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Deutsch-französisches Wirtschaftsgespräch
Luft- und Raumfahrt: Perspektiven für eine europäische Zusammenarbeit

7. Mai 2015 von

Das war ein sehr interessantes Treffen über die Raumfahrt gestern im Institut français de Stuttgart. Im Rahmen der deutsch-französischen Wirtschaftsgespräche:

Hier ist unser Fotoalbum. Bitte erste mit einem Klick auf ein Foto öffnen, wenn diese Seite komplett geladen ist:

Donnerstag, 7. Mai, 18.30 Uhr | Institut français Stuttgart, Schlossstraße 51, 70174 Stuttgart

Das Institut français Stuttgart lädt mit freundlicher Unterstützung der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart, dem Baden-Württemberg Forum der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und der Stadt Fellbach zum dritten deutsch-französischen Wirtschaftsgespräch ein.
Tiger, Eurocopter, Spacebus – zahlreich sind die Namen, die für eine deutsch-französische Kooperation in der Luft- und Raumfahrt stehen. Ende der 1950er Jahre eingeleitet und mit der Unterzeichnung des Elysées-Vertrages am 22. Januar 1963 intensiviert, ist diese Kooperation das Zentrum einer durch andere Länder erweiterten europäischen Zusammenarbeit. Weltweit konnte die Produktion von Zivilflugzeugen positioniert als auch mit der Rakete Ariane geostationäre Satelliten eingeführt werden.
Getragen von großen Konzernen wie Airbus, Thalès und Dassault ist diese Industrie ebenfalls Produktionsgenerator zahlreicher mittelständischer Betriebe in Baden-Württemberg. Stuttgart als Wissenschafts- und Forschungsstandort verfügt als einzige staatliche Hochschule in Deutschland über eine eigene Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik.
Die deutsch-französische Kooperation ist ein Erfolg. Welche innovativen Projekte kann sie in den kommenden Jahren insbesondere im Bereich der Kommunikationstechnik und der Digitalisierung vorantreiben? Kann sie als Modell für andere deutsch-französische und europäische Partnerschaften im industriellen Sektor dienen?
Referenten:
Ernst Messerschmid, Prof. Dr. Dr. Ing., Professor am Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart, 2000-2004 Leiter des ESA Köln-Porz, zahlreiche Vorlesungen an der ISAE (Institut Supérieur de l’Aéronautique et de l’Espace) Toulouse, bis 2013 Mitglied im Hochschulrat

<<< Steeve Kowaltschek, Verantwortlicher des Attitude and Orbit Control System (AOCS) der ESA Noordwijk (NL), zuvor Verantwortlicher desselben Bereichs bei ThalesAleniaSpace
Moderation: Prof. Dr. Henrik Uterwedde, ehemaliger stellvertretender Leiter des Deutsch- Französischen Instituts Ludwigsburg und Spezialist für deutsch-französische Wirtschaftsfragen

Mit anschließendem Empfang
Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch statt
Der Eintritt ist frei. Reservierung erforderlich unter info.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711/23925-13

Veranstalter: Institut français Stuttgart. In Kooperation mit der IHK Region Stuttgart, dem Baden-Württemberg Forum der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und der Stadt Fellbach.

Nachgefragt: Thibaut de Champris spricht über Bismarck

6. Mai 2015 von

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Thibaud de Dampris, Direktor des > Institut français in Mainz

Wir steigen heute noch auf Bismarck-Türme, aber er war nicht der „Gründer von Deutschland“, das wir heute kennen? Gibt es eine Linie von Bismarck bis zur Katastrophe des Zweiten Weltkriegs? Wird die Erinnerung an Bismarck heute in Deutschland immer noch oder überhaupt ihrer Ansicht nach geschönt? Das sind einige der Fragen die in Mainz dem Direktor des > Institut français Thibaut de Champris gestellt haben. kraus-bismarck Kürzlich ist bei Klett-Cotta der Band von Hans-Christof Kraus über > Bismarck, Größe – Grenzen – Leistungen erschienen, über den wir auf dem Blog von Klett-Cotta einen > Lesebericht verfasst haben. cicero-april-2015-110Zugleich erschien in der Zeitschrift Cicero ein Aufsatz des Politikwissenschaftlers Thibaut de Champris mit dem Titel “Lasst ihn fahren”. Sein Artikel war ein guter Anlass, ihn um ein Interview zum Alten Reich, zu Bismarck und seiner Reichsgründung von 1871 zu bitten. Eine gute Gelegenheit, diesen Blog wirklich einmal zum Forum eines Dialogs zu machen: Ein französischer Wissenschaftler spricht hier über deutsche Geschichte.

Thibaut de Champris wirft einen kritischen Blick auf Bismarck und sagt aus der Sicht der Staaten, die nach der Reichsgründung von 1871 auf Deutschland und besonders auf Preußen sehen: “Was ich im Inneren zerstört habe, warum sollte ich das früher und später nicht auch mit den Nachbarn machen..”, er betont aber, Bismarck “war ein sehr guter Außenpolitiker” allerdings hatte die Annexion von Elsaß-Lothringen nach dem Krieg von 1870/71 schwerwiegende Folgen für die deutsche Politik im 20. Jahrhundert. Was wissen Sie wirklich vom alten Reich ? Es ist interessant, wie de Chambris das Werden des 1. Reiches, des Alten Reiches mit der französischen Geschichte vergleicht:

Das Deutschland von heute ruht, so schreiben Sie, viel mehr auf den Paradigmen des Alten Reiches als auf dem Reich von Bismarck. Europa könnte auch einiges vom Alten Reich lernen? Sie erinnern an die Biographie von Lothar Gall: “Nicht Otto von Bismarcks System, dieses ‘extrem unstabile und kurzlebige politische Gebilde‘ (Lothar Gall), das Deutschland unter sich begrub und die Welt gegen sich aufbrachte, sondern das Alte Reich schuf die Grundlagen für das freiheitliche, stabile und vorbildlich strukturierte Deutschland von heute.” (de Champris, Cicero, S. 24)

Wir haben de Chambris auch gefragt: Ihr Urteil über Preußen fällt ziemlich hart aus? Der viel gelobte Aufstieg von Preußen seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts ist; ihnen nach, mit dem Reich eigentlich unvereinbar? Die Kriege, die Bismarck führt, gegen Dänemark, gegen Frankreich, gegen Österreich-Habsburg, die Annexion der kleineren Staaten, wie u. a. Nassau und Kurhessen, alles Vorboten einer größeren Katastrophe?

In unserem Lesebericht über das Buch von Kraus über Bismarck steht: „Aber er stieß auch an seine Grenzen. Der Annexion von Elsaß-Lothringen nach dem Deutsch-französischen Krieg konnte er sich nicht widersetzen und musste bald diesen Fehler einsehen. Die deutsch-französische “Erbfeindschaft” war die direkte Folge, auch Bismarck gelang keine Annäherung mit Frankreich mehr.“ Und dann die Annexion von Elsass-Lothringen; ein großer Fehler, den Bismarck zu spät eingesehen hat, der alle Folgen wie die Erbfeindschaft mit sich verursachte. Er konnte die Annexion nicht verhindern? Wir haben auch geschrieben: “ War der Kanzler wirklich ein “ehrlicher Makler”, wie er sich im Februar 1878 im Reichstag selbst genannt hatte? Und schließlich musste er sich auch noch um die Kolonien, nein Schutzgebiete kümmern. Kolonien wollte er nicht. Der Zweibund und die anderen Bündnisse waren immer auf Zeit geschlossen und brachten so ihren inneren Sprengstoff mit. War die Vertrags- und Bündnispolitik wirklich große europäische Staatskunst, oder eher nur aus einer Not geboren, Aktionen, die auf unsicherem politischen Kalkül beruhten, durch Tinte und Tagespolitik nicht fixierbar?“

Bismarck, eine Art Interregnum? Der Aufmacher Ihres Artikels in CICERO erklärt, „Erst die Abkehr von Preußen ließ Deutschland 1949 und 1990 neu entstehen.“ Die Gegenwart solle sich beim Alten reich und nicht bei Bismarck bedanken.“ Ist es jetzt Zeit Bismarck vom Denkmal zu stürzen?

Das Alte Reich kommt bei uns in der Schule immer viel zu kurz:

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Karl Otmar von Aretin,
> Das Alte Reich 1648-1806, Band 1. Föderalistische oder hierarchische Ordnung (1648-1684). Stuttgart: Klett-Cotta 2. Aufl. 1997, 441 Seiten, Leinen.
> Das Alte Reich 1648-1806, Band 2. Kaisertradition und österreichische Großmachtpolitik (1648-1745). Stuttgart: Klett-Cotta 2. Aufl. 2006, 578 Seiten, Leinen
> Das Alte Reich 1648-1806, Band 3. Das Reich und der österreichisch-preußische Dualismus (1745-1806). Stuttgart-Klett-Cotta 1997, 657 Seiten,
> Das Alte Reich 1648-1806, Band 4. Gesamtregister. Stuttgart: Klett-Cotta 1. Aufl. 2000, 152 Seiten.
> Karl Otmar von Aretin, Das Alte Reich 1648-1806. Band I-IV.

Institut français de Stuttgart
Diskussion – Nach Charlie!?

3. Mai 2015 von

Mittwoch, 6. Mai, 20.00 Uhr | Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart

Die Karikatur – sie pointiert, sabotiert, provoziert. Nach den Anschlägen auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo solidarisierten sich weltweit Menschen, Organisationen, Institutionen für Presse- und Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst. Nun ist ein Vierteljahr vergangen, und wir fragen jenseits des unmittelbaren Schocks und reflexartiger Reaktionen in unübersichtlicher Lage nach den mittelbaren Auswirkungen der Anschläge auf unser Grundverständnis von Demokratie. Drei Experten laden wir zur Diskussion ein: Was bedeuten die Morde für die zukünftige und weitere Arbeit von Journalisten, Karikaturisten und Juristen? Was verstehen wir unter Freiheit, über welche Freiheit sprechen wir? Wie kann und sollte sich eine Presselandschaft in Europa gestalten? Welche juristischen Auflagen sind für diese Freiheit notwendig?

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Emmanuel Pierrat, Anwalt beim Barreau de Paris, (links) ist auf das Recht am geistigen Eigentum spezialisiert. Insbesondere hat er Michel Houellebecq zum Thema Islam in der Zeitschrift Lire im Jahr 2001 verteidigt. Pierrat ist ebenso Schriftsteller und Essayist. Er verfasst unter anderem den juristisch-literarischen Blog der Zeitschrift Livre Hebdo. Axel Veiel begann im Anschluss an sein Jurastudium 1985 seine journalistische Karriere bei der Stuttgarter Zeitung. Nach mehreren Jahren als SZ-Korrespondent in Madrid wechselte Veiel 2004 nach Paris. Katharina Greve arbeitet als freie Karikaturistin, unter anderem für die Satirezeitschrift Titanic.

Die Moderation übernimmt Rainer Pörtner, Chefredeakteur und Ressortleiter Politik der Stuttgarter Zeitung.
Eintritt: 9,-/7,-/4,50 €

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch statt
Veranstalter: Institut français Stuttgart & Literaturhaus Stuttgart. In Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Zeitung.

April 2015. Auf nach Paris

24. April 2015 von

Bitte öffnen Sie mit einem Klick auf ein Foto das folgende Fotoalbum erst, wenn diese Seite vollständig geladen ist:

Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

Wie wärs? Eine Aufgabe für Schülerinnen und Schüler. Schreiben Sie anhand dieser Fotos oder anderer Fotos auf diesem Blog eine Reiseplanung (> Für einen Tag nach Paris) oder einen Reisebericht. PONS hilft bei den Vokabeln. Die Statuen von .. und von … zeigen die Präsenz der Geschichte im Stadtbild von Paris.

> Office de tourisme Paris Info
> www.parisbalades.com/
> www.visitparisregion.com/

> Für einen Tag nach Paris

> Paris im Oktober 2014

> Paris im Juni 2014

> Ein Aprilwochenende in Paris – 2013

Alle Fotos auf dieser Website – soweit sie nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet sind: © Heiner Wittmann.

Un soutien pour l’allemand en France – et qui soutient le français en Allemagne ?

23. April 2015 von

Korrigiert.

In Deutschland gibt es viele Unterstützer für die französische Sprache in der Schule und in der Universität. Im Saarland hat > Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat eine Frankreich-Strategie entwickelt, die die Entwicklung der > Großregion fördern soll.

Die aktuellen Diskussionen um die Reform des Collège hat in den letzten Wochen zu einer discussion animée um die Zukunft des Deutschunterrichts in Frankreich geführt. Man muss sehr genau hinschauen, um die Einzelheiten der aktuellen Debatte genau bewerten zu können. In Frankreich ist das Schulsystem sehr viel anders bei uns, wo hier noch die großen nationalen Unterschiede aufgrund der föderalen Struktur dazukommen. Es ist nicht einfach herauszufinden, inwieweit die beabsichtigte Reform des Collège den Deutschunterricht in Frankreich einschränken könnte.

Unsere Nachfrage im Erziehungsministerium wurde mit umfangreichen Statememts und einer Zusammenfassung der letzten Pressekonferenz der Erziehungsministerin Najat Vallaud-Belkacem beantwortet: > Deutschunterricht in Frankreich. Najat Vallaud-Belkacem: “plus que « préserver » l’allemand, je souhaite le promouvoir.” > Sie hat auch in einem Schreiben reagiert auf den Brief reagiert, den die deutsch-französische Parlamentariergruppe der Nationalversammlung an sie gerichtet hat. Dazu schreibt jetzt der Abgeordnete Pierre-Yves Le Borgn’ auf seinem Blog: > Apprentissage de l’allemand. Es kommt bei uns selten vor, dass ein Politiker sich mit einem vergleichbaren Nachdruck auf nationaler Ebene für eine Verbesserung der Bedingungen des Französischunterrichts bei uns einsetzt. Und er hätte es so bitter nötig.

Pierre-Yves Le Borgn’ erwähnt sein Verständnis, dass wir von der deutschen Seite mit aller gebotenen, diplomatischen Zurückhaltung die innerfranzösische Diskussion beobachten. So wollen wir es hier auch weiterhin halten. Aber dennoch ist die Gelegenheit günstig, auf die notwendige Förderung der deutschen Sprache in Frankreich und der französischen Sprache in Deutschland jetzt und hier hinzuweisen. Jedes Mal, wenn die Politiker beim halbjährlichen Treffen des deutsch-französischen Ministerrates erklären, Frankreich und Deutschland wollen künftiger enger zusammenarbeiten, müssten sie sich immer wieder an einen wichtigen Artikel des > deutsch-französischen Vertrages von 1963 erinnern:

“Abschnitt C. Erziehungs- und Jugendfragen:

a) Sprachunterricht

Die beiden Regierungen erkennen die wesentliche Bedeutung an, die der Kenntnis der Sprache des anderen in jedem der beiden Länder für die deutsch-französische Zusammenarbeit zukommt. Zu diesem Zweck werden sie sich bemühen, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Zahl der deutschen Schüler, die Französisch lernen, und die der französischen Schüler, die Deutsch lernen, zu erhöhen.

Die Bundesregierung wird in Verbindung mit den Länderregierungen, die hierfür zuständig sind, prüfen, wie es möglich ist, eine Regelung einzuführen, die es gestattet, dieses Ziel zu erreichen. Es erscheint angebracht, an allen Hochschulen in Deutschland einen für alle Studierenden zugänglichen praktischen Unterricht in der französischen Sprache und in Frankreich einen solchen in der deutschen Sprache einzurichten.”

Der Sprachunterricht in beiden Ländern ist also eine gemeinsame Angelegenheit , so wie das Deutsch-französische Jugendwerk / Office franco-allemand pour la jeunesse DFJW / OFAJ eine gemeinsame Institution ist. Und wenn auf unserem Blog schon 2400 Artikel stehen, von denen jeder für sich im Prinzip daran erinnern soll, dass Französisch für unsere Schüler und Studenten eine wichtige Sprache ist, so soll auch darüberhinaus an die Geschichte, die Kultur und die Literatur erinnert werden, die durch gute Französischkenntnisse mit einem ungeheuren Gewinn erschlossen werden können.

Wir investieren am besten, wenn wir Französisch und Deutsch zu guten Bedingungen in unseren Schulen anbieten. Hierzulande wird das Abwählen der französischen Sprache so leicht gemacht, bevor die Schüler wirklich mit der französischen Kultur und Literatur in Berührung gekommen sind. Darüber könnten unsere französischen Freunde auch besorgt sein. Wie auch immer, Sprachen lernt man nicht alleine. Der Rektor der Akademie Straßburg, Jacques Pierre Gougeon hat gerade in seinem Brief > Lettre du recteur, avril 2015 #Edito -La politique des langues die Sprachpolitik so eindrucksvoll beschrieben: “Depuis ma prise de fonction comme Recteur de l’académie de Strasbourg en octobre 2013, je n’ai cessé de réaffirmer une seule et même conviction : l’allemand, langue régionale et langue du voisin, doit être au coeur du projet linguistique de notre région frontalière. Toute la politique des langues de l’académie de Strasbourg est donc bâtie sur un développement progressif et raisonné du bilinguisme vers le plurilinguisme. L’apprentissage précoce de l’allemand prédispose nos jeunes à la connaissance des autres langues.”

> La réforme du collège : quels changements pour l’enseignement de l’allemand? – Site de l’OFAJ/DFJW

Deutschunterricht in Frankreich
Najat Vallaud-Belkacem: “plus que « préserver » l’allemand, je souhaite le promouvoir.”

22. April 2015 von

french german 

Conseil National du Numérique
Enquête et concertation: Ambition numérique #contribuez

20. April 2015 von

Vor sechs Monaten begann der Conseil national du Numérique CNNum mit den Befragungen (“enquête et concertation”) und Diskussionsrunden mit Experten auf Bitte des Premierministers Manuel Valls eine breit angelegte Untersuchung Zum Internet > Nachgefragt: CNNum – Concertation nationale sur le numérique.


<<<< Die > Tweets vom CNNum

Nach Tausenden von Beiträgen ist ein Superergebnis enstanden, dessen Dokumentation jetzt vorliegt: Gerade haben die Mitglieder des > Conseil national du Numérique CNNUM den Bericht mit den Ergebnisse verabschiedet. Der Bericht wird veröffentlicht werden, nachdem er dem Premierminister überreicht worden ist.

Alle Dokumente, alle Videos und andere Unterlagen geordnet nach Themen können hier eingesehen werden:

> data.contribuez.cnnumerique.fr

> Les ressources du Thème #1: Croissance, innovation, disruption. Consultations ouvertes du 4 octobre au 19 décembre 2014

> Les ressources du Thème #2 – Loyauté dans l’environnement numérique. Consultations ouvertes du 4 octobre 2014 au 16 janvier 2015

> Les ressources du Thème #3: – Transformation numérique de l’action publique Consultations ouvertes du 3 novembre 2014 au 26 janvier 2015

> Les ressources du Thème #4: – La société face à la métamorphose numérique. Consultations ouvertes du 3 novembre 2014 au 4 février 2015

Institut français de Stuttgart
Philosophie Aller-Retour: “(Un)möglicher Kommunismus?”

20. April 2015 von

Philosophie ALler-Retour: “(Un)möglicher Kommunismus?” – Alain Badiou und Peter Engelmann

Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart
21.04.2015, 19:00 Uhr – 20:30 Uhr

Der anerkannte Nietzsche-Experte und freie Schriftsteller Dorian Astor stellt in seiner Reihe „Philosophie aller-retour!“ spannende Fragen zum Thema Philosophie. Bei seinem vorerst letzten Besuch im Institut français Stuttgart beschäftigt Astor sich mit dem Thema „(Un)möglicher Kommunismus?“ – Alain Badiou und Peter Engelmann.

Kann die Geschichte einen Begriff verurteilen? Ist es heute noch möglich, von der „Idee des Kommunismus“ Gebrauch zu machen? Der französische Philosoph Alain Badiou antwortet entschieden: Kommunismus hat eine Zukunft. Sein deutscher Verleger Peter Engelmann (Passagen Verlag), der in der ehemaligen DDR gelebt und gelitten hat, kann diese Antwort nicht akzeptieren. Ihre respektvolle, aber unversöhnliche Auseinandersetzung stellt Grundfragen über das Verhältnis zwischen Praxis und Theorie, zwischen Geschichte und Philosophie.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Eintritt: 7€ / 5€ (Ermäßigung für Mitglieder des Vereins der Freunde des Institut français). Für Schüler und Studenten ist der Eintritt frei.

Veranstalter: Institut français Stuttgart in Kooperation mit dem IZKT der Universität Stuttgart. Mit der Unterstützung der DVA-Stiftung und des Bureau du livre der französischen Botschaft.

L’abolition de la peine de mort

20. April 2015 von

french german 

Texte schreiben oder Buchstaben suchen?
Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?

20. April 2015 von

Als uns Christian Füller uns gestern in der FAS (19. April 2015) unter dem Titel “Die Schreibschrift weicht dem großen Geld” vom schleichenden Übergang von der Handschrift zum Daddeln auf dem Display berichtet hat, dachten wir gleich daran, den Artikel vom Januar 2015 über die Schreibschrift wieder nach oben zu holen. Kein Kind wird beim Tippen auf Eingabegeräten jeder Art die gleiche Konzentration aufbringen wie ein Kind, das einen längeren Aufsatz mit der Hand schreibt. Das ist unsere These und unserer Glaubenssatz zugleich.

Ein Blatt Papier mit einigen Stichwörtern und dann fließen die Gedanken vom Kopf durch den Arm qua Tinte auf das Papier, ohne das ständig korrigiert, verschoben gelöscht und eingefügt wird. Konzentriertes Schreiben nennt man das. Das ist vier effektiver und erfolgreicher als das Buchstabensuchen auf allen möglichen digitalen Eingabegeräten von der Tastatur bis zum Touchscreen. Lehrer klagen über Konzentrationsschwächen der Schüler? Man gebe ihren Zöglingen schöne Kladden und einen Füller zum Mitschrieben zum Selberschreiben, zum Nachlesen der eigenen Gedanken und Ideen. Das ist es, statt Textbrösel im digitalen Nirwana zu suchen. In meiner Klasse gäbe es kein Handyverbot, keine fliegende Zettel, aber eine Kontrolle der Kladde. Die eigenen Mitschriften und die eigenen Texte sind immer noch die beste Vorbereitung auf die nächste Klausur, vorausgesetzt es gibt die entsprechenden Anleitung durch den Lehrer. Nein, es geht nicht gegen die Tablets und Smartphones im Unterricht. Sie sind eine schöne Ergänzung, wenn ihr Einsatz die Kreativität der Schüler nutzen darf, und der Unterrichtsinhalt nicht auf die hier und da erreichbaren mehr oder weniger sinnvollen, fast nie passenden digitalen Inhalte reduziert wird. Tablets u. Co. sind aber nur sinnvoll, wenn genau abgestufte der Progression entsprechende Inhalte zur Verfügung stehen, ist das nicht der Fall, dann sind die Tablets in der Schule genauso sinnvoll wie in der Hand eines Studenten, der eine Hauptseminararbeit zu einem Buch aus dem Werk von Jean-Paul Sartre schreiben will. Für den Inhalt seiner Arbeit nützt ihm der PC gar nichts. Er unterstützt die Erstellung der Fußnoten und hilft bei der Bestellung und Verlängerung der Bücher in der UB.

Zum Anklicken: Die Themen auf diesem Blog

In der Gesprächsrunde > Qu’apprendra-t-on à l’école de demain ? (LE MONDE – 10.12.2014), die am 28. November 2014 im Auditorium von LE MONDE stattfand, hat Sophie Pène die Bemerkung von Maryline Baumard: “L’apprentissage de l’écriture cursive a disparu du programme de certains Etats américains….” so beantwortet: “Je me demande si, finalement, le clavier ne va pas disparaître avant le crayon. On voit de plus en plus de palettes graphiques, ainsi que les logiciels de dictée à la voix.” AN diesen Artikel musste ioch denken, als DER SPIEGEL heute berichtete, > http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/schule-pisa-sieger-finnland-will-handschrift-abschaffen-a-1012000.html. Darum geht es also, nur noch auf der Tastatur tippen, Buchstaben suchen, keine Beziehung mehr zu den Wörter, ganz zu schweigen vom Gefühl einen Text zu schreiben, jederzeit löschen, immer weniger Konzentration, mal hier, mal da tippen, die reine Unverbindlichkeit.

Noch gibt es klare Aussagen vom französischen Erzeihungsministerium: “L’usage de l’écriture manuscrite, malgré l’évolution des technologies n’est pas obsolète. Elle fait l’objet d’un usage constant dans le monde du travail, le quotidien, malgré des échanges plus conséquents sous forme de messages typographiés.” und “À l’aide d’un clavier, le mécanisme est différent, « la correspondance entre le mouvement et la forme de la lettre est arbitraire et un mouvement identique peut aboutir à deux lettres différentes » (Velay & Longcamp, 2005). Il n’y a plus cette relation unique entre la lettre et le mouvement. Il est par conséquent nécessaire, que l’outil soit traditionnel ou numérique, de maintenir un apprentissage des formes par leur tracé à la main.(Ministère de l’éducation nationale. Direction générale de l’enseignement scolaire. Bureau des usages numériques et des ressources pédagogiques, > Modèles d’écriture scolaire (*.pdf). DOCUMENT D’ACCOMPAGNEMENT. Polices de caractères cursives, Juni 20013), S. 5.

Auf der Website des französichen Erziehungsministeriums stehen schon die > Polices de caractères cursives pour l’enseignement de l’écriture. Sollen die vielleicht eines Tages die Handschrift ersetzen, weil die nachwachsenden Schüler ohnehin nur noch ihr Smartphone ständig in der Hand halten und ihr soziales Netzwerk nur noch per Finger mit einer rasanten Geschwindigkeit auf dem Bild dirigieren, die jeden Erwachsenen erblassen lässt.

Es geht aber nicht nur um die Praktikabilität diverser digitaler Text- oder Worteingabemethoden. Es geht um das konzentrierte Verfassen von Texten. O, je, wir tippen ja hier auch für den blog… dennoch erinnern wir an die Frage, die auf unserem Blog am 29. Oktober 2010 gestellt wurde: > Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur?.

Erst wenn das Schreiben von Texten mit der Hand bewältigt wird, dann macht auch > der Computer im Französischunterricht Sinn: Mit anderen Worten, erst wenn die Kulturtechnik Schreiben mit der Hand bewältigt wird, wird der Schüler die PC-Technik als eine zielführende Erweiterung seiner Techniken schätzen lernen.

Wir wissen, dass in Frankreich große Anstrengenden unternommen werden, um die Digitaltechnik in die Schulen einzuführen: > Enseigner, former, apprendre avec le numérique, wie Benoît Hamon, der Vorgänger von Najat Vallaud-Belkacem dies eindrucksvoll formulierte. Der > Bericht Jules Ferry 3.0 setzt ebenfalls auf die Entwicklung einer “transmission d’une littératie numérique”. (S. 17). Wenn die Schüler und die Lehrer das neue Unterrichtsuniversum, so wollen wir mal die Welt des Rapport Jules Ferry bezeichnen, denn es ist kein Geheimnis, dass unser heutiger Schulunterricht erst in einigen ganz wenigen Schulen auch nur annähernd so weit ist, verinnerlicht haben, dann ist das Tippen oder die Texteingabe via Touchscreen vielleicht eine große Selbstverständlichkeit, so wie Sophie Pène das im im oben genannten Zitat andeutet.

> Französischlernen mit dem Computer (I)
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