Helmut Schmidt wird heute 95 Jahre alt: Er würde uns sagen:
„Lernen Sie Französisch, bevor es vielleicht zu spät ist.“

Wir gratulieren Altbundeskanzler Helmut Schmidt zu seinem 95. Geburtstag. Wieder eine Gelegenheit, viel über seine Bilanz als Bundeskanzler (1974–1982)- auch wie heute abend im TV – zu reden. Man fragt die weisen alten Männer gerne nach ihrem Rat. Und so passt es hier prima, einen früheren Artikel auf diesem Blog an die Oberfläche zu holen:

6. März 2009: Auf diesem Blog stehen schon einige > Argumente für das Erlernen der französischen Sprache. Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat kürzlich in seinem Buch > Außer Dienst. Eine Bilanz, es mit Nachdruck bedauert, Französisch nicht rechtzeitig gelernt zu haben. Mit freundlicher Genehmigung des Siedler-Verlags zitieren wir hier die Passage aus seinem Buch, in der Helmut Schmidt mit Nachdruck auf die Bedeutung der französischen Sprache hinweist:

Helmut Schmidt - Außer Dienst„Ich will in diesem Zusammenhang noch eine weitere Empfehlung für junge Politiker der nachfolgenden Generation aussprechen, muß dabei aber zugleich ein eigenes Versäumnis einräumen. Als ich es in den siebziger Jahren begriff, war es zum Nachholen des Versäumten längst zu spät. Ich spreche von dem schwerwiegenden Mangel, der französischen Sprache nicht mächtig zu sein. Mein Freund Valéry Giscard d’Estaing und ich haben immer nur englisch miteinander sprechen können; sein Deutsch war minimal, mein Französisch gleich Null. Bei Gegenständen, deren Behandlung schwierige Fachausdrücke erforderte, waren wir auf unsere Dolmetscherinnen angewiesen. Ich habe das als erhebliche Beeinträchtigung empfunden. Weil meine ansonsten vorzügliche Lichtwarkschule in Hamburg nicht allzuviel Wert auf Sprachen gelegt hatte, verfügte ich zunächst nur über Schulenglisch und über Anfangsgründe im Lateinischen. Ich hätte als junger Abgeordneter, noch keine vierzig Jahre alt, meine Freizeit nutzen sollen, Französisch zu lernen und anzuwenden. Als ich mit fünfzig Jahren Minister wurde, war es dafür zu spät, auch gab es keine Freizeit mehr. Ich konnte nie mehr nachholen, was ich in jüngeren Jahren versäumt hatte.
Im 21. Jahrhundert, in dem die Entfernungen noch viel mehr zusammenschrumpfen werden, wird Englisch für viele Berufe zu einer selbstverständlichen Voraussetzung werden. Ein deutscher Politiker aber, der als Fremdsprache allein das Englische einigermaßen beherrscht, kann sich nur mit Einschränkungen überall verständlich machen. Jungen Deutschen, die begabt genug sind und den Willen zum Lernen haben, stehen – fast ohne Ausnahme – alle Schulen und Hochschulen offen. Wer die Angebote nicht nutzt, parallel zu seiner speziellen Berufsvorbereitung mindestens zwei lebende Fremdsprachen zu erlernen, läuft Gefahr, für immer zweitrangig zu bleiben.“
Helmut Schmidt, Außer Dienst, (c) Siedler, München 2008 (S. 25-26)

Lecture. Irène Cohen-Janca au Lycée Gottlieb-Daimler à Stuttgart-Bad-Canstatt

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Comic-Wettbewerb „La vie en BD“ startet in neue Runde

Zum bereits fünften Mal schreibt der Ernst Klett Verlag den großen Schülerwettbewerb „La vie en BD“ aus. Ab sofort können Lehrkräfte die Teilnahmebögen für das Schuljahr 2013/2014 unter www.klett.de/bd herunterladen.

Der Comic-Wettbewerb „La vie en BD“ wendet sich an Schülerinnen und Schüler aller Lernniveaus und Schulformen, die ein Thema ihrer Wahl als bande dessinée umsetzen möchten. Mit dem Wettbewerb möchte der Verlag Schüler oder Schülergruppen dazu ermutigen, ihre Kompetenzen in der französischen Sprache künstlerisch und erzählerisch zu vertiefen.

Bis zum 31. Januar 2014 können Lehrkräfte wieder die besten bandes dessinées ihrer Schülerinnen und Schüler einreichen. Der Ernst Klett Verlag und eine Jury aus Fachdidaktikern, Zeichnern und Praktikern belohnen den Sieger mit einer Reise ins Centre Belge de la Bande Dessinée nach Brüssel. Die Schülerinnen und Schüler auf den Plätzen 2-5 erhalten Sachpreise im Gesamtwert von 250 Euro; die Plätze 6-25 einen Trostpreis. Alle Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.
Der Comic-Wettbewerb des Ernst Klett Verlages, an dem durchschnittlich 1.100 Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet teilnehmen, wird seit 2009 ausgeschrieben.

Romanistik als Passion
Ein Gespräch mit Professor Dr. Karlheinz Stierle

Vom 22.-25. September fand in Würzburg der >Deutsche Romanistentag unter dem Motto „Herausforderungen und Chancen“ statt. Der > Deutsche Romanistenverband organisiert alle zwei Jahre den Deutschen Romanistentag. Er wird jeweils an einem anderen romanischen Seminar ausgerichtet und besteht aus ca. 30 Sektionen sprach-, literatur- und kulturwissenschaftlicher sowie didaktischer Ausrichtung. Der nächste Romanistentag wird Ende Juli 2015 in Mannheim stattfinden.


> Romanistik als Passion Der Vortrag von Professor Stierle auf dem Romanistentag, in FAZ, 27.9.2013


In Würzburg hat Prof. Dr. Karlheinz Stierle dieses Jahr den Eröffnungvortrag über die Romanistik als Passion gehalten.

Wir haben unser > transportables TV-Studio ausgepackt und durften Professor Stierle einige Fragen zu Romanistik stellen. Wir haben ihn auch gefragt: Warum soll Französisch gelernt werden? Welche Vorteile hat das Romanistikstudium? Wie steht es um die die Einheit des Fachs Romanistik? Welche Bedeutung hat die Kulturwissenschaft im Rahmen der Romanistik und schließlich auch, wie begegnet die Romanistik der digitalen Revolution:

> Professor Dr. Karlheinz Stierle

> Unser TV-Kanal

Deutsch-französische Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer und Ausbilderinnen und Ausbilder im Herbst 2013

Ausschreibungen für folgende sechs deutsch-französische Fortbildungen

für Lehrer und Ausbilder werden im Herbst 2013 vom DFJW angeboten:

> Projektbasierter Schüleraustausch mit neuen Medien: Tele-Tandem® Aufbaukurs
3.–6.10.2013 in Metz

> Schulaustausch als Projekt 20.-25.10.2013
in Berlin

> Fortbildung für Voltaire- und Brigitte-Sauzay-Tutoren
27.-31.10.2013 in Berlin

> Deutsch-französische Schulpartnerschaften bereichern durch Sprachenlernen im Tandem
30.10.–3.11.2013 in Metz

>Sprachanimation in Kinderbegegnungen – Aufbaukurs
30.10.–3.11.2013 in Hennef/Sieg

> Zusammenarbeiten – ein Projekt gestalten (Berufsbereich)
17.-22.11.2013 in Bocholt

Das Anmeldeformular finden Sie unter > http://www.dfjw.org/Lehrerfortbildungen.

Lesebericht: Les relations franco-allemandes dans la littérature française

Noch heute leide ich unter den Erinnerungen an meine Referendarzeit. Ein bisschen Literatur, Maupassant, Camus, einige wenige andere Texte… Wenig, viel zu wenig Literatur. Vorher als nebenamtlicher Lehrer im Unterricht im Jahrgang 12 und 13: Literaturgeschichte mit Texten aus dem 18. und 19. Jahrhundert! Das waren schöne Gelegenheiten, Schülern die Bedeutung der französischen Literatur zu vermitteln oder viel später, vor einigen Jahren, die Tourneen mit Gilles Floret: > http://www.france-blog.info/cinq-siecles-de-litterature-in-landau-an-der-isar und unsere 2-Mann Show Cinq-siècles de littérature française auch am 6. April 2006 im > Institut français in Stuttgart.

Und da unser Blog Schüler nie auf die Idee bringen sollte, Französisch abzuwählen, sondern ihnen alle Möglichkeiten, Frankreich und seine Kultur und Politik näherzubringen, müssen wir heute das neue Buch von Danielle Rambaud, Wolfgang Bohusch (Hrsg.): > Les relations franco-allemandes dans la littérature française, das gerade bei Ernst Klett Sprachen erschienen ist, aufschlagen: 11 Textauszüge aus der französischen Literatur. 12 Autoren, die über Deutschland schreiben, sprechen oder singen: Von Mme de Staël über Giraudoux, Tournier, Brassens bis zu Mitterrand. Die ausgewählten Texte sind Highlights der französischen Literatur, die auf der Grundlage der Beobachtung des östlichen Nachbarn entstanden sind. Mme de Staël: „La puissance du travail et de la réflexion est aussi l’un des taits distintifs de la nation allemande.“ (S. 12) Und dann an der Lorely vorbei: „A Bacharach il y a vait une sorcière blonde / Qui laissait mourir d’amour tous les hommes à la ronde.“ (S. 29)

Endlich gibt es Gelegenheit, das Bild der Lorely aus dem IC – an dieser Stelle hat man nur 11 Sekunden – hier vorzuzeigen: Mit 1 Klick wird es vergrößert.

Vor dem Hintergrund dreier Kriege – das kann man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen – und einer gelungenen Aussöhnung spricht François Mitterrand am 20. Januar 1983 im Deutschen Bundestag. Und jetzt feiern wir schon den 50. Geburtstag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages.

Die perfekte didaktische Vor- und Auf- und Nachbereitung gehört bei Schullektüren mit dazu. Nebenbei kann man mit diesem Buch auch vorzügliche Ideen bekommen, wie man andere Texte ähnlicher Art oder am besten zusammen mit dem Deutschlehrer über Frankreich behandelt. Nur wer vom Nachbarland aus das eigene Land erkundet, kann wirklich Mittler werden. Und wer Französisch lernt ist schon ein bisschen Mittler. > Gründe, Französisch zu lernen gibt es genug. Aber die französische Literatur als Grund ist bisher auf diesem Blog zu wenig genannt worden. Immerhin haben wir mit unseren
> Besuchen bei Schriftstellern solche Gelegenheiten genutzt, um hier das unglaubliche Potential der französischen Literatur vorzuführen. Alle müssen mal anfangen, und nach der Lektüre des hier vorgestellten Buches, wird sicher der ein oder andere Schüler doch mal in Frankreich in einen Buchladen gehen, gucken und hoffentlich sein erstes französisches Taschenbuch kaufen. Meins hieß „Le Mythe de Sisyphe“ von Albert Camus.

Literarische Themenhefte Französisch
Möchten Sie in dem Buch blättern?: Danielle Rambaud, Wolfgang Bohusch (Hrsg.), > Les relations franco-allemandes dans la littérature française
Buch – B2/C1
978-3-12-591586-2 (3-12-591586-4)
> Klassensatzbestellungen

Bibliographie:

H.W., Appeler un chat un chat. Sartre et les lettres, in: Sartre et Knopp, Peter / von Wroblewsky, Vincent (Hrsg.), Carnets Jean Paul Sartre. Reisende ohne Fahrschein, Reihe: > Jahrbücher der Sartre-Gesellschaft e.V. – Band 3, Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2012, S. 191-198.

Das Zeitzeugenprojekt des DFI

Seit dem Frühjahr 2011 organisiert das Deutsch-Französische Institut im Rahmen des Projektes „Bildungskoffer: Die Anfänge der Europäischen Einigung – die großen Etappen der deutsch-französischen Verständigung“ Begegnungen von Zeitzeugen mit Schülern.

Themen dieser Gespräche können zum Beispiel

– die Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend 1962 in Ludwigsburg,
– die Entstehung des Schumanplans 1950,
– das Saarland zwischen 1945 – 1955 oder auch
– Städtepartnerschaften

sein.

Das > dfi stellt außerdem Materialien zur Verfügung, die dabei helfen sollen, die Lehrstunden mit den Zeitzeugen vorzubereiten, zu strukturieren und zu moderieren.

Die Zeitzeugenbegegnungen können sowohl vor Ort in den Schulen als auch im Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg stattfinden. Bei einem Besuch in Ludwigsburg bietet sich die Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend als Thema an, da man hier die Begegnung mit dem Zeitzeugen mit einem Besuch des Schlosshofes, in dem de Gaulle gesprochen hat, verbinden kann.

Die Mittel für die Übernahme der Kosten der Zeitzeugenbegegnungen stehen noch bis zum Jahresende 2013 zur Verfügung. Die Organisation der Gespräche ist unkompliziert und relativ kurzfristig möglich.

Falls Sie Interesse an einem Gespräch noch in diesem Schuljahr oder Anfang des nächsten Schuljahres haben, wenden Sie sich bitte an Martin Villinger, Deutsch-Französisches Institut (villinger@dfi.de, 07141-930335).

> Informationen sowie Berichte von Gruppen, die bereits an ein Zeitzeugengespräch geführt haben.

Manfred Kaut, Lehrer für Geschicht und Französisch im Ruhestand, war 21 Jahre als, als er die Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend hörte. Im Rahmen des Projekts des Deutsch-Französischen Instituts erinnert er sich an den 9. September 1962 und teilt seine Erfahrung mit Schülern des Gymnasiums Durlach.

Zitate aus Berichten zum Zeitzeugenprojekt:

„Der Vortrag von Herrn Kaut war sehr beeindrucken und emotional, da man sehr gut seine Gefühle und Gedanken nachfühlen und sich besser in die damalige Lage hineinversetzen konnte. Da wir die Geschichte von jemanden hörten, der sie selbst durchlebt hatte, wurde es für uns viel realer.“
Lea Schwoerer und Tiana Zoric, Salier-Gymnasium, Waiblingen

„Le témoin a parfaitement parlé français et décrit le contexte de l’époque, nous avons bien compris que depuis le discours de Charles de Gaulle les relations franco-allemandes sont devenues plus intenses et que c’était le point de départ de la réconciliation franco-allemande“
Schüler des Lycée Ribeaupierre, Ribeauvillé

„Der Besuch der Zeitzeugin wurde bei den Schülerinnen und Schülerin allgemein positiv aufgefasst, da es für diese etwas Neues war, jemanden kennen zu lernen, der aus der im Unterricht behandelten Zeit erzählt. So wurde den Schülern nicht nur die Geschichte vermittelt, sondern man erfuhr auch etwas von den Gefühlen und Eindrücken der Zeitzeugin und von der Wichtigkeit des historischen Ereignisses für die Menschen in der damaligen Zeit. Frau Bergan ging auf alle Fragen der Schülerinnen und Schüler intensiv ein und schaffte es, allen ein klares Bild von der damaligen Zeit und ihrer Bedeutung für die Jugend zu verschaffen.“
Katja Krebs Fachlehrerin Französisch am St.-Josef-Gymnasium in Biesdorf/Eifel

> dfi

Der Lese- und Lerntipp: kompaktWissen Découvertes 1-5

Das perfekte Buch zum Nachschlagen mit einem Stichwortverzeichnis und einem Quick-Finder für den Soff aller Bände von Découvertes 1-5. EXTRA: Kostenlose Online-Tests helfen dabei, Stärken und Schwächen zu erkennen. Mit den Tests kann man vor Klassenarbeiten zum Wiederholen und Üben arbeiten. Der individuelle Leistungscheck prüft auch nach jedem Lernjahr: Sitzt wirklich alles? Oder gibt es doch noch die ein oder andere kleine Lücke? Beispiele und Regeln gibt es genug in diesem Buch.

> Découvertes 1-5 – kompaktWissen
Die gesamte Grammatik kurz gefasst
6.-10. Klasse
978-3-12-926054-8 (3-12-926054-4

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