Emmanuel Macron: Die Nato und Europa

Aktuell:

> Emmanuel Macron: Discours sur la stratégie de défense et de dissuasion devant les stagiaires de la 27ème promotion de l’Ecole de guerre – 13. Februar 2020

Ergänzung:

Sehr lesenswert: Michel Duclos> Emmanuel Macron – „l’Europe au bord d’un précipice“ Blog de l’Institut Montaigne – 20 Novembre 2019:
„Sa frustration fondamentale vis-à-vis de l’Europe vient de l’Allemagne.“


Unsere Redaktion analysiert das Interview mit Staatspräsident Emmanuel Macron, das am 7. November 2019 in The Economist erschienen ist.

>Emmanuel Macron et l’Europe: Tout un système : >

Nos atouts : >

Un programme : >

DIe Bilanz nach einem Jahr: > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018

Die Bedeutung der Menschenrechte ist für Präsident Macron ein zentrales Anliegen:

> Die Rede von Präsident Emmanuel Macron vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – 6. November 2017

Die Einweihung des deutsch-französischen Historial auf dem Hartmannsweilerkopf
und die Rede, die Präsident Macron dort in Anwesenheit von Bundespräsident Steinmeier gehalten hat, ist ein Pflichtlektüre für meine Schüler/innen:

> Staatspräsident Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnen die Gedenkstätte auf dem Hartmannswiller-kopf – 10. November 2017

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 5. März  2019

La chance de nous tous : >

> Discours du Président de la République devant le Parlement réuni en Congrès à Versailles – 10. Juli 2018

Rappel: > Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.” Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris

Macron hatte u.a. gesagt: „L’instabilité du partenaire américain et la montée des tensions font que l’idée d’une Europe de la défense s’installe progressivement. C’est un véritable aggiornamento d’une Europe puissante et stratégique. J’ajoute que nous devrons à un moment faire le bilan de l’OTAN. Ce qu’on est en train de vivre, c’est pour moi la mort cérébrale de l’OTAN. Il faut être lucide.“ Seine Kritik an der NATO bezieht sich u. a. auf die erfolglose „déconflictuation“ im Norden Syriens. Die Türkei, ein Mitgliedsstaat der NATO hatte im Norden Syrien die Kurden angegriffen. Aber Macron will auch, dass in Europa  die Verteidigungsanstrengungen hinsichtlich einer europäischen Souveränität verstärkt werden.

In seinem Interview hat er alle besonderen Merkmale Europas genannt „Moi, je pense que l’Europe est un miracle“, die er unter dem Begriff > Souveränität von Europa verstärken und ausbauen möchte. Dabei soll die Souveränität der Mitgliedsstaaten gestärkt werden, aber die europäsische Souveränität soll alle beschützen.

Ohne die NATO wäre dieser Erfolg wohl nicht möglich gewesen: „C’est ce qui explique que pendant presque deux millénaires l’Europe était bousculée par des guerres civiles permanentes. Et depuis 70 ans, on a réussi un petit miracle géopolitique, historique, civilisationnel : une équation politique sans hégémonie qui permet la paix. On doit cela au fait que l’Europe a vécu l’une des guerres les plus brutales, la plus brutale de son histoire, et a été je dirais au fond du mal au XXème siècle.“

> Emmanuel Macron warns Europe: NATO is becoming brain-dead – The Economist – 7 novembre 2019

> Emmanuel Macron in his own words (English)- The Economist

> Ce qu’a vraiment dit Macron à The Economist sur l’Otan et l’Europe – in Challenges – Par The Economist le 08.11.2019

> Schonungsloser Angriff auf Merkels Ideen. Ein Kommentar von Michaela Wiegel, Paris – FAZ 08.11.2019

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europaswww.france-blog.info 5. März 2019

Das Interview mit Staatspräsident Macron, das The Economist am 8.11. veröffentlicht hatte, ist in Callenges auf Französisch erscheinen.. In dem Interview ging es um den Brexit, das Gewicht Europas, die deutsch-französischen Beziehungen und die Zukunft der Nato. Der in der Presse beklagte Ausdruck der „Gehirntod der NATO“ mit dem Macron die NATO kritisierte, bezog sich vor allem auf das militärische Eingreifen der Türkei als Mitglied der NATO in Nordsyrien, das mit der NATO nicht abgesprochen war.


Ulrike Esther Franke > Two people separated by a common idea: Why Macron and AKK agree – European Council for Foreign affairs ecfr.eu -12. November 2019

Vgl. > Der Appell von Emmanuel Macron und die Antwort von Annegret Kramp-Karrenbauer – 12. März 2019


Auf die Frage, warum er in seiner Rede vor den Botschaftern am 27.8.2019: “La stratégie de l’audace”: > www.france-blog.info/rede-von-praesident-macron-vor-den-botschaftern-am-27-8-2019, sich so pessimistische bezüglich der Zukunft Europas geäußert habe, erinnerte Präsident Macron an den Brexit, die schleppende Entwicklung Europa und einen amerikanischen Partner, der sich von strategischen Fragen abwende. Aber Europa sei doch ein Wunder mit der größten Konzentration kultureller und sprachlicher Vielfalt. Die würde auch die Kriege erklären, die zweitausend Jahre lang Europa erschüttert hätten. Seit 70 gebe es jedoch ein Wunder: „eine politische Gleichung ohne Hegemonie, die den Frieden erlaubt“.

Das politische Projekt Europa habe nun aber seine Geschichte aus dem Auge verloren. Statt sich an seine Gemeinschaft zu erinnern, habe es seit Beginn der 90er Jahre auf einen Markt mit Expansion gesetzt. Das sei ein Fehler gewesen, denn eine Gemeinschaft ist stärker, sie habe solidarische Elemente und eine Konvergenz, die man aufgegeben habe.

Ursprünglich war Europa ein „Junior Partner“ der Amerikaner im Rahmen des Marshall-Plans. Zugleich entstand die NATO und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Seit zehn Jahren gebe es aber nicht nur wegen Trump eine Veränderung : Präsident Obama sagte: „Ich bin ein Präsident des Pazifik“. Die USA sähen nach China und haben sich aus dem Nahen Osten zurückgezogen. Die Folge sei . u.a. die Nicht-Intervention in Syrien nach dem Gebrauch chemischer Waffen gewesen.

Emmanuel Macron erinnert daran, dass die USA unser großer Verbündeter bleiben; er lege großen Wert auf diese Beziehung und habe viel in das Verhältnis mit Trump investiert.

Aber zum ersten Mal teile ein amerikanischer Präsident nicht die Idee eine europäischen Projekts. Das habe Folgen, besonders wie es sich in Syrien zeige. Folglich meint Macron, dass wir unsere Verteidigung, unsere Sicherheit, die Bedingungen unserer Souveränität von uns aus denken müssen: „C’est pourquoi notre défense, notre sécurité, les éléments de notre souveraineté, doivent être pensés en propre.“ Macron erinnert an die geopolitische Lage mit einer sich abzeichnenden bipolaren Lage China /USA, die Europa an den Rand dränge. Außerdem schwächen uns zwei autoritäre Regime wie Russland und die Türkei zusätzlich.

Der Aufstieg populistischer Parteien überall in Europa als Folge einer Nord/Süd Teilung und der Migrantenkrise lasse Europa weniger regierbar erscheinen. Und Macron wiederholt seine Warnung vor einem geopolitischen Verschwinden Europas.

Claudia Major
> Die Rolle der Nato für Europas Verteidigung
Stand und Optionen zur Weiterentwicklung aus deutscher Perspektive
SWP-Studie 2019/S 25, November 2019, 42 Seiten

Er wünscht eine Rückkehr zu einer militärischen Souveränität, die mit den deutsch-französischen Rüstungsprojekten zusammen mit der Europäischen Interventionsinitiative gute Fortschritte mache. Die Instabilität der USA führe zu der Idee einer Verteidigung von Europa du zu einer Bilanz der NATO: „Das was wir jetzt erleben ist der Hirntod der NATO: Man muss einen klaren Kopf behalten. „Ce qu’on est en train de vivre, c’est pour moi la mort cérébrale de l’OTAN. Il faut être lucide. “

Im Interview wird Macron um eine Präzisierung dieses Vorwurfs gebeten. Er bedauert die fehlende strategische Abstimmung im Bündnis. Ein Mitgliedsstaat greife ein anderes Land an. Es gebe keine Absicht der NATO, diesen Konlikt zu vermeiden, dabei sei doch die Einsatzfähigkeit der NATO durchaus gesichert:” Je pense que l’interopérabilité de l’OTAN fonctionne bien.” Das Problem bestehe auf strategischer und politischer Ebene. Was passiere, wenn Assad die Türkei angreife? Werde es dann zum Bündnisfall gemäß Artikel 5 kommen? Europa müsse sich wieder auf seine eigene Verteidigungsfähigkeit besinnen. Ein strategischer Dialog, ein Neubeginn des Nachbarschaftsdialogs, müsse auch mit Russland geführt werden.

Macron nennt die Europäische Interventionsinitiative, deren Stresstest aber noch ausstehe, komplementär zur NATO. Er glaubt, die Strategie der NATO müsse neu gedacht werden. Beim Engreifen in Syrien habe man die Mechanismen der NATO „interopérabilité de l’OTAN“ benutzt, aber die NATO selber habe nicht eingegriffen. Damit stelle sich die Frage nach dem Zweck der NATO. Trump begreife die NATO als ein kommerzielles Projekt und man müsse deshalb auch amerikanische Waren kaufen. Das sehe Frankreich nicht so


NATO > Towards the new strategic concept – A selection of background documents – 30. Juli 2012.
„A compilation of key NATO strategy documents to understand the evolution and future development of NATO’s strategic orientation. The collection includes the North Atlantic Treaty (1949), NATO’s previous Strategic Concepts (1991 and 1999), the 2006 Comprehensive Political Guidance document and the 2009 Declaration on Alliance Security.“

Klaus Wittmann, Die verteidigungspolitische Situation an der Südflanke der NATO. Veröffentlichungen der Konrad-Adenauer-Stiftung. St. Augustin 1984.
—, Challenges of Conventional Arms Control. London 1989 (International Institute for Strategic Studies. Adelphi Paper 239).
—, Towards a new Strategic Concept for NATO. NATO Defense College, Rom, September 2009 (Forum Paper 10). Online > www.ndc.nato.int/download/downloads.php?icode=123
—, zusammen mit Ronald Asmus, Stefan Czmur, Chris Donnelly, Aivis Ronis, Tomas Valasek, , NATO, new allies and reassurance. Policy Brief. London: Centre for European Reform, May 2010.
—, NATO’s new Strategic Concept. An Illustrative Draft. September 2010.
—, Gewandeltes Selbstverständnis und erweitertes Aufgabenspektrum. Der Weg zum neuen Strategischen Konzept der NATO. In: Heiner Timmermann, August Pradetto (Hrsg.), Die NATO auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. (Dokumente und Schriften der Europäischen Akademie Otzenhausen . Bd. 104). Münster/Hamburg/London: LIT Verlag 2011, S. 103–121.
—, Europäische Verantwortung und «Europäische Armee». In: Fabian Forster, Sascha Vugrin, Leonard Wessendorf (Hrsg.), Das Zeitalter der Einsatzarmee. Herausforderungen für Recht und Ethik (Wissenschaft und Sicherheit. Bd. 8), Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag 2014, S. 194–209.


Macron gibt zu, dass Europa heute noch nicht glaubhaft sei, seine Verteidigung sei heute komplementär zu NATO. Macron hingegen vertritt die Ansicht, die europäische Verteidigungsfähigkeit müsse ausgebaut werden und es müsse seine Sicherheitspolitik auf die Nachbarschaftslagen abstimmen: „Mais je pense aussi qu’elle doit se muscler, parce qu’elle doit décider et de plus en plus assumer sa politique de sécurité sur le plan du voisinage, c’est légitime.“ Trump habe ihm gesagt, dass Djihadisten nicht sein Problem seien. Macron schließt daraus, dass die NATO im Begriff sei, sich zu wandeln.

Im folgenden beantwortet Macron Fragen zum Digitalisierung, besonders zur Künstlichen Intelligenz, zur Datenspeicherung, und dem G5 Standard, zivile Projekte, die aber zivil-militärische Technologien seien. „Beim 5G Standard, sei Europa geteilt…“ lautet der Einwurf, es gebe keine Koordination in Europa, antwortet Macron. In diesem Zusammenhang lautet sein Vorwurf: Man habe in diesem Falle ein Souveränität völlig aufgegeben, Themen im allgemeinen Interesse könnten nicht von Unternehmen gehandhabt werden: „On a en quelque sorte complètement abandonné ce qui était la grammaire de la souveraineté, qui sont des sujets d’intérêt général qui ne peuvent pas être gérés par les entreprises“ Damit bezieht sich Macron nciht nur indirekt auf seine Vorstellungen zu einer Souveränität Europas, die ihre Mitgliedsstaaten beschützen soll, ohne deren Souveränität zu behindern.

Macron bedauert ferner, dass die Vertiefung der Eurozone mit der Einrichtung der Bankenunion schleppend verlaufe und Europa wegen des Problems der Migranten geteilt sei. Die Lösungsansätze dafür seien zu zeitraubend

In Bezug auf den Brexit, meint Macron, er glaube, dass die Mittelklasse in England ein europäisches Modell brauche, dass ihr mehr Schutz biete.
Deutschland habe die Krise um 2000 besser geregelt. Zu Zeit sei es nicht im gleichen wirtschafltichen oder politischen Zyklus („Quelle est la difficulté avec les Allemands ? Ils ne sont pas au même moment du cycle économique et politique, donc il faut qu’on arrive à rephaser. “) Offenkundig erwartet Macron mehr von Deutschland : es muss sich doch mal bewegen: „à un moment donné ils vont devoir repivoter.“ Macnhmal dauert es, aber wenn sie sich bewegen, sind sie besser organisiert als viele,

Es folgt eine längere Passage über die Weltpolitik:  „Die stärksten Gefahren die den Humanismus heute bedrohen, kommen von den autoritären Regimen, aber auch von politisch-religiösen Ideologien. Der radikal politische Islam ist der erste Feind der europäischen humanistischen Werte die auf dem freien und vernünftigen Individuum, die Gleichheit zwischen Mann und Frau, die Emanzipation beruhen.“ (Aujourd’hui la principale menace à l’humanisme sont les régimes autoritaires, mais aussi l’idéologie religieuse politique. L’Islam politique radical qui monte est sans doute le premier ennemi des valeurs humanistes européennes qui reposent sur l’individu libre et raisonné, l’égalité entre la femme et l’homme, et l’émancipation.) Und er erinnert wieder an den Dialog mit Russland: Wenn wir den Friede in Europa schaffen wollen, müssten wir unser Verhältnis zu Russland überdenken. Damit meint er, Russlands Befürchtungen müssten ernstgenommen werden und das Ausgreifen der NATO und der EU sollten wohl bedacht sein.

Vgl. dazu: K. Wittmann, Towards a new Strategic Concept for NATO. NATO Defense College, Rom, September 2009 (Forum Paper 10). S. 31-38.
Online > www.ndc.nato.int/download/downloads.php?icode=123

In der letzten Antwort erwähnt Macron nochmal den oben angesprochen “Gehirntod der NATO”. Die Türkei sollte ihr Mitglied bleiben, dennoch müsse die ANTAO auch ihr gegenüber eine klare Haltung einnehmen. Vom “Gehirntod der NATO” habe gesprochen, weil die NATO ihre Mitgleider nicht steuert / im Griff hat: “Ce qu’on a vu, pourquoi j’ai parlé de mort cérébrale, c’est que l’OTAN en tant que système ne régule pas ses membres.” Und in dem Moment, wo ein Mitglied fühle , dass es ein Recht hbae, eine bestimmte Entscheidung zu treffen – die die USA ihm zugestehen -, dann mache es das. Das ist es, was passiert sei.

Gespräch „Ein Jahr danach …“: Die aktuelle politische Lage in Frankreich

Di 08.10. | 19:00 Uhr | Hospitalhof Stuttgart | Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart | 7/5€

Die Gelbwestenbewegung (franz. Mouvement des Gilets jaunes) startete Ende Oktober 2018 als Protest gegen die von Präsident Macron geplante Steuererhöhung auf fossile Kraftstoffe. Später kamen weitere Forderungen hinzu, z.B. die Anhebung des Mindestlohns und der Renten. Macron reagierte auf die zum Teil gewalttätigen Ausschreitungen u.a. mit der „Großen Nationalen Debatte“ (franz. grand débat national).

Welche Auswirkungen hatten die Forderungen der Gelbwesten und die Gesprächsangebote der Regierung?

Der aktuelle und der ehemalige Frankreich-Korrespondent der Stuttgarter Zeitung / Stuttgarter Nachrichten, Dr. Knut Krohn und Dr. Axel Veiel gehen diesen Fragen im Gespräch nach.

Kartenreservierung unter: info@hospitalhof.de, Tel. 0711 / 20 68 -150

Eine Veranstaltung des Institut français Stuttgart und des evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof e.V.

Staatspräsident Jacques Chirac (1932-2019)

Der frühere Staatspräsident Jacques Chirac ist am 26. September 2019 in Paris gestorben. Er war Staatspräsident vom 17. Mai 1995 bis zum 16. Mai 2007. 1974 wurde er von Valéry Giscard d’Estaing zum Premierminister ernannt, ein Amt, das er von 1986 bis 1988 unter François Mitterrand wieder ausübte (Cohabitation!). Er war Kandidat für das höchste Staatsamt 1981 und 1988. 1995 erhält er im 2. Wahlgang 52,6 % der Stimmen und schlägt so den Sozialisten Lionel Jospin. Nach der Auflösung des Parlaments wird Lionel Jospin Premierminister. Präsident Chirac verkürzt das Amt des Präsidenten auf 5 Jahre. 2002 wird er mit 82,2 % der Stimmen wiedergewählt, weil Jean-Marie Le Pen in den 2. Wahlgang gekommen war. Er verzichtet auf ein drittes Mandat.

Unsere Redaktion hat sich auf Twitter nach Reaktionen umgeschaut und zeigt hier einige Videos, die an Jacques Chirac und sein Eintreten für seine Überzeugungen in ganz besonderer Weise stehen:

Und es gibt ein Video von Associated Presse, das Jacques Chirac und Helmut Kohl zusammen zeigt – Angela Merkel ist auch mit dabei – 1995 ?:

„Seit mehr als einem halben Jahrhundert arbeiten wir Hand in Hand. Zwischen uns ist die Aussöhnung abgeschlossen“, beschrieb Frankreichs Präsident Jacques Chirac im Juni 2000 bei seinem Staatsbesuch in Berlin das Verhältnis zu Deutschland.“ So beginnt ein Dossier > Deutsch-französische Beziehungen in: Aus Politik und Zeitgeschichte (B 03-04/2003), bei dessen Lektüre man einen guten Eindruck des Standes der Deutsch-französischen Beziehungen in der 2. Amtszeit von Präsident Jacques Chirac gewinnen kann.

Rede von Präsident Macron vor den Botschaftern am 27.8.2019: „La stratégie de l’audace“

Wir zeigen hier das Video der Rede von Präsident Emmanuel Macron vor den Botschaftern am 27. August 2019 in Paris:

> Discours du Président de la République à la conférence des des ambassadeurs et des ambassadrices. – Site du Palais de l’Élysée

Die Rede vor den Botschaftern ist für den Präsidenten eine Gelegenheit, die Eckpfeiler der französischen Außenpolitik zu umreißen. Dieses Jahr war seine Rede ganz besonders bemerkenswert, da sie im Kontext mit dem gerade erfolgreich abgeschlossenen G7-Gipfels in Biarritz gesehen werden muss. Aber auch hinsichtlich seiner Visionen bezüglich Europa bleibt Präsident Macron seinen Visionen – s. hier am Ende dieses Beitrags – treu und definiert einmal mehr die „Souveränität Europas“ aus seiner Sicht. Verteidigung, Klimakrise, Digitalisierung, Multi – und bilaterale Beziehungen, CHina, Naher Osten, alle Themen lässt er Revue passieren und stellt sie in einen gemeinsamen Zusammenhang. Am Ende seiner Rede fordert er neue Methoden in der Außenpolitik. Wir zitieren hier einige Passagen seiner Rede – eine deutsche Übersetzung wird folgen.

Des extraits: „Notre rôle ensuite de puissance d’équilibre doit aussi s’exercer en Asie. La Chine a changé, le monde avec elle et nous devons construire le partenariat euro-chinois du 21ème siècle. Et notre pays au sein de l’Europe, avec l’Allemagne et le Royaume-Uni, a un rôle historique à jouer en la matière. Alors sur ce point aussi nous avons posé ces derniers mois des jalons importants, en particulier lors de la visite du Président chinois à Paris, où pour la première fois nous avons assumé d’avoir un dialogue franc, sincère, constructif mais d’assumer aussi une stratégie européenne. La Chine a un véritable génie diplomatique pour jouer de nos divisions et nous affaiblir. C’est pourquoi j’ai voulu pour la première fois inviter la Chancelière MERKEL et le Président JUNCKER à cette visite, et nous avons pour la première fois eu un véritable agenda stratégique pas simplement franco-chinois mais aussi sino-européen.“

„Nous avons constitué une coopération renforcée en matière de défense, un fonds européen de défense et une initiative européenne d’intervention. Que n’ai-je entendu quand il y a 2 ans, quasiment jour pour jour, à la Sorbonne, quand j’ai proposé cette initiative européenne d’intervention. Fadaises, folie française, il n’y arrivera jamais. Je vous le dis pour documenter mon invitation à l’audace. Eh bien, l’initiative européenne d’intervention, elle a été signée le 14 juillet dernier. Vous aviez, pour notre fête nationale, les États signataires autour de la table à la tribune devant nos concitoyens et nos armées et autour de la table ici. La Grande Bretagne était là, l’Allemagne, tous les signataires. Chose que je vous demande de mesurer. La Finlande, comme l’Estonie, la Grèce veut aujourd’hui entrer. Qu’est-ce que ça veut dire ?“

et „L’Europe, ces dernières décennies s’est construite comme un espace formidable d’ouverture, d’amitié, de paix et de délitement de la souveraineté. Nous sommes le marché le plus ouvert, le plus naïf. Bienveillant, mais contrairement à ce que parfois certains de mes amis que je fréquentais hier peuvent dire : nous ne sommes pas l’espace le plus fermé sur le plan commercial, loin de là, ni sur tous les autres supports.  Et nous avons oublié le fil de notre souveraineté au niveau européen. Nous n’avons pas oublié au niveau national sur le plan militaire, sur le plan économique ou autre, mais nous devons le repenser au niveau Européen, très profondément parce qu’il n’y a qu’au niveau européen qu’on puisse le bâtir sur beaucoup de sujets. Qu’il s’agisse du sujet numérique, du sujet climatique et bien d’autres.

Cette souveraineté européenne doit passer par un agenda ambitieux qui est au cœur d’ailleurs, de ce que la Présidente de la Commission européenne a repris de notre projet dans son discours devant le Parlement européen et de ce que nous avons à bâtir pour les 5 ans à venir. Et cet agenda de souveraineté européen doit à mes yeux aussi inclure très profondément la Grande Bretagne. Quelle que soit l’issue du Brexit, il est indispensable que nous continuions à penser notre souveraineté avec la Grande-Bretagne. Sur le plan militaire, sur le plan stratégique, sur tous les sujets. Il y a évidemment la défense de nos intérêts à court terme, les règles qui doivent être respectées, la souveraineté et l’unité de l’Europe. Mais là aussi, l’histoire et la géographie ont leurs réalités. Une forme de déterminisme. Et donc, nous devons l’inclure dans cette réflexion. Mais la souveraineté européenne est indispensable à penser.“

et „Et avoir une stratégie européenne, c’est aussi penser les frontières de l’Europe. Nos marges, nos voisins et des pays qui plus est nous aiment profondément et où nous devons réinvestir pour ne pas laisser des puissances non Européennes faire le jeu à notre place. Sinon les Balkans occidentaux seront décidés entre les États-Unis, la Russie et la Turquie. Là aussi, l’Allemagne a une pensée et je dois le dire, plus efficace et stratégique que nous. Je souhaite qu’on puisse réallouer les moyens et de l’efficacité sur ce sujet.“

Auszüge, Kommentare und Meinungen auf Twitter unter dem > #ConfAmbass

Europäische Verteidigung:

https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1166353412239347712

Eine Antwort auf den Brexit:

https://twitter.com/EmmanuelMacron/status/1166329053105856517

À suivre – Wir werden diesen Beitrag, wie schon ähnliche Beiträge früher, mit > Aufgaben für Schüler/innen ergänzen. Wir konzentrieren uns dabei auf die Aussagen von Präsident zu Europa in dieer Rede.

Aufgaben:

Wie oft nennt Präsident Macron das Wort „souveraineté“ und in welchem Zusammenhang?

Unser Archiv:

> La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018

> Emmanuel Macron und Europa – 8. September 2018

Die nächsten Wahlen in Frankreich?

Heute fragte Carlotta, wann die nächsten Wahlen in Frankreich stattfinden würden?

> Quelles sont les dates des prochaines élections ? Site du Service-publique

> Die Ergebnisse der letzten Wahlen – Website des Innenministeriums

> Elections européennes 2019 – Website des Innenministeriums

> Wahlverfahren in Frankreich – Website des Innenministeriums

> Etudes électorales – Website des Innenministeriums

> Cevipof Le laboratoire de référence en science politique – SciencesPo

> Les élections en France: #presidentielle 2017 und Élections législatives – 5. September 2016 von H. Wittmann

La déclaration de politique générale du Premier ministre Édouard Philippe

Premierminister Édouard Philippe hat am Mittwoch, 12. Juni 2019, in der Nationalversammlung eine bemerkenswerte Rede gehalten: (am Donnerstag wird er vor dem Senat sprechen > Déclaration de politique générale), und > Qu’est-ce qu’une déclaration de politique générale ? LE MONDE vom 13. Juni hat eine Kunst, Überschriften passgenau zu formulieren: „Edouard Philippe, un pied sur chaque rive du macronisme“: Cette fois, c’est la bonne,“ als Anspielung auf alle Antworten auf die Bewegung der Gelben Westen: ÉdDouard Philippe: „En novembre dernier, nous avons rencontré la colère. Certains diront que nous l’avons seuls créée. Je ne le crois pas. Cette colère vient de loin et bien des démocraties l’ont ressentie dans des formes variées. Mais peu importe. C’est à nous, gouvernants, parlementaires, qu’elle était en premier adressée. D’une certaine façon, elle nous rappelait à notre promesse de promouvoir le travail et de lutter contre les injustices. Nous avons décidé des mesures puissantes pour répondre aux aspirations des Français. Et pour apaiser.“ und „C’est l’« Acte 2 » du quinquennat.“ Beiden Seiten etwas geben, von Steuersenkungen, grüner Politik und Einwanderung, Sicherheit und Islamismus zu sprechen, keine leichte Aufgabe.

Vidéo : > Édouard Philippe a prononcé sa déclaration de politique générale à l’Assemblée nationale

Vidéo : > Déclaration de politique générale, d’Édouard Philippe, au Sénat

Der Text: > Déclaration de politique générale d’Edouard Philippe, Premier ministre

Es war eine „déclaration de politique générale“ (gemäß Art 49 der >Verfassung von 1958), also eine Regierungserklärung, über die nach der Sitzung abgestimmt wird und der Premierminister bekam ein breite Mehrheit. Philippe möchte einen neuen Politikstil einführen, eine „Änderung der Methode“. Die Rede >

ist bemerkenswert, weil der Premierminister eine Reihe von neuen Initativen ankündigt, u.a. Steuersenkungen und einen neuen offenkundig ernstgemeinten Anlauf in Sachen Klimapolitik: Philippe gestand seinen Lernerfolg ein, er habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass der Kampf für das Klima genauso wichtig wie der Kampf für Arbeitsplätze sei: „Au cœur de l’acte II, il y a d’abord l’ambition écologique,“ erklärt der Premierminister. 13,48 % hatte Yannik Jadot, Spitzenkandidat Écologie/ Les verts bei der Europawahl erhalten – also gibt es kein Zögern für die Regierung mehr auf mehr grüne Politik sofort umzuschalten – da könnte die Koalition in Berlin etwas davon lernen. In den französischen Amtsstuben wird im Herbst das Einwegplastik verschwinden. > Discours de politique générale : l’annonce d’un programme écologique – LCI .  (Bleiben Sie uns bitte  als Leser treu, dazu folgen bald einige Artikel auf diesem Blog – unsere Redaktion arbeitet daran.) Er kündigt auch Gesetzesvorhaben, u.a. zugunsten des Rechts der Frauen auf eine  PMA (La procréation médicalement assistée -Künstliche Befruchtung) an, über das im September abgestimmt werden soll.

Hinsichtlich der anstehenden Rentenreform verspricht Philippe den Franzosen das Arbeiten bis 64 zu erleichtern. Jetzt gilt ein Renteneintrittsalter von 62 Jahre, das er nicht in Frage stellen, gleichwohl gibt er zu verstehen, die Franzosen müssten länger arbeiten. Und zur Arbeitsmarktpolitik kündigt er an, dass Arbeitssuchende sich künftig stärker auf die Suche konzentrieren müssen, um weiterhin Leistungen zu bekommen.

Diese Rede zeigt in ihren Details, dass und wie der Premierminister das Heft des Handelns wieder in die Hand nehmen möchte, sowie es die > Verfassung von 1958 eigentlich vorsieht: Art. 20, Abs. 1.: „Die Regierung bestimmt und leitet die Politik der Nation.“

Ohne Zweifel war Präsident Macron in der ersten Phase seiner Amtszeit immer in vorderster Linie u. a. auch bei der Lösung der Krise um die > Gelben Westen. In der Tat, das ist eine Besonderheit des halbpräsidentiellen Systems (Maurice Duverger, s. auch > 60 Jahre V. Republik – 5. Oktober 2018)  in Frankreich, dass der Regierungschef trotz des zitierten Absatzes der Verfassung eigentlich immer im Schattten des Staatspräsidenten steht. Ursprünglich war das von General de Gaulle etwas anders gedacht > Charles de Gaulle, Discours de Bayeux, 16 juin 1946 – 16. Juni 2016: Der Staatschef sollte sich über den Parteien stehen (l’arbitre) nicht unbedingt in das Tagesgeschäft einmischen. Aber Macht ist doch so verführerisch und spätestens mit der Verffassungsreform von 1962, nach der der Staatspräsident künftig vom Volk gewählt werden sollte (nach dem Staatstreich von Staatspräsident Louis-Napoleon (seit Dez. 1848 vom Volk gewählt, dem späteren > Napoleon III. am 2. Dezember 1851 war kein Präsident in Frannkreich  mehr vom Volk gewählt worden), änderte sich sein Machtanspruch, den de Gaulle und seine Nachfolger keineswegs nur auf die Außenpolitik (Stichhwort: domaine réservé)  beschränkten.

Édouard Philippe
> Des hommes qui lisent
EAN : 9782709661430
Essais et documents
Paris: JCLattès 2017
150 pages

Bisher bekam der Premierminister immer wieder eine größere Rolle nur dann zugestanden, wenn der Präsident und die Mehrheit in derr Nationalversamlung ncht von der gleichen Mehrheit getragen wurden: Stichwort: Cohabitation (Wikipedia). Wenn jetzt Premierminister Philippe sich mit diesen Projekten zu Wort meldet und Präsident Macron anscheinend auf seine geplante Rede vor dem Kongress verzichtet,  so deutet sich eine Akzentuierung des Artikels 20 an, die die 2. Phase der Amtszeit von Präsident Macron einleiten könnte.

> La déclaration de politique générale du Premier ministre Édouard Philippe – 4.  Juli 2017

> Premier gouvernement #gouvernementphilippe de l’ère de Macron: Zwei Ministerposten für Europa – 17. Mai 2017

Sitographie: „Regeln“ für soziale Netzwerke in der Politik

Aktualisiert, 30.5.2019: In Deutschland hat das Video von Rezo auf Youtube mit kritischen Bemerkungen über die CDU kurz vor der Europawahl eine heftige Debatte über „Regeln“ für Soziale Netzwerke ausgelöst. Als die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer in einem Statement von „Meinungsmache“ sprach und in dem Zusammenhang „Regeln“ nannte, hörte und verstand man in den sozialen Netzen „Regeln für die Meinung“ und sofort wurden Vorwürfe laut, Kramp-Karrenbauer wolle die Meinungsfreiheit einschränken oder sie „erwägt eine Regulierung der Meinungsäußerung“ so Extra3. „Meinungsmache“ klang in der Tat negativ und wenn dann von Regeln gesprochen wird, werden diese im Zusammenhang mit der gerade gehörten Klage als Abhilfe verstanden. Unsere Redaktion hat einmal nachgesehen – es gibt die Debatte schon längst, Kramp-Karrenbauer hat sie nicht ausgelöst : In vielen Tagungen und Diskussionsbeiträgen jeder Art wird über das Verhältnis von sozialen Medien und Politik schon lange nachgedacht. Dabei lohnt sich auch ein Blick auf französische Websites:


https://twitter.com/JuKamphausen/status/1133633745037209600

Welchen Einfluss haben die sozialen Medien auf die Politik? YouTuber sorgen sich um ihre Meinungsfreiheit. Unsere Redaktion mit unserem > TV-Kanal auf YouTube gehören ja auch eigentlich zu ihnen, und hat keine Sorgen in dieser Hinsicht. Die Vorsitzende der CDU Annegret Kramp-Karrenbauer hat sicher nicht im Sinn, die Meinungsfreiheit anzurühren, aber  daran zu erinnern, wenn das auch etwas indirekt geschehen ist, dass Medien bei uns Regeln in Form eines > Pressekodex haben, kann man ihr nicht verwehren. Zensur hat sie auch nicht im Sinn, sie hat die Regeln in der analogen Welt genannt und vorgeschlagen, darüber nachzudenken, welche Bedeutung sie in der digitalen Welt – gemeint sind die sozialen Medien – bei der “Meinungsmache” haben können oder sollten… sie hat vorgeschlagen darüber zu sprechen. Mehr nicht.

Julian Scholtes auf dem Verfassungsblog sieht das anders: > Kramp-Karrenbauer und der autoritäre Konservatismus – Mi 29. Mai 2019. Rr schreibt: „Aber darum ging es Kramp-Karrenbauer nicht – es ging ihr darum „Regeln“ gegen „klare Meinungsmache“ im „digitalen Bereich“ anzuregen. Es ist nicht offensichtlich, was anderes sie damit gemeint haben will als die Einschränkung der Meinungsfreiheit im Internet.“ Sie sagt nicht Regelungen oder Einschränkungen, dennoch wird sie so verstanden. Auch in diesem Punkt ist die folgende Sitographie ein Versuch, „Regeln“  näher  zu bestimmen:

Bei aller Kritik an Annegret Kramp-Karrenbauer – sie hat auch einen Twitter Account #AKK – muss man auch berichten, dass Sie sich für Regeln in der digitalen Welt interessiert:

> AKK-„Welche Regeln gelten im digitalen Bereich?“ nimmt an der Bilderberg-Konferenz teil – Telepolis – 29. Mai 2019

Hier gibt es keine Vollständigkeit:

> Basiswissen Journalismus: Presserecht für Journalisten und Blogger

 


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Pressemeldungen

> Internet et la politique: les effets des nouvelles technologies de l’information et de la communication sur la démocratie – Europarat -2014

Burkhard Eewrt > Piraten-Ikone über Youtube, CDU, Strache Weisband: Rezo-Video ist Beginn eines Trends – Osnabrücker Zeitung -25.5.2019

Deutschlandfunk Kultur , 29.5.2019 07:40Wie wird die Demokratie die digitale Revolution überleben? Gespräch mit Marina Weisband anlässlich der > Future Affairs Konferenz im Auswärtigen Amt, Berlin, 29.5.2019



Parteien

Peter Tauber, > Social Media. Soziale Medien in der politischen Kommunikation, 2013



Institutionen

> Les règles de la campagne électorale audiovisuelle et sur Internet – Vie publique – 2017

> Campagnes électorales : tout savoir sur les règles CSA et CNIPluralisme dans les médias audiovisuels. Règles « Informatique et Libertés »

> Protéger le pluralisme politique – site du Conseil supérieur de l’Audiovisuel > twitter.com/csaudiovisuel

> Digitalisierung. Politische Meinungsbildung im Netz Analyse 16.11.2018 – Christine Frohn – Website der Friedrich Naumann Stiftung
> Ouverture du Forum sur la Gouvernance de l’Internet – 13. November 2018 von H. Wittmann

Wir zitieren: „Les règles du Code électoral interdisent tout militantisme la veille du scrutin. Avec les Européennes le 26 mai, il faudra donc en principe faire silence toute la journée du 25.“ > Élections européennes : samedi, gare à votre militantisme sur les réseaux sociaux
Julien Lausson – 24 mai 2019 – Nuemerama

Code électoral: > Chapitre V : Propagande



Tagungen, Veranstaltungen

> futureaffairs19.re-publica.com/de – 29.5.2019

> AKK-„Welche Regeln gelten im digitalen Bereich?“ nimmt an der Bilderberg-Konferenz teil – Telepolis – 29. Mai 2019

> Future Affairs Konferenz im Auswärtigen Amt, Berlin, 29.5.2019: „Gemeinsam mit der re:publica veranstaltet das Auswärtige Amt am 29. Mai die “Future Affairs”-Konferenz: > #FUTaf19 . Die “Future Affairs”-Konferenz will die Auswirkungen der Digitalen Revolution in den Fokus nehmen. Unter dem Motto “Digital Revolution: Resetting Global Power Politics?” diskutieren Expertinnen und Experten aus aller Welt über die außen- und sicherheitspolitischen Folgen der Digitalen Revolution. Partnerregion der “Future Affairs”-Konferenz ist Lateinamerika und die Karibik.“ Vgl.dazu auf unserem Blog > Nachgefragt: Le Secrétaire général de la Semaine de l’Amérique latine et des Caraïbes, S. E. Philippe Bastelica, répond à nos questions – 17. April 2019

https://twitter.com/republica/status/1133634772369059840

Emmanuel Macron : > Ouverture du Forum sur la Gouvernance de l’Internet – 13. November 2018



Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften – Beiträge im Internet

> Réseaux sociaux : 10 règles d’or (justifiées) pour les journalistes – Par Marie-Catherine Beuth 18 mai 2011

Patrice Flichy, Internet et le débat démocratique in: Dans Réseaux 2008/4 (n° 150), pages 159 à 185.

Alexandre Eyries, > Une généalogie de la communication politique numérique Revue française des sciences de l’information et de la communication [En ligne], 12 | 2018, mis en ligne le 01 janvier 2018, consulté le 28 mai 2019. URL : http://journals.openedition.org/rfsic/3424 ; DOI : 10.4000/rfsic.3424

José Luis Dader, La transformation de la politique sur Internet : de la politique-spectacle à la cyberdémocratie d’activisme citoyen, in: , Netcom [En ligne], 26-1/2 | 2012, mis en ligne le 20 mars 2012, consulté le 29 mai 2019. URL : http://journals.openedition.org/netcom/90

> Vers une recomposition des pouvoirs : Internet et réseaux sociaux > ceriscope.sciences-po.fr

> Wie sozial sind soziale Netzwerke? – 30. Juli 2010 von H. Wittmann



Bücher

> Lesung und Gespräch:Marina Weisband, Wir nennen es Politik 16. März 2013 | Autor: Heiner Wittmann

> Lesebericht: McLuhan, Fiore, Das Medium ist die Massage 17. Juni 2011 | Blog Klett-Cotta – Autor: Heiner Wittmann

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à suivre

Rüstungsexporte. Nachgefragt: Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann antwortet auf unsere Fragen

Ganz aktuell: > Communiqué du ministère de l’Europe et des Affaires étrangères – Allemagne – Accord franco-allemand relatif au contrôle des exportations en matière de défense (14 novembre 2019) – Site du ministère de l’Europe et des des Affaires étrangères


Gerade hat die Süddeutsche Zeitung (16.5.2019) ein Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel veröffentlicht. Auf die Frage ”Wo sehen Sie gemeinsame Fortschritte?” gemeint sind die deutsch-französischen Beziehungen, sagt sie und verweist ausdrücklich auf gemeinsame Fortschritte mit Frankreich: “Beispielsweise in der Verteidigungspolitik. Da haben wir enorme Fortschritte erzielt. Wir haben beschlossen, zusammen ein Kampfflugzeug und einen Panzer zu entwickeln. Es ist doch ein großes gegenseitiges Kompliment und ein Zeichen des Vertrauens, wenn man sich in der Verteidigungspolitik stärker aufeinander verlässt.” Zu dem Projekt mit Kampfpanzern und den Hubschraubern kommt auch noch die Eurodrohne.

Aber in diesem Zusammenhang muss man auch an eine Schreiben der Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland, S. E. Anne-Marie Descôtes, erinnern, in dem sie sich kürzlich kritisch zu der deutschen Rüstungsexportpolitik geäußert hat: > Vom „German-free“ zum gegenseitigen Vertrauen: „Die wachsende Politisierung der deutschen Debatte zu Waffenexporten entspringt berechtigter Sorge.“ Der Titel ihres Beitrags, der auf der Website der Bundesakademie für Sicherheit veröffentlicht wurde, resümiert très clair et précis ihr Anliegen: Es wird Probleme beim Export von Waffen, besonders von gemeinsam hergestellter Waffensystemen, geben, falls dort keine deutsche Schraube drin sein darf. Es gilt also weiter am Vertrauen zu arbeiten. „Die Verteidigungsindustrie: Grundpfeiler der Verteidigung Europas, nicht existenzfähig in einem begrenzten Markt,“ diese Zwischenüberschrift verweist auf Ihr Anliegen: Verengt sich der Markt, kann die Verteidigungsindustrie nicht wirtschaftlich funktionieren. Im Grunde genommen beklagt die Botschafterin fehlende Rechtssicherheit. Aber sie will „Unsere Waffenausfuhrkontrollinstrumente besser verstehen und zum Prinzip des gegenseitigen Vertrauens zurückkehren“.

Unsere Redaktion mit unserem > TV-Team hat am letzten Samstag in Berlin Brigadegeneral a. D. Klaus Wittmann getroffen und nachgefragt:

Auf unsere Frage „Die Botschafterin der Französischen Republik in Deutschland, Ihre Exzellenz Mme Descôtes hat kürzlich in einem Beitrag für die Bundesakademie für Sicherheit die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung kritisiert. Wie ist ihr Papier einzuordnen?“ kam eine überraschende Antwort:

Unser Tonstudio hat den Ton dieses Videos am 21.5.2019 korrigiert:.

Frankeich und Deutschland exportieren Waffen in einem ähnlichen Umfang, trotzdem gibt es für bestimmte Regionen, eine deutsche Zurückhaltung. Aus welchen Gründen?Nimmt die Bundesregierung damit Friktionen mit den Partnern in Kauf?Werden diese Auswirkungen auf gemeinsame Projekte (Kampfflugzeug, Kampfpanzer und Eurodrohne) haben? Im > Aachener Vertrag steht  der Wille, gemeinsame Regeln für den Verkauf von Rüstungskooperationen zu finden und es gab am 14.1.2919  ein Abkommen zwischen Paris und Berlin: „Deutsch-französische Industriekooperation im Verteidigungsbereich – gemeinsames Verständnis und Prinzipien über Verkäufe“ : der SPIEGEL zitiert am 15.2.2019 aus diesem Papier:  „Die Parteien werden sich nicht gegen eine Transfer oder Export in Drittländer stellen.“  Reicht das, um die deutsch-französischen Wogen zu glätten? Wo könnten jetzt Kompromisslinien verlaufen?

Brigadegeneral Dr. Wittmann (geb. 1946) in Lübeck, trat im Oktober 2008 nach 42 Jahren Bundeswehrdienst in den Ruhestand. Er war Bataillons- und Brigadekommandeur), er hat Geschichte und Politik studiert  und sich in seiner Laufbahn u.a. auf die Sicherheitspolitik konzentriert: er War im BMVg, im NATO-Hauptquartier. Als Direktor Lehre an der Führungsakademie der Bundeswehr war er für die höhere Offiziersausbildung national zuständig. Zuletzt war er  Director Adademic Planning and Policy am NATO Defense College, Rom. Er war Mitglied der Kammer für Öffentliche Verantwortung, in der die > Friedensdenkschrift des Rates der EKD von 2007 entstand. Er ist Senior Fellow des Aspen Institute Deutschland und hat einen Lehrauftrag für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam.

Zum Nachlesen: > Ansprache des Präsidenten der Französischen Republik François Mitterrand aus Anlaß des 20. Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit -Website des Deutschen Bundestages

> PESCO Permanent Structured Cooperation: Mehr Zusammenarbeit bei der Verteidigung

> Waffenexporte und die Umsetzung des Gemeinsamen Standpunkts 2008/944/GASP

 

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