Lehrerfortbildung: Journée de la francophonie: Fokus Afrika

19. März 2017 von H. Wittmann



> Francophonie
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Freitag, 24. März, ab 14.30 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart Im Rahmen der > Internationalen Woche der Frankophonie (18.-26.3. 2017) lädt das Institut français mit dem Journée de la francophonie dazu ein, politische, kulturelle und literarische Aspekte der Frankophonie unter dem Blickwinkel „Fokus Afrika“ zu entdecken. Während sich der erste Teil mit einer Fortbildung und Vorträgen zunächst speziell an LehrerInnen richtet, ist das anschließende Programm mit einer Lesung, Konzert und Filmvorführung frei für alle Interessierten.

Programm Teil 1 (Nur für LehrerInnen): 14.30 Uhr Vortrag « La Francophonie, une idée qui fait son chemin »
Das noch recht junge Konzept der Frankophonie zieht politisch wie kulturell eine neue Grenze des Französischen. Im Rückgriff auf die Schlüsselworte Diversität, Zusammenarbeit, Austausch, Entwicklung und Dialog erfordert das Konzept eine andere Perspektive auf die Welt und findet sich in einer neuen internationalen Gesamtheit wieder, in der mit der zunehmenden Länderzahl vielfältigste geographische, politische und religiöse Horizonte aufeinandertreffen.
Referent: Jacques Pécheur, ehemaliger Leiter der Abteilung Langue française des Institut français Paris und Chefredakteur der Zeitschrift Le Français dans le monde

15.45 Uhr Vortrag « 1960-2010 : 50 années d’indépendances africaines ? 50 années de création littéraire ! »
50 Jahre wirtschaftliche Unabhängigkeit machen sich nicht nur in der Politik bemerkbar, sondern stehen zweifellos auch für 50 Jahre Kreativität im literarischen Schaffen. Produktive Jahre, in denen afrikanische Schriftsteller Verleger und ein neues Publikum überzeugen konnten und so Stück für Stück die Buchhandlungen und die Weltbibliothek eroberten.
Referent: Bernard Magnier, Journalist und Herausgeber der Reihe Lettres africaines (Actes Sud), Experte für afrikanische Literatur und Kurator verschiedener Ausstellungen: Théâtres d’Afrique noire (Centre Georges Pompidou, 1984), Littératures d’Afrique Noire de A à Z (ADPF, 1991), Sony Labou Tansi (1947-1995) du Congo au monde (BFM Limoges 2015).
Die Veranstaltungen finden auf Französisch statt. Der Eintritt ist frei. Anmeldung erforderlich: > praktikant.ling.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711 / 239 25 24

Programm Teil 2 (für alle): 17.00 Uhr
Lesung & Gespräch: Janis Otsiemi „Libreville“

In seinem Kriminalroman beschreibt der gabunesische Schriftsteller Janis Otsiemi die komplizierte Aufklärung eines politischen Mordes und gibt Einblicke in die Verstrickungen von Macht, Politik und Korruption: Ein Jahr vor den Wahlen wird ein Journalist am Strand von Libreville nahe dem Palast des Präsidenten der Republik mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Aufgrund seiner kritischen Berichterstattung über die Ermordung des Sicherheitschefs der gabunischen Verteidigung und seiner Untersuchungen über die heimlichen wirtschaftlichen Beziehungen in Ghana war er den Mächtigen des Landes ein Dorn im Auge. Mit den Ermittlungen im Mordfall werden zwei Polizisten beauftragt, die ohne die bei uns übliche DNA-Analyse und Forensik auskommen müssen und auf Zeugenaussagen und Informanten angewiesen sind.

18.00 Uhr Buffet mit Musik: Duo Biaba-Sahbai
Der Komponist, Sänger und Gitarrist Landry Biaba wuchs in Kamerun auf, wo er sich bereits als Kind seine erste Gitarre mit Saiten aus Bremszügen alter Fahrräder baute. Sein Musikstil ist nicht minder kreativ: Mit der originellen Mischung aus Jazz, Pop, Bossa Nova und der traditionellen Musik seines Heimatlandes – Mangambeu und Bikutsi – geht er gemeinsam mit seinem Jazzpianisten Sam Sahbai über die kulturellen und musikalischen Grenzen hinaus. Mit einer Musik, die eine Hymne an die Hoffnung und die Toleranz sein will, laden die beiden zur Entdeckung ihres komplexen, musikalischen Universums ein.

19.00 Uhr Filmvorführung: „Aya de Yopougon“
Der auf dem gleichnamigen Comic von Marguerite Abouet und Clément Oubrerie basierende Animationsfilm (F 2013, 84 Min., OmeU) rückt fernab aller westlichen Klischees das turbulente afrikanische Alltagsleben der drei jungen Frauen Aya, Adjoua und Bintou in den Mittelpunkt. Sie sind Freundinnen und leben Ende der 1970er-Jahre in der ivorischen Metropole Abidjan – während die 19-jährige Aya von einer Zukunft als Ärztin träumt, schlagen sich Adjoua und Bintou die Nächte in den örtlichen Tanzbars um die Ohren und rauben ihrer Freundin mit ihren chaotischen Liebschaften den letzten Nerv…
Die Veranstaltungen finden auf Französisch statt.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung erforderlich unter: info.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711 239 25 13
Veranstalter: Institut français Stuttgart und Forum Afrikanum Stuttgart.
Mit freundlicher Unterstützung der Dr. Karl Eisele & Elisabeth Eisele Stiftung.

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