Archiv für die Kategorie 'Theater'

Nachgefragt: Pedro Kadivar, Une littérature-monde ?

Montag, 23. Januar 2017


Bei den > Litprom Literaturtagen 2017 – „Weltwandeln in französischer Sprache“ sind wir dem Regisseur Pedro Kadivar begegnet und konnten mit ihm über seine Werke und seine Mehrspachigkeit sprechen:

Pedro Kadivar kam im Alter von 16 Jahren 1983 nach Paris, machte dort sein Abitur und studiert an Paris-III Sorbonne-Nouvelle, und er spielte gleichzeitig Theater. Die Inszenierung von Heiner Müllers Acte de décès am Théâtre du Rond Point in Paris war der Durchbruch. 1996 ging er nach Berlin, lernte Deutsch, wurde mit 2002 in Berlin mit einer Arbeit über Proust, (auf deutsch), die unter dem Titel Proust ou Esthétique de l’entre-deux veröffentlicht wurde, (L’Harmattan 2004) promoviert.

Wir haben Pedor Kadivar gefragt, was die Frankophonie für ihn bedeutet. Und wir haben ihn auch danach gefragt, wie er Französisch und dann Deutsch gelernt hat. Für die gelebte Mehrsprachigkeit ist Kadivar ein echtes Vorbild.

2006 entsteht Pièce d’automne-Un jour d’automne quelque part auf Deutsch im Pargamonmuseum Berlin. Der Text dieses Stückes wird von der Zeitschrift “Les temps modernes” (n° 643-644, Gallimard) publiziert. 2007 folgt Sprachlos (Vœu de silence), ebenfalls inszeniert im Pargamonmuseum. Pièce d’hiver-Une visite au musée, entsteht 2008. Das dritte Stück Pièce de printemps-Pays natal wird als Lesung 2011 beim Festival des Francophonies im Limousin vorgetragen.

> Pedro Kadivar

Pierre Meunier: Au milieu du désordre

Freitag, 7. Oktober 2016

Photo : Alain JULIEN Photo : Alain JULIEN

Im Rahmen > Französische Wochen im Großraum Stuttgart 12.-23.10.2016:

Freitag, 14. Oktober 20.00 Uhr | Theater Rampe, Filderstraße 47, 70180 Stuttgart

Die ungewöhnliche Inszenierung eines nachdenklichen und humorvollen Monologs über … einen Haufen Steine. Ausnahmeregisseur Pierre Meunier sprocht bildgewaltig über Steine, Federn, Steinhaufen, deren Fall und Bewegungen. Eine Reihe philosophischer Gedankengänge und so viele Fragen und Erfahrungen, die Raum für den Austausch mit dem Zuschauer schaffen, um Gedanken über die schnelllebige Zeit zu entwickeln: Zeit zu staunen, sich zu empören, in Gesellschaft mit diesem Alchemisten des Banalen zu lachen.

„Pierre Meunier gilt in Frankreich als Ausnahmeerscheinung, vereint er doch die Berufe des Autors, Schauspielers, Regisseurs und Bühnenbildners in einer Person und lässt sich obendrein mit seiner Arbeit in kein gängiges Schema einordnen.“ (www.european-cultural-news.com / Online Kultur Magazin)

Ab 12 Jahren

In Französischer Sprache mit Übersetzungshilfe

Eintritt: 16 €/9 €
Kartenreservierung: karten@theaterrampe.de, 0711/620090915

Veranstalter: Institut français Stuttgart und Theater Rampe in Zusammenarbeit mit FITZ Stuttgart. Mit freundlicher Unterstützung des Bureau du Théâtre et de la Danse und der Stadt Stuttgart.

Zum 4. Mal: Der Theaterpreis der VDFG.

Freitag, 29. Mai 2015

Die > Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V. verleiht in Kooperation mit der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. im Rahmen ihres 60. Jahreskongresses 2015 in Düsseldorf am 20. September 2015, zum vierten Mal den Theaterpreis der VDFG.

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Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

Oberstufenkurse deutscher Gymnasien, Seminare der Romanistischen Fakultäten deutscher Universitäten, Arbeitsgemeinschaften oder andere vergleichbare Initiatoren, die im Schuljahr/Universitätsjahr 2014/2015 französischsprachiges Theater, Sketche, Performancen einstudiert und öffentlich aufgeführt haben oder aufführen werden können sich für den Theaterpreis bewerben. Stücke, die im Blick auf den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 das Thema „Frieden“ aufgreifen, sind besonders willkommen.

Die Bewerber reichen bis zum 26. Juni 2015 einen DVD-Videomitschnitt und einen Bericht über die Genese des Vorhabens, den Verlauf und die Auswertung bei der VDFG ein. Eine unabhängige Jury, koordiniert durch die Vereinigung der Französischlehrerinnen und –lehrer (VdF), wird die Preisträger ermitteln. Ausgelobt sind ein 1. Preis mit einem Preisgeld von 1.000 €, ein 2. Preis mit einem Preisgeld von 500 € und ein 3. Preis mit einem Preisgeld von 250 €. Eine kurze szenische Vorstellung des Erstprämierten ist programmlich in geeignetem Rahmen erwünscht.

Meldungen mit den erforderlichen Anlagen an: Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e.V., Postfach 1106, D 55001 Mainz.
Rückfragen an: Gereon Fritz, Raiffeisenweg 16, D 59929 Brilon, + 49.2961/53324 mfgfritz@versanet.de

> Ausschreibung Jugendtheaterpreis 2015 – deutsch
> Appell d’offres: Prix de theatre de la VDFG – français

Die Jahrestagung der Groupe d’études sartriennes GES 2015 in Paris

Dienstag, 17. Februar 2015

Die Jahrestagung der > Groupe d’études sartriennes GES 2015 wird am 19. und 20. Juni 2015 in der Universität Sorbonne in Paris stattfinden.

Es sind drei Themenblöcke vorgesehen: 1. Écrire, militer, s’engager : les styles de Sartre, 2. Le Saint Genet : morale, éthique, politique und 3. Varia, die eine besonders spannende Tagung versprechen.

> Appel à communications 2015 *.pdf

Die Vorschläge für Vorträge – Titel und Resümee in einem Absatz – sind an die beiden Secrétaires du GES bis zum 10. März 2015 zu senden: Alexis Chabot > alexis.chabot@orange.fr oder Florence Caeymaex > F.Caeymaex@ulg.ac.be. Die Vorträge dürfen 30 Minuten nicht überschreiten.

Beim ersten Thema Écrire, militer, s’engager : les styles de Sartre geht es um die Frage der Écriture engagée, des Engagierten Schreiben. Gemeinhin wird damit die Vorstellung verbunden, ein Schriftsteller wird auf einen Umstand oder einen Vorgang aufmerksame, möchte ihn ändern und macht sich daran, darüber etwas zu schreiben. Engagier Dich, sagen seine Freunde oder seine Leser. Es gibt sogar einen Eintrag in Wikipedia > Engagierte Literatur, der sich im ersten Satz auf Metzlers Literaturlexikon bezieht: “Als Engagierte Literatur bezeichnet man im weitesten Sinne jede Literatur, die ein politisches, soziales, religiöses oder ideologisches Engagement erkennen lässt und dieses mit den Mitteln der Literatur vorträgt und verficht.” und dann auch noch als Beleg anführt, der Begriff solle von Jean-Paul Sartre stammen : “Der Begriff Engagierte Literatur wurde 1945 von J. P. Sartre geprägt.[2]” (ib.) Vielleicht müsste die Kollektive Intelligenz von Wikipedia bei Sartre selbst nachschauen, denn er versteht das Engagement des Schriftstellers ganz anders. Was er auch schreibt, der Schriftsteller steht dafür mit seiner Verantwortung ein, daraus folgt, er ist immer engagiert, sowie er die erste Silbe schreibt: “Parler c’est agir: toute chose qu’on nomme n’est déjà plus tout à fait la même, elle a perdu son innocence,” erklärt Sartre in Qu’est-ce que la littérature? (Paris 1948, S. 59) Vgl. dazu H. Wittmann, >Sartre und die Kunst. Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert, Tübingen, Narr, S. 61-72.

Die Groupe d’études sartiennes fragt in Ihrem Themenvorschag für das Juni-Kolloquium: “La théorie de l’engagement développée dans l’après-guerre est l’un des aspects les plus fameux et les plus controversés de l’oeuvre de Sartre. Souvent interprétée comme une injonction lancée aux écrivains, alors que l’engagement est pour Sartre un état de fait découlant de la nature même de l’acte d’écrire, elle n’a cessé de poser la question de la conciliation complexe d’une telle conception et de la préoccupation proprement littéraire : l’écriture, le style, la recherche esthétique et le déploiement de l’imaginaire seraient vraiment-ils négligés par l’auteur de Qu’est-ce que la littérature ?” und trifft damit den Kern der Sartreschen Literturtheorie: vgl. H.W.: > Appeler un chat un chat. Sartre et les lettres,Vortrag. Le colloque annuel du Groupe d’Etudes sartriennes, 24 juin 2011 en Sorbonne à Paris:

ges-sartre.fr

> www.ges-sartre.fr

Das zweite Thema dreht sich um die Biographie, die Sartre 1952 zu Jean Genet verfasst hat. Über 750 Seiten! Nicht nur ein Vorwort zu den Gesammelten Werken von Genet, sondern gleich deren erster Band: Sartre, Jean Genet. Comédien et martyr, in: J. Genet, Œuvres complètes, t. I., Paris 3/1952. “Tu es un voleur”, muss sich der kleine Jean anhören, als er beim Diebstahl ertappt wird. Diese Szene prägt ihn, er gleitet ab, fängt sich aber und wird ein berühmter Theaterautor. Wie macht sich ein Individuum zum Künstler, fragt Sartre implizit in seiner Studie, die nicht unbedingt nur eine Biographie ist. Der Schlüssel zum Verständnis des Saint Genet wird in dessen letztem Kapitel dargelegt: « Prière pour le bon usage de Genet » « Seule la liberté peut rendre compte d’une personne en sa totalité » womit Sartre auf die Schwächen der psychoanalytischen und der marxistischen Erklärungsansätze hinweist. Die Groupe d’études sartriennes bezeichnet den Saint Genet in ihrem Themenvorschlag: als ein “œuvre de transition entre L’être et le néant et la Critique de la Raison dialectique, où l’on voit se transformer les questions de la philosophie existentielle en direction d’une pensée historique et politique, et résolument dialectique : le problème de la liberté comme libération à travers, notamment de l’exploration renouvelée du rôle de l’altérité — non seulement sous la figure d’un autrui particulier, mais aussi sous celle de la division sociale, historiquement constituée — dans la dynamique du rapport à soi ; le problème de la « valeur » et de la constitution du désir à travers l’exploration du rôle de normes morales socialement constituées — l’ouvrage trouvant ici sa place entre les Cahiers pour une morale et les conférences sur Morale et histoire.” Es geht also um den Freiheitsbegriff bei Sartre und darum, wie Sartre mit den > Studien über Künstler Philosophie, Kunst und Literatur in seinem Werk miteinander verbunden hat.

sartre-gesellschaft

> www.sartre-gesellschaft.de

Institut français de Stuttgart:
Tous en scène : Theater-Workshop

Montag, 12. Januar 2015

Samstag, 17. Januar 2015 | 14.00 – 17.00 Uhr

Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

“Ich liebe es, Theater zu spielen. Es ist so viel realistischer als das Leben.” (Oscar Wilde)

Bei “Tous en scène!”, dem Theaterworkshop am Institut français lernen Sie Ihren Körper und Ihre Stimme einzusetzen, ein neues Raumgefühl zu entdecken und sich in eine andere Rolle zu versetzen. Positive Nebeneffekte des Workshops: Vorstellungskraft entwickeln, selbstbewusster Auftreten und sich von Theaterpädagogin Virginie Bousquet inspirieren lassen. Der Workshop wird auf Französisch abgehalten, die Sprache sollte jedoch kein Problem darstellen. Der Workshop wird auf Französisch abgehalten, die Sprache sollte jedoch kein Problem darstellen. Kursinhalte sind Aufwärm- und Zweierübungen, Improvisationstraining, Präsentation der erarbeiteten Szenen.

Ab 16 Jahre. Die Kosten sind 20€ (Für Schüler und Studenten ist die Teilnahme kostenlos.)

Anmeldung: > info.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711/2392513.

Veranstalter: > Institut français Stuttgart

Luciole und Nico K im Institut français de Stuttgart

Mittwoch, 29. Januar 2014

Institut français Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart
30.01.2014, 20:00 Uhr – 22:00 Uhr

Am 30. Januar bietet sich Ihnen die Gelegenheit, Luciole und Nico K, zwei aufstrebende und vielversprechende Solokünstler aus der französischen Slam-Szene, bei ihrem gemeinsamen Konzert zu erleben.

Bereits während ihrer Schulzeit hat Luciole ihre Leidenschaft für das Texten entdeckt. Mal singend, mal flüsternd oder murmelnd, mal klar und deutlich erzählt sie Geschichten von Begegnungen, von Liebschaften, die zu Ende gehen, Geschichten vom Warten. Nico K gibt sich dem Rap und der Improvisation hin und erzählt dabei Geschichten über das Sprechen selbst, über die Sucht und über allerlei Widersprüche. Luciole liebt die akustische Gitarre, Nico Ks Leidenschaft ist die elektronische Musik.

Im Rahmen des Konzerts vereinen die beiden Künstler ihre einzigartigen Herangehensweisen und lassen das Publikum an einer außergewöhnlichen Verbindung von Gesang, akustischen Klängen und Elektro-Slam teilhaben.

Der Eintritt ist frei.

> Die Neueröffnung des Institut français in Stuttgart

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