Festschrift der VdF 50. Jahrestag des deutsch-französischen Vertrages

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Am 2. März 2013 wurde dem Kulturrat der französischen Botschaft in Berlin und Direktor des Institut Français Deutschland Emmanuel Suard die Festschrift der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer zum 50. Jahrestag des deutsch-französischen Vertrages – Französisch heute in Deutschland: zu den Früchten des Elysée-Vertrages für den Französischunterricht für den französischen Botschafter in Berlin > Maurice Gourdault-Montagne überreicht. Der Festakt fand als Höhepunkt am Ende des Bundeskongresses statt, der vom 26. Februar bis 1.März an der Ruhr-Universität in Bochum statt.

Die Festschrift wurde in Zusammenarbeit mit dem Ernst Klett Verlag, Christa Weck und Nikolaus Keller, realisiert.

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Vergrößern mit einem Klick. Foto: v. l. Andreas Nieweler, Christa Weck, Ulrike C. Lange, Emmanuel Suard, Dr. Bernd Schmidt – Copyright H. Wittmann

Dr. Bernd Schmidt hatte die Idee zu dieser Festschrift. Alle Landesverbände der VdF sollten die Situation des Französischunterrichts in ihrem Bundesland beschreiben. Ulrike C. Lange, die Bundesvorsitzenden der VdF kann in ihrem Vorwort unter der Überschrift: Le français est fort ! eine gute Nachricht mitteilen: „Dem Französischen in Deutschland geht es viel besser, als oft vermutet wird und noch nie zuvor haben, in absoluten Zahlen gesprochen, mehr junge Menschen hierzulande Französisch gelernt, wie Marcus Reinfried in dieser Festschrift (vgl. S. 14) erläutert. Französisch behauptet sich nach wie vor als zweitwichtigste Fremdsprache in Deutschland und auch wenn die Sprache vor allem in der Sekundarstufe II Verluste zu beklagen hat, lernen an deutschen Gymnasien immerhin 41 % der Schülerinnen und Schüler Französisch, mehr als 21 % der Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur.“ (S. 12)

festschrift-vdf-klett-2013-500Und sie fügt u.a. hinzu: „In einer heutigen Welt, in der beruflicher Erfolg mehr denn je zählt, stellt sich derjenige, der in Deutschland Französisch kann, beruflich sehr gut auf, ist Frankreich doch unser größter Handelspartner, und qualifizierte junge Menschen mit gutem Französisch werden überall gesucht. Und schließlich, und das ist der zentrale Anlass, zu dem diese Festschrift entstanden ist, sind Frankreich und Deutschland den weiten Weg von
Erbfeinden zu Freunden gegangen und verkörpern heute die europäische Mitte.“

Autoren aus 16 Bundesländern berichten über den Französischunterricht: „Es wurde die Idee aufgeworfen, dem französischen Botschafter in Deutschland ein Geschenk zu machen in Form einer Publikation, die einen Überblick über die Aktivitäten der VdF und das Französische in den 16 Bundesländern geben wollte. Für diese mutige Idee sind wir Bernd Schmidt außerordentlich dankbar, der sie nicht nur zuerst formulierte, sondern sich auch unbeirrt und stets optimistisch für die Verwirklichung derselben eingesetzt hat. In der Folge ist daraus ein echtes Gemeinschaftsprodukt geworden, zu dem viele Personen in unterschiedlicher Weise, aber vor allem als Autorinnen und Autoren, beigetragen haben. Ihnen allen sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank ausgesprochen. Ebenso gilt unser Dank dem Ernst Klett Verlag, der unsere Texte in Buchform gebracht hat.“

> Berichte zum Bundeskongress der Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer VDF auf diesem Blog

Daniel Cohn-Bendit erhält den Deutsch-Französischen Medienpreis 2013

[Pressemitteilung zum Deutsch-Französischer Journalistenpreis c/o Saarländischer Rundfunk:) Der in Frankreich gebürtige deutsche Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit wird mit dem Deutsch-Französischen Medienpreis 2013 geehrt.

Daniel Cohn-Bendit hat vom Beginn seiner politischen Karriere als Sprecher der studentischen Unruhen 1968 in Paris bis zu seiner heutigen Funktion als Co-Vorsitzender der grünen Fraktion im Europäischen Parlament auf beiden Seiten der deutsch-französischen Grenze gelebt und die politische Debatte geprägt. Wahrhaftigkeit und Authentizität sind in dieser Zeit zu seinen Markenzeichen geworden. Das vehemente und konsequente Eintreten für die europäische Integration und die Fortentwicklung der europäischen Demokratie haben Daniel Cohn-Bendit darüber hinaus zu einer Ausnahmeerscheinung auf dem politischen Parkett sowohl in Deutschland als auch in Frankreich gemacht. Durch seine kritische Auseinandersetzung mit den Schwachstellen der politischen Systeme in beiden Ländern sowie der Europäischen Union genießt er inzwischen großen Respekt und Anerkennung in über alle Parteigrenzen hinweg. Mit seinem engagierten und nachdrücklichen Eintreten für seine Ziele – nicht zuletzt in den Medien – hat Daniel Cohn-Bendit in den letzten Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zum politischen Diskurs und zur politischen Kultur in Europa geleistet.

Der Vorsitzende des Deutsch-Französischen Journalistenpreises und Intendant des Saarländischen Rundfunks, Prof. Thomas Kleist, unterstreicht die Bedeutung der Wahl: „Der Deutsch-Französische Journalistenpreis wurde vor 30 Jahren auf der Grundlage des Elysée-Vertrages zum ersten Mal vergeben. Die diesjährige Preisverleihung bildet den Abschluss des Deutsch-Französischen Jahres, mit dem beide Länder den 50. Jahrestag eben dieses Vertrages feiern. Wir freuen uns, in diesem doppelten Jubiläumsjahr einen Menschen mit dem Medienpreis auszuzeichnen, dessen Biografie die Zielsetzungen des Preises in herausragender Weise versinnbildlicht: langjähriges, intensives Engagement auf deutsch-französischer Ebene, verbunden mit einer deutlich europäischen Ausprägung.“

Der Deutsch-Französische Medienpreis wird an in den Medien tätige oder präsente Personen oder Organisationen vergeben, die sich in ihrem Schaffen besonders für die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich im europäischen Kontext engagiert haben. Die Auszeichnung gehört zum Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP), der 1983 vom Saarländischen Rundfunk ins Leben gerufen wurde und inzwischen von ARTE, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, Deutschlandradio, France Télévisions, Radio France, Le Républicain Lorrain, der Robert Bosch Stiftung, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und dem ZDF mitgetragen wird.

Mit dem Deutsch-Französischen Medienpreis wurden bisher Tomi Ungerer, Simone Veil, Volker Schlöndorff und > Alfred Grosser ausgezeichnet.

Die Verleihung findet am Donnerstag, 4. Juli 2013, um 18.00 Uhr im französischen Außenministerium in Paris statt. Dabei werden neben dem Medienpreisträger Journalistinnen und Journalistinnen in den Kategorien Audio, Video, Textbeitrag und Multimedia ausgezeichnet, die mit ihren Arbeiten in besonderer Weise zu einem besseren Verständnis zwischen Frankreich und Deutschland im europäischen Kontext beitragen. Die Nominierungen in diesen Kategorien werden im April bekannt gegeben.

> www.dfjp.eu

Stuttgarter Kriminacht-Eröffnungslesung
Dominique Manotti, Das schwarze Korps

Die diesjährigen Stuttgarter Kriminächte, die der Verein Stuttgarter Kriminächte e.V. zum vierten Mal ausrichtet, werden mit einer Lesung im Wilhelmspalais eröffnet: Die französische Romanautorin und Historikerin Dominique Manotti liest aus ihrem spannenden Krimi “Das schwarze Korps”.

Zur Einstimmung auf die Lesung sind um 19.30 eine Begrüßung sowie eine musikalische Einlage vorgesehen. Deutsche Stimme und deutsch-französische Moderation: Iris Konopik

Musik: > Ann-Sophie Klett (Gesang), Sergeji Riazanov (Akkordeon)

> Infos zu dieser Veranstaltung – Website des Institut français

Die CDs von Ann Sophie Klett sind bei der > edition-fant erhältlich.

Dienstag, 5. März, Einlass 19 Uhr, gegen 20 Uhr beginnt die Lesung.
Wilhelmspalais, 1.Stock, Konrad-Adenauer-Straße 2, 70173 Stuttgart
Eintritt: 18 Euro , Mitglieder 16 Euro inkl. VVK-Gebühren

Kartenreservierung: > www.stuttgarter-kriminaechte.de oder über ReserviX unter Tel.01805/700733 (0,14 Eur./Min. aus dem dt. Festnetz)

Veranstalter: Verein Stuttgarter Kriminächte e.V. in Kooperation mit dem > Institut français in Stuttgart sowie der Buchhandlung Under-Cover

Die Eröffnungsrede von Professor Kolboom auf dem VDF-Bundeskongress in Bochum

Der VDF-Bundeskongress fand in der Ruhr-Universität in Bochum vom 28.2. bis 2.3.2013 statt. Professor Dr. Dr. h.c. Ingo Kolboom (Dresden) hielt den Eröffnungsvortrag mit dem Titel – gemäß des Mottos des Kongresses – ”Faire vivre le français”. Folgt man ihm, darf sich der Französischunterricht nicht allein auf Grammatik und Sprachvermittlung beschränken. Außer der Literatur gehören auch alle Themen, die zum Verständnis unseres Nachbarlandes notwendig sind, zum Französischunterricht. Prof. Kolboom gab in sechs Punkten eine Antwort auf das Motto dieses Kongresses. “Auf den Punkt gebracht, lautet meine Frage: ‘Was heißt dieses Motto für uns hier in Deutschland?’” U. a. war seine Rede ein Plädoyer dafür, die gesellschaftswissenschaftlichen Themen im Studium und folglich auch im Französischunterricht zu stärken, getreu den Anmerkungen zum Vergleich von Alfred Grosser:

50 Jahre Elysée-Vertrag
32 Artikel auf diesem Blog

„Und wenn wir auf das Andere und den Anderen blicken und diese an uns selbst, an unsere Schüler oder Studenten vermitteln wollen, dann sollten wir immer versuchen, eine Brücke des Verstehens zu bauen. Das meine ich jetzt nicht im Sinne eines Brückenschlags über die Empathie, sondern über den Vergleich und möchte > Alfred Grosser, – den deutsch-französische Mittler par excellence – zitieren, der in seinem jüngsten Buch >Die Freude und der Tod. Eine Lebensbilanz (Rowohlt 2011) schreibt: „Für mich ist die Grundlage der Wissenschaftlichkeit der Vergleich. Nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch im allgemeinen Denken.‘ (S. 30) ‚Das Wort ‚unvergleichbar’ ist genauso dumm wie das Wort ‚undenkbar’. Wenn man etwas als undenkbar bezeichnet, so nur, weil man es gerade gedacht hat. Unvergleichbar bedeutet einmalig schön oder einmalig furchtbar. Die Feststellung ist nur logisch möglich, wenn
man mit anderen verglichen hat.'(S.31)“

Der Frankreich-Blog war wieder unterwegs mit dem > transportablen TV-Studio. Bisher schon mehr als 8 Stunden Videos in 43 Sendungen auf diesem Blog:

P.S. Eine Rückkopplung störte die ersten sechs Minuten der Aufnahme

„Wenn also der Frankoromanistenverband in seiner Resolution an „alle entscheidenden Instanzen“ appelliert, „den deutsch-französischen Beziehungen das Gewicht zu geben, das ihnen zukommt“, dann sollten die deutschen Romanisten es ihren germanistischen Kollegen im Ausland nachmachen und neben den Literatur- und Sprachwissenschaften endlich einen in Lehre und Forschung gleichberechtigten Bereich mit gesellschaftswissenschaftlich ausgerichteten Kulturraum-Professuren zulassen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, es war nicht die Politik, die das seit 1973 verhindert! Es war das Fach selbst, indem es die notwendig wissenschaftliche Beschäftigung mit einem Land als bloßes Orientierungswissen marginalisierte und zuletzt mit der Trompe-l’oeil-Formel „Französische Literatur- und Kulturwissenschaften“ einen Anspruch auf fachlich-thematische Allmacht über alles ausdehnte, was nicht Sprachwissenschaft und Fachdidaktik ist. Ist Sprache etwa keine Angelegenheit der Kultur? Ist nicht alles Kultur, wie es schon Edward B. Tylor 1871 oder später Max Weber postulierten? Warum also keine Lehrstühle auch für „Gesellschafts- und Kulturwissenschaften“ frankophoner Länder und Regionen?“

> Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Dr. Ingo Kolboom *.pdf

VDF-Bundeskongress in Bochum – Fotos I

Der VDF-Bundeskongress fand in der Ruhr-Universität in Bochum vom 28.2. bis 2.3.2013 statt.

Eröffnung des Kongresses des VDF-Bundeskongress am Donnerstag, 28.2.2013, 14-15.30 Uhr:

Prof. Dr. Peter Drewek Dekan der Professional School RUB
Romanisches Seminar der RUB: Prof. Dr. Gerald Bernhard
Dr. Thérèse Behrouz, Botschaft
Ulrike C. Lange, Bundesvorsitzende der VdF
Raymond Gevaert, Vize-Präsident der Fédération Internationale des Professeurs de Français
Musikalische Begrüßung: Französische Lieder, Chöre der Hildegardisschule Bochum, Leitung: E. Esch

Impulsvortrag: Prof. Dr. Dr. Ingo Kolboom: (Faire) Vivre le français
Text und Video folgt hier

VDF – Bundeskongress in Bochum

Bin mit Koffer und Stativ und sehr vielen interessanten Eindrücken wieder zu Hause. Und fast 10 GBs Fotos und Videos. Morgen früh wird alles geordnet, bearbeitet und dann erscheint hier das Fotoalbum vom Kongress. Fand den Empfang durch den Vorstand in Bochum so toll. Sehr beeindruckend, wie in zwei Tagen die ganze Vielfalt aller möglichen Themen für den Französischunterricht vorgeführt wurde. Bedenkt man diese Vielfalt, darf man sich schon ein bisschen wundern, wieso nicht mehr Schüler in der Oberstufe dieses Fach wählen. Und am Ende des Kongresses wurde die Festschrift überreicht! Ab morgen abend hier mehr.

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