Der Vergleich X: Digitale Agenda 2025 in Deutschland und die Loi numérique en France

Ergänzung:

> Rede von Bundeskanzlerin Merkel beim Forschungsgipfel 2016 am 12. April 2016 – Berlin, 12. April 2016

Voir aussi: > Les grandes étapes du plan numérique – 11 mars 2016

Die deutsch-französischen Beziehungen leben vom ständigen Vergleich. Dabei geht es nicht um einen Wettbewerb, wer sich besser darstellt. Es geht darum, ständig voneinander zu lernen und gemeinsam besser zu werden. Beide Länder verfügen auf ihre Weise über Vorteile, die es zu verstehen gilt, um voneinander zu profitieren. Es macht überhaupt gar keinen Sinn auf irgendwelche Defizite beim Nachbarn hinzuweisen. Zum Beispiel kann man den ständigen deutsch-französischen Austausch am besten beobachten, wenn man die beiden Twitter-Konten der Französischen Botschaft in Berlin und der Deutschen Botschaft in Paris nebeneinanderstellt: > Deutsch-französisches Twittern.

Die Serie „Der Vergleich (I- )“:

> Der Vergleich IX: Digitale Agenda 2014 – 2017 und die Stratégie numérique du Gouvernement français

Der Vergleich VIII. L’Internet des objets en France – Das Internet der Dinge in Deutschland.

> Der Vergleich VII: Deutschland und Frankreich. Facebook und die Politik

> Frankreich und Deutschland Der Vergleich VI: Was wird gerade gesucht?

> Deutschland-Frankreich – Vergleich (IV): Fragestunden an die Regierungen

> Vergleich (III): September 2014: die Außenpolitik Frankreichs und Deutschlands

> Der Vergleich II. Deutsch-französische Kooperation. Eine Woche im August 2014

> Der Vergleich (I). 28 août 2014 : La Conférence des Ambassadeurs à Paris – 25. August 2014: Botschafterkonferenz in Berlin

Auf diesem Blog werden einige Beiträge explizit als > Vergleiche ausgewiesen. Die große Zahl der Beiträge aus Frankreich z. B. über die Arbeiten des > Conseil national du numérique auf unserem Blog und über das > Digitalgesetz, das gerade im französischen Parlament das Gesetzgebungsverfahren durchläuft, zeigen große Unterscheide in der politischen Kultur unserer beiden Länder. Wird so oft der Stillstand und die Reformunfähigkeit in Frankreich beklagt, so kann man in digitaler Hinsicht ganz andere Beobachtungen machen. In Frankreich werden breit angelegte öffentliche Anhörungen durchgeführt und sogar eine Online-Konsultation der Bürger durchgeführt, bevor das Gesetz zur digitalen Wirtschaft auf den Weg gebracht wird: > Les résultats de la consultation en ligne : > Projet de loi pour une République numérique, zu dem wir > eine Präambel vorgeschlagen haben und uns online an der Anhörung beteiligt haben. Von solchen Verfahren können wir in Deutschland echt etwas lernen. Aber bei uns ist die Bundesregierung auch nicht untätig. Es gibt eine eine neue Digitale Strategie 2025, die um 9 Jahre vordatiert wird, um ihre Modernität und lange Gültigkeit zu unterstreichen:

Auf unserem Blog gibt es zum Stichwort > „le numérique“ eine sehr große Zahl von Artikeln der letzten Monate, die über eine große Zahl ganz unterschiedlicher Anhörungen berichtet hat, die mit einer Analyse des Berichts >Jules Ferry 3.0 begann, der das digitale Lernen eingehen untersuchte. Bei uns hingegen bekommen wir lediglich ein Tweet des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, der uns die > Digitale Strategie 2025 wird uns verkündet:

> Digitale Gesellschaft 2016 – Digitale Strategie 2025: „Wie bauen wir eine effiziente Steuerung der digitalen Transformation in Deutschland auf? Für eine Aufgabe dieser Komplexität und Tragweite brauchen wir nicht nur eine groß angelegte Strategie, sondern auch ein unabhängiges Kompetenzzentrum für alle Fragen der Digitalisierung.“

Natürlich hat das Ministerium ganz sicher auch Experten befragt, aber eben ohne große öffentliche Debatte wie in Frankreich. Und überhaupt, warum jeder von unseren beiden Staaten immer das Rad auf seine Weise neu erfinden? Und weil die Position des Autors dieses Blogs Online-Koordinator heißt, bekommt er umso mehr Lust, die beiden Ansätze beiderseits des Rheins miteinander zu vergleichen.

Es wird doch erst diskutiert. Eben twittert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:

> Tweets mit den Worten Loi sur le numérique – Die Anhörung bekommt durch Twitter einen zusätzlichen Grad an Innovation. Die Informationen, Stellungnahmen, Links, Kritiken, Anregungen etc. die hier weitergegeben werden, lassen die Bedeutung erkennen, die dem Gesetzentwurf selber, aber auch dem von der Regierung gewählten Verfahren der öffentlichen Online-Anhörung zukommt. Eine solche Offenheit bei einem Anhörungsverfahren kennen wir in Deutschland bisher nicht.

Mit der Genüberstellung der Tweets aus Frankreich und den Tweets bei uns zum Thema > Digitale Strategie kann man auch im Schulunterricht, die Schülerinnen und Schüler dazu anleiten, Medienbeobachtung zu treiben, herauszufinden, um welche Themen geht es hüben und drüben? Wer twittert? Welche Parteien? Welche Organisationen?

pons-woerterbuch
> PONS hilft immer.
Übrigens, es gibt schon einen Hashtag
> #DigitaleStrategie, der aber noch nicht von allen Akteuren richtig genutzt wird:

> Tweets mitHashtag #DigitaleStrategie

Wär, das schön, wenn beide Länder eine digitale Strategie im Dialog mit den anderne EU-Staaten zusammen entwickeln würden. Zu verschieden sind die politischen Kulturen, erst > wenn die beiden Verfassungen einander angenähert oder angeglichen würden, kämen wir auch digital zusammen ein großes Stück weiter.

Man darf gar nicht verschweigen, dass es auch inhaltliche Kritikpunkte an der Loi numérique in Frankreich gibt: > Gare à la gratuité scientique !

Dieser Vergleich und die unserer Ansicht nach notwendige Kooperation setzt natürlich gute Sprachkenntnisse auf beiden Seiten voraus.

Ob jemand im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie den Berichts >Jules Ferry 3.0 kennt?

Ist das nicht eigentlich ein Thema von Wissenschaft, Bildung und Erziehung?

Gare à la gratuité scientifique !

french german 

Une réforme nécessaire et impossible? Loi travail (I)

french german 

Débat: Guillaume Duval, Made in Germany – le « modèle allemand au-delà des mythes » – Seuil – 2013

duval-allemagne

Nous avons le plaisir de vous annoncer la venue de Guillaume Duval, rédacteur en chef du mensuel Alternatives économiques 28, rue du sentier 75002 Paris.Il interviendra sur l’Allemagne, son modèle social et économiques succès et ses limites dans les crises que nous traversons (Grèce, euro, réfugiés, Proche orient…). Fin connaisseur de l’Allemagne où il a exercé des activités professionnelles, il est aujourd’hui bien connu pour son implication dans le débat public. Il est membre du CESE depuis peu. Son intervention sera suivie d’un débat. Il est l’auteur d’un ouvrage intitulé Made in Germany – le « modèle allemand au-delà des mythes,Paris: Seuil 2013.

Sa venue est prévue le mardi 2 Février 2016 en soirée (heure et lieu à préciser).

Il s’agit d’une action coordonnée par l’Association des professeurs de sciences économiques et sociales de la région et par l’Association Les amis de Thorstein Veblen -> http://thorstein.veblen.free.fr.

Les résultats de la consultation en ligne : Projet de loi pour une République numérique

french german 

pons-glossar-internet-governance

fr-pons-en-ligne-dictionnaire

Reisen durchs Internet oder die Netzneutralität. Alle Daten werden gleich behandelt.

Was hören wir aus dem EU-Parlament?

> EU-Parlament beschließt Aufweichung der Netzneutralität – DIE ZEIT

Wehret den Anfängen: Wie gut, dass unser Blog via Twitter mal eben nachfragen kann.

https://twitter.com/FranceBlogInfo/status/659309277354545152

Verpackt im Beitrag über die Abschaffung der Roaming-Gebühren: Quelle: „Der Text sieht vor, dass Internetanbieter Spezialdienste (Hervorhebung H.W.) anbieten dürfen (z. B. eine für bestimmte Dienste wie Internet-TV, Videokonferenzen oder bestimmte Anwendungen im Gesundheitswesen benötigte verbesserte Internetqualität), jedoch nur unter der Bedingung, dass sich dies nicht auf die allgemeine Internetqualität auswirkt.“ > http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20151022IPR98802/html/Abschaffung-der-Mobilfunk-Roaming-Geb%C3%BChren-wird-2017-Wirklichkeit

Ist unser Blog auch ein Spezialdienst? Der Ausdruck wird sicher noch korrigiert werden.

France Alumni Allemagne en ligne

Bei einer Veranstaltung, an der auch S.E. Philippe Etienne, Botschafter der Französischen Republik in Deutschland , Emmanuel Suard, der Leiter der Kulturabteilung der Botschaft und Direktor der Instituts français in Deutschland und Béatrice Khaiat am 19. Oktober im Institut français in Berlin teilnahmen, wurde das Internet-Portal > France Alumni Allemagne vorgestellt. Es folgten Vorträge von früheren deutschen Studentinnen und Studenten, die in Frankreich studiert haben:

> www.francealumni.fr/de/poste/deutschland

> Die Fotos des Institut français de Berlin

Andreas von Mettenheim
Président de l’association des anciens éléves de l’ENA, ancien Ambassadeur

Dunja Umhoefer
Directrice de la commnication institutionnelle chez BASF en France, diplômée du double cursus franco-allemand den Politique-Droit-Communication et Coopération transfrontalière des universités de Metz et de la Sarre

Claus Drexel
Réalisateur, diplômé de l’Université de Stendhal de Grenoble et ancien étudiant de l’École Supérieure de Réalisation Audiovisuelle (ESRA) de Paris

Christa Weck
Directrice de département de français et des langues anciennes de éditions Ernst Klett, ancienne étudiante des universités de Tours et de Leicester, ancienne assistante au Lycée Léonard de Vinci à Amboise, Chevalier dans l’Ordre des Palmes académiques

Florian Drücke
Directeur du Bundesverband Musikindustrie, diplômé de droit de l’Université de Toulon, Directeur en droit comparée, séjour de recherche à l’Université d’Aix en Provence

„Wie schaffen wir es, junge Menschen für ein Studium in Frankreich zu gewinnen?“, so Christa Weck in ihrem Vortrag zur offiziellen Einweihung des „Alumni France Deutschland“ Portals vergangene Woche am Institut français in Berlin.

Auf Einladung der Französischen Botschaft hob Weck, die selbst in Frankreich studiert hat und deshalb einen der Alumni-Gastbeiträgen hielt, die Rolle des Fremdsprachenunterrichts in den Schulen als Fundament für die spätere Berufsfindung hervor. Dabei stellte sie den zahlreichen anwesenden Gästen, u.a. Botschafter S.E. Philippe Etienne, das Engagement des Ernst Klett Verlages zur Beförderung des Französischen vor.

France Alumni Deutschland soll dazu beitragen, so Emmanuel Suard in seiner Einladung zur Einweihung dieser Plattform, deutsche Studierende, die ihr Studium in Frankreich absolviert haben, mit Unternehmen, die sowohl in Frankreich als auch in Deutschland aktiv sind und mit institutionelle Akteuren im Dienst der deutsch-französischen Zusammenarbeit zu vernetzen.“

> Inauguration de France Alumni Allemagne

La République numérique en actes :
Le projet de loi pour une République numérique

Nachtrag: 10. Mai 2015 > Le projet de loi pour République numérique adopté au Sénat


In Frankreich wird ein neues Digitalgesetz vorbereitet, ein Gesetzentwurf für eine digitale Republik: > https://www.republique-numerique.fr/ Es ist nicht ganz ein Gesetzgebungsverfahren 2.0, aber das Anhörungsverfahren in der hier beschriebenen Form ist 2.0 und wird mit einer bemerkenswerten Offenheit gestaltet, die nicht nur für Internetfreaks, auch für Bürger, Politiker bei uns von großer Bedeutung ist, da hier zum ersten Mal bei einem nationalen Gesetz alle Bürger bis zum 18. Oktober ihre Meinung dazu abgeben können. Und das ist als Thema für unseren Blog allerbestens geeignet. Man lernt hier viel über Mitbestimmung in der Politik, man lernt auch etwas über die Bedeutung der Beziehungen zwischen Wirtschaft und Politik im Zeiten des Internets.

Und www.france-blog.info hat eine Präambel für das Gesetz vorgeschlagen: > https://www.republique-numerique.fr/consultations/projet-de-loi-numerique/consultation/consultation/opinions/section-1-ouverture-des-donnees-publiques-1/preambule-1

Bis zum Ende der Anhörung:

143889 votes, 8331 contributions, 21004 participants, 0 jour restant

Bis heute 12. Okober, 23:30 Uhr:
71025 votes, 5395 contributions, 7801 participants, 5 jours restants

Bis heute, 4. Oktober 2015, 16:20 Uhr:

27688 votes, 3274 contributions, 2664 participants, 14 jours restants

Die Staatssekretärin Axelle Lemaire stellt das Projekt vor:

> https://www.republique-numerique.fr/

> Die Tweets der Staatssekretärin Axelle Lemaire

Die hier angezeigte „Consultation“ wird nach ihrer Beendigung möglicherweise archiviert werden und dann evtl unter einer anderen URL zugänglich sein.

Der Vorspann dieser Seite > www.republique-numerique.fr lautet so:

„Le numérique et ses usages sont au cœur d’un vaste mouvement de transformation de notre économie, de redéfinition de nos espaces publics et privés, et de construction du lien social. Les conséquences de ces évolutions sont dès à présent globales, et dessinent l’avenir de l’ensemble de notre société. La République du 21e siècle sera nécessairement numérique : elle doit anticiper les changements à l’œuvre, en saisir pleinement les opportunités, et dessiner une société conforme à ses principes de liberté, d’égalité et de fraternité.“

„Die digitale Welt und ihrer Nutzer befinden sich im Zentrum eines weitreichenden Transformationsprozesses unserer Wirtschaft, einer Neudefinition unserer öffentlichen und privaten Räume und der Konstruktion der sozialen Beziehungen. Die Konsequenzen dieser Entwicklungen sind jetzt schon global und deuten die Zukunft unsere gesamten Gesellschaft an. Die Republik des 21. Jahrhundert wird notwendigerweise digital sein, sie muss die entstehenden Veränderungen antizipieren, alle Möglichkeiten begreifen und eine Gesellschaft entwerfen, die mit den Prinzipien der

<<< Tweets mit den Worten Loi sur le numérique – Die Anhörung bekommt durch Twitter einen zusätzlichen Grad an Innovation. Die Informationen, Stellungnahmen, Links, Kritiken, Anregungen etc. die hier weitergegeben werden, lassen die Bedeutung erkennen, die dem Gesetzentwurf selber, aber auch dem von der Regierung gewählten Verfahren der öffentlichen Online-Anhörung zukommt. Eine solche Offenheit bei einem Anhörungsverfahren kennen wir in Deutschland bisher nicht.

> Charte

> Texte intégral de l’avant-projet de loi pour une République Numérique

TITRE Ier

Wir würden gerne > die ganze Konsultation übersetzen, ein Ding der Unmöglichkeit, aber auch nicht Sprachkundige, die Französisch nicht beherrschen, werden auf der Website dieser Konsultation schnell entdecken, wie Frankreich hier Web 2.0 (= das partizipatve Internet) in das Gesetzesverfahren mit aufnimmt. Hier geht es nicht um einen Ausschuss, der mit geladenen Experten tagt, ohne dass die Nutzer, die Bürger und überhaupt alle Beteiligten rechtzeitig davon erfahren und angehört werden. Hier wird ein offenes Verfahren – > nach dem so gelungenen Modell der Befragung, die der CNNum durchgeführt hat, durchgeführt, wo jeder sich beteiligen und die einzelnen Artikel des Gesetzentwurfes diskutieren kann.

Diese Konsultation ist selber schon ein Ziel, dass die Öffnung der Regierungsarbeit ganz praktisch mit dieser Bürgerbeteiligung zeigen soll. Vor einem Jahr ist der > Conseil National du Numérique von Premierminister Manuel Valls mit der Erarbeitung eines Rapports beauftragt woden, mit dem die neu Loi numérique vorbereitet werden sollte: > Der Bericht des CNNum #AmbitionNumerique – Für eine französische und europäische Politik des digitalen Wandels und > @CNNum. Termin am 18. Juni 2015: Übergabe des Berichts #Ambitionnumérique an Premierminister Manuel Valls.

Regardez Marc Tessier qui réesume le Volet 2 „Vers une nouvelle conception de l’action publique : ouverture, innovation, participation“ du rapport #AmbitionNumerique:

> Vortrag über den Rapport des CNNum auf dem Webmontag in Stuttgart:
> Nationale Befragung über die Digitalisierung Bericht: #AmbitionNumerique *.ppt 6 MB

Wir möchten das Projekt dieser Konsultation für das neue Digitalgesetz hier dokumentieren und zeigen deshalb Screenshots (30.9.2015) der aktuellen Website > www.republique-numerique.fr hier an:

Mit Recht steht unter den Regeln

c-1-500

Mit einem Klick vergrößerbar.

zu dieser Konsultation ein Absatz mit der Überschrift eine Consultation inédite:

c-2-500

Dann folgen noch weitere Erklärungen: Objectifs. etc.

Die Seite der eigentlichen Konsultation:

> https://www.republique-numerique.fr/consultations/projet-de-loi-numerique/consultation/consultation:

c-3-500

Man erstellt sich eine Account und kann dann mitdiskutieren. Farbsymbole zeigen den Grad der Zustimmung zu den Stellungnahmen an.

https://twitter.com/gouvernementFR/status/649259877441912832

pons-woerterbuch

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