L’ambassadeur de France en Allemagne, > Bernard de Montferrand, vient de donner une réponse à cette question en soulignant l’importance de l’échange et du dialogue: „Prenons donc grand soin chaque jour de l’amitié franco-allemande avec beaucoup de dialogue et d’esprit de compromis, c’est la clé du succès et c’est la condition du progrès de l’Europe.“
Un blog n’est pas le seul moyen pour cet échange, mais c’est un moyen très efficace. Les visiteurs de notre blog rempliraient chaque jour une grande salle. Et je voudrais trouver des élèves qui auraient envie de participer à ce dialogue, qui voudraient profiter de nos expériences afin de commencer, à leur tour, un blog franco-allemand, de préférence ensemble avec des éléves français.
Kollegen aber auch Schüler, die ich zu dem Workshop
eingeladen habe, stellen mir diese Frage. Der Botschafterr von Frankreich in Deutschland, > Bernard de Montferrand, hat diese Frage selbst beantwortet und die Notwendigkeit des Austauschs und des Dialogs unterstrichen: „Wir sollten die deutsch-französischen Beziehungen also Tag für Tag sorgfältig pflegen, und zwar mit viel Austausch und Kompromissbereitschaft. Das ist der Schlüssel zum Erfolg und die Voraussetzung dafür, dass Europa vorankommt.“
Ein Blog ist nicht das einzige Mittel für diesen Austausch, es ist aber ein sehr wirksames Instrument. Die Besucher unseres Blogs würden jeden Tag einen großen Saal füllen. Und ich möchte Schüler finden, die Lust haben, an diesem Dialog teilzunehmen und die von unseren Erfahrungen profitieren möchten, um ihrerseits einen deutsch-französischen Blog anzufangen, am besten im Austausch mit französischen Schülern.
Dans un entretien publié en extraits sur > le site de l’Ambassade d’Allemagne à Paris, le directeur du bureau parisien de l’Institut Franco-Allemand (DFI), Wolfram Vogel, estime que “ Les relations franco-allemandes sont victimes de leur succès.“ En substance il explique, que les relations frano-allemandes ont dû et ont su s’adapter aux nouvelle données dans le cadre de l’Union Européenne. Il souligne les conditions historiqes et uniques dont les Français et les Allemands ont profité pour se réconcilier. Un modèle pour d’autres pays, certainement, un modèle d’exportation peut-être moins. Et il rappelle des différences en France et en Allemagne en ce qui concerne les habitudes de la communication qui rendent parfois les échanges parfois difficiles.
> Je t’aime – moi non plus
Les relations franco-allemandes en Europe
par Wolfram Vogel, le directeur du bureau parisien de l’Institut Franco-Allemand
In einem Gespräch, das auf der Internetseite der > Deutschen Botschaft in Paris veröffentlicht wurde, hat der Leiter des Pariser Büros des > Deutsch-Französischen Instituts (DFI), Wolfram Vogel, gesagt, „Die deutsch-französischen Beziehungen sind ein Opfer ihres Erfolgs.“ Zusammengefaßt erklärt er, die deutsch-französischen Beziehungen mussten sich und haben sich den neuen Herausforderungen innerhalb der Europäischen Union angepasst. Er weist auf die historischen und einzigartigen Bedingungen hin, die Franzosen und Deutsche für ihre Aussöhnung zu nutzen verstanden. Das ist sicher ein Modell für andere Länder, auch wenn es weniger als Exportmodell geeignet ist. Und er erinnert an die Unterschiede im Bereich der Kommunikationsgewohnheiten in Frankreich und Deutschland, die den Austausch manchmal erschweren.
> Je t’aime – moi non plus
Les relations franco-allemandes en Europe
von Wolfram Vogel, le directeur du bureau parisien de l’Institut Franco-Allemand
L‘ > „Orchestre planant“ de la Diakonie Stetten a assuré le cadre solennel de la réception à l’occasion du 14 juillet offerte par le Consul général, Christian Dumon. Elle a joué la Marseillaise, l’hymne allemand et l’hymne européen.
Le Consul général, Christian Dumont, a salué les invités de la réception et il a rappelé les succès de la coopération franco-allemande au niveau national, au niveau de la région Rhône-Alpe et Bade-Wurtemberg comme au niveau des villes par exemple entre Strasbourg et Stuttgart. En outre il a rappelé le succès du > manuel franco-allemand d’histoire. Le maire de la ville de Stuttgart, Dr. Wolfgang Schuster, a, de son côté, souligné l’importance et la qualité des relations franco-allemandes.
Le ministre-président du Bade-Wurtemberg, Günther Oettinger, a prononcé un discours en rappelant la nécessité de la coopération franco-allemande pour l’Europe.
Das > Schwebende Orchester der Diakonie Stetten gestaltete den feierlichen Rahmen des Empfangs zum 14. Juli durch den Generalkonsul Christian Dumon in Stuttgart. Das Orchester hat die Marseillaise, die deutsche Nationalhymne und die Europahymne gespielt.
Der Generalkonsul, Christian Dumont, hat die Gäste des Empfangs mit seiner Frau zusammen begrüßt und in seiner Ansprache die erfolgreiche deutsch-französische Zusammenarbeit auf nationaler Ebene, auf der Ebene der Regionen und der Städte hervorgehoben. Er hat insbesondere auf den Erfolg des > deutsch-französischen Geschichtsbuchs hingewiesen. Der Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Dr. Wolfgang Schuster, hat seinerseits auf die Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen hingewiesen
Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Günther Oettinger, hat in seiner Rede auf die Notwendigkeit und den Nutzen der deutsch-französischen Kooperation für Europa hingewiesen.
In Paris hat Alfred Grosser unsere Redaktion am Mittwoch, 18. Juni 2008, zu einem Gespräch empfangen.
Wir haben über die deutsch-französischen Beziehungen gesprochen und deren Bedeutung für den Französischunterricht. Die Normalität und zum Beispiel das Fehlen einer Grenze haben dazu geführt, dass sie für die deutschen wie auch für die französischen Schüler eigentlich gar nichts Besonderes sind. Erst mit mehr Wissen – auch über Europa, wird das besondere Potential der Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland sichtbar, die bereits, so Grosser, unter Schröder und Chirac zum Stillstand gekommen sind.
Das Gespräch mit Alfred Grosser soll deutschen Schülern als Anregung dienen, sich mit der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen mehr zu beschäftigen. Nebenbei wird deutlich, das dafür auch eine Kenntnis der politischen Geschichte beider Länder notwendig ist. Zu Recht weist Grosser auf die 2000 Städtepartnerschaften hin, wodurch sich die Stärke der Zivilgesellschaft aber auch die Durchdringung vieler Lebensbereiche zwischen Deutschland und Frankreich auszeichnet. Er bestätigt und bedauert wie > Ingo Kolboom, dass staatliche Stellen die gemeinsamen Kulturabkommen besonders hinsichtlich des Sprachunterrichts nicht wirklich mit Leben erfüllen können – zugleich lobt er die Initiativen wie > Deutsch-Mobil und France-Mobil und erinnert an die Sendung > Karambolage.
Siehe auch:
Jörg von Uthmann, > Richtig denken, das heißt: gerecht denken mit dem Untertitel „Angenehm deutlich: Alfred Grosser, der unermüdliche Dolmetscher zwischen Deutschen und Franzosen, wird 80 Jahre alt“, DIE WELT 1. Februar 2005: „Das Entscheidende, was Grosser seinen Studenten zu vermitteln suchte, war die Maxime „Penser justement, donc avec justesse et justice“ – richtig denken, das heißt: logisch und gerecht. „Die Distanz zu sich selbst und zu den eigenen sozialen Zugehörigkeiten“, sagte er bei anderer Gelegenheit, „das ist für mich die wichtigste Bildung.“ Mit diesem Bildungsideal machte er sich nicht nur Freunde.“
A. Grosser> Europa sieht Deutschland: Das neue deutsch-französische Verhältnis – ein Pflegefall? Festvortrag zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2003 im Rathaus der Stadt Osnabrück: „Mitzuwirken – das heißt, Verständnis zu haben für das Leiden anderer, und das ist für mich die Grundlage europäischer Ethik. Dies bemühten wir uns nach 1945 zu organisieren, indem wir uns sagten: Man kann von den Deutschen nur verlangen, dass sie das Ausmaß des Verbrechens des Nationalsozialismus einsehen, wenn wir unsererseits Verständnis für das große menschliche Leiden in den Bombennächten von Dresden und Hamburg zeigen oder für die Millionen von Vertriebenen, von denen ein Teil nie angekommen ist.“
Alfred Grosser im Gespräch mit Dieter Sinnhuber BR-Online, 2.2.2005: „Deswegen gebrauche ich selbst ja auch nie das Wort ‚deutsch-französische Versöhnung’. Ich brauchte mich damals mit meinem Freund Eugen Kogon, der aus Buchenwald gekommen war, nicht versöhnen. Ich brauchte mich mit dem damaligen Frankfurter Bürgermeister nicht versöhnen, der ebenfalls aus Buchenwald gekommen war. Ollenhauer kam aus der Emigration, Willy Brandt kam aus der Emigration: Mit diesen Menschen musste ich mich doch nicht versöhnen! Wir haben statt dessen gemeinsam versucht, mitverantwortlich die deutsche Demokratie aufzubauen. Ich fühle mich da teilweise wirklich als einer der Väter der deutschen Demokratie, weil wir von draußen mitgewirkt haben!“
Désormais, chaque fois quand les grosses voitures construites à Stuttgart me doublent dans la circulation – ce qu’elles font toujours, on se retrouve souvent au prochain feu rouge, où ils attendent les lumières de frein toujours allumées – je penserai un peu plus à leurs émissions de CO2 et au compromis de Straubing qui réduit et aménage les restrictions en émission de C02 souhaitées par Bruxelles. En principe, la France et l’Allemagne acceptent le but d’baisser à 120 grammes par kilomètre en moyenne le CO2 émis par les voitures en 2012, cependant, le compromis de Straubing – le FAZ rappelle le travail acharné du lobby dans les coulisses – allonge le temps dont dispose l’industrie jusqu’en 2015 pour répondre aux nouvelles normes. En plus, cette mesure concernera surtout les voitures neuves et deulement progressivement les modéles existants. Il n’est pas aisé de porter un jugement sur ce compromis si l’on ne tient pas compte dee toutes les parties prenantes.
Les autres thèmes de la rencontre ont fait appraître des convergens et des divergences d’appréciation. Divergences en ce qui concerne l’énergie nucléaire prônée par la France et son abandon prévue en Allemagne. Côté prix des caburants, le président français souhaite une action concerté des etas-mebres visant à plafonnerr le TVA sur les caburants, proposition déjà rejetée par les ministres de finances (qui s’en tirent pas mal). La France et l’Allemagne s’accordent pour éciter les régularisations massives d’immigrés en situation illégale au sein de l’UE.
Dans leur article > Sarkozy-Merkel, la danse des crocodiles, Le MONDE, 8 juin 2008 – payant – Henri de Bresson et Arnaud Leparmentier restent sceptique en parlant d’Angela Merkel et de Nicolas Sarkozy : “ Malgré les efforts répétés des deux côtés, le courant ne passe pas.“ et ils ajoutent .“Les deux dirigeants se livrent à une guerre d’influence.“ Le titre de leur article serait une citation de ce qu’on entend à Berlin: « les grands crocodiles se regardent, ils ne se mangent pas entre eux ».
Wenn ich künftig weiterhin von allen großen in Stuttgart gebauten Autos ständig überholt werde – das machen die immer, und dann treffen wir uns meistens an der Ampel wieder, wo sie mit ständig leuchtenden Bremslichtern warten – werde ich an ihre CO2-Werte und an den Straubinger Kompromiss denken, mit dem Frankreich und Deutschland die Reduktion von CO2, die Brüssel wünschte, für die Industrie erträglicher machen. Prinzipiell unterstützen Frankreich und Deutschland das Ziel diese Emissionen auf 120 g pro Kilometer zu reduzieren. Der jetzt in Straubing erzielte Kompromiss verlängert die Freist und bezieht Neuwagen mit ein. Es ist nicht einfach, diesen Kompromiss – die FAZ berichtet über die intensive Lobbyarbeit der Industrie im Hintergrund – in seiner ganzen Tragweite zu beurteilen, wenn man nicht die Stellungnahmen aller Beteiligten ausführlich zur Kenntnis genommen hat.
Die anderen Themen des Straubinger Treffens lassen Differenzen und Übereinstimmungen erkennen. Frankreich will die Atomenergie fördern, während in Deutschland ihre allmähliche Abschaffung angestrebt wird. Der französische Präsident möchte die Umsatzsteuer auf Benzinpreise in der EU ermäßigen, was die Finanzminister der EU (denen die nicht so wehtun) ablehnen. Frankreich und Deutschland wenden sich zusammen gegen weitgehenden Regularisierung der illegalen Einwanderung in die EU.
In ihre, Artikel> Sarkozy-Merkel, la danse des crocodiles,Sarkozy-Merkel, der Tanz der Krokodile, Le MONDE, 8. Juni 2008 – kostenpflichtig – zeigen sich Henri de Bresson und Arnaud Leparmentier sketptisch hinsichtlich der Beziehungen zwischen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy : „Trotz aller Anstrengungen auf beiden Seiten springt der Funke nicht über.“ Und sie fügen hinzu. „Die beiden Politiker kämpfen um ihren Einfluß.“ Die Überschrift des Artikels stamme von einem Satz, der in Berlin die Runde mache : „Die großen Krokodile schauen sich an, fressen sich aber nicht ».
Mardi 27 mai 2008 à 19 h 30, Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix ENS (Lyon) proposera une conférence à Stuttgart une conférence sur
François Mitterrand und Deutschland
en langue allemande.
„Pour le premier Chef de l’Etat socialiste de la Ve République l’Allemagne n’était pas un sujet facile. En partant de ses expériences personnelles pendant la guerre et d’un compréhension due à sa génération de l'“ennemi héréditaire“, c’était pour Françaois Mitterrand un long chemin pour arriver à une coopération étroite avec le Chancelier Kohl autour de la construction européenne.“ L’annonce du > Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung
„Une nouvelle culture naît sous nos yeux, vous le savez vous qui vous préoccupez de transmettre, de faire savoir, d’enseigner, de communiquer ce que vous savez et qui vous passionnez tout autant pour cette communication que pour l’acquisition de votre propre savoir. Il faut que la plus grande majorité de nos concitoyens en prennent conscience : c’est l’ensemble de la communication qui change d’ampleur et de nature.“
Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix ENS (Lyon) wird am Dienstag, 27. Mai 2008, 19.30 Uhr, in Stuttgart einen Vortrag über
François Mitterrand und Deutschland
auf deutsch halten.
„Für den ersten sozialistischen Staatspräsidenten der französischen V. Republik war Deutschland kein einfaches Thema. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen im Krieg und von einer generationsbedingten Wahrnehmung des „Erbfeindes“ musste François Mitterrand bis zu einer engen und an einem effizienten Europa orientierten Zusammenarbeit mit Bundeskanzler Kohl einen langen Weg zurücklegen.“ Ankündigung des > Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung
„Eine neue Kultur entsteht unter unseren Augen. Sie wissen es, denn Sie kümmern sich darum, Ihr Wissen zu vermitteln und Sie setzen sich leidenschaftlich für die Verbreitung Ihres Wissens ein. Es ist notwendig, dass die große Mehrheit unserer Bürger davon Kenntnis bekommt. Die Gesamtheit unserer Kommunikationswege wird sich grundlegend ändern.“
Le 24 avril 2008, le Ministre des Affaires étrangères et européennes, Bernard Kouchner, a prononcé un discours à l’Université Humboldt de Berlin. Il a notamment déclaré „Il nous faut surtout nous attacher à la réinvention d’un idéal commun, un idéal tourné vers la jeunesse. Elle le demande. C’est à nous de lui apprendre combien l’histoire de la réconciliation franco-allemande, l’histoire de l’unification de l’Europe, est précieuse. Des projets phares, comme > le manuel d’histoire commune dont le deuxième tome vient de paraître, nous y aideront. Ecrit dans les deux langues, avec un contenu identique, ce projet original, révolutionnaire, si je peux encore prononcer ce mot, suscite un immense intérêt en Europe de l’Est, dans les Balkans, au Japon, partout où la question de la réconciliation avec les voisins est encore brûlante. Dans tous ces pays, on admire l’audace d’un projet ambitieux.
Transmettons à nos enfants le désir de maintenir cette flamme allumée pour eux.
Ils nous demandent de répondre aux problèmes qu’ils voient venir. Ils demandent à nos deux pays d’inventer et de forger ensemble la mondialisation positive qui les fera aimer le monde et les rendra fiers de l’Europe. Nous ne pourrons leur répondre que par une volonté commune de la France et de l’Allemagne. L’Europe ne grandira pas sans nos deux pays. L’Europe ne grandira pas si elle n’est pas capable de répondre aux problèmes quotidiens et aux interrogations plus profondes que les
évolutions rapides et désordonnées du monde posent à nos citoyens.“
Je recommande la lecture du discours de Bernard Kouchner à nos élèves qui travaillent actuellement sur les relations franco-allemandes. D’abord ils y trouvent facilement tout le vocabulaire nécessaire pour un exposé sur ce sujet. Et ce discours est aussi une affirmation solennelle de rôle important que jouent nos deux pays en vue de la construction de l’union Européenne.
Et Bernard Kouchner ajoute: „Pourquoi l’Allemagne et la France ? Parce que nos deux pays ont ensemble la masse critique pour constituer le point de départ de positions communes acceptables par les autres. Parce que nos deux pays ont la volonté de s’engager dans de nouvelles politiques et dans l’approfondissement de celles qui existent. Parce que nos deux pays ont la capacité à rester le « laboratoire de l’Europe », avec d’autres. Parce que l’Europe a besoin de la fraternité sans arrière-pensées que nous avons construite ensemble et que nous devons étendre à nos autres partenaires européens.“
Am 24. April 2008 hat der Außen- und Europaminister, Bernard Kouchner, in der Humboldt Univerität in Berlin eine Rede gehalten: Er hat u.a. erklärt: „Wir müssen uns vor allem daran machen, wieder ein gemeinsames Ideal zu finden, ein Ideal, das auf die Jugend gerichtet ist. Sie verlangt danach. Es liegt an uns ihr beibringen, wie wertvoll die Geschichte der deutsch-französischen Versöhnung und der Vereinigung Europas ist.
Herausragende Projekte wie > das gemeinsame deutsch-französische Geschichtsbuch, dessen zweiter Band soeben erschienen ist, helfen uns dabei. Das in zwei Sprachen verfasste Buch gleich lautenden Inhalts ist ein ganz neuartiges, ein revolutionäres Projekt, wenn ich denn dieses Wort noch benutzen kann; es weckt ein enormes Interesse in Osteuropa, auf dem Balkan, in Japan – überall dort, wo die Frage der Aussöhnung mit den Nachbarn noch akut ist. In all diesen Ländern bewundert man die Kühnheit eines solch ergeizigen Projektes.
Geben wir an unsere Kinder den Wunsch weiter, diese Flamme in ihrem eigenen Interesse nicht erlöschen zu lassen.
Sie erwarten von uns die Antworten auf Probleme, die sie kommen sehen. Sie erwarten von unseren beiden Ländern, dass sie gemeinsam die positive Globalisierung erfinden und gestalten mögen, damit sie die Welt lieben und stolz auf Europa sein können. Wir können ihnen nur durch einen gemeinsamen Willen Frankreichs uns Deutschlands antworten. Europa wird ohne unsere beiden Länder nicht erwachsen werden. Europa wird nicht erwachsen werden, wenn es nicht in der Lage ist, auf die Alltagsprobleme und tiefgründigen Fragen zu reagieren, die sich unseren Bürgerinnen und Bürgern durch die schnellen und ungeordneten Entwicklungen der Welt stellen“
Die Rede von Bernard Kouchner sei unseren Schülern empfohlen, die sich zur Zeit mit den deutsch-französichen Beziehungen beschäftigen. Sie finden hier alle wichtigen Vokabeln, um mitreden zu können. Und diese Rede ist auch eine feierliche Bekräftigung der wichtigen Rolle, die unseren beiden Ländern beim Aufbau der Europäischen Union zukommt.
Und Bernard Kouchner fügte hinzu: „Warum Deutschland und Frankreich? Weil unsere beiden Länder zusammen die kritische Masse haben, um gemeinsame Ansätze zu starten, die von den anderen akzeptiert werden. Weil unsere beiden Länder entschlossen sind, sich für neue und für die Vertiefung der bereits bestehenden Politiken einzusetzen. Weil unsere beiden Länder die Kraft haben – gemeinsam mit anderen – das „Labor Europas“ zu bleiben. Weil Europa die selbstlose Brüderlichkeit braucht, die wir gemeinsam aufgebaut haben und die wir auf unsere anderen Partner übertragen müssen. “