Archiv für die Kategorie 'Politik'

Sartre en Sorbonne : Die Tagung der Groupe d’études sartriennes GES am 24./25. Juni 2016

Mittwoch, 22. Juni 2016

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François Mitterrand im Europaparlament, 17. Januar 1995

Freitag, 17. Juni 2016

> Ségolène Royal, Ministre de l’Ècologie, hat auf Dailymotion an die Rede von François Mitterrand im Europaparlament erinnert, die er dort am 17. Januar 1995 gehalten hat. Eine Gelegenheit für ihn, vor Vorurteilen und Nationalismen zu warnen.

> Discours de M. François Mitterrand, Président de la République, sur le programme de la présidence française de l’Union européenne, notamment en matière d’élargissement, d’union économique et monétaire, d’organisation de l’Europe sociale, d’identité culturelle et de sécurité, devant le Parlement européen à Strasbourg le 17 janvier 1995.

Der Videoausschitt enthält die letzten Passagen seiner Rede:

„Il se trouve que les hasards de la vie ont voulu que je naisse pendant la première guerre mondiale et que je fasse la seconde.“ …


François Mitterrand à Strasbourg en 1995 von segolene-royal

„- Je m’en suis rendu compte, lorsque j’étais prisonnier, en cours d’évasion. J’ai rencontré des Allemands et puis j’ai vécu quelques temps en Bade-Wurtemberg dans une prison, et les gens qui étaient là, les Allemands avec lesquels je parlais, je me suis aperçu qu’ils aimaient mieux la France que nous n’aimions l’Allemagne. Je dis cela sans vouloir accabler mon pays, qui n’est pas le plus nationaliste loin de là, mais pour faire comprendre que chacun a vu le monde de l’endroit où il se trouvait, et ce point de vue était généralement déformant. Il faut vaincre ses préjugés.“

Charles de Gaulle, Discours de Bayeux, 16 juin 1946

Donnerstag, 16. Juni 2016

Am 16. Juni 1946 hielt General Charles de Gaulle in Bayeux eine Rede, > le discours de Bayeux, die als Gründungsurkunde der V. Republik (*1958) gelten darf. Im September 1958 kam er als letzter Ministerpräsident der IV. Republik (1946-1958) an die Macht zurück und begründete kurz darauf die V. Republik und wurde von einem vergrößerten Wahlkollegium mit einem Mandat von 7 Jahren zum erste Staatspräsident der V. Republik gewählt.

La statue du général de Gaulle sur l’avenue des Champs-Élysées à Paris, une œuvre de Jean Cardot. >>>

Er hatte sich nach dem Krieg auf seinen Landsitz Colombey-les-deux-Églises zurückgezogen und wollte mit dem Streit der Parteien nichts mehr zu tun haben. Das sagte er auch in Bayeux: „Bref, la rivalité des partis revêt chez nous un caractère fondamental, qui met toujours tout en question et sous lequel s’estompent trop souvent les intérêts supérieurs du pays.“ Und dort skizzierte er auch die Institutionen, so wie er sie sich vorstellte: „C’est donc du chef de l’État, placé au-dessus des partis, élu par un collège qui englobe le Parlement mais beaucoup plus large et composé de manière à faire de lui le président de l’Union française en même temps que celui de la République, que doit procéder le pouvoir exécutif. Au chef de l’État la charge d’accorder l’intérêt général quant au choix des hommes avec l’orientation qui se dégage du Parlement.“

> GENERAL DE GAULLE Discours de Bayeux de 1946. -Vidéo extrait 11 min

Ein Staatschef, der über den Parteien steht. Nach der Verfassungsreform von 1962 wurde der Präsident vom Volk gewählt. Die erste Stichwahl fand 1965 statt: de Gaulle gegen Mitterrand.

2000 wurde das Verfassungsgefüge der V. Republik durch eine > Verfassungsreform erheblich verändert, das Septennat – das siebenjährige Mandat des Präidenten – wurde auf das > Quinquennat reduziert. Künftig werden der Staatspräsident und die Nationalversammlung im gleichen Jahr nacheinander mit gleicher Mandatsdauer gewählt. Es könnten sich Überschneidungen ergeben, wenn der Präsident einmal die Nationalversammlung auflösen würde, und er oder sein Nachfolger nach ihrer Wahl auf eine Auflösung verzichten würden… Das ist bis jetzt nicht der Fall, 2017 werden die Parlamentswahlen kurz nach der Wahl des Staatspräsidenten stattfinden. Die Verkürzung seines Mandat hat dem Präsidenten in gewisser Weise seine Stellung gemäß de Gaullle „au-dessus des partis“ genommen, denn der Präsident scheint immer mehr auch der Präsident der Mehrheit im Parlament zu werden, oder zumindest von ihr abhängig zu werden. Jede Kritik an der Entwicklung der V. Republik muss die Vorstellungen ihres Gründers berücksichtigen, um die Art und Weise wie sich die von ihm begründeten Institutionen verändert haben, verstehen und beurteilen zu können.

> Charles de Gaulle, Discours de Bayeux, 16 juin 1946 auf der Website > www.charles-de-gaulle.org

> Charles de Gaulle (22.11.1890-9.11.1970) – 11.11.2014 – auf unserem Blog

Specque „Die Einwanderungspolitik in der EU“

Dienstag, 14. Juni 2016

Freitag, 24. Juni, 13.30 Uhr (Schüler), 16.00 Uhr (Erwachsene) |
Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

Ob Europakommissar, Berichterstatter oder Europaabgeordneter – bei SPECQUE (Simulation du Parlement Européen Canada-Quebec-Europe) werden die Teilnehmer für ein paar Stunden ein Europa-Politiker. Die größte französischsprachige Simulation des Europäischen Parlaments verfolgt das Ziel, den Teilnehmern Einblicke in gegenwärtige europäische Angelegenheiten und in die Funktionsweisen des Europäischen Parlaments zu geben. Neben wissenschaftlichen Aspekten fördert die Simulation durch den Ideen- und Meinungsaustausch eine Erweiterung des Horizonts und den Austausch der Teilnehmer aus Europa und Kanada.

Bei der gemeinsam mit der Universität Stuttgart organisierten Ausgabe des Planspiels werden auf Basis ausgewählter Texte Debatten zum Thema „Die Einwanderungspolitik in der EU“ simuliert.

Programm (Schüler):
13.30 Uhr: Grußwort und Einführung, Verteilung der Rollen
13.45 Uhr: Gruppentreffen, Festlegung politischer Positionen, Debatten zwischen den Europaabgeordneten der Gruppe
15.30 Uhr: Schlussabstimmung

Programm (Erwachsene):
16.00 Uhr: Grußwort und Einführung, Verteilung der Rollen
16.15 Uhr: Gruppentreffen, Festlegung politischer Positionen, Debatten zwischen den Europaabgeordneten der Gruppe
19.00 Uhr: Schlussabstimmung

Die Veranstaltung findet in deutscher und französischer Sprache statt und ist Teil der Veranstaltungsreihe „INTER KULTUR FOTO ART Syrien: Krieg – Flucht – Ankunft. Perspektiven junger französischer, syrischer und deutscher Fotografen“.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung bis zum 21.6. und nähere Informationen unter: praktikant.ling.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711/239 25 24 (Schüler), info.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711/239 25 13 (Erwachsene)

Veranstalter: Institut français und Universität Stuttgart.

Zu diesem Thema auf unserem Blog:

> Bericht von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer und Herrn Jean-Marc Ayrault zur Förderung der Integration in unseren Gesellschaften
Dazu: > Flüchtlinge und Integration: Akteure der deutsch-französischen Zusammenarbeit

> Flüchtlinge und die Gesetze in Europa, Frankreich und Deutschland

> Défenseur des droits : Les droits fondamentaux des étrangers en France

> Nachgefragt. CNCDH: Le rapport sur la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la xénophobie

Emiliano Grossmann: Die Französische Demokratie am Scheideweg

Donnerstag, 9. Juni 2016

> 29 mai 2016 : Les commémorations de la bataille de Verdun


e-grossmannDonnerstag, 9. Juni, 19.30 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

Generalkonsul Nicolas Eybalin hat den Gast begrüßt:

Die Krisenjahre haben die französische Politik gebeutelt. Die Beliebtheitsgrad des französischen Präsidenten François Hollande hat bis dahin undenkbare Tiefen erreicht. Die immer beeindruckenderen Erfolge des Front National zeugen ebenfalls von der wachsenden Enttäuschung französischer Wähler mit den klassischen Regierungsparteien.

In seinem Vortrag diskutiert Prof. Dr. Emiliano Grossman (SciencePo Paris) eine Serie möglicher Erklärungen für diese Entwicklung. Die Wurzeln der gegenwärtigen Krise liegen, so die These, nicht allein im französischen politischen Wettbewerb, sondern in den Institutionen der 5ten Republik. Diese erweisen sich als reformbedürftig und können zum großen Teil den Unmut der französischen Wählerinnen und Wähler erklären.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Eintritt frei. Anmeldung unter: > info.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711/239 25 13

Veranstalter: Institut français Stuttgart & IZKT. Mit freundlicher Unterstützung der DVA-Stiftung.

Enseigner l’allemand – Französisch unterrichten

Donnerstag, 26. Mai 2016

Ein Editorial > aus Verdun an diesem Wochenende:

Es ist nicht einfach, die genauen Zahlen herauszufinden: wieviele Schüler lernen Deutsch in Frankreich, wieviele lernen Französisch in Deutschland. Ca 18 % in Franrkreich, ca 22 % in Deutschland… aber man müsste genauer hinsehen, z. B. um herauszufinden, wieviele Schüler in Deutschland Französisch schnell wieder abbrechen, das Fach Französisch aufgeben, bevor sie mit der französischen Literatur in Berührung gekommen sind. Trotz der offiziellen Bemühungen seitens der Regierung in Frankreich und seitens der Landesregierungen in Deutschland, es sieht nicht allzu rosig mit beiden Fächern aus.

1986 wurde uns in NRW drei Monate vor dem Staatsexamen erklärt, dass kein Lehrer, geschweige denn mit dem Fach Französisch auf absehbare Zeit eingestellt werde. Leider gab es damals keinen vergleichbaren Aufstand wie heute in Frankreich, sobald es Anzeichen gibt, die Regierung wolle den Deutschunterricht kürzen. Erst viele Jahre danach kamen wieder junge Französischlehrer in die Schulen. Und im Nachhinein wundert man sich, dass die Attraktivität des Faches stetig zugunsten anderer Sprachfächer abgenommen hat. Ein oder zwei Französisch-Lehrer-Generationen hat man nicht in die Schule gelassen. Die Enttäuschung war 1986 nach der Rieseninvestition des Studiums in Paris und Bonn einschließlich der Referendarzeit ganz erheblich. Das Fach wurde von der Politik nicht mehr ernst genommen, stattdessen wurden in NRW großzügig-ideologisch Gesamtschulen gefördert.

Das OFAJ/DFJW leistet eine vorbildliche Arbeit, alle Jugendlichen die in irgendeiner Form bei seinen vielen Projekten dabei waren, besitzen einen unschätzbaren Gewinn für ihr ganzes Leben; viele Schulkarrieren sind von Erlebniseen mit dem OFAJ/DFJW neu orientiert worden. Und dabei ist das Erfolgsmodell OFAJ/DFJW ist zu wenig bei den Französischschülern bekannt. Man könnte auch sagen, dass bei den Schülern, die noch nicht die Tragweite der deutsch-französischen Beziehungen begriffen haben, auch kein Verlangen nach einer Förderung durch das OFAJ/DFJW besteht. > Viel Werbung für das OFAJ/DFJW machen? Das machen wir auf unserem Blog sehr gerne. Allein aus finanziellen Gründen scheint es so, dass das OFAJ/DFJW eine steigende Nachfrage wegen nicht ausreichender Mittel gar nicht positiv beantworten könnte.

> Die Eröffnungsrede von Professor Kolboom auf dem VDF-Bundeskongress in Bochum – 4. März 2013

> Was können Sie mit Französisch machen ? Die Antworten von Bernd Schmidt – 21. März 2016

> Das Fach Französisch verdient mehr Aufmerksamkeit – 15 September 2011

Bevor wir mehr Werbung für die beiden Fächer machen werden, müssen wir viel weiter oben anfangen. Und jetzt sind die Politiker gefragt. Wir brauchen wieder ein Projekt, dass den Jugendlichen in beiden Ländern die Augen öffnet für die deutsch-französischen Möglichkeiten und die gemeinsame Verantwortung für Europa. Machen wir Europa wieder für Jugendliche attraktiver! Ein Blick in die europäische Geschichte. So lange Frieden, das ist der Supererfolg von Europa, und das muss gerade > an diesem Wochende in Verdun als besondere Botschaft an die Jugend in Europa und in der Welt mehrmals, sehr laut und deutlich gesagt werden. Also wir brauchen ein neues europäisches Projekt. Ein echter deutsch-französischer Freiwilligendienst, – Austausch, Praktika, Sozialdienste, das andere Land kennenlernen – die Erfolgsmodelle > Service civique en France und den Freiwilligendienst OFAJ/DFJW > volontariat.ofaj.org/de/ vergrößern – um einen Service civique zu schaffen der den anderen Mitgliedsstaaten offensteht, ferait l’affaire. Nota bene: Frankreich und Deutschland setzen den anderen Mitgliedern der EU nichts vor, le franco-allemand als Geschenk beider Staaten für Europa und die Welt ist eine Dauerwerbeveranstaltung für eine gelungene Aussöhnung, um die uns alle ähnlich hart betroffenen Länder in der Welt beneiden. In welchen Regionen der Welt flattern die > Fahnen der einstigen Gegner zusammen in einer Stadt, die und deren Region in so entsetzlicher Weise unter dem mörderischen Krieg gelitten hat?

Sprache ist nur ein Mittel. Und der eigentliche Zweck wird beim Erlernen der Nachbarsprache gar nicht so deutlich. Für deutsche Schüler wäre das die innige Verbindung zwischen Literatur und Poltik in Frankreich, das Gewicht der deutsch-französischen Beziehungen, le rayonnement de la langue française via der Frankophonie in der Welt, Frankreich als Heimat und Ursprung der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte… Sicher das kommt alles in Découvertes vor, aber wird das alles auch von der Politik den Schülern im Rahmen eines europäischen Projektes angeboten? Fortsetzung folgt.

Ohne Abstimmung gültig: 49-3 (II)

Mittwoch, 11. Mai 2016

Abstimmung über das Misstrauensvotum, Do., 16 h: Direkt aus der Nationalversammlung
> Les agendas de l’Assemblée nationale


Premierminister Manuel Valls hat> Artikel 49 Abs. 3 der Verfassung eingesetzt. Es geht um die Abstimmung über die > Loi travail:

> Ohne Abstimmung gültig: 49-3 – 18. Januar 2015

Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

Wenn die Regierung weiß, dass sie für ein Gesetzesprojekt in der Nationalversammlung keine Mehrheit bekommt, kann sie mit dem Artikel 49/3 den Abgeordneten sagen, ich stelle die Vertrauensfrage und verknüpfe sie mit diesem Gesetzesvorhaben. Wenn die Abgeordneten dann mit der absoluten Mehrheit aller Stimmen in der Nationalversammlung für den Entzug des Vertrauens stimmen, muss der Premierminister beim Präsidenten die Demission der Regierung einreichen. Wird die Mehrheit für den Entzug des Vertrauens nicht erreicht, bleibt die Regierung natürlich im Amt, und das Gesetz? Gilt als von den Abgeordneten – ohne Abstimmung – als angenommen. Umgangssprachlich: Die Regierung sagt zu den Abgeordneten, wenn Ihr das Gesetz nicht haben wollt, müsst ihr mich stürzen, wenn Ihr das nicht tut, gilt das Gesetz. Es könnte auch passieren, wenn die Regierung auf diese Weise eine Niederlage erleidet, dass nach dem Rücktritt der Regierung, der Präsident sich auf den Artikel 12 besinnt, die beiden Präsidenten vom Senat und der Nationalversammlung konsultiert, und dann die Nationalversammlung auflöst. Doch dies steht aktuell nicht zur Debatte.

> Le 49-3, kézako ? – site de l’Ècole de journalisme à Sciences Po

> kézako sagt PONS.

> Qu’est-ce que l’article 49-3 ? – LE MONDE – 10.5.2016

Ein schönes Thema für Studenten in Sciences-Po: „Faut-il conserver l’article 49-3 de la Constitution ?“

En principe, les adversaires de cette procédure sont toujours libres de déposer une motion de censure sous d’autres conditions, p. ex. selon l’art 50 de la constitution. L’art 49 al 3 s’adresse aux hésitants qui n’osent pas vraiment dire non, 49-3 introduit un peu de vote entre oui et non obligatoire, on veut garder le gouvernement, on le garde au prix de la loi… une fois la loi votée par la procédure du 49-3 qui en est politiquement responsable ? Le gouvernement ou les députés ? Il est magnifique cet article, il fournit des sujets de dissertations dans tous le sens et à toutes les générations d’élèves, notamment à Sciences-Po – ahhh les heures passées sous les toits rue de la Chaise en réfléchissant sur les intentions du gouvernement et les hésitations des députés, comme Allemand, cela m’a fait un grand plaisir de participer ainsi à la vie française.

IS Propaganda: Sprache, Text und Poesie
Lesung und Gespräch:

Sonntag, 8. Mai 2016

Nicolas Hénin und Sabin Damir-Geilsdorf

Freitag, 13. Mai, 20.00 Uhr | > Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstr. 4, 70174 Stuttgart

Nicolas Hénin war als Nahostjournalistn Frankreichs zehn Monate lang Geisel des Islamischen Staats. Er sagt: „Was dem IS viel mehr Sorgen bereitet als Bomben, sind Appelle zum Frieden. Sie wollten aus mir einen Rache-Propagandisten machen – und was tue ich? Ich rufe nicht dazu auf, sie zu töten. Worte und Ideen sind in diesem Krieg wirksamer als Armeen und Bomben.“ Seine jüngst erschienene Analyse Der IS und die Fehler des Westens: Warum wir den Terror militärisch nicht besiegen können. Sabine Damir-Geilsdorf, Professorin für Islamwissenschaft an der Universität Köln, untersucht die Bedeutung von Frauen in der Propaganda-Maschinerie des IS. Überraschend ist dabei die Popularität von Poesie als Propaganda, von zahlreichen verklärenden Erfahrungsberichten, verfasst von Frauen, häufig als Fortsetzungsgeschichte konzipiert und erfolgreich über Kanäle der social media verbreitet – Dichtung und Geschichten als Instrument der IS-Politik.

Moderation: Jörg Armbruster (ARD)

Eintritt: 10,-/ 8,-/ 5,- €. Kartenreservierung in der Buchhandlung im Literaturhaus oder unter www.reservix.de, für Literaturhausmitglieder unter Tel. 0711 22 02 17 47 oder > info@literaturhaus-stuttgart.de.
Veranstalter: Institut français Stuttgart & Literaturhaus Stuttgart.

Dazu empfiehlt der Blog von Klett-Cotta.

> In unserem > Lesebericht: Gerhard Schweizer, Syrien verstehen hieß es u. a.: „Wie kann die Wiederherstellung des Friedens in Syrien gelingen? Es gibt unmittelbare Gründe für den Ausbruch des Bürgerkriegs, der sich am Widerstand des Regimes gegen die Bewegung des Arabischen Frühlings entzündet hat. Er zeigt, wie die Probleme des Nahen Ostens durch die Lage in Syrien noch weiter verschärft werden. Die Befriedung Syriens ist heute die allererste Aufgabe. Zu ihr gehören umfassende Kenntnisse vor allem der Geschichte, der Politik und der Gesellschaft in Syrien. Die hat Gerhard Schweizer in seinem Buch > Syrien verstehen. Geschichte, Gesellschaft und Religion, das in der 2. Auflage bei Klett-Cotta erschienen ist, vorgelegt.“ > Bitte weiterlesen.

Nachgefragt. CNCDH: Le rapport sur la lutte contre le racisme, l’antisémitisme et la xénophobie

Freitag, 6. Mai 2016

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Colloque « La Gauche et le pouvoir »
Le discours de François Hollande

Mittwoch, 4. Mai 2016

War das schon die erste Wahlrede? da bekommt man richtig Lust, wieder eine Wortanalyse zu machen, um festzustellen, wo die Reise hingehen wird. Ist Hollande sich treu geblieben, könnte man auch fragen: > Encore un peu de lexicométrie: Comptons des mots.Les discours de François Hollande et de Nicolas Sarkozy. Bei der Lektüre dieser Rede kann man die Themen notieren und lernt nebenbei das Vokabular, das man für den kommen Wahlkampf brauchen wird, bevor am 23. April und am 7. Mai 2017 der neue Präsident gewählt werden wird. Die Reduktion seines Mandats von 7 auf 5 Jahre, und der zeitlich parallele Verlauf zum Mandat der Nationalversammlung, falls diese nicht vorher ihrem Mandatsende aufgelöst wird, hat die Autorität seines Amtes beeinträchtigt. In gewisser Weise scheint der Präsident jetzt noch mehr von der Nationalversammlung und ihrer Mehrheit abhängig zu sein. Ein völlige Entkoppelung vom Wahltermin der Abgeordneten, gab den früheren Präsidenten der V. Republik die Chance über den Parteien zu stehen. Der Präsident sorgt für die besonderen Aufgaben, während der Premierminister – im Schatten des Präsidenten – lt. Art. 20 das Tagesgeschäft übernimmt. Die Doppelköpfigkeit er Exekutive ist mit der Reduktion der Amtszeit auf 5 Jahre noch viel auffälliger geworden. In jedem Falle hat die Reduktion auf 5 Jahre die Institutionen mehr verändert als man damals vielleicht vermutet hat.

Wir zeigen hier das Video mit der Ansprache von Präsident Hollande am 3. Mai 2016:


Discours lors du colloque « La Gauche et le… von elysee

Der Präsident hat über die Linke gesprochen und über sein Amt. Natürlich möchte jeder Zuhörer wissen, ob Hollande eine zweite Amtszeit anvisiert. Die Rede ist auch interessant, weil der stark in der Kritik stehende Präsident eine positive Bilanz der letzten vier Jahre vorweisen möchte. Hollande ereinnerte an Léon Blum „il connaissait le prix de l’exercice du pouvoir, longtemps il avait essayé d’en dissuader, y compris ses propres amis, mais il savait qu’arrive un moment où l’exercice lucide et courageux du pouvoir s’impose. Voici ce qu’il exprimait le 10 mai 1936 : « Je ne viens pas ici en vous disant : éloignez de moi ce calice, je n’ai pas voulu cela, je n’ai pas demandé cela » au sujet du pouvoir.“ Und Hollande antwortet heute: „Au pouvoir, je vous en fais la confession, il n’y a pas plus de calice qu’il n’y a de délice. Il y a simplement une exigence qui s’appelle le progrès. S’il y a un fil rouge qui relie toutes les périodes où la Gauche a gouverné, c’est bien celui-là. Je ne vais pas ici dresser un inventaire mais rendre justice à une constance.“

> Le texte du discours

LE MONDE > Élection présidentielle 2017

> Elire le Président au suffrage universel – 29. Juni 2007

> Der Staatspräsident – 30. November 2006

> Le Président de la République: un roi élu ? – 9. April 2007

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