Archiv für die Kategorie 'Terrorismus'

Pressecafé mit Axel Veiel: Ein Jahr nach den Anschlägen

Mittwoch, 13. Januar 2016

13.1.2016 18 u h 30 – 20 h 00
Treffpunkt Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart

Nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo im Januar 2015 protestierten nicht nur Hunderttausende für die Pressefreiheit, es kam auch zu einem enormen Anstieg der Auflage des französischen Satiremagazins. Doch wie sieht es heute, ein Jahr danach aus? Wie hat Frankreich den Angriff verarbeitet? Haben sich die Menschen, hat sich die französische Presse durch die Tat verändert? Antworten darauf bekommt Ihr morgen um 18.30 Uhr in einem Pressecafé der VHS Stuttgart von Axel Veiel, Paris-Korrespondent der Stuttgarter Zeitung.

Eintritt frei
Pressecafé mit Axel Veiel: Ein Jahr nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo

P.S. In der Diskussion nach dem Vortrag von Axel Veiel ging es u. a. auch um den Zustand der deutsch-französischen Beziehungen:

Dazu passt das heutige Tweet von Emmanuel Macron – die Häufigkeitder Ministerbegegnungen nur als Beispiel unter vielen:

> L’attentat sur CharlieHebdo – „Un attentat terroriste, cela ne fait pas de doute“ François Hollande

> Lesebericht: Arno Grün, Wider den Terrorismus 24. April 2015 von Heiner Wittmann

charb

Das politische Vermächtnis des Chefredakteurs von Charlie Hebdo

CHARB, > Brief an die Heuchler

CHARB beendete diese Streitschrift am 5. Januar 2015, zwei Tage vor seiner Ermordung. Als Chefredakteur leitete er Charlie Hebdo, die wichtigste Satirezeitschrift Frankreichs. Seine Karikaturen machten ihn berühmt und weltweit zu einer der umstrittensten Persönlichkeiten. Mit dem heuchlerischen Vorwurf, Charlie Hebdo würde Angst und Aggression gegen den Islam entfesseln, vertuschen Presse und Politik ihren eigenen paternalistischen Rassismus. Bürgerliche Kreise heizen das rassistische Denken in der breiten Bevölkerung an und tragen eine Mitschuld am Vormarsch des Front National und vieler andere rechtsextremer Parteien in ganz Europa.

»Lieber stehend sterben, als auf Knien leben.« Charb

CHARB,
> Brief an die Heuchler
Aus dem Französischen von Werner Damson (Orig.: Lettre aux escrocs de l’islamophobie qui font le jeu des racistes)
Stuttgart: Tropen 2015
3. Aufl. 2015, 96 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-50229-9

Le président de la République a rendu hommage aux vitimes des attentats, Place de la République à Paris.

Sonntag, 10. Januar 2016

Am Sonntag, 10. Januar hat Präsident Hollande auf der Place de la République eine Gedenktafel zum Gedenken an die Terroropfer 2015 enthüllt:


[REPORTAGE] Hommage aux victimes des attentats von elysee


> Paris et Berlin, 14 novembre 2015 – Éditorial – #NousSommesUnis sur notre blog

27 novembre 2015: L’Hommage national – #FiersdelaFrance

Freitag, 27. November 2015

> Hollande : « La Nation toute entière pleure les victimes »

Im Innenhof der Invaliden werden gewöhnlich nur militärische Opfer gewürdigt. Präsident Hollande wünschte, dass die 130 zivilen Opfer der Terroranschläge in diesem Innenhof geehrt werden. Ihre Fotos wurden gezeigt, der Name jedes Opfers und das Alter wurden verlesen.

> Hommage national aux victimes des attentats du 13 novembre. (Hôtel national des Invalides)
Mit dem Text der Ansprache von Präsident Hollande


La cérémonie en intégralité. Nach der Rede des Präsidenten wurden die beiden Strophen der Marseillaise gesungen: 44:20:


Hommage national aux victimes des attentats du… von elysee


Die Ansprache von Präsident Hollande:


Discours de François Hollande lors de l’hommage… von publicsenat

Nach der Rede von François Hollande erklang eine andere Marseillaise, nach der Orchestrierung von Hecto Berlioz, gesungen von den Sängern der Oper von Paris und dem Chor der französischen Armee, die vom Orchester der Garde républicaine begleitet wurden.

Fast immer wird nur die erste Strophe “Allons enfants de la patrie” gesungen. An diesem Tag der Trauer erklang auch die 2. Strophe:

Refrain:
Aux armes, citoyens,
Formez vos bataillons,
Marchons, marchons !
Qu’un sang impur
Abreuve nos sillons

“Amour sacré de la Patrie
Conduis, soutiens nos bras vengeurs
Liberté, Liberté chérie
Combats avec tes défenseurs !
Sous nos drapeaux, que la victoire
Accoure à tes mâles accents
Que tes ennemis expirants
Voient ton triomphe et notre gloire!”

> La Marseillaise – Wikipédia

Gare de l’Est. Foto: Heiner Wittmann

En faveur de la mémoire des victimes du 13 novembre

Freitag, 20. November 2015

Jimmy Furet, Etudiant en informatique
> Pour la création d’un mémorial en l’honneur des victimes des attentats de janvier et novembre 2015 :
“ATTENTATS – Paris est blessée, Paris pleure. Les derniers attentats sont les plus meurtriers que la France n’ait jamais connus depuis la Seconde Guerre mondiale. En janvier, nous étions Charlie, mais nous étions surtout tous Français. Les terroristes ont voulu faire taire notre liberté d’expression, l’un des piliers de notre culture, mais la seule chose qu’ils ont réussie, c’est de tous nous unir face à l’adversité et la violence de leurs actes barbares. …” > Bitte weiterlesen.




> http://noussommesunis.wesign.it/fr

> Nous sommes unis — LIBERATION 15 novembre 2015


> #sprayforparis

Paris et Berlin, 14 novembre 2015 –
Éditorial – #NousSommesUnis

Samstag, 14. November 2015

Sechs Attentate in Paris in der Nacht vom 13. auf den 14. November. 129 Tote, 352 Verletzte, davon 99 Schwerverletzte. Der Horror und die Brutalität erschüttern uns alle bis ins Mark.

<<<< Twitter: #ParisAttacks

Und die Terrororganisation “IS” will oder soll dafür verantwortlich sein. Diese Angriffe gelten unserer gemeinsamen freiheitlichen Grundordnung. Wir dürfen sie nicht von außen weder von innen beschädigen lassen. Denn sie ist stärker als jeder ihrer Feinde.

Einer meiner Freunde hat mir geschrieben: “Il ne faut pas céder ni les uns ni les autres à la terreur, ni à la peur véhiculée par les médias.” Die Medien haben eine große Verantwortung, sie dürfen die von den Terroristen verbreitete Angst nicht schüren. Sachliche Berichterstattung ist angesagt.

Die Terroristen bringen den Islam in Misskredit, denken sie überhaupt so weit? Hoffen sie auf die Förderung des FN? Ihre Verbrechen bringen auch die Flüchtlinge in Misskredit. Diejenigen, die vor dem Terror, dem Tod, Krieg und Verfolgung fliehen, Schutz in der EU suchen, werden von den Terroristen hier indirekt verfolgt, um sie in die Nähe des Terrorismus zu rücken. Wenn wir zu unterscheiden wissen und Schutzbedürftigen die ihnen zustehende Hilfe und Sicherheit geben, ist das im Sinne des Satzes von Angel Merkel “Wir schaffen das”? Ihr Satz war doch so gemeint? Er galt unseren freiheitlichen Strukturen, den Menschenrechte, die bei uns uneingeschränkt Geltung haben, und deren Einschränkung wir uns in Europa nicht von außen diktieren lassen? Eher so, als nur alleine für die zahlenmäßige Größe der Zuwanderer.

Die Terroristen wird man nicht verstehen können. Ihnen würden auch die Worte fehlen, um ihre verblendeten Taten auch nur ansatzweise erklären zu können. Aber es könnte nicht schaden, wenn der Westen sich vermehrt über die Ursprünge ihres Hasses Gedanken macht. Der Friedensprozess im Nahen Osten begleitet uns schon immer, zu groß sind die Missverständnisse auf allen Seiten, zu wenig Ausgleich gibt es, zu viele ständig enttäuschte Hoffnungen. Dem entsetzlichen Leiden der Zivilgesellschaft in allen betroffenen Staaten, der Perspektivlosigkeit der Jugendlichen und den immer wieder enttäuschte Hoffnung auf Frieden muss Einhalt geboten werden. Was hat der Westen versäumt? Haben wir uns weggeduckt? Warum ist der “IS” so stark geworden?

Der Beweggrund für unseren Blog ist die phantastische Verbindung von Literatur, Geschichte und Politik in Frankreich. Wenn Schüler beginnen, diese Verbindung zu verstehen, dann haben sie unendlich viel mehr begriffen als nur Französisch gelernt. Vokabeln und Grammatik reichen nicht aus, um einen Einblick in unser Nachbarland zu bekommen. Es ist der ständige Austausch zwischen Literatur und Politik, der die französische Geschichte in ganz besonderer Weise in allen Epochen prägt. Eine solche Beobachtung gilt auch für andere Länder, aber für Frankreich eben in ganz besonderer Weise. Das Land, in dem 1789 die Menschen- und Bürgerrechte veröffentlicht wurden, von denen der “IS” nichts wissen will.

Wir müssen alle zusammen Antworten auf den unsinnigen Hass finden, mit denen die selbsternannten Kämpfer des “IS” die Menschen im Nahen Osten und im Westen in Angst und Schrecken zu versetzen suchen. Versichern wir unseren französischen Freunden, dass die Solidarität, die im Herzen unserer Freundschaft steckt, keine bloße Worthülse ist. Nach den Beileidsbezeugungen wird unsere Solidarität nicht vorbei sein. Serrons le rang, wir rücken zusammen. Das gilt nicht nur für Frankreich und Deutschland, sondern für alle Mitglieder der EU. Wir müssen dieses wunderbare Projekt eines vereinten Europas, das nach der deutsch-französischen Aussöhnung geschaffen wurde, zu unserem besten Exportartikel machen. In dieser EU sind Kriege fehl am Platze und werden von ihren Mitgliedern geächtet. Darum beneiden uns viele Staaten in der Welt. Was erzeugt denn den Hass? Unsere Freiheit? Die Menschenrechte? Unsere Toleranz? Oder nur das Gefühl, daran nicht teilhaben zu dürfen? Wir wissen, dass die Probleme viel tiefer liegen, aber wir wollen nicht die Gedankengänge derjenigen, die unsere Freiheit verteufeln, zu erklären versuchen. Halten wir es mit Sartre. Der Mensch ist frei, und er ist für diese Freiheit verantwortlich, und diese Verantwortung darf die EU nicht alleine nur durch ihre Existenz wahrnehmen, sie muss sie jeden Tag durch Taten und durch Zusammenhalt behaupten und sie nach außen wirkungsvoll vertreten. Zäune und Abschottung sind kontraproduktiv.

Wenn jetzt das Brandenburger Tor in Berlin auf dem Pariser Platz, wo auch die Französische Botschaft steht, in den Farben Frankreichs erstrahlt, erinnert Deutschland Frankreich an unsere Freundschaft, unseren Respekt, unsere gemeinsamen Werte.

Najat Vallaud-Belkacem: Message suite aux attentats du 13 novembre

Samstag, 14. November 2015

Nous reproduisions ici la letttre de Mme N. Vallaud Belkacem aux professionnels de l’éducation:
Envoyé: Samedi 14 Novembre 2015

Madame, Monsieur,

Les attentats terroristes qui ont frappé Paris et la Seine-Saint-Denis ce vendredi 13 novembre ont atteint une nouvelle fois le cœur de notre République et nous ont tous bouleversés. Le Président de la République a déclaré l’état d’urgence et trois jours de deuil national.

Toutes mes pensées vont vers les victimes de ces actes abominables et leurs proches.

En tant que professionnel de l’éducation, vous serez dès lundi devant vos élèves, des plus jeunes aux plus âgés. Des élèves auxquels rien de cette tragédie n’aura échappé et qui vous interrogeront sans aucun doute, vous qui êtes pour eux des repères importants. Parce que vous leur offrez les savoirs nécessaires à la compréhension du monde d’aujourd’hui, il est important que vous puissiez leur répondre. Ce dialogue, je le sais, n’est jamais évident à mener. Pour vous aider dans cette difficile mission, des ressources spécifiques sont mises à votre disposition : http://eduscol.education.fr/cid95370/savoir-accueillir-la-parole-des-eleves-apres-les-attentats-terroristes-en-ile-de-france.html
Vos chefs d’établissement et vos inspecteurs sont par ailleurs mobilisés pour vous accompagner ou organiser collectivement ces temps d’échange.

Enfin, comme l’a décidé le Président de la République, une minute de silence sera respectée dans l’ensemble des services publics ce lundi 16 novembre. Dans les écoles et les établissements scolaires, il est important que ce moment de recueillement, dont la forme doit prendre en compte l’âge des élèves, puisse être précédé de ces temps d’échange avec les élèves.

Des consignes complémentaires ont été envoyées à tous les Recteurs et Rectrices et vont parvenir à vos directions.

L’École de la République transmet aux élèves une culture commune de la tolérance mutuelle et du respect. Chaque élève y apprend à refuser l’intolérance, la haine et la violence sous toutes leurs formes. C’est malheureusement dans des heures aussi douloureuses que celles que nous vivons actuellement que l’importance de cette mission apparaît avec autant de force et d’intensité.

Madame, Monsieur, dans ce moment grave, je vous renouvelle mon soutien et vous remercie pour votre professionnalisme et votre mobilisation.

Najat Vallaud-Belkacem
Ministre de l’Éducation nationale, de l’Enseignement supérieur et de la Recherch

Der Frankreich-Blog auf

France-blog.info auf Facebook

Follow FranceBlogInfo on Twitter


> #presidentielle2022


> #CoronaVirus - COVID-19-Krise

> Der Autor dieses Blogs

> Konzeption unseres Blogs

> Fehler auf unserem Blog

> Impressum

> Datenschutz

> Anfragen für Vorträge, Workshops und Fortbildungen


> Beiträge mit Aufgaben für Schüler/innen

> Apprendre le français – faire des exercices ****


Immer aktuell:

> Twittern für die deutsch-französische Kooperation

> Twittern. Frankreich und Deutschland in der EU

> Deutsch-französisches Twittern, aus der Perspektive der Außenministerien

> Deutsch-französische Beziehungen: Suchen im Internet – Linklisten


> Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe

> Digital unterrichten – Enseigner avec le numérique = Ein Handbuch für das digitale Lernen

> Argumente für Französisch

> Apprendre l’allemand: Argumente für Deutsch

> Unsere Videos

> Unsere Videos auf Twitter Schüleraustausch?

> Kleinanzeigen auf der Website des DFJW/OFAJ

> Froodel.eu - Entdecke Deine französische Welt