Nachgefragt: Michel Sicard parle de l’exposition „Enfermement“

Oft schreibt unsere Redaktion hier über die deutsch-französischen Beziehungen, aber auch über Literatur und Geschichte. Bisher kam die Kunst ein wenig zu kurz. Die Ausstellung > „Enfermement“, die vom 31. April bis 8. Oktober 2019 im Museum Musée d’art et d’histoire in Saint-Denis gezeigt wird, ist eine gute Gelegenheit, die moderne Kunst auf unserem Blog einmal in den Vordergrund zu rücken. An dieser Ausstellung, die von der Universität Paris I vorgeschlagen wurde nehmen 16 Künstler teil: Taysir Batniji, Victor Burgin, Dominique De Beir, Pierre Ferrenbach, Claude Lévêque, Ernest Pignon Ernest, Agnès Thurnauer, Hervé Bacquet, Dominique Blais, Pierre Juhasz, Olivier Long, Michel Sicard & Mojgan Moslehi, Michel Verjux, Diane Watteau, Bertille Bak. Ihre Arbeiten zeigen ganz unterschiedliche Interpretationen des Themas Enfermement mit physischem, psychischem oder auch ideologischem wie politischem Hintergrund.

Einige Werke wurden aus dem Anlass dieser Ausstellung vor Ort geschaffen, andere stehen in einer Beziehung zu diesem besonderen Museum, das sich in einem alten Karmeliter-Kloster befindet.

Unsere Redaktion mit ihrem TV-Team hatte vor einer Woche direkt nach der Vernissage dieser Ausstellung, das Glück, einen der Künstler, der an dieser Ausstellung mitwirkt, vor Ort zu treffen und ihn zu dieser Ausstellung befragen zu können. Das Ergebnis ist mehr als nur ein Interview zu dieser Ausstellung: Auch für Schüler/innen kann dieses Gespräch mit seinen vielfältigen Themen wie eine Einführung in die Betrachtung moderner Kunst angesehen und gehört werden. Unser TV-Team steht in einem Gang, der aus Glasscheiben gebaut worden ist und zwei Gebäudeteile miteinander verbindet. Von > Michel Sicard und Mjgan Moslehi stammt die Idee des Schriftzuges NON OEUVRE – NON PRÉSENCE que Michel Sicard nous explique dans cet entretien:

Zuerst sprechen wir über das Thema der Ausstellung: Enfermement, das keineswegs nur negativ verstanden werden soll, es geht auch darum, nach einer Phase der inneren Reflexion zu neuen Ufern aufzubrechen. Dazu passt die Arbeit mit den Spiegeln, deren Definition auf einer ästhetischen Ebene gar nicht einfach ist, aber von Sicard hier in einer kurzen und präzisen Form vorgetragen wird. Hören Sie sich das Interview an und Sie werden künftig, wenn Sie in einen Spiegel sehen, an Michels Sicards Bestimmung der Möglichkeiten, ja des Sein des Spiegels denken. Die Bilder, die er uns zeigt sind flüchtig, es ist nur folgerichtig, dass Sicard und Moslehi, hier je acht Spiegel mit einem Seil umschlungen haben. Und Sicard erläutert auch den Zusammenhang zwischen den Wörtern, also zwischen der Sprache und seinen Kunstwerken. Es geht auch um den Begriff des „espace“. Zur Vorbereitung auf dieses Interview, empfahl Sicard uns die Seiten 223 f. in Jean-Paul Sartres L’être et le néant (1943) nochmal zu lesen. 751 Seiten ! Eine sehr gute Einführung in dieses Werk aus der Feder von Traugott König steht im Nachwort der deutschen Übersetzung, die König bei Rowohlt veröffentlicht hat.

Michel Sicard ist für unsere Blogleser/innen kein Unbekannter:

> Jean-Paul Sartre. Michel Sicard et ses entretiens avec Heiner Wittmann

> www.michel-sicard.fr

N.B. Unser Tontechniker ist mit dem Ton dieses Videos unzufrieden und hat ein neues Mikrophon bestellt.

Neu bei Klett-Cotta. Nachgefragt: Pierre Lemaitre, die Farben des Feuers,

french german 

In der Reihe „ Grands écrivains français“: Pierre Lemaitre im Literaturhaus

Unter dem Titel „Die Farben des Feuers“ ist der neue große Roman des Prix-Goncourt-Preisträgers Pierre Lemaitre in der Übersetzung von Tobias Scheffel erschienen. Es ist die Fortsetzung seines Romans „Au revoir là-haut“ („Wir sehen uns dort oben“), für den er 2013 den Prix-Goncourt erhielt.

> Stuttgart – Literaturhaus
Donnerstag 11.04.19 19.30 Uhr
Die Farben des Feuers
Pierre Lemaitre
Lesung und Gespräch
Moderation: Tobias Scheffel

> Lesebericht: Pierre Lemaitre, Wir sehen uns dort oben – 23. Januar 2015

> Vorgefragt: Pierre Lemaître, Wir sehen uns dort oben – 16. Oktober 2014

Lemaitre schreibt in der Tradition der großen Fortsetzungsromane des 19ten Jahrhundert, seine Vorbilder sind Dumas, Balzac und Hugo. In „Die Farben des Feuers“ zeichnet er nun ein Bild Frankreichs zwischen 1927 und 1935. Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs verstärkt die Weltwirtschaftskrise(1) Habgier und Neid in den Straßen von Paris, und so bahnt sich ein Komplott an, um das mächtige Bankimperium Péricourt zu Fall zu bringen. Doch Alleinerbin Madeleine weiß die Verhältnisse in Europa für sich zu nutzen, und dreht den Spieß kurzerhand um. Sie steht an der Spitze eines Bankimperiums – in einer Epoche, in der es Frauen nicht einmal gestattet war, selbst einen Scheck zu unterschreiben. Im Schatten von Börsenskandalen und politischen Wirrnissen verusachen die Neider das Verderben der Familie. Doch für Madeleine ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.

Pierre Lemaitre, geboren 1951 in Paris, ist neben dem Verfassen historischer Romane auch Kriminal-und Thrillerautor. Er wurde 2013 mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet.

Moderation: Tobias Scheffel | in dt. und frz. Sprache

Eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhaus Stuttgart und des Institut français Stuttgart.

> Lesebericht: Pierre Lemaitre, Die Farben des Feuers – 7. März 2019 | Autor: Heiner Wittmann

Pierre Lemaitre
> Die Farben des Feuers
Roman
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel
(Orig.: Couleurs de l‘incendie)
1. Aufl. 2019, 479 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-96338-0

Pierre Lemaitre
> Drei Tage und ein Leben
Roman
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel (Orig.: Trois jours et une vie)
1. Aufl. 2017, 270 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98106-3

> Lesebericht: Pierre Lemaitre, Drei Tage und ein Leben – 14. September 2017

1. Vgl. Heiner Wittmann, Die Weltwirtschaftskrise von 1929 und die französische Literatur, in: Heidi Beutin, Wolfgang Beutin, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Herbert Schmidt, Claudia Wörmann-Adam (Hg.) > “Wir müssen die Wahrheit über die barbarischen Zustände sagen“. Welt-Wirtschafts-Krisen und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und Kultur. Mössingen-Talheim 2014, S. 45-66.

Literaturhaus Stuttgart: Membrane. African Literatures and Ideas

Internationales Literaturfestival vom 23.5. – 26.5.2019 in Stuttgart

Insgesamt über 40 Gäste werden zum viertägigen internationalen Literaturfestival „Membrane. African Literatures and Ideas“ ins Literaturhaus Stuttgart miteinander ins Gespräch und auf die Bühne kommen. Um ein Festival dieser Größenordnung zu realisieren, haben sich die drei Stuttgarter Einrichtungen, das Literaturhaus Stuttgart, das Institut français Stuttgart und die Akademie Schloss Solitude zu einem Membrane-Verbund zusammengeschlossen.

Mit dem Bild der Durchlässigkeit und Porosität richtet das Festival seine Scheinwerfer auf neue Literaturen. Es diskutiert den Begriff und Raum Afrikas, um vielfach verkrustete Wahrnehmungen und Zuschreibungen und medial bestimmte Blickweisen auf Afrika im besten Wortsinne brüchig werden zu lassen: Wie können wir unser Zusammenleben gestalten, global aber auch im Hier und Jetzt – mit dem Wissen um eine gewaltförmige Geschichte der Unterdrückung und Ausbeutung, mit dem Blick zurück und einem Zutrauen in Zukunft? Was heißt es, Afrika und Afrikaner*in zu sein, in einer Welt, in der Widersprüche und Paradoxien ein generelles Gefühl von Unsicherheit erzeugt haben?

Mit dabei ist die international gefeierte Schriftstellerin Taiye Selasi, die den Begriff des „Afropolitan“ maßgeblich geprägt hat, der senegalesische Professor für Philosophie und Literatur an der Columbia University New York, Souleymane Bachir Diagne, die Aktivistin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo, der ZEIT-Journalist und Redakteur Mohamed Amjahid, die kamerunische Schriftstellerin Léonora Miano und viele andere, darunter auch zahlreiche junge Stimmen wie die britische Science-Fiction Autorin Temi Oh.

Das Festivalprogramm setzt sich zusammen aus einer großen deutsch-ruandischen Tanzperformance „Planet Kigali“ von Gutiérrez/ Dietrich/ Rugamba zur Eröffnung, aus Lesungen, Gesprächen Vorträgen und Interventionen, aus kulinarischen Überraschungen und Durchquerungen, Publikationen auf der interdisziplinären Online-Plattform Schlosspost, Ausstellungen, Performances und Konzerten sowie einem Gespräch in Bildern, einem deutsch-kamerunischen Comic-Briefwechsel.

Kuratiert haben das Festival die EOTO Geschäftsführerin und Kuratorin Nadja Ofuatey-Alazard, die kenianische Schriftstellerin und derzeitige Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, Yvonne Adhiambo Owuor, und der senegalesische Ökonom und Schriftsteller Felwine Sarr, der mit seiner durch Präsident Macron in Auftrag gegebenen Studie zur Restitution von Raubkunst derzeit international im Gespräch ist.

Das vollständige Programm finden Sie in den ausliegenden Programmheften oder der Website www.literaturhaus-stuttgart.de oder hier als Download : > Membrane-Programmheft-WEB.

Hauptveranstaltungsort ist das Literaturhaus Stuttgart
, weitere Veranstaltungsorte wie das Institut français und der Projektraum Römerstraße 2A der Akademie Schloss Solitude sind im Programm ausgewiesen. Tickets unter: www.literaturhaus-stuttgart.de.

Das Festival wird gefördert im Programm TURN der Bundeskulturstiftung, von der Robert Bosch Stiftung, dem Auswärtigen Amt und in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg.

Nachgefragt: Romain Puértolas, Un Détective très très très spécial

Gaspard leidet am Down-Syndrom, wohnt bei seinen Eltern, hat aber eine unstillbare Neugier. Er arbeitet morgens in einem Souvenir-Laden und danach bei einem Deodorant-Hersteller. Nach dem Tod seiner Eltern ist er auf sich alleingestellt. Wie geht es jetzt weiter? Er bewirbt sich als Detektiv und beginnt erfolgreich eine neue Karriere

Das > TV-Team unseres Blogs hat das Gespräch aufgezeichnet, das unsere Redaktion mit Romain Puértolas direkt nach der > Preisverleihung des Prix des lycéens allemands 2019 auf der Leipziger Buchmesse geführt hat:

Romain Puértolas
> Un détective très très très spécial
Collection : Encrage

À partir de 13 ans
Pages : 144
ISBN : 978-2-88908-380-0
La Joie de Lire, 2017

Unsere Redaktion hat Pierre Lemaitre, Die Farben des Feuers gelesen

Pierre Lemaitre Die Farben des FeuersDie Gattung: Pierre Lemaitre > Die Farben des Feuers, übersetzt von Tobias Scheffel, ist ein  Roman, ein Sittengemälde und ein Krimi, der in seiner Dramatik an die letzten Bücher von Pierre Lemaitre erinnert: > Lesebericht: Pierre Lemaitre, Opfer. Thriller – 7. Dezember 2018 und die aufregende Geschichte in > Nachgefragt: Pierre Lemaitre, Drei Tage und ein Leben – 19. Oktober 2017.  > Die Farben des Feuers ist aber auch wohl eine Folge von  > Lesebericht: Pierre Lemaitre, Wir sehen uns dort oben – 23. Januar 2015, weil uns einige der Personen, die jetzt im neuen Roman vorkommen, schon bekannt sind und wir jetzt mehr über ihr Schicksal erfahren.

Reichtum  Habgier,  Neid und Missgunst und der Strudel der Geschichte reißen eine ganze Familie in den Abgrund. Aber Rache ist doch zu süß und verführerisch und führt aber geradezu ins Verbrechen. Diese Mischung ist dem Autor ganz vorzüglich gelungen.


> Alle Termine zu diesem Buch:
Mo 08.04.2019
München | Lesung
In Zusammenarbeit mit dem Institut français München
Literaturhaus München – Salvatorplatz 1 – 80333 München

Di 09.04 20:00
Frankfurt | Lesung
Romanfabrik -Hanauer Landstraße 186 60314 Frankfurt am Main

Mi 10.04
Berlin | Lesung
Eine Kooperation des Institut francais Berlin und des Bureau du livre an der Französischen Botschaft Berlin
Institut francais- Kurfürstendamm 211 – 10719 Berlin

Do 11.04 20:00
Stuttgart | Lesung
In der Reihe „Karambolagen“
In Zusammenarbeit mit dem Institut francais –
Literaturhaus Stuttgart Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Fr 12.04
Freiburg | Lesung


Marcel Péricourt, der Bankier, stirbt  1927. Die sich bereits ankündigende Weltwirtschaftskrise (1) vollendet den Ruin seines Imperiums. Die Witwe Madeleine Péricourt durchschaut die finanziellen Machenschaften der Miterben nicht, unterschreibt, was ihr vorgelegt wird: „Seit dem Weltkrieg war das Spekulieren an der Börse neben dem Boxen und dem Rennradfahren zum Modesport geworden. Alle beteiligten sich. Männer, Frauen, die Reichen bereicherten sich, die Armen übten sich in Geduld, die Tugend der Gerissenheit ersetzte die Arbeit:“ S. 136. Madeleine lernt schnell dazu und ihre neuen Erkenntnisse und Einsichten bringen sie dazu, jeden Anstand, jede Moral hinter sich zu lassen. Liebschaften außer oder als Ergänzung der Ehe sind hier die Regel. „Womit die Botschaft klar war. Er küsste ihre Finger und fügte, um das Maß vollzumachen, hinzu: „Madeleine…“ Das sollte reichen. „Gustave…“, antwortete sie.

Und im Hintergrund und gar nicht mal so sehr im Hintergrund steht eine Diskussion über die Reaktionen auf den Nationalsozialismus mit der Machtergreifung Hitlers und des Faschismus in Italien. Dazu steht die beste Szene auf S. 373: „Wir werden morgen zusammen sterben,“ singt Solange auf der Bühne und der Führer ist wütend und verlässt die Oper.

Im Anhang des  Romans von Pierre Lemaitre > Die Farben des Feuers, den Tobias Scheffel übersetzt hat, steht auf den Seiten S. 477 ff. ein Schuldschein, den unsere Redaktion Ihnen nach der Lektüre dieses Romans zur Kenntnisnahme empfiehlt. Hier berichtet Lemaitre über die Quellen, die ihn zu diesem Roman inspiriert haben.

Der vollständige Lesebericht steht auf dem Blog von Klett-Cotta:  > Lesebericht: Pierre Lemaitre, Die Farben des Feuers7. März 2019

Pierre Lemaitre Die Farben des Feuers
Pierre Lemaitre
> Die Farben des Feuers
Roman
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel
(Orig.: Couleurs de l‘incendie)
1. Aufl. 2019, 479 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-96338-0

1. Vgl. Heiner Wittmann, Die Weltwirtschaftskrise von 1929 und die französische Literatur, in: Heidi Beutin, Wolfgang Beutin, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Herbert Schmidt, Claudia Wörmann-Adam (Hg.) >  “Wir müssen die Wahrheit über die barbarischen Zustände sagen“. Welt-Wirtschafts-Krisen und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und Kultur. Mössingen-Talheim  2014, S. 45-66.

 

Nachgefragt: Dennis Fender, Depuis notre dernière rencontre

Auf dem Stand von Ernst Klett Sprachen auf der Didacta 2019 in Köln hatte unsere Redaktion – unser > TV-Team war mit dabei – am 21.2.2019 die Gelegenheit, Dennis Fender > Burgau-Gymnasium, Düren – nach dem Literaturunterricht im Fach Französisch zu befragen. Der Ort des Interviews vor dem > Regal der Lektüren für Französisch war dazu prima geeignet.

Am 21.2.2019 hat Michaela Wiegel am 21.2. in der FAZ über den Rückgang des Interesses der Schüler/innen am Fach Französisch > Ungeliebtes Französisch geschrieben.

Wir haben Dennis Fender gefragt, wie man mit der Literatur gegensteuern kann? Mit seiner Lektüre, die von Mo(ritz) erzählt, der in eine französische Klasse kommt, wo Projektarbeit gemacht wird, und er ihnen die Rede von Charles de Gaulle in Ludwigsburg 1962 (auf Deutsch!) übersetzen kann. Gelebte Zweisprachigkeit (> Staatsakt in Ludwigsburg anlässlich des 50. Jahrestages der Rede General de Gaulles an die deutsche Jugend – 22. September 2012, > Fotos vom Staatsakt in Ludwigsburg am 22. September 2012 – 23. September 2012).

 

Unsere Redaktion würde sehr gerne mehr Französischlehrer/innen danach fragen, wie die Werbung für das Fach Französisch besonders in der Mittelstufe verstärkt werden kann.

Dennis Fender
> Depuis notre dernière rencontre
Lektüre + > Klett Augmented
A2 – B1
71 Seiten
978-3-12-591004-1

Prix des lycéens allemands 2019 :
Littérature en débat à Mayence !

Le jeudi 14 février 2019, les 15 élèves délégué.e.s élu.e.s participant au Prix des lycéens allemands 2019 ont débattu une nouvelle fois des 4 livres francophones de littérature jeunesse en compétition ! Un défi et une belle réussite pour les classes et leur enseignant.e de français qui se sont réunis ce jour-là à l´Institut français de Mayence !

Depuis 2004, des milliers d´élèves apprenant de français à travers les 16 Bundesländer s´emparent chaque année avec ferveur et passion des quatre livres de littérature jeunesse sélectionnés.

Rappelons d´abord que l´Institut français d´Allemagne organise avec les éditions Klett-Sprachen le Prix des lycéens allemands (PDLA) qui est remis par un jury d´élèves lors du Salon du Livre de Leipzig. Chaque ministère allemand de l’Éducation s´investit d´une manière ou d´une autre dans le projet et soutient le Bureau de coopération linguistique et éducative qui le pilote au nom de l´Institut français.

Les élèves apprenant de français découvrent et lisent les quatre livres de littérature de jeunesse…en langue originale, bien sûr !
Cette année, ces livres ont été nominés :

Jo Wittek, Une fille de …, Actes Sud Junior 2017
Éric Pessan, Dans la forêt d’Hokkaido, École des loisirs 2017
Ahmed Kalouaz, La maraude, Rouergue 2016
Romain Puértolas, Un détective très, très, très spécial, La joie de lire 2017

A l´issue des débats et des échanges de points de vue, les élèves de Rhénanie-Palatinat ont finalement exprimé leur goût pour le livre préféré, mais chut, c´est un secret !, et surtout ont voté pour la représentante ou le représentant jugé.e capable de défendre au mieux le choix de son Land lors du jury fédéral de Leipzig.

La journée du 14 février a été ponctuée de trois moments forts pour les élèves :

le matin, elles et ils ont pu en sous-jurys commencer à affuter leurs arguments en faveur de tel ou tel livre et par là-même à montrer à l’oral leurs compétences de communication et d´argumentation ;

l´après-midi, les représentant.e.s déléguée.es choisi.e.s en sous-jury ont débattu pendant plus d´une heure devant leurs professeur.e.s et camarades sur les atouts des quatre livres sélectionnés : la littérature jeunesse n´est-elle pas aussi pour les adultes ? Les thèmes graves abordés par ces livres ne manquent-ils pas un peu d´humour ? La lecture de ces livres développe-t-il le goût de lire ?…

Notre album photo:

A la suite de tous ces échanges dignes du jury d´un Prix Goncourt jeunesse, chaque délégué.e a dû convaincre ses « électrices et électeurs » (délégués et suppléants présents) de sa capacité à débattre et à convaincre en français. Et cette année, Nick Hellinger du Bertha-von-Suttner Gymnasium d´Andernach a été élu à la majorité absolue dès le premier tour !

Enfin, en clôture de cet évènement littéraire, l´Institut français a offert une « lecture d´hiver » avec Hedy Kerpitchian et Philippe Lindecker, deux violonistes de l’Orchestre philharmonique de Strasbourg. Les deux interprètes professionnels ont pu non seulement nous ravir avec un moment musical magique mais aussi dialoguer avec les élèves autour de leur parcours, des métiers de la musique et de la place des langues dans un monde musical internationalisé.

 

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