Ein dreitägiges Fest voller frankophoner Musik steigt vom 17. bis zum 19. Juni im Innenhof der Saarbrücker Stadtgalerie: Dort findet mit dem „Bistrot Musique spezial“ das größte Chansonfestival im Süden Deutschlands statt – moderiert von „Mr. Chanson“ Gerd Heger
Menschen aus Filderstadt, La Souterraine, Selby und Seebach/Elsass stellen regungslos Szenen aus der Geschichte Filderstadts in 22 Bildern dar. Nicht die Schauspieler bewegen sich, sondern die Zuschauer gehen auf einem Rundgang von ca. 600 m von Szene zu Szene.
Tauchen Sie bei Einbruch der Dunkelheit ein in eine Zeitreise der besonderen Art. Klassische Musik, Licht und Schatten unterstreichen das Schauspiel. Bei Regen findet die Veranstaltung im Saalbau statt.
Eintritt frei
Veranstalter: die Stadt Filderstadt in Zusammenarbeit mit den Städten La Souterraine, Selby, Seebach, der Freien Waldorfschule a.d.F., der Deutsch-Französischen Gesellschaft und der Deutsch-Britischen Gesellschaft von Filderstadt
Julitte Ring wurde im November 2010 der Orden der Palmes Acadėmiques verliehen. Aus diesem Anlass gab es am Donnerstag, 19. Mai 2011, auf Einladung des französischen Generalkonsuls, Philippe Cerf, in der Villa Europa in Saarbrücken einen Empfang zu Ehren von Julitte Ring.
Nach einem Grußwort des Generalkonsuls hob die Ministerin und designierte Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, (Foto oben links) Rings Verdienste zugunsten der deutsch-französischen Beziehungen hervor. Die Ministerin betonte ausdrücklich das jahrzehntelange Verdienst von Ring zugunsten des Französischunterrichts im Saarland und wünschte ihr für die Zukunft die gleiche Kreativität, die bisher Ihre Arbeit und Ihr Engagement so ausgezeichnet hat.
Beide Auszeichnungen sind ein Zeichen für die hohe Bedeutung, die Frankreich dem Unterricht der französischen Sprache in Deutschland zuweist aber auch eine Anerkennung für die Professionalität, mit der Julitte Ring sich seit langer Zeit für die Intensivierung und Modernisierung des Französischunterrichts einsetzt.
Alfred Grosser hat kürzlich den Band > Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz (Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2011) veröffentlicht, dem auf diesem Blog bereits ein
> Besprechung gewidmet wurde. Am 2. Mai hat er in Paris auf Fragen zu seinem Buch geantwortet: Nachgefragt.
Bei dem Gespräch über sein Buch habe ich Alfred Grosser gefragt, wie es eigentlich kam, dass er Anfang der 50er Jahre von der Literaturwissenschaft zur Politikwissenschaft wechseln konnte?
Eine Thema, was für ihn besonders wichtig ist: Welche Bedeutung hat für Sie die Ethik in der Politik? Gibt es eine Moral in der Politik? Bei einer Tagung über Karls Jaspers in Heidelberg ist er einmal als Moralpädagoge bezeichnet worden. Die Grundlage der Wissenschaft ist seiner Meinung der Vergleich: Dazu hat Grosser in unserem Gespräch Beispiele genannt.
Grosser erwähnt in seiner Lebensbilanz mehrmals > Albert Camus. Warum sollte er heute immer wieder gelesen werden? In „Jonas ou l’artiste au travail“ (in: L’exile et le royaume, in: A. Camus, Å’uvres complètes, hrsg.v. R. Gay-Croisier, t. IV 1957-1959, Paris 2008, S. 59-83) schreibt Jonas am Ende quer auf die Leinwand: „solidaire et solitaire“. Herr Grosser, Solidaire sind Sie ganz ohne Zweifel. Aber sind Sie auch manchmal Solitaire? Alleine? Und stört Sie das? lauteten meine Fragen.
Zur Außenpolitik hatte ich mir diese Fragen notiert: In letzter Zeit knirscht es wieder ein wenig mehr im Gefüge der Außenpolitik, besonders zwischen Frankreich und Deutschland. jeder Gipfel wird vom Versprechen begleitet künftig enger zusammenarbeiten zu wollen. Hat Frankreich mit der deutschen Enthaltung bei der Libyen-Resolution in der UN gerechnet? Läuft da was schief zwischen Deutschland und Frankreich?
Schon 1947 hat Grosser Sendungen für deutsche Jugendliche gemacht. 1974 bekam er im Sender Freies Berlin eine eigene Sendung, um monatlich eine Viertelstunde zu jugendlichen deutschen Zuhörern zu sprechen. Angenommen, das wäre heute wieder so, und die Sendung würde wirklich in einem Sender laufen, den Jugendliche hören, welche Themen würden er heute für sie parat halten?
Grosser sagt von sich, er sei Atheist, aber er ist trotzdem „ein fellow traveller der engagierten Christen“, wie passt das zusammen? Er erinnert die Christen ja schließlich nicht dauernd daran, dass es keinen Gott gibt? Aber er ist ein bibelfester Nichtgläubiger. Rät er Atheisten, die Bibel zu lesen?
Eines seiner Hauptanliegen ist die Freiheit. Die letzte Frage lautete, wird heute in Europa genug für die Freiheit getan?
Heute im Deutschlandfunk: 12.04.2011 · 20:10 Uhr
Zum 25. Todestag von Simone de Beauvoir
Die Liebe ist eine Baustelle
Von Walter van Rossum
Aus der Ankündigung: „Simone de Beauvoir und > Jean-Paul Sartre lernten sich 1928 kennen und wurden bald eines der berühmtesten Paare des 20. Jahrhunderts. Die intensive Beziehung hielt bis zu Sartres Tod im Jahre 1980.
Ihre Art des Zusammenlebens galt vielen als Alternative zur Kampfzone der bürgerlichen Ehe. Beide machten ihre Beziehung und ihr Leben zum Teil ihres Werkes. Sie räumten sich gegenseitig große Freiheiten ein, doch die Tiefe ihrer Bindung ist sehr viel schwieriger zu beschreiben. Dieses Dokumentarhörspiel rekonstruiert aus Tagebüchern, Briefen und Interviews Szenen dieser Liebe.“
An die Adresse derjenigen, die glauben, Inhalte im Internet müssten unentgeltlich beziehbar sein, hat der Präsident anlässlich dieser Ansprache eine eindeutige Antwort gegeben:
„Die Kultur und die digitale Welt sind für Sie miteinander verbunden. Es gab viele Missverständnisse, das ist eine extrem komplizierte Angelegenheit. Es ist BEAUMARCHAIS, glaube ich, der den Ausdruck des Urheberrechts („droits d’auteur“) formuliert hat, und Frankreich hat diesen Begriff auf ein internationales Niveau gebracht. Sie, die Künstler, Sie die Kulturschaffenden, Sie können nicht von einer Epoche, in der Sie es mit den Launen der Prinzen, die sie beschützten, die Sie subventionierten, zu tun haben, zu einem System übergehen, wo der phantastische Fortschritt, den die digitale Technik bedeutet, der zu jedem Zeitpunkt das ganze Schaffen, allen zur Verfügung stellt – dieser Erfolg ist unbestreitbar – zu Lasten des Schutzes des Urheberrechts gehen wird.
Ich möchte mich klar verständlich machen. Die digitale Welt, das Internet, diese virtuelle Gesellschaft stellt allen die Kennnisse von allen zur Verfügung. Das ist ein Fortschritt, und nur wenn man nichts von den Entwicklungen in der Welt versteht, könnte man bestreiten, dass das ein Forstschritt ist. Aber das kann nicht zu Lasten des Urheberrechts gehen. Man kann nicht auf der einen Seiten Bilder, Musik, Autoren („comme jamais“) so wie noch nie konsumieren und das Recht auf Eigentum desjenigen nicht respektieren, der dort seine ganzen Gefühle, sein ganzes Talent und seine ganze Kreativität hineingelget hat.