„Jugend in Europa – Schüler machen Zeitung“

Das Deutsch-französische Jugendwerk (DFJW) hat zum 4. Mal ein Zeitungsprojekt „Jugend und Europa-Schüler machen Zeitung“ für das Schuljahr 2006/2007 gestartet. 

Im Rahmen dieses Projekts verfassen deutsche und französische Jugendlichen während eines Schüleraustauschs gemeinsam Artikel zu europäischen Themen und veröffentlichen diese in den Tageszeitungen ihrer Heimatregionen. Im Rahmen eines abschließenden Wettbewerbs prämiert eine Jury die besten Beiträge.

Der Tipp:

Das Projekt richtet sich an Klassen der Sekundarstufen I und II, deren Schüler über Grundkenntnisse in der französischen Sprache verfügen. Bis zum 31. Oktober 2006 können Lehrer in Absprache mit der französischen Partnerschule beim DFJW die Bewerbung einreichen. Ausführliche Informationen befinden sich in den Bewerbungsunterlagen. Das DFJW gewährt den teilnehmenden Schulklassen einen Zuschuss zu den Fahrtkosten zum Ort der Begegnung.

Das Projekt den Schülern einen kompetenten Umgang mit dem Medium Tageszeitung und gibt ihnen Einblicke in die Arbeit eines Journalisten. Bewerbungen per > Anmeldeformular an:

> Deutsch-Französisches Jugendwerk
Bereich „Schulaustausch“
Molkenmarkt 1
10179 Berlin
Tel.: 030 288757-12

E-Mail:> schueler-machen-zeitung@dfjw.org

 

La baladodiffusion

In Bordeaux stellt sich Alain Juppé (UMP) zur Wahl und will bei den Wahlen am 8. und 15. Oktober wieder Bürgermeister werden. Auf seiner Wahlkampfseite
> www.juppe-bordeauxacoeur.com/pod kann man seinen Podcast hören, und es werden auch gleich die Begriffe erklärt: „La baladodiffusion (équivalent francophone si cher à nos amis d’outre-Atlantique du mot podcasting) est un moyen gratuit de diffusion de fichiers audio ou vidéo sélectionnés sur Internet. Un podcast est un balado en français. L’abonnement aux flux RSS (Really Simple Syndication) vous permet d’automatiser le téléchargement de documents audio ou vidéo sur votre ordinateur, dés leur mise en ligne, et pour une écoute immédiate ou ultérieure.“

Nach dem Blog – der von > Alain Juppé ist nach dem heutigen Stand allerdings seltsam leer – wird nun also auch das Podcasting für den Wahlkampf entdeckt. Eine ganz einfache Technik. Man sellt eine *.mp3 Datei her und veröffentlicht sie auf einer Seite im Internet. Und da alle Politiker in Frankreich, die nächstes Jahr in den Elysée-Palast einziehen möchten, die Blogs und Internet-Aktivitäten ihrer Kollegen beobachten, darf man sicher auch mit einer Verbreitung der Podcasts rechnen. Dann ist der Weg zum Vloggen (Videolog) auch nicht mehr weit.

Oder reagiert Alain Juppé nur auf > Laurent Fabius (PS), der auch schon einen Podcast veröffentlicht hat? Aber diese Technik scheint er noch nicht besonders intensiv zu nutzen.

Der Innenminister, Nicolas Sarkozy, ist schon im Dezember 2005 von > Loïc Le Meur interviewt worden. Le Meur veröffentlichte auch gleich das Video seines Besuches bei Sarkozy, dem er jetzt auch im Wahlkampf für die Präsidentschaft seine Unterstützung zugesagt hat.

Vlog: > Bundeskanzlerin Angela Merkel berichtet über ihre Arbeit seit dem 17. Juni 2006 regelmäßig auf ihrer Website per > Video-Podcast.

Kann man sich in den Elysée-Palast bloggen?

Wenn man den beginnenden Wahlkampf für die Wahl des französischen Präsidenten beobachtet, die im April 2007 stattfinden soll, gewinnt man den Eindruck, daß ohne einen persönlichen Blog keiner der Kandidaten auch nur die geringste Chance hat, wenn sie oder er keinen persönlichen Blog besitzt. In den Umfragen und in der Gestaltung ihres Blogs geht Ségolène Royal (PS) allen voran und macht es ihren Mitstreitern in der eigenen Partei bis zu ihrem eigenen Lebensgefährten, François Hollande, dem ersten Sekretär der Parti socialiste, richtig schwer: > www.desirsdavenir.org/ so heißt ihr Blog. Ein Online-Buch und „débats d’actualité“ und „débats permanents“ sollen das ganze Spektrum der Themen im Wahlkampf abdecken. Im Gegensatz zu einem ihrer Konkurrenten Nicolas Sarkozy >  sarkozyblog.free.fr/, der nicht nur einen langweiligere URL für seine Blog hat, bietet Royal ihren Anhängern auch die Fortführung der Debatten in ihren Blog an. 

Hier gibt es eine nützliche Übersicht über die politischen Parteien und auch die reginalen Blogs:> Répertoire des blogs politiques

Warum gibt es in Frankreich diese hohe Zahl an Blogs, ein Phänomen, das sich besonders auch im Bereich der Politik zeigt? Aber auch sonst  sind die Franzosen viel eifriger beim Bloggen als die Deutschen. 3,2 Mio. soll es in Frankreich geben, während bis jetzt weniger als eine halbe Million der deutschen Surfer sich einen Blog zugelegt hat. Die intensive Nutzung der Blogs in Frankreich, wie sie sich schon beim Referendum über den Europäische Verfassung gezeigt hat, verrät aber auch etwas über die politischen Strukturen unseres Nachbarlandes. Offensichtlich müssen die Politiker dort aufgrund des Mehrheitswahlrechts sich intensiver um einen Kontakt zu den Wählern bemühen. Bei uns kümmern sich die Politiker um die guten Plätze auf den Landeslisten und bei der parlamentarischen Tagesarbeit stehen immer mehr die Ausschüss- und die Fraktionssitzungen im Vordergrund als Schauplatz wichtiger Entscheidungen, anstatt daß die Große Koalition auf die Idee ihre Reformbemühungen bürgernah mit den modernen Medien zu vermitteln… zu bloggen! Sucht man nach „CDU blog“, kommt man auf die Seite > www.cdunion.de/ für die Matthias Busse, Pressereferent im Kreisverband Rhein-Neckar der CDU, verantwortlich zeichnet: „Herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserem Weblog. ww.CDUnion.de. Zu Wahlkampfzeiten sind wir wieder online.“ -Soviel zum Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich.

Wahlkampf in Frankreich > France 2

Les blogs en France

Am 10. August erschien LE FIGARO mit der Überschrift „Les blogs, une nouvelle passion française.“

In Frankreich soll es schon 3,2 Millionen Blogs geben mit steigender Tendenz. Im Durchschnitt konsultieren die etwa 7 Millionen Blogleser in Frankreich etwa täglich eine Stunde lang Blogs – will man den Umfrageergebnissen trauen. In Deutschland würden bislang nur im Durchschnitt drei Minuten fürs Bloglesen aufgewendet. Ob die Ausdauer der Franzosen mit dem Gesetz über die 35-stündige Arbeitszeit zusammenhängt?, fragt LE FIGARO.

> LE FIGARO

Das deutsch-französische Geschichtsbuch

2003, anlässlich des 40. Jahrestag des Elysée-Vertrages, schlug das deutsch-französische Jugendparlament vor, ein Geschichtsbuch für französische und deutsche Schüler zu entwickeln, das in beiden Ländern den gleichen Inhalt bietet. Nach zwei Jahren Entwicklungszeit haben der Verlag Nathan in  Paris und der Ernst Klett Verlag (Stuttgart/Leipzig) im August dieses gemeinsame Geschichtsbuch herausgegeben: „Histoire/Geschichte – Europa und die Welt seit 1945“.

Das inhaltlich identisch gemeinsame Geschichtsbuch, das Guillaume Le Quintrec und Peter Geiss herausgegeben haben, ist auf Französisch oder auf Deutsch erhältlich.

Im Vorwort wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieses Buch keine Darstellung der deutsch-französischen Geschichte beabsichtigt, sondern ein Geschichtsbuch ist, das mehr als nur eine völlig neue Art der Darstellung, der Dokumentation und der Interpretation vorlegen möchte. Es  macht im Unterricht und darüberhinaus eine Geschichtsbetrachtung aus der Sicht des anderen erst möglich.

> http://klett-franzoesisch.de/manuel-franco-allemand.html

Bloggen für Frankreich

Hier entsteht ein Blog für Französisch, Frankreich und die deutsch-französischen Beziehungen.

Dieses Blog  behandelt Themen für den Französischunterricht, gibt Tips für Anfänger und informiert über Aspekte der deutsch-französischen Beziehungen:

Zu den Schwerpunkten gehören Schüler-, und Schulaustausch, Brieffreundschaften und Jobs in Frankreich. Aber auch Themen aus dem Bereich der Literatur-, und  der Kulturwissenschaft soweit sie Frankreich betreffen, werden hier gerne aufgenommen.

Dieses Frankreich-Blog ist ein Projekt des Ernst Klett Verlags, Zentrales Marketing.

Die Leser unseres Blogs können zu den Beträgen Kommentare schreiben. Bitte beachten Sie die > Regeln für dieses Blog. 

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