Sarkozy et Merkel : Können sie zusammen handeln?

Es ist nicht einfach hier auf diesem Blog über > Wirtschaft zu schreiben. Zu komplex sind die Schuldenprobleme geworden, und man muss wohl konzedieren, dass häufiger Richtungswechsel nicht nur von Wankelmütigkeit geprägt ist, sondern auch mit beherztem Re(a)gieren begründet werden kann, weil neue Erkenntnisse vorliegen, die beide Seiten, Paris und Berlin, im ständigen Dialog miteinander gewinnen.

Die gemeinsamen gut gefassten Absichten von Staatspräsident Sarkozy und Bundeskanzlerin Merkel dürfen aber jetzt nicht mehr wie so oft keine bloßen Visionen oder Versprechungen mehr bleiben:

> Merkel und Sarkozy wollen eine “neue europäische Wirtschaftsregierung” gründen – Frankreich-Blog, 17.8.2011

> Merkel und Sarkozy: Hörverstehensübung, Frankreich-Blog, 18.8.2011

Solange alles beim Alten bleibt und so manche weiterhin aus fallenden Kursen Profit ziehen können (ohne Zweifel gibt es Profiteure der Krise, die sie immer wieder anheizen…) , und die Politik nicht gewillt ist, die Banken in die Pflicht zu nehmen, werden die Nachrichten auch aus konservativen Blättern immer schlechter für die Berliner Koalition.

> Diese Krise ist zu groß für Merkel, Sarkozy & Co. – DIE WELT, 14.9.2011

Wenn schon Absichtserklärungen von Sarkozy und Merkel heute den Börsen ein kleines Plus verschaffen, was tun die dann erst, wenn die beiden sich entschließen würden, wirklich zur Tat schreiten? Manchmal spricht man von einem Europa der zwei Geschwindigkeiten. Auch das erfodert Entschlossenheit und Taten. Die zweite Liga wird dann schon nachkommen, so wie sie auch in die EU eintreten wollten. Aber die Entwicklung der EU wegen Klassenletzter in Frage zu stellen, das muss man sich wirklich ncht gefallen lassen. Ein Investitionsprogramm für Griechenland statt reinemn Schuldendienst, das wärs doch. Dann würde man auch nicht von Staatspleite reden, die führt ja doch nur dazu, dass es unter der Akropolis neuer Firmierung hinterher genauso weitergeht. Frankreich und Deutschland könnten Börsenwunder bewirken, wenn beide gemeinsam handeln und den Weg weisen. Aber in Berlin muss erstmal die FDP in Ihrem Haus aufräumen und die CSU wieder richtig mitmachen.

Merkel und Sarkozy wollen eine „neue europäische Wirtschaftsregierung“ gründen

Selbst ein Staatspräsident und eine Kanzlerin können nicht einfach mal die politische Struktur der EU umbauen und die bei der Einführung gescheiterte, übersehene, nicht gewollte und gekonnte Finanzunion in Form „einer europäischen Wirtschaftsregierung“ (vgl.> Website der Bundesregierung) unter Vorsitz von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy einführen. Sie versuchen es aber doch und werden diese richtige Einsicht mit allem Nachdruck im EURO-Land verteidigen. Worauf soll Van Rompuy achten? Vorrangiges Ziel: Die EURO-Länder müssen die Schulden senken. Also haben der Präsident und die Kanzlerin die Idee, eine Schuldenbremse (frz. „la règle d’or budgétaire“) zur Unterstützung von Van Rompouy in den Verfassungen der EURO-Länder zu verankern. (Bitten Sie eine quirrlige Schulklasse auf Ihr Taschengeld zu achten, damit noch was fürs Weihnachtsfest übrigbleibt.) Die Schuldenbremse ist nur ein wohlgemeintes Medikament, aber doch ein Placebo, denn die Ursachen der Schuldenkrise sind nicht nur finanzieller Art, sie haben strukturelle, institutionelle Gründe, eben weil man bei der Einführung des EURO verbindliche Regeln mit Sanktionen einander nicht zumuten wollte. Welch ein Gerangel steht nun en Mitgliedsstaaten ins Haus. Wo soll die Obergrenze festgelegt werden? Ohne Gemeinschaftssanktionen wird das nicht gehen. (Vgl.: > Sarkozy et Merkel favorables à des sanctions contre les mauvais élèves de la zone euro _ LE MONDE 18 août 2011) Und die Finanzumsatzsteuer kann zur leeren Hülse werden, wenn sie nur von den EURO-Ländern akzeptiert wird. Das Geschäft machen dann andere. Kann das gutgehen?


Hier > Sarkozy et Merkel annoncent des propositions pour répondre à la crise de l’euro – LE MONDE – 17 août 2011 – stehen alle Ausdrücke, die man braucht, um dieses Ereignis in einem Kurzreferat – fünf Minuten zur Aktualität – zusammenzufassen.


Und die EURObonds? Präsident Sarkozy denkt an die Solidarität und Kanzlerin Merkel an die Verantwortung. Schon die kurze Presseschau von > LE MONDE laisse entendre, que le courant entre les deux ne passe pas tout à fait?

„Wie beim Eurogipfel vor vier Wochen angekündigt, legen Deutschland und Frankreich jetzt Vorschläge vor, wie sich die Wirtschaftspolitik der Euroländer besser koordinieren lässt.“ > Website der Bundesregierung. Enger zusammenrücken, besser kooridinieren. das sind die allerbesten Absichten. Aber würde es nicht schon genügen, alle bisherigen Versprechungen dieser Art ohne Wenn und Aber umzusetzen? Oder ist diese Absicht auch hier nur eine Worthülse?

Haben die Märkte mehr erwartet? Nicht die Schuldenbremsunion sondern die Finanzunion muss endlich das Licht der Welt erblicken, denn hektisches Sparen, hier und da, ist immer ziellos, so oft ergebnislos und schädigt die Konjunktur.

Für eine Bewertung des gestrigen Gipfels in Paris ist es noch zu früh, in den kommenden Tagen, werden die > Medien ihre Analysen dieses Gipfels vorlegen.

Auf Deutsch und Französisch: > Conférence de presse franco-allemande (Paris, 16.08.2011)

> Deutschland und Frankreich für europäische Wirtschaftsregierung – Website der Bundesregierung:
„Neue Phase der Zusammenarbeit
‚Ziel ist es, das Vertrauen der Märkte durch Handeln zu gewinnen‘, erklärte die Kanzlerin. Schritt für Schritt. Nachdem die Schuldenkrise eine jahrelange Vorgeschichte habe, lasse sie sich nicht in einem Zug lösen.“

Stefan Simons, Paris, > Krisentreffen von Merkel und Sarkozy. Große Worte, kleine Taten – SPIEGEL-ONLINE, 17.8.2011

> Sarkozy et Merkel annoncent des propositions pour répondre à la crise de l’euro – LE MONDE – 17 août 2011

> Les Bourses européennes ouvrent en baisse après les annonces franco-allemandes – LE MONDE, 17 août 2011

> Télézapping : „Le couple franco-allemand encore une fois condamné à s’aimer“

La France et la crise: Faire des économies… ne suffit pas.
Le franco-allemand doit faire en bond en avant.

Wenn ich an meine Steuererklärung denke… und in Frankreich gibt es laut diesem hier zitierten Artikel in der WELT „504 Steuerbefreiungen und -nachlässe“. 20 Milliarden EUROS werden so dem Staatssäckel in Frankreich entzogen. Steuerschlupflöcher schließen und gleichzeitig die Wahl 2012 gewinnen wollen? Nicolas Sarkozy ist in einer schwierigen Lage. Aber er ist nicht allein. Kein Staat der EU kann heute wirtschaftliche Probleme noch alleine in den Griff kriegen.

Rappel: ParisBerlin: Esquisse d’une cartographie du franco-allemand ***

> Frankreichs Krise ist tiefer als der Börsen-Tumult – DIE WELT – 12.8.2011

> Crise : les Français font plus confiance à Merkel qu’à Sarkozy – LE MONDE – 11.8.2011

> Coup de frein sur la croissance – LE MONDE, 12.8.2011

> Nicolas Sarkozy confronté à l’impatience des marchés – LE MONDE, 11.8.2011

Es ist nicht einfach, die Gründe für die Finanzkrise in Europa mit wenigen Beiträgen hier angemessen zu analysieren. Aber bei einer heftigen Diskussion mit einem Kollegen habe ich gestern entdeckt, dass man unbedingt die Vorteile des Euros gegenüber der Perspektive des EURO verbunden mit einer Rückkehr zu schwankenden Wechselkursen verteidigen muss. Gleichzeitig, wird nächste Woche wieder einmal klar werden, wie bedeutsam die Interpretation der Ergebnisse des Treffens zwischen Merkel und Sarkozy sein wird. Dann kann man die Beiträge in den französischen und die deutschen Medien miteinander vergleichen. – Meine Schüler würden einige der in diesen Blogbeiträgen genannten Artikel lesen. Und von Zeit zu Zeit am Anfang einer Doppel-Stunde 5-10 in Kurzform ein Thema aus den Nachrichten referieren. Oder schriftlich für zusammenfassen. Oui, diese Themen sind nicht einfach, aber mit ein bisschen Neugier kann man verstehen, wieso deren Lösungsperspektiven nicht nur wirtschaftlicher sodern so sehr politischer Natur sind. Und wieso die deutsch-französische Kooperation auf diesem Gebiet so wichtig ist. Dabei fällt mir wieder einer der letzten Beiträge auf diesem Blog ein: > Devenez des acteurs du dialogue franco-allemand avec l’Office franco-allemand pour la jeunesse.

Mit dem EURO haben wir eine gemeinsame Währung eingeführt, bevor eine Finanzunion beschlossen wurde. Man hat gerade soviel Gemeinsamkeiten in Form von Kompromissen beschlossen, dass der EURO möglich wurde, aber man ist vor Souvernänitätsübertragungen zurückgezuckt. Jetzt muss dringendst repariert werden. Nochmal: Le couple franco-allemand doit se mettre au travail. So wie damals Valéry Giscard d’Estaing und Helmut Schmidt, die Währungsschlange mit festen Wechselkursen erfunden haben, so muss heute ein neuer europäischer Mechanismus für die Garantie der Geldmenge gefunden werden.

La situation économique et financière de la France

La nouvelle baisse des bourses en Europe est-elle dû a des spéculations ou seulement à des craintes justifiées?


Actualité et explications :

> Europa sagt den Spekulanten den Kampf an – DIE WELT, 12 août 2011
> >Alles Wichtige über Leeverkäufe – FAZ, 12 août 2011


Le président de la République a insisté, aujourd’hui, sur ses engagements de réduction du déficit des comptes publics. Les propositions à ce sujet seront discuté le 17 août au cours d’une rencontre entre le président de la République et le Premier ministre. Les mesures définitives seront adoptées le 24 août lors d’une réunion du président de la République avec le Premier ministre et les ministres concernés, selon un communiqué du Palais de L’Elysée publié aujourd’hui.

Cependant, la nervosité et les craintes se sont installés en Europe. En effet, nous attendons des décisions fortes qui font preuve de la détermination des gouvernements. Il s’agit d’assurer les marchés et de retirer les raisons pour la spéculation. J’avoue, il n’est pas facile de saisir en un petit billet toutes les raisons de la crise actuelle. L’endettement des quelques Etats y est, sans doute, pour quelque chose ou même pour beaucoup, mais il paraît qu’il y ait aussi des acteurs qui craignent moins et qui espèrent un gain dans la crise. De toute façon, il est n’est point aisé de trouver de bonnes explications pour la crise dont on pourrait déduire une sortie éventuelle. Et le > franco-allemand? N’est-ce pas l’heure d’une rapide entente beaucoup plus affichée ? En vue d’une union financière de l’Europe qui mérite son nom ?

Compte rendu de la réunion sur la situation économique et financière de la France – Palais de l’Elysée, le 10 août 2011

P.S. L’annonce d’une rencontre entre Mme Merkel et M. Sarkozy aprés le 15 août a calmé les bourses.

Haben Sarkozy und Merkel den Euro gerettet?

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La 5e Université d’été franco-allemande Sarrebruck–Nantes du 23 au 31 août 2011
H2O : Wasser, Leben, Erleben – eau, source, ressource

Du 23 au 31 août 2011, le Centre Culturel Franco-Allemand de Nantes et le Pôle France de l’Université de la Sarre organisent la 5e Université d’été franco-allemande Sarrebruck – Nantes.

Sous le titre « H2O : Wasser, Leben, Erleben – eau, source, ressource », cette édition portera sur le rôle de l’eau en tant qu’enjeu majeur du développement durable. L’Université d’été offre aux participants (étudiants avancés, doctorants et post-doctorants) un programme au croisement de différentes disciplines, de l’urbanise à la communication, en passant par l’environnement et la technologie écologique.

Dans le cadre d’ateliers, de conférences et de séminaires traduits en simultanés, ils pourront non seulement élargir leur horizon scientifique, mais également acquérir des savoirs spécialisés ainsi que des compétences sociales, interculturelles et linguistiques. Un programme complémentaire de visites et d’excursions permettra de découvrir ces deux villes jumelées situées sur les bords de la Sarre et de la Loire.

> Informations, programme et inscription – Inscription jusqu’au 15 juillet –

Installation du Conseil National du Numérique en France

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Frankreich auf der Hannover Messe 2011

(via www.botschaft-frankreich.de) Die französische Regierung hat das Angebot, als Ehrengast auf der Hannover Messe 2011 vom 4.-8. April 2011 vertreten zu sein, angenommen. Frankreich folgt damit als Partnerland auf Italien (2010), Südkorea (2009) und Japan (2008).

Das ausgewählte Motto „Innovation für ein nachhaltiges Wachstum“ soll die Wettbewerbsfähigkeit französischer Unternehmen in den folgenden vier Bereichen verdeutlichen: Saubere und erneuerbare Energie (ausgenommen atomare und fossile Energien), Die Stadt der Zukunft (Mobilität und Bauen), Umwelttechnologien und Innovative Materialien.

Frankreich stellt in 8 der insgesamt 24 Hallen aus. Mehr als 200 französische Aussteller werden vertreten sein, darunter 90 Unternehmen auf der Leitmesse „Industrial Supply“ (in den Hallen 3 und 4). Auf der Leitmesse „Space Research and Technology“ (Halle 2) werden sowohl 6 Carnot-Institute und die CEA als auch die Kompetenzzentren der Plattform Mecafuture mit ihren Mitgliedsunternehmen und Forschungspartnern ihre Innovationen vorstellen. Eine hohe Präsenz werden die französischen Unternehmen auch in den Hallen 20 und 25 der Leitmesse MDA [1] zeigen. Drei weitere Stände sind auf den Leitmessen „Oberflächentechnologie“ (Halle 6), „Energie“ (Halle 13) und „Prozessautomation“ in Halle 17 geplant.

Mit dem „Espace Prestige France“ setzt Frankreich im Herzen der Halle 13 neue Impulse für ein neues und nachhaltiges Wachstum: Auf einer 450m² großen Standfläche werden die Innovationen der französischen Industrie präsentiert. Teilnehmende Aussteller sind beispielsweise Citroën, der Energiekonzern EDF, die Agentur für Innovationsförderung OSEO und die Wirtschaftsförderungsagentur der Region Ost-Mosel. In diesem Zusammenhang und im Rahmen seiner Aufgabe der Förderung der deutsch-französischen Zusammenarbeit veranstalten die Wissenschaftsabteilung der Französischen Botschaft in Berlin, in Partnerschaft mit UBIFRANCE [2], am 5. April 2011 während der Hannover Messe zwei deutsch-französische Runde Tische zu den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die beiden Themen sind: Die neuen leichten Materialien im Bereich Transport und vollautomatisierte Verfahren.

Ziel ist es, die besten deutschen und französischen Experten im Rahmen dieser Runden Tische zusammenzuführen, damit sie ihre Projekte und Entwicklungsziele vorstellen. Dieser Austausch könnte eine Gelegenheit zur Schaffung von Partnerschaften sein.

[1] MDA — Motion, Drive & Automation — Antriebs- und Fluidtechnik .
[2] UBIFRANCE ist die französische Agentur für Außenhandel. Sie ist eine Einrichtung des öffentlichen Rechts, die dem französischen Ministerium für Wirtschaft, Industrie und Arbeit, dem Staatssekretär für Außenhandel und der Generaldirektion Finanzen untersteht. 22 interregionale Direktionen sind in Frankreich angesiedelt und Partner der lokalen Handelskammer. Mit einem weltweiten Netzwerk von 64 Büros in 44 Ländern unterstützt die Agentur französische Unternehmen mit Exportpotenzial.

Weitere Informationen auf dem Portal von > UBI-France

> Version française

*Version française*

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