Dr. habil. Landry Charrier studierte an den Universitäten von Nantes und Düsseldorf. Kandry Charrier Absolvent des Collège des Hautes Etudes de l’Institut Diplomatique (Paris), Mitglied der CNRS-Forschungseinheit SIRICE (Sorbonne, Paris), Senior Associate Fellow am Global Governance Institute (Brüssel) und Ko-Produzent des > Frankreich-Podcasts „Franko-viel“. Im März 2023 hat er die Leitung der traditionsreichen > deutsch-französischen Zeitschrift Dokumente übernommen.
Heute konnte unsere Redaktion Herrn Charrier zunächst nach dem Staatsbesuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Deutschland befragen. Welche Erwartungen
sind an diesen Besuch geknüpft? Unser Gesprächspartner erinnerte, dass es u. a. auch darum gehe, das Gemeinsame in den Fokus rücken: passiere doch sehr viel unter dem Radar – wichtige Fortschritte, bei Themen, die schwer zu vermitteln sind. Und es gehe auch um die Vermittlung von Emotionen und Empathie.
Es geht auch um Unterschiede, bei denen manchmal Kompromisse nicht möglich seien, dies zeit sich auch im Kontext des Kriegs in der Ukraine. Was lehrt uns der Krieg in er Ukraine, haben wir Charrier gefragt.
Der Blick auf die > Europawahlen am 9. Juni 2024 lässt, betrachtet man den Höhenflug in den Umfragen des Rassemblement national, Schlimmes befürchten? Welche Konsequenzen wird das Erstarken der extremen Partien auf die deutsch-französischen Beziehungen haben? Was verspricht Maine le Pen im Falle ihres Sieges 2027 deutsch-französischen Kooperation?
Les deux extraits de vidéo vous donne quelques repères.
1. Écrivez un article pour votre journal du lycée en français: L’enjeu de la coopération franco-allemande. ?
2. Pourqoui nos démocraties sont-elles menacées?
3. Imaginez l’ordre de jour pour les entretiens entre le Président Emmanuel Macron et le Chancelier Olaf Scholz.
Staatspräsident Emmanuel Macron kommt vom 26. bis 28. Mai zu einem Staatsbesuch nach Deutschland. Der Auftakt war sein Besuch, zusammen mit Bundespräsident Frank-Walter Seinmeier beim Fest zum 75. Bestehen des Grundgesetzes:.
Zwei Auszüge aus einer ersten Stellungnahme von Emmanuel Macron geben den Ton des Buches an: Zuerst äußert sich der Präsident zur deutsch-französischen Partnerschaft und dann zur Bedeutung der Demokratie.
Beide Filmausschnitte eigenen sich für die Projektion im Französischunterricht:
Was sagt der Präsident? Welche Wünsche verbindet er mit der deutsch-französischen Kooperation? Was sagt er über Krise der Demokratie? Welche Stärken haben die Demokratien? Was wäre, wenn die Nationalisten in Europe gewännen? Schüler/innen sollten beide Filmausschnitte ansehen, resümieren und in der Klasse darüber diskutieren.
Staatspräsident Emmanuel Macron kommt vom 26. bis 28. Mai zu einem Staatsbesuch nach Deutschland. Wir zeigen hier die Pressekonferenz, bei der der französische Präsident zusammen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach ihren Statements Fragen der Journalisten beantwortet haben:
1. Choisssez une fiche de travail et résumez en une page les propos du Président.
2. Qu’est-ce que le Président dit sur les relations franco-allemandes… sur la montée des nationalismes ?
3. Discutez ce sujet en classe.
Der Staatsbesuch von Emmanuel Macron in Deutschland vom 26. bis 28. Mai wird für die Bundesregierung sicher eine willkommene Gelegenheit sein, auf die 2. Sorbonne Rede des Staatspräsidenten zu antworten:
Herr Professor Ringel, Der Staatsbesuch des französischen Staatspräsidenten in Deutschland steht bevor. Was würden sie auf die Tagesordnung für die Gespräche zwischen Emanuel Macron und Olaf Scholz notieren?
Sicher, in den vergangenen Jahren wurde bei jedem deutsch-französischem Gipfel Einigkeit demonstriert und immer wieder gebetsmühlenartig die Vertiefung der beiderseitigen Beziehungen versprochen. Wie sagte Alfred Grosser in dem genannten Interview: Der Elyseevertrag sei ohne Inhalte gewesen (was nicht ganz stimmt), habe aber eine große Symbolik gehabt, und der Aachener Vertrag habe keine Symbolik, aber viele Inhalte. Da ist etwas dran, denn liest man heute den Vertrag wieder, kann man doch schon über die gemeinsamen Möglichkeiten staunen. In diesem Sinne war der Aachener Vertrag ein Zukunftsprogramm für die deutsch-französischen Beziehungen. Und dennoch handelt es sich um viele Einzelmaßnahmen, ganz so als wenn man vor der Niederschrift des Vertrages eine Stoffsammlung gemacht hätte: Was soll da alles rein? Welches Ressort kann was beitragen? Aber eine Vision fehlt, schon gar eine gemeinsame Vision mit Frankreich: Wie geht es mit Europa weiter? Macron hat weitgehende Vorschläge vorgelegt, wie gesagt, die > europapolitischen Vorstellungen des französischen Präsidenten hat unsere Redaktion hier dokumentiert. Kaum eine Rede, geschweige, denn das Konzept im ganzen ist von Berlin aufgegriffen worden eher nur mit Schweigen beantwortet worden. Die fehlende deutsche Reaktion könnte auch dem Präsidenten zu Hause geschadet haben und den Erfolg des RN begünstigt haben. Man hat den Eindruck, dass der Tweet des Bundeskanzlers nach der > 2. Sorbonne-Rede die alleinige Antwort der Regierung geblieben ist.
Text zum #Staatsbesuch Macrons. Aus dem vergangenen Jahr zwar, aber noch aktuell: „Jetzt liegt es an einer neuen Generation, ein neues Kapitel der 🇩🇪-🇫🇷 Freundschaft zu öffnen. Aufgaben gibt es in einer sich wandelnden, multipolaren Welt wahrlich genug“. https://t.co/6gzP49OggG
Heute Morgen hatte unsere Blogredaktion Gelegenheit mit Professor Marc Ringel, dem neuen Direktor des Deutsch-Französischen Instituts DFI in Ludwgsburg über den Stand der deutsch-französischen Beziehungen zu sprechen:
Marc Ringel ist Volkswirt. Am Institut d’études politiques in Paris (Sciences Po) leitet er seit 2022 den European Chair for Sustainable Development and Climate Transition. Seit 2013 lehrte er als Professor für Umwelt- und Energieökonomie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen. Seit Februar dieses Jahrs ist er Nachfolger von Professor Frank Baasner.
Das > Deutsch-Französische Institut DFI engagiert sich seit Jahrzehnten in der Förderung der deutsch-französischen Beziehungen ganz besonders auch in ihrem europäischen Kontext. Man kann das DFI auch als ein politisch unabhängiges Kompetenzzentrum bezeichnen, fördert es doch durch Austausche und Begegnungen das Engagement der Zivilgesellschaft. Ich empfehle unseren Zuhörern mit Nachdruck den Besuch der Website Ihres Instituts www.dfi.de, auf der man alle Facetten der deutsch-französischen Beziehungen findet.
Immer wieder wird vom Stottern des deutsch-französischen Motors berichtet. Es wird angedeutet, Staatspräsident Macron und Bundeskanzler Scholz würden sich nicht so gut verstehen, obwohl sie in der Öffentlichkeit Einigkeit demonstrieren. Wie ist es Ihrer Meinung nach heute um das deutsch-französische Verhältnis bestellt?
In den beiden Teilen seiner Rede hat Macron zuerst die Erfolge der EU (auch Frankreichs) erwähnt: „Man wird ihm kaum widersprechen können, wenn er feststellte, dass Europa, und er meint damit die EU, diese Krisen (Pandemie der Brexit) gemeinschaftlich bewältigen konnte, weil die Strukturen vorhanden waren, die neue gemeinsame Lösungen, die es so vorher noch nicht gegeben hatte, ermöglichten. In diesem Zusammenhang erinnert unsere Redaktion daran, dass die EU als ein Prozess zu verstehen ist…“ hat unserer Redaktion auf dem Frankreich-Blog geschrieben, wieso werden solche Erfolge so wenig geschätzt?
Der Präsident unterstrich in seiner Sorbonne-Rede auch die Bedeutung des grünen und digitalen Wandels, sowie die Klimaziele und damit die Absicht bis 2050 CO2-neutral zu werden. Wie steht es in diesem Bereich um die deutsch-französische Kooperation?
In zehn Tagen wird Emmanuel Macron zu einem Staatsbesuch nach Deutschland kommen. Ohne Zweifel wird der Krieg der Ukraine eines der Themen in seinen Gesprächen mit der Bundesregierung sein. Aber auch Sicherheit und die Verteidigung wie auch die anstehenden Europawahlen werden auf der Tagesordnung stehen.
Die Europawahlen am 9. Juni werden einmal mehr die Zuwächse der Rechtsextremen Parteien, des Rassemblement National in Frankreich und der AfD in Deutschland zeigen. Warum gelingt es in Paris und in Berlin nicht deren Einfluss zurückzudrängen?
Herr Professor Ringel, der Frankreich-Blog richtet sich auch Schülerinnen und Schüler und soll ihnen Dimensionen der deutsch-französischen Beziehungen vermitteln, die möglicherweise im Französischunterricht zu kurz kommen. Was sagen Sie unseren Schülerinnen und Schülern, wieso sie Französisch lernen sollten und sich auch mit den deutsch-französischen Beziehungen vertraut machen sollten?
Si vous allez trop loin et que vous menacez les intérêts de la France et la sécurité de l’Europe, alors nous n’excluons rien. pic.twitter.com/OiRzczr1Lh
Emmanuel Macron s’aventure-t-il trop loin ? S’agit-il pour lui de laisser la Russie dans l’incertitude quant à la réaction de l’Occident ? Ou sa prise de position est-elle également une sorte de préparation à la visite d’Etat du 26 au 28 mai en Allemagne ? Le gouvernement allemand aura alors l’occasion de réagir au 2ème discours de la Sorbonne du président français le 25 avril 2024 (sur notre blog, il y a des fiches de travail à ce sujet), ce qui n’a malheureusement pas été fait après son 1ère discours de la Sorbonne le 26 septembre 2017. A Prague, lors de la première réunion de la première réunion de la Communauté politique européenne le chancelier Olaf Scholz a certes tenté de se rattraper, mais la réponse a toujours été plutôt réservée. La visite de Macron en Allemagne est maintenant l’occasion de tenir toutes les promesses faites lors du traité d’Aix-la-Chapelle, à savoir de mieux se concerter en matière de politique étrangère et de sécurité.
Voici notre article du 26.2.2024, lorsque cette question des troupes au sol a déjà été discutée :
Ainsi, LE MONDE cite Macron, qui aurait déclaré à THE ECONOMIST „« Je n’exclus rien, parce que nous avons face à nous quelqu’un qui n’exclut rien. Nous avons sans doute été trop hésitants en formulant les limites de notre action à quelqu’un qui n’en a plus et qui est l’agresseur. Notre capacité, c’est d’être crédible, de continuer d’aider, de donner les moyens à l’Ukraine de résister. Mais notre crédibilité passe aussi par une certaine capacité à dissuader en ne donnant pas toute la visibilité sur ce que nous ferons ou ne ferons pas », poursuit le chef de l’Etat.“
Les médias font état de divergences dans les relations franco-allemandes, notamment depuis les différences de jugement sur les perspectives de réponse à l’agression russe. Taurus, troupes au sol, livraison de munitions… sont quelques-uns des mots clés par lesquels les Européens manifestent un certain désaccord avec la Russie. Il n’est peut-être pas si bon de faire comprendre à Poutine de quelles armes on veut priver l’Ukraine…
Le 26 février 2024, lors de la Conférence internationale de soutien à Paris, le Président Emmanuel Macron a précisé, lors de la conférence de presse, en réponse à la question d’une journaliste faisant référence à la prise de position du Premier ministre slovaque qui avait évoqué avant la conférence la possibilité d’envoyer des troupes au sol, qu’il n’y avait aucun consensus sur cette question, mais que, si l’on considère la dynamique, aucune éventualité n’était à exclure, a souligné le Président. Au début, on ne parlait que de sacs de couchage et de casques, puis on a commencé à fournir des armes. Si l’on s’en tient aux informations diffusées hier soir par différents médias, on peut avoir l’impression que Macron a proposé de lui-même la possibilité d’envoyer des troupes au sol.
Nous citons ici le passage concernant les troupes au sol de sa conférence de presse :
Guerre en Ukraine: Emmanuel Macon affirme que l'envoi de troupes occidentales au sol ne peut "être exclu" pic.twitter.com/Dtpk40S9nx
En réponse au président français, le chancelier allemand Olaf Scholz a réitéré son refus d’envoyer des troupes terrestres des Etats membres de l’UE ou de l’OTAN en Ukraine… il n’y a pas encore de consensus pour un tel envoi, avait souligné Macron.
„Keine Bodentruppen, keine Soldaten auf ukrainischem Boden“ – @Bundeskanzler Olaf Scholz stellt sich klar gegen den Vorstoß des französischen Präsidenten Macron. Dieser hatte die Entsendung westlicher Soldaten in die Ukraine nicht ausgeschlossen. pic.twitter.com/cqZCyYOtvC
Der grüne Abgeordnete Anton Hofreiter nennt Macrons Ausführungen…
Scholz und Macron handelten mit ihren Aussagen zu Taurus und dem Einsatz von Bodentruppen in der #Ukraine unverantwortlich, sagt der grüne Bundestagsabgeordnete Anton Hofreiter. Man müsse Putin mit „Stärke und Klarheit“ gegenübertreten. pic.twitter.com/y52qORwNba
„le discours négligent sur les troupes au sol“, puis on l’interroge hier soir dans le heute Journal sur les troupes au sol „que Macron ne veut pas exclure“… cela donne l’impression que Macron est favorable aux troupes au sol, alors qu’il a souligné l’absence de consensus à ce sujet… mais il a aussi évoqué une dynamique qui conduit toujours à une augmentation de l’engagement… une référence cachée au désaccord sur la livraison de systèmes de grande envergure ?
Le Traité d’Aix-la-Chapelle stipule dans le paragraphe „Paix, sécurité et développement“ hinsichtlich „Europäischer Angelegenheiten“ im Artikel 3 : „Les deux États approfondissent leur coopération en matière de politique étrangère, de défense, de sécurité extérieure et intérieure et de développement tout en s’efforçant de renforcer la capacité d’action autonome de l’Europe. Ils se consultent afin de définir des positions communes sur toute décision importante touchant leurs intérêts communs et d’agir conjointement dans tous les cas où ce sera possible.“
Or, la prise de position isolée du président Macron concernant les troupes au sol et la réplique du chancelier Scholz ont donné l’impression, comme le dit Anton Hofreiter, que la relation entre le président et le chancelier semble „profondément brisée“. Il n’est pas facile de décider si le désaccord sur une question, à laquelle s’ajoute toutefois celle des livraisons d’armes, justifie le jugement pessimiste de Hofreiter.
Wagt sich Emmanuel Macron zu weit vor? Geht es ihm darum, Russland im Unklaren zu lassen, wieder Westen reagieren wird? Oder ist seine Stellungnahme auch eine Art Vorbereitung auf den Staatsbesuch vom 26.-28 Mai in Deutschland? Die deutsche Regierung wird dann auch eine Gelegenheit haben auf die 2. Sorbonne-Rede des französischen Präsidenten am 25. April 2024 (auf unserem Blog gibt es Arbeitsblätter dazu) zu reagieren, was nach seiner 1. Sorbonne-Rede am 26. September 2017 leider unterblieben ist. In Prag, anlässlich der ersten Versammlung der Europäischen Politischen Gemeinschaft hat Bundeskanzler Olaf Scholz dies zwar versucht nachzuholen, aber die Antwort fiel immer noch eher zurückhaltend aus. Der Besuch von Macron in Deutschland ist nun eine Gelegenheit alle Versprechungen, die mit dem Aachener vertrag verabredet wurden, sich nämlich in der Außen und Sicherheitspolitik besser abzustimmen.
Hier folgt unser Artikel vom 26.2.2024, als diese Frage der Bodentruppen schon einmal diskutiert wurde:
So zitiert LE MONDE Macron, der gegen über THE ECONOMIST gesagt habe: „Ich schließe nichts aus, weil wir jemanden vor uns haben, der nichts ausschließt. Wir waren zweifellos zu zögerlich, als wir die Grenzen unseres Handelns gegenüber jemandem formulierten, der keine Grenzen mehr hat und der der Aggressor ist. Unsere Fähigkeit besteht darin, glaubwürdig zu sein, weiterhin zu helfen und der Ukraine die Mittel zu geben, um Widerstand zu leisten. Aber unsere Glaubwürdigkeit besteht auch in einer gewissen Fähigkeit, abzuschrecken, indem wir nicht die volle Sichtbarkeit darüber geben, was wir tun oder nicht tun werden“, fuhr der Staatschef fort.“
Von Divergenzen im deutsch-französischen Verhältnis liest man in den Medien, besonders seit den unterschiedlichen Urteilen hinsichtlich der Perspektiven, wie auf die russische Aggression zu antworten sei. Taurus, Bodentruppen, Munitionslieferungen… lauten einige der Stichwörter, mit denen die Europäer eine gewissen Uneinigkeit gegenüber Russland zu erkennen geben. Vielleicht ist es nicht so gut, Putin zu verstehen zu geben, welche Waffen man der Ukraine vorenthalten möchte…
Am 26. Februar 2024 anlässlich der Internationale Unterstützerkonferenz in Paris hat Staatspräsident Emmanuel Macron während der Pressekonferenz auf die Frage einer Journalistin, die sich die Stellungnahme des slowakischen Ministerpräsidenten bezog, der vor der Konferenz die Möglichkeit der Entsendung von Bodentruppen erwähnt hatte, erklärt, dass es in dieser Frage keinerlei Konsens gebe, dennoch betonte der Präsident, aber betrachte man die Dynamik, so der Präsident sei keine Eventualität auszuschließen. Zuerst habe man nur von Schlafsäcken und Helme gesprochen, später wurden Waffen geliefert. Betrachtet man lediglich die Nachrichten in verschiedenen Medien von gestern Abend kann der Eindruck entstehen, Macron habe von sich aus, die Möglichkeit der Entsendung von Bodentruppen vorgeschlagen.
Wir zitieren hier die Passage zu den Bodentruppe aus seiner Pressekonferenz:
Guerre en Ukraine: Emmanuel Macon affirme que l'envoi de troupes occidentales au sol ne peut "être exclu" pic.twitter.com/Dtpk40S9nx
Als Antwort auf den französischen Präsidenten wiederholte Bundeskanzler Olaf Scholz die bisher geltende Ablehnung, Bodentruppen der EU-Staaten oder von NATO-Staaten in die Ukraine zu entsenden… für eine Entsendung gebe es bisher dazu keinen Konsens hatte Macron betont.
„Keine Bodentruppen, keine Soldaten auf ukrainischem Boden“ – @Bundeskanzler Olaf Scholz stellt sich klar gegen den Vorstoß des französischen Präsidenten Macron. Dieser hatte die Entsendung westlicher Soldaten in die Ukraine nicht ausgeschlossen. pic.twitter.com/cqZCyYOtvC
Der grüne Abgeordnete Anton Hofreiter nennt Macrons Ausführungen…
Scholz und Macron handelten mit ihren Aussagen zu Taurus und dem Einsatz von Bodentruppen in der #Ukraine unverantwortlich, sagt der grüne Bundestagsabgeordnete Anton Hofreiter. Man müsse Putin mit „Stärke und Klarheit“ gegenübertreten. pic.twitter.com/y52qORwNba
„das fahrlässige Gerede über die Bodentruppen“ und dann wird er gestern Abend im heute Journal gefragt nach den Bodentruppen, „die Macron nicht ausschließen will“… das klingt so, als befürworte Macron Bodentruppen, dabei hat er auf den fehlenden Konsens dazu hingewiesen… allerdings auch eine Dynamik angedeutet, die immer wieder zu einer Steigerung des Engagements führe… ein versteckter Hinweis auf die Uneinigkeit hinsichtlich der Lieferung weitreichender System?
Im Aachener Vertrag wurde eine Zusammenarbeit im Rahmen von „Frieden, Sicherheit und Entwicklung“ hinsichtlich „Europäischer Angelegenheiten“ im Artikel 3 vereinbart: „Beide Staaten vertiefen ihre Zusammenarbeit in Angelegenheiten der Außenpolitik, der Verteidigung, der äußeren und inneren Sicherheit und der Entwicklung und wirken zugleich auf eine Stärkung der Fähigkeit Europas hin, eigenständig zu handeln. Sie konsultieren einander mit dem Ziel, gemeinsame Standpunkte bei allen wichtigen Entscheidungen festzulegen, die ihre gemeinsamen Interessen berühren, und, wann immer möglich, gemeinsam zu handeln.“
Nun ist durch die isolierte Stellungnahme Präsident Macrons hinsichtlich der Bodentruppen und der Replik von Bundeskanzler Scholz der Eindruck entstanden, wie Anton Hofreiter sagt, dass das Verhältnis des Präsidenten und Kanzlers „zutiefst zerrüttet“ erscheint. Ob die Uneinigkeit in einer Frage, zu der allerdings auch die Frage der Waffenlieferungen kommt, die pessimistische Beurteilung Hofreiters rechtfertigt, ist nicht einfach zu entscheiden.
C’est sur notre continent que se déroule cette guerre. Ce qui se joue, c'est notre sécurité comme Européens, c'est notre avenir. pic.twitter.com/8vnI53ZZ7l
Macron hat keine Bodentruppen, sondern mehr Unterstützung für die #Ukraine gefordert & dabei auch das eigene Land in die Pflicht genommen. Das Vorgehen des Bundeskanzlers düpiert zum wiederholten Male die dt.-frz. Freundschaft und sendet ein Signal der Schwäche nach Moskau. @weltpic.twitter.com/nQP57aEgVz
Soutien à l'Ukraine : @loichervepublic (@UC_Senat) interpelle le gouvernement sur la déclaration "incompréhensible" d'Emmanuel Macron concernant l'éventuel envoi de troupes au sol. "Que signifie cette initiative dont nos propres alliés se sont aussitôt désolidarisés ?" #QAGpic.twitter.com/CQTTDBOz2s
Unsere Redaktion freut sich immer über Reaktionen unserer Leser, ganz besonders wenn sie über deutsch-französische Aktivitäten berichten, über die wir bisher keine Informationen bekommen haben. Auch die deutsch-französischen Studiengänge werden von der Deutsch-französischen Hochschule organisiert, die zu den vielen deutsch-französischen Organisationen zählt… eine Anzahl, so groß wie kein anderes Länderpaar in der Welt so eine Zahl aufweisen kann:
Anniversaire/Jubiläumsfeier/Celebration
25.05.2024, 11.h00-17h30: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, August-Bebel-Str. 89, Haus 6, H03, D-14 482 Potsdam
Programm: ellen.rusczyk@uni-potsdam.de
Otmar Seul
Vorgeschichte, Gründerjahre und europäische Impulse der integrierten Studiengänge Paris Nanterre-Potsdam
Zum 30-jährigen Jubiläum der integrierten deutsch-französischen Studiengänge der Universitäten Paris Nanterre – Potsdam in Rechtswissenschaften (1994-2024)
Für die mir erwiesene Ehre, als einer der beiden Gründungsväter der integrierten Studiengänge der Universitäten Paris Nanterre und Potsdam Rückschau auf die Anfänge dieser beispielhaften 30-jährigen Partnerschaft mit europäischer Resonanz halten zu dürfen, bedanke ich mich aufs herzlichste. Im Folgenden gehe ich auf ihre Besonderheiten sowie die Etappen ihrer Entwicklung ein.
Es fehlt nicht an Belegen, in denen diesen Studiengängen infolge ihrer Originalität eine besondere Strahlkraft zugeschrieben wird. Eine unserer Absolventinnen schreibt uns dieser Tage im Rückblick auf ihre Ausbildung während der Nullerjahre: „welch außergewöhnlicher und avantgardistischer Kursus für die damalige Zeit“! Dazu, befindet 2012 die Nanterrer Studierenden- und Ehemaligenvereinigung ACFA, bedarf es bei den Leitern der Studiengänge nicht nur eines hohen Maßes an „Willenskraft“ und „Durchsetzungsvermögen“? sondern auch eines „Schusses Verrücktheit“ (1). Die Präsidenten und Dekane der Universität Paris Nanterre werten dies als Beweis für „Erfindergeist und Dynamik“ der deutsch-französischen Studiengänge: Maurice Verdier, André Legrand und Jean-Marie Demaldent erinnern 2019 daran, dass schon die bilingualen und bi-disziplinären deutsch-französischen Doppeldiplome „Droit-Langues“ der 1980er Jahre in Nanterre Innovationen sind, die über Frankreich hinaus Modell-Charakter haben und europabezogene Kompetenzen und Kooperationen ausbilden. Curriculare Entwicklungen, die nach der Vereinigung (1990) von den deutschen Partneruniversitäten – allen voran von Potsdam – mitgetragen werden. Als Pionierleistung wird den Studiengängen nicht zuletzt der Aufbau eines „weltweiten“ Netzes von trinationalen und quadrinationalen Sommeruniversitäten in den Rechtswissenschaften angerechnet (2). …
em. Prof. Dr. Otmar SEUL, Universität Paris Nanterre
Dr. h. c. der Juristischen Fakultäten der Universitäten Potsdam (2002) und Vilnius LIT (2017)
Mitbegründer und Kodirektor (1994-2011) der integrierten Deutsch-Französischen Studiengänge in Rechtswissenschaften Paris Nanterre/Potsdam
Initiator und Kodirektor von Deutsch-Französisch-Europäischen Sommeruniversitäten für Juristen in Ost- und Südosteuropa sowie im Mittelmeerraum (seit 2004)
Siehe auch: Otmar SEUL « Apprendre l’Europe aux Jeunes : les Universités d’été franco-allemandes et européennes comme vecteur de la formation civique et citoyenne – éléments pour une synthèse géopolitique (2004-2020) », in Maxence Lureau (dir.), Mondes narratifs et normatifs entre la parole et l’image, Florence-Paris, Classi edizioni, 2021, pp. 281-296.
Les félicitations de notre rédaction les plus sincères !
Un rare honneur pour les jumeaux Felix et Till du groupe de hiphop Zweierpasch : le gouvernement francais a fait les deux musiciens de Fribourg-Kehl-Strasbourg „Chevalier des Palmes Académiques“ (Ordre national de promotion de la langue). Cette distinction a été créée en 1808 par Napoléon et est l’une des plus hautes décorations en France pour les services rendus à l’éducation. A cette occasion, une nouvelle release de Zweierpasch est disponible.
„La nouvelle de l’adoubement nous est tombée dessus sans crier gare“, racontent Felix et Till Neumann, qui vivent à Fribourg et Kehl-Strasbourg. „Quel honneur, une énorme distinction et un vent de soutien pour la suite de notre travail“, expliquent les deux rappeurs et pédagogues hip-hop de la région frontalière franco-allemande. Depuis plus de dix ans, ils s’engagent avec leur musique bilingue pour la coexistence européenne, la tolérance et la paix.
En 2018, ces deux bâtisseurs de ponts ont reçu au ministère des Affaires étrangères à Paris le prix Adenauer de Gaulle, la plus haute distinction pour l’engagement franco-allemand. Parmi les lauréats, on trouve notamment François Mitterrand, Helmut Kohl et la chanteuse Patricia Kaas. Au Quai d’Orsay, ils ont interprété en direct deux de leurs chansons et ont parlé de leur musique, de leurs projets créatifs et de leur vision de l’Europe devant un public de haut niveau.
Ils ont été anoblis en mars dernier. C’est le consul général de France Gaël de Maisonneuve qui leur a annoncé la nouvelle après la représentation du groupe à Fellbach. Le combo y a joué des chansons comme Grenzgänger Frontalier et Farbenrausch et a donné un aperçu de son concert de tramway à Strasbourg ainsi que de l‘Ecole du Flow. L’Ordre des Palmes Académiques, qui leur a été décerné, a été créé par Napoléon et récompense leurs mérites dans l’enseignement et l’entretien de la langue française.
Les certificats du Premier Ministre français Gabriel Attal viennent d’arriver au studio fribourgeois de Zweierpasch. „C’est surréaliste, nous sommes extraordinairement heureux“, écrivent les jumeaux Felix et Till. Une cérémonie officielle d’adoubement est en cours de planification, plus d’informations suivront. Pour plus d’informations sur les Palmes académiques, cliquez ici : L’Ordre des Palmes Académiques
Peu après l’adoubement, Zweierpasch a sorti la chanson „Einen Bauen“. Le clip a été réalisé à Fribourg, tourné avec deux danseuses de pole dance au club Puzzles. La chanson est une dédicace métaphorique à tous les créatifs – et un appel à plus d’estime pour le travail artistique. Avec un regard vers la France également.
Die herzlichsten Glückwünsche von unserer Redaktion und von Christa Weck, der Leiterin der Abteilung Französisch im Ernst Klett Verlag.
Seltene Ehre für die Zwillinge Felix und Till der Hiphop-Gruppe Zweierpasch: Die französische Regierung hat die beiden Musiker aus Freiburg-Kehl-Strasbourg zum „Chevalier des Palmes Académiques“ (Nationaler Orden zur Förderung der Sprache) geschlagen. Diese Auszeichnung wurde 1808 von Napoleon ins Leben gerufen und ist eine der höchsten Auszeichnungen in Frankreich für Verdienste um das Bildungswesen. Aus diesem Anlass gibt es ein neues Musikvideo von Zweierpasch.
„Die Nachricht vom Ritterschlag kam völlig unerwartet auf uns zu“, erzählen Felix und Till Neumann, die in Freiburg und Kehl-Strasbourg leben. „Was für eine Ehre, eine riesige Auszeichnung und Rückenwind für unsere weitere Arbeit“, erklären die beiden Rapper und Hip-Hop-Pädagogen aus der deutsch-französischen Grenzregion. Seit über zehn Jahren setzen sie sich mit ihrer zweisprachigen Musik für das europäische Zusammenleben, Toleranz und Frieden ein.
2018 erhielten die beiden Brückenbauer im Außenministerium in Paris den Adenauer-de-Gaulle-Preis, die höchste Auszeichnung für deutsch-französisches Engagement. Zu den Preisträgern gehörten unter anderem François Mitterrand, Helmut Kohl und die Sängerin Patricia Kaas. Im Quai d’Orsay gaben sie zwei ihrer Lieder live zum Besten und sprachen vor einem hochkarätigen Publikum über ihre Musik, ihre kreativen Projekte und ihre Vision von Europa.
Im März dieses Jahres wurden sie in den Adelsstand erhoben. Die Nachricht überbrachte ihnen der französische Generalkonsul Gael de Maisonneuve nach dem Auftritt der Band in Fellbach. Dort spielte die Combo Lieder wie Grenzgänger Frontalier und Farbenrausch und gab einen Einblick in ihr Straßenbahnkonzert in Straßburg sowie in die Ecole du Flow. Der ihnen verliehene Ordre des Palmes Académiques wurde von Napoleon ins Leben gerufen und würdigt ihre Verdienste um den Unterricht und die Pflege der französischen Sprache.
Lie Urkunden des französischen Premierministers Gabriel Attal sind soeben im Freiburger Studio Zweierpasch eingetroffen. „Es ist surreal, wir sind außerordentlich glücklich“, schreiben die Zwillinge Felix und Till. Eine offizielle Ritterschlag-Zeremonie ist derzeit in Planung, weitere Informationen folgen. Weitere Informationen über den Orden Palmes Académiques finden Sie hier : Der Orden der Akademischen Palmen
Kurz nach dem Ritterschlag veröffentlichte Zweierpasch den Song „Einen Bauen“. Das Musikvideo entstand in Freiburg und wurde mit zwei Pole-Dance-Tänzerinnen im Club Puzzles gedreht. Der Song ist eine metaphorische Widmung an alle Kreativen – und ein Aufruf zu mehr Wertschätzung für die künstlerische Arbeit. Auch mit einem Blick nach Frankreich.