société. Aussi, nous devons le réaffirmer aujourd’hui : malgré l’intimidation constante et l’extrême répression devenue système, la démocratie ne doit plus avoir peur du peuple.“ Der erste Satz des Aufrufs drückt eine Fundamentalopposition aus : „Face aux offensives d’un gouvernement néolibéral et autoritaire, … “

https://twitter.com/pjacquemain/status/1202232366976122880

> Grèves du 5 décembre : plus de 180 intellectuels et artistes soutiennent « celles et ceux qui luttent » – LE MONDE 5.12.2019

Die Neujahrsansprachen von Staatspräsident Emmanuel Macron und von Bundeskanzlerin Angela Merkel

Am 31.12.2019 hat sich Staatspräsident Emmanuel Macron mit der traditionellen Neujahrsansprache den Franzosen seine guten Wünsche übermittelt. Er beharrt auf seinem Wahlversprechen und kündigt an, dass die Rentenreform als Gesetzentwurf im Januar den Ministerrat passieren soll. Außerdem ruft er die Franzosen auf, die Einheit der Nation zu wahren und erinnert an sein persönliches umfassendes Engagement für Frankreich: Es muss ihn freuen, dass der wirtschaftliche Aufschwung in Frankreich sich stabilisiert, das zeigt sich an der wachsenden Anzahl neuer Jobs: „Plus de 500 000 emplois ont été créés depuis mai 2017 et bénéficient souvent à des personnes éloignées du monde du travail depuis longtemps ; des créations d’entreprises toujours plus nombreuses ; des investissements internationaux dans notre économie supérieurs à ceux qu’enregistrent nos voisins ; des usines qui rouvrent et permettent à des territoires en difficulté de renouer avec l’espoir : la France n’avait pas connu un tel élan depuis des années.“

> Les vœux du Président de la République aux Français pour l’année 2020 – Site du Palais de l’Élysée

Zum Vergleich:


> Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Jahreswechsel 2018/2019 am Montag, 31. Dezember 2018, in Berlin

Discours à la Sorbonne: 3ème point d’étape de l’initiative pour l’Europe

Auf der Website des Élysée-Palastes steht ein Bericht > 3ème point d’étape de l’initiative pour l’Europe zum Stand der Vorschläge,
die Staatspräsident Macron anlässlich seiner Rede über Euuropa in der Sorbonne vorgestellt hat, mit denen Europa reformiert werden soll:

Auf unserem Blog:

> Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique. – 26. September 2017

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 6. März 2019

> Macron und Europa

Prag: Außenminister Jean-Yves Le Drian spricht über die Souveränität, Sicherheit und Digitalisierung in Europa

french german 

https://twitter.com/francediplo_de/status/1202946178473713664

Les questions:

1. Pourqoui le ministre Le Drian rapelle-t-il l’observatoire de l’enseignement de l’histoire de l’Europe?

2. Il souhaite que nous construisons „une mémoire europeenne partagée, en suivant deux principes“.

3. Qu’est-ce qu’il comprend par „la polyphonie des mémoires nationales“?

4. Quels sont les héritages légués par 1989 ?

5. Pourquoi, le minstre rapplel-t-il la crise des réfugiés de 2015 ?

6. Le projet d’europe a, selon le ministre, une dimension humaniste. Décrivez-le.

7. Quel sens a le „lien transatlantique“ ?

8. Comment peut-on bâtir une souveraineté européenne ? Il nomme quatre chantiers. Lesquels ?

>PONS Texte schreiben Französisch
ISBN 978-3-12-562558-7
Formulierungen und Wörter für gute Texte: Aufsatz, Textanalyse, Präsentation, Bewerbung

Diese Rede ist bemerkenswert und eine willkommen Grundlage für Schüleraufgaben: Es geht um das Verständnis und die Interpretation von 1989, um die damit verbundene Erinnerungskultur in Europa und um die Frage, wie Europa seine SoOuveränität erreichen kann:

> Redebeitrag von Jean-Yves Le Drian, Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, beim Kolloquium „Beyond 1989: Hopes and Disillusions after Revolutions” – Prag, Freitag, den 6. Dezember 2019 – Website der Französischen Botschaft in Berlin

> Intervention de M. Jean-Yves Le Drian, ministre de l’Europe et des affaires étrangères, au colloque « Au-delà de 1989 : Espoirs et désillusions après les révolutions » – Prague, 6 décembre 2019 – Website der Französischen Botschaft in Berlin

Dazu auf unserem Blog:

> Frankreich schlägt eine Beobachtungsstelle für den Geschichtsunterricht in Europa vor – 13. November 2019

> Bibliographie: Erinnerungskultur

> Macron: Ein Appell zugunsten Europas

> Macron und Europa

> Zukunft der EU

> La souveraineté de l’Europe

> Pierre-Yves Le Borgn‘ : Europa?

> Ein vereintes Europa – Une Europe unie – auf dem Weg zu einer Konföderation

 

 

https://twitter.com/JY_LeDrian/status/1202956465465634817

Dazu auf diesem Blog:

Macron: Ein Appell zugunsten Europas | Macron und Europa | Zukunft der EU | La souveraineté de l’Europe | Pierre-Yves Le Borgn‘ : Europa? | Macron, Trump und die NATO | Bundeskanzlerin Merkel, Staatspräsident Macron und die NATO | Emmanuel Macron: Die Nato und Europa | Communiqué du Palais de l’Élysée –Le Rapport VEDRINE – 14. November 2012 |

Macron, Trump und die NATO

Nach dem NATO-Gipfel:

https://twitter.com/MichaelaWiegel/status/1202477611693363206


Es ist nicht unbedingt üblich, dass es den Medien gelingt, Diskussionen zwischen Staatschefs so aktuell und unmittelbar einzufangen. Anlässlich des Nato-Gipfels in London haben sich US-Präsident Trump und Staatspräsident Macron bei einer Pressekonferenz einen Schlagabtausch geliefert. Trump kritisierte die Äußerung Macrons, mit der dieser dei NATO als „hirntod“ bezeichnet hatte.  In einem Blogbeitrag > Bundeskanzlerin Merkel, Staatspräsident Macron und die NATO – 25. November 2019 hatte unsere Redaktion Schülern vorgeschlagen, nachzulesen, was Präsident Macron in dem Interview mit The Economist – Frz. Fassung bei Challenges – beide Zeitung behalten den Text ihren Abonnenten vor – wirklich gesagt hatte: „J’ajoute que nous devrons à un moment faire le bilan de l’OTAN.“ Macron fordert ein stärkeres Engagement Europas.

Claudia Major
> Die Rolle der Nato für Europas Verteidigung
Stand und Optionen zur Weiterentwicklung aus deutscher Perspektive
SWP-Studie 2019/S 25, November 2019, 42 Seiten

Klaus Wittmann, Die Nato braucht eine neue Strategie – Der Tagesspiegel, 14.2.2020

Ce qu’on est en train de vivre, c’est pour moi la mort cérébrale de l’OTAN. Il faut être lucide. – “ La mort cérébrale de l’OTAN ? “ – Regardons les choses en face. Vous avez des partenaires qui sont ensemble dans une même région du globe, et vous n’avez aucune coordination de la décision stratégique des Etats-Unis d’Amérique avec les partenaires de l’OTAN. Il n’y en a pas. Nous assistons à une agression menée par un autre partenaire de l’OTAN qui est la Turquie, dans une zone où nos intérêts sont en jeu, sans coordination. Il n’y a pas eu de planification ni de coordination par l’OTAN. Il n’y a même pas eu de déconfliction par l’OTAN.“ Wenn bei uns in den Medien gesagt wird, auf dem NATO-Gipfel in London werde über Macrons Wort vom „Hirntod“ der NATO und dann über den Einmarsch der Türkei in Nordsyrien gesprochen werden, wird damit der Wortlaut der Antwort von Macron nicht berücksichtigt. In seiner Antwort, wieso er vom „Hirntod“ der NATO spreche, wies der Präsident auf die Aggression der Türkei gegenüber Syrien hin. An anderen Stellen im Interview sagte er dass die „Interopérabilité“ funktioniere.

https://twitter.com/ZDFheute/status/1201912900622917632

https://twitter.com/nytimes/status/1201954295865847808

https://twitter.com/StefanLeifert/status/1201796386829881345

Macron und Trump: > Disput vor laufenden Kameras DER SPIEGEL, 3.12.2019

> Emmanuel Macron: Die Nato und Europa –  10. November 2019 von H. Wittmann

dazu auch auf unserem Blog: > Bundeskanzlerin Merkel, Staatspräsident Macron und die NATO – 25. November 2019

Pressekonferenz am Ende des NATO-Gipfels – 4.12.2019 – Macron rechtfertigt seine hier iben zitiert Stellungnahme in Sachen NATO:

https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1202236344124104704

Aujourd’hui: La France rend hommage aux treize soldats morts au Mali

Vor einer Woche wurde der Tod der 13 Soldaten, die bei zwei Hubschrauberabstürzen in Mali ums Leben kamen, gemeldet, Heute fand eine Trauerfeier für die 13 in Mali verunglückten Soldaten in Paris statt, mit der Frankreich die toten Soldaten geehrt hat: Präsident Macron hat nicht ausdrücklich Unterstützung eingefordert, aber er hat dennoch in einem Satz daran erinnert, dass der Tod der französischen Soldaten uns alle betrifft: „Ils étaient morts, en opération, pour la France. Pour la protection des peuples du Sahel, pour la sécurité de leurs compatriotes et pour la liberté du monde.“ „Sie sind im Einsatz für Frankreich gestorben. Für den Schutz der Völker in der Sahel Zone, für die Sicherheit ihrer Landsleute und für die Freiheit in der Welt.“

Man kann auf Twitter einen Eindruck von der großen Trauer bekommen, die der Tod der 13 Soldaten in Frankreich ausgelöst hat: > #13soldats.

Notons bien les propos du Président de la République :

https://twitter.com/afpfr/status/1201515563635429378

Auf der Website des Élysée-Palastes: > Hommage national aux treize militaires morts pour la France en opération au Mali:

Le Président Macron disait:

“ Le Cougar est l’un des deux Tigre venaient de percuter le sol.

Leurs équipages, treize de nos plus valeureux soldats, treize enfants de France, étaient tués sur le coup.

Ils étaient morts, en opération, pour la France.

Pour la protection des peuples du Sahel, pour la sécurité de leurs compatriotes et pour la liberté du monde.

Pour nous tous qui sommes là, réunis dans cette cour.“

Lesen Sie auch die ganze Ansprache > Hommage national aux treize militaires morts pour la France en opération au Mali, in der der Präsident jeden einzelnen der toten Soldaten mit Namen nennt und würdigt.

Lisez: Michaela Wiegel > Frankreich ehrt seine Helden – FAZ, 2.12.2019

> Mali : l’armée française perd treize militaires dans un accident d’hélicoptères – LE MONDE 26 novembre 2019

https://twitter.com/armeedeterre/status/1201450375146037250

https://twitter.com/DinoCinieri/status/1201420112290631680

https://twitter.com/RegSprecher/status/1199342462638051328

https://twitter.com/vonderleyen/status/1199327230637346817

https://twitter.com/Defense_gouv/status/1201458079776292864

Harcèlement scolaire : le Président de la République a un message pour les jeunes

french german 

Und für deutsche Schüler ist das eine perfekte Hör- und Sehverstehensübung:

1. Regardez cette video deux fois.

2. Vous résumez les propos du Président de la République sur une page.

3. Vous écrivez un article pour un journal: Qu’est-ce que le Président veut dire aux élèves ?

Auf der Website > Harcèlement scolaire : le Président a un message pour les jeunes des Élysée-Palastes steht, wie Schüler/innen in Frankreich, die gemobbt werden, sich helfen können.

Emmanuel Macron: Die Nato und Europa

Aktuell:

> Emmanuel Macron: Discours sur la stratégie de défense et de dissuasion devant les stagiaires de la 27ème promotion de l’Ecole de guerre – 13. Februar 2020

Ergänzung:

Sehr lesenswert: Michel Duclos> Emmanuel Macron – „l’Europe au bord d’un précipice“ Blog de l’Institut Montaigne – 20 Novembre 2019:
„Sa frustration fondamentale vis-à-vis de l’Europe vient de l’Allemagne.“


Unsere Redaktion analysiert das Interview mit Staatspräsident Emmanuel Macron, das am 7. November 2019 in The Economist erschienen ist.

>Emmanuel Macron et l’Europe: Tout un système : >

Nos atouts : >

Un programme : >

DIe Bilanz nach einem Jahr: > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018

Die Bedeutung der Menschenrechte ist für Präsident Macron ein zentrales Anliegen:

> Die Rede von Präsident Emmanuel Macron vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – 6. November 2017

Die Einweihung des deutsch-französischen Historial auf dem Hartmannsweilerkopf
und die Rede, die Präsident Macron dort in Anwesenheit von Bundespräsident Steinmeier gehalten hat, ist ein Pflichtlektüre für meine Schüler/innen:

> Staatspräsident Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnen die Gedenkstätte auf dem Hartmannswiller-kopf – 10. November 2017

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 5. März  2019

La chance de nous tous : >

> Discours du Président de la République devant le Parlement réuni en Congrès à Versailles – 10. Juli 2018

Rappel: > Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.” Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris

Macron hatte u.a. gesagt: „L’instabilité du partenaire américain et la montée des tensions font que l’idée d’une Europe de la défense s’installe progressivement. C’est un véritable aggiornamento d’une Europe puissante et stratégique. J’ajoute que nous devrons à un moment faire le bilan de l’OTAN. Ce qu’on est en train de vivre, c’est pour moi la mort cérébrale de l’OTAN. Il faut être lucide.“ Seine Kritik an der NATO bezieht sich u. a. auf die erfolglose „déconflictuation“ im Norden Syriens. Die Türkei, ein Mitgliedsstaat der NATO hatte im Norden Syrien die Kurden angegriffen. Aber Macron will auch, dass in Europa  die Verteidigungsanstrengungen hinsichtlich einer europäischen Souveränität verstärkt werden.

In seinem Interview hat er alle besonderen Merkmale Europas genannt „Moi, je pense que l’Europe est un miracle“, die er unter dem Begriff > Souveränität von Europa verstärken und ausbauen möchte. Dabei soll die Souveränität der Mitgliedsstaaten gestärkt werden, aber die europäsische Souveränität soll alle beschützen.

Ohne die NATO wäre dieser Erfolg wohl nicht möglich gewesen: „C’est ce qui explique que pendant presque deux millénaires l’Europe était bousculée par des guerres civiles permanentes. Et depuis 70 ans, on a réussi un petit miracle géopolitique, historique, civilisationnel : une équation politique sans hégémonie qui permet la paix. On doit cela au fait que l’Europe a vécu l’une des guerres les plus brutales, la plus brutale de son histoire, et a été je dirais au fond du mal au XXème siècle.“

> Emmanuel Macron warns Europe: NATO is becoming brain-dead – The Economist – 7 novembre 2019

> Emmanuel Macron in his own words (English)- The Economist

> Ce qu’a vraiment dit Macron à The Economist sur l’Otan et l’Europe – in Challenges – Par The Economist le 08.11.2019

> Schonungsloser Angriff auf Merkels Ideen. Ein Kommentar von Michaela Wiegel, Paris – FAZ 08.11.2019

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europaswww.france-blog.info 5. März 2019

Das Interview mit Staatspräsident Macron, das The Economist am 8.11. veröffentlicht hatte, ist in Callenges auf Französisch erscheinen.. In dem Interview ging es um den Brexit, das Gewicht Europas, die deutsch-französischen Beziehungen und die Zukunft der Nato. Der in der Presse beklagte Ausdruck der „Gehirntod der NATO“ mit dem Macron die NATO kritisierte, bezog sich vor allem auf das militärische Eingreifen der Türkei als Mitglied der NATO in Nordsyrien, das mit der NATO nicht abgesprochen war.


Ulrike Esther Franke > Two people separated by a common idea: Why Macron and AKK agree – European Council for Foreign affairs ecfr.eu -12. November 2019

Vgl. > Der Appell von Emmanuel Macron und die Antwort von Annegret Kramp-Karrenbauer – 12. März 2019


Auf die Frage, warum er in seiner Rede vor den Botschaftern am 27.8.2019: “La stratégie de l’audace”: > www.france-blog.info/rede-von-praesident-macron-vor-den-botschaftern-am-27-8-2019, sich so pessimistische bezüglich der Zukunft Europas geäußert habe, erinnerte Präsident Macron an den Brexit, die schleppende Entwicklung Europa und einen amerikanischen Partner, der sich von strategischen Fragen abwende. Aber Europa sei doch ein Wunder mit der größten Konzentration kultureller und sprachlicher Vielfalt. Die würde auch die Kriege erklären, die zweitausend Jahre lang Europa erschüttert hätten. Seit 70 gebe es jedoch ein Wunder: „eine politische Gleichung ohne Hegemonie, die den Frieden erlaubt“.

Das politische Projekt Europa habe nun aber seine Geschichte aus dem Auge verloren. Statt sich an seine Gemeinschaft zu erinnern, habe es seit Beginn der 90er Jahre auf einen Markt mit Expansion gesetzt. Das sei ein Fehler gewesen, denn eine Gemeinschaft ist stärker, sie habe solidarische Elemente und eine Konvergenz, die man aufgegeben habe.

Ursprünglich war Europa ein „Junior Partner“ der Amerikaner im Rahmen des Marshall-Plans. Zugleich entstand die NATO und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Seit zehn Jahren gebe es aber nicht nur wegen Trump eine Veränderung : Präsident Obama sagte: „Ich bin ein Präsident des Pazifik“. Die USA sähen nach China und haben sich aus dem Nahen Osten zurückgezogen. Die Folge sei . u.a. die Nicht-Intervention in Syrien nach dem Gebrauch chemischer Waffen gewesen.

Emmanuel Macron erinnert daran, dass die USA unser großer Verbündeter bleiben; er lege großen Wert auf diese Beziehung und habe viel in das Verhältnis mit Trump investiert.

Aber zum ersten Mal teile ein amerikanischer Präsident nicht die Idee eine europäischen Projekts. Das habe Folgen, besonders wie es sich in Syrien zeige. Folglich meint Macron, dass wir unsere Verteidigung, unsere Sicherheit, die Bedingungen unserer Souveränität von uns aus denken müssen: „C’est pourquoi notre défense, notre sécurité, les éléments de notre souveraineté, doivent être pensés en propre.“ Macron erinnert an die geopolitische Lage mit einer sich abzeichnenden bipolaren Lage China /USA, die Europa an den Rand dränge. Außerdem schwächen uns zwei autoritäre Regime wie Russland und die Türkei zusätzlich.

Der Aufstieg populistischer Parteien überall in Europa als Folge einer Nord/Süd Teilung und der Migrantenkrise lasse Europa weniger regierbar erscheinen. Und Macron wiederholt seine Warnung vor einem geopolitischen Verschwinden Europas.

Claudia Major
> Die Rolle der Nato für Europas Verteidigung
Stand und Optionen zur Weiterentwicklung aus deutscher Perspektive
SWP-Studie 2019/S 25, November 2019, 42 Seiten

Er wünscht eine Rückkehr zu einer militärischen Souveränität, die mit den deutsch-französischen Rüstungsprojekten zusammen mit der Europäischen Interventionsinitiative gute Fortschritte mache. Die Instabilität der USA führe zu der Idee einer Verteidigung von Europa du zu einer Bilanz der NATO: „Das was wir jetzt erleben ist der Hirntod der NATO: Man muss einen klaren Kopf behalten. „Ce qu’on est en train de vivre, c’est pour moi la mort cérébrale de l’OTAN. Il faut être lucide. “

Im Interview wird Macron um eine Präzisierung dieses Vorwurfs gebeten. Er bedauert die fehlende strategische Abstimmung im Bündnis. Ein Mitgliedsstaat greife ein anderes Land an. Es gebe keine Absicht der NATO, diesen Konlikt zu vermeiden, dabei sei doch die Einsatzfähigkeit der NATO durchaus gesichert:” Je pense que l’interopérabilité de l’OTAN fonctionne bien.” Das Problem bestehe auf strategischer und politischer Ebene. Was passiere, wenn Assad die Türkei angreife? Werde es dann zum Bündnisfall gemäß Artikel 5 kommen? Europa müsse sich wieder auf seine eigene Verteidigungsfähigkeit besinnen. Ein strategischer Dialog, ein Neubeginn des Nachbarschaftsdialogs, müsse auch mit Russland geführt werden.

Macron nennt die Europäische Interventionsinitiative, deren Stresstest aber noch ausstehe, komplementär zur NATO. Er glaubt, die Strategie der NATO müsse neu gedacht werden. Beim Engreifen in Syrien habe man die Mechanismen der NATO „interopérabilité de l’OTAN“ benutzt, aber die NATO selber habe nicht eingegriffen. Damit stelle sich die Frage nach dem Zweck der NATO. Trump begreife die NATO als ein kommerzielles Projekt und man müsse deshalb auch amerikanische Waren kaufen. Das sehe Frankreich nicht so


NATO > Towards the new strategic concept – A selection of background documents – 30. Juli 2012.
„A compilation of key NATO strategy documents to understand the evolution and future development of NATO’s strategic orientation. The collection includes the North Atlantic Treaty (1949), NATO’s previous Strategic Concepts (1991 and 1999), the 2006 Comprehensive Political Guidance document and the 2009 Declaration on Alliance Security.“

Klaus Wittmann, Die verteidigungspolitische Situation an der Südflanke der NATO. Veröffentlichungen der Konrad-Adenauer-Stiftung. St. Augustin 1984.
—, Challenges of Conventional Arms Control. London 1989 (International Institute for Strategic Studies. Adelphi Paper 239).
—, Towards a new Strategic Concept for NATO. NATO Defense College, Rom, September 2009 (Forum Paper 10). Online > www.ndc.nato.int/download/downloads.php?icode=123
—, zusammen mit Ronald Asmus, Stefan Czmur, Chris Donnelly, Aivis Ronis, Tomas Valasek, , NATO, new allies and reassurance. Policy Brief. London: Centre for European Reform, May 2010.
—, NATO’s new Strategic Concept. An Illustrative Draft. September 2010.
—, Gewandeltes Selbstverständnis und erweitertes Aufgabenspektrum. Der Weg zum neuen Strategischen Konzept der NATO. In: Heiner Timmermann, August Pradetto (Hrsg.), Die NATO auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. (Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen . Bd. 104). Münster/Hamburg/London: LIT Verlag 2011, S. 103–121.
—, Europäische Verantwortung und «Europäische Armee». In: Fabian Forster, Sascha Vugrin, Leonard Wessendorf (Hrsg.), Das Zeitalter der Einsatzarmee. Herausforderungen für Recht und Ethik (Wissenschaft und Sicherheit. Bd. 8), Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag 2014, S. 194–209.


Macron gibt zu, dass Europa heute noch nicht glaubhaft sei, seine Verteidigung sei heute komplementär zu NATO. Macron hingegen vertritt die Ansicht, die europäische Verteidigungsfähigkeit müsse ausgebaut werden und es müsse seine Sicherheitspolitik auf die Nachbarschaftslagen abstimmen: „Mais je pense aussi qu’elle doit se muscler, parce qu’elle doit décider et de plus en plus assumer sa politique de sécurité sur le plan du voisinage, c’est légitime.“ Trump habe ihm gesagt, dass Djihadisten nicht sein Problem seien. Macron schließt daraus, dass die NATO im Begriff sei, sich zu wandeln.

Im folgenden beantwortet Macron Fragen zum Digitalisierung, besonders zur Künstlichen Intelligenz, zur Datenspeicherung, und dem G5 Standard, zivile Projekte, die aber zivil-militärische Technologien seien. „Beim 5G Standard, sei Europa geteilt…“ lautet der Einwurf, es gebe keine Koordination in Europa, antwortet Macron. In diesem Zusammenhang lautet sein Vorwurf: Man habe in diesem Falle ein Souveränität völlig aufgegeben, Themen im allgemeinen Interesse könnten nicht von Unternehmen gehandhabt werden: „On a en quelque sorte complètement abandonné ce qui était la grammaire de la souveraineté, qui sont des sujets d’intérêt général qui ne peuvent pas être gérés par les entreprises“ Damit bezieht sich Macron nciht nur indirekt auf seine Vorstellungen zu einer Souveränität Europas, die ihre Mitgliedsstaaten beschützen soll, ohne deren Souveränität zu behindern.

Macron bedauert ferner, dass die Vertiefung der Eurozone mit der Einrichtung der Bankenunion schleppend verlaufe und Europa wegen des Problems der Migranten geteilt sei. Die Lösungsansätze dafür seien zu zeitraubend

In Bezug auf den Brexit, meint Macron, er glaube, dass die Mittelklasse in England ein europäisches Modell brauche, dass ihr mehr Schutz biete.
Deutschland habe die Krise um 2000 besser geregelt. Zu Zeit sei es nicht im gleichen wirtschafltichen oder politischen Zyklus („Quelle est la difficulté avec les Allemands ? Ils ne sont pas au même moment du cycle économique et politique, donc il faut qu’on arrive à rephaser. “) Offenkundig erwartet Macron mehr von Deutschland : es muss sich doch mal bewegen: „à un moment donné ils vont devoir repivoter.“ Macnhmal dauert es, aber wenn sie sich bewegen, sind sie besser organisiert als viele,

Es folgt eine längere Passage über die Weltpolitik:  „Die stärksten Gefahren die den Humanismus heute bedrohen, kommen von den autoritären Regimen, aber auch von politisch-religiösen Ideologien. Der radikal politische Islam ist der erste Feind der europäischen humanistischen Werte die auf dem freien und vernünftigen Individuum, die Gleichheit zwischen Mann und Frau, die Emanzipation beruhen.“ (Aujourd’hui la principale menace à l’humanisme sont les régimes autoritaires, mais aussi l’idéologie religieuse politique. L’Islam politique radical qui monte est sans doute le premier ennemi des valeurs humanistes européennes qui reposent sur l’individu libre et raisonné, l’égalité entre la femme et l’homme, et l’émancipation.) Und er erinnert wieder an den Dialog mit Russland: Wenn wir den Friede in Europa schaffen wollen, müssten wir unser Verhältnis zu Russland überdenken. Damit meint er, Russlands Befürchtungen müssten ernstgenommen werden und das Ausgreifen der NATO und der EU sollten wohl bedacht sein.

Vgl. dazu: K. Wittmann, Towards a new Strategic Concept for NATO. NATO Defense College, Rom, September 2009 (Forum Paper 10). S. 31-38.
Online > www.ndc.nato.int/download/downloads.php?icode=123

In der letzten Antwort erwähnt Macron nochmal den oben angesprochen “Gehirntod der NATO”. Die Türkei sollte ihr Mitglied bleiben, dennoch müsse die ANTAO auch ihr gegenüber eine klare Haltung einnehmen. Vom “Gehirntod der NATO” habe gesprochen, weil die NATO ihre Mitgleider nicht steuert / im Griff hat: “Ce qu’on a vu, pourquoi j’ai parlé de mort cérébrale, c’est que l’OTAN en tant que système ne régule pas ses membres.” Und in dem Moment, wo ein Mitglied fühle , dass es ein Recht hbae, eine bestimmte Entscheidung zu treffen – die die USA ihm zugestehen -, dann mache es das. Das ist es, was passiert sei.

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