leweb3

Das Unternehmen Six Apart und der Leiter seiner französischen Filiale, Loïc Le Meur, hatten das Treffen Le Web 3 organisiert.

Die Vielfalt der Themen, die das > Programm der Konferenz auflistet, könnte auch erklären, wieso in Deutschland die Zahl der Blogs in Vergleich zu Frankreich viel niedriger ist. Eine ähnlich große Konferenz hat es hier noch nicht gegeben, wenn man von Veranstaltungen wie chanceweb2.0 einmal absieht. Verfolgt man aber nur die Websites der auf der Pariser Konferenz vertretenen Unternehmen mit ihren Geschäftsmodellen scheint sich die Frage, ob Bloggen eine Eintagsfliege oder gar eine mehr oder weniger große Blase ist, zu erübrigen. Allerdings sind alle in Paris behandelten Themen auch auf dieser Seite des Rheins in einer Vielzahl von Konferenzen wie auch auf den > Webmontagen behandelt worden. Mal sehen, was in den nächsten Tagen noch in den Blogs zu Leweb3 geschrieben werden wird: > http://technorati.com/search/leweb3.

Der Innenminister, Nicolas Sarkozy (UMP), folgte der Einladung und François Bayrou (UDF) erschien auch, nur Ségolène Royal kam nicht zu diesem Treffen. > Libération berichtete über Sarkozys Worte, der gegenüber den 1000 Bloggern den Rückstand Frankreichs in Sachen Internet bedauerte. > ZDNet.fr resümierte den Beitrag von F. Bayrou. Es ist schon interessant, wenn die Bloggemeinde, mit den Politiker, über deren Aktivitäten gebloggt wird, zusammentrifft.

Auf jeden sind die Blogs > http://technorati.com/search/leweb3 eine prima Quelle, um die Reaktionen und Kommentare zu dieser Konferenz zu verfolgen.

> Le Web 3 en conférence à Paris, ou „comment faire de l’argent avec le Web 2.0 ?“ LE MONDE, 11. Dezember 2006

LeWeb3: 1000 Blogger

Rund 1000 Blogger aus 37 Ländern treffen sich am 11. und 12. Dezember beim Bloggergipfel, dem > „Davos des blogueurs“ in Paris. Shimon Peres, stellvertretender Ministerpäsident in Israel, wird am 12. Dezember zwischen 9 h 30 und 10 h 15 an der Konferenz teilnehmen.

Außerdem hat Loïc Le Meur hat auch drei Kandidaten für die Präsidentschaftswahlen, Madame Ségolène Royal, Monsieur François Bayrou et Monsieur Nicolas Sarkozy per Mail eingeladen: > Copie de l’email envoyé à trois candidats à l’élection présidentielle, um ihnen eine Gelegenheit zu geben, „les personnalités du web mondial“ zu treffen und ihnen ihre Version über die Zukunft des Internets mitzuteilen.

Man kann > LeWeb3 als Video verfolgen.

Histoire/Geschichte: Zusammentreffen von Chirac, Merkel und Müller

Das Bundeskanzleramt lud den Programmbereichsleiter Gesellschaftswissenschaften, Ilas Körner-Wellershaus (Ernst Klett Verlag), und den Herausgeber des deutsch-französischen Geschichtsbuchs. Dr. Peter Geiss (Friedrich-Ebert-Gymnasium, Bonn) zu einer Feierstunde am 5.12. 2006 für den scheidenden Bevollmächtigten der deutsch-französischen Zusammenarbeit, den saarländlichen Ministerpräsidenten Peter Müller ein.

In ihrer Würdigung für Peter Müller sprach Frau Merkel ausführlich über das deutsch-französische Geschichtsbuch. Auch der französische Staatspräsident würdigte Müllers Engagement für „HistoireGeschichte“.

Etwa 50 Gäste waren zu diesem Empfang geladen. Die Expertenkommission zum deutsch-französischen Geschichtsbuch wurde durch Prof. von Thadden und Dr. Wittenbrock repräsentiert.

Bundeskanzlerin Merkel und der französische Staatspräsident Chirac haben bei ihrem Treffen Ministerpräsident Müller für seine Verdienste um die deutsch-französische Zusammenarbeit gewürdigt.

Mit dem gemeinsamen Geschichtsbuch für beide Länder habe er ein weltweit einmaliges Projekt vorangetrieben. Zudem interessierten sich wieder mehr Leute für die Sprache ihrer Nachbarn.

Ende 2006 endet Müllers Amtszeit als Bevollmächtigter des Bundes für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Das Amt geht ab 2007 turnusmäßig an den Berliner Regierungschef Wowereit.

Francophonie

Die Frankophonie wird zur Zeit auch in den Gymnasien behandelt: Deshalb erscheint hier demnächst auch der ein oder andere Artikel zu diesem Thema: Jetzt schon mal nur dieser Hinweis auf einen lesenswerten Artikel: Im April hat Professor Ingo Kolboom in der DOKUMENTE – Zeitschrift für den deutsch-französichen Dialog einen Artikel > Internationale Frankophonie – eine Brücke in der Globalisierung veröffentlicht: „Die in Literatur und Medien genannten Zahlen über die frankophonen Sprecher in der Welt variieren heute zwischen 116 und 625 Millionen. Die hohen Schwankungen ergeben sich aus dem Umstand, dass häufig nicht zwischen Mutter-, Zweit- und Ergänzungssprachlern unterschieden wird, und dass Länder in die Berechnung einbezogen werden, die kaum als französischsprachig gelten können. Realistisch ist folgende Rechnung: Einer von vier Staaten in der Welt billigt Französisch einen offiziellen Status zu. Diese Staaten umfassen zusammen circa 400 Millionen Einwohner,davon praktizieren mehr als 100 Millionen Französisch als Muttersprache, circa 60 Millionen als Zweitsprache und weitere circa 20 Millionen als Ergänzungssprache.“ (I.Kolboom)

Und auf der Seite > Romanistik im Internet gibt es viele Links:

> Frankophonie

> Französische Sprache

Mes études de français – numéro 2

Unser neues Thema sind die frankophonen Länder. Wir haben eine Liste, mit der ich nichts anfangen kann, auf der ehemalige Kolonien wie la Algérie u.a , außerdem alle Gebiete der Welt, in welchen Französisch gesprochen wird, aufgelistet sind. Das zweite Hand- out handelt von „quand l’amérique était française“ auch wenn es noch so klein gedruckt ist, fruchtbar lang und mit möglichst vielen Zahlen geschmückt ist , die zwar Fakten beschreiben, das Thema deswegen aber noch lange nicht interessant gestalten. Wobei ich mir auch nicht vorstellen kann, dass sich dahinter ein Abiturrelevantes Thema verbirgt.

Unser Kurs wird zunehmend pessimistischer nach jeder Stunde und manch einer fragt sich, warum er bloß Französisch nicht abgewählt hat. Bei dem Durchschnitt der letzten Klausur von 5 Punkten, dass knapp über der Grenze der Unterbelegung liegt, ist das auch nachvollziehbar.

Doch in diesem Fall heißt es optimistisch bleiben, denn jetzt kann es nur noch besser werden.

Grammaire – Grammatik: „Un instrument de liberté“

french german 

Das Blog-Programm

Das Interesse für die Präsidentschaftswahl scheint wirklich bemerkenswert groß zu sein. Wir werden hier weiterverfolgen, wie die Kandidaten sich positionieren, mal mehr, mal ein bißchen weniger über den Parteien. Der Gründer der der V. Republik, Charles de Gaulle, wollte die Person des Präsidenten – also auch sich selbst – über den Parteien sehen, eine Stellung, die durch die Einführung der Direktwahl des Präsidenten 1962 nur erst recht betont wurde. Außerdem haben alle Präsidenten anläßlich von Interviews oder Pressegesprächen immer wieder öffentlich ihr Amt und ihre Stellung interpretiert. Ganz ähnlich tun es die Kandidaten, um mehr oder weniger vorsichtig anzudeuten, wie sie das Amt, wenn sie gewählt werden, führen wollen.

Die bemerkenswerte Machfülle des französischen Präsidenten forderte schon immer seine Kritiker heraus. François Mitterrand schrieb 1964 Le coup d’état permanent und erklärte: „J’appelle le régime gaulliste dictature parce que, tout compte fait, c’est à cela qu’il ressemble le plus, parce que c’est vers un renforcement continu du pouvoir personnel qu’inéluctablement, il tend, parce qu’il ne dépend plus de lui de changer de cap.“ – „Ich nenne das gaullistische Regime eine Diktatur, weil es, betrachtet man es in seiner Gesamtheit, genau das ist, der es am meisten ähnelt, weil es unweigerlich auf eine kontinuierliche Stärkung der persönlichen Macht zielt, denn es hängt nur noch von ihr ab, die Richtung zu ändern.“ 1965 zwang Mitterrand de Gaulle in eine Stichwahl und erst 1981 gelang es Mitterrand Präsident zu werden. 14 Jahre herrschte er im Palais de l’Elysées und arrangierte sich bestens mit den Institutionen der V. Republik und mit der Macht des Staatspräsidenten.

> Der Staatspräsident La Documentation française

Wenn am 21. April keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erhält, gehen die Franzosen am 5. Mai nochmal an die Wahlurnen. Danach werden am 10. und 17. Juni 2007 die Wahlen zur Nationalversammlung stattfinden. Soweit zum politischen Blogprogramm. Danach werden die Leser dieses Blogs nach der Lektüre vieler kurzer Beiträge in der Beobachtung der politischen Landschaft Franrkeichs fit sein. Dabei soll die Beobachtung der deutsch-französischen Beziehungen nicht zu kurz kommen.

Wenn ich mir die Suchbegriffe ansehe, mit denen das Frankreichblog gefunden wird, so wird ein Interesse für Unterrichtsthemen mit dem Schwerpunkt Literatur, Erstellung von Referaten aber auch politische Themen erkennbar. In diesem Zusammenhang werden wir künftig auch vermehrt didaktische Fragen berücksichtigen.

Der neue Sender France 24 ist eine gute Gelegenheit, auch mal einen Blick auf die französische Medienlandschaft zu werden. Ratschläge für gute Informationsquellen kommen hier bestimmt an.

Und im übrigen haben unsere Leser sicher schon Lücken entdeckt. Anregungen sind willkommen.

Eine Schülerin hat hier schon mitgeschrieben. Sie ist gerade im Klausurenstress, danach soll es wetergehen.

France 24 – www.france24.com

Daniel Psenny beschreibt am 06.12.06* in LE MONDE unter dem Titel > France 24, „un regard français“ sur le monde die Zeremonie, mit der am 6.12. France 24 eingeweiht und auf Sendung gehen wird. Jacques Chirac hatte 2002 die Einrichtung eines ständigen französischen Nachrichtensenders angeregt. Vier Jahre lang dauerten cie Vorbereitungen. Nun wird der Sender bei einer feierlichen Zeremonie im Park der Tuilerien am 6. Dezember eröffnet, oder eigentlich muß man sagen eingeschaltet. Die ersten Bilder werden zunächst nur im Internet zu sehen sein und 24 Stunden später wird France 24 dann auch per Satellit (CanalSat et TPS, in Frankreich per Noos/Numéricable und Erenis per Kabel, in Europa, im Nahen und Mittleren Osten wie in Afrikaper Kabel, Satellit und ADSL) rund um die Uhr ausgestrahlt. Die Redaktion umfaßt 170 Journalisten aus 28 Nationen. Man rechnet damit, dass der Sender rund 190 Millionen Zuschauer erreichen kann. Psenny zitiert M. de Pouzilhac, der erklärte: „Wir werden uns vor allem von den Angelsachsen durch die Werte die wir verteidigen absetzen“, sein Sender „will überall die Werte Frankreichs in die Welt tragen“ und „einen französischen Blick“ auf das aktuelle Geschehen werfen.“

In der Tat war die Entstehung und die Finanzierung des Senders heftig umstritten. Der französiche Sender ist eine Antwort Frankreichs auf CNN. Man darf gespannt, wie sich die Internet-Seite von France 24 morgen abend präsentieren wird. Schon hat die deutsche Welle eine Kooperation mit France 24 angekündigt zunächst in Form eines gemeinsam organisierten Gesprächs über den Libanon. Welche Eigenheiten wird der „französischen Blick“, den der Präsident des Senders ankündigte, anbieten, und in welcher Form wird es dem Sender gelingen, den französichen Einfluß in der internationalen Politik zu dazustellen oder zu unterstreichen?

* Beliebte Examensfrage: Wann müssen Sie in Paris aufstehen, um die neue LE MONDE zu kaufen?

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