Archiv für die Kategorie 'Veranstaltungen'

Focus on Evidence – Fremdsprachendidaktik trifft Neurowissenschaften (FoE)

Donnerstag, 2. Mai 2019

Die Didaktiken des Englischen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Freien Universität Berlin setzen 2019 ihre Tagungsreihe Focus on Evidence – Fremdsprachendidaktik trifft Neurowissenschaften (FoE) fort.

Am 3. und 4. Oktober 2019 kommen zum dritten Mal renommierte NeurowissenschaftlerInnen und FremdsprachendidaktikerInnen aus Forschung und Praxis zu einer internationalen Einladungstagung zusammen – Tagungsort ist nach 2015 Eichstätt und 2017 Berlin nun dieses Mal Nei Pori bei Thessaloniki.

In vier kompaktenVorträgen (Programm) werden neue Erkenntnissen der Hirnforschung vorgestellt. Im Anschluss diskutieren die ExpertInnen aus den Neurowissenschaften zusammen mit den geladenen VertreterInnen der Fremdsprachendidaktiken mögliche Konsequenzen für die Praxis des Lehrens und Lernens von Sprachen. Abgerundet wird das Programm durch einen weiteren Vortrag, der am Beispiel des Eyetrackers aufzeigt, wie sich durch Nutzung dieses Messverfahrens auch der Fremdsprachendidaktik neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen.

Mehr Informationen: > Focus on Evidence – Fremdsprachendidaktik trifft Neurowissenschaften (FoE) 2019

Nachgefragt: Michel Sicard parle de l’exposition “Enfermement”

Mittwoch, 24. April 2019

Oft schreibt unsere Redaktion hier über die deutsch-französischen Beziehungen, aber auch über Literatur und Geschichte. Bisher kam die Kunst ein wenig zu kurz. Die Ausstellung > “Enfermement”, die vom 31. April bis 8. Oktober 2019 im Museum Musée d’art et d’histoire in Saint-Denis gezeigt wird, ist eine gute Gelegenheit, die moderne Kunst auf unserem Blog einmal in den Vordergrund zu rücken. An dieser Ausstellung, die von der Universität Paris I vorgeschlagen wurde nehmen 16 Künstler teil: Taysir Batniji, Victor Burgin, Dominique De Beir, Pierre Ferrenbach, Claude Lévêque, Ernest Pignon Ernest, Agnès Thurnauer, Hervé Bacquet, Dominique Blais, Pierre Juhasz, Olivier Long, Michel Sicard & Mojgan Moslehi, Michel Verjux, Diane Watteau, Bertille Bak. Ihre Arbeiten zeigen ganz unterschiedliche Interpretationen des Themas Enfermement mit physischem, psychischem oder auch ideologischem wie politischem Hintergrund.

Einige Werke wurden aus dem Anlass dieser Ausstellung vor Ort geschaffen, andere stehen in einer Beziehung zu diesem besonderen Museum, das sich in einem alten Karmeliter-Kloster befindet.

Unsere Redaktion mit ihrem TV-Team hatte vor einer Woche direkt nach der Vernissage dieser Ausstellung, das Glück, einen der Künstler, der an dieser Ausstellung mitwirkt, vor Ort zu treffen und ihn zu dieser Ausstellung befragen zu können. Das Ergebnis ist mehr als nur ein Interview zu dieser Ausstellung: Auch für Schüler/innen kann dieses Gespräch mit seinen vielfältigen Themen wie eine Einführung in die Betrachtung moderner Kunst angesehen und gehört werden. Unser TV-Team steht in einem Gang, der aus Glasscheiben gebaut worden ist und zwei Gebäudeteile miteinander verbindet. Von > Michel Sicard und Mjgan Moslehi stammt die Idee des Schriftzuges NON OEUVRE – NON PRÉSENCE que Michel Sicard nous explique dans cet entretien:

Zuerst sprechen wir über das Thema der Ausstellung: Enfermement, das keineswegs nur negativ verstanden werden soll, es geht auch darum, nach einer Phase der inneren Reflexion zu neuen Ufern aufzubrechen. Dazu passt die Arbeit mit den Spiegeln, deren Definition auf einer ästhetischen Ebene gar nicht einfach ist, aber von Sicard hier in einer kurzen und präzisen Form vorgetragen wird. Hören Sie sich das Interview an und Sie werden künftig, wenn Sie in einen Spiegel sehen, an Michels Sicards Bestimmung der Möglichkeiten, ja des Sein des Spiegels denken. Die Bilder, die er uns zeigt sind flüchtig, es ist nur folgerichtig, dass Sicard und Moslehi, hier je acht Spiegel mit einem Seil umschlungen haben. Und Sicard erläutert auch den Zusammenhang zwischen den Wörtern, also zwischen der Sprache und seinen Kunstwerken. Es geht auch um den Begriff des “espace”. Zur Vorbereitung auf dieses Interview, empfahl Sicard uns die Seiten 223 f. in Jean-Paul Sartres L’être et le néant (1943) nochmal zu lesen. 751 Seiten ! Eine sehr gute Einführung in dieses Werk aus der Feder von Traugott König steht im Nachwort der deutschen Übersetzung, die König bei Rowohlt veröffentlicht hat.

Michel Sicard ist für unsere Blogleser/innen kein Unbekannter:

> Jean-Paul Sartre. Michel Sicard et ses entretiens avec Heiner Wittmann

> www.michel-sicard.fr

N.B. Unser Tontechniker ist mit dem Ton dieses Videos unzufrieden und hat ein neues Mikrophon bestellt.

Nachgefragt: Le Secrétaire général de la Semaine de l’Amérique latine et des Caraïbes, S. E. Philippe Bastelica, répond à nos questions

Mittwoch, 17. April 2019

Am Montag, 15. April, hatte unsere Redaktion in Paris eine Gelegenheit, sich einmal nicht mit den deutsch-französischen Beziehungen, sondern mit den > Beziehungen Frankreichs zu Lateinamerika und zur Karibik zu beschäftigen.

S. E. Philippe Bastelica, Botschafter Frankreichs in Uruguay ist z. Zt. als Secrétaire général im Ministère de l’Europe et des Affaires étrangères für die 6. Woche der Semaine de l’Amérique latine et des Caraïbes verantwortlich. Unsere Redaktion hat ihn nach dieser Woche, das sind eigentlich 17 Tage, die dieses Jahr vom 23. Juni bis 8. Mai in ganz  Frankreich mit über 250 Veranstaltungen organisiert wird. Die Website von 2018 > www.semaineameriquelatinecaraibes.fr ist noch online und zeigt die Vielfalt dieser Veranstaltungen. Sie wird in Kürze durch das Programm 2019 ersetzt werden:

Die Semaine de l’Amérique latine et des Caraïbes ist eine willkommene Gelegenheit, hier auf dem Blog die Kulturarbeit Frankreichs mal in einem ganz anderen Teil der Welt vorzustellen.

Neu bei Klett-Cotta. Nachgefragt: Pierre Lemaitre, die Farben des Feuers,

Freitag, 12. April 2019

french german 

In der Reihe „ Grands écrivains français“: Pierre Lemaitre im Literaturhaus

Donnerstag, 11. April 2019

Unter dem Titel „Die Farben des Feuers“ ist der neue große Roman des Prix-Goncourt-Preisträgers Pierre Lemaitre in der Übersetzung von Tobias Scheffel erschienen. Es ist die Fortsetzung seines Romans „Au revoir là-haut“ („Wir sehen uns dort oben“), für den er 2013 den Prix-Goncourt erhielt.

> Stuttgart – Literaturhaus
Donnerstag 11.04.19 19.30 Uhr
Die Farben des Feuers
Pierre Lemaitre
Lesung und Gespräch
Moderation: Tobias Scheffel

> Lesebericht: Pierre Lemaitre, Wir sehen uns dort oben – 23. Januar 2015

> Vorgefragt: Pierre Lemaître, Wir sehen uns dort oben – 16. Oktober 2014

Lemaitre schreibt in der Tradition der großen Fortsetzungsromane des 19ten Jahrhundert, seine Vorbilder sind Dumas, Balzac und Hugo. In „Die Farben des Feuers“ zeichnet er nun ein Bild Frankreichs zwischen 1927 und 1935. Am Vorabend des Zweiten Weltkriegs verstärkt die Weltwirtschaftskrise(1) Habgier und Neid in den Straßen von Paris, und so bahnt sich ein Komplott an, um das mächtige Bankimperium Péricourt zu Fall zu bringen. Doch Alleinerbin Madeleine weiß die Verhältnisse in Europa für sich zu nutzen, und dreht den Spieß kurzerhand um. Sie steht an der Spitze eines Bankimperiums – in einer Epoche, in der es Frauen nicht einmal gestattet war, selbst einen Scheck zu unterschreiben. Im Schatten von Börsenskandalen und politischen Wirrnissen verusachen die Neider das Verderben der Familie. Doch für Madeleine ist das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.

Pierre Lemaitre, geboren 1951 in Paris, ist neben dem Verfassen historischer Romane auch Kriminal-und Thrillerautor. Er wurde 2013 mit dem wichtigsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet.

Moderation: Tobias Scheffel | in dt. und frz. Sprache

Eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturhaus Stuttgart und des Institut français Stuttgart.

> Lesebericht: Pierre Lemaitre, Die Farben des Feuers – 7. März 2019 | Autor: Heiner Wittmann

Pierre Lemaitre
> Die Farben des Feuers
Roman
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel
(Orig.: Couleurs de l‘incendie)
1. Aufl. 2019, 479 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-96338-0

Pierre Lemaitre
> Drei Tage und ein Leben
Roman
Aus dem Französischen von Tobias Scheffel (Orig.: Trois jours et une vie)
1. Aufl. 2017, 270 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-98106-3

> Lesebericht: Pierre Lemaitre, Drei Tage und ein Leben – 14. September 2017

1. Vgl. Heiner Wittmann, Die Weltwirtschaftskrise von 1929 und die französische Literatur, in: Heidi Beutin, Wolfgang Beutin, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Herbert Schmidt, Claudia Wörmann-Adam (Hg.) > “Wir müssen die Wahrheit über die barbarischen Zustände sagen“. Welt-Wirtschafts-Krisen und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Politik und Kultur. Mössingen-Talheim 2014, S. 45-66.

Literaturhaus Stuttgart: Membrane. African Literatures and Ideas

Sonntag, 7. April 2019

Internationales Literaturfestival vom 23.5. – 26.5.2019 in Stuttgart

Insgesamt über 40 Gäste werden zum viertägigen internationalen Literaturfestival „Membrane. African Literatures and Ideas“ ins Literaturhaus Stuttgart miteinander ins Gespräch und auf die Bühne kommen. Um ein Festival dieser Größenordnung zu realisieren, haben sich die drei Stuttgarter Einrichtungen, das Literaturhaus Stuttgart, das Institut français Stuttgart und die Akademie Schloss Solitude zu einem Membrane-Verbund zusammengeschlossen.

Mit dem Bild der Durchlässigkeit und Porosität richtet das Festival seine Scheinwerfer auf neue Literaturen. Es diskutiert den Begriff und Raum Afrikas, um vielfach verkrustete Wahrnehmungen und Zuschreibungen und medial bestimmte Blickweisen auf Afrika im besten Wortsinne brüchig werden zu lassen: Wie können wir unser Zusammenleben gestalten, global aber auch im Hier und Jetzt – mit dem Wissen um eine gewaltförmige Geschichte der Unterdrückung und Ausbeutung, mit dem Blick zurück und einem Zutrauen in Zukunft? Was heißt es, Afrika und Afrikaner*in zu sein, in einer Welt, in der Widersprüche und Paradoxien ein generelles Gefühl von Unsicherheit erzeugt haben?

Mit dabei ist die international gefeierte Schriftstellerin Taiye Selasi, die den Begriff des „Afropolitan“ maßgeblich geprägt hat, der senegalesische Professor für Philosophie und Literatur an der Columbia University New York, Souleymane Bachir Diagne, die Aktivistin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Sharon Dodua Otoo, der ZEIT-Journalist und Redakteur Mohamed Amjahid, die kamerunische Schriftstellerin Léonora Miano und viele andere, darunter auch zahlreiche junge Stimmen wie die britische Science-Fiction Autorin Temi Oh.

Das Festivalprogramm setzt sich zusammen aus einer großen deutsch-ruandischen Tanzperformance „Planet Kigali“ von Gutiérrez/ Dietrich/ Rugamba zur Eröffnung, aus Lesungen, Gesprächen Vorträgen und Interventionen, aus kulinarischen Überraschungen und Durchquerungen, Publikationen auf der interdisziplinären Online-Plattform Schlosspost, Ausstellungen, Performances und Konzerten sowie einem Gespräch in Bildern, einem deutsch-kamerunischen Comic-Briefwechsel.

Kuratiert haben das Festival die EOTO Geschäftsführerin und Kuratorin Nadja Ofuatey-Alazard, die kenianische Schriftstellerin und derzeitige Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, Yvonne Adhiambo Owuor, und der senegalesische Ökonom und Schriftsteller Felwine Sarr, der mit seiner durch Präsident Macron in Auftrag gegebenen Studie zur Restitution von Raubkunst derzeit international im Gespräch ist.

Das vollständige Programm finden Sie in den ausliegenden Programmheften oder der Website www.literaturhaus-stuttgart.de oder hier als Download : > Membrane-Programmheft-WEB.

Hauptveranstaltungsort ist das Literaturhaus Stuttgart
, weitere Veranstaltungsorte wie das Institut français und der Projektraum Römerstraße 2A der Akademie Schloss Solitude sind im Programm ausgewiesen. Tickets unter: www.literaturhaus-stuttgart.de.

Das Festival wird gefördert im Programm TURN der Bundeskulturstiftung, von der Robert Bosch Stiftung, dem Auswärtigen Amt und in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg.

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