#Présidentielle2017: Hendrik Uterwedde analysierte das Resultat des Ersten Wahlgangs

27. April 2017 von H. Wittmann



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> Frankreich hat gewählt: Analyse der Wahlergebnisse
Donnerstag, 27. April, 19.00 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart

Am 7. Mai wird die Stichwahl der #Présidentielle2017 stattfinden. Prof. Dr. Henrik Uterwedde, Politikwissenschaftler, Frankreich-Experte und ehemaliger stellvertretender Leiter des DFI Ludwigsburg, analysierte heute abend die > Ergebnisse die ersten Runde der #Préesidentielle2017, die am 24. April stattgefunden hat. In jeder Hinsicht hat, wenn auch ohne große Überraschung, weil so ziemlich genau vorhergesehen, das Resultat des ersten Wahlgangs politisches Neuland aufgemacht. Vier große Strömungen konnten sich Chancen auf den Einzug in den zweiten Wahlgang machen, wo alle mit den dann auch Erstplatzierten Emmanuel Macron (En Marche) und Marine Le Pen (FN) rechneten. Insofern ist diesmal die Präsenz von Le Pen kein so großer unerwarteter Schock wie 2002, als sie überraschenderweise Lionel Jospin (PS) verdrängte. Das Neue war der Sieg von Macron vor Le Pen. Bis lang, so Uterwedde scheiterte in Frankreich immer der Versuch, die Präsidentschaft von der Mitte her zu erringen, er war immer eine Schlagabtausch zwischen Links und Rechts. Macrons Sieg im Ersten Wahlgang ist ein Novum, und man darf sich fragen, ob er sich mit seinem Versuch, eine Koalition der Vernunft zu erreichen, durchsetzten werde. Atemberaubend sei sein Sieg, auch weil er der einzige Kandidat war, der so ausdrücklich eine europaorientierten Wahlkampf geführt habe. Also keine simple Globalisierungskritik ohne Perspektiven, sondern wir leben in Europa und in der Welt, und die Frage für Macron ist, was machen wir daraus? Damit könnte er auch ein Vorbild für andre Politiker werden.

Macron habe den Mut, Neuland zu betreten, das dürfe neugierig machen. Und man darf hinzufügen, dass die Zeit in Frankreich für einen solchen Versuch vielleicht wirklich reif ist. Zu lange wurden sinnvolle Reformen der Linken schnell wieder von den Rechten oder gar von der Rue kassiert, bevor dann die Rechte oder Linke nach einer kurzen Verschnaufpause, wieder ihrerseits mit einem Reformansatz startete, der natürlich wieder scheiterte, weil entweder der Mut fehlte, oder die Straße schon wieder voll war. Damit gibt es bei manchen notwendigen Reformen, wie die Finanzierbarkeit der Renten oder die Berufsausbildung oder die Anpassungen auf dem Arbeitsmarkt, um Jugendlichen den Berufseintritt zu erleichtern (> Conférence à Montpellier, 28 février 2017. Emploi : L’accès au premier emploi en France et en Allemagne avec une bibliographie et une sitographie) und ihnen die Demütigung mit Monatsverträgen zu ersparen, gar keinen Grund sie als besonders liberal zu bezeichnen, sondern schlicht als Ausdruck einer wirtschaftlichen Vernunft.

Über die Zeit nach dem 2. Wahlgang mochte Hendrik Uterwedde noch nicht so recht reden, denn erst am 24. April steht abends das Ergebnis wirklich fest, und erst danach ist eine Wahl wirklich erst beendet. Natürlich gebe es noch Unsicherheiten: Jean-Luc Mélenchon, dessen Programm Uterwedde auch in der Nähe der Extremisten sieht, habe auch Benoît Hamon zugesetzt, der nur noch einen kleinen Raum für seine 6 % fand. Und da sind noch andere, die sich (noch nicht) damit abfinden können für Macron zu stimmen. Die 6 % sind natürlich ein niederschmetterndes Ergebnis für die Partei von François Mitterrand. Nein, die Fehler könnten Hollande nicht alleine angelastet werden. Man habe ihm das Fehlen von Reformen vorgeworfen. Und was sei in der Zeit in Deutschland passiert? Man habe einige Parolen gehört, aber bedeutende oder gar mutige Reformen? Fehlanzeige.


Bitte vormerken:
> Wahlparty: Die Republik hat gewählt – Deutungen und Folgen

Literaturhaus Stuttgart – Breitscheidstraße 4A – 70174 Stuttgart – 7. Mai 2017 – 18 h
Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Sylvie Strudel und Dr. Ansbert Baumann.


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