Frank-Walter Steinmeier in Paris: Hand in Hand mit Frankreich

| Veranstaltungshinweis: Französische Wochen in Stuttgart. Cinq siècles de littérature française – Institut français Stuttgart , Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart – Freitag, 10.10.2014, 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr |

… so lautet die Überschrift auf der Website des Auswärtigen Amtes, mit der über den Besuch von Außenminister Steinmeier in Paris aus Anlass des Tags der Deutschen Einheit berichtet wird.

> Hand in Hand mit Frankreich

In seiner Rede unterstrich der Außenminister am Donnerstag, 2.10., die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft:

> Rede von Außenminister Steinmeier anlässlich des Empfangs der Botschaft Paris zum Tag der Deutschen Einheit – Diersten Absätze auf Französisch:
„Aujourd’hui, nous célébrons une heure de gloire pour l’Europe. Il y a près d’un quart de siècle, le Mur de Berlin tombait. À peine un an plus tard, l’unité allemande scellait la fin de la division de notre continent.

Il me tenait à cœur de venir à Paris en ce grand jour et de rappeler ce fait décisif : sans la relation de confiance entre Français et Allemands, l’unification allemande ne serait pas devenue réalité.

Ce soir, on ressent notre amitié franco-allemande dans toute sa vitalité et dans toute sa richesse : Tous, ici, vous incarnez cette amitié sous ses multiples facettes : responsables politiques, chefs d’entreprise, artistes, membres d’associations. Bref : tous ceux pour qui le franco-allemand est une affaire de cœur !“

Man muss den folgenden Passus das Extrakasten über jede Meldung stellen, die den täglich deutscch-französischen Austausch zu Streit hochstilisieren will:

F.-W. Steinmeier: „Gerade in dieser Lage ist doch die gute Nachricht: Der außenpolitische Schulterschluss zwischen Paris und Berlin ist so eng wie vielleicht niemals zuvor. Ob es um die Krise in der Ukraine, die Bekämpfung der Terroristen des Islamischen Staats oder das humanitäre Engagement angesichts der furchtbaren Ebola-Epidemie in Westafrika geht: Wir ziehen am gleichen Strang!“

Und der Außenminister spricht auf Französisch weiter und kann auf eine erfolgreiche Bilanz – zusammen mit seinem französischen Kollegen Laurent Fabius – verweisen:

F.-W. Steinmeier: „Quoi qu’il en soit, dans toutes ces occasions, nous l’avons toujours ressenti : ensemble, nous pouvons obtenir davantage qu’en agissant chacun pour soi. Pour nous, le réflexe franco-allemand est devenu une seconde nature.
Ainsi, nous étions à Kiev avec notre homologue polonais lorsque le Maïdan s’est embrasé. Nous nous sommes rendus ensemble en Moldova, en Géorgie et en Tunisie. En ce faisant, nous avons aussi réfuté ce vieux cliché comme quoi la France est uniquement tournée vers le Sud et l’Allemagne vers l’Est.“

Die gemeinsamen Reisen der beiden Außenminister werden fortgesetzt, das hatte uns Präsident Hollande auf dem > Hartmannsweilerkopf und > Laurent Fabius in seiner Twitter-Antwort an unseren Blog zugesagt.
Freundschaft, Kooperation, Gemeinsamkeiten, le francoallemand:

F.-W. Steinmeier: „In diesem Europa sind wir wirtschaftlich so eng miteinander verwoben, dass es die „Krise des anderen“ eben nicht mehr gibt.

Gemeinsam tragen wir Verantwortung für ein Europa, das mehr Investitionen, mehr Wachstum und mehr Jobs schafft. Ein Europa, das Wettbewerbsfähigkeit und Sozialstaat ausbalanciert. Ein Europa, das den dumpfen Parolen der Nationalisten die Werte von 1789 und 1989 entgegenstellt.“

> Die Krisen des Anderen gibt es nicht mehr
Beitrag von Außenminister Frank-Walter Steinmeier aus Anlass seines Paris-Besuches am Tag der deutschen Einheit. Erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 1.10.2014, und in der französischen Zeitung Le Figaro, 2.10.2014.

> Deutsch-französische Beziehungen – Website des Auswärtigen Amtes

Schade, dass das Auswärtige Amt nicht immer sofort ein Video einer so wichtigen Rede mitliefert, aber es wird getwittert, und so gibt es doch ein Foto:

> Point de presse de Laurent Fabius et Frank Walter Steinmeier :

> Audition conjointe à l’Assemblée nationale de Laurent Fabius et Frank-Walter Steinmeier (2 octobre 2014) – Website des Ministères des Affaires étrangères

Wie gesagt, wir hätten auch mit Freude photographiert, aber das Außenministerium in Paris twittert auch, und so können wir hier doch noch Fotos dieser außergewöhnlichen Begegnung vorzeigen:

Les journées européennes du Patrimoine au ministère des Affaires étrangères

Möglicherweise haben Sie den Besuch im französischen Außenministerium anlässlich der Journées du Patrimoine verpasst. Hier kommt der Film als Erinnerung.

8.-12. Oktober 2014: Frankfurter Buchmesse 2014

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Der Frankeich-Blog, der auch ein > Blog für Klett-Cotta ist oder umgekehrt, ist mit der Vorbereitung der Buchmesse bestens beschäftigt:

1. Termine sind gemacht, Liste mit den Termine ist gedruckt.

2. Wir freuen uns auf die Begegnung mit Pierre Lemaître, dessen Buch > Wir sehen uns dort oben, am 25. 10. 2014 in der Übersetzung von Antje Peter bei > Klett-Cotta erscheinen wird.

3. Die Liste der > Verlage der Klett Gruppe auf der Frankfurter Buchmesse ist online.

4. Der Gruß an die Twitter-Gemeinde ist verschickt:

und

finden Sie wie gewohnt immer > online und in Halle 3.1 C143.

Und der Blogautor als > Autor am Stand Donnerstag 9.10., 13 h:

Le numérique à l’école

Alain Juppé, Maire de Bordeaux, et François Hollande, président de la Répuublique, soutiennent le développement du numérique à l`école :

> Chefsache: Un grand plan numérique pour l’école – 2 septembre 2014

Lust auf ein spannendes Abenteuer? Sechs Monate nach Frankreich? Voltaire-Austauschprogramm 2015/16

Voltaire (1694-1778) – u.a. Traité sur la tolérance, 1763, ist der Namensgeber für das Stipendienprogramm Voltaire, 1998 beim deutsch-französischen Gipfel in Potsdam auf Anregung von Brigitte Sauzay von beiden Regierungen ins Leben gerufen wurd. Dieses einjährige Schüleraustauschprogramm bietet Schülern der 9. und 10. Klasse und der „Seconde“ die Möglichkeit, für 6 Monate die Schule des Nachbarlandes zu besuchen. Seit 2011 ist das Programm auch in Ausnahmefällen für die 8. Klasse und Schüler der „Troisième“ sowie für Schüler von deutschen oder französischen Berufsschulen geöffnet.

Die Teilnahme am Voltaire-Programm wird für Eich eines der wichtigsten Schulerlebnisse Eurer Schulzeit werden, sagt der Autor dieses Blogs.

Die Ausschreibung für das Programmjahr 2015/16 ist online. Wir freuen uns über jede Bewerbung! Diese sind bis zum Herbst möglich. Bewerber aus Frankreich müssen bis spätestens 10. November ihre Bewerbung beim Schulleiter einreichen. Bewerber aus Deutschland reichen ihre Bewerbung im Laufe des Monats Oktober (Daten abweichend je nach Bundesland) bei der zuständigen Schulbehörde ein.

Warum noch warten?

> Online-Bewerbung:

> Infos zum Voltaire-Programm:

Nicht mehr sprachlos sein:
Les termes du monde numérique

> Web 2.0 im Französischunterricht

Referent: Heiner Wittmann (Ernst Klett Verlag)
Ort Institut français Stuttgart, Schloßstraße 51, 70174 Stuttgart
Freitag 17.10. 2014 Uhrzeit 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Eintritt frei
Kartenreservierung h.wittmann@klett-gruppe.de
Veranstalter: Ernst Klett Verlag

Nein, ich bin kein Freund von Twitter. Hunderte von Meldungen im 140 Zeichen-Format, deren Autoren meistens nur auf ihre tollen Inhalte verweisen wollen. Jedes Tweet verlangt. Ein Nachdenken, was das denn nun wieder soll. Es werden kaum Tweets, pardon Kurzmeldungen in Form eines netten Aperçus geschrieben, eine nette Bemerkung, eben in Form eines Aphorismus. Aber wenn die Abgeordneten in der Nationalversamlung Fragen an die Regierung stellen und man kann zumindest als Zaungast per Twitter > 10. September 2014 – 15 h : Questions au gouvernement #QAG an diesem Geschehen kommentierend teilnehmen, dann hat dieser Kurznachrichten-/Kommentardienst auch wieder seine guten Seiten und sogar der Bundestag kann daran etwas lernen. Oder Shcüler könnten sich im Rahmen ihres Unterrichtsthemas Deutsch-französische Beziehungen mit geschickt gewählten Frage-/Suchwörterkombinationen einen Überblick dar´über verschaffen, was die 140-Zeichen-Gemeinde gerade so zu der > deutsch-französischen Kooperation zwitschert. Guckt man das Gezwitscherei durch, hat man nach 50 -80 Tweets eine ganz ansehnliche Liste der Themen, die gerade en vogue sind.

Manchmal finden sich auch interessante Meldungen in dieser Flut; diese hier passt zu dem Workshop, den wir gerade vorbereiten:

https://twitter.com/netpublic/status/517209879669657600

> Werkzeuge für das Web 2.0 im Französischunterricht

Deutschland-Frankreich – Vergleich (IV): Fragestunden an die Regierungen

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat sich kürzlich über die Bundesregierung verärgert gezeigt. Anlass war die Abwesenheit der Minister während der Fragestunde im deutschen Bundestag.

Eine gute Gelegenheit, diese Nachricht mit einer früheren Meldung auf unserem Blog über die Fragestunde in der Nationalversammlung zu vergleichen:

Deutschland:

26. September 2014 09:03
Robert Roßmann > Abwesende Minister im Bundestag Lammert droht Regierung – Süddeutsche Zeitung, 26.9.2014

Fehlende Regierungsbeteiligung im Bundestag

Frankreich:

Hier nehmen die Abgeordneten die Minister in die Zange. Außerdem kann die Twitter-Gemeinde Fragen stellen.

> 10. September 2014 – 15 h : Questions au gouvernement #QAG

Noch mehr Vergleiche auf unserem Blog:

> Vergleich (III): September 2014: die Außenpolitik Frankreichs und Deutschlands
> Der Vergleich II. Deutsch-französische Kooperation. Eine Woche im August 2014
Der Vergleich (I)
28 août 2014 : La Conférence des Ambassadeurs à Paris – 25. August 2014: Botschafterkonferenz in Berlin

23. 9. 2014: Die Rede von Premierminister Manuel Valls vor dem BDI

Premierminister Manuel Valls hielt am 23. September 2014 einen Vortrag bei der Jahrestagung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Er unterstrich denReformwillen Frankreichs und die Entschlossenheit seiner Regierung in Zusammenarbeit mit Deutschland, alles dafür zu tun, damit dass Europa vorankomme:

„Wie Sie wahrscheinlich wissen, spricht man in Frankreich viel von Deutschland. Man lobt seine Erfolge. Vor allem die seiner Industrie.
Man lobt auch die Reformen, die Deutschland zu Beginn der 2000er Jahre erfolgreich durchgeführt hat. Diese Phase, in der Ihr Land von einigen als „der kranke Mann Europas“ bezeichnet wurde. Gerhard Schröder hat es damals verstanden, mutige Reformen umzusetzen, um ein beschäftigungsförderndes Umfeld zu schaffen. Viele sehen übrigens in dieser Entschlossenheit eine Quelle der Inspiration für Frankreich.“

„Jedes Mal, wenn Europa einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht hat“, sagte der Premierminister, „wurde dies möglich, weil unsere beiden Länder mit einer Stimme gesprochen haben. Und in der heutigen Welt, die von zahlreichen Bedrohungen, von zahlreichen Destabilisierungsfaktoren geprägt ist, brauchen wir ein starkes Europa, das in der Lage ist, sein Gewicht auf dem internationalen Parkett zur Geltung zu bringen. Und ein starkes Europa ist in erster Linie ein Europa, das wieder zum Wirtschaftswachstum und zu den Handlungsspielräumen zurückfindet, an denen es ihm heute mangelt.“

> Premierminister Manuel Valls vor dem BDI – über die Webste der Französischen Botschaft

Auf unserem Blog:

> Les réformes en France
> Premierminister Manuel Valls in Deutschland
> 18. September 2014: Die Pressekonferenz von Staatspräsident François Hollande
> Rapports, feuilles de route, mémoires: Les projets du gouvernement français
> La France en 2025
> Frankreich plant für 2015 eine große Steuerreform
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