Die neue Regierung Barnier in Frankreich: Eileen Keller (DFI) antwortet auf unsere Fragen.

Des tâches…

Mediatonsübung:

(> Fiche d’écriture : écrire une médiation (allemand → français)) – Lehrerfortbildungsservers Baden-Württemberg

Regardez l’entretien avec Eileen Keller. Votre rédacteur en chef vous demande d’écrire un article avec un résumé de ses réponses.

PONS vous soutient :

Am 20. Juni hat unsere Redaktion den stellvertretenden Direktor des Deutsch-französischen Instituts DFI in Ludwigsburg in unserem Homeoffice empfangen > Nachgefragt: Auflösung der Nationalversammlung und Neuwahlen in Frankreich: Stefan Seidendorf (DFI) antwortet auf unsere Fragen. Am am 9. Juni hatte Präsident Emmanuel Macron die Nationalversammlung aufgelöst und die Wahlen fanden dann am 30. Juni und 7. Jul gesprochen. Danach kamen erst einmal die Olympischen Spiele: Danach fragte man sich, ob die Politik om Geist und Erfolg der Olympischen Spiele profitieren würde: > Sauver la politique avec l’esprit olympique de Paris. Der dadurch gewonnen Schwung schien aber wieder verloren zu gehen, weil erst Ende September eine neuer Premierminister ernannt wurde: > Éditorial : Die neue Regierung von Premierminister Michel Barnier, der am 2. Oktober eine > Regierungserklärung von den Abgeordneten abgab.

Die Suche nach einem Premierminister und dann Regierungsbildung haben sehr lange gedauert… ist das Beweis dafür, dass Koalitionsbildungen in der Nationalversammlung unüblich sind, als Notwendigkeit nicht erkannt werden… welche Gründe gibt es dafür? Und wird die neue Regierung Barnier sich halten können? Hängt sie nicht doch vom RN ab? Wie sieht es um die deutsch-französische Zusammenarbeit in Sachen Migration aus? Jeder für sich allein oder gibt es da Abstimmungen? Diese und andere Fragen konnte unserer Redaktion heute Eileen Keller, Wissenschaftliche Mitarbeiterin stellen:

In einer ihrer Antworten erwähnt Eileen Keller den Artikel 49.3 der französischen Verfassung. Wir dieser Artikel von der Regierung „aktiviert“, bedeutet das, dass sie einen Gesetzesentwurf, der der Nationalversammlung zur Abstimmung vorgelegt wird, aber womöglich keine Mehrheit finden wird, mit der Vertrauensfrage gemäß Artikel 49.3 verbindet. Findet diese keine absolute Mehrheit (= die Hälfte der Stimmen alle Abgeordneten + 1 Stimme = 288 + 1 = 289), scheitert der Misstrauensantrag, aber das Gesetz, mit dem die Vertrauensfrage verknüpft war, gilt dann ohne Abstimmung als angenommen. Ein Beispiel: > L’article 49.3 de la Constitution de 1958 und die Rentenreform. Stimmen die Abgeordneten für das Misstrauensvotum, muss die Regierung den Rücktritt einreichen. Normalerweise löst der Präsident dann die Nationalversammlung auf… das ist aber erst möglich, wenn ein Jahr nach der letzten Auflösung verstrichen ist. Droht ein Auflösung, denken die Abgeordneten darüber nach, weil sie auch ihren Sitz nicht verlieren möchten und akzeptieren zähneknirschend das Gesetz…

La flamme – ein Projekt der Juniorbotschafter des DFJW/OFAJ

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Vor den Olympischen Spielen haben die Juniorbotschafter des Deutsch-Französischen Jugendwerks DFJW ein großes Projekt gestartet und auf einer Nord- und einer Südroute die Flamme von Berlin nach Paris getragen und an viele Stationen Veranstaltungen durchgeführt, um die Aufmerksamkeit auf die Olympischen Spiele aber auch auf die unendlichen Möglichkeiten der deutsch-französischen Kooperation und auf die Angebote des Juniorbotschafter des Deutsch-Französischen Jugendwerks zu ziehen. Unsere Redaktion hat bei Robert Fedler, einer der 50 Juniorbotschafter in Deutschland nachgefragt. Er hat uns über diese Aktion mit der Flamme berichtet und zugleich auch auf die Aufgaben der Juniorbotschafter hingewiesen:

Auf unserem Blog:

> Juniorbotschafter des DFJW/OFAJ auf Schloss Bieberstein – 17. Janaur 2024

Wie steht es um die deutsch-französischen Beziehungen? Marc Ringel, Professor des DFI, antwortet auf unsere Fragen

| Die Europawahlen am 9. Juni 2024Schreiben Sie mit der Hand oder der Tastatur? | Le discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe à la Sorbonne (2) | Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler > Französisch-Leistungskurs bis zum Abitur | Lernen für DELF | Partir en France – en ligne | Harcèlement | Wiederholen und üben mit unserem Blog222 Argumente für Französisch | NEU: Apprendre le français – faire des exercices | Emmanuel Macron: Internationale Solidarität | ChatGPT | Nachgefragt: Jean-Noël Jeanneney, L’un de nous d’eux |

Heute Morgen hatte unsere Blogredaktion Gelegenheit mit Professor Marc Ringel, dem neuen Direktor des Deutsch-Französischen Instituts DFI in Ludwgsburg über den Stand der deutsch-französischen Beziehungen zu sprechen:

Marc Ringel ist Volkswirt. Am Institut d’études politiques in Paris (Sciences Po) leitet er seit 2022 den European Chair for Sustainable Development and Climate Transition. Seit 2013 lehrte er als Professor für Umwelt- und Energieökonomie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen. Seit Februar dieses Jahrs ist er Nachfolger von Professor Frank Baasner.

Das > Deutsch-Französische Institut DFI engagiert sich seit Jahrzehnten in der Förderung der deutsch-französischen Beziehungen ganz besonders auch in ihrem europäischen Kontext. Man kann das DFI auch als ein politisch unabhängiges Kompetenzzentrum bezeichnen, fördert es doch durch Austausche und Begegnungen das Engagement der Zivilgesellschaft. Ich empfehle unseren Zuhörern mit Nachdruck den Besuch der Website Ihres Instituts www.dfi.de, auf der man alle Facetten der deutsch-französischen Beziehungen findet.

Immer wieder wird vom Stottern des deutsch-französischen Motors berichtet. Es wird angedeutet, Staatspräsident Macron und Bundeskanzler Scholz würden sich nicht so gut verstehen, obwohl sie in der Öffentlichkeit Einigkeit demonstrieren. Wie ist es Ihrer Meinung nach heute um das deutsch-französische Verhältnis bestellt?

Auf unserem Blog: > Macht doch mal eine Liste aller deutsch-französischen Organisationen… -4. Juni 2022

Am 25. April hat der französische Staatspräsident Emmanuel Macron zum zweiten Mal in der Sorbonne ein > > Grundsatzrede zu Europa gehalten. Es ist bekannt, dass nach seiner ersten Europa-Rede in der Sorbonne am 26. September 2017, die Bundesregierung sich in ihren Reaktionen auf diese Rede lange Zeit eher bedeckt hielt. Diesmal hat Bundeskanzler Scholz sogleich zustimmend auf X reagiert. Und > laf Scholz on why Vladimir Putin’s brutal imperialism will fail. Germany’s chancellor says Europe needs more military muscle THE ECONOMIST 23. Mai 2024. Reicht das als Reaktion?

In den beiden Teilen seiner Rede hat Macron zuerst die Erfolge der EU (auch Frankreichs) erwähnt: „Man wird ihm kaum widersprechen können, wenn er feststellte, dass Europa, und er meint damit die EU, diese Krisen (Pandemie der Brexit) gemeinschaftlich bewältigen konnte, weil die Strukturen vorhanden waren, die neue gemeinsame Lösungen, die es so vorher noch nicht gegeben hatte, ermöglichten. In diesem Zusammenhang erinnert unsere Redaktion daran, dass die EU als ein Prozess zu verstehen ist…“ hat unserer Redaktion auf dem Frankreich-Blog geschrieben, wieso werden solche Erfolge so wenig geschätzt?

Der Präsident unterstrich in seiner Sorbonne-Rede auch die Bedeutung des grünen und digitalen Wandels, sowie die Klimaziele und damit die Absicht bis 2050 CO2-neutral zu werden. Wie steht es in diesem Bereich um die deutsch-französische Kooperation?

Mittlerweile hat Macron nochmal im Gespräch mit dem ECONOMIST > französische Bodentruppen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine erwähnt. Wie sind seine Ankündigungen einzuordnen und zu bewerten?

In zehn Tagen wird Emmanuel Macron zu einem Staatsbesuch nach Deutschland kommen. Ohne Zweifel wird der Krieg der Ukraine eines der Themen in seinen Gesprächen mit der Bundesregierung sein. Aber auch Sicherheit und die Verteidigung wie auch die anstehenden Europawahlen werden auf der Tagesordnung stehen.

Die Europawahlen am 9. Juni werden einmal mehr die Zuwächse der Rechtsextremen Parteien, des Rassemblement National in Frankreich und der AfD in Deutschland zeigen. Warum gelingt es in Paris und in Berlin nicht deren Einfluss zurückzudrängen?

Herr Professor Ringel, der Frankreich-Blog richtet sich auch Schülerinnen und Schüler und soll ihnen Dimensionen der deutsch-französischen Beziehungen vermitteln, die möglicherweise im Französischunterricht zu kurz kommen. Was sagen Sie unseren Schülerinnen und Schülern, wieso sie Französisch lernen sollten und sich auch mit den deutsch-französischen Beziehungen vertraut machen sollten?

In seiner Antwort erwähnt Mac Ringel den Service civique. Vgl. dazu: Nachgefragt : La Présidente de l’Agence du Service Civique répond à nos questions – 12. Mai 2021

Auf unserem Blog:

> Nachgefragt: Stefan Seidendorf (DFI) spricht über den Conseil national de la refondation (CNR) -30. September 2022

> Deutsch-französische Initiative “Europa muss zusammenstehen” – Nachgefragt: Prof. Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen, 22. Mai 2020

> Nachgefragt: Henrik Uterwedde antwortet auf unsere Fragen zu den Gelben Westen, Grand Débat National und Aachener Vertrag -22. Februar 2019

> Nachgefragt: Martin Villinger empfing uns in der Bibliothek des Deutsch-Französischen Instituts in Ludwigsburg – 21. Juli 2017

Nachgefragt: Christophe Braouet, Deutschland und Frankreich schaffen das

Vor 175 Jahren: 10 décembre 1848 : L’élection du premier Président de la République

| Ein Jahr Französischunterricht auf Schloss Bieberstein | 10. Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) in Bonn |  Adventskalender | COP28 – La crise climatique nous concerne tous | Rezension: Christophe Braouet, Deutschland und Frankreich schaffen das | Geopolitik | Mobbing | Antisemitismus | L’ouverture de la Cité internationale de la langue française : Und was macht Deutschland? | Goethe-Institute: ” fermeture à Lille, Bordeaux et Strasbourg décidée, Toulouse a déjà perdu son service linguistique” | ChatGPT |


Es ist eine gute Tradition unserer Blog-Redaktion, Rezensionen einen weiteren Artikel mit dem Titel Nachgefragt, der meist in Form eines Videos ein Gespräch mit der Autorin oder dem Autor des besprochenen Buches enthält. So wollen wir es ach mit dem Buch von Christophe Braouet (Deutschland und Frankreich schaffen das. Für eine neue Zusammenarbeit 60 Jahre nach dem Élysée-Vertrag, Baden-Baden: Tectum Verlag 2023) halten, das wir kürzlich hier auf unserem Blog besprochen haben.

Christophe Braouet ist Kind deutsch-französischer Eltern und folglich mit allen französischen Gewohnheiten allerbestens vertraut. Seit 2004 ist er Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft in Frankfurt/M. Er war auch viele Jahre im Bankwesen tätig. In Frankfurt hat er die Einrichtung der Alfred-Grosser-Gastprofessur an der Goethe-Universität mit Erfolg betrieben. Er erinnert so an seinen akademischen Lehrer im Institut d’études politiques in Paris.

Der Untertitel seines jüngst erschienenen Buches Deutschland und Frankreich wir schaffen lautet „Für eine neue Zusammenarbeit 60 Jahre nach dem deutsch-französischen Vertrag“. Klingt da ein bisschen Kritik an? „Neu“ könnte man so verstehen, dass Deutschland und Frankreich ihr gemeinsames Potential noch nicht ausschöpfen? In seinem Band nennt Braouet viele bemerkenswerte Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich. Derlei Unterschiede sind aber keine Hemmnisse für die deutsch-französischen Beziehungen, sondern könnte auch als gegenseitige Bereicherung verstanden werden, wenn man sie kennt und mit ihnen umzugehen weiß? hat doch Alfred Grosser uns immer gelehrt, den Standpunkt des Anderen zu verstehen…

WIr haben zuerst über den Sprechen wir zuerst über den Élysée-Vertrag gesprochen. Ursprünglich hatte de Gaulle Deutschland eine politische Union vorgeschlagen, von der Konrad Adenauer aber nichts wissen wollte. War der Élysée-Vertrag dennoch ein Erfolg? Warum wollte Emmanuel Macron unbedingt einen zweiten Freundschaftsvertrag aufsetzen, der im Januar 2019 in Aachen feierlich unterzeichnet wurde? Folgte damit ein Neustart in den deutsch-französischen Beziehungen?

Nehmen wir ein Beispiel: Emmanuel Macron sprach in seiner berühmten Sorbonne-Rede am 26. September 2019 von einer europäischen Souveränität, eine Souveränität, die die der Mitgliedsstaaten schützt und weiterentwickelt. Es hat lange gedauert, bis eine Antwort aus Deutschland kam, aber im Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition taucht der begriff der europäische Souveränität auf… wenn auch, wie es scheint, mit Vorbehalten. Ein Beispiel unter vielen… zeihen wir doch nicht an einem gemeinsamen Strang?

Auf unserem Blog: > Les discours d’Emmanuel Macron sur l’Europe

Sie mahnen in ihrem Buch mehr Mut für Deutschland an – aber doch vor allem im Hinblick auf die europäische Politik. Vergleicht man die Arbeit der Ampel-Koalition mit den Europa-reden von Emmanuel Macron fallen einem dazu viele Themen ein: Klima, Energie, Verteidigung…. Kein Land kann in Europa diese Probleme alleine lösen?

Die letzten Parlamentswahlen in Frankreich und Deutschland zeigen in beiden Ländern eine Parteienlandschaft im Umbruch. Welchen Einfluss haben diese Entwicklungen auf das deutsch-französische Verhältnis? Nehmen wir gleich ein Beispiel… wir kommen nicht wirklich zu einer gemeinsamen Haltung zum Thema Migration?

Da dieser Blog sich auch an Schüler richtet, haben wir Christophe Braouet noch gefragt, welche Gründe können Sie heute Schülern nennen, um ihnen die besondere Bedeutung der französischen Sprache und die Notwendigkeit nach Frankreich zu reisen, erklären.

Christophe Braouet
Deutschland und Frankreich schaffen das
Für eine neue Zusammenarbeit 60 Jahre nach dem Élysée-Vertrag
Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Frank Baasner
Baden-Baden: Tectum Verlag 2023
260 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-8288-4848-1

Nachgefragt: FR/DE Le nouveau portail Citoyen – Das neue Bürgerportal

french german 

| Die erste Rentrée mit der KI steht bevor | 15.-17. September 2023 : Tagung in Jena. Jean-Paul Sartres existentialistische Subjektivität – revisited | Juli 2023 in Paris    222 arguments pour le françaisOnline #Französischlernen | Online unterrichten und lernen | Tipps für Schülerinnen und Schüler  Sek I. : Wiederholen und üben mit dem Frankreich-Blog | Sek II. Apprendre le français – faire des exercices *** |

Ein Jahr auf Schloss Bieberstein

> Aktuelle Stellenangebote in der Hermann-Lietz-Schule auf Schloss Bieberstein

Ein Jahr als Lehrer auf Schloss Bieberstein – Nun sind es schon drei Jahre. Die erste Jahresbilanz als Lehrer war überwältigend gut: Französischlehren und -lernen in kleinen Gruppen: Das sind perfekte Voraussetzungen.

Hermann-Lietz-Schule - Internat und Oberstufen Gymnasium Schloss Bieberstein

Unterrichtsvorbereitung (zum Ausprobieren) mit ChatGPT, Texte gemeinsam lesen, Resümieren üben, Aufgaben bearbeiten und Diskussionen beginnen. Wir haben L’Hôte von Albert Camus gelesen und in der Ea/b eine Unterrichtsreihe über Mobbing durchgeführt: > Harcèlement scolaire : le Président de la République a un message pour les jeunes, über die Unruhen in Frankreich im Juni und Juli 2023 diskutiert und gerade als der Vergleich zwischen Frankreich und Deutschland auf dem Programm stehen sollte, hatte Elon Musk zu unserer Enttäuschung wieder einmal an Twitter geschraubt: Twitter: Nothing to see here – yet ?.

HOFBIEBER Exklusives Internat
> 42.720 Euro Schulgebühr: Schloss Bieberstein will Elite-Vorurteile entkräften – Osthessen-News 26.4.2024

> Herman-Lietz-Schule Schloss Bieberstein auf Facebook

Die Erstellung der neuen Website zusammen mit dem Schul- und Internatsleiter Oliver Dietz war eine spannende Erfahrung. Wir haben alle Texte der Website vollständig neu geschrieben. So ist ein getreues Abbild entstanden, wie sich die Schule heute präsentiert. Die Perspektiven für Schüler:innen oder das was wir den Eltern über ihren Teenager auf Schloss Bieberstein sagen können. Und noch mal an die Adresse der Schüler:innen: Probier es aus  + Besuchstermin vereinbaren. Coaching und Orientierung: das habe ich genauso erlebt im Schloss. Projektwoche, Diskussionen, Treffen mit Politikern, Zukunftstag; genauso wie der Blick in die Landschaft rund um das Schloss – auch via Webcam – so bietet diese Schule ihren Schüler:innen auch viele spannende Ausblick in das Leben.

Natürlich gab es auch viel Werbung für Französisch und das Ergebnis ist genauso wie in so vielen anderen Schulen: „Ich hab Französisch abgewählt…„… und als die Kurswahlen für die Q-Phase anstanden lautete die Hausaufgabe, einen Brief lesen: Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur. Und die Schüler:innen. die ich für Französisch gewinnen konnte, wissen, dass ich mich über ihre Zustimmung freue, sie wissen auch, dass auf uns ein spannendes Schuljahr wartet.

Die Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein gehört zur Stiftung Deutsche Landerziehungsheime Hermann-Lietz-Schule.

SWP-Studie. Frankreichs Außen- und Sicherheitspolitik unter Präsident Macron

| Aktuelle Themen auf unserem BlogFranzösisch-Online-Lernen in Zeiten der Pandemie | #CoronaVirus – COVID-19-Krise |


Gerade hat Ronja Kempin für die Stiftung für Wissenschaft und Politik den Band > Frankreichs Außen- und Sicherheitspolitik unter Präsident Macron mit dem Untertitel Konsequenzen für die deutsch-französische Zusammenarbeit (SWP-Studie 2021/S 04, März 2021, 54 Seiten) veröffentlicht.

Der Bericht von Ronja Kempin legt eine ernüchternde Analyse der deutsch-französischen Beziehungen, vor allem in der Folge des > Aachener Vertrags von 2019, mit dem Staatspräsident den deutsch-französischen Beziehungen ganz im Sinne > seines Engagements für eine „Renovation de l’Europe“ einen neuen Schwung verleihen wollte. Deutschland ließ Frankreich lange auf eine Antwort warten, die erst durch die Pandemie befördert wurde: > Emmanuel Macron: “Jour historique pour l’Europe !”.

Nach wie vor ist aber ein sachlich gebotener Schulterschluss zwischen Paris und Bonn nur in Umrissen erkennbar, jedenfalls nicht so, wie es die feierliche Vertragsunterzeichnung in Aachen oder gar die Verleihung des Karlspreises dies hoffen ließ > Staatspräsident Emmanuel Macron hat in Aachen den Karlspreis erhalten. Der > Weckruf von Präsident Macron in Sachen NATO verhallte eher ungehört. Fast scheint es auch heute so, dass man sich in Berlin die Ohren zuhält. Zwar haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron sich explizit über diese Frage ausgetauscht > Bundeskanzlerin Merkel, Staatspräsident Macron und die NATO, aber die Bilanz, wie Ronja Kempin zeigt, ist enttäuschend.


Auf unserem Blog:
> Rüstungsexporte. Nachgefragt: Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann antwortet auf unsere Fragen – 20. Mai 2019


Fast scheint es so, als wäre man wieder bei 1963 angekommen Frankreich sucht die Nähe zu Deutschland, um seine / unsere sicherheitspolitische Lage in Europa zu verbessern, besonders angesichts der Perspektiven eines nachlassenden Interesses der USA an Europa, gerade weil das internationale Umfeld sich so rasant wandelt. Deutschland hofft aber weiterhin an einen Ausbau der transatlantischen Beziehungen oder unter Biden an ein Renouveau der NATO.

Mit anderen Worten, jenseits der großen Reden funktioniert die gemeinsame Abstimmung zwischen Frankreich und Deutschland nicht. Desinteresse und auch ein ungenügender Erfahrungsaustausch mögen die deutsch-französische Kooperation beeinträchtigen. Sicher, es gibt kein anderes Länderpaar auf der Welt, dass durch so viele Organisationen, Verbände, Institute, Partnerschaften, Institutionen mit einander verbunden ist. Allein es bleibt der Eindruck, Berlin hat zur Zeit immer weniger Interesse etwas daraus zu machen, vielleicht weil die Probleme der Pandemie überwiegen. Die Covid-19-Krise ist eine interessante Gelegenheit, die unterschiedlichen Politikansätze in Frankreich und Deutschland mit einander zu vergleichen. In Frankreich verkündet der Präsident eine neues verschärftes Confinement: > 31mars 2021: Le Président de la République Emmanuel Macron s’est adressé aux Français ce soir, während die deutschen Ministerpräsidenten sich mit der Kanzlerin streiten, am liebsten immer mehr alles wieder öffnen würden (wer will das nicht) und doch wieder jetzt auf einen stark verschärften Lockdown zurückgreifen müssten. Man gewinnt den Eindruck, es gibt eine deutsche und eine französische Variante des Virus, die offenkundig keine gemeinsame Abstimmung auslösen können. Bleibt nur der grenzüberschreitende Rat für die Abstimmung an der deutsch-französischen Grenze.

In dieser Situation hat die deutsch-Französische Parlamentarische Versammlung die wichtige Aufgabe, beide Regierungen an ihre eingegangenen Verpflichtungen zu erinnern.

Der Band > Frankreichs Außen- und Sicherheitspolitik unter Präsident Macron enthält sechs Fallstudien zu Libyen, zur Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik, zur Wirtschafts- und Währungsunion, zu Russland, zur Nato und zur Türkei, jede für sich zeigt wie der Untertitel des Berichts lautet Konsequenzen für die deutsch-französische Zusammenarbeit auf.

Ernüchternd fällt das Urteil von Ronja Kempin aus: “ Wie die vorliegende Studie zeigt, konnte das Angebot des französischen Staatschefs, eine »neue Partnerschaft« mit Deutschland zu begründen, weder im Rahmen der Nato eingelöst werden noch in den Beziehungen zu Russland und der Türkei oder in Libyen. Auch die Verpflichtungen gemäß Artikel 1 des Vertrags von Aachen sind bislang nicht durchweg erfüllt worden. Demzufolge wollen sich beide Staaten »für eine wirksame und starke Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik« einsetzen und die Wirtschafts- und Währungsunion »stärken und vertiefen«.4 Die Hauptursache für diesen Befund liegt darin, dass Deutschland und Frankreich auf strukturelle Veränderungen in der internationalen Politik unterschiedlich reagiert haben.“ (S. 48)

Michaela Wiegel, Paris, > Deutschland und Frankreich : Alles andere als einig, FAZ – 31.03.2021

Frankreich, Deutschland und Europa und die Hausaufgaben der neuen Bundesregierung

Auf dem > VdF-Kongress in Leipzig, 9./10. März 2018 fand eine Podiumsdiskussion zum Thema > „Elyséevertrag 2.0 für die zukünftige Gestaltung Europas“ statt. Zur Erinnerung an diese Diskussion hat unsere Redaktion hier die Hausaufgaben der neuen Bundesregierung zusammengefasst:

Der Inhalt dieses Beitrags:
1. > Die sechs Reden zu Europa von Macron
2. > Ein neuer Elysée-Vertrag
3. > Souveränität Europas
4. > Mehrsprachigkeit in Europa
5. > Reform der Eurozone
6. > Migranten
7. > Consultations citoyennes
Aktuell auf unserem Blog

> VdF-Bundeskongress an der Universität Leipzig
09. und 10. März 2018 – > das Fotoalbum ist online.

> A qui appartient la langue française ?

> #didacta 2018 – Lehren, lernen mit digitalen Medien

> Froodel.eu – Entdecke Deine französische Welt

> Motivation im Französischunterricht

> Lernen mit digitalen Medien im Französischunterricht

> Tintoretto in Köln und Paris

Die neue Bundesregierung, die nächste Woche ihr Amt und damit Fahrt aufnimmt, hat hinsichtlich der deutsch-französischen Beziehungen ein dick gefülltes Hausaufgabenheft. Die aktuelle Situation ist sehr interessant. Unsere regelmäßigen Blogleser kennen die Aufgaben, die sich Paris seit Amtsantritt des neuen Präsidenten den deutsch-französischen Beziehungen gestellt hat, und die wir im Folgenden zusammenfassen. Wie wird die neue Regierung in Berlin auf diese Themen (auch im Rahmen der deutsch-französischen Beziehungen, ist dies nur eine Auswahl) reagieren, welche Initiativen wird sie dazu entwickeln?

Nach den Bundestagswahlen am 24. September 2017 hat es diesmal wirklich außergewöhnlich lange gedauert bis die Parteien sich auf eine Koalition geeinigt haben. Der erste Anlauf zu einer sogenannten Jamaika-Koalition war durch das Ausscheren der FDP gescheitert. Danach gab es einen neuen Anlauf zu einer Koalition zwischen den Unionsparteien CDU/CSU und der SPD, die mit dem Mitgliederentscheid der SPD nun endlich besiegelt wurde. Am 14. März wird die bisherige Bundeskanzlerin Angela Merkel sich der Wiederwahl im Bundestag stellen. Alle reden von der GroKo, der Großen Koalition, die aber hinsichtlich ihrer Abgeordneten jetzt im 19. Deutschen Bundestag (2013-2017 448 Abgeordneten von 631) nur noch 399 Volksvertreter/innen zählt, jetzt von 709 Abgeordneten. Lag die absolute Mehrheit im 18. Dt. Bundestag bei 316, so hatten die Union und die SPD zusammen 132 Abgeordnete über der absoluten Mehrheit. Jetzt im 19. Dt. Bundestag haben Union und SPD nur noch 44 Abgeordnete über der absoluten Mehrheit von 355 Volksvertreter/innen. Die Union CDU/CSU und die SPD sind die beiden größten Fraktionen im Bundestag. Die Große Koalition ist so groß nicht mehr.


> Twittern für die deutsch-französische Kooperation – mit Schulaufgaben


1. Ganz ohne Zweifel wartet Staatspräsident Emmanuel Macron auf offizielle Antworten der Neuen Regierung in Berlin auf seine Reformvorschläge, die zu einer Neugründung von Europa und damit der Europäischen Union führen sollen:

> Rappel : Les discours du Président de la République et l’Europe – Alle sechs Reden gehören zusammen und beleuchten jeweils einen oder mehrere Aspekte, die zur Neugründung Europas (> Rede in der Sorbonne) auf der Basis der Kultur (> Rede bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2017) führen sollen.

https://twitter.com/soazigdlm/status/954744616703676417?s=21

2. In seiner Rede am 26.9.2017 im Großen Hörsaal der Sorbonne in Paris hat Präsident Macron der deutschen Regierung einen neuen Elyséevertrag vorgeschlagen. Mittlerweile gab es dazu eine gemeinsame Resolution des Bundestages und der Nationalversammlung. Die Resolution enthält interessante Vorschläge… Ein neuer Elyséevertrag müsste eine Bestätigung enthalten, den bisherigen Vertrag wirklich anwenden zu wollen, und die Bundesregierung darf die Chance nicht verpassen hier neue Akzente zu setzen. Unsere Redaktion hört schon die Einwände… der Föderalismus… aber da hoffen wir darauf, dass der „Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit“, der dieses Amt jetzt abgeben wird, um Vizekanzler zu werden, sich in diesem Punkt auch zu Wort meldet: > Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz antwortet auf unsere Fragen – 25. August 2016.

Und da ist auch die neue Generalsekretärin der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, die so erfolgreich die Frankreich-Strategie im Saarland eingeleitet hat: > Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes – 22. März 2015. Also hat Bundeskanzlerin Merkel doch in gewisser Hinsicht dafür gesorgt, dass in dieser personellen Hinsicht in Berlin Politiker neue Aufgaben bekommen, die in besonderer Weise mit Frankreich verbunden sind, als eine Antwort auf die vielen Germanisten in der französischen Regierung oder im Élysée-Palast. Vergessen wir nicht dass Annegret Kramp-Karrenbauer auch Mitautorin des deutsch-französischen Berichts Berichts > Bericht von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer und Herrn Jean-Marc Ayrault zur Förderung der Integration in unseren Gesellschaften ist.

Zu diesem Thema hat sich unserer Redaktion gegenüber auch der Défenseur des Droits, Jacques Toubon geäußert, > Nachgefragt: Jacques Toubon, Défenseur des droits, parle des migrants et des réfugiés – 27. Juni 2016, wie auch die Präsidentin des CNCDH, Christine Lazerges: > Nachgefragt: La Commission nationale consultative des Droits de l’Homme nous répond – 16. Dezember 2017

Rede in der Sorbonne: > Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique: „Je suis venu vous parler d’Europe…“

Das Dossier mit allen Infos zum neuen Elyséevertrag und der von der Nationalversammlung und dem Deutschen Bundestag gemeinsam verabschiedeten Resolution: > Journée franco-allemande 2018 – 22 janvier 2018 – Deutsch-französischer Tag 2018 – 22. Januar 2018

Vgl. auch das Dossier zur Table ronde auf VdF Kongress 2018 in Leipzig > „Elyséevertrag 2.0 für die zukünftige Gestaltung Europas“.

3. Wie wird sich die Bundesregierung künftig zum Begriff der Souveränität Europas äußern? Emmanuel Macron sagte in seiner > Rede in der Sorbonne: „In einem Wort: Allein Europa kann tatsächliche Souveränität gewährleisten, das heißt, die Fähigkeit, in der heutigen Welt zu bestehen, um unsere Werte und unsere Interessen zu verteidigen. Es gilt, eine europäische Souveränität aufzubauen und es besteht eine Notwendigkeit, sie aufzubauen. Warum? Weil das, was unsere Identität ausmacht, was unsere tiefe Identität prägt, dieses Wertegleichgewicht, dieses Verhältnis zur Freiheit, zu den Menschenrechten, zur Gerechtigkeit ist etwas nie Dagewesenes auf diesem Planeten. Die Treue zur Marktwirtschaft, aber auch die zur sozialen Gerechtigkeit ist ebenso wichtig. Was Europa darstellt, können wir nicht blind übertragen, weder auf die andere Seite des Atlantiks noch auf die Grenzen zu Asien. Es liegt an uns, es zu verteidigen, und es in der Globalisierung aufzubauen.“

Man kennt die Kritik der FN und vor allem der AfD an Europa. Faktencheck: > Hörensagen: „Das Europa der Vaterländer“ – 22. Januar 2018.

4. Die Mehrsprachigkeit in Europa. In seiner Rede in der Sorbonne hat Präsident Macron vorgeschlagen, jeder Schüler solle mindesten zwei europäische Fremdsprachen lernen > Europas Mehrsprachigkeit ist ein großer Trumpf – 28. September 2017. Ob dieser Vorschlag bei uns aufgrund des föderalistischen Beharrungsvermögens im Sande verläuft?

5. „Für die Euro-Zone wünscht sich Macron ein gemeinsames Budget und einen gemeinsamen Finanzminister:“ > Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique. In seiner > Rede in der Sorbonne sagte Macron: „… eine nachhaltige Wirtschaftsmacht kann nur mit Hilfe einer gemeinsamen Währung entstehen, weshalb mir soviel an dem Ziel einer Eurozone gelegen ist. Ich schäme mich nicht für die Eurozone, das tut mir leid, und ich denke im Übrigen, dass es kein Mitglied der Europäischen Union außerhalb der Eurozone erleichtert oder es ihm gefällt, wenn diejenigen, die eine gemeinsame Währung haben, sich nicht zu sagen trauen, dass sie daraus etwas machen wollen.“ Natürlich müssen die Regierungen in Berlin und Paris auch den Euro im Blick behalten, aber hier scheint erst die neue Bundesregierung wirklich handlungsfähig zu werden: > Merkel und Macron vertagen gemeinsamen Plan für Eurozone – DER SPIEGEL, 10.3.2018.

6. Migranten: Wie wird die Bundesregierung mit Frankreich sich zum Thema Migranten verständigen?

Dazu hätte unsere Redaktion auch einige Links:

> Projet de loi pour une immigration maîtrisée et un droit d’asile effectif – 27. Februar 2018

> Nachgefragt: La Commission nationale consultative des Droits de l’Homme nous répond – 16.Dezember 2017

> Education aux droits de l’homme : la CNCDH partenaire du ministère de l’Education autour de projets pédagogiques – Website des CNCDH

> Bericht von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer und Herrn Jean-Marc Ayrault zur Förderung der Integration in unseren Gesellschaften – 9. April 2016

> Les réfugiés, les migrants, les demandeurs d’asile et les droits de l’homme. Une interview de la Présidente de la CNCDH – 28. Januar 2016

> Die Migranten und die Menschenrechte – 6. September 2016

6. Wie wird die neue Bundesregierung auf die > Consultations citoyennes regieren, die Staatspräsident Macron in Gang setzen will?

Diese Art und Weise, die Bürger zu befragen erinnert daran, wie im Herbst 2015 in Frankreich das Projet de loi pour une République numérique öffentlich zur Diskussion gestellt wurde und unsere Redaktion dafür eine > Präambel vorgeschlagen hat.

In seiner > Rede in der Sorbonne schlägt Macron vor: „Mit 28 Mitgliedstaaten brauchen wir ein einfacheres, transparenteres und weniger bürokratisches Europa! Wenngleich der geltende Rechtsrahmen Europas Stärke ausmacht, so befördert die Fülle an Normen dessen Ablehnung. Lassen Sie uns gemeinsam mit den Unternehmenschefs, den NGOs, den Bürgerforen Schritt für Schritt die europäischen Regeln Revue passieren, um sicher zu gehen, ob sie angepasst, verständlich oder sinnvoll sind.“

Eine dieser Bürgerbefragungen wurde in Frankreich schon in Gang gesetz: > Mon idée pour le français?.

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