Vœux aux armées du Président Emmanuel Macron depuis la base aérienne 125 d’Istres.

Heute, am 15. Januar 2026, anlässlich seiner Neujahrsgrüße auf der Luftwaffen auf dem Luftwaffenbasis 125 in Istres-Le-Tubé betonte Macron zunächst den Erfolg der Wiederaufrüstung der Armee: „Um frei zu sein, muss man gefürchtet werden.“ Die Souveränität des Landes soll durch einen Ausbau der Alarmsysteme gestützt werden. Dazu zähle auch ein Satellitenprogramm, das zur Aufklärung beitragen soll. Was sagte er in diesem Zusammenhang? „Zunächst einmal, um uns mit einem Frühwarnsystem auszustatten, das ein Weltraumwarnsystem, ein Bodenradarsystem und Experimente kombiniert. Es handelt sich um die berühmte deutsch-französische Initiative namens JEWEL, aber dieses Frühwarnsystem bauen wir für uns selbst auf. Wir bauen eine Partnerschaft mit den Deutschen auf, um es auch allen Europäern anzubieten. Dies wird es uns auch ermöglichen, die Weltraumdimension unserer Militärstrategie weiter zu festigen.“

> Discours du Président de la République à l’occasion des vœux aux Armées *.pdf – site du Palais de l’Élysée

Er fügte hinzu: „Im Weltraum werden wir den Einsatz von Satellitenkonstellationen in niedriger Umlaufbahn beschleunigen, um die Konnektivität und die Informationsbeschaffung zu verbessern. In diesem Zusammenhang möchte ich hier betonen, dass auch unsere Ambitionen im Weltraum, sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich, weiter zunehmen werden. Mit dem Ziel, in jedem Bereich unsere deutschen und italienischen Partner unter anderem einzubeziehen, die strategische Autonomie Europas zu stärken und andere zu ermutigen, unserer eigenen Strategie zu folgen, die darin besteht, die Abhängigkeit von allem Nicht-Europäischen zu verringern. Frankreich wird in einigen Monaten einen Weltraumgipfel organisieren, der eine militärische Komponente haben wird und es ermöglichen wird, seine Bemühungen zu bekräftigen.“Angesichts der russischen Bedrohung sollen weitreichende Waffen sollen ausgebaut werden wodurch die nukleare Abschreckung gestützt werden soll. Auch hier verwies auf die Zusammenarbeit im B+ndnis: „Insbesondere gemeinsam mit unseren deutschen und britischen Partnern müssen wir diese Feuerkraft in großer Tiefe mit Nachdruck vorantreiben.“ Der Präsident unterstrich notwendigen Anstrengungen der Nation, die 2026 und in den kommenden Jahren fortgesetzt werden müssen. Hinsichtlich des Militärprogramms (LPM) nannte er drei Prioritäten: die Aufstockung unserer Munitionsvorräte aller Art und die Stärkung der Einsatzbereitschaft unserer Streitkräfte, die Gewährleistung unserer Souveränität Frankreichs und die kurzfristige Verbesserung und Modernisierung der Armee.

Im Bereich der Außenpolitik erinnerte der Staatschef daran, dass Frankreich eine glaubwürdige und verlässliche Bündnispartner sei. In diesem Zusammenhang unterstrich er die Verantwortung der Europäer für den Schutz Grönlands („Wie Sie sehen, ist das Europa der Verteidigung Realität.“)und wie auf den Beschluss Frankreichs hin, sich zusammen mit seinen Partnern und auf Ersuchen Dänemarks an der von Dänemark im Rahmen von Arctic Endurance geplanten Übung zu beteiligen.

Was er nicht erwähnte: der Kampfpanzer MGCS oder das Luftkampfsystem FCAS.

> Bundesministerium der Verteidigung: „Wir wollen mit MGCSMain Ground Combat System das Landkampfsystem der Zukunft bauen“ – 26.04.2024

> Main Ground Combat System. „Es geht auch künftig darum, schnell eine große Feuerkraft an den Feind zu bringen“ – Website der Bundeswehr 26.4.2024

> FCASFuture Combat Air System – Future Combat Air System – Website der Bundeswehr

> Deutschland und Frankreich: „Eine Freundschaft, die der Motor Europas ist“ – Website des Bundesministeriums für Verteidigung

Christophe Braouet, Jacob Ross, Benoît Schuman, Stefan Seidendorf > Deutsch-französische Rüstungsprojekte: Zum Scheitern verurteilt? – docdok.eu 12/2025

Jacob Ross, Nicolas Téterchen>
Deutsch-französische Verteidigungskooperation: Jetzt oder nie Europas Souveränität ist die deutsche Gretchenfrage
– Deutsche-Gesellschaft für auswärtige Politik – 5. Februar 2025

Emmanuel Macron: Discours sur la stratégie de défense et de dissuasion devant les stagiaires de la 27ème promotion de l’Ecole de guerre

Mit seiner Rede über die Verteidigung und Abschreckung  vor dem 27. Jahrgang der École de guerre, École militaire hat Emmanuel Macron  am 7. Februar 2020 seine bisherigen Reden zu Europa – > Macron und Europa – mit einer Rede zur europäischen Sicherheitspolitik ergänzt. Macron bietet den Mitgliedsstaaten der EU Gespräche zu strategischen Fragen der Verteidigung an.

> Le discours du Président Emmanuel Macron sur la stratégie de défense et de dissuasion devant les stagiaires de la 27ème promotion de l’école de guerre – site du Palais de l’Élysée

> Rede des französischen Staatspräsidenten zur Verteidigungs- und Abschreckungsstrategie – Website der französischen Botschaft in Berlin

Was hat Macron gesagt?

>Macron, Trump und die NATO  – 4. Dezember 2019

Claudia Major
> Die Rolle der Nato für Europas Verteidigung
Stand und Optionen zur Weiterentwicklung aus deutscher Perspektive
SWP-Studie 2019/S 25, November 2019, 42 Seiten

Klaus Wittmann, Die Nato braucht eine neue Strategie – Der Tagesspiegel, 14.2.2020

Zu seiner Analyse gehört die Aussage, das Gleichgewicht der Abschreckung zwischen den Mächten sei instabil geworden.
Man müsse darüber nachdenken, um vorbereitet zu sein, wie die Kriege von morgen aussehen könnten. Die strategische Sicherheit durch das Gleichgewicht der Kräfte sei heute nicht mehr gegeben. Wenn Europa seinen Multilateralismus in den Dienst der kollektiven Sicherheit stellen wolle, ergäben sich, so der Präsident daraus zwei Forderungen: Die Förderung einer internationalen Agenda hinsichtlich der Beherrschung der Waffen und eine europäische Investition in die Verteidigung. Diese Forderungen ergäben sich aus der Souveränität und der Handlungsfreiheit, die er seit seiner Wahl für Europa unterstütze.

Hinsichtlich des Endes des Vertrages über die Mittelstreckenraketen müsse Europa eine klaren Standpunkt einnehmen und über die Prioritäten zugunsten der Abrüstung nachdenken, die gleichzeitig die nationale Sicherheit verbessert. Hinsichtlich dieser Fragen wolle Frankreich mit seinen Partnern eine internationale Strategie vorschlagen, die überall dort gelten solle, Europa aktiv sei.

Frankeich leiste seinen Teil zur Abrüstung zugunsten der Stabilität und der Sicherheit in der Welt. Der Präsident zählt die Maßnahmen Frankreich zur Abrüstung auf, es besitzt weniger als 300 Atomwaffen. Die anderen Staaten sollten Frankeich unterstützen. Dabei gehe es um den Artikel des TNP und vor allem um vier Punkte:

Atomwaffensperrvertrag, Verbot von Atomtests, Fortsetzung der Überprüfungen der atomaren Abrüstung, Anstrengungen zur Reduktion strategischer Risiken. In diesem Zusammenhang wünscht Macron die« trilatéralisation » oder die „ multilatéralisation der Abkommen zur Reduzierung der Atomarsenale. Gerade seit dem Ende Vertrags über die Mittelstreckenraketen sollte Europa jetzt seine Stimme erheben.

Noch für lange Zeit Könne Europa seine Stärke nur aus den nationalen Armeen gewinnen. Aber unter Europäern habe man schon begonnen, Grundsätze zu entwickeln, die das gemeinsame Bewußtsein betonen, die gleichen Interessen verteidigen, autonom Handeln und solidarisch Vorgehene, wenn es notwendig werde, womit die Zusammenarbeit mit der NATO auch aus französischer Sicht keinesfalls in Frage gestellt werde.

Aber unsere Sicherheit, so Macron, verlange eine größere Handlungskapazität seitens der Europäer. Noch einmal sagt Macron ausdrücklich:“Die NATO und Europa sind die beiden Säulen der kollektiven Sicherheit in Europa. In diesem Sinne hätten die Amerikaner Recht, mehr Engagement von den Europäern zu verlangen. Nebenbei bemerkt Macron, die Sicherheit Europas hänge von einer Vielzahl von Faktoren (Digitalisierung, Normen, Infrastruktur), die nicht in Reichweite der USA seien. Auf diesen Gebieten müsse Europa unbedingt seine Souveränität wiederfinden.

In diese Rahmen einer europäischen Strategie gehöre auch der > Fonds européen de défense (s. a. > Europäischer Verteidigungsfonds – Website der EU-Kommission) und die Initiative européenne d’intervention, die Macron vorgeschlagen habe und die umgesetzt wurde.

Die Nuklearstrategie Frankreichs diene der Verhinderung eines Krieges. Die Unabhängigkeit Frankreichs hinsichtlich der Entscheidungen, die Atomstreitmacht betreffen sei, mit einer unerschütterlichen Solidarität mit den europäschen Partnern vereinbar: „Seien wir ganz deultich, die vitalen Interessen Frankreichs haben künftig eine europäische Dimension.“ Un detzt kommt der entscheidende Satz dieser Rede. „In diesem Sinne, wünsche ich die Entwicklung eines strategischen Dialogs mit unseren europäischen Partners über die Rolle der der französischen Nuklearabschreckung in bezug auf unsere kollektive Sicherheit.“ Die Zusammenarbeit mit der NATO, den amerikanischen und britische n Streitkräften bleibe natürlich bestehen.

Es folgen im letzten teil der Rede Macrons einige Überlegungen zur Bedeutung der Nuklearstrategie: „Erkennen wir an, dass die Abschreckungsstrategie nicht reicht,um den Frieden zu begründen, es genüge nicht die Gealt einzudämmen, es müsse eine wirkliche Zusammenarbeit und Eintracht zwischen allen geben.“

Zur Erinnerung:

Die Bilanz nach einem Jahr: > La souveraineté de l’Europe: Eine Bilanz der Sorbonne-Rede vom 26. September 2017 – 2. November 2018 – Website des Elyséepalastes

Dazu: > 3ème point d’étape de l’initiative pourl’Europe Website des Elyséepalastes

> Der Gastbeitrag von Emmanuel Macron: Ein Appell zugunsten Europas – 5. März 2019

> 13 janvier 2019 : La Lettre d’Emmanuel Macron aux Français – 13. Januar 2019

> Pierre-Yves Le Borgn’ : “L’Europe doit retrouver le lien citoyen.“ – 24. Mai 2019

Voir aussi: > Europe: Les Consultations européennes / Europa: Die Bürgerbefragungen – 10. September 2018

Anstatt immer nur uns Diskussionen über Migranten aufzwingen zu lassen, sollten wir mehr über die Erfolge und die Aufgaben Europas sprechen.

Tout un système : >

La refondation de l’Europe passe par la culture: >#fbm17 #FRAFRA2017 Le discours d’ouverture d’Emmanuel Macron

Nos atouts : >

Un programme : >

La chance de nous tous : >

> Discours du Président de la République devant le Parlement réuni en Congrès à Versailles – 10. Juli 2018

Rappel: > Nachgefragt: “L’Europe ne doit pas se faire dans le silence.”Entretien avec Christian Lequesne, Professeur à Sciences po à Paris

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