Die Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung

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Wehrdienst in Deutschland und in Frankreich

Die veränderte Sicherheitslage in Europa,verursacht in erster Linie durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, hat in Europa zu einer neuen Bedrohungslage geführt, auf die die NATO aber auch die europäischen Staaten selbst eine Antwort finden müssen In erster Linie wird es darum gehen, die Verteidigungsfähigkeit neu zu bewerten. Es gibt keinen Zweifel daran, dass eine zentrales Ziel die Stärkung der NATO sein muss, das kann nur durch größere nationale Anstrengungen ihrer Mitgliedstaaten gewährleistet werden. In diesem Rahmen hat die Aufrüstung und Modernisierung der nationalen Streitkräfte oberste Priorität. Frankreich und Deutschland verstärken mit unterschiedlichen Maßnahmen ihre nationalen Armeen. Sie sind sich einige, dass höhere Verteidigungsausgaben unumgänglich sind. Schwierigkeiten bereiten die Abstimmungsprobleme beim gemeinsamen Rüstungsprojekt Rüstungsprojekt Future Combat Air System FCAS.

Schauen wir zuerst nach Frankreich:

Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte am 27. November 2025 die Einführung eines neuen nationalen Dienstes an, der ab Sommer 2026 starten soll. Es wird ein freiwilliger und ausschließlich militärischer Dienst mit einer Dauer von zehn Monaten sein. Macron schloss ausdrückliche eine Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht aus, er betonte aber die Notwendigkeit einer nationalen Mobilisierung. Der neue Dienst soll die Beziehungen zwischen der Nation und der Armee stärken, die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Landes und die bessere Ausbildung junger Menschen gewährleisten. Volljährige französische Staatsbürger, vor allem im Alter von 18 bis 19 Jahren, mit einer Bewerbungsgrenze bis 25 Jahre können sich für diesen Dienst bewerben. Sie dienen unter militärischem Status, tragen Uniform, erhalten Sold und werden mit Ausrüstung ausgestattet. Nach einer einmonatigen Grundausbildung, in der militärische Disziplin, Waffenhandhabung und gemeinsame Rituale vermittelt werden folgen neun Monate Einsatz in einer militärischen Einheit auf französischem Staatsgebiet, sowohl im Mutterland als auch in Übersee. Danach können die Teilnehmenden ihr Studium oder ihre zivile Laufbahn fortsetzen und zugleich der Einsatzreserve beitreten oder eine Militärkarriere einschlagen. Es ist geplant, ein hybrides Armeemodell zu schaffen, das aktive Soldaten, Reservisten und Teilnehmer des nationalen Dienstes vereint.
Ziel ist 3.000 Freiwillige im Jahr 2026 bis schließlich auf 50.000 im Jahr 2035 einzustellen.

Die Rede, mit der Staatspräsident Emmanuel Macron bei einem Besuch der 27. Gebirgsjägerbrigade in Varces am 27. November 2025,die Aufnahme neuer Freiwilliger in die Armee ankündigte:

> Discours du Président de la République sur le Service national – site du palais de l’Élysée

> Le service national – Website des französischen Verteidigungsministeriums

In Deutschland Hat die Regierung die gesetzlichen Grundlagen für einen neuen Wehrdienst geschaffen:

Verteidigungsminister Boris Pistorius brachte ein neues Wehrdienstmodell durch eine „einfachgesetzliche Änderung ohne Grundgesetzänderung“ auf den Weg. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde im Verteidigungsministerium erarbeitet und am 27. August 2025 vom Kabinett zur parlamentarischen Beratung beschlossen. Nach Einigung der Regierungsfraktionen stimmte der Bundestag am 5. Dezember 2025 über den Gesetzentwurf ab. Freiwilliger Wehrdienst ist ab sechs Monaten möglich bis hin zu längeren Verpflichtungen bis zu 25 Jahren und es steht eine Laufbahn als Berufssoldat offen. Mit dem Gesetz soll der Wehrdienst attraktiver werden. Ab einer Verpflichtungszeit von zwölf Monaten erhalten bekommen die Freiwilligen den Status von Soldatinnen und Soldaten auf Zeit, was bessere Besoldung und Versorgung bedeutet. Ein Einstiegsgehalt von mindestens 2.600 Euro soll einen zusätzlichen Anreiz schaffen. Mit dem Neue Wehrdienst wird sowohl die aktive Truppe und die Reserve, gestärkt, da alle Wehrdienstleistenden nach dem Dienst in die Reserve übernommen werden. Mit dem neuen Wehrdienst wird für Männer wird eine verpflichtende Bereitschaftserklärung eingeführt, die nach dem 18. Geburtstag online auszufüllen ist, während sie für andere Geschlechter freiwillig bleibt. Mit dieser Erklärung soll ein besseres Bild über Eignung, Verfügbarkeit und Qualifikationen der Wehrpflichtigen gewonnen werden.

> Neuer Wehrdienst – Website des Bundesministeriums für Verteidigung

Pour aller plus loin :

Chloé Hoorman, > Un service militaire volontaire pour un nouveau modèle d’armée « hybride », Le Monde, 28 novembre 2025

Christophe Braouet, Ein deutsch-französischer Blick. „Die Franzosen sind stolz auf ihre Armee“ – www.journal-frankfurt.de – 18. Dezember 2025

Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität in Berlin

Präsident Emmanuel Macron reiste am Dienstag, dem 18. November 2025, nach Berlin zum Gipfel über die europäische digitale Souveränität, den er gemeinsam mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz leitete.
Der Gipfel setzt das deutsch-französische Wettbewerbsprogramm um, das beim Ministerrat am 29. August in Toulon vereinbart wurde.

Der Gipfel hat die Annäherung im digitalen Bereich beschleunigt, insbesondere bei der Vereinfachung, der Wettbewerbsfähigkeit, der Datensouveränität sowie beim Schutz und der Fairness im europäischen Markt.
Besonderes Augenmerk lag auf digitalen Diensten, vor allem auf Cloud-Technologien und künstlicher Intelligenz. Außerdem wurden zahlreiche private Investitionen und neue Partnerschaften zwischen französischen, deutschen und europäischen Akteuren angekündigt.

Die Rede des französischen Präsidenten:

Die Pressekonferenz:

Das Kommuniqué des Gipfels: > Sommet sur la souveraineté numérique européenne : des engagements emblématiques pour une Europe plus compétitive et souveraine.

Die Erklärung zur Vereinfachung des Europäischen Regelwerks: > Simplification du corpus réglementaire numérique européen.

Datensicherheit: > Assurer la souveraineté européenne pour les données et l’informatique en nuage.

Siehe auch: Gipfel zur europäischen digitalen Souveränität. Startschuss für eigenständigeres Europa – Website der Bundesregierung

Vor zehn Jahren: Die Attentate in Paris am 13. November 2015

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Die Anschläge vom 13. November 2015 in Frankreich waren eine Serie von Schießereien und Selbstmordattentaten in Paris und Saint-Denis, verübt von drei islamistischen Kommandos des sogenannten IS. Insgesamt wurden 130 Menschen getötet und 413 verletzt, darunter 99 Schwerverletzte.
Es waren die tödlichsten Anschläge in der Geschichte Frankreichs. Die erste Attacke ereignete sich beim Stade de France in Saint-Denis, wo sich drei Attentäter in die Luft sprengten. Danach griffen Terroristen Cafés und Restaurants in den 10. und 11. Arrondissements* von Paris an. Die blutigste Attacke fand im Bataclan statt, wo 92 Menschen während eines Rockkonzerts getötet wurden.

Das > Mémorial du 13-Novembre in der Zeitung LE MONDE erinnert an die 130 Menschen, die bei den Anschlägen vom 13. November 2015 in Paris getötet wurden. Es soll zeigen, wer diese Menschen waren, und ihnen ihr Gesicht und ihre Geschichte zurückgeben. Die Journalistinnen und Journalisten von Le Monde haben dafür Porträts der Opfer verfasst.

> Attentats du 13 novembre 2015 : le récit d’une nuit d’horreur par ceux qui l’ont vécue – France-Inter – 30. August 2021

> Attentats du 13 novembre 2015 : les photos d’archives pour se souvenir – Ministère de l’Intérieur

Unsere Artikel auf dem Blog:

> Paris, la nuit du 13 au 14 novembre 2015 – 14. November 2015

> 13 novembre 2015 – 13. November 2024

> En faveur de la mémoire des victimes du 13 novembre – 20. November 2015

> Najat Vallaud-Belkacem: Message suite aux attentats du 13 novembre – 14. November 2015
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L’armistice : 11 novembre 1918

Heute hat Frankreich des Waffenstillstands vom 11. November 1918 gedacht:

In Anwesenheit von Der Staatspräsident Emmanuel Macron fand die Zeremonie zum 107. Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 am Arc de Triomphe statt. An diesem nationalen Gedenktag wurde im Hôtel des Invalides eine Gedenktafel für die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Elsässer und Lothringer sowie die zwangsrekrutierten „Malgré-nous“ enthüllt.

Damit erfüllte der Präsident seinen Wunsch, das Schicksal dieser Menschen anzuerkennen und im historischen Gedächtnis zu verankern. Zum Abschluss empfing er Veteranenverbände und Vertreter der Mission Libération zu einem Mittagessen im Élysée-Palast und zeichnete den Historiker Denis Peschanski mit dem Ritterorden der Ehrenlegion aus.

Notre rédaction se souvient du > Centenaire de la Grande Guerre 1914-1918 70 articles.

Et notamment :

Rezension: > Centenaire 1914-2014 – Ein nützliches Handbuch

Auf dem Salon du Livre haben wir Jean-Noël Jeanneney Fragen zu seinem Buch gestellt. Wir haben über die Kriegsgründe, die Verantwortung für den Krieg und das Verhältnis von Politik und Geschichte gesprochen. Außerdem hat Jeanneney Vergleiche zwischen dem Gedenkjahr 1989 und 2014 erläutert.

Jean-Noël Jeanneney
> La Grande Guerre si loin, si proche
Réflexions sur un centenaire
Débats – Paris: Seuil 2013 – 176 pages

Voir aussi: > Der Erste Weltkrieg und die Erinnerungskultur. Ein Interview mit Nicolas Offenstadt:„Der Historiker muss sich das Staunen bewahren können…“ (frz./dt.) – 3. Dezember 2014

Boualem Sansal ist frei

Fast genau ein Jahr nach seiner Verhaftung auf dem Flughafen von Algier und seiner Inhaftierung wurde der Schriftsteller Boualem Sansal vom algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune begnadigt. Damit reagierte er auf ein Vermittlungsangebot von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, so hieß in einem Kommuniqué der algerischen Regierung am Mittwoch, dem 12. November, mit. Ferne wurde mitgeteilt,cDeutschland werde sich um den Transfer nach Berlin und die medizinische Versorgung Sansals kümmern.

Zur Erinnerung: Hier das Interview, das Boualem Sansal unnserer Redaktion 2017 gab: > Nachgefragt: Boualem Sansal, 2084

Studieren mit dem Internet (II)

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| 222 Argumente für Französisch | Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur | Argumente für Französisch | Apprendre le français – faire des exercices |

Conférence en ligne : L’art comme référence. Sartre et les artistes

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La conférence en ligne https://www.youtube.com/live/V9HFsZA6v6Q?si=N6oWg7ZnohVmrGwe

Dieser Vortrag ist im Archiv verfügbar: > Toutes les conférences du XV Seminário international GES-UECE

Heiner Wittmann Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit

Die beiden Studien über Sartre und Camus in einem Band auf Deutsch:
 Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit

Beide Studien in einem Band auf Englisch:
Sartre and Camus in Aesthetics Sartre und Camus *.pdf

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