Wenn ich an meine Steuererklärung denke… und in Frankreich gibt es laut diesem hier zitierten Artikel in der WELT „504 Steuerbefreiungen und -nachlässe“. 20 Milliarden EUROS werden so dem Staatssäckel in Frankreich entzogen. Steuerschlupflöcher schließen und gleichzeitig die Wahl 2012 gewinnen wollen? Nicolas Sarkozy ist in einer schwierigen Lage. Aber er ist nicht allein. Kein Staat der EU kann heute wirtschaftliche Probleme noch alleine in den Griff kriegen.
Es ist nicht einfach, die Gründe für die Finanzkrise in Europa mit wenigen Beiträgen hier angemessen zu analysieren. Aber bei einer heftigen Diskussion mit einem Kollegen habe ich gestern entdeckt, dass man unbedingt die Vorteile des Euros gegenüber der Perspektive des EURO verbunden mit einer Rückkehr zu schwankenden Wechselkursen verteidigen muss. Gleichzeitig, wird nächste Woche wieder einmal klar werden, wie bedeutsam die Interpretation der Ergebnisse des Treffens zwischen Merkel und Sarkozy sein wird. Dann kann man die Beiträge in den französischen und die deutschen Medien miteinander vergleichen. – Meine Schüler würden einige der in diesen Blogbeiträgen genannten Artikel lesen. Und von Zeit zu Zeit am Anfang einer Doppel-Stunde 5-10 in Kurzform ein Thema aus den Nachrichten referieren. Oder schriftlich für zusammenfassen. Oui, diese Themen sind nicht einfach, aber mit ein bisschen Neugier kann man verstehen, wieso deren Lösungsperspektiven nicht nur wirtschaftlicher sodern so sehr politischer Natur sind. Und wieso die deutsch-französische Kooperation auf diesem Gebiet so wichtig ist. Dabei fällt mir wieder einer der letzten Beiträge auf diesem Blog ein: > Devenez des acteurs du dialogue franco-allemand avec l’Office franco-allemand pour la jeunesse.
Mit dem EURO haben wir eine gemeinsame Währung eingeführt, bevor eine Finanzunion beschlossen wurde. Man hat gerade soviel Gemeinsamkeiten in Form von Kompromissen beschlossen, dass der EURO möglich wurde, aber man ist vor Souvernänitätsübertragungen zurückgezuckt. Jetzt muss dringendst repariert werden. Nochmal: Le couple franco-allemand doit se mettre au travail. So wie damals Valéry Giscard d’Estaing und Helmut Schmidt, die Währungsschlange mit festen Wechselkursen erfunden haben, so muss heute ein neuer europäischer Mechanismus für die Garantie der Geldmenge gefunden werden.
La crise de l’union monéttaire européenne a conduit à des controverses parfois très passionnées. Sur ce blog, nous en avons déja, au moide de juin dernier, écrit pluiseurs billets:
Soyons bien contents qu’une analyse de Pascal Kauffmann (Université Bordeaux-4) de d’Henrik Uterwedde (dfi) arrive au bon moment. Cette analysel aide à structurer et dépassionner le débat en réflechissant sur les positions en France et en Allemagne tout en montrant les voies d’un compromis.
Die Krise der europäischen Währungsunion hat eine Reihe von deutsch-französischen, zum Teil heftig geführten Kontroversen ausgelöst. AUf disem Blog haben wir über die deutsch-französischen Beziehugnen im Juni 2010 schon mehrmals berichtet:
Die von Pascal Kauffmann (Universität Bordeaux-4) und Henrik Uterwedde (dfi) erstellte Analyse will einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte leisten, indem sie die Positionen beider Länder klärt und deren Ursachen ergründet. Darüber hinaus werden mögliche Kompromissfelder für gemeinsames Handeln benannt:
M. Christian Dumon, le Consul général et Directeur de l’Institut français présentait les participants de la discussion. – Sans aucun doute, une conférence est ou une table ronde est bien réussi si d’un coup le modérateur regarde l’heure, et s’il se rend compte qu’elle est déjà dépassée et qu’il cherche rapidement un mot de fin. Si le public a le même sentiment, s’il a suffisamment de matière à en réfléchir en rentrant, la discussion a été vraiment bonne.
La table ronde qui réunissait, lundi soir, Hervé Kempf (> LE MONDE, Fondateur de Reporterre), Stefan Rösler (Membre du Conseil d’administration de la > NABU-Stiftung Naturerbe Baden-Württemberg) et entre les deux Felix Heidenreich (Coordinateur scientifique du > Internationales Zentrum für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart) appartenait à ce genre des soirées réussies. Et, pourtant, ce n’était pas une tâche facile de présenter les deux auteurs et de faire comprendre leurs vues au public. La modération de Felix Heidenreich très bien a contribué à la réussite de cette soirée.
Il est notamment auteur des deux bestsellers, > Comment les riches détruisent la planète paru en 2007, et de Pour sauver la planète, sortez du capitalisme, paru en 2009. Avec beaucoup de chiffres, des impressions des voyages et des reportages, il analyse dans ces deux livres les contradictions écologiques du capitalisme vouée à sa disparition car il se fonde essentiellement sur la croissance et la consommation sans bornes..
> Comment les riches détruisent la planète illustre l’échec du capitalisme, car il n’est pas en mesure de garantir un développement équitable ni une justice sociale. Il ne pourra pas non plus garantir la survie des générations à venir. Dans > Pour sauver la planète, sortez du capitalisme, Hervé Kempf montré les défaillances du incapacité du capitalisme de résoudre les crise qu’il a déclenché lui-même. Il propose un constat sans appel, celui de la mort de notre monde et de la nécessité de construire u nouveau monde.
Après la table ronde, Hervé Kempf a bien voulu répondre à mes questions concernant ses deux derniers livres. L’interview qui suit ici en est donc une première présentation de ces deux livres dont des comptes rendus suivront. Un autre rendez-vous est pris à Paris et nous allons discuter sur mes notes de lecture:
M. Christian Dumon, der französische Generalkonsul und Leiter des Institut français begrüßte die Gäste. – Ohne Zweifel ist ein Vortrag oder eine Diskussion gelungen, wenn der Moderator auf die Uhr guckt, merkt, dass díe Zeit schon längst überschritten ist und er schnell ein Schlußwort finden muss. Wenn dann noch das Publikum das gleiche Gefühl hat und auch noch einiges zum Überlgen auf den Nachhauseweg mitnimmt, dann war die Diskussion wirklich gut.
Bei der Veranstaltung gestern abend im Institut français, bei der Hervé Kempf (> LE MONDE, Gründer von Reporterre), Stefan Rösler (Vorstandsmitglied der > NABU-Stiftung Naturerbe Baden-Württemberg) und zwischen beiden Felix Heidenreich (Wissenschaftlicher Koordinator
des > Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart) auf dem Podium saßen, gehörte zu solchen gelungenen Abenden. Und das war keine einfache Aufgabe, die neiden Autoren und ihre Vorstellungen dem Publikum bekanntzumachen. Felix Heidenreich hat mit seiner Moderation diese Aufgabe bestens gelöst.
Er ist Autor von zwei Bestsellern, > Comment les riches détruisent la planète, erschienen in 2007, und > Pour sauver la planète, sortez du capitalisme, veröffentlicht in 2009. Mit viel Zahlenmaterial, Textauszügen, Reiseeindrücken und Reportagen analysiert er in diesen beiden Büchern die sozialen und ökologischen Widersprüche eines Kapitalismus, der im Untergang begriffen ist und verschwindet, weil er auf Wachstum und Konsum basiert.
> Comment les riches détruisent la planète illustriert das Scheitern des Kapitalismus, weil er nicht dazu in der Lage ist, eine gerechte, ausgeglichene gesellschaftliche Entwicklung zu garantieren, genauso wie er nicht dazu fähig ist, das Überleben der künftigen Generationen zu sichern. In Pour sauver la planète, sortez du capitalisme zeigt er die Unfähigkeit des Kapitalismus, die Krisen zu lösen, die er selbst ausgelöst hat. Hervé Kempf macht eine unwiderrufliche Feststellung: die vom Tod unserer Welt und von der Notwendigkeit, eine neue zu errichten.
Nach der Diskussionsrunde hat Hervé Kempf meine Fragen zu seinen beiden Büchern beantwortet. Das folgene kurze Gespräch (12 Min.) stellt die beiden Bücher kurz vor. Später wird eine Besprechung dieser beiden Bücher folgen, und dann gibt es ein weiteres Gespräch in Paris zu diesen Büchern – schon verabredet:
Hervé Kempf Pour sauver la planète, sortez du capitalisme
Seuil (Collection : L’histoire immédiate), Paris 2007
ISBN: 2020975882
ISBN: 978-2020975889
Hervé Kempf Comment les riches détruisent la planète
Points (Collection : Points Essais), Paris 2009
ISBN: 2757812165
ISBN: 978-2757812167