Orthographiereform in Frankreich?

Wie gut, dass wir heute morgen noch nach alter Manier unseren Zeitungsstapel ausgeschlachtet haben. Ach, wenn wir doch 1996 auch einen Bundesschulminister gehabt hätten. Dann wäre uns die endlose Auseinandersetzung um die Rechtschreibreform vielleicht erspart geblieben. Wieviel Tinte, wieviel Zeit hat man uns damit weggenommen!

In Frankreich hat die Ministerin angesichts der Gerüchteküche und der politischen Schlagabtausche wegen aufgehobener Trennungsstriche und eliminierter Circonflexe ein Machtwort gesprochen: „Au cours de ces derniers jours, pas moins de trois anciens ministres de l’éducation nationale et un ancien ministre de l’enseignement supérieur ont créé et alimenté une polémique absurde à propos d’une réforme de l’orthographe qui n’existe pas.“ Auf Deutsch: „In den vergangenen drei Tagen haben nicht weniger als drei frühere Erziehungsminister und ein früherer Minister für die Hochschulen eine absurde Polemik wegen der Reform der Orthographie in die Welt gesetzt und ins Rollen gebracht, die es nicht gibt.“

> Najat Vallaud-Belkacem : « La réforme de l’orthographe n’existe pas ! » Par Najat Vallaud-Belkacem (ministre de l’éducation nationale, de l’enseignement supérieur et de la recherche) – LE MONDE | 17.02.2016

So! Damit hätte sich auch der Link auf unseren Artikel zur Rechtschreibreform in Frankreich erledigt: > Sommes-nous tous ognons ou oignons? – 9. Februar 2016

Deutsch-französische Geschichte -100 Jahre Schlacht von Verdun

Die Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V.erinnerte uns in ihrem Newsletter an diese TV-Sendungen:

„Neben-, gegen-, miteinander: deutsch-französische Geschichten“, so heißt eine zehnteilige arte-Dokumentation über gemeinsame deutsch-französische Geschichte und Gegenwart, die im Januar begonnen hatte und in diesen Tagen bis zum 19. Februar wiederholt wird.

In den Mediatheken können Sie verpasste Sendungen nachholen

> www.arte.tv/guide/de/plus7/alle-videos?sort=recent

> http://www.sendungverpasst.de/arte.

An einen dramatischen Höhepunkt des deutsch-französischen Gegeneinanders, “über die blutigste Schlacht des Ersten Weltkriegs”, erinnert am 9. Februar ebenfalls auf arte, ab 20.15 Uhr, der Dokumentarfilm “Verdun – sie werden nicht durchkommen”. Vor 100 Jahren, von Februar bis Dezember 1916 lieferten sich Franzosen und Deutsche in der Schlacht von Verdun einen erbitterten Kampf.

> Un événement : le centenaire de la bataille de Verdun **** – Histoire – Géographie EDUSCOL

> Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie auf unserem Blog

Auf unserem Blog: > Der Erste Weltkrieg und die Erinnerungskultur Ein Interview mit Nicolas Offenstadt: „Der Historiker muss sich das Staunen bewahren können…“

M. Boiron: Warum sollte man Französisch/Deutsch lernen?

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Nachgefragt: Philippe Gustin et Stephan Martens, FranceAllemagne

Am 29. Januar 2016 war Philippe Gustin (Foto: oben) zu Gast im Institut français de Stuttgart. Nach seinem Vortrag über das Buch, das er zusammen mit Stephan Martens verfasst hat, hatten wir eine Gelegenheit, mit ihm über das Buch zu sprechen.

Es fällt auf, dass trotz de harschen Kritik beider Autoren am Zustand der an der deutsch-französischen Kooperation, ihre Möglichkeiten zugunsten Europas werden vernachlässigt, lautet die Kernthese dieses Buches, sein Titel „FranceAllemagne“ zusammengeschrieben wird. Diese Schreibweisegustin.martens-franceallemagne-110 immer wieder aufkeimende Idee einer Fusion beider Länder. Beide Autoren verstehen das deustsch-französische Verhältnis als „eine rationale Notwendigkeit“ und auch als „Motor Europas“. Aber >für beide gilt, „dass das erweiterte Europa eine Krise durchlebt“. Sie wünschen sich eine „eine neue Dynamik zu Gunsten Europas“, und sie fordern, dass „die französischen und deutschen Verantwortlichen strategisch, nicht bloß politisch, handeln.“

Unter ihren Maßnahmen zugunsten der deutsch-französischen Kooperation erscheint zuerst die Sprachenpolitik, dann die Fiskalkonvergenz bei der Unternehmensbesteuerung, der ständige Sitz für Deutschland im Sicherheitsrat der ONU und die Schaffung eines Ministerpostens in jeder der beiden Regierungen für die deutsch-französische Kooperation. Da fällt uns ein: > Un ministre franco-allemand / ein deutsch-französischer Minister – 8. November 2009.

Philippe Gustin et Stephan Martens
> FranceAllemagne
Préface de Bruno Le Maire
Paris: lemieux 2016.

Philippe Gustin, Stephan Martens > „Deutschland und Frankreich. Der Neustart des europäischen Motors“ – Genshagener Papier N°17

> Philippe Gustin: Die territoriale Aufteilung des französischen Staates

Wir gratulieren Alfred Grosser zum Geburtstag

Heute feiert Alfred Grosser in Paris seinen 91. Geburtstag. Wir gratulieren sehr herzlich.

Als Student in seinen Vorlesungen zwei Jahre lang ab Oktober 1976 im I.E.P. in Paris (Sciences Po) – meistens mittwochs und donnerstags um 10 h – „L’Allemagne de notre temps“, „Introduction à la l’Étude de la vie politique“, „La politique extérieure de la France“ und „Questions de l’actualité“ zusammen mit seiner seiner präzisen und unverwechselbaren Art, die Politik in Frankreich und Deutschland zu beobachten und zu analysieren, behalte ich viele interessante Erinnerungen und Methoden der Politikwissenschaft, die u. a. auch eine Basis für unseren Blog sind. Auch damals hatte er immer den genau passenden Zeitungsausschnitt zur Hand, um zu zeigen, dass manches ganz anders ist, als man es gerade in der Diskussion beschrieben hatte. Damals wie heute, dieses Lächeln, aber dann hört man von ihm die ganz gegenteilige Ansicht. Gerade hat die Erziehungsministerin Najat Vallaud-Belkacem > die neuen Sprachenkarte verkündet und schien ihren Kritikern jetzt entgegenzukommen. Sie erinnern sich… es geht um die Kürzung des Unterrichts der bilangues-Klassen und damit des Deutschunterrichts. „Nichts ist besser …“ erklärte Grosser in unserem Gespräch. Beim Stand der Dinge bleiben mit derr Rentrée 2016 nur 70 % des Deutschunterrichts in den bilangues-Klassen erhalten.

> Un entretien sur l’actualité avec Alfred Grosser – enregistré le 26 janvier 2016 à Paris.

Nous recherchons de nouveaux animateurs pour FranceMobil et mobiklasse.de!

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Gibt es digitale Bildung?

Ergänzung zum Artikel: > Texte schreiben oder Buchstaben suchen? Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?


Ergänzung:

merkur-798

in unserem >Lesebericht zum MERKUR 798 November 2015 hieß es über den Beitrag von Kathrin Passig und ALeks Scholz: „Schlamm und Brei und Bits. Warum es die Digitalisierung nicht gibt“ (S.7 5-86) : „Kathrin Passig und Aleks Scholz beschäftigen sich mit dem Begriff »Digitalisierung«: „Seit ein paar Jahren wird die Welt digital.“ (S.75) Da wird es endlich mal Zeit, sich über diesen Begriff zu unterhalten, also zwischen „digital“ und „analog“ zu unterscheiden. eine solche Schwarzweiß-Malerei gibt es gar nicht: „Unsere Umgebung ist weder digital noch analog“. (S. 80)“


> „Lernen mit digitalen Medien“ – LernLab Schule der Bertelsmann Stiftung **** – 6.11.2015

Aus gegebenem Anlass holen wir den folgenden Artikel „Texte schreiben oder Buchstaben suchen? Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?“ vom 20. April 2015 nach ganz oben:

Es gibt keine „Digitale Bildung“, es gibt lediglich digitale Hilfsmittel, Programme oder Datenbanken, die Bildung unterstützen:

<<<< Muss man sich wirklich auf den Begriff Digitale Bildung einlassen? > Digitale Bildung

Eine Definition der „Digitalen Bildung“, die für die Didaktik nützlich wäre ist nicht in Sicht. Aber es gibt hochkomplexe Fragen zu diesem Thema:

> Informatik@Schule 2016 – Das Verhältnis von informatischer Bildung und „Digitaler Bildung“
Tagung auf Schloss Dagstuhl. Leibniz-Zentrum für Informatik
21. – 24. Februar 2016, GI-Dagstuhl Seminar 16082

Saskia Esken lässt in ihrem Artikel > Deutschland ist Schlusslicht bei Medien-Unterricht. Bildungssystem muss fit für Digitalisierung werden! im Tagesspiegel am, 16.05.2015, die Kirche im Dorf: „„Digitale Bildung“ meint also nicht etwa die Digitalisierung von Lernprozessen, sondern deren qualitative Veränderung durch den sinnvollen und gezielten Einsatz digitaler Medien. “ Also Bildung mit digitalen Medien. Darauf können wir uns einlassen. Dann fällt sie aber geleich wieder in das alte Muster zurück „Bildung für die digitalisierte Welt soll Menschen zu sozialer Interaktion und Vernetzung über nationale und hierarchische Grenzen hinweg ermächtigen.“ Wie will man eigentlich die Welt digitalisieren? O je: „Gemeinsam vereinbarte digitale Bildungsziele müssen über die kompetente Nutzung von Medien hinaus die Beschaffung und Bewertung von Informationen und den Zugang zum Wissen dieser Welt ebenso beinhalten wie den verantwortungsvollen Umgang mit eigenen und fremden persönlichen Daten.“ Was soll ein digitales Bildungsziel sein? und noch was: „Digital und offen verfügbare Lehr- und Lernmaterialien – sogenannte „Open Educational Resources“ (OER) – eignen sich eben nicht nur zum Konsum, sondern laden ein zum Gestalten, Bearbeiten, Weiterentwickeln und Austauschen.“ Wieso laden gerade solche Ressourcen dazu ein? Und der Rest des Internets?


Dazu: > Offene Bildungsressourcen in der Praxis *.pdf David Klett und Jörn Muuß-Merholz im Gespräch mit Computer+Unterricht 93/2014, S.10 f.

> Warum Verlage ihre Produkte nicht (ohne weiteres) unter freier Lizenz veröffentlichen – David Klett


> JULES FERRY 3.0 – Bâtir une école créative et juste dans un monde numérique **** – 16.10.2014

> Weitere Artikel und Interviews zum Bericht Jules Ferry 3.0 auf unserem Blog.

Auf diesem Blog gibt es über 260 Artikel zu > Web 2.0.

Und zum Thema Digitale Wirtschaft rund 20 Artikel, die über die Aktivitäten des Conseil National du Numérique CNNum berichten.

> Ecrivez-vous à la main ou tapez-vous au clavier ? Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? – 29.10.2010

> JULES FERRY 3.0 – Bâtir une école créative et juste dans un monde numérique **** – 16.10.2014

Digitaler Unterrichtsassistent zu
‘Découvertes Série jaune‘
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> Wie kommt man am besten nach Digitalien? – 1. April 2015

Die Digtialtechnik verändert den Französischunterricht. Aber in wie vielen Stunden wird heute tatsächlich ein Französischunterricht 2.0 durchgeführt?

> Französischunterricht und das Web 2.0 – 29.11.2010


Unser bestes digitales Hilfsmittel:

pons-woerterbuch


Texte schreiben oder Buchstaben suchen?
Schreibschrift, Blockschrift oder Touchscreen?
– 20. April 2015

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