Appel à communications: Colloque annuel du Groupe d’Études Sartriennes – Paris, les 21 & 22 juin 2024

Le Groupe d’Études Sartriennes (GES) lance son appel pour le colloque annuel qui se tiendra les vendredi 21 et samedi 22 juin 2024 à Paris.

L’objectif du GES, qui réunit chaque année une soixantaine de spécialistes de Sartre (universitaires ou non) est de soutenir le développement des perspectives nouvelles sur cette œuvre majeure, de permettre aux enseignant.e.s et aux chercheur.se.s de présenter leurs travaux en cours et de promouvoir les études sartriennes à un niveau national et international.

Le GES propose aux enseignant.e.s et chercheur.se.s débutant.e.s ou confirmé.e.s de soumettre une proposition de communication scientifique originale portant sur la pensée et les écrits de Sartre (littérature, philosophie, textes politiques), ou dont l’objet (auteur, question) est en relation directe avec ceux-ci.

Pour l’édition 2024, le GES souhaite encourager deux séries de propositions de communication portant sur « 1848 » et « la théâtralité », bien que les propositions « Varia » soient également bienvenues.

Pour plus de précisions, voyez le texte intégral de l’appel à communication > Appel à communications: Colloque annuel du Groupe d’Études Sartriennes 2024 *.pdf 22 novembre 2022

Les communications, généralement présentées en français, peuvent également l’être en anglais. Dans ce cas, il sera demandé à l’orateur de fournir, à l’avance, un résumé en français à destination des auditeurs du colloque.

Les propositions de communication, qui doivent comporter un titre et un résumé en un paragraphe, sont à faire parvenir au GES pour le 31 janvier 2024. Les communications ne devront pas excéder 30 minutes.
Prière de faire parvenir vos propositions de communication à l’adresse du secrétariat du GES : ges.secretariat@gmail.com

Uni Saarbrücken: „Laisse chanter les filles“: Künstlerinnen des französischen Chansons in der Universitäts-Aula

Eine neue Chansonreihe mit Frauen, die was zu sagen (und zu singen) haben: Am 2.11. startet die in Saarbrücken (alle Infos siehe unten). Chansonaktivistin Evelyn Kreb hat ein tolles Programm zusammen gestellt, das Institut für Musikwissenschaft veranstaltet, die Unionstiftung unterstützt sehr großzügig, die Medien haben berichtet (https://www.sr.de/sr/mediathek/video/FS_KU-WIMS_2868.html), SR 2 KulturRadio schneidet die ersten beiden Konzerte mit. Ein weiterer sehr wichtiger Baustein auf der neuen Textchansonachse SB-KL-NW.

Karten gibt es  an der Abendkasse.

„Laisse chanter les filles“: Künstlerinnen des französischen Chansons in der Universitäts-Aula

Zur Konzertreihe „Laisse chanter les filles“ werden fünf Vertreterinnen des aktuellen französischen Chansons nach Saarbrücken kommen: An fünf Chanson-Abenden werden sie ihre Musik in der Aula der Universität des Saarlandes vorstellen. Die Konzerte finden jeweils donnerstags um 19.00 Uhr statt. Start ist am 2. November 2023 mit der Sängerin und Schauspielerin Nawel Dombrowsky. Veranstalter sind das Institut für Musikwissenschaft und das Chansonarchiv Saarbrücken.

Karten unter www.unionstiftung.de/laisse-chanter-les-filles

Derzeit gibt eine neue, junge Chanson-Szene in Frankreich den wichtigen Themen unserer Zeit eine Stimme. Ihr gehören viele Künstlerinnen an, die in ihren Texten auf unverblümte, berührende und humorvolle Art zum Nachdenken anregen. Musikalisch sind die Künstlerinnen zwischen klassischerem Chanson und Pop angesiedelt.

Im Jubiläumsjahr der Universität des Saarlandes laden das Institut für Musikwissenschaft und das Chansonarchiv Saarbrücken fünf Vertreterinnen des französischen Chansons in die Aula der Universität ein.

Den Auftakt der Konzertreihe gestaltet die Sängerin und Schauspielerin Nawel Dombrowsky. Gerade hat sie noch das Publikum des Pariser Konzertsaals La Cigale begeistert, nun ist sie in Saarbrücken zu Gast mit ihrem Programm „Les Femmes à la cuisine“, also „Frauen an den Herd“. Für die Frauen dieses Abends ist die Küche weniger der Ort für das zahme Hausfrauendasein. Stattdessen wird von dort aus – auch auf humorvolle Art und Weise – die Welt neu gedacht. Nawel Dombrowsky vereint Cabaret, Komik, Poesie und Gefühl.

Am 7. Dezember 2023 ist Hélène Piris zu Gast bei „Laisse chanter les filles“. Ihre musikalische Besonderheit: Die Sängerin und Chansonschreiberin begleitet sich selbst am Cello. In ihren Texten kommt ihr beißender Humor bei Themen wie sozialer Ungerechtigkeit, Armut, dem Patriarchat oder dem Ultra-Liberalismus zum Zug. Ein gleichzeitig erfrischender und nachdenklicher Abend mit einer Ausnahmekünstlerin abseits von Norm und Angepasstheit.

Die Konzertreihe wird vom Saarländischen Rundfunk (SR2) begleitet, der die ersten beiden Termine (am 2. November und 7. Dezember) aufzeichnen wird. Gefördert und unterstützt wird die Reihe durch folgende Partner: Union Stiftung, Deutsch-Französischer Bürgerfonds, Union des Français de Sarre, Institut d’études françaises, Université de Lorraine, Staatstheater Saarbrücken.

Alle Termine der Reihe:
02.11.2023: Nawel Dombrowsky
07.12.2023: Hélène Piris
18.01.2024: Garance
08.02.2024: Lily Luca
29.02.2024: Agnès Bihl

Die Konzerte finden jeweils um 19 Uhr in der Aula statt.

Kartenvorverkauf unter www.unionstiftung.de/laisse-chanter-les-filles. Karten für Erwachsene 12 Euro, ermäßigt 4 Euro. Das Parken ist auf dem Campus ist abends kostenlos.

Weitere Informationen:
www.uni-saarland.de/fachrichtung/musikwissenschaft/aktuelles/chansonkonzerte-laisse-chanter-les-filles.html

Tag der Offenen Tür im Institut français in Dresden

Alle diejenigen, die glauben, man könnte Goethe Institute in Frankreich einfach so schließen,

> Goethe-Institute: ” fermeture à Lille, Bordeaux et Strasbourg décidée, Toulouse a déjà perdu son service linguistique”

… sollten sich mal ansehen, wie vorbildlich Frankreich die Präsenz seiner Instituts français – einschließlich der DELF-Prüfungen – in Deutschland organisiert. Hier ein Beispiel:

Das Institut français Dresden öffnet am 17. November von 15 bis 19 Uhr seine Türen für alle Frankreich-Interessierten. Seit über 30 Jahren in Dresden angesiedelt, organisiert das Institut français Sprachkurse und Sprachprüfungen, Kulturveranstaltungen oder auch Workshops für Schulklassen. Außerdem ist die Bibliothek Anlaufpunkt für alle französischsprachigen Leser. Darüber hinaus gibt es viele Onlineangebote, die auch von Interessierten außerhalb Dresdens genutzt werden können.

Der Tag der Offenen Tür ermöglicht es den Dresdnerinnen und Dresdnern, die das Institut français noch nicht kennen, die zahlreichen Aktivitäten kennenzulernen: Egal ob bei einer Schnupperstunde in einem Französischkurs oder bei einer kleinen Leserunde in gemütlicher Atmosphäre, für alle Interessen gibt es Angebote. Auch für Kinder ist ein Programm vorbereitet: Es wird sowohl ein filmisches Programm als auch Aktivitäten rund um die französische Sprache sowie ein Bastelatelier geben.

Bei einem Gewinnspiel können Sie zahlreiche Preise des Institut français und seiner Partner gewinnen. Das gesamte Programm wird Anfang November veröffentlicht:

www.institutfrancais.de/de/dresden/event/tag-der-offenen-tuer-23773#/

Der größte deutsch-französische Kreativcontest geht in Runde 5: die Ecole du Flow.

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Mehr als 1500 junge Menschen werden dabei jährlich mit der HipHop Band Zweierpasch zu mehrsprachigen Künstler*innen.

Der deutsch-französische Songwriting Contest Ecole du Flow geht in die 5. Runde: Die Anmeldungen zum größten deutsch-französischen Kreativwettbewerb sind ab sofort möglich. Thema dieses Jahr ist „Arc en Ciel“ (Regenbogen). Das Finale steigt am 16. Mai 24 im Tollhaus Karslruhe.

Projektinfos:

> École du Flow – auf Französisch

> École du Flow – auf Deutsch

Mehr als 1500 Schüler*innen von beiden Seiten des Rheins werden bei der Ecole du Flow zu Künstler*innen. Sie schreiben im Unterricht ihre eigenen zweisprachigen Songs und reichen sie bei der Jury ein. Alle Teilnehmenden sind zum Finale am Donnerstag, 16. Mai 2024, im Tollhaus Karlsruhe eingeladen. Es steigt von 14 bis 17 Uhr.

Auftritt vor 1000 Fans

Die sechs besten Gruppen können dann ihren Song vor mehr als 1000 Zuschauenden performen. Die überzeugendsten Teams gewinnen ein Konzert mit Zweierpasch an ihrer Schule. Die preisgekrönte HipHop-Band spielt außerdem eine Show für alle, die beim Finale dabei sind.

Thema ist in diesem Jahr „Arc en Ciel“ (Regenbogen). Es geht um Diversität. Wie sehen junge Menschen Vielfalt und Gleichbereichtigung? Was wünschen sie sich? Was ärgert sie? Was sind ihre Vorschläge für mehr Vielfalt? Dazu können die Gruppen einen Song schreiben.

„Songs, die uns umhauen“

„Wir sind gespannt auf die Songtexte, in den vergangenen Jahren gab es da immer wieder Tracks, die uns richtig umgehauen haben“, sagt Projektleiter Till Neumann von Zweierpasch. Mit der Ecole du Flow möchte er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Felix und der preisgekrönten Zweierpasch-Band für Mehrprachigkeit und Flow im Fremdsprachenunterricht sorgen. Die Gruppe hat 2018 in Paris den Adenauer-de-Gaulle-Preis erhalten, war Freiburgs Band des Jahres und teilte sich eine Bühne mit Rocklegende Udo Lindenberg und Popstar Nico Santos. Im September spielte die Gruppe als erste überhaupt ein Konzert in der grenzübschreitenden Tram Strasbourg-Kehl.

„Gelebte Demokratie“

Schirmherr des großen Finals in Karlsruhe ist Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Er ist begeistert von dem Vorhaben: „Es freut mich ganz besonders, dass wir Ort eines intensiven deutsch-französischen Kulturaustauschs werden, der Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Frankreich nach Karlsruhe führt. Das Thema „arc en ciel“ zu Deutsch „Regenbogen“ steht für Vielfalt, Toleranz und Frieden und somit für ein wertschätzendes Miteinander und gelebte Demokratie; getragen von Verständnis und Respekt füreinander. Werte, die uns hier in Karlsruhe ganz besonders wichtig sind. Auf die vielen kreativen und innovativen Ideen der Jugendlichen bin ich schon gespannt.“

Zwei Infoabende

Für Interessierte bieten Zweierpasch zur Ecole du Flow zwei digitale Infoabende an. Dabei informieren Felix und Till über den Ablauf der Ecole du Flow und beantworten Fragen. Die Zoom-Videokonferenzen steigen am:

– Donnerstag 5. Oktober 19.30 – 20 h
– Montag 6. November 19.30 – 20 h

Wer dabei sein möchte, schickt bitte ein Mail an ecoleduflow@posteo.de. Dann gibt’s den Link zur Konferenz.

Förderer und Partner

Die Ecole du Flow 5 wird angeboten von Multicore, dem Centre Culturel Francais Freiburg, dem Klett Verlag, Zweierpasch und der Stadt Karlsruhe. Förderer sind das Deutsch-Französische Jugendwerk, die Eisele Stiftung und die Inta Stiftung sowie die Stiftung Centre Culturel Franco Allemand Karlsruhe, der Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe und Odilon Semprey (Lehrer aus Vesoul). Die Teilnahme ist für Gruppen kostenlos. Lediglich die Fahrtkosten zum Finale müssen getragen werden.

 

15.-17. September 2023 : Tagung in Jena. Jean-Paul Sartres existentialistische Subjektivität – revisited

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Vom 15.-17. September 2023 findet in der Universität Jena zusammen mit der Abbe-Stiftung und der Sartre-Gesellschaft eine Tagung statt:

> Flyer *.pdf

Jean-Paul Sartres existentialistische Subjektivität – revisited
Tagung
15.-17. September 2023
Kleiner Sitzungssaal
Fürstengraben 27
07743 Jena

Im Mittelpunkt der Tagung in Jena, die in Zusammenarbeit mit der Sartre-Gesellschaft in Deutschland stattfindet, steht die Subjektphilosophie von Jean-Paul Sartre. Ausgangspunkt ist die Frage, inwiefern Sartres Verständnis von Subjektivität in der Gegenwart noch überzeugt. Wenn derzeit jegliche Form des Essenzialismus auf Ablehnung stößt, spricht dies für die Aktualität des Existentialismus, denn für Sartre – heutzutage eine beliebte Redewendung – erfindet sich das Individuum fortwährend neu.

Jean-Paul Sartre, Qu’est-ce que la subjectivité, Préface de Michel Kail et Raoul Kirchmayr, postface de Federic Jameson, Paris: Éditions Amsterdam 2013.

Jean-Paul Sartre, Was ist Subjektivität?, hg. von Razmig Keucheyan
Vorwort von Michel Kail und Raoul Kirchmayr, Nachwort von Fredric Jameson, Aus dem Französischen von Brita Pohl, Wien: Turia und Kant, 2015.

Freitag, 15. September
14:15 Begrüßung

Sartre und die Bewusstseinsphilosophie
14:30 – 15:15
Andreas Schmidt: Das Sein und das Ich. Fichtes und Sartres inverse Theorien der Freiheit
15:20 – 16:05
Gerhard Seel: Zeitbewusstsein. Warum Sartre und Husserl sich so schwer damit taten

Kaffeepause

16:30 – 17:15
Christos Kalpakidis: Jenseits von Transparenz und Immunität. Sartre und Wittgenstein über Selbstbewusstsein und Wissen
17:20 – 18:10
Manfred Frank: Drei Stufen der Fortbestimmung des Begriffs Selbstbewusstsein in Sartres Frühwerk

ab 18:30
Mitgliederversammlung der Sartre-Gesellschaft e.V.

Samstag, 16. September
Sartre und Heidegger

10:00 (s.t.) – 10:45
Franziska Neufeld: Existentialistische Subjektivität und Hermeneutik des Selbst. Sartre und der frühe Heidegger
10:50 – 11:35
Katharina Balk: „Weder Gewissensbisse noch Bedauern, noch Entschuldigungen mehr“. Das Problem des (schlechten) Gewissens als Frage
nach dem (un)authentischen Selbst bei Heidegger und Sartre

Kaffeepause

12:00 – 12:45
Adrian Lauschke: Ich, Nichts und die Anderen. Irgendwo zwischen Sartre und Heidegger

Mittagspause

Sartre und die Sozialphilosophie
14:15 – 15:00
Matthias Richter: Praxis und Unterwerfung. Sartres Subjektkonzeption nach dem Humanismusstreit mit Foucault und deren Anschlussfähigkeit für eine kritische Gesellschaftstheorie
15:05 – 15:50
Phabio Freiboth: Den Anderen nicht sehen wollen. Gleichgültigkeit bei Sartre und Shklar

Kaffeepause
16:20 – 17:05
Alfred Betschart: Anerkennung bei Sartre und Honneth. Unterschiede in der Auffassung von Subjektivität in Existentialismus und kritischer Theorie
17:10 – 17:55
Marcel Siegler: Aktion – Praxis – Intra-action. Sartres enaktives Subjekt im Kontext von Barads agentiellem Realismus

ab 19:30
Gemeinsames Abendessen

Sonntag, 17. September

Sartre und der französische Sartre und der französische Poststrukturalismus

10:00 (s.t.) – 10:45
Tatjana Schönwälder-Kuntze: Von der bedingten Unbedingtheit des Subjekts: Sartre und Derrida
10:50 – 11:35
Natalie Pfaff: Faszination und Imagination durch Bilder. Eine Entscheidung für oder gegen das Subjekt: Sartre und Baudrillard

Kaffeepause

12:00 – 12:45
Hans-Martin Schönherr-Mann: Transzendenz und Frau-Werden. Sartres Philosophie des Widerstands und die nomadische Kriegsmaschine der Schizo-Analyse

Mittagspause

14:00 – 14:45

Eva Tschurenev: Transsubjektivität vs. Intersubjektivität. Versuch, die Dimensionen des von Lyotard erklärten Widerstreits mit Sartre zu erfassen

Abschlussvortrag
15:00 – 15:45
Vincent von Wroblewsky: Ich ist ein anderer oder Brechts und Sartres Lob der Alterität

Vortrag mit Isabelle Bourgeois : Wie lässt sich Frankreich entschlüsseln?

Isabelle Bourgeois wird am Dienstag, 29. August 2023, um 19 Uhr im Atelier Theater, Roonstr. 78, 50674 Köln einen Vortrag Zur Frage Wie lässt sich Frankreich entschlüsseln?

Die Zukunft der EU scheint unsicherer denn je. In diesem Zusammenhang ist es umso wichtiger intime Kenntnis der Funktionsweise des jeweiligen Partners zu haben Dabei spielt Frankreich eine bedeutende Rolle. Doch Deutschland und Frankreich sind sich trotz der engen Bande, die sie seit Kriegsende geknüpft haben, weitgehend fremd geblieben.

Besonders für deutsche Journalisten ist Frankreich ein Land der Widersprüche. Das französische Medienverständnis ist fast das Gegenteil des deutschen. Anspruch und Wirklichkeit, Theorie und Praxis klaffen auch bei den Werten, Prinzipien und Institutionen der Demokratie oft auseinander. Und vor allem: Paris ist nicht identisch mit Frankreich, einem Gebilde, dessen Komplexität nicht zuletzt die Wahlen 2022 offenbarten. Warum ist das so? Weil es sich um zwei Gesellschaftsmodelle handelt, die gegensätzlicher nicht sein können? Weil wie immer Klischees das tiefere Verständnis und somit die konstruktive Auseinandersetzung mit dem Anderssein behindern? Oder weil es einfach begriffliche Verständigungsprobleme gibt?

All diese Fragen und auch natürlich auch Lösungen wird Isabelle Bourgeois erörtern und diskutieren. Sie wird Anregungen geben, wie man sich einem fremden Land, von dem man meint, es zu kennen, annähern kann und wie man die Fallstricke umgeht, die in Klischees und Idealvorstellungen lauern.

Ihr Buch Frankreich entschlüsseln. Missverständnisse und Widersprüche im medialen Diskurs erscheint als neunter Band in der Reihe Schriften zur Rettung des öffentlichen Diskurses, herausgegeben von Stephan Russ-Mohl.

Anmeldung: Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an anmeldung@koelner-mediengespraeche.de.

Isabelle Bourgeois, geb.1955, ist Mitgründerin und Moderatorin der Dialogplattform www.tandem-europe.eu. Sie hat an der École Normale Supérieure in Fontenay-aux-Roses und an der Sorbonne studiert. Von 1980 bis 1988 war sie Lektorin an der Universität Hannover (Romanistik) und Kulturattaché an der französischen Botschaft in Bonn (zuständig für Rundfunk). Von 1988 bis 2017 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre d’Information et de Recherche sur l‘Allemagne Contemporaine – CIRAC (vergleichende Studien: Medien und Kommunikation, Wirtschafts- und Sozialpolitik, Gesellschaft, kulturelle Unterschiede). Von 2001 bis 2015 war sie Chefredakteurin der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Regards sur l’économie allemande
(CIRAC), von 1989 bis 2001 Dozentin am Institut d’études politiques (Paris), von 2002 bis 2017 Dozentin an der Université de Cergy-Pontoise und von 1990 bis 2005 freie Autorin für epd-medien, diverse deutsche Tageszeitungen und den Deutschlandfunk. 1996 gewann sie den Deutsch-Französischen Journalistenpreis TV für Heinrich Böll (France 3). Sie ist Mitglied im Beirat von Eurotopics.

Isabelle Bourgois
Frankreich entschlüsseln
Missverständnisse und Widersprüche im medialen Diskurs
Köln, Herbert von Halem Verlag 2023,12 x 19cm, 288 Seiten
ISBN (Print): 978-3-86962-643-7
ISBN (PDF): 978-3-86962-644-4
ISBN (EPUB): 978-3-86962-648-2

Projektausschreibung „Demokratie: Jetzt! Junge Stimmen für die Zukunft“ für 2023

| Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur  | Arrêtez le harcèlement ! | Literaturwissenschaft und Computertechnik | Rapport au Parlement sur la langue française | 1972-2022 : 50 termes clés du dispositif d’enrichissement de la langue française |


Das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb haben die Projektausschreibung „Demokratie: Jetzt! Junge Stimmen für die Zukunft“ für 2023 verlängert.

Angesichts multipler Herausforderungen – der Krieg in der Ukraine, gesellschaftliche Polarisierungen, Klimawandel und die Nachwehen der Pandemie – fordern junge Menschen mehr Mitbestimmung bei Zukunftsthemen. Das DFJW und die bpb möchten deshalb Demokratie, Teilhabe und Engagement von und für Jugendliche verstärken und anlässlich des 60. Jubiläums des Élysée-Vertrages in 2023 einen Beitrag zur grenzübergreifenden politischen Bildung leisten. Die Projektausschreibung ist Bestandteil einer gemeinsamen Kooperation, die das Thema politische Bildung in den deutsch-französischen und trilateralen Programmen und Projekten vertiefen und neue, innovative Programmformate erarbeiten soll.

Mit bis zu 15.000 für deutsch-französische, bzw. 20.000 Euro für trilaterale Projekte können Vereine, Verbände, (Hoch-)Schulen sowie kommunale und regionale Gebietskörperschaften für die Umsetzung ihrer Projekte zu Demokratie, Umweltverantwortung und ländlichen Räumen unterstützt werden. Förderanträge können ab sofort über das Online-Antragsformular gestellt werden. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie die Ausschreibung im Anhang an Ihre Netzwerke weiterleiten würden. Weitere Informationen zur Ausschreibung und den Bewerbungsbedingungen finden Sie auf www.dfjw.org.

Download. Projektausschreibung: Demokratie: Jetzt! Junge Stimmen für die Zukunft.

Universität Tübingen: Zentrum für frankophone Welten eröffnet

Der Brief an alle Schülerinnen und Schüler: Französisch-Leistungs- oder Grundkurs bis zum Abitur | Arrêtez le harcèlement ! | Literaturwissenschaft und Computertechnik | Rapport au Parlement sur la langue française | 1972-2022 : 50 termes clés du dispositif d’enrichissement de la langue française|


Am Montag, 5. Juni 2023, hat die Universität Tübingen in der Alten Aula im Rahmen eines Festaktes ihr neues Zentrum für frankophone Welten (ZFW) eröffnet Damit bündelt die Universität Forschung und Kooperationen mit französischsprachigen Ländern –

Zur feierlichen Eröffnung sprachen Frau Professorin Karla Pollmann, Rektorin der Universität; der französische Generalkonsul Gaël de Maisonneuve sowie Professor Steffen Patzold für das Zentrum für frankophone Welten (ZFW).

Unser Fotoalbum:

Anschließend fand eine Diskussion mit dem Autor Wilfried N’Sondé zur französischen Sprache statt (mit Moderation und Übersetzung). Das Zentrum hat sich den Gast des Abends mit Bedacht und einer glücklichen Hand ausgesucht.  Wie kaum ein anderer Schriftsteller repräsentiert er bestens die Frankophonie  (64 Beiträge auf unserem Blog) und zwar nicht nur die so vielfältige sprachlichen Dimensionen, sondern auch historische Aspekte der Francophonie vgl. dazu sein letztes Buch Frau der Himmel und der Stürme, (orig. Femme du ciel et des tempêtes, Arles, Actes Sud, 2021) Afrotopia, Verlag Kampf und Kragen 2023.

In der Diskussion auf dem Podium bewies N’Sondé einmal mehr mit seiner ganzen Passion für die Literatur und seiner Art als Weltenwanderer in der ganzen Francophonie weltweit auf allen Kontinenten – deswegen heißt das Zentrum auch Zentrum für frankophone Welten -, dass die so beeindruckende Diversität der frankophonen Welt auch eine ganz erstaunliche wie überzeugende Einheit bildet.

N’Sondé ist unseren treuen Bloglesern bestens bekannt: > Deux entretiens avec Wilfried N’Sondé, Aigre-Doux et Femme du Ciel et des Tempêtes, 26. August 2021, > Un entretien avec Wilfried N’Sondé : Intégration ou assimilation – 9. Mai  2016.

Das ZFW wird Forschung, Lehre und internationale Kooperationen mit und in der frankophonen Welt an der Universität Tübingen interdisziplinär vernetzen und besser sichtbar machen. Das Zentrum wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit der französischen Sprache und Kulturen in frankophonen Ländern beschäftigen, mit Kolleginnen und Kollegen zusammenbringen, die in frankophonen Ländern forschen. Die Mitglieder kommen daher aus einem breiten Spektrum von Fächern, von der Tropenmedizin und Biologie über die Politikwissenschaft bis zur Rechtswissenschaft, Geschichte und Romanistik.


Auf unserem Blog:

> Semaine de la Francophonie du 18 au 26 mars 2023 – Montag, 13. März 2023

> La Francophonie à travers le monde – 1. September 2021

> Francophonie: Bibliographie et sitographie – 5. April 2019

> Präsident Macron : Lancement de la stratégie internationale pour la langue française et le plurilinguisme – 21. März 2018


Schon heute unterhält die Tübinger Universität intensive Partnerschaften in die frankophone Welt. Drei der zehn Partneruniversitäten in ihrer Europäischen Universitätsallianz CIVIS sind frankophon. Fest etabliert sind zudem fünf deutsch-französische Studiengänge, in denen Studierende einen Doppelabschluss erwerben sowie ein deutsch-französisches Graduiertenkolleg mit den Universitäten Düsseldorf und Aix-Marseille und ein Graduiertenkolleg mit der Universität Toulouse.

RTF1 Das Regionalfernsehen hat über die offizielle Eröffnung des Zentrums für frankophone Welten der Universität Tübingen am 5. Juni 2023 berichtet: >

Der Austausch Studierender und Forschender mit der frankophonen Welt solle künftig weiter vertieft werden, zudem wolle man die Anbahnung neuer Partnerschaften fördern, sagte Professorin Monique Scheer, Prorektorin für Internationales und Diversität. „Das Zentrum bildet auch eine Brücke zwischen Tübinger Forschungen zu Kanada und Europa sowie zum frankophonen Globalen Süden. Auf diese Weise wird wiederum ein Bogen zu unserer Exzellenz-Plattform ‚Global Encounters‘ und dem ‚Center for Global South Studies‘ geschlagen.“Geplant sind Beratungsangebote zum Studierendenaustausch und zu Forschungskooperationen, der Ausbau der Sprachkurse vor allem im Bereich Wissenschaftssprache sowie regelmäßige Veranstaltungen mit Partnerhochschulen. Das Zentrum kooperiert zudem eng mit dem Institut Culturel Franco-Allemand in Tübingen.

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