Emiliano Grossmann: Die Französische Demokratie am Scheideweg
> 29 mai 2016 : Les commémorations de la bataille de Verdun
Donnerstag, 9. Juni, 19.30 Uhr | Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart
Generalkonsul Nicolas Eybalin hat den Gast begrüßt:
Die Krisenjahre haben die französische Politik gebeutelt. Die Beliebtheitsgrad des französischen Präsidenten François Hollande hat bis dahin undenkbare Tiefen erreicht. Die immer beeindruckenderen Erfolge des Front National zeugen ebenfalls von der wachsenden Enttäuschung französischer Wähler mit den klassischen Regierungsparteien.
In seinem Vortrag diskutiert Prof. Dr. Emiliano Grossman (SciencePo Paris) eine Serie möglicher Erklärungen für diese Entwicklung. Die Wurzeln der gegenwärtigen Krise liegen, so die These, nicht allein im französischen politischen Wettbewerb, sondern in den Institutionen der 5ten Republik. Diese erweisen sich als reformbedürftig und können zum großen Teil den Unmut der französischen Wählerinnen und Wähler erklären.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Eintritt frei. Anmeldung unter: > info.stuttgart@institutfrancais.de oder 0711/239 25 13
Veranstalter: Institut français Stuttgart & IZKT. Mit freundlicher Unterstützung der DVA-Stiftung.














<<< Prof. Dr. Wolfram Pyta, Leiter der Abteilung für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Stuttgart, begrüßte den Gast.
Ach! Sevilla! Jedes Treffen der Nationalmannschaften aus Deutschland und Frankreich erinnert an das legendäre WM-Halbfinale von 1982 und seine dramatischen Bilder. Dieses Match war ein traumatischer Höhepunkt in der Geschichte der deutsch-französischen Fußballbeziehungen. Es lohnt sich aber einen weiter gefassten Blick auch auf die Vergangenheit und Gegenwart dieser Beziehungen zu werfen und den Einfluss des populärkulturellen Massenspektakels Fußball auf die Fremd - und Selbstwahrnehmung der 








2084 ist ein düsterer Blick in die Zukunft: Eine religiöse Weltdiktatur hat sich etabiert. In Abistan liegt das Volk dem Gott Yölah und seinem Propheten Abi zu Füßen. In Boualem Sansals neuem Roman 2084, übersetzt ins Deutsche von Vincent von Wroblewsky, gibt es keinen Dschihad und keine Attentate. Alle Einwohner unterwirfen sich freiwillig Regeln und Normen. Der Feind, die Ungläubigen, ist total besiegt, so dass der Begriff aus dem Vokabular gestrichen wurde. Am Rande
dieser Welt lebt der lungenkranke Ati in einem Sanatorium in der Wüste und versucht, seine Gefühle des Zweifels zu unterdrücken. 








