Die Medina in Fès
Noch ein Nachtrag zur Reise nach Marokko… dort gab es einfach nicht genug Zeit zu schreiben. Am Freitag, 26. 11., haben mir zwei Studenten aus dem Philosophischen Seminar das Volkskunstmuseum Musée de Batha und die Medina gezeigt und am Samstag hat mich dort Professor Bennani geführt. 400 000 Einwohner hat die Medina von Fès, und seit 1976 hat die UNESCO die Medina auf die Liste des schützenswerten Weltkulturerbes gesetzt. Seitdem gibt es umfangreiche Projekte, um die Infrastruktur der Medina zu restaurieren. Fahrzeuge gibt es in der Medina nicht, dazu sind die Gassen zu eng. Alle Transporte werden auf dem Rücken von Eseln ausgeführt.
Im Atelier von Hassan Jamil, (N° 10 Sid Al Akoudi, Fondouk Lihoudi) der kürzlich eine Ausstellung im Café Mezzo in Hannover hatte, fanden wir wunderbare Bilder, die die Medina im Überblick und einzelne Gassen zeigen. Eine Orientierung in dem Gewirr von Gassen ist nicht einfach, so war ich meinen Begleitern sehr dankbar, die mir bei diesen Rundgängen so viele interessante Eindrücke verschafft haben. Am Montag gab es dann in der Universität von Fès um 10 Uhr einen Vortrag über Camus und die Kunst. Nach dem Vortrag stellten die Studenten eine Stunde lang Fragen vor allem nach dem Zusammenhang von Kunst und Moral. Am Dienstag gings mit dem Zug nach Rabat und dort, wie bereits berichtet, ins Goethe-Institut.


Zu der Marokko-Reise hatte mich das Goethe-Institut von Rabat eingeladen. Nach den Vorträgen in Fès ging es mit der Eisenbahn am 31. Oktober nach Rabat. Dort empfing mich der Leiter des Goethe-Instituts, Dieter Strauss. Zusammen sind wir dann am Mittwoch zu der Germanistischen Abteilung der Universität Rabat gefahren. Dort fand der Vortrag über Schiller und Sartre auf deutsch statt: „Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit,“ schrieb Friedrich Schiller und Jean-Paul Sartre verstand die Kunst als einen Appell an die Freiheit. Beide teilten die Überzeugung, daß die Kunst als Garant der Freiheit den Ideologien, jeder Unterdrückung und somit auch der Politik immer überlegen ist. Beide lebten in unterschiedlichen Epochen und beide wiesen mit ihren eignen Werken auf den unauflöslichen Zusammenhang zwischen der Freiheit und der Kunst hin. Beide hinterlassen eine Art gemeinsames Vermächtnis, das auch heute noch die Verpflichtung der Künstler und Intellektuellen gegenüber der Kunst beschreibt.“
Le premier jour à Fès, la conférence Sartre et l’esthétique a eu lieu à 14 h 30 suivie d’un séminaire sur Qu’est-ce que la littérature? qui a été repris le lendemain à 10 heures. Les étudiants avaient tous lu le livre et ils avaient donc parfaitement préparé le séminaire. Lundi matin, la conférence sur Camus et l’art aura lieu à 10 heures. L’accueil chaleureux par les professeurs et les étudiants de l’Université de Fès m’a beaucoup impressioné.