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Karambolage zu Gast im Institut français

26. November 2009 von H. Wittmann

Das Magazin > KARAMBOLAGE bei ARTE ist schon bei seiner 191. Folge angelangt. Die Autoren und die> Redaktion dieser Sendung werfen mit jeder Sendung einen Blick hinter die deutsch-französischen Kulissen und machen uns die kleinen aber entscheidenden Unterschiede zwischen der französischen und der deutschen Kultur verständlich. Maija-Lene Rettig ist Redakteurin bei KARAMBOLAGE und die rechte Hand von Claire Doutriaux, die seit Januar 2004 KARAMBOLAGE leitet.

Mme Rettig kam also nach Stuttgart – Der Generalkonsul und Leiter des Institut français, Christian Dumon, stellte sie vor. Sie hatte im Gepäck zwei Filme von Karamolage: Zuerst zeigte sie, > warum Nutella in Deutschland und Frankreich nicht identisch sind. Ist doch klar! Versuchen Sie mal mit der deutschen Nutella ein französisches Weißbrot zu bestreichen. Geht nicht. Deutsches Nutella ist viel zu fest. Um in Frankreich Käufer zu finden muss Nutelle dort eben viel leichter streichbar sein. Hier funktioniert der Name: ALLE TUN… und auf französisch?

Und im Archiv von KARAMBOLAGE gibt es auch die wunderbare Szene, < wie Ulrich Wickert die Place de la Concorde überquert. Oder wie Angela Merkel sich im Hof des Elyséepalastes dem Thema > Handkuss stellte.

Wissen Sie übrigens, dass in Frankreich Kartoffelpürrees in verschiedenen Farben gibt? Aber nicht in Deutschland. Bei uns sieht der Packungsinhalt immer gleich langweilig gelb aus. Wäre doch ein Thema für KARAMBOLAGE. Oder gab es das schon? Bestimmt werden wir von der Industrie noch mit ganz vielen anderen Produkten bevormundet.

Als zweiten Film hatte sich > die wunderbare Analyse von drei Filmsequenzen. 1. Die Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrages dabei, wo man sehen kann, wie der Protokollchef Adenauer eine kleinen Schubs gab, damit er in die Arme des General de Gaulles fiel, der mit weit ausgebreiteten Armen – welche Spannbreite ! – den deutschen Bundeskanzler umarmen wollte. Und wie Kohl Mitterand in Verdun ansah, seinen Blick suchte, und wie Mitterrand dann Kohls Hand ergriff. Und wie Chirac Schröder in der Normandie nacheinander zweimal umarmte, und der Kopf des deutschen Bundeskanzlers jedesmal einen Moment an der Brust des Präsidenten ruhte. Dabei fällt doch auf, dass diese Gesten und Umarmungen immer nur in Frankreich stattfanden. Es wird Zeit, dass die deutsche Regierung auch mal einen Anlass findet oder dass sich auch mal eine Gelegenheit ergibt, den französischen Staatspräsidenten bei uns in einer ähnlich beeindruckenden Weise zu empfangen.

KARAMBOLAGE gelingt es immer wieder, unser Bewusstsein für die besonderen Aspekte der deutsch-französischen Beziehungen zu schärfen. Natürlich macht es mir immer wieder Spaß durch einen französischen Supermarkt, durch einen französischen Buchladen zu gehen oder auch nur die > Websites und Blogs der französischen Parteien anzusehen, um sich an ihnen inspirieren zu lassen, um herauszufinden, warum man hierzulande, so viel von Frankreich lernen könnte. Umgekehrt ist das kaum anders. Und deswegen ist der Austausch zwischen unseren beiden Ländern so spannend. Jetzt ist der Beitrag so lang geworden, aber diese Sendung ist ja auch so klasse. Heute also keine Übersetzung.

> KARAMBOLAGE wird jeden Sonntag um 20 Uhr auf ARTE gesendet.

Am 31. Januar gibt es die 200ste Karambolagesendung! Und zwar, Achtung, Achtung, um 20h45!

Hier sit das > komplette Archiv von KARAMBOLAGE. Vorsicht nur öffnen, wenn sie heute wirklich nichts mehr vorhaben.

ARTE hat übrigens diesen Abend aufgezeichnet und wird ihn auf dem > Blog von ARTE-KARAMBOLAGE zeigen.

Ein Kommentar zu “Karambolage zu Gast im Institut français”

  1. Daniel
    10. Dezember 2009 02:15
    1

    Ich surfe gerade mit meinem Notebook und meiner umts flatrate – dabei sitze ich im Zug und muß sagen, daß das Fernsehen ohne Arte in der Tat vollkommen überflüssig ist. Arte ist die letzte Bastion der ganzheitlichen Information…

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