Michel Sicard parle des plaisirs de Jean-Paul Sartre
La nourriture, les femmes et la musique

Wir setzen heute noch einmal die Serie unserer Interviews mit Michel Sicard > www.michel-sicard.fr hier fort. Er, der mit Jean-Paul Sartre von 1972 bis 1980 befreundet war, kannte ihn besser als manche seiner Biographen. In diesem vorletzten Interview haben wir über die Vergnügen von Sartre gesprochen. Über die Intellektuellen („la conquête par le verbe“) seine Restaurantbesuche, über Alkohol, über das Essen, über seine Frauen, („ses relations étaient plurielles“) seine Freundschaften und über die Musik. Und immer wieder sind diese Themen mit seinen literarischen Werken und seinen Schriften über die Ästhetik, über die Werke vieler Künstler – in diesem Interview werden Gustave Flaubert und René Leibowitz genannt – eng verknüpft. Um diese Übergänge deutlich werden zu lassen, haben wir dieses Interview – wie die anderen dieser Serie – nicht gekürzt:

sicard-esthetique

> Sicard, Sartre et l’esthétique

> Michel Sicard parle de la vie et l’œuvre de Jean-Paul Sartre (I)

La conférence de S. E. Philippe Etienne à Ludwigsburg

Nach dem Gesetz über die Heirat für alle begannen in Frankreich die Proteste gegen Präsident Hollande, zugleich stiegen die Arbeitslosenzahlen und eine wirkliche Verbesserung der Kennzahlen für die Wirtschaft ist nicht so recht in Sicht und das Image des Präsidenten scheint bei den Wählern wieder zu sinken. Reformen verlangen Einschnitte und versprechen kein sofortige Besserung. Einige Reformen kommen vielleicht spät, manche Reformen müssen aufgrund zu starker Widerstände abgemildert werden. Die Kritiker der Regierung konzentrieren sich ausschließlich auf negative Meldungen, die die Reform- und Wirtschaftspolitik der Regierung nicht in den Blick nehmen. Sicher die Staatsquote ist in Frankreich erschrecken hoch und ein Patentrezept zur Senkung der Arbeitslosigkeit kommt nicht so recht in Sicht. Aber auch tragfähige Alternativen zu den Konzepten der Regierung sind nicht in Sicht. Beim Stand der Dinge ist es ratsam, erst einmal die aktuellen Projekte der Regierung unter die Lupe zu nehmen, um die von ihr vorgesehenen Anstöße für einen Aufschwung der Wirtschaft zu bewerten.

Der französische Botschafter S.E. Philippe Etienne hat am 25. Juni in Ludwigburg auf Einladung des Deutsch-Französischen Instituts DFI in Ludwigsburg einen Vortrag über die französische Wirtschaft gehalten. Er hat auf die kürzlich in Kraft getretene Gebietsreform > Nouvelle Organisation Territoriale de la République (NOTRe) hingewiesen, mit der die 22 Regionen auf 13 reduziert wurden. Frankreich beabsichtige, seine öffentlichen Finanzen zu sanieren, ohne das Wachstum zu gefährden. 50 Milliarden EUR sollen in drei Jahren eingespart werden: > Les actions du Gouvernement


Rechts: Prof. Dr. F. Baasner, der Direktor des DFI.

Die Reformen des Arbeitsmarktes, des Steuersystems mit der Entlastung der Körperschaftssteuer von 33% auf 28 % sollen zur Belebung der Wirtschaft beitragen. Nebenbei wies der Botschafter auf die bemerkenswerte Stellung Frankreichs hin, das im bezüglich der Qualität seiner digitalen Verwaltung in Europa an erster Stelle und weltweit an 4. Stelle stehe. Das gerade verabschiedete Loi Macron > Le projet de loi pour la croissance, l’activité et l’égalité des chances économiques enthält eine ganzes Bündel von Maßnahmen, das verschiedene Wirtschaftsbereiche liberalisieren, Blockaden lösen soll sowie Innovationen und Startups durch Steuergutschriften besser fördern soll:

> Loi Macron – LE MONDE

> Les grands axes du projet de loi pour l’activité – Ministère de l’èconomie – 15/10/2014

> Die Reformagenda der französischen Regierung – Website der französischen Botschaft in Berlin

Michel Sicard parle de la vie et l’œuvre de Jean-Paul Sartre (I)

Mit einem Interview in drei Teilen ergänzen wir die bisherigen Gespräche seit 2011 mit Michel Sicard über Jean-Paul Sartre. Sicard ist Professor für Kunstgeschichte an der Sorbonne, er war von 1972-1980 mit Sartre befreundet. > michel-sicard.fr. Zusammen haben sie die beiden Bände in der Reihe Obliques mit zahlreichen bis dahin unveröffentlichten Texten von Sartre über Künstler, besonders über Tintoretto und Mallarmé herausgegeben. Im folgenden Gespräch beschreibt Sicard Sartres Verhältnis zu den Künstlern, besonders Wols, Giacometti, der ihm Tintoretto nahebrachte, und Rebeyrolle. wittmann-esthetique-sartre Es folgen noch zwei weitere Teile dieses Gesprächs u.a. über die Reisen von Sartre. Die Gespräche mit Michel Sicard geben eine Einführung in das Werk von Sartre unter dem Aspekt seiner Arbeiten, die er den Werken zahlreicher Schriftsteller, Maler und Dichter gewidmet hat. In einem Gespräch mit Sicard hat Sartre einmal auf die Ästhetik hingewiesen, die ein Ergebnis seiner Arbeiten über die Werke der Künstler hätte sein können, hingewiesen: Sartre/Sicard, Penser l’art, in: Obliques 24/25, Nyons 1981, S. 15. Unsere Gespräche werden demnächst in Buchform erscheinen.

> Michel Sicard. Trois entretiens sur l’art – 19. März 2015
> Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre (I/II) – 11. März 2015
> Lire Sartre : Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre – 9. März 2015
> „Tourner une page, c’est déclencher un événement“: Les livres d’artiste de Michel Sicard et Mojgan Moslehi -24. Dezember 2014
> Deux entretiens sur l’art: Michel Sicard, Mojgan Moslehi – 24. Dezember 2014
> Nachgefragt : Michel Sicard, Professeur, artiste et écrivain – 18. Februar 2014
> Michel Sicard parle de Jean-Paul Sartre – 29. Juni 2011
> Michel Sicard, professeur et artiste -28. Juni 2011

Gagner des places pour le festival franco-allemand GrAFiTi à Sarrebruck

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Online-Editionen (I)
Die mittelalterliche Stadtchronik Montpelliers „Petit Thalamus“

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„Das Manuskript AA9 aus dem Stadtarchiv Montpellier, bekannt als “Petit Thalamus”, ist eine mittelalterliche Stadtchronik. Es steht in einer Reihe mit einigen wenigen verwandten Handschriften zur Stadtgeschichte Montpelliers im Mittelalter, die ebenfalls als “Thalamus” bezeichnet werden und von denen der “Petit Thalamus” die jüngste, aber auch die vollständigste ist. Die Niederschrift wurde 1320 begonnen,“ so beginnt > Sven Ködel in seinem Mitwochstipp Nr. 64 die Vorstellung des > “Petit Thalamus”: Online-Edition der mittelalterlichen Stadtchronik Montpelliers .

> Édition critique numérique du manuscrit AA9 des Archives municipales de Montpellier dit Le Petit Thalamus

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Nach dem Besuch dieser Website müsste Ihr Berufswunsch eigentlich feststehen: Historiker.

Original: Aysso es lo comes | samen del | cossolat.[a]
Anno dominice incarnationis millesimo ducen- | tesimo quarto, foron cossols : n’Austorc | d’Orlhac, en Regort, en Pons Audeguier, | en P. Lobet, Johan Lucian, Pons d’Anhana, en Luchas Pol- | verel, en R,. Benereg, B. de la Gleyza, B’eng Aymeric, | Bertran Gili, en P. de Bizancas. E fon bayle en P. de Bi- | zancas en aquel an.“

Übersetzung: “ Voici le commencement du consulat.
En l’an 1204 de l’Incarnation du Seigneur, furent consuls Austorg d’Orlhac, Regord, Pons Audeguièr, Pèire Lobet, Joan Lucian, Pons d’Anhana, Lucàs Polverèl, Raimond Benesech, Bernat de la Glèisa, Berenguièr Aimeric, Bertrand Gili, Pèire de Bisancas ; le baile fut Pèire de Bisancas cette année-là.“

Und dazu gibt es einen Kommentar. Hier kann man auf jeder Seite beobachten, wie Quellenlektüre funktioniert. Und ganz nebenbei wird hier eine exzellente Anwendung der Computer- und Internettechnik zugunsten der Wissenschaft vorgeführt.

Institut français de Stuttgart
Philosophie Aller-Retour: „(Un)möglicher Kommunismus?“

Philosophie ALler-Retour: „(Un)möglicher Kommunismus?“ – Alain Badiou und Peter Engelmann

Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart
21.04.2015, 19:00 Uhr – 20:30 Uhr

Der anerkannte Nietzsche-Experte und freie Schriftsteller Dorian Astor stellt in seiner Reihe „Philosophie aller-retour!“ spannende Fragen zum Thema Philosophie. Bei seinem vorerst letzten Besuch im Institut français Stuttgart beschäftigt Astor sich mit dem Thema „(Un)möglicher Kommunismus?“ – Alain Badiou und Peter Engelmann.

Kann die Geschichte einen Begriff verurteilen? Ist es heute noch möglich, von der „Idee des Kommunismus“ Gebrauch zu machen? Der französische Philosoph Alain Badiou antwortet entschieden: Kommunismus hat eine Zukunft. Sein deutscher Verleger Peter Engelmann (Passagen Verlag), der in der ehemaligen DDR gelebt und gelitten hat, kann diese Antwort nicht akzeptieren. Ihre respektvolle, aber unversöhnliche Auseinandersetzung stellt Grundfragen über das Verhältnis zwischen Praxis und Theorie, zwischen Geschichte und Philosophie.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Eintritt: 7€ / 5€ (Ermäßigung für Mitglieder des Vereins der Freunde des Institut français). Für Schüler und Studenten ist der Eintritt frei.

Veranstalter: Institut français Stuttgart in Kooperation mit dem IZKT der Universität Stuttgart. Mit der Unterstützung der DVA-Stiftung und des Bureau du livre der französischen Botschaft.

Des projets franco-allemands non encore realisés ou
Notre collection de poissons d’avril

> poisson d’avril


Des projets franco-allemands qu’on pourrait s’imaginer… mais qui  ne sont pas enore ou qui ne seront pas réalisées :

2025: > Französisch abwählen?

2023 :> Sprachförderung durch die Région Grand Est, Baden-Württemberg und Saarland

2022: > Neues für Französisch: Die Kurswahlen für die Oberstufe

2021: > DFOLR – Nachrichtenfaktoren für die Sozialen Medien

2020: > Schüler/innen können mit dem Online-Lernen verdienen…

2019: > Das neue Tagesjournal

2018: > Le nouveau ministère franco-allemand

2017: > La réforme de la télévision française et allemande

2016: > La coopération franco-allemande et ses capacités

2016: > Französisch in Baden-Württemberg fördern. Französisch als Erste Fremdsprache in allen Gymnasien

2016: > Künftig gemeinsam und digital: Deutsch-französische Kommission für Digitaltechnik DFKFD

2015: > Wie kommt man am besten nach Digitalien? I

2014: > Un nouveau Centre linguistique franco-allemand – Ein neues deutsch-französisches Sprachzentrum

2013: > Expertenkommission: Das Grundgesetz in Deutschland und die Verfassung in Frankreich

2012: > Promouvoir la langue française en Allemagne / Mehr Deutsch lernen in Frankreich

2011: > Die neue Deutsch-französische Kommunikationsbehörde DFKB

2010: > Per Sprachtest zum Schüleraustausch. Le test de langue et l’échange scolaire

Der erste Fisch:

2009: > La reconstruction de l’Abbaye de Cluny


> Le Poisson d’avril . Texte et images par Adrien Mitton Mitton, Adrien – Gallica

> Poisson d’avril – Wikipédia


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